Blacknoise Compucase 6A34
Einleitung
Noiseblocker, bekannt für Silent PCs & Zubehör, brachte neust den Blacknoise Compucase 6A34 - einen gedämmten Compucase 6A34 Midi-Tower - auf den Markt, der vor allem die Silent Fraktion mit ansprechen soll, ohne designtechnische Aspekte zu vernachlässigen. Als Dämmmaterial kommt die "NB-Evolution EQ Dämmung" zum Einsatz. So soll der Luftschall sowie der Körperschall - de facto Vibrationen - eliminiert werden.
Verpackung & Lieferumfang
| Das Gehäuse wird in dem Compucase Originalkarton geliefert, welcher als eher schlicht zu bezeichnen ist. Demzufolge sind auch keine Informationen über die Schalldämmung zu finden. |
| Zum Schutz beim Transport befindet sich das Gehäuse in einem Fliessack und wird mit Styropor fixiert. |
Technische Details
Diese Daten stammen von der BlackNoise Website
Diese Daten stammen von der BlackNoise Website
| Hersteller | Compucase |
| Farbe | schwarz / Front silber |
| 5,25" insgesamt | 4 |
| davon aussen zugänglich 5,25" | 4 |
| 3,5" insgesamt | 7, intern mit Gummiaufhängung |
| davon aussen zugänglich 3,5" | 2 |
| Maße HxBxT | 460 mm x 210 mm x 430 mm |
| Gewicht | 10,20 kg mit Dämmung |
| Lüftereinbaumöglichkeiten | 2x 120 mm (Vorne und Hinten) |
| Karten Steckplätze | 7 |
| Formfaktor Mainboards und Netzteile | ATX / Micro ATX |
| Material Chassis, Deckel und Seitenteile | 0,8 mm starkes Metall |
| Dämmung | NB-Evolution EQ |
Design
| Das gesamte Gehäuse ist in schwarz / silber gehalten. Im Folgenden einige Impressionen vom Gehäuse:
|
Front
Unter der Frontklappe befinden sich zwei USB-Anschlüsse, eine Line-in- und eine Line-out-Buchse. Es liegen Abdeckkappen für die beiden Audioanschlüsse bei.
| Leider sind Spuren der silbernen Frontklappenfarbe auf der schwarzen Kunststoffverkleidung zu sehen. Auch im Sinne einer möglichen Dämmwirkung hätte man hier mit einer Gummilippe nachhelfen können. |
Frontverkleidung
Frontklappe
| Hinter der Frontklappe, die durch zwei Magneten am Gehäuse gehalten wird, verbergen sich vier 5 1/4" und zwei 3 1/2" Laufwerksschächte. |
Der Resetknopf ist nur bei offener Tür ohne Hilfsmittel zu erreichen. Wegen der Einbautiefe muss man seine Fingernägel in Anspruch nehmen, um ihn zu betätigen.
Linke Seitenwand
Die Innenseite der linken Seitenwand ist mit dem Dämmmaterial beklebt. Diese verdeckt bei der getesteten Version des Towers auch die Luftlöcher, was jedoch nur eine Option darstellt. Der Tower ist in einer zweiten Variante ohne überklebte Lüftungsschlitze verfügbar.
Des Weiteren besteht die Möglichkeit, das Seitenteil mit einem Vorhängeschloss zu sichern.
Des Weiteren besteht die Möglichkeit, das Seitenteil mit einem Vorhängeschloss zu sichern.
Rückseite
Innenraum
Der Innenraum entspricht bezüglich der Ausmessungen dem eines üblichen Midi-Towers.
Auffällig sind hier natürlich die vorgenommenen Dämmmaßnahmen. Dämmmatten befinden sich auf dem Boden, unter dem Deckel, hinter dem Netzteil und an der Rückwand, aber dazu im Praxistest mehr.
Der Dämmstreifen vor der hinteren Lüfterhaltung wirkt recht deplatziert und sollte nach Rücksprache mit Noiseblocker nicht da sein.
Auffällig sind hier natürlich die vorgenommenen Dämmmaßnahmen. Dämmmatten befinden sich auf dem Boden, unter dem Deckel, hinter dem Netzteil und an der Rückwand, aber dazu im Praxistest mehr.
Der Dämmstreifen vor der hinteren Lüfterhaltung wirkt recht deplatziert und sollte nach Rücksprache mit Noiseblocker nicht da sein.
Der Festplattenkäfig lässt sich einfach ohne Werkzeuge entfernen. Die Vibrationen der Festplatten soll durch die Gummipuffer am Käfig abgefangen werden, entsprechende Schrauben zur Befestigung liegen bei.
Der Einbau der 120mm-Lüfter ist durch den angebrachten Rahmen ebenfalls ohne Werkzeug möglich, wie man es z.B. von Chieftec-Gehäusen kennt. Es werden jedoch keine Lüfter mitgeliefert.
Praxistest
Die Einbauanleitung des Towers befindet sich irgendwo im Mittelfeld, sie gibt dem Laien einige nützliche Hinweise, jedoch ist es zu bezweifeln, dass der Hardwareeinbau einem Neuling auf Grundlage dieser Anleitung ohne Probleme gelingt.
Hat man Erfahrungen mit dem Einbau von Hardware, sollte man kaum auf Probleme stoßen. Das Netzteil lässt sich ohne Probleme einbauen, auch der Mainboardeinbau sollte genau wie der Einbau der Festplatten keine Probleme machen. Die ATX-Blende lässt sich heraus schrauben, was eventuell den Wechsel erleichtert - Geschmackssache.
Die Erweiterungskarten stellen auf Grund der Dämmmatten ein wenig Fummelarbeit dar, genau wie der Einbau der Laufwerke in den 5 1/4"-Schächten, da diese oft verkannten.
Hat man Erfahrungen mit dem Einbau von Hardware, sollte man kaum auf Probleme stoßen. Das Netzteil lässt sich ohne Probleme einbauen, auch der Mainboardeinbau sollte genau wie der Einbau der Festplatten keine Probleme machen. Die ATX-Blende lässt sich heraus schrauben, was eventuell den Wechsel erleichtert - Geschmackssache.
Die Erweiterungskarten stellen auf Grund der Dämmmatten ein wenig Fummelarbeit dar, genau wie der Einbau der Laufwerke in den 5 1/4"-Schächten, da diese oft verkannten.
Geräuschdämmung in der Praxis
Nun zum letzten Teil vor dem Fazit
Die Hardware ist drin, der Tower wurde mit zwei 120mm-Lüftern, einem Intel Boxed CPU-Kühler und einem HDD-Kühler bestückt. Der spannende Moment rückt näher und es stellt sich die entscheidende Frage: Was bringt die Dämmlösung, die das Gehäuse immerhin 2 kg schwerer macht?
Die Seitenklappe schließt sich und … es tut sich nicht viel. Die Dämmleistung dieses Silentgehäuses ist nur marginal besser, als die eines Standard-Towers. Dabei ist anzumerken, dass die Version mit gedämmten Luftschlitzen getestet wurde.
Die erste Vermutung: Ein nicht unwesentlicher Teil dieser Geräuschkulisse dürfte durch die sog. "CPU AirDuc" und die Frontlüftung nach außen dringen. Also, CPU AirDuc ab, Dämmmatte dran und auf zum zweiten Versuch. Durch die Klebemaßname wurde das Gehäuse nocheinmal leiser, zwar wieder nur marginal, aber langsam erreicht das Gehäuse akzeptable Maßstäbe. Daher die zweite Vermutung, dass die restliche Geräuschkulisse durch die Aussparung des Frontlüfters dringt. Aus gutem Grund ist kein Dämmstück für diese Stelle enthalten, denn gerade bei einem schallgedämmten Gehäuse ist ein Luftzug wichtig.
Nun zum letzten Teil vor dem Fazit
Die Hardware ist drin, der Tower wurde mit zwei 120mm-Lüftern, einem Intel Boxed CPU-Kühler und einem HDD-Kühler bestückt. Der spannende Moment rückt näher und es stellt sich die entscheidende Frage: Was bringt die Dämmlösung, die das Gehäuse immerhin 2 kg schwerer macht?
Die Seitenklappe schließt sich und … es tut sich nicht viel. Die Dämmleistung dieses Silentgehäuses ist nur marginal besser, als die eines Standard-Towers. Dabei ist anzumerken, dass die Version mit gedämmten Luftschlitzen getestet wurde.
Die erste Vermutung: Ein nicht unwesentlicher Teil dieser Geräuschkulisse dürfte durch die sog. "CPU AirDuc" und die Frontlüftung nach außen dringen. Also, CPU AirDuc ab, Dämmmatte dran und auf zum zweiten Versuch. Durch die Klebemaßname wurde das Gehäuse nocheinmal leiser, zwar wieder nur marginal, aber langsam erreicht das Gehäuse akzeptable Maßstäbe. Daher die zweite Vermutung, dass die restliche Geräuschkulisse durch die Aussparung des Frontlüfters dringt. Aus gutem Grund ist kein Dämmstück für diese Stelle enthalten, denn gerade bei einem schallgedämmten Gehäuse ist ein Luftzug wichtig.
Fazit
Positiv ist das recht schlichte aber ansprechende Design aufgefallen. Die Front wirkt, obwohl sie „nur“ aus Kunststoff besteht, edel und bringt den Vorteil mit sich, dass Fingerabdrücke nicht so leicht entstehen wie auf einer „echten“ Aluminiumfront. Viele Elemente sind gut durchdacht, wie z.B. die Möglichkeit relativ viele Bauteile des PCs ohne Werkzeuge einzubauen, oder die schnell ausbaubare Festplattenkäfig, der vor allem Wartungsarbeiten erleichtert. Es wäre schön, wenn diese Linie konsequent weitergeführt worden wäre.
Auch die Verarbeitung weiß zu überzeugen. Das Gehäuse macht durchweg einen sehr robusten Eindruck. Dieser wird nur durch die lose Frontverkleidung getrübt, welche aber relativ einfach gerichtet werden kann.
Enttäuschend ist die geringe Geräuschdämmung. Würde der Luftschall genau so gut gedämmt wie die Vibrationen, wäre an diesem Gehäuse kaum etwas auszusetzen. Für einen Preis von 110 Euro hätte man durchaus mehr erwarten können.
Pro & Contra
Pro:
+ Design
+ Werkzeugloser Einbau vieler Elemente
+ Verarbeitung
Contra:
- Gewicht
- Schalldämmung
Positiv ist das recht schlichte aber ansprechende Design aufgefallen. Die Front wirkt, obwohl sie „nur“ aus Kunststoff besteht, edel und bringt den Vorteil mit sich, dass Fingerabdrücke nicht so leicht entstehen wie auf einer „echten“ Aluminiumfront. Viele Elemente sind gut durchdacht, wie z.B. die Möglichkeit relativ viele Bauteile des PCs ohne Werkzeuge einzubauen, oder die schnell ausbaubare Festplattenkäfig, der vor allem Wartungsarbeiten erleichtert. Es wäre schön, wenn diese Linie konsequent weitergeführt worden wäre.
Auch die Verarbeitung weiß zu überzeugen. Das Gehäuse macht durchweg einen sehr robusten Eindruck. Dieser wird nur durch die lose Frontverkleidung getrübt, welche aber relativ einfach gerichtet werden kann.
Enttäuschend ist die geringe Geräuschdämmung. Würde der Luftschall genau so gut gedämmt wie die Vibrationen, wäre an diesem Gehäuse kaum etwas auszusetzen. Für einen Preis von 110 Euro hätte man durchaus mehr erwarten können.
Pro & Contra
Pro:
+ Design
+ Werkzeugloser Einbau vieler Elemente
+ Verarbeitung
Contra:
- Gewicht
- Schalldämmung
Award
Bei dem Blacknoise Compucase 6A34 handelt es sich um ein anständiges Gehäuse, dass leider im Bereich der Geräuschdämmung nicht wirklich überzeugen kann, daher verleihen wir den Bronze Award.
Bei dem Blacknoise Compucase 6A34 handelt es sich um ein anständiges Gehäuse, dass leider im Bereich der Geräuschdämmung nicht wirklich überzeugen kann, daher verleihen wir den Bronze Award.
Danksagung
Dieser Artikel entstand mit freundlicher unterstützung von Noiseblocker.
Weitere Informationen
Dieser Artikel wurde von Ryzion verfasst.
Weitere Informationen findest du in diesem » Forum Thread
