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Yesico SilentCool SC560-AS12CF


Einleitung

Heute haben wir ein Netzteil des recht jungen taiwanesischen Herstellers Yesico im Test. Das Yesico SilentCool SC560-AS12CF ist aktuell mit seinen 560Watt, dem PowerDisplay für die Leistungsaufnahme und dem Kabelmanagment das Flagschiff der SilentCool-Serie. Wie es sich schlägt erfahrt ihr in unserem Review.

Verpackung
Das Netzteil erreichte uns sicher verpackt in einem stabilen Pappkarton, welcher optisch sehr ansprechend gestalltet wurde. Auf ihm erkennt man ohne Probleme die Spezifikationen des Netzteils in deutscher Sprache.
Die Zubehörteile und Kabel befanden sich jeweils in einem extra Karton. Das Netzteil selbst wurde in einem Polster verpackt, somit kann es nicht in der Verpackung hin und her rutschen und ist somit vor äußeren Einwirkungen geschützt.
Lieferumfang
Im Lieferumfang war enthalten:

- das SilentCool SC560-AS12CF
- das Netzkabel
- die Befestigungsschrauben
- der Karton mit den modularen Kabeln
- die Bedienungsanleitung
- ein Aufkleber
Die Bedienungsanleitung ist in Englisch und Deutsch verfasst. Sie beinhaltet reichlich Bilder, jedoch nur von den mitgelieferten Kabeln und deren Steckern, Bilder vom Einbau vermisst man hier leider. Es ist jedoch auch für Laien ohne Probleme möglich, das Netzteil mit Hilfe der beiliegenden Anleitung einzubauen.

Technische Daten

Grunddaten
Leistung: 560W
Eingangsspannung: 115V~230V
Eingangsfrequenz: 50-60Hz

Belastbarkeit der Schienen
+3,3V: 28A
+5V: 30A
+12V1: 14A
+12V2: 23A
+12V3: 15A
-12V: 0,5A
+5VSB: 2,5A

Leistung der Schienen
+5V/+3,3V: 180W MAX.
+12V1/2/3: 440W MAX.

Features & Sicherheitsmechanismen

-Patentiertes PowerDisplay zeigt die Leistungsaufnahme
-Modulares Kabel-Design sorgt für Ordnung im PC-Gehäuse
-Hoher Wirkungsgrad von bis zu 84% spart Energie und Geld
-Gummigelagerter Lüfter mit blauer LED Beleuchtung
-Dual PCI-Express Ausgänge für zwei Grafikkarten
-Optimiertes Low-Noise Design für flüsterleisen Betrieb
-Alle Ausgangskabel mit Nylon-Ummantelung und flexiblen Anschlußdesign
-Zusätzliche 4-Pin Stecker mit Steuerfunktion für Gehäuselüfter
-Honeycomb-Struktur für verbesserte Ventilation
-„Easy-Swap“ Stecker mit vergoldeten Anschlüssen
-Umfassende Schutzfunktionen schützen ihr System (Über-/Unterspannungsschutz, Überstromschutz, Schutz vor Kurzschluss, Überlastungsschutz)
-APFC - Active Power Factor Correction
-Beleuchteter Hauptschalter zur Funktionskontrolle

Die Kabel

Die im Lieferumfang enthaltenen Kabel sind in 3 Gruppen aufgeteilt.
Unterscheiden kann man diese mit Hilfe der Farben Blau, Rot und Schwarz. Blaue Stecker stehen für die Hauptstromversorgung, rote Stecker für die Grafikkarten-Stromversorgung und die schwarzen Stecker für die Versorgung der Peripheriegeräte. Jedes Kabel wurde mit einem feinmaschigen Nylongeflecht ummantelt.
Zu den nicht modularen Kabel gehört das 3-Pin Kabel für das Lüftersignal und ein 4-Pin Steuerkabel für einen Gehäuselüfter. Eine modulare Verkabelung dieser Anschlüsse wäre hier wünschenswert gewesen, da man so diese Kabel bei Nichtbenutzung nicht aus dem Gehäuse entfernen kann.
Kabel für die Hauptstromversorgung

Das Hauptstromversorgungskabel ist ausgestattet mit einem "ALL-in-ONE Multiplug Connector", somit ist das SilentCool kompatibel zu ATX-, ATX 2.0-, BTX-, IPC-, Server- und Dual-Core-Systemen. Weiterhin gehört zur Hauptstromversorgung ein Kabel für die CPU-Stromversorgung welches einen 4+4 Pin +12V Stecker besitzt.
Länge Hauptstromversorgungskabel: 550mm
Länge CPU-Stromversorgung: 550mm

Die Stecker der beiden Kabel sind wie man auf den Bildern sehen kann teilbar.
Kabel für die Grafikkarten-Stromversorgung

Für Systeme mit PCI-Express Grafikkarten sind 2 Anschlüsse verfügbar. Das Netzteil bietet ausreichend Leistung für 2 PCI-Express-Grafikkarten im SLI- oder CrossFire-Betrieb.

Länge der Kabel: 550mm
Kabel für die Peripheriegeräte

Diese Gruppe beinhaltet drei Kabelarten:
- zwei Kabel mit jeweils drei Peripheriegerätesteckern (4-Pin Molex) und einem Floppy-Drive Stecker (4-Pin). Die Länge des Kabels vom Netzteil zum ersten Molex-Stecker beträgt 550mm und zu den folgenden Steckern jeweils 200mm
- ein Kabel mit zwei Peripheriegerätesteckern (4-Pin Molex). Die Länge des Kabels vom Netzteil zum ersten Molex-Stecker beträgt 550mm und zu den folgenden Steckern jeweils 200mm
- zwei Kabel mit jeweils zwei S-ATA Steckern. Die Länge des Kabels vom Netzteil zum ersten S-ATA Stecker beträgt 550mm und zu den folgenden Steckern jeweils 200mm
Stecker

Die Stecker für die Peripheriegeräte sind so genannte Easy-Swap Stecker. Mit Hilfe der Laschen lassen sich diese Stecker kinderleicht handhaben.
Die Kontakte jedes einzelnen Steckers des Netzteils sind vergoldet. Somit wird der Übergangswiderstand zwischen Stecker und Buchse verringert, wodurch die dadurch entstehenden Verluste minimiert werden.

Das Netzteil - Äußere Ansichten

Das SilentCool macht auf den ersten Blick einen sehr guten Eindruck. Seine matte Lackierung weißt keinerlei Verarbeitungsfehler auf. Yesico hat hier ein zum Lack passendes Lüftergitter in einem dunklen Farbton verbaut und darauf das Yesico Emblem geklebt. Weiterhin erinnert uns das äußere Bild des Netzteils sehr an das des Chieftec CFT-560A-12C, welches wir vor einiger Zeit schon getestet haben.
Was uns leicht verwunderte, war die Tatsache, dass alle Kabel modular ausgeführt waren, bis auf zwei eher unbedeutende Kabel. Mit Sicherheit ist es nicht verkehrt wenn ein Netzteil ein 62cm langes Kabel für das Tachosignal des eingebauten Lüfters und ein 55cm langes Kabel für einen Gehäuselüfter besitzt. Hier wäre es sinnvoller gewesen, wenn für diese beiden Kabel passende Buchsen und Stecker am Netzteil vorhanden wären. Der User wird so leider "gezwungen", die beiden Kabel in seinem Gehäuse aufzubewahren, wodurch der Zweck eines modularen Kabelmanagments nicht vollständig erfüllt wird.
Auf der Rückseite des Netzteils befindet sich das Power Display des SilentCool. Dieses besteht aus 3 7-Segmentanzeigen und wirkt gut verarbeitet.
Hier kann man auch schön die "Honigwaben-Struktur" sehen, welche für einen optimierten Luftstrom sorgt und so die Hitze sehr gut durch den 120mm Lüfter abtransportiert werden kann.
Auf der Vorderseite befinden sich die Buchsen für die Kabel, hier sieht man auch nochmal die Farbcodierung der Stecker.
Jeder Stecker ist doppelt gegen Verpolung gesichert:
1. durch die Rastnase und die dazugehörige Aussparung im Gehäuse
2. jeder Stecker ist Codiert und lässt sich nur richtig herum reinstecken.
Beim SilentCool stießen wir auf das gleiche Problem wie schon beim Chieftec CFT-560A-12C. Das Problem ist noch kein Problem wenn nur ein S-ATA Strang verwendet wird, hier kann man einfach die beiden inneren Buchsen verwenden (siehe linkes Bild). Benötigt man jedoch zwei S-ATA Stränge muss man die Kabel über Kreuz befestigen, da die Buchsen (2-Pin und 4-Pin) zu weit voneinander entfernt sind. Hierdruch herrscht aber eine erhöhte Zugkraft auf die Buchsen und Stecker (siehe rechtes Bild) .
Dieses Problem hätte man, unserer Meinung nach auf drei Arten umgehen können.
1. Einen anstatt zwei Stecker für die SATA Stromversorgung verwenden. Den nicht benötigten Pin hätte man mit einem Blindstopfen versehen können, um ein falsches Anschließen zu verhindern.
2. Die Buchsen dichter beieinander verbauen. Somit ist der Abstand nicht mehr so groß und die Zugkraft verringert sich enorm.
3. An den Enden der Stränge die Sleevung etwas weiter ablassen. Dies ist optisch zwar nicht die beste Lösung, bringt aber mehr Spielraum um die Kabel zu "spreizen".
Der 120mm Lüfter ist über Gummi-Entkoppler befestigt. Diese sorgen dafür, dass die Vibrationen des Lüfters nicht auf das Gehäuse übertragen werden können. Der Lüfter ist zusätzlich blau beleuchtet, was im Betrieb das Bild des SilentCool abrundet.

Das Netzteil - Innenleben

Natürlich liesen wir uns es nicht nehmen, das SilentCool einmal aufzuschrauben, um einen Eindruck über die "inneren Werte" zu gewinnen. Wir raten jedoch jedem davon ab dies zu tun! Ihr verliert nicht nur jeglichen Garantieanspruch deswegen, nein ihr setzt auch eure Hardware und eure Gesundheit aufs Spiel!
Das Innenleben des SilentCool sieht sehr sauber verarbeitet aus, die Bauteile wurden mit einer gleichbleibend guten Qualität verlötet. Die Kabel im Innenraum wurden sauber verlegt, um den Luftstrom nicht zu behindern.
Die Beleuchtung des transparenten Lüfters ist gut durch ein Gewebeband isoliert und bietet so keine Gefahr. Die Spannungsversorgung für die LEDs erfolgt direkt vom Lüfter, es wird also kein extra Kabel von der Platine verwendet.
Auf dem rechten Bild sieht man die Gummientkoppler, mit denen der Lüfter und sein Lüftergitter am Netzteilgehäuse befestigt sind.
Der Lüfter ist über eine 2-polige Steckverbindung angeschlossen und lässt sich so einfach durch einen anderen ersetzen. Hier kann man auch nochmal die saubere Kabelführung sehen, welche durch ein paar Kabelbinder fixiert wurde.

Der Test

Um das Netzteil unter möglichst realen Bedingungen zu testen, wurde es in einem Zeitraum von 24 Stunden mehreren Benchmarks und Spielen ausgesetzt. Natürlich bekamm es auch zwischen den einzelnen Abläufen einige Ruhephasen, wurde aber innerhalb des Testzeitraumes nicht einmal ausgeschalten.
Während der Tests herrschte eine konstante Raumtemperatur von ca. 21 °C.

Das Testsystem:
- AMD Athlon 64 3700+
- GForce 6800 GT
- 1GB Corsair DDR-SDRAM
- MSI K8N Neo Platinum
- 1x SATA Samsung Spinpoint 160GB 7200rpm 8Mb Cache
- 1x SATA Samsung Spinpoint 300GB 7200rpm 8Mb Cache

In den folgenden Diagrammen werden die Toleranzen, die minimalen und die maximalem Messwerte sowie die Sollwerte angezeigt.





Wie man in den Diagrammen sehen kann liegen die gemessenen Werte sehr gut innerhalb der Toleranzen. Keiner der Messwerte lag in der Nähe der Toleranzgrenzen, sondern sehr nah an den Sollwerten.
Die Lautstärke des verbauten Lüfters wurde mit der Zeit leider etwas unangenehm.

Impressionen
Das PowerDisplay

Das PowerDispay zeigt den Verbrauch des Systems an, also nicht das was das Netzteil aus der Steckdose zieht. Dabei werden die einzelnen Leitungen gemessen und diese Werte dann addiert. Bei unserem Testsystem zeigt uns das PowerDisplay im Standby 2 Watt und im Idle-Betrieb 116 Watt an (siehe folgende Bilder).
Auch im eingebautem Zustand macht das SilentCool einen guten Eindruck.

Fazit

Das Yesico SilentCool SC560-AS12CF ist ein super verarbeitetes und optisch sehr gelungenes Netzteil. Seine guten Testergebnisse sprechen für sich. Das PowerDisplay ist außerdem ein nettes Gimmick, um dem Benutzer die Leistungsaufnahme seines Systems zu zeigen. Einzig der laute Lüfter und die Lage der S-ATA Anschlussbuchsen trüben das Gesammtbild ein wenig, ein hochwertigerer Lüfter wäre hier mit Sicherheit angebracht. Ferner wäre es noch wünschenswert gewesen, wenn alle Kabel des Netzteils modular verbaut werden könnten.
Die Ähnlichkeit zum Chieftec CFT-560A-12C kommt wahrscheinlich daher, dass Chieftec und Yesico ihre Komponenten von den gleichen Herstellern beziehen. Das Yesico SilentCool SC560-AS12CF ist ab 110 Euro beim Fachhändler zu erhalten.
Pro
+ Optik
+ Leistung
+ Ordnung im PC durch modulares Kabel Design
+ Verarbeitung

Contra
- Lage der S-ATA Anschlussbuchsen
- Lautstärke des Lüfters
Wegen der denoch guten Testergebnisse können wir dem Yesico SilentCool SC560-AS12CF ruhigen Gewissens den Silber- und Power-Award verleihen.
DeXgo-Silber-Award DeXgo-Power-Award

Danksagung

Dieser Artikel entstand mit freundlicher unterstützung von YESICO.

Weitere Informationen

Dieser Artikel wurde von Chris verfasst.
Weitere Informationen findest du in diesem » Forum Thread