» Artikel » Reviews » CM Storm Sentinel

CM Storm Sentinel


Einleitung

"Designed to search and destroy" - mit diesem aggressiven Slogan bewirbt die Cooler Master-Tochter "CM Storm" ihren neuesten Spross - Die Sentinel Gaming Mouse. Die Sentinel will mit vielen Features wie dem OLED-Display, der in jeder Achse seperat einstellbaren Auflösung des 2-fachen 5600-DPI-Lasersensors oder dem frei wählbaren Farbmanagement eine neue Erfahrung für jeden Gamer werden. Pünktlich zum Veröffentlichungstermin hatten wir die Möglichkeit, die Maus auf Herz und Nieren zu testen. Ob die CM Storm Sentinel zu überzeugen wusste, erfahrt ihr in diesem Test!

Verpackung

Die CM Storm Sentinel wird in einem von den typischen CM Storm-Farben Rot und Schwarz dominierten Karton ausgeliefert. Die Vordereite präsentiert die Maus in ihrer ganzen Fülle und weist auf einige Schlüsselfeatures hin.
Rückseitig wird nochmals im Detail auf einige dieser Features wie den 5600-dpi-Lasersensor, den integrierten 64-KB-Speicher, die personalisierbare Farbgestaltung, das OLED-Profil-Management, die Makro- und Skriptunterstützung und das Gewichtesystem eingegangen.
Innerhalb der Verpackung wird die Sentinel durch zwei Kunststoffhalbschalen fixiert - für eine Maus absolut ausreichend und sicher. Auch der Lieferumfang befindet sich innerhalb der besagten Halbschalen.


Lieferumfang
Der Lieferumfang wirkt auf den ersten Blick recht knapp. Der Maus beigelegt sind:

- Treiber-CD
- Stormguard Diebstahlsicherung

Auf der Treiber-CD befindet sich neben den offensichtlichen Treibern jedoch auch noch die äußerst umfangreiche Software zur Einstellung der Sentinel und eine ebenso umfangreiche und bebilderte Anleitung, die in englischer Sprache auf alle Feautures und Softwareaspekte eingeht. Die Anleitung wird jedoch bald auch auf Deutsch erhältlich sein.

Die einzige Dreingabe, die wir ein wenig vermissen, ist eine kleine Schatulle zum Verstauen von überschüssigen Gewichten aus der Maus.
Spezifikationen & Features

- 5600 DPI Storm Tactical Twin-Laser-Sensoren (100 - 5600 DPI)
- 64 KB Sentinel-X Speicher
- OLED DPI Management-System
- OLED Team-Logo Personalisierung
- 8 programmierbare Tasten
- Rapid-Fire-Modus
- Maximale Geschwindigkeit: 235 Zoll/s
- Maximale Beschleunigung: 50 g
- Vergoldeter USB-Anschluss
- 5 x 4,5 Gramm Gewichtesystem
- Gewicht: 139 - 161,5 Gramm
- Full-Speed USB


Die CM Storm Sentinel im Detail I

Die CM Storm Sentinel zeigt sich im unangeschlossenen Zustand denkbar schlicht: Komplett in Schwarz gefärbt ist das CM Storm-Logo der einzige Akzent.
Auf der Oberseite der Maus finden wir zum einen das mit einer Folie gegen Kratzer geschützte OLED-Display (OLED steht dabei für organische licht-emittierende Diode) umgeben von einem Mesh-Gitter.
Ersteres zeigt im Betrieb eins der wohl größten Features der Sentinel an: Die in jeder Dimension seperat konfigurierbare Auflösung des Lasersensors.
Hinter dem Meshgitter verborgen ist die Octoshade LED-Technologie. Auf gut Deutsch bedeutet das nichts anderes als eine Ausleuchtung mit sieben frei auswähbaren Farben (Rot, Grün, Dunkelblau, Gelb, Violett, Hellblau, Weiß).
Der gesamte Seitenbereich der CM Storm Sentinel wurde mit einem griffigen, leicht matten Kunststoff überzogen, der sowohl die Optik als auch die Haptik aufbessern soll.
Und in der Tat ist das Griffgefühl schlichtweg überzeugend. Die Oberfläche der Maus wirkt weich und angenehm, so dass selbst eine lange Benutzung absolut keine Probleme bereitet.
Die Frage ist aber natürlich dennoch, wie beständig das Material bei häufiger Nutzung ist, oder ob es zu Abnutzungserscheinungen kommt, wie es bei anderen Mäusen durchaus der Fall ist.

Aus ergonomischer Sicht weiß die Sentinel ebenso zu überzeugen - zumindest für die Rechtshänder unter uns. Als Linkshänder ist die Maus aufgrund ihre Designs leider nicht zu verwenden. Abgesehen davon liegt die Maus jedoch sehr gut in der Hand: Eine Daumenmulde an der linken Seite und auch die leichte Abschrägung der Mausoberseite nach rechts sorgen für eine natürlich Handposition.
Dem Anwender stehen mit der Sentinel insgesamt acht Maustasten zur Verfügung. Neben den zwei Haupttasten sind dies die vor dem Mausrad positionierte Profiltaste, mit der durch die fünf einzeln konfigurierbaren Profile zirkuliert werden kann, das Mausrad, welches als dritte Maustaste fungiert, die beiden DPI-Tasten hinter dem Mausrad und die zwei Seitentasten.

Bis auf die Profiltaste können alle Tasten frei belegt werden (Dazu mehr im Bereich "Software"). Die Funktion der DPI-Tasten kann natürlich geändert werden, jedoch sollte zumindest eine Taste der Maus eine DPI-Funktion übernehmen ("DPI-", "DPI+", "DPI- zyklisch", "DPI+ zyklisch"), da diese Taste dazu verwendet wird, die Feineinstellungen der Abtastungsauflösung direkt an der Maus - also ohne Einsatz der Software - einstellen zu können.

Dazu gibt es in jedem der fünf Profile vier voreinstellbare DPI-Settings. "DPI+" und "DPI-" wechseln durch diese Settings, während ein drei-sekündiges Drücken auf eine der DPI-Tasten den Feineinstellmodus wählt. Nun kann per Mausrad erst geschlossen für X- und Y-Achse die Auflösung in 25-er-Schritten vorgenommen werden (Das OLED zeigt dabei permanent die einzelnen Auflösungen an). Ein Druck auf eine der beiden Seitentasten aktiviert dann eine seperate Einstellung der jeweiligen Achse - wiederrum über das Mausrad.
Diese Einstellungen werden wie allen anderen Einstellungen, die über die Software geschehen, im internen Speicher der Maus niedergelegt und sind somit jederzeit und überall abrufbar - unabhängig vom Rechner.

Die CM Storm Sentinel im Detail II
Die Positionierung der Tasten ist durchdacht und angemessen. Das einzig potenzielle Problem könnte für Menschen mit sehr großen Händen das "Rückgreifen" auf die beiden DPI-Tasten sein.

Die Druckpunkte aller Tasten sind sehr definiert und straff, die Hubwege hingegen klein. Wer vorher mit einer gewöhnlichen und etwas lascher eingestellten Office-Maus umgegangen ist, könnte das zuerst als ungewohnt empfinden, für ein präzises und schnelles Reagieren und Steuern ist diese stramme Einstellung jedoch sehr hilfreich.
Ausgenommen davon ist leider das Mausrad: Hier muss für unseren Geschmack zu viel Kraft aufgewendet werden, so dass man dazu neigt, die Maus - wenn auch nur leicht - zu verreißen, wenn man die Taste betätigen will. Zur aktiven Verwendung in präzisionslastigen Spielen ist somit nicht zu denken, zur Auslösung von Makros oder dergleichen kann die Taste aber noch verwendet werden.
In Drehrichtung ist das Mausrad aber ausgesprochen leicht zu bedienen und bietet definierte Rastpunkte. Weiter wurde es mit dem selben Kunststoff überzogen, der auch auf den Seitenflächen zu finden ist, was es ausgesprochen griffig macht.

Diese festen Druckpunkte lassen die Tasten in einem qualitativ hochwertigen Licht erscheinen. Auch die Oberflächenbeschaffenheit der Maus und die gesamte Verarbeitung der Maus sind als makellos einzustufen.


Auf der Unterseite der CM Storm Sentinel finden wir wie nicht anders zu erwarten den Twin-Laser-Sensor. Twin deshalb, weil für jede Achse ein seperater Sensor zur Verfügung steht - dies ermöglicht die dimensionsunabhängige Konfigurierung der Abtastauflösungen.

Der Sensor arbeitet zwischen 100 und 5600 DPI und lässt sich somit für alle Einsatzbereiche einstellen, sei es schnelles Reagieren in einem Shooter, als auch Multimediabetrieb und präzises Arbeiten in Photoshop.

Der Laser konnte auf allen gängigen Oberflächen überzeugen (Matte Oberflächen wie Holz und Mauspads und ebenso spiegelnde Oberflächen wie Klavierlack), es wurden weder Pixelspringen noch sonstige Anomalien festgestellt. Lediglich auf Glas verweigert der Laser seinen Dienst, was nicht weiter verwunderlich ist.
Auf den obigen Bildern schon angedeutet erkennt man die beiden frontalen Lichtkanäle, die für weitere Effekte sorgen. Auch hier kommt die Octo-Shade-Technologie zum Einsatz und es kann somit aus sieben Farben gewählt werden, die in keiner Abhängigkeit zur oberseitigen Beleuchtung stehen.

Für eine bessere Streuung und somit ein homogeneres Lichtbild sorgt die Granulierung, die auf den Frontgläsern und auch unter dem Meshgitter auf der Oberseite aufgetragen wurde.
Zu guter letzt befindet sich auf der Mausunterseite noch das Gewichtesystem der CM Storm Sentinel: Hier können bis zu fünf 4,5-Gramm-Gewichte eingesetzt werden. Somit ist das Gewicht der Sentinel von 139 bis hin zu 161,5 Gramm einstellbar.

Damit ist die Sentinel zwar kein absolutes Leichtgewicht, jedoch steckt in der Maus aber auch eine Menge Technik, um all die Features zu ermöglichen - dies sollte man im Hinterkopf behalten.

Betrieb & Impressionen

Kommen wir nun zu einem optischen Highlight der Maus - dem viel angesprochnen Farb-Management und den weiteren optischen Akzenten.

In der Werkseinstellung wird die Maus komplett rot ausgeleuchtet. Das OLED-Display zeigt dabei die aktuellen Auflösungen der Laser-Sensoren und das CM Storm-Logo an. Ein weiteres Feature der Maus ist jedoch, dass man dieses Logo gegen ein Eigenes austauschen kann: Einzig dazu benötigt wird eine Bitmap-Datei in Schwarz-Weiß (Ohne Graustufen) mit einer Auflösung von 32x32 Pixeln.

Auf dem zweiten Bild zu sehen ist, wie durch Druck auf "DPI+" ein weiteres Auflösungssetting ausgewählt wurde.
Ein dreisekündiges Halten von "DPI+" (Oder jeder anderen Taste mit DPI-Funktion, sofern "DPI+" nicht belegt ist) aktiviert dann den Feineinstellungsmodus.
Insgesamt stehen neben den sieben Farben auch noch die Deaktivierung eines LED-Blocks zur Auswahl, so dass auch eine Halbausleuchtung möglich ist.

Weiter kann in der Software aus vier Ausleuchtungsmodi gewählt werden (Full Color, Breathing, Rapid Fire, Disabled).
Full Color lässt die LED konstant leuchten, Breathing erzeugt einen Effekt des Ein- und Aus-fadens, disabled schaltet die Beleuchtung komplett aus, so dass die Maus auch komplett schlicht betrieben werden kann und der Rapid Fire Mode beleuchtet die Front-LED auf Druck einer Maustaste in Weiß, was z.B. ein netter Effekt für Shooter-Freunde ist.
Hier sehen wir den Rapid Fire Mode in Betrieb:

Software

Die der CM Storm Sentinel mitgelieferte Software ist kurz gesagt äußerst umfangreich, so dass ihr hier ein seperates Kapitel gewidmet werden soll.

Für alle, die der englischen Sprache nicht mächtig sind, sei aber noch vorweg gesagt, dass bald auch eine deutsche Version der Software erscheinen wird.

Alles beginnt mit den fünf Profilen, deren gesamte Einstellungen wie schon beschrieben auch auf der Maus gespeichert werden und somit überall, autark vom Heimrechner benutzt werden können.

Für jedes der Profile kann im ersten Fenster "Main Control" eine Tastenbelegung gewählt und insgesamt vier DPI-Settings eingestellt werden. Einzig die drei Schieber unter Maus-Sensitivität sind global, also nicht für jedes Profil seperat einstellbar.

Die Tasten können von den normalen Tastenfunktionen auch mit später definierbaren Makros und Skripten, Multimediafunktionen und einem Rapid-Fire-Modus belegt werden. Letzterer hat nichts mit dem Beleuchtungsprofil zu tun, sondern gibt in Shootern auf Knopfdruck vordefinierte Feuersalven bis hin zum Dauerfeuer ab.
Unter Color Management findet die Farbwahl statt. Farbe für Front, Oberseite, Farbmodus und die Auswahl des Logos können hier abermals für jedes Profil seperat eingestellt werden.
Werfen wir nun einen Blick auf die sehr umfangreichen Möglichkeiten der Makro- und Skriptprogrammierung.

Unter "Macro"ist es möglich, Tastenfolgen auf Maus und Tastatur aufzunehmen (Auf Bild 1 z.B. ein einfacher Duckjump) und für die jeweiligen Profile auf eine der Tasten 3-7 zu legen (Profiltaste, Maustaste 1 und 2 bleiben außen vor). Die Makros und Skripte können natürlich auch nachträglich bearbeitet werden und unter Skript sind sogar Programmierbefehle wie "GOTO", "IF", "REPEAT", "PAUSE", "MOUSE MOTION" etc. auswählbar, die es ermöglichen, fast beliebig komplexe Abläufe vorzufertigen. Insgesamt können sechs Skripte auf der Maus gespeichert und verwendet werden.
Wem die sechs Skripte und die etlichen Makrospeicherplätze nicht reichen, der kann in der Library Skripte und Makros auf der Festplatte speichern und nach belieben auf die Maus ziehen.
Im letzten Fenster stehen dem Benutzer Update- und Supportmöglichkeiten zur Auswahl.

Fazit

Als wir zuerst vom Konzept der CM Storm Sentinel erfuhren, waren wir zugegebener Maßen etwas skeptisch: Der Funktionsumfang und besonders die zahlreichenden Beleuchtungsmöglichkeiten wirkten etwas überladen und "zuviel des Guten". Es stellte sich jedoch schnell heraus, dass CM Storm in der Lage waren, dieses Konzept in höchster Qualität umzusetzen. So wurde auch nicht an den äußeren Werten der Sentinel gespart: Die Maus weist eine hervorragende Haptik und Ergonomie auf und ermöglicht somit bequemes und präzieses Spielen und auch Arbeiten. Die zahlreichend Personalisierungsmöglichkeiten, wie die Beleuchtungsprofile und die Möglichkeit, ein eigenes Logo auf dem integrierten OLED-Display anzeigen zu lassen, sind nicht nur auf die Wünsche der Spieler zu geschnitten, sondern es ist von gut sichtbaren und auffallenden Lichteffekten, bis hin zu einer kompletten Deaktivierung jeglicher Beleuchtung alles möglich - somit ist die Sentinel auch in einer schlichten Umgebung für Multimedia- und Officeanwendungen nutzbar und bleibt nicht nur den Gamern vorenthalten. Die der CM Storm Sentinel beigelegte Software lässt weiter keine Wünsche offen und ermöglicht es, die Maus perfekt an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Bei einem Preis von gerade mal 59,90 Euro (Caseking.de) bietet CM Storm mit der Sentinel ein qualitativ hochwertiges und äußerst umfangreiches Gesamtpaket für verhältnismäßig kleines Geld, das fast jeden Benutzer mehr als zufrieden stellen sollte.


Pro & Contra

Pro
+ gute Verarbeitung
+ äußerst umfangreicher Funktionsumfang
+ weitreichende Personalisierbarkeit durch Farb-Management
+ überzeugende Ergonomie und Haptik

Contra
- zu schwergängige Druckfunktion des Mausrades
(- Bedienungsanleitung nur in englischer Sprache)


Awards

Auf Grund des absolut überzeugenden Funktionsumfanges vergeben wir der CM Storm Sentinel den DeXgo-Gold-Award.
DeXgo-Gold-Award

Danksagung

Dieser Artikel entstand mit freundlicher unterstützung von Caseking.

Weitere Informationen

Dieser Artikel wurde von Snippy verfasst.
Weitere Informationen findest du in diesem » Forum Thread