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Scythe Samurai Z


Einleitung

Der Markt von CPU-Kühlern ist hart umworben. Einige Firmen bringen immer neue Konzepte mit ebenso neuen Ideen hervor, aber man setzt auch auf Altbewährtes. Ein inzwischen gerne und vielgenutztes Prinzip ist das der Heatpipe, die die Abwärme der CPU effizienter als gewöhnliches Alu oder Kupfer von A nach B ableiten soll. Einen neuen Heatpipekühler der Firma Scythe - den Samurai Z - haben wir heute für euch im Test. Ob er sich genauso bei uns bewährt, wie sein inzwischen ausrangierter Namensvetter - Der Samurai - seht ihr hier.

Lieferumfang
Der Samurai Z erreicht uns sicher verpackt in diesem Karton,...
... auf dessen linker Seite die Eckdaten des Kühlers niedergeschrieben stehen.
Spezifikationen:

Kompatibilität:
Intel: Sockel 478 (Celeron, P4)
Sockel 775
AMD: Sockel 754 (Sempron, Athlon 64(FX))
Sockel 939/940 (Opteron)
Gesamtmaße: 128 x 85 x 98mm
Lüftermaße: 92 x 92 x 25mm
Lüfterdrehzahl: 2000rpm
Geräuschpegel: 23,5dBA
Luftdurchfluss: 32,4CFM
Gewicht: 360g
Öffnet man die Verpackung, so sticht dem Betrachter besonders der große und langsamdrehende 92mm Lüfter ins Auge. Im Separé zur Rechten des Kühlers befindet sich das Zubehör:
- Bedienungsanleitung
- Halteklammern für (v.l.n.r)
- Sockel 754/939/940
- Sockel 775
- Sockel 478
- Wärmeleitpaste

Verarbeitung und Technik Part 1
Beim Samurai Z handelt es sich um einen - für seine Größe - äußerst leichten Aluminiumkühler mit 2 Kupferheatpipes und einer Kupferbodenplatte.
Anders als alle anderen aktuellen Kühler der Firma Scythe besitzt der Samurai Z 2 Kühlphasen. Bei der Ersten handelt es sich um eine herkömmliche, aus massivem Aluminium gefertigte Kühlerstruktur, die direkt mit der Bodenplatte verbunden ist und so die erste "Kühlarbeit" leistet.
Über die zwischen diesem massiven Kühlkörper und der Bodenplatte befestigten Heatpipes wird die Wärme aber auch an die 2te, feine Kühllamellenstruktur direkt unterhalb des Lüfters abgeleitet. Diese Struktur besteht aus 2x23 hauchdünnen Aluminiumplättchen. Dieser Aufbau erklärt, warum der Samurai Z gerade mal 360g auf die Waage bringt.
Wie nicht anders zu erwarten ist die Verarbeitung des Kühlers wiedermal makellos. Wir konnten Keinerlei scharfe Kanten, keine Produktionsrückstände, oder ähnliches am Kühler feststellen.
Mittels dieser 4 "Hutmuttern" werden die Lamellen auf den Heatpipes gehalten.

Verarbeitung und Technik Part 2
Auf der Unterseite des Samurai Z können wir einen guten Blick auf die kupferne und wie üblich durch eine Folie geschützte Bodenplatte werfen. Außerdem erkennt man hier die zwischen Bodenplatte und "Massivkühlkörper" austretenden Heatpipes.
Zieht man die Folie von der Bodenplatte ab, so sieht man, dass diese - wie es sich gehört - absolut plan ist. Sie ist zwar nicht auf Hochglanz poliert, aber dies ist nicht weiter schlimm, sondern eher ein optischer Fimmel vieler User. Tests haben nämlich gezeigt, dass eine peinlich genau polierte Bodenplatte eher schlechter Wärme abführt als eine Un-, bzw Wenigpolierte.
Der Lüfter wird mit Hilfe zweier Halteklammern auf den dünnen Lamellen des Samurai Z gehalten. Diese zu lösen ist bei den ersten Versuchen recht schwer, besonders auch weil man sich davor fürchtet, die feinen Lamellen zu verbiegen. Mit etwas Übung ist die Demontage des Lüfters allerdings durchaus machbar.
Der von Scythe verwendete Lüfter ist im Gegensatz zu früheren Modell nicht mehr regelbar. Dies mag zuerst wie ein kleines Manko klingen, allerdings ist dieses 92x92x25mm große Modell erstaunlich gut austariert. Er dreht konstant mit 2000 rpm und erzeugt auf dem Kühler so einen Schalldruck von flüsterleisten 23,5 dBa (Herstellerangabe). Durch seine Baugröße ist die dadurch erreichte Fördermenge mit 32,4 CFM absolut ausreichend dimensioniert und macht eine manuelle Steuerung also unnötig.
Mit demoniertem Lüfter lassen sich die dünnen Aluminiumlamellen des Samurai Z noch genauer betrachten.
Sie sind natürlich recht anfällig gegen äußere Krafteinwirkungen, darum muss man im Umgang mit dem Kühler etwas vorsichtig sein. Allerdings sieht man hier gut, dass die Lamellen nichts desto trotz in "Reih und Glied" angeordnet sind.

Die Montage

Kommen wir nun zur Motage des des Samurai Z. In diesem Abschnitt hat der Kühler ein Ass im Ärmel. Dabei handelt es sich um das eigens von Scythe patentierte VTMS - "Versatile Tool-Free Multi-Platform System" - auf gut Deutsch "Vielseitiges/wandlungsfähiges werkzeugfreies Multisockel-Befestigungsystem", mit dessen Hilfe sich der Kühler werkzeuglos binnen kürzester Zeit auf jedem aktuellen Sockel montieren lässt.

Die Montage jeder der 3 Halterungen ist in der Bedienungsanleitung natürlich bebildert beschrieben.
Dennoch möchte ich - auch um zu zeigen wie einfach das ganze von Statten geht - an dieser Stelle die Montage auf ein Sockel 939-Board erklären.

Schritt 1: Die CPU wird mit Wärmeleitpaste bestrichen
Schritt 2: Die passenden Halteklammern werden in die hier rot markierten Stellen des Kühlers eingesetzt.
Schritt 3: Die Folie an der Bodenplatte des Kühlers wird entfernt.
Nach den ersten 3 Schritten sollte dies wie folgt aussehen:
Schritt 4: Nun wird der Kühler auf die CPU aufgesetzt. Die noch zu den Seiten hin beweglichen Klammern werden dazu über die 2x3 Nasen des Retention-Moduls geschoben. Legt man nun die Hebel der Klammern um, so zieht sich der Kühler automatisch fest und ist fertig montiert.
Schritt 5: Als letztes wird nurnoch der 3Pin-Molex-Anschluss des Lüfters mit dem Mainboard verbunden.

Wie hier wohl einwandfrei zu erkennen war, ist die Montage des Samurai Z wirklich kinderleicht und geht schnell von der Hand.

Leistungstest

Der Samurai Z wurde bei uns mit folgender Hardware getestet:

CPU: Athlon64 3200+
Mainboard: MSI K8N Neo4
RAM: 2x512MB 400MHZ Corair TwinX CL2 (DualChannel)
Im Rechner befanden sich keinerlei Gehäuselüfter, die linke Seitenwand war jedoch nicht geschlossen.

Cool'n'Quiet wurde selbstverständlich ausgeschaltet. Idle bestand wie üblich aus Surfen und dem einfachen Arbeiten mit "Büroprogrammen". Volllast wurde durch den Torturetest von Prime95 simuliert. Dabei ergaben sich folgende Werte:
Das Diagramm sollte wohl für sich sprechen und klarmachen, dass der Samurai Z trotz seiner leichten Bauart mit sehr guter Kühleistung glänzt.

Fazit

Der Scythe Samurai Z konnte uns voll und ganz überzeugen. Die einfache und schnelle Montage durch die neuen VTMS-Befestigungsklemmen, die geringe Lautstärke und dennoch hohe Fördermenge des großen 92mm Lüfters und natürlich die erstaunlich gute Kühlleistung machen den Samurai Z zu einem exzellenten Kühler. Trotz alledem kostet er gerade mal 26 Euro (Beispielsweise bei PCSilent) und kann so von uns für jeden User - sei es nun Overclocker oder Büroanwender - uneingeschränkt weiterempfohlen werden.

Pro:

- Design
- Verarbeitung
- Geringe Lautstärke
- Sehr gute Kühlleistung
- Einfache Montage

Contra:

- Schwierige Lüfterdemontage

Wegen dieser voll überzeugenden Leistungen vergeben wir den DeXgo-Gold-Award.
DeXgo-Gold-Award

Danksagung

Dieser Artikel entstand mit freundlicher unterstützung von Scythe.

Weitere Informationen

Dieser Artikel wurde von Snippy verfasst.
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