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::: CPU-Kühler Roundup V2 :::


Scythe Shuriken

Verpackung & Lieferumfang
Kandidat Nummer drei von Scythe ist zugleich der kleinste Kühler im Testfeld. Auch der Shuriken (japanisch für versteckte Handwaffe) wird in einem bunten Karton verschickt und besitzt das übliche Zubehör von Scythe. Zu diesem zählt die Montageanleitung, eine Tüte Wärmeleitpaste sowie das Montagematerial für die Sockel 478, 775, 754, 939, 940, AM2 und AM2+.
Scythe hat dem Shuriken einen speziellen Lüfter spendiert, welcher bei einer Kantenlänge von 100 Millimetern lediglich zwölf Millimeter dick ist. Der von Scythe auf den Namen Super Slim 100 mm x 12 mm PWM Lüfter, getaufte Luftumwälzer besitzt bei zwölf Volt eine Leistungsaufnahme von 2,88 Watt. Wie der Name des Lüfters vermuten lässt, besitzt dieser einen 4-Pin-PWM-Anschluss, ein Novum für einen Scythe-Kühler. Verwundert hat uns lediglich die von Scythe angegeben Drehzahl. So arbeitet der Lüfter in einem Drehzahlbereich von 650 bis 2200 Umdrehungen pro Minute, wobei die niedrigste Drehzahl um bis zu 200 Umdrehungen nach Oben und Unten schwanken kann. So gibt es theoretisch Exemplare, die bereits mit 450 Umdrehungen anlaufen und welche, die dies erst bei 850 Umdrehungen machen.
technische Daten (Herstellerangaben soweit bekannt)
Maße Lüfter in mm (BxHxT) 100 x 100 x 12
Lagerart Gleitlager
Betriebsspannung in V 12
Leistungsaufnahme in W 2,88
Umdrehungen pro min 650±200 - 2200
Luftdurchsatz in m³/h 20 - 54
Lautstärkeentwicklung in dB(A) 10,5 - 31,67
Maße Kühler insgesamt in mm (BxHxT) 105 x 116 x 64
Kühlkörpermaterial (Bodenplatte/Lamellen) Kupfer / -
Kompatibilität Intel 478, 775 / AMD 754, 939, 940, AM2, AM2+
Gesamtgewicht in g 355
Besonderheiten PWM-Lüfter / Bodenplatte venickelt

Verarbeitung
Der Winzling kann durch eine zum Großteil gute Verarbeitung glänzen. Als Kühlkörpermaterial wurde wieder Aluminium in Verbindung mit vernickeltem Kupfer und Kupfer-Heatpipes gesetzt. Auffällig ist hierbei das Design bzw. die Art und Weise wie die große Kühlfläche und die Heatpipes mit einander verbunden sind. So liegt der Hauptkühlkörper scheinbar nur auf den Heatpipes auf, die genaue Verbindung erkennt man erst bei genauerem Hinschauen. Die aufliegenden Kühlfinnen sind mit den Heatpipes an mehreren Stellen verlötet. Scythe sorgt dadurch für einen sicheren Halt zwischen den beiden Komponenten. Leider wird so ein Großteil der Kontaktfläche der Heatpipes verschenkt, welche ihre Wärme nur nach oben abgeben können.

Demontiert man den Lüfter ist der Blick frei auf die Lamellen des Kühlers. Dort ist dann auch die eine oder andere Unregelmäßigkeit bei den Lamellenabständen sichtbar. Dieser Makel ist aber eher optischer Natur und wirkt sich nicht auf die Kühlleistung aus. Direkt über der Kontaktfläche zur CPU befindet sich wieder ein massiver Kühlkörper, der weitere Abwärme aufnehmen soll.
Der vernickelte Boden spiegelt auch beim Shuriken stark und ist tadellos verarbeitet. Gut zu erkennen ist, wie die Heatpipes ein wenig in den Boden eingequetscht sind.
Um die Vergleichbarkeit mit den restlichen Kühlern in diesem Roundup zu gewähren, regulieren wir auch den Lüfter am Scythe Shuriken über die Spannung (und nicht über das PWM-Signal). Im Betrieb mit zwölf Volt erzeugt der Shuriken ein hörbares Luftrauschen, was aber Aufgrund der 2200 Umdrehungen, mit denen der Lüfter arbeitet, nicht verwunderlich ist. Was uns etwas verwundert ist jedoch, dass der Lüfter mehr als sechs Volt benötigt um überhaupt anzulaufen. Selbst mit Starthilfe lässt er sich erst mit Schätzungsweise sieben Volt zum Betrieb überreden, hörbar ist er dabei nicht mehr. Wer einen PWM-Anschluss zur Verfügung hat, muss sich um diese Zicken des Lüfters zum Glück keine Sorgen machen.

Montage
Auch beim Shuriken setzt Scythe auf das VTMS (Versatile Tool-Free Multiplatform System), welches die Montage der Kühler ohne Werkzeug ermöglicht. Trotz seiner geringen Bauhöhe ist es mit der Kompatibilität des Shuriken gut gestellt und so ist die Montage auf unserem Testmainboard problemlos in alle Richtungen möglich. Die geringe Höhe ist aber auch der Grund, der die Montage wieder zu einer Fummelei werden lässt. So ist gerade in der Nähe des Northbrige-Kühlers und des Passiv-Kühlkörpers der Spannungswandler der Platz sehr knapp bemessen und ohne Ausbau des Mainboards kaum an eine Demontage des Kühlers zu denken.

 


 
 
Dieser Artikel wurde getagged: luftkühler cooling air cooling



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