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Aplus XClio2


Einleitung

Wer hat es nicht gern gemütlich und warm bei sich daheim? Richtig die liebe Hardware. Diese will zwar auch gut untergebracht werden, hat es aber lieber kühl. Das X-Clio2 von Aplus sollte hierführ die besten Vorraussetzungen mitbringen. Ein großer 250mm Lüfter in der Seitentür ist bereits installiert, das Heck kann mit weiteren 2 80mm Lüftern (oder einem 92/120er) bestückt werden und in der Front haben bis zu 4 80mm-, oder gar ein großer 140mm- Lüfter Platz. Ob das Case wirklich so gut ist wie es auf dem ersten Anschein ausschaut, erfahrt ihr hier bei uns im Test.

Verpackung

Im Karton befindet sich das in Folie eingepackte und durch Styropor geschützte Gehäuse. Der Lieferumfang setzt sich aus einer Menge Schrauben, einer festschraubbaren PCI-Blende, sowie 4 Gummifüßen zusammen.

Das Gehäuse - Außenansichten
Das Gehäuse ist mit Füßen und Kunststofffront rund 44cm hoch, 48cm tief und 20cm breit.
Absoluter Augenfang beim XClio2 ist der riesige 250mm Lüfter, der die linke Seitenwand ziert.
Die rechte Seitenwand ist sehr schlicht gehalten. Zur besseren Belüftung sind in dieser an der unteren Kante Lüftungsschlitze eingearbeitet. Auch an einen Griff zum leichteren öffnen wurde hier gedacht.
Die Front ist komplett aus Kunststoff gefertigt. Dank der beiden vormontierten Blenden in den 5,25"-Schächten können so Laufwerke optisch versteckt werden.
Im unteren Teil der Front fällt sofort der überdimensionierte Powerknopf auf. Dieser ist von einem Plexiring umhüllt, der im eingeschalteten Zustand leuchtet. Darunter befinden sich der Resetschalter, sowie die HDD-Aktivitätsanzeige. Rechts und Links davon sind Lüftungslöcher, die den verbauten Lüftern in der Front das "Atmen" ermöglichen.
Die Rückseite ist schlicht gehalten und bietet Platz für 2 80mm Lüfter, oder einen 120er. Nicht so schön ist die Tatsache, dass die Slotblenden herausgebrochen werden müssen. 1. geht die dies nicht so leicht von der Hand und 2. wurde nur eine verschraubbare Blende mitgeliefert. Man sollte sich also genau überlegen wie viele und welche Blenden man herausbricht.

Das Gehäuse - Innenansichten
Nur durch je 2 Thumbscrews werden die Seitenwände befestigt. Dies ermöglicht eine schnelle und einfache Demontage beider Seitenwände.
Das Highlight des Cases ist der große 250mm Lüfter in der linken Seitenwand. Dieser wurde mit einem zusätzlichen schwarzen Lochgitter zum Schutz vor unangenehmen Kontakten an der Seitenwand verschraubt. Der komplette Lüfter besteht aus durchsichtigem, mattiertem Kunststoff, ideal um diesen noch zu beleuchten. Dank seiner 13 Lüfterblätter kann er auch mit geringer Drehzahl und dadurch geringer Lautstärke viel Luft fördern.
Von außen wird das Ganze durch einen Kunststoffring abgedeckt, welcher der Konstruktion noch etwas Tiefe verleiht und den Lüfter gut in Szene setzt. Das verwendete Gitter ist sehr grobmaschig und ermöglicht so einen guten Luftfluss.
Nicht ganz so toll, aber auch nicht kritisch waren die Lackspuren auf der Innenseite der Tür. Bei geschlossenem Gehäuse sind diese nicht sichtbar, stören aber etwas das Gesamtbild.

Das Gehäuse ist klar strukturiert aufgebaut. Im oberen rechten Bereich ist Platz für bis zu 4 5,25"-Laufwerke. Darunter kann ein 3,5"-Laufwerk extern installiert werden und bis zu 6 3,5"-Laufwerke intern. Verwunderlich ist allerdings, dass nur Befestigungsmaterial für 5 3,5"-Laufwerke beigelegt wurde. Warum für die letzten beiden keins vorhanden ist, ist schleierhaft.
Der Mainboardschlitten, sowie die Rückwand bieten nichts Außergewöhnliches. Auf dem Träger sind schon Abstandshalter vormontiert und in dessen unteren Bereich wird erklärt für welchen Mainboardtyp welche Verschraubungen genutzt werden sollten. An der Rückwand sieht man gut den Platz für den/die Lüfter.
Hier sieht man zum einen die Front mit den Haltelöchern für die Lüfter, sowie an den Seiten die Stifte, der Halterungen, die die Laufwerke arretieren.
Der komplette Kabelstrang der Front wird gut versteckt hinter den Laufwerkskäfigen in den Innenraum geführt. Kabel die nicht genutzt werden können so einfach versteckt werden und stören weder Optik noch Luftfluss.

Das Gehäuse - Die Front
Die Front ist mit Hilfe von 6 Schrauben am Gehäuse befestigt. Sind diese gelöst sichern noch 6 weitere Halteklemmen die Front. Diese müssen lediglich zusammengedrückt werden, um die Front abzunehmen. Praktisch ist hier, dass auf die Schrauben auch verzichtet werden kann, auch alleine durch die Halteklammern sitzt die Front fest am Gehäuse.
Die komplette Front ist aus Kunststoff gefertigt. Im oberen Bereich (wo die Kabel an die Front gehen) ist das Frontpanel mit 2x USB, FireWire und Audio verbaut. Darunter sitzt der Powerschalter mit seiner Ringbeleuchtung. Diese wird nicht wie üblich über das Mainboard mit Strom versorgt, sondern über einen extra Stromanschluss.
Alle Kabel sind sehr gut lesbar beschriftet und ordentlich isoliert. Auch die Länge der einzelnen Kabelpaare ist ausreichend bemessen und somit sollte es zu keinerlei Anschlussprobleme kommen.

Hardware Einbau
Die Lüfter für die Front müssen durch den HDD-Schacht an die Front gebracht werden. Mit 80 und 92mm Lüftern geht dies problemlos. Bei 120mm Lüfter bedarf es schon etwas Kraftaufwand und viel Fingerspitzengefühl, diese unbeschädigt an die Front zu bringen. Leider hatten wir kein 140mm-Lüfter zur Verfügung, um zu testen, ob diese denn passen würden. Generell passen in der Front nur Lüfter deren Einbautiefe nicht über 25mm liegt, da diese sonst nicht zwischen Front und HDD Schacht passen.
Die Montage der Lüfter auf der Rückseite stellte keinerlei Probleme dar. Hier hat man ja, wie schon Eingangs erwähnt, die Auswahl zwischen 120mm- und 80mm-Lüftern. Wir raten generell immer zur Verwendung von größeren, aber dafür auch leiseren 120mm Lüftern.
Um die Laufwerke im Gehäuse unterbringen zu können, müssen zunächst die Schnellverschlüsse abgenommen werden. Wie der Name schon erahnen lässt geht dieses recht schnell von der Hand, kurz gedreht und schon können diese entfernt werden.
Anschließend werden die Laufwerke ganz normal in den entsprechenden Schacht geschoben. Anstelle von Schrauben wird nun einfach wieder der Schnellverschluss angesetzt und festgedreht. Wer will braucht aber nicht auf eine Montage mit Schrauben zu verzichten. Diese können weiterhin Problemlos genutzt werden.
Leicht negativ viel uns hier nur eins auf: Bei einigen älteren Festplatten scheinen die Schraublöcher etwas weiter außeinander zu liegen und konnten dadurch nicht 100%ig fest arretiert werden. Hierdurch erzeugte die Festplatte durch ihre Vibrationen ein leicht klapperndes Geräusche während des Betriebes. Dieses wird durch einen geringen Spielraum zwischen Festplatte und HDD-Schacht ermöglicht. In einem solchen Fall raten wir zur Montage mittels Schrauben, von denen sich genügend im Lieferumfang befinden.
Beim XClio2 werden 2 Frontblenden für Laufwerke mitgeliefert. Mit Hilfe von diesen soll die einheitliche Optik gewahrt bleiben. Besonders praktisch ist der seitlich verstellbare Druckpunkt für den CD-Auswurf Taster des Laufwerkes. Da nicht alle Laufwerke den Knopf auf der gleichen Stelle haben, wurde hier ein Schiebemechanismus verwendet, welcher es ermöglicht den Druckpunkt flexibel zu wählen. Wenn trotz aller Erwartungen die Blende doch nicht passen sollte, oder einfach unerwünscht ist, kann diese natürlich auch ausgebaut werden.
Alle Komponenten konnten ohne Problem verbaut werden. Platz ist genügend vorhanden, um jedes Standard-System im Gehäuse unterbringen zu können. Lediglich beim Verbau von sehr langen Grafikkarten kann es beim Verbau der Festplatten auf Grafikkartenhöhe zu kleineren Problemen kommen, was die Kabelführung angeht. 4 Festplatten in den untersten Einschüben sollten aber problemlos aufgenommen werden können, ohne Kompatibilitäts-Probleme zu verursachen.
Zum Abschluss noch 2 Bilder des satt leuchtenden Powerschalters. Insgesamt kann man sagen, dass das Gehäuse einen guten Eindruck hinterlassen hat, mehr dazu aber im Fazit DeXgo-Smilie.

Fazit

Das XClio2 ist ein nicht alltägliches Gehäuse, welches vor allem durch sein gutes Kühlsystem glänzt. Der Einbau der Hardware klappt recht reibungslos. Es gibt zwar kleinere Schwächen mit den Haltklammern, diese können aber auch durch normale Schrauben ersetzt werden. Durch die 5,25" Blenden, die noch vor den Laufwerken montiert bleiben, kann der schlichte, einheitliche Look beibehalten werden. Natürlich sind diese auch demontierbar. Leider nicht so leicht gestaltet sich die Sache mit den Slotblenden. Sind diese einmal herausgebrochen können sie nicht mehr verschlossen werden. Lediglich ein verschraubbare Blende liegt dem Gehäuse bei. Zwar protzt das Gehäuse geradezu mit seinem großen Lüfter ist aber insgesamt sehr dezent gehalten.


Pro & Contra

Pro
+ schnell Befestigung der Laufwerke
+ Laufwerksblenden
+ vormontierter 250mm Lüfter

Contra
- leichte Lackierspuren im Inneren
- schnell Befestigung nicht mit allen Laufwerken 100%ig fest
- Slotblenden müssen herausgebrochen werden (nur eine Ersatzblende)


Award

Dank der ordentlichen Verarbeitung, des guten Kühlkonzeptes und des Befestigungssystems verleihen wir dem XClio2 den DeXgo-Silber-Award. Die Lackierspuren im Inneren, die nicht immer 100%ig fest sitzende Laufwerksbefestigung, sowie die herauszubrechenden Slotblenden, bei denen nur eine als Ersatz geliefert wird, verhindern den Gold-Award.
DeXgo-Silber-Award

Danksagung

Dieser Artikel entstand mit freundlicher unterstützung von MaxPoint.

Weitere Informationen

Dieser Artikel wurde von Mephisto verfasst.
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