Antec NeoPower 650 Blue
Einleitung
Das Antec gute Gehäuse baut, ist hinlänglich bekannt. Aber auch im Bereich der Peripherie und der Netzteile ist das kalifornische Unternehmen mittlerweile weltbekannt. Im Test haben wir heute ein Netzteil aus der neuen NeoPower Serie, welche neben der TruePower Quattro Serie eher für den Normal-Verbraucher gedacht ist. Mit einer edlen Optik und ordentlich Leistung soll hier der Endverbraucher überzeugt werden. Das NeoPower 650 Blue unterscheidet sich vom Rest der Serie durch seine zusätzliche blaue Beleuchtung. Wie das 650W-Exemplar im Test abschneidet, erfahrt ihr im folgenden Review.
Verpackung & Lieferumfang
Das NeoPower erreichte uns in einer handelsüblichen Kartonverpackung, welche nicht viel größer als das eigentliche Netzteil ist. Zum Schutz vor Verschmutzung war dieser noch zusätzlich in eine dünne Folie eingeschweißt. Auf dem Karton sind neben dem Netzteil noch die so genannten Key-Features aufgelistet, sowie die technischen Spezifikationen auf der Rückseite.
Das NeoPower erreichte uns in einer handelsüblichen Kartonverpackung, welche nicht viel größer als das eigentliche Netzteil ist. Zum Schutz vor Verschmutzung war dieser noch zusätzlich in eine dünne Folie eingeschweißt. Auf dem Karton sind neben dem Netzteil noch die so genannten Key-Features aufgelistet, sowie die technischen Spezifikationen auf der Rückseite.
Das Netzteil - Äußere Ansichten
| Der anthrazitfarbene Lack des Gehäuses ist nicht spiegelnd, macht aber einen sehr robusten Eindruck. Fingerabdrücke sind auf diesem nicht sichtbar und auch Kratzer werden es dort schwer haben. |
Auf der linken Seite des Netzteils befindet sich eine Tabelle mit den Leistungen des Netzteils. So kann man auch im eingebauten Zustand, man gehe hier von der Standard-Montage aus, sehen, wie viel Leistung das Netzteil bereitstellen kann. Die 3,3V- und die 5V-Schiene können jeweils 24A bereitstellen, insgesamt stehen für beide Schienen zusammen 170W (Combined Power) zur Verfügung. Jede der 3 12V-Schienen stellt dem Anwender 19A zur Verfügung. Zusammen kommen wir hier auf 624W Leistung. Bei 50°C Umgebungstemperatur kann das Antec NeoPower 650 Blue dem Anwender insgesamt 650W zur Verfügung stellen. Zudem erfüllt das Netzteil laut Antec die 80+ Spezifikationen und soll somit im gesamten Spektrum besonders Effizient arbeiten.
Die rechte Seite wird lediglich durch den eingestanzten Firmen-Schriftzug verziert und ist sonst schnörkellos gehalten.
Die Anschlüsse und das Kabelmanagement
Zu den Kabeln, welche mit dem Kabelstrang aus dem Gehäuse geführt werden, gehören ein 6+2-Pin-PCIe-Stromanschluss, ein 8-Pin-12V-Anschluss und ein 4-Pin-12V-Anschluss. Hier hätte man jedoch auch einen kombinierbaren 4+4-Pin-12V-Anschluss nehmen können und hätte sich so ein Kabel sparen können. So muss der Anwender ein ungenutztes Kabel mit Sicherheit verstauen.
So geschehen ist dies beim 20+4-Pin-Stromanschluss. Dieser ist je nach Bedarf nutzbar und lässt dem Anwender so die freie Wahl. Leider ist das ATX-Stromkabel etwas starr und bereit so etwas Arbeit beim Verlegen im Gehäuse.
So geschehen ist dies beim 20+4-Pin-Stromanschluss. Dieser ist je nach Bedarf nutzbar und lässt dem Anwender so die freie Wahl. Leider ist das ATX-Stromkabel etwas starr und bereit so etwas Arbeit beim Verlegen im Gehäuse.
Zusätzlich zu den fest angebrachten Kabeln stehen dem User noch eine Handvoll modularer Kabel zur Verfügung. Diese unterteilen sich wie folgt (von links nach rechts): ein zusätzliches 6Pin-PCIe-Stromkabel, ein FDD-Stromadapter um einen 4-Pin-Molex auf 2x Floppy zu wandeln, 2 Kabel mit je 3 4-Pin-Molex-Stromanschlüsse und noch 2 Kabel mit je 2 SATA-Stromanschlüssen. Einzig vermisst haben wir ein kombiniertes Kabel mit 4-Pin-Molex- und SATA-Anschlüssen. Gerade Anwender, die beide Laufwerke kombiniert verbauen, könnten sich so evtl. ein Kabel sparen. Nichts desto trotz sind die Kabel mit ihren 70cm ausreichend lang dimensioniert und auch die benötigten Anschlüsse stehen in ausreichender Anzahl zur Verfügung.
| Der Anschluss der Kabel ans Netzteil geht sehr leicht von der Hand und dank der universellen Buchsen muss hier der Anwender auch keine Angst haben, etwas falsch anzuschließen. |
Ein Blick ins Innere
Auch einen Blick in das Innere des Gehäuses wollen wir uns nicht nehmen lassen.
ACHTUNG: Beim Öffnen des Netzteils erlischt jedweder Garantieanspruch gegenüber dem Hersteller. Zudem bauen sich im Netzteil lebensgefährliche Spannungen auf, die auch noch nach dem Trennen vom Netz weiter bestehen können. Daher lasst das Netzteil IMMER geschlossen, es gibt keinen vernünftigen Grund es zu öffnen!
Auch einen Blick in das Innere des Gehäuses wollen wir uns nicht nehmen lassen.
ACHTUNG: Beim Öffnen des Netzteils erlischt jedweder Garantieanspruch gegenüber dem Hersteller. Zudem bauen sich im Netzteil lebensgefährliche Spannungen auf, die auch noch nach dem Trennen vom Netz weiter bestehen können. Daher lasst das Netzteil IMMER geschlossen, es gibt keinen vernünftigen Grund es zu öffnen!
Jedoch hat uns auch hier eines verwundert. Der Lüfter ist zu einem guten Viertel von einer durchsichtigen Folie verdeckt. Wir dachten zuerst, dass dies dem Schutz der Kabel dienen soll. Jedoch liegt die abgedeckte Stelle am hinteren Ende des Netzteiles, dort wo das Kaltgerätekabel in das Gehäuse gesteckt wird und sich der An-/Aus-Schalter befindet. Auf Nachfrage bei Antec bekamen wir auch eine Erklärung für diese Folie. Diese soll den Luftfluss bzw. den Luftstrom des Lüfters auf die heißesten Komponenten richten. Aus unserer Sicht blockiert diese den Luftstrom jedoch mehr, als dieser gelenkt wird.
Das Innere des Netzteiles macht einen ordentlichen und aufgeräumten Eindruck. Die Platine hat in alle Richtungen noch genügend Luft und auch die Kabel des Hauptstranges liegen ordentlich am Rand verlegt.
Das Innere des Netzteiles macht einen ordentlichen und aufgeräumten Eindruck. Die Platine hat in alle Richtungen noch genügend Luft und auch die Kabel des Hauptstranges liegen ordentlich am Rand verlegt.
| Theoretisch kann man sogar noch drei weitere LEDs in das Netzteil bauen, die Kühlkörper bieten noch Platz für diese. Ansonsten ist das Netzteil ordentlich verarbeitet und sauber aufgebaut. |
| Schlecht verlegte Kabel, unsaubere Lötstellen oder lockere Bauteile sucht man vergebens. Alles ist so wie es sein soll. |
Impressionen
| Natürlich wollen wir euch auch Bilder von der Beleuchtung zeigen. Die Kamera verfälscht diese leider ein wenig. In Wirklichkeit ist die Beleuchtung in einem satten Blauton und nicht Lila. |
Der Test
Unser Testsystem für das Antec NeoPower 650 Blue hat als Grundlage das Foxconn P35AP-S. Auf diesem arbeitet ein Intel Core2Duo E6550, welchem das 2GB Ram Kit von Exceleram EX2-21066M2-SY zur Seite steht. Als Grafikkarte kommt eine GeForce 8800 GTS von Sparkle zum Einsatz. Das Betriebssystem und alle Daten liegen auf einer Samsung SpinPoint S250 HD250HJ bereit und als optisches Laufwerk ist ein BenQ DW1655 verbaut. Die komplette Hardware steckt in einem Antec Nine Hundred, welches lediglich durch den Top-Lüfter entlüftet wurde.
Für unseren Test setzten wir das Netzteil verschiedenen Belastungsszenarien aus und überwachten während des gesamten Testzeitraumes die Spannungen des Netzteiles mit dem Programm Everest 2007. Die Last auf dem System wurde mit Hilfe der Anwendung Prime95 und des 3DMarks06 erzeugt.
Bei unserem Ausdauertest konnte das Antec NeoPower 650 Blue durchweg überzeugen. Die 3,3V-Schiene schwankte um lediglich 0,01V und lag ansonsten immer bei den exakten 3,3V. Auch die 5V-Schiene war sehr stabil und schwankte überhaupt nicht, jedoch lag diese um 0,16V konstant unter den vorgesehenen 5V. Aber auch diese Abweichung von 0,16V liegt innerhalb der ATX-Spezifikationen. Bei den 12V lagen die Schwankungen im Bereich von 0,09V und bewegten sich dabei immer um die 12V-Marke. Alle Spannungen waren so innerhalb der zulässigen Toleranzen und zudem noch sehr stabil.
Auch die Lautstärke des Netzteiles ist als angenehm zu bezeichnen. Im Idle-Betrieb ist dieses im geschlossenen System kaum wahrzunehmen und auch unter Last wird es kaum lauter. Leute, die kein absolutes Silentsystem haben, werden dieses Netzteil also nur durch die Beleuchtung wahrnehmen können.
Unser Testsystem für das Antec NeoPower 650 Blue hat als Grundlage das Foxconn P35AP-S. Auf diesem arbeitet ein Intel Core2Duo E6550, welchem das 2GB Ram Kit von Exceleram EX2-21066M2-SY zur Seite steht. Als Grafikkarte kommt eine GeForce 8800 GTS von Sparkle zum Einsatz. Das Betriebssystem und alle Daten liegen auf einer Samsung SpinPoint S250 HD250HJ bereit und als optisches Laufwerk ist ein BenQ DW1655 verbaut. Die komplette Hardware steckt in einem Antec Nine Hundred, welches lediglich durch den Top-Lüfter entlüftet wurde.
Für unseren Test setzten wir das Netzteil verschiedenen Belastungsszenarien aus und überwachten während des gesamten Testzeitraumes die Spannungen des Netzteiles mit dem Programm Everest 2007. Die Last auf dem System wurde mit Hilfe der Anwendung Prime95 und des 3DMarks06 erzeugt.
Bei unserem Ausdauertest konnte das Antec NeoPower 650 Blue durchweg überzeugen. Die 3,3V-Schiene schwankte um lediglich 0,01V und lag ansonsten immer bei den exakten 3,3V. Auch die 5V-Schiene war sehr stabil und schwankte überhaupt nicht, jedoch lag diese um 0,16V konstant unter den vorgesehenen 5V. Aber auch diese Abweichung von 0,16V liegt innerhalb der ATX-Spezifikationen. Bei den 12V lagen die Schwankungen im Bereich von 0,09V und bewegten sich dabei immer um die 12V-Marke. Alle Spannungen waren so innerhalb der zulässigen Toleranzen und zudem noch sehr stabil.
Auch die Lautstärke des Netzteiles ist als angenehm zu bezeichnen. Im Idle-Betrieb ist dieses im geschlossenen System kaum wahrzunehmen und auch unter Last wird es kaum lauter. Leute, die kein absolutes Silentsystem haben, werden dieses Netzteil also nur durch die Beleuchtung wahrnehmen können.
Fazit
Antec schafft es mit dem NeoPower 650 Blue ein von der ordentlichen Verarbeitung, über das gute modulare Kabelmanagement, bis hin zu den guten Testergebnissen überzeugendes Netzteil auf den Markt zu stellen. Die Optik ist dezent gehalten und überrascht um so mehr mit der recht kräftigen blauen Beleuchtung. Diese ist evtl. nicht jedermanns Sache, kann aber durchaus überzeugen. Lediglich das leicht störrische ATX-Stromkabel trübte das Gesamtbild ein wenig. Und zu denken gab uns die Kunststoffabdeckung über dem Lüfter, welche aber einer verbesserten Luftzirkulation dienen soll. Durch die 24 Adern lässt sich dieses nicht ganz so leicht verlegen, wie es bei den Peripheriekabeln möglich ist. Insgesamt ist das Antec NeoPower 650 Blue jedoch ein gelungenes Produkt, welches für ca. 100 im Handel erhältlich ist.
Pro & Contra
Pro
+ sehr ordentliche Verarbeitung
+ leiser Lüfter
+ gute Testergebnisse
Contra
- ATX-Stromkabel recht starr
Award
Für die makellose Verarbeitung und der erbrachten Testergebnisse verleihen wir dem Ante NeoPower 650 Blue unseren DeXgo-Gold-Award.
Antec schafft es mit dem NeoPower 650 Blue ein von der ordentlichen Verarbeitung, über das gute modulare Kabelmanagement, bis hin zu den guten Testergebnissen überzeugendes Netzteil auf den Markt zu stellen. Die Optik ist dezent gehalten und überrascht um so mehr mit der recht kräftigen blauen Beleuchtung. Diese ist evtl. nicht jedermanns Sache, kann aber durchaus überzeugen. Lediglich das leicht störrische ATX-Stromkabel trübte das Gesamtbild ein wenig. Und zu denken gab uns die Kunststoffabdeckung über dem Lüfter, welche aber einer verbesserten Luftzirkulation dienen soll. Durch die 24 Adern lässt sich dieses nicht ganz so leicht verlegen, wie es bei den Peripheriekabeln möglich ist. Insgesamt ist das Antec NeoPower 650 Blue jedoch ein gelungenes Produkt, welches für ca. 100 im Handel erhältlich ist.
Pro & Contra
Pro
+ sehr ordentliche Verarbeitung
+ leiser Lüfter
+ gute Testergebnisse
Contra
- ATX-Stromkabel recht starr
Award
Für die makellose Verarbeitung und der erbrachten Testergebnisse verleihen wir dem Ante NeoPower 650 Blue unseren DeXgo-Gold-Award.
Danksagung
Dieser Artikel entstand mit freundlicher unterstützung von Antec.
Weitere Informationen
Dieser Artikel wurde von Mephisto verfasst.
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