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Xigmatek HDT-S963


Einleitung

Xigmatek machte vor kurzem mit dem AIO-S80DP Kühler auf sich aufmerksam. Der damalige Neuling auf dem Kühlermarkt hat mittlerweile weitere Produkte zur Kühlung der CPU aber auch der GPU auf den Markt gebracht. Eines dieser neuen Produkte ist der HDT-S963, welcher ein 3-Heatpipe-Kühler ist. Das Besondere an diesem ist die Tatsache, dass die Headpipes direkten Kontakt zur CPU haben. Was der Kühler zu leisten vermag, erfahrt ihr hier auf Dexgo im Test.

Verpackung & Lieferumfang
Unser Testsample des HDT-S963 erreichte uns in einem schlichten weißen Karton, welcher keinerlei Aufdruck hat. Dies ist natürlich nicht die Verpackung mit der der Kühler in den Handel kommt.
In diesem Karton befinden sich neben dem Kühler noch eine Tüte mit dem Befestigungsmaterial für den Intel Sockel 775 sowie die AMD Sockel AM2, 754, 939 und 940. Ebenfalls dabei eine kleine Tüte mit Wärmeleitpaste und ein Spoiler, zu diesem aber nachher mehr. Vermisst haben wir hier eine Bedienungs- und Einbauanleitung. Diese wird der Verkaufsversion aber beiliegen.

Der Kühler - Rundumblick

Für die Belüftung des Kühlers ist ein 92mm Lüfter aus eigenem Hause zuständig. Dieser arbeitet in einem Drehzahlbereich von 1200-2800Upm und erzeugt dabei eine Lautstärke von 23-35dBA. Der hierbei erzeugte Luftstrom liegt zwischen 66,25 und 92,76 m³/h.
Auch von der Seite macht der 5cm tiefe Kühler (ohne Lüfter) eine gute Figur. Grobe Verarbeitungsmängel sind uns bis hier her keine aufgefallen.
Die 3 verbauten Heatpipes beginnen am oberen Ende des Kühlers und gehen direkt durch die Bodenplatte. Im Vergleich zu vielen anderen Kühlern bilden diese einen Teil der direkten Kontaktfläche zur CPU. Während des Transportes ist die Bodenfläche mit einer Folie geschützt.

Der Kühler - Details

Schauen wir uns nun den Kühler etwas genauer an.

Die Heatpipes sind, wie erwähnt, in direktem Kontakt mit der CPU. Hierfür wurden diese abgeflacht und geschliffen. Zwar ist die Bodenfläche plan, jedoch sind in den Bereichen zwischen den Heatpipes und der Bodenplatte Spalte. Durch diese wird die Kontaktfläche zwischen Kühler und CPU verringert. Die Heatpipes geben die aufgenommene Wärme...
...an die 42 Aluminiumlamellen ab. Diese werden von dem schwingungsfrei gelagertem Lüfter belüftet.
Die Entkoppler werden hierfür einfach in den Kühler eingehakt, so ist es möglich den Lüfter jederzeit auszutauschen.
Die Luft, die den Kühler wieder verlässt, kann mit dem beiliegendem Spoiler abgelenkt werden. So ist es möglich anliegende Komponenten, wie z.b. die Spannungswandler, noch mit zu belüften.

Die Montage
Der Einbau, auf einem Sockel LGA-775, geht spielend leicht von der Hand. Zuerst wird hauchdünn Wärmeleitpaste auf den Headspreader der CPU aufgetragen, anschließend dann der HDT-S963 einfach fest geklickt. Zum Abschluss muss nur noch der Lüfter an den Kühler gesteckt und an die Stromversorgung angeschlossen werden.
Der Test

Um uns einen Blick über die Leistungsfähigkeit des HDT-S963 zu verschaffen, ließen wir ihn bei sommerlichen Temperaturen gegen den Intel Boxed-Kühler antreten. Bei einer herrlichen Raumtemperatur von 28,5° C mussten beide Kühler einen Intel Core2Duo E6400, welcher auf einem Gigabyte GA-965P-DS3 betrieben wird, belüften. Zusätzlich im Gehäuse befanden sich noch eine GForce 7600GT und ein Enermax Liberty mit 500W.
Für die Auslastung der beiden mit 2,13GHz getakteten Kerne sorgte der Tweackers4U Toaster, welcher 2 mal gestartet wurde um eine vollkommene Auslastung zu erzeugen. Die Temperatur der beiden Kerne wurde mit Hilfe des Tools Core Temp 0.95 ausgelesen. Um sicherzustellen, dass wir an die Maximalwerte gestoßen sind, wurde beim Last-Test solange gewartet, bis die Temperaturen nicht mehr stiegen. Blieben diese 15 Minuten lang konstant, wurde der Wert als Maximalwert notiert. Die Idle-Werte wurden nach einer 30 minütigen Ruhephase nach den Last-Tests ermittelt. Wenn diese auch wieder mindestens 15 Minuten lang nicht mehr sanken, wurden diese als Idle-Wert notiert.
Alle in den Diagrammen angegebenen Werte sind Delta-K Temperaturen. Diese zeigen also nur die Erhöhung zur Raumtemperatur an und sind nicht die absoluten Temperaturen des Core.


6V Betrieb
Im 6V-Betrieb hat der Boxed-Kühler von Intel schon stark zu kämpfen, die Temperaturen steigen dort schon recht stark an. Der HDT-S963 kann hier den E6400 8,5°C Kühler halten. Beim Idle-Betrieb schrumpft die Differenz auf 5°C. Beide Kühler sind bei 6V praktisch unhörbar.

12V Betrieb
Im 12V-Betrieb sind die Differenzen der Temperaturen quasi equivalent zum 6V-Betrieb, nur sind diese natürlich um einiges niedriger. Der Boxed-Kühler ist hierbei schon zu hören, jedoch ist der HDT-S963 noch deutlicher Wahrzunehmen. Regelt man diesen jedoch leicht herunter, wird auch er kaum hörbar.

Fazit

Der HDT-S963 konnte uns von Anfang an überzeugen. Die Verarbeitung ist bis auf die Lücke an den Heatpipes im Boden tadellos. Auch der Spoiler, der an der Rückseite montiert werden kann, ist durch seine Flexibilität recht praktisch. Der Einbau des Kühlers ist kinderleicht durchzuführen und dies sogar ohne Anleitung. Die in unseren Testläufen erreichten Temperaturen können sich auch sehen lassen und liegen schon im gehobenen Feld. Wenn nun noch die zum Verkauf mitgelieferte Einbauanleitung an dieses Niveau anknüpft, kann man mit dem Kauf nichts verkehrt machen. Denn auch der Preis von 25€ ist für die erbrachte Kühlleistung mehr als fair.


Pro & Contra
Pro
+ gute Verarbeitung
+ entkoppelter Lüfter
+ leichte Montage
+ gute Kühlleistung

Contra
- Lücke zwischen Heatpipes und Kühlerboden


Award

Der HDT-S963 von Xigmatek hat sich den DeXgo-Gold-Award und den Preis-Leistungs-Award Aufgrund seiner guten Verarbeitung und Leistungen redlich verdient.
DeXgo-Gold-Award DeXgo-Preis/Leistung-Award

Danksagung

Dieser Artikel entstand mit freundlicher unterstützung von Xigmatek.

Weitere Informationen

Dieser Artikel wurde von Mephisto verfasst.
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