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::: CPU-Heatspreader plan schleifen *UPDATE: mit Video* ::: Reinigung und Einbau
Nun ist es wieder an der Zeit die CPU einzusetzen und zu testen, ob die ganze Aktion auch etwas bewirkt hat. Bevor wir die CPU wieder einbauen, kommt nochmals unser Reinigungskit zum Einsatz. Wir wollen sicherstellen, dass die Polierpaste vollständig entfernt wird und auch kein Staub oder sonstiger Schmutz die Wärmeübertragung verschlechtert.
Wir benutzen Arctic Silver 5 als Wärmeleitpaste. Es wird eine sehr kleine Menge davon aufgetragen (tendenziell etwas weniger als bei ungeschliffener CPU), die Wärmeleitpaste muss aber trotzdem die komplette IHS-Fläche bedecken.
Beim Einsatz von Arctic Silver 5 muss bedacht werden, dass sich das Material bei Erhitzung nochmals verändert. Die gemessene Temperatur ist bei dieser Wärmeleitpaste während den ersten zwei Stunden nach dem Auftragen noch ein bis zwei Grad Clesius höher. Temperaturmessungen sollten also erst nach diesem Zeitraum gemacht werden. | Temperaturwerte
Abgesehen davon, dass so eine Schleifaktion ganz spaßig sein kann, geht es natürlich um eine bessere Kühlleistung. Die Temperaturen wurden vor der ganzen Schleifaktion, nach dem Schleifen des Kühlers und nochmals nach dem Schleifen der CPU gemessen. Der verwendete Core 2 Quad Q6600, der leicht übertaktet auf 2,8 Gigahertz mit einer eingestellten Spannung von 1,3 Volt und einer effektiven Spannung von 1,288 Volt betrieben wird, sitzt auf einem Asus P5KC Mainboard. Die Messungen werden im geschlossenen Gehäuse gemacht.
Gemessen wird die CPU-Temperatur unter Volllast aller Kerne (erreicht mit Prime95). Der angegebene Wert ist die Differenz zwischen der Höchsttemperatur, die nach mindestens einer Stunde Prime95 aufgetreten ist, und der Zimmertemperatur.
Vor dem Eingriff lag bei maximaler Drehzahl des Lüfters die CPU-Temperatur 18 Grad über der Zimmertemperatur. Das Schleifen des Kühlers senkte diesen Wert um 3 Grad, das Schleifen der CPU um weitere 2 Grad.
Insgesamt brachte die Schleifaktion also einen Temperaturvorteil von 5 Grad. Das ist ein sehr gutes Resultat und wir kennen keine günstigere Methode, die Temperatur um einen solche Wert zu senken.
In diversen Foren lässt sich nachlesen, dass oftmals größere Temperaturunterschiede von bis zu 10 Grad erreicht werden. Es mag sein, dass bei uns der Wert viel kleiner ist, weil der IHS auf unserer CPU von Beginn an konvex war. Dies ist für die Temperatur zwar nicht ideal, aber sicher besser als die üblichere, konkave Verformung des IHS.
Reduzieren wir die Drehzahl des Lüfters, indem wir die Spannung auf 7 Volt setzen, zeigt sich ein etwas anderes Bild. Hier brachte das Schleifen des Kühlers nur 1 Grad Vorteil. Nach dem Schleifen der CPU sinkt die Temperatur dafür um 3 Grad. Im Endeffekt messen wir also nach der Schleifaktion eine 4 Grad tiefere Höchsttemperatur. | Fazit
Das Schleifen der Kontaktflächen am Kühler und der CPU ist eine sehr günstige Methode die Temperaturen zu verbessern. Für ambitionierte Übertakter, denen es auf jedes Grad Celsius ankommt, ist dieser Eingriff absolut empfehlenswert. Als Overclocker verliert man ohnehin die Garantie und setzt die Hardware einem gewissen Risiko aus.
Für Otto-Normalverbraucher ist so eine Schleifaktion sicherlich nichts, aber das ist ja eigentlich selbsterklärend. Voraussetzung ist, dass man über etwas handwerkliches Geschick und viel Sorgfalt verfügt.
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