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Vier DDR3 Triple-Channel-Kits im Roundup


Einleitung

Rund ein Jahr ist es her, als wir das letzte mal aktuelle DDR3-Triple-Channel-Kits in einem Roundup vorgestellt haben. Seit dem ist im Speicher-Segment so einiges passiert. Neben einigen Geschwindigkeitsrekorden, welche von diversen Herstellern aufgestellt wurden, hat sich aber auch die Breite der verfügbaren Kits stark erhöht. So schicken sich in diesem Roundup Speicherkits von A-Data, Crucial, GeIL und Mushkin an, die Gunst des Käufers zu gewinnen. Um einen möglichst breit gefächerten ersten Eindruck zu gewinnen, haben wir vier verschiedene Kits mit unterschiedlichen Taktraten und Timings im Vergleich. Wie sich die einzelnen Kandidaten schlagen, erfahrt ihr auf den folgenden Seiten.

Technische Daten
Hersteller:A-DataCrucialGeILMushkin
Name:+Series ver 2.0Ballistix Black Dragon Ridgeback
Bezeichnung:AX3U1866PB2G8-TP2 BL3KIT25664BN1337 GB36GB1600C9TC 998827
Frequenz:1.866 MHz1.333 MHz1.600 MHz1.600 MHz
Latenzen:8-8-8-247-7-7-249-9-9-288-8-8-24
Spannung:1,55 - 1,75 Volt1,65 Volt1,6 Volt1,65 Volt
Modulgrösse:3x 2 GiB3x 2 GiB3x 2 GiB3x 2 GiB
Höhe des Speichers*:78 Millimeter30 Millimeter30 Millimeter47 Millimeter
Preis:k.A.155 Euro170 Euro210 Euro
* Die Angabe zur Höhe bezieht sich auf die Gesamthöhe des Speicherkits inkl. des Teiles des Speicher, welcher in den RAM-Slot gesteckt wird (Kontaktfläche).

A-Data +Series ver 2.0

A-Data liefert den Speicher in einer recht störrischen Blisterverpackung aus. Trotz eines holprigen Transportes - wie an der Verpackung zu erkennen ist - aus Taiwan hat uns der Speicher wohlbehalten erreicht.
Die +Series ver 2.0 stellt die optisch auffälligsten Speicher in diesem Roundup dar. Mit den schwarz-roten Heatspreadern und der Kühlkonstruktion mit zwei Heatpipes in Kombination mit der großen Kühlfläche ist der Speicher aber auch gleichzeitig der mit dem größten Platzbedarf. Zwei Aufkleber auf den Heatspreadern geben Auskunft über die Spannung, den Latenzen und natürlich auch über die Betriebsfrequenz. Das PCB der Speicher ist glänzend schwarz gehalten, was sehr gut zum Gesamtbild der Speicherriegel passt.
Wie bereits erwähnt übernehmen zwei Heatpipes den Abtransport der Wärme der Speicherchips zu den zwei Lamellenblöcken, welche aus jeweils 60 einzelnen Lamellen bestehen. Heatpipes und Lamellen sind schwarz vernickelt worden. Das PCB der A-Data-Speicher ist mit rund 36 Millimetern rund sechs Millimeter Höher als das der drei anderen, hier im Roundup vorgestellten Speicher. Dies liegt daran, dass die seitlichen Kühlerteile direkt durch das PCB miteinander verschraubt sind.
Leider ist der Platzbedarf der Speicher sowohl in der Breite als auch in der Höhe recht hoch. Allein in der Höhe ragt die Kühlkonstruktion 42 Millimeter über das PCB hinaus, seitlich ist der Platzbedarf so hoch, dass zwischen den einzelnen Riegeln jeweils ein RAM-Steckplatz frei bleiben muss.

Crucial Ballistix

Der Ballistix-Speicher von Crucial erreichte uns in drei einzelnen Kunststoffverpackungen, welche inklusive der Anleitung mit einem Gummi zusammen gehalten wurden. Dies mag optisch nicht die schönste Verpackung sein, sie erfüllt ihren Zweck aber tadellos.
Der Ballistix BL3KIT25664BN1337 besitzt die für die Ballistix-Serie typischen orangen Heatspreader. Diese enden erfreulicherweise direkt auf Höhe des PCB und ragen somit nicht über den eigentlichen Speicher hinaus. Auf den Speicherriegeln befinden sich nicht nur beidseitig das Ballistix-Logo sondern auch zwei Aufkleber. Einer der Aufkleber beherbergt hierbei den Strichcode des Speichers, der andere die wichtigsten technischen Daten.
Crucial setzt ebenfalls auf ein schwarzes PCB, welches einen guten Kontrast zum Orange und Silber der Heatspreader bildet.
Dank der kompakten Heatspreader ist die Montage der Crucial Ballistix absolut problemlos. Kompatibilitätsprobleme sollten keine auftreten, ganz egal wie ausladend der genutzte CPU-Kühler auch ist.

GeIL Black Dragon

Das Speicherkit von GeIL (Golden Emperor International Ltd.), welches auf den Namen Black Dragon hört, wird in einer auffallend bedruckten Verpackung geliefert. Umhüllt von der Kartonverpackung befinden sich die Speicher zusätzlich in einer Kunststoffverpackung und werden so gut während des Transportes geschützt.
Die Black Dragon-Speicher werden komplett ohne Heatspreader ausgeliefert. Der Blick ist so frei auf das schwarze PCB mit den goldenen Applikationen. Der große, weiße Aufkleber welcher die technischen Daten beherbergt, wirkt dort leider etwas deplatziert, da er sehr auffällig und vor allem groß ist. Auf dem schwarzen PCB erkennt man, bei genauerer Betrachtung, einen goldenen Drachen. Die Augen der Drachen sind SMD-LED, welche im Betrieb rot leuchten.
Die Speicherriegel wirken durch das fehlen der Heatspreader sehr edel, die rote Beleuchtung bricht hier ein wenig mit der Design-Linie und wirkt schon fast übertrieben. Dennoch trägt gerade dies dazu bei, dass die RAM-Riegel ein Blickfang sind.
Kompatibilitätsprobleme sind ein Fremdwort für den Speicher von GeIL. Nur Low-Profile-Riegel benötigen noch weniger Platz als die hier vorgestellten Black Dragon.

Mushkin Ridgeback

Das Speicherkit von Mushkin wird ebenfalls in einer Kunststoffverpackung ausgeliefert. Durch diese ist eine Seite der Ridgeback-Speicher schon vor dem Kauf gut zu sehen, zudem lässt sich besagte Verpackung auch leicht öffnen.
Die Ridgeback-Speicher werden von einem schwarzen, sehr massiv wirkenden Heatspreader dominiert. Neben dem Mushkin-Logo, welches auf beiden Seiten angebracht ist, befindet sich einseitig noch der Aufkleber mit den technischen Daten des Speichers. Während der Aufkleber ggf., unter Berücksichtigung des Garantieverlustes, leicht entfernt werden kann, ist das Mushkin-Logo aufgedruckt.
Auch auf dem Oberteil des Heatspreaders befindet sich dezent angebracht ein kleines Mushkin-Logo. So ist auch im eingebauten Zustand ersichtlich, von welchem Hersteller der genutzte Arbeitsspeicher ist. Die Kühlfinnen der Ridgeback-Speicher sind nicht einfach gerade sondern leicht in Pfeilform angeordnet. Insgesamt ragt die Kühlkonstruktion 17 Millimeter über das PCB hinaus. Als einziger der vier vorgestellten Hersteller nutzt Mushkin kein schwarzes PCB, sondern das Standard-Grün.
Bei der Montage des Mushkin Ridgeback treten keine Probleme auf. Nebeneinander liegende Speicherbänke können problemlos besetzt werden, in der Höhe ist je nach CPU-Kühler mit Problemen zu rechnen.

Testsystem und Benchmarks

Unser Testsystem setzt sich aus folgenden Komponenten Zusammen:

- Asus P6T
- Intel Core i7 920 @ Prolimatech Armageddon ''Wind Edition''
- Sparkle GeForce 8800GTS 320MB
- Samsung HD501LJ
- Enermax LibertyECO 620W
- T-Balancer bigNG
- Scythe Kaze Master Ace
- und natürlich die zu testenden Speichermodule
Außerdem verwenden wir für die Tests folgende Programme:

- Everest Ultimate Edition 5.01
- SiSoft Sandra Lite 2010.SP1d (16.41)
- Super Pi Mod 1.5 XS
- 7zip 9.13beta
- PCMark Vantage
- Street Fighter IV Benchmark

Die Speicherkits werden mit den oben gelisteten Programmen getestet. Jeder Test wird fünf mal wiederholt, gewertet wird das jeweils beste erreichte Ergebnis. Alle Tests werden mit den von den jeweiligen Herstellern angegebenen Taktraten, Timings und Spannungen betrieben. Lediglich die Command Rate ist bei allen auf 1 (CR1) gesetzt. Die CPU arbeitet, um Verzerrungen der Ergebnisse zu vermeiden, stets mit dem Referenztakt von 2,66 GHz (20 x 133).
Inbetriebnahme

Die Inbetriebnahme der Speicherkits verlief unkompliziert. Sowohl das Kit von A-Data, als auch die Kits von Crucial und GeIL stellen dem Anwender ein XMP-Profil bereit, welches die richtige Taktfrequenz und die richtigen Timings einstellt. Das Kit von Mushkin bietet dies nicht, wenn die Werte per Hand eingetragen werden startet aber auch dieses Kit problemlos. Aufgefallen ist uns noch, dass die Mushkin Ridgeback (998827) Speicherriegel laut CPU-Z nur 1.333er Chips besitzen. Probleme beim Betrieb hatten wir aber keine.

Tesultate bei Referenztakt & Timing

Der erste Teil unserer Testläufe wird mit synthetischen Benchmarks durchgeführt, welche die unterschiedliche Rohleistung der verschiedenen Speicherkits zeigen sollen.

Everest Ultimate Edition 5.01




In den Testläufen von Everest testen wir sowohl die Speicherbandbreite, als auch die Latenzen der einzelnen Speicherkits.
Bei den Durchsatztests, lesend und schreibend, erkennt man deutlich, wie eine höhere Taktrate auch einen deutlich höheren Speicherdurchsatz ermöglicht. Auch die Latenzen profitieren von einer höheren Taktfrequenz. Bei den gleich schnellen Kits von Mushkin und GeIL haben die Ridgeback die Nase fast immer ein klein wenig vorn, hier spielt das Kit die besseren Timings aus.


SiSoft Sandra Lite



Auch bei den Tests mit SiSoft Sandra bleibt die Tendenz, welche Everest schon gezeigt hat, gleich. Das A-Data-Kit dominiert, bedingt durch die hohe Taktfrequenz, das Testfeld. An zweiter Stelle platzieren sich die Mushkin Ridgeback, dicht gefolgt von den Black Dragon aus dem Hause GeIL. Etwas abgeschlagen platzieren sich die Crucial Ballistix auf dem vierten Platz.

Tesultate bei Referenztakt & Timing

Der zweite Abschnitt unserer Benchmarks richtet sich eher auf den Praxiseinsatz. Die hier genutzten Benchmarks orientieren sich eher an dem, was der Anwender im Alltagsbetrieb vom Speicher erwarten kann.


Super Pi Mod 1.5 XS


Beim Klassiker unter den Leistungsvergleichen gehört Super Pi. Bei unserem gewählten 1M-Benchmark liegen die verschiedenen Kits lediglich 0,11 Sekunden auseinander. Für Benchmarkverhältnisse recht viel, zeigt sich in der Praxis ein zu vernachlässigender Unterschied.


7zip


Beim integrierten Benchmark von 7zip kann sich lediglich die +Series ver 2.0 von A-Data ein wenig absetzen. Sowohl das Kit von Crucial, als auch die beiden Kits von GeIL und Mushkin liegen quasi gleich auf.


PCMark Vantage


Aus der Suite des PCMark Vantage nutzen wir lediglich die Memory Suite. Der Vorsprung, welcher das A-Data-Kit hat ist, stark geschmolzen, dennoch kann das Kit seine Führung vor dem Mushkin Ridgeback behaupten. Eine etwas größere Lücke liegt zwischen dem Ridgeback und den Black Dragon, die Ballistix von Crucial sind wiederum recht nah an das GeIL-Kit herangekommen.


Street Fighter IV Benchmark


Während beim PCMark Vantage noch "deutliche" Unterschiede zu erkennen waren, verschwinden diese nahezu komplett beim Spiele-Benchmark von Street Fighter IV. Die ersten drei Kandidaten liegen nahezu gleich auf und auch die Crucial Ballistix liegen lediglich 0,14 Prozent hinter dem Erstplatzierten.

Overclocking - Maximalfrequenz

Natürlich haben wir auch geschaut, wie stark sich die verschiedenen Speicherkits übertakten lassen. Hierfür haben wir sowohl die Timings (8-8-8-24) als auch die Spannung (1,65 Volt) fest eingestellt. Ein Hinweis an dieser Stelle: Die von uns gewählte Spannung ist nicht für den Dauerbetrieb geeignet und so kann es unter Umständen zu einer Beschädigung des Speichercontrollers kommen. Auch haben wir darauf verzichtet Werte für den 24/7-Betrieb zu finden und so sind die erreichten Werte lediglich Benchmark-Stabil.


Alle vier Speicherkits erreichen eine mehr oder weniger starke Steigerung. Während das Ballistix-Kit problemlos auch mit 1.600 MHz betrieben werden kann (und so DDR-1600 Niveau erreicht) schaffen wir aus den GeIL Black Dragon lediglich neun Prozent mehr Taktfrequenz heraus kitzeln. Sowohl das A-Data +Series ver 2.0-Kit, als auch die Mushkin Ridgeback lassen eine Takterhöhung um eine Stufe (DDR3-2133 und DDR-1866) zu.
Overclocking - niedrigste Timings

Für die Ermittlung der niedrigsten zu erreichenden Timings fixierten wir die Taktfrequenz auf die vom Hersteller vorgegebenen Werte und hoben die Spannung auf den Wert 1,65 Volt an. Da bei diesen Tests der CPU-Takt unverändert bleibt, ziehen wir mit den neuen Timings einen kurzen Vergleich zu den Testergebnissen mit den Original-Timings. Hierbei nutzen wir eine kleine Auswahl unserer Benchmarks (Everest Ultimate Edition / SiSoft Sandra / Super Pi Mod 1.5 XS).
A-Data +Series ver 2.06-7-6-20
Crucial Ballistix7-7-6-20
GeIL Black Dragon8-8-8-20
Mushkin Ridgeback8-8-8-20
Everest Ultimate Edition 5.01



Interessant bei diesem Test ist weniger der Unterschied der Kits zwischen einander, als viel mehr die Verbesserung der eigenen Ergebnisse. So kann das A-Data +Series-Kit und die die Crucical Ballsitix ihre Leistung um rund 2,5 Prozent, die Mushkin Ridgeback um nicht ganz vier Prozent und die GeIL Black Dragon sogar um über fünf Prozent steigern.
Bei den Timings legen die alle Kits, bis auf die Mushkin Ridgeback, leicht zu.

Super Pi Mod 1.5 XS


Schauen wir nun noch, wie sich die strafferen Timings in der Praxis auswirken können wir eins sagen: Bei geringer Reduzierung der Timings ist nahezu kein Vorteil auszumachen. Lediglich die GeIL Black Dragon, bei denen wir die Timings stark reduzieren konnten, profitieren leicht.

Fazit und Awards
A-Data +Series ver 2.0 (AX3U1866PB2G8-TP2)

Die +Series von A-Data ist optisch ein kleines Highlight. Die riesigen Heatspreader sorgen aber nicht nur dafür, dass der Speicher auffällt und kühl bleibt, sondern auch für eine hohe Gefahr von Inkompatibilitäten wenn Luftkühler zum Einsatz kommen. Auch eine Vollbestückung ist mit diesen Modulen nicht möglich. Wenn wir uns dann den Leistungstests zuwenden, kann als erstes das hinterlegte XMP-Profil überzeugen. Dieses stellt zuverlässig die versprochenen Werte ein und erspart dem Anwender hier die Handarbeit. Bei unseren Leistungstests konnte das Kit nicht nur durch seine sehr guten Testergebnisse überzeugen, welche unter anderem von der hohen Taktfrequenz herrühren, auch das Übertaktungspotential lässt sich durch aus sehen. So erreichen die Speicherriegel eine Taktfrequenz von rund 2.137 MHz, Benchmark-stabil. Zum Preis können wir euch leider noch nicht so viel sagen, da das Kit schlicht noch nicht wirklich erhältlich ist.

Wir verleihen dem A-Data +Series ver 2.0 (AX3U1866PB2G8-TP2) unseren DeXgo-Silber-Award.
Crucial Ballistix (BL3KIT25664BN1337)

Die Ballistix von Crucial kommen im gewohnten Gewand. Die flachen Heatspreader schauen zudem nicht nur gut aus, sie sind auch noch eine Freude bei der Kompatibilität. Ebenso erfreulich ist das hinterlegte XMP-Profil, welches die hinterlegten Werte sicher lädt und einen stabilen Betrieb gewährleistet. Im Vergleich mit den drei anderen Speicherkits schneiden die Ballistix eher schlecht ab, was sie aber keinesfalls sind. Der geringe Takt sorgt zwar bei den synthetischen Benchmarks für einen teilweise deutlichen Rückstand, bei den praxisnahen Benchmarks ist davon aber kaum noch was zu merken. Zudem bietet das Kit das beste OC-Potential mit satten 22 Prozent. So wird die Taktfrequenz über DDR-1600-Niveau gehoben. Mit seinem Preis von rund 155 Euro ist es zudem das günstigste Kit im Vergleich.

Wir verleihen dem Crucial Ballistix (BL3KIT25664BN1337) unseren DeXgo-Bronze-Award.
GeIL Black Dragon (GB36GB1600C9TC)

Mit den Black Dragon hat GeIL ein optisch interessantes Speicherkit im Angebot. Nicht nur, dass auf einen Heatspreader verzichtet wurde und so das schwarze PCB direkt sichtbar ist, auch eine Beleuchtung wurde den einzelnen Riegeln spendiert. Ob dies gefällt ist eine Geschmacksfrage, deren Antwort jeder für sich selbst finden muss. Der fehlende Heatspreader sorgt zudem dafür, dass Kompatibilitätsprobleme kategorisch ausgeschlossen werden können. Auch die Black Dragon verfügen über ein XMP-Profil, welches die angepriesenen Spannungen und Timings einstellt. Besagte Timings sind von Hause aus aber sehr hoch eingestellt, was dem Kit einen guten Teil seiner Leistung kostet. Gerade im direkten Vergleich mit den Mushkin Ridgeback zieht das Kit dadurch so gut wie immer den Kürzeren. Im OC-Test konnten wir die Timings deutlich senken, der Leistungszuwachs war dadurch deutlich stärker als bei den anderen Kits. Die Taktfrequenz jedoch war fast in Stein gemauert und so lies sich diese um nicht ein mal zehn Prozent erhöhen. Der Preis der GeIL Black Dragon (GB36GB1600C9TC) liegt bei rund 170 Euro.
Die GeIL Black Dragon sind kein schlechtes Kit, mögen aber - von der Optik abgesehen - nicht wirklich aus der Masse hervorstechen. Wer nicht übertaktet und einen optisch ansprechenden Speicher sucht kann bedenkenlos zuschlagen, für einen Award hat es leider nicht gereicht.
Mushkin Ridgeback (998827)

Das Ridgeback-Speicherkit von Mushkin ist in Sachen Kompatibilität ein Zwitter. So sind die Heatspreader zu hoch um zu sagen: "Hier klappt alles problemlos.", aber auch zu niedrig um vorher schon zu prophezeien, dass es zu Problemen kommt. Bei der Inbetriebnahme muss man leider selbst Hand anlegen, da kein XMP-Profil zur Verfügung steht. Werden die vorgegebenen Werte jedoch per Hand eingetragen, startet das Kit fehlerfrei. In unserem Gesamtranking liegt das Kit im Mittelfeld, was natürlich den Taktraten geschuldet ist. Im direkten 1600er-Vergleich hat es fast immer die Nase vor den Black Dragons von GeIL. Auch positiv überrascht hat uns das gute OC-Potential. Zwar konnten die Timings nur noch gering verbessert werden, bei eingestellten 8-8-8-20 lies sich der Takt jedoch über das Niveau von DDR3-1866er heben. Die gute Leistung hat jedoch auch seinen Preis, so ist das Kit bei Mushkin im Shop für rund 205 Euro gelistet.

Wir verleihen dem Mushkin Ridgeback (998827) unseren DeXgo-Silber-Award.

Danksagung

Dieser Artikel entstand mit freundlicher unterstützung von Mushkin, Crucial und Adata.

Weitere Informationen

Dieser Artikel wurde von Mephisto verfasst.
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