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Scythe Chouriki 2 650W


Einleitung

Mit den Chouriki 2-Netzteilen bringt Scythe nach den Kamariki 4- und Stronger-Netzteilen eine dritte Netzteil-Serie nach Europa. Als erste dieser Serien erreichen die Chouriki 2-Netzteile die 80Plus-Silber-Zertifizierung, welche für eine Effizienz von mindestens 86 Prozent bei einer Auslastung von 20, 50 und 100 Prozent steht. Wie auch die vorherigen Serien gibt es die Netzteile sowohl mit Kabelmanangement als auch ohne. Dank der guten Effizienz und des verbauten Scythe Kama Flex im 135-mm-Format soll das Netzteil auch ausgesprochen leise zu Werke gehen. Wie sich das Netzteil schlägt, erfahrt ihr auf den folgenden Seiten.

Verpackung & Lieferumfang

Bei der Verpackung des Chouriki 2 greift Scythe auf einen einfachen Pappkarton zurück, in dem das Netzteil durch eine Noppenfolie geschützt verpackt ist. Auf der Rückseite gibt Scythe Auskunft zur Garantiezeit von fünf Jahren, zur Lautstärke des Netzteiles und listet noch einige technische Spezifikationen auf.
Der Lieferumfang fällt knapp aus, umfasst aber alles um das Netzteil in Betrieb nehmen zu können. Dies sind vier Montageschrauben, ein Kaltegerätekabel und eine kurze Bedienungsanleitung. Kabelbinder, um die nicht benötigten Kabel sichern zu können, liegen dem Netzteil nicht bei.
technische Daten

Grunddaten
Modellbezeichnung: SPCR2-650
Leistung: 650 Watt
Peak Power: - keine Angabe -
Eingangsspannung: 100 - 240 Volt
Eingangsfrequenz: 50 - 60 Hz
Abmessungen (L x B x H): 160 x 150 x 86 Millimeter

Belastbarkeit der Schienen
+3,3V: 25 Ampere
+5,0V: 25 Ampere
+12V1: 50 Ampere
+12V2: 35 Ampere
-12V: 0,5 Ampere
+5Vsb: 4 Ampere

Leistung der Schienen
+3,3V / +5V: 150 Watt
+12V1-4: 648 Watt
-12V: 6 Watt
+5Vsb: 20 Watt

Schutzschaltungen
OCP: Over Current Protection -> Überstromschutz
OVP: Over Voltage Protection -> Überspannungsschutz
UVP: Under Voltage Protection -> Unterspannungsschutz
SCP: Short Circuit Protection -> Kurzschlussschutz
OPP: Over Power Protection -> Überlastungsschutz
OTP: Over Temperatur Protection -> Überhitzungsschutz

Äußere Ansichten

Das 16 Zentimeter lange Netzteil nutzt zur Belüftung einen 135 Millimeter großen Scythe Kama Flex Lüfter. Dieser arbeitet bei der 650-Watt-Version mit maximal 1150 U/min. Bis zu einer Last von rund 200 Watt liegt die Drehzahl des Lüfters bei rund 420 U/min. Wie sich die Lautstärke in der Realität verhält, klären wir auf Seite 5.
Bei der Farbgestaltung des Gehäuses geht Scythe einen anderen Weg als viele andere Hersteller und auch einen anderen Weg als beim Stronger und beim Kamariki 4. So wurde auf eine Lackierung verzichtet und stattdessen der Stahl gebürstet. Neben einer robusten Oberfläche wirkt das Gehäuse so auch noch sehr edel.
Während auf einer Seite des Chouriki 2 Aufkleber für die durchlaufenden Tests aufgebracht sind, beherbergt die andere Seite den Aufkleber mit den technischen Daten. Auf diesem Aufkleber mit aufgebracht ist das 80-Plus-Silber-Logo.
Auch bei der Rückseite geht Scythe beim Chouriki 2 einen etwas anderen Weg. so nutzt man nicht die übliche Bienen-Waben-Struktur, sondern greift auf quadratische Formen zurück. Im Bereich des Ein-/Ausschalters und der Kaltgerätebuchse wurde das Blech massiv gelassen. Die Innenseite bietet nichts Interessantes, beherbergt sie lediglich die Öffnung um die Kabel vom Innenraum des Netzteiles nach Außen zu führen. Bei den Plug-in-Versionen befinden sich hier die Buchsen für das modulare Kabelmanagement.

Die Kabel

Das von uns getestete Chouriki 2 besitzt, wie wir bereits erwähnten, kein Kabelmanagement. So werden alle vorhandenen Kabel durch eine Öffnung aus dem Gehäuse geführt. Zu diesen Kabeln gehört das 20+4-Pin-ATX-Stromkabel und auch das 4+4-Pin-12-Volt-Stromkabel. Das ATX-Stromkabel ist rund 52 Zentimeter lang, das 12-Volt-Stromkabel 56 Zentimeter.
Für die Stromversorgung von Grafikkarten stellt das Chouriki 2 mit 650 Watt Leistung lediglich zwei 6+2-Pin-PCIe-Stromstecker bereit. Beide Kabel sind rund 47 Zentimeter lang.
Zwei der vorhandenen Kabel stellen sowohl Molex- als auch FDD-Stromanschlüsse zur Verfügung. Beide Kabel besitzen drei Molex- und zwei FDD-Anschlüsse, wobei der FDD-Anschluss jeweils am Ende der 90 Zentimeter langen Kabel angebracht ist. Der erste Molex-Anschluss ist nach 45 Zentimetern angebracht, jeder weitere Anschluss folgt nach 15 Zentimetern.
Neben den Molex- und FDD-Anschlüssen stellt die im Test befindliche Version des Chouriki 2 auch acht SATA-Stromanschlüsse zur Verfügung. Diese sind zu gleichen Teilen auf zwei 90 Zentimeter lange Kabel aufgeteilt. Der erste Anschluss befindet sich jeweils nach 45 Zentimetern, die weiteren Anschlüsse folgen nach je 15 Zentimetern.

Praxistest

Wie bei den kürzlich getesteten Netzteilen durchläuft auch das Cooler Master Silent Pro Gold unserem neuen Testaufbau. Die Messungen des Verbrauchs erfolgen mit einem Voltcraft Energy Check 3000. Als Last-Programme kommen Core Damage, Prime95 sowie der MSI Kombustor zum Einsatz. Während Core Damage bei den CPU-Tests zum Einsatz kommt, nutzen wir bei der Auslastung von CPU und GPU Prime95 (mit sieben aktiven Threads) und den MSI Kombustor. Dies ist notwendig, da bei der Nutzung von Core Damage die Grafikkarten zu wenig Daten erhalten und dadurch nicht voll ausgelastet werden.

Das Testsystem setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:
Idle - Last CPU - Last CPU + 1xGPULast CPU + 2xGPU (SLI)
Mainboard:ASUS P6X58D-EASUS P6X58D-E
Prozessor:Intel Core i7 920 @ 3200MHz @ 1,25VIntel Core i7 920 @ 3400MHz @ 1,25V
Kühler:Prolimatech Armageddon mit 1x NB-BlackSilentPRO PK-3Prolimatech Armageddon mit 1x NB-BlackSilentPRO PK-3
Speicher:3x2 GB Crucial Ballistix @ 1.280MHz @ 1,64V3x2 GB Crucial Ballistix @ 1.363MHz @ 1,64V
Grafikkarte 1:1x Palit GeForce GTX 4701x Palit GeForce GTX 470
Grafikkarte 2:1x Colorful GeForce GTX 470
Festplatte:1x Western Digital WD64001AALS-00J7B01x Western Digital WD64001AALS-00J7B0
Laufwerk:1x LG HL-DT-ST GH22NS501x LG HL-DT-ST GH22NS50
Lüfter:1x NB-BlackSilentPRO PK-3 (Systemlüfter)1x NB-BlackSilentPRO PK-3 (Systemlüfter)
1x Scythe Kaze Jyu Slim (Systemlüfter)1x Scythe Kaze Jyu Slim (Systemlüfter)
Sonstiges:1x mCubed T-Balancer BigNG + 4 digitale Sensoren1x mCubed T-Balancer BigNG + 4 digitale Sensoren
Stabilität

Angegeben werden in den Diagrammen die jeweils niedrigsten bzw. höchsten gemessenen Werte während der gesamten Testläufe. Ermittelt werden die Werte mit einem Multimeter sowohl am 24-Pin-ATX-Stromanschluss, dem 8-Pin-12-Volt-Stromanschluss und auch an einem PCIe-Stromanschluss.



Die ermittelten Spannungswerte liegen allesamt innerhalb der von den ATX-Spezifikationen vorgegebenen Toleranzen. Dennoch sind die Werte auf der 5-Volt- und auf der 12-Volt-Schiene recht hoch, aber auch sehr stabil.

Effizienz

Mit Hilfe eines Voltcraft Energy Check 3000 haben wir den Gesamtverbrauch während der verschiedenen Belastungsszenarien gemessen. Da das Voltcraft Energy Check 3000 bereits ab 1,5 Watt genaue Werte ausgibt, schauen wir uns nun auch den Verbrauch der Netzteile an, wenn der angeschlossene Rechner aus ist. Hinzu kommen noch Messungen beim Idle-Betrieb ohne jegliche Last, Messungen mit ausgelastetem Prozessor und die Leistung bei Last auf dem Prozessor und der Grafikkarte. Anzumerken ist noch, dass das Voltcraft Energy Check 3000 eine Messtoleranz von ein Prozent besitzt. Bei einer Auslastung von 200 Watt entspricht dies einem tatsächlichen Messwert zwischen 198 und 202 Watt. Mit mehrfachen Messungen haben wir versucht, die tatsächlichen Schwankungen gering zu halten. Die Auflösung der Messungen erfolgt im 0,1 Watt Schritten, alle Ergebnisse bis auf die Standby-Messungen wurden auf ein Watt gerundet.

Da das Chouriki 2 mit 650 Watt Leistung nur zwei PCIe-Stromanschlüsse besitzt entfällt hier der Test mit dem SLI-Gespann unserer GTX470 Grafikkarten.




Im Vergleich zu dem Scythe Stronger Plug-in mit 700 Watt Leistung haben sich alle gemessenen Verbrauchswerte verbessert. Beim Last-Vergleich mit ausgelastetem Prozessor und ausgelastete Grafikkarte liegt der Unterschied bei neun Watt. Das Scythe Chouriki 2 kann sich so in allen Testszenarien im Mittelfeld platzieren.


Lautstärke

Während unserer Tests war das Netzteil respektive der Lüfter nur sehr leicht hörbar. Auffällig war jedoch ein sehr sehr leises Fiepen, welches in Intervallen aufgetreten ist. Wir vermuten, dass die Lüftersteuerung Schuld daran trägt. Aus normaler Arbeitsentfernung (Rechner unter dem Schreibtisch) ist das Netzteil aber nicht wahrnehmbar.

Fazit

Scythe verstärkt mit den Chouriki 2-Netzteilen seine Präsenz auf dem europäischen Netzteilmarkt. Neben einer guten Verarbeitung kann das Netzteil auch mit seinem eher ungewöhnlichem Aussehen punkten. Trotz einer großen Anzahl an Kabeln stellt die 650-Watt-Variante nur zwei PCIe-Stromanschlüsse bereit, dies ist aus unserer Sicht zu wenig. Bei den Tests zeigte das Netzteil bei den Spannungsmessungen leicht erhöhte Werte, welche aber innerhalb der Toleranzen und zudem noch sehr stabil waren. Bei den Verbrauchsmessungen platzierte sich das Netzteil im guten Mittelfeld, direkt hinter den beiden 80-Plus-Gold-Netzteilen. Der Lüfter ging während der Testläufe angenehm leise zu Werke, war aber leider nicht frei von Nebengeräuschen. Zieht man den aktuellen Straßenpreis von rund 96 Euro dazu, stellt das Scythe Chouriki 2 mit 650 Watt ein gutes Netzteil dar, was jedoch einige kleine Schwächen besitzt.


Pro & Contra

Pro
+ sehr gute Verarbeitung
+ gute Testergebnisse bei den Verbrauchsmessungen
+ relativ geringer Preis
+ ungewöhnliches Äußeres

Contra
- leicht erhöhte Spannungen
- nur zwei PCIe-Stromkabel vorhanden
- Lüfter nicht frei von Nebengeräuschen


Award

Das Scythe Chouriki 2 mit 650 Watt Leistung bekommt von uns für die gezeigten Leistungen unseren DeXgo-Bronze-Award.
DeXgo-Bronze-Award

Danksagung

Dieser Artikel entstand mit freundlicher unterstützung von Scythe.

Weitere Informationen

Dieser Artikel wurde von Mephisto verfasst.
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