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A+ 380 Twin Engine


Einleitung

Vor einiger Zeit hatten wir das A+ XClioII im Test. Heute möchten wir euch den Nachfolger vorstellen, das A+ 380 Twin Engine. Die größte Änderung zum Vorgänger ist wohl der zweite 250mm-Lüfter, der sich in der Front befindet. Aber sparen wir uns lange Worte und kommen wir gleich zum Test, hier auf DeXgo.

Verpackung & Lieferumfang
Geliefert wird das Twin Engine in einem großen Karton. Leider merkt man ihm schon hier sein stolzes Gewicht von ca 12kg an. Ansonsten ist die Verpackung zweckmäßig gehalten und erfüllt diesen auch gut.
Das Seitenfenster ist während des Transportes durch eine aufgeklebte Folie geschützt, was sehr lobenswert ist. Jedoch verwunderte es uns, dass diese Folie nicht das komplette Fenster bedeckte.
Und noch eine Kleinigkeit fiel uns auf: Zwischen dem Plexifenster und dem Lüftergitter befand sich ein kleines Stück Heißkleber. Wo dieser herkam war von uns nicht auszumachen, da wir keine Stelle im Gehäuse fanden, wo dieser herstammen könnte. Nicht schön aber auch nicht weiter tragisch.

Äußere Ansichten - Teil 1
Unsere Rundblick beginnt heute mal bei der linken Seite. Diese sieht fast genau so aus, wie bei jedem anderen Gehäuse, nur der Aufsatz zur Front hin unterscheidet diese von den Standard-Cases. Durch Lösen von 2 Thumbscrews kann diese dann abgenommen werden.
Die Rückseite ist schlicht gehalten und beschränkt sich auf das Nötigste. Schön zu sehen ist der flexible Lüfterplatz. Hier steht einem die Wahl zwischen einem 120, 92 oder 80mm frei.
Vom Heck schwenken wir direkt zur Front über. Diese wird von dem bulligen 250mm Lüfter dominiert.
Die Tür im oberen Teil ist recht massiv gestaltet und läßt sich leider nur bis auf 90° öffnen. Leider ist diese, trotz ihre Form, innen nicht Hohl gehalten und liegt fast Plan am Gehäuse an. Gehalten wird sie, wie auch beim Mystique, durch Magneten in der Tür.
Unter der Tür befindet sich der erste der beiden verbauten 250mm-Lüfter. Dieser fächert frische Luft auf die verbauten Festplatten und kühlt diese ausgezeichnet. Seitlich in das Design integriert befindet sich ein Potentiometer, welches den Lüfter in der Front regelt. Voll aufgedreht erzeugt dieser einen starken Luftstrom, macht sich aber auch sehr unangenehm bemerkbar. Auf unterster Stufe ist der Luftzug im Vergleich zu einem 120mm-Lüfter immernoch sehr gut, jedoch hört man den Lüfter trotzdem noch heraus.

Äußere Ansichten - Teil 2

Nicht zu vergessen ist der Deckel. Dieser bietet uns auf der rechten Seite ein paar versteckte Anschlüsse.
Unter dieser Klappe befinden sich 2 USB-Anschlüsse und ein FireWire-Anschluß, welche intern an das Mainboard angeschlossen werden. Audiokanäle werden hier nicht an die Front bzw in den Deckel geliefert.
Natürlich darf auch der Blick unter das Case nicht fehlen, denn ein fester Stand ist wichtig für ein Case. Dieser wird hier durch 4 Füße gewährleistet, welche in 45° Schritten ausgeklappt werden können. Bedeutet im Klartext: eingeklappt (0°), halb ausgeklappt (45°) oder ganz ausgeklappt (90°).
Kommen wir nun zur linken Seitenwand. Die Seite wird ganz klar von dem großen Plexiglasfenster mit dem integrierten 250mm-Lüfter dominiert. Fast das komplette Innenleben ist durch dieses zu sehen.
Auf der Innenseite des Seitenteils erkennt man, wie die "Turbinenverlängerung" befestigt wurde, 3 Schrauben halten diese am Seitenteil. Der Lüfter wird, wie sein Kumpane in der Front, über einen 4-Pin-Molex-Stecker mit Strom versorgt. Ein Anschluß an eine seperate Lüftersteuerung ist somit nicht ohne weiteres möglich. Das zweite Kabel, was vom Lüfter abgeht, verläuft an die Rückseite des Gehäuses zum Potentiometer, mit dessen Hilfe die Geschwindigkeit des Lüfters geregelt werden kann.
Der Lufteinlass des Lüfters erfolgt durch ein Lüftergitter, welches direkt aus dem Plexiglas ausgeschnitten wurde. Dies ist recht ordentlich erfolgt und, wie man auf den Bildern erkennen kann, ist hinter diesem noch ein Staubfilter installiert. Leider wurde in der Mitte, dort wo die "Nase" des Lüfters ist, ein recht großes Stück frei gelassen. An dieser Stelle kann der Staub ungehindert in das Gehäuse eindringen. Hier hätte man auf die Nase verzichten und den Staubfilter komplett schliessen sollen.

Gehäuseeinblicke

Beim Auspacken des Gehäuses wunderten wir uns schon, dass kein wirklicher Lieferumfang vorhanden war. Nachdem die Seitenwand aber gewichen war, sichteten wir eine kleine Box, welche in den Schächten für die Festplatten befestigt war. Öffnet man diese, findet man alle wichtigen Utensilien für die Inbetriebnahme des Gehäuses. Dank der 7 Schächte für Festplatten ist es sogar möglich, die verschraubte Box im Gehäuse zu belassen und so für etwaige Lan Partys noch versteckten Stauraum zu haben.
In dieser Schachtel befinden sich:
- 5 Paar Einbauschienen für 5,25" Geräte
- 4 Paar Einbauschienen für interne 3,5" Geräte (Festplatten)
- 1 Paar Einbauschienen für externe 3,5" Geräte
- ein Zettel mit der PIN-Belegung der internen Anschlüße
- 3 Tüten mit diversen Schrauben und dem Speaker

Die Bedienungsanleitung befindet sich lose im Gehäuse und ist recht knapp ausgefallen. Da aber alles sehr leicht zu installieren ist und sich von selbst erklärt, ist dies nicht weiter tragisch.
Alle internen Anschlüsse sind sauber beschriftet und bieten ausreichend Kabellänge, um die Anschlüsse, egal wo sie auf dem Mainboard liegen, sauber zu erreichen. Für ein erhöhtes Maß an Kompatibilität sind die Pins der USB- und FireWire-Buchsen einzeln anschliessbar.

Hardwareeinbau

Kommen wir nun zum Hardwareeinbau. Den Anfang machen wir mit dem Mainboard. Hierfür mussten lediglich die Abstandshalter befestigt werden und auf diesen anschliessend das Mainboard. Der Mainboardschlitten ist nicht aus dem Gehäuse herausnehmbar, dies stellt aber Aufgrund des riesen Platzangebotes im Inneren kein Problem dar. Auch das Netzteil läßt sich sehr leicht einbauen. Probleme gab es bis hier keine.
Alle Laufwerke werden über ein sehr ähnliches Schienensystem installiert. Hierfür werden einfach die entsprechenden Schienen an das Gerät gesteckt (hier eine Festplatte).
Nun wird dieser Verbund einfach in einen freien Schacht geschoben bis die Festplatte einrastet. Ganze 7 interne 3,5"-Slots stehen dem Anwender zur Verfügung und alle werden durch den große 250mm-Lüfter in der Front gekühlt.
Äquivalent zu den Festplatten geht man auch bei den 5,25"-Laufwerken vor. Schienen anstecken und dann in den Schacht schieben. Ohne groß zu experementieren bekommt man recht schnell die Laufwerke bündig installiert. Leider ist der besagte Platz zwischen Front und Tür sehr sehr gering und schließt somit praktisch jede analoge Lüftersteuerung aus.
Anschliessend müssen nur noch letzte Verkabelungen vorgenommen werden. Dank des geräumigen Innenraumes hat man die Möglichkeit, all die Kabel und Leitungen ordentlich zu verstauen. Vom Platzangebot her könnte man wohl auch problemlos eine Wasserkühlung intern verbauen, soviel Platz steht zur Verfügung.
Ist der Rechner im Betrieb, kommen die blau beleuchteten Lüfter gut zur Geltung. Auch das leuchtende Logo in der Tür fügt sich gut in das Gesamtbild ein.

Fazit

Da wir bereits den Vorgänger im Test hatten, waren unsere Erwartungen an das Twin Engine nicht gerade niedrig. Unser erste Blick ging natürlich in Richtung Belüftung; wie wurde diese umgesetzt und bringen die beiden Lüfter denn überhaupt etwas? Und wir müssen sagen: "Hut ab". Der Lüfter in der Front sorgt für ausreichende Belüftung der bis zu 7 Festplatten. Zusätzlich zu diesem befördert auch der zweite Lüfter riesige Mengen an Luft in das Gehäuse und kühlt so das gesamte Board mit, dies freut gerade die Spannungswandler. Zum Vorgänger hat sich auch das Platzangebot erweitert. So ist die Montage von Mainboard und Netzteil sehr leicht zu bewerkstelligen. Das Gehäuse ist sogar so groß, dass man mit etwas Geschick eine Wasserkühlung intern verbauen könnte. Leider wurde hinter der Fronttür kein Platz gelassen, somit ist der Verbau von Lüfterteuerungen mit herausstehenden Regelelemten nicht möglich. Der ganze Platz und die stabile Verarbeitung haben leider eine schlechte Auswirkung auf das Kampfgewicht des Gehäuses, welches mit 12kg schon zur gehobenen Mittelklasse zählt. Für ca 100€ bekommt man somit ein gut durchdachtes Gehäuse, welches kaum einen Wunsch offen läßt.


Pro & Contra
Pro
+ gute Belüftung dank zweier regelbarer 250mm Lüfter
+ Platz für bis zu 7 Festplatten
+ sehr viel Platz im Inneren des Gehäuses
+ leichte Montage der Laufwerke dank schraubenloser Einbauschienen

Contra
- hinter der Fronttür ist kein Platz für Lüftersteuerungen oder Schalter
- relativ schwer


Award

Aufgrund der guten Testergebnisse und leider wegen den kleinen Mängel verleihen wir dem Twin Engine von A+ den DeXgo-Silber-Award.
DeXgo-Silber-Award

Danksagung

Dieser Artikel entstand mit freundlicher unterstützung von MaxPoint.

Weitere Informationen

Dieser Artikel wurde von Mephisto verfasst.
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