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RaidSonic IB-861-S


Einleitung

RaidSonic sind nicht nur bekannt für ihre externen Festplattenlösungen, sondern auch für ihre Multifunktionspanels. Der neuste Spross dieser Gattung ist die IB-861 Serie. Diese wurde als 33in1 Kartenleser angekündigt und auch die beleuchteten Anschlüsse stechen einem sofort ins Auge. Ob diese Ankündigungen nicht nur Schein sind, erfahrt ihr in unserem Test.

RaidSonic-typisch kann man schon durch die Verpackung erkennen was man Schönes erstanden hat. Auf der Rückseite der Verpackung bekommt man noch zusätzliche Infos über das Panel. Z.B. in welchen Farben die verschiedenen Anschlüsse beleuchtet sind. Auch gibt die Verpackung Aufschluss über die im Namen (IB-861-S) erkennbare Farbwahl. -S steht für Silber (Silver) und -B für Schwarz (black).
Die Verpackung läßt sich, im Gegensatz zu normalen Blisterverpackungen, sehr leicht öffnen. Neben dem Panel befinden sich noch diverse Kabel und anderes Zubehör im Lieferumfang. Darunter 2 Stromadapterkabel, 4 Befestigungsschrauben und ein PCI-Slot-Blende. An die Blende bereits angeschlossen sind die Kabel für den Kartenleser, die Stromversorgung, AV-Video, Front-Audio, Front-USB und Front-Firewire.
Natürlich liegt auch eine Bedienungsanleitung bei. Auf dieser sind, in 5 Sprachen (Englisch, Deutsch, Französisch, Italiänisch und Spanisch), die verschiedenen Anschlüsse, sowie die diversen Kabel beschrieben. Auch der Einbau wird in dieser erläutert.

Das Panel - Technik und Verarbeitung

Die IB-861 besteht komplett aus Kunsstoff. Dieser ist in unserem Fall silber lackiert, was einen metallischen Effekt erzeugt. Das Gerät ist in zwei Bereiche unterteilt. Im Oberen befinden sich die Strom-, Video-, Audio-, USB- sowie Firewireanschlüsse. Im unteren Bereich ist der 33in1 Kartenleser.
Auf der rechten Hälfte befinden sich der 12V Stromanschluss, zwei USB-Anschlüsse, ein Video-Anschluss, ein Firewire-Anschluss, sowie der SD/MMS und der MS/PRO Duo Kartenslot.
Die linke Seite stellt zwei weitere USB-Anschlüsse, einen 5V Stromanschluss, 3 Audioanschlüsse (Line-In, Line-Our und Mikrofon) sowie einen CF/MD und SM Kartenslot zur Verfügung.
Die Liste der unterstützen Kartenformate ist lang und trotzem wollten wir es uns nicht nehmen lassen alle unterstützten Formate aufzulisten. Dies wären:
Compact Flash Card TYPE I, Compact Flash Card TYPE II, Compact Flash Ultra Card TYPE I, Compact Flash Ultra II Card TYPE I, Compact Flash Extreme Card, Compact Flash Extreme III Card, IBM Micro Drive Card, Smart Media Card, xD-Picture Card, Secure Digital Card, Secure Digital PRO Card, Secure Digital Ultra II Card, Secure Digital Extreme Card, Secure Digital Extreme III Card, Mini Secure Digital Card, Mini Secure Digital PRO Card, Multi Media Card, Multi Media PRO Card, Reduced Sized Multi Media Card, Memory Stick, Memory Stick (With memory select function), Memory Stick (Magic Gate / High Speed data transfer compatible), Memory Stick (Magic Gate / High Speed data transfer compatible with memory select function), Memory Stick Duo, Memory Stick Duo (Magic Gate / High Speed data transfer compatible), Memory Stick Pro, Memory Stick Pro Ultra II, Memory Stick Pro Extreme, Memory Stick Pro Extreme III, Memory Stick Pro Duo, Magic Gate Memory Stick, Magic Gate Memory Stick Duo und Memory Stick ROM.
Die Verabeitung der Platinen ist nicht zu bemängeln. Alles ist ordentlich verlötet und die Bauteile sitzen fest auf der Platine.
Die Beleuchtung, die wir später noch bewundern können, wird mit einfachen LEDs realisiert. Diese wurden hinter die Anschlüsse montiert.
Verwunderlich ist nur, dass der Video- und der FireWire-Anschluss keine Beleuchtung spendiert bekommen haben. Beim FireWire-Anschluss, der hinten geschlossen ist, ist dies noch verständlich. Der offene Video-Anschluss wäre allerdings leicht zu beleuchten gewesen.
Am Gehäuse konnten wir nur einen kleinen optischen Makel feststellen. An der Unterseite ist bei einem Ausschnitt die Kante nicht ganz sauber verabeitet. Dies ist aber weder zu sehen noch entsteht daraus eine Verletzungsgefahr.

Das Panel - Kabelläge

Alle Kabel wurden ordentlich verarbeitet und weisen keinerlei Mängel auf. Die Stecker sitzen fest und die Enden sind ordentlich isoliert. Alle internen Anschlusskabel sind rund 80 cm lang, was eine problemlose Montage ermöglicht. Auch die beiden zusätzlichen Adapterkabel für die externe Stromversorgung sind über 80cm lang. An deren Ende befinden sich jeweils 2 Anschlüsse für Stromabnehmer. Leider befindet sich hier in der Bedienungsanleitung ein Fehler. Neben der Abbildung der Stromakbel befindet sich folgender kleiner Text:
In Englisch: Left: to panel, Right: to device
in Deutsch: Rechts: zum Panel, Links: zum Gerät

Auch die französische, italiänische und spanische Übersetzung scheint Fehlerhaft zu sein, denn diese schliessen sich der deutschen an. Das Bild jedoch spricht eine andere Sprache.
Das interne Stromkabel ist mit seinen 30cm zwar bedeutend kürzer, aber für eine problemlose Montage immernoch lang genug. Positiv ist auch der durchgeschliffene Stromanschluss, da so kein Molex-Stecker blockiert ist.

Betrieb

Der Einbau gestaltet sich leider etwas schwieriger als erwartet. Zwar hat die IB-861 vorgearbeitete Befestigungslöcher, diese sind leider etwas zu tief und verursachen dadurch einen Spalt von ca 1,5mm unter dem Panel. Im CS-601 gibt es dadurch Probleme mit dem darüber liegendem Laufwerk, da diesem nun der Platz fehlt. Nur durch eine leichte Modifkation der Befestigungslöcher im Panel, diese wurden etwas ausgeweitet, konnten wir dieses dann einbauen.
Natürlich sprachen wir RaidSonic auf dieses Problem umgehend an. Darauf hin wurde das Problem analysiert und die Halterung so geändert, dass diese nun in jedes Halterungssystem passen sollte. Das Problem tritt bei den Exemplaren der Serienproduktion, für den Endkunden, nun nicht mehr auf. Wer eine solch fehlerhafte Version sein eigenen nennt kann diese bei RaidSonic reparieren lassen.
Nachdem wir dieses kleine Problem behoben hatten, konnten wir das Panel in Betrieb nehmen. Auch bei Tageslicht sticht zuerst die Beleuchtung der Anschlüsse ins Auge. Diese ist gerade bei den USB-Anschlüssen sehr schön flächig und gleichmässig.
Bei völliger Dunkelheit erstrahlt die Front förmlich. Aber nun fällt auch die fehlende Beleuchtung des Fire-Wire- und des Videoanschlusses auf. Auch die 4 Kartenleseslots haben keinerlei Beleuchtung spendiert bekommen. Das Gesamtbild wird durch diesen "Mangel" leider etwas getrübt.
Schauen wir uns nun die einzelnen Anschlüsse etwas genauer an. Im linken Teil befinden sich wie schon erwähnt der 5V Stromanschluß, zwei USB-Ports, die Front-Audio-Anschlüsse, sowie 2 Kartenleseslots. Die gelbe LED über dem Stromanschluß erlischt sobald ein Kabel in den Anschluß gesteckt wird und signalisiert somit Betreibsbereitschaft. Die Front-Audio-Anschlüsse sind in den jeweiligen genormten Farben der Anschlüsse beleuchtet. Der Wiedererkennungswert der einzelnen Anschlüsse ist hierdurch sehr groß. Die beiden USB-Ports sind von einer LED beleuchtet und erstrahlen in einem satten blau.
Auf der rechten Seite liegen nur 2 beleuchtete Anschlüsse, USB und 12V. Diese sind, wie auch auf der linken Seite, mit blau und gelb gekennzeichnet. Der "Stilbruch" der nicht beleuchteten Anschlüsse wird hier nun besonders deutlich. Das Augenmerk wird durch die stärkere Beleuchtung automatisch auf die linke Seite konzentriert.
Die Beleuchtung an sich ist eine sehr gute Idde, nur wirkt sie nicht bis zu Ende gedacht. Nicht nur die fehlende Beleuchtung einiger Anschlüsse ist zu bemängeln - nein -, auch die nicht vorhandene Möglichkeit diese auszuschalten. Warum abschalten? Hier sind 2 Gründe, die für einen einfachen Schalter sprechen würden:
1. Nich jeder Anwender möchte ein knallbuntes Panel in seiner Front.
2. Die Beleuchtung ist nach innen nicht "abgeschirmt" und strahlt so recht kräftig in den Innenraum. Hierdurch kann ein Beleuchtungskonzept stark beeinträchtigt werden.

Es gäbe zwar 2 Möglichkeiten die Beleuchtung ausser Gefecht zu setzen, aber diese sind alles andere als optimal. Zum einen wäre da die Möglichkeit die Leds einfach herauszulöten. Durch diese entgültige Variante würde aber die Garantie verfallen und ein schnelles wiedereinschalten der Beleuchtung wäre nicht möglich. Die zweite Möglichkeit wäre das Panel von der Stromversorgung zu nehmen. Anschlüsse die nur durchgeschliffen werden, z.b. Audio und Video, würden weiterhin funktionieren, aber die beiden Stromanschlüsse nicht mehr. Also auch nicht wirklich das Optimum, denn wer verzichtet schon gerne auf bezahlte Leistungen?

Fazit

Das IB-861 hätte ein ganz Großer werden können. Doch leider liegt der Teufel im Detail. Vom Funktionsumfang und der Verarbeitung ist diese Panel wirklich top. Alle erdenklichen Anschlüsse sind bequem an der Front zu erreichen, die Kabel sind ausreichend lang dimensioniert und der Stromanschluss wird durchgeschliffen. Leider sind auch kleinere Schattenseiten vorhanden. Angefangen bei dem Fehler in der Bedienungsanleitung, über die für Laien nicht ohne weiteres mögliche Montage, bis hin zum nicht vollständig durchdachten Beleuchtungskonzept. Mit ein paar Verbesserungen, die mit Sicherheit nicht schwer umzusetzen wären, wäre dieses Panel ein muss für jeden, der Bequemheit, Funktionalität und Optik in seinem Rechner haben möchte. Bleibt nur zu hoffen, das RaidSonic bei einer vielleicht erscheinenden 2ten Version diese Schönheitsfehler beseitigt. Abschließend kann man sagen, die IB-861 ist ein technisch sehr gutes aber optisch nicht ganz ausgereiftes Frontpanel. Zu haben ist sie für rund 28€.


Pro & Contra
Pro:
+ alle wichtigen Anschlüsse an der Front erreichbar
+ sehr große Auswahl an Speicherkarten wird unterstützt
+ durch Beleuchtung werden die Anschlüsse auch im Dunkeln gut erkannt
+ gutes "Kabelkonzept"

Contra:
- fehlerhafte Beschreibung in der Bedienungsanleitung
- Probleme beim Einbau im CS-601 (Problem ist bei den Serienexemplaren nicht mehr vorhanden)
- kein ausgereiftes Beleuchtungskonzept


Award
Trotz der guten Leistungen erreicht die IB-861, durch die Mängel bei der Beleuchtung, nur den DeXgo-Silber-Award.
DeXgo-Silber-Award

Danksagung

Dieser Artikel entstand mit freundlicher unterstützung von RaidSonic.

Weitere Informationen

Dieser Artikel wurde von Mephisto verfasst.
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