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17 Heatpipe-CPU-Kühler im Test


Einleitung

Für den stabilen Betrieb eines Computers ist die wichtigste Voraussetzung eine gute Kühlung. Ob diese mit Hilfe einer Wasserkühlung realisiert wird oder zu den guten alten Luftkühlern gegriffen wird ist hier dem Anwender frei überlassen. CPU-Luftkühler gibt es mittlerweile in den verschiedensten Variationen, ob ein einfaches Lamellendesign gewählt, auf Fächerbauweise gesetzt oder Heat-Pipes verbaut werden ist nicht nur eine Sache der Optik. Auch gibt es schon Exemplare, welche der Abwärme der CPU mit Hilfe eines Peltierelementes Herr werden wollen. In unserem heutigen Review schauen wir uns 17 Exemplare der Heatpipe-Kategorie einmal genauer an und schauen was diese im Stande sind zu leisten.

Vorwort

Bevor wir uns die einzelnen Testkandidaten genauer anschauen, noch ein paar erklärende Worte vorweg. Die Sortierung der einzelnen Testkandidaten erfolgte ohne Wertung entsprechend dem Alphabet. So stellen wir auf den folgenden Seiten jeden Kühler etwas genauer vor und gehen auf einzelne Punkte, wie den Lieferumfang, die Verarbeitung und die Montage etwas genauer ein. Auch verlieren wir dort schon ein Wort über die Betriebslautstärke der Kühler, gehen jedoch noch nicht auf die Kühlleistung ein.
Am Ende jeder Vorstellung eines Kühlers haben wir für euch noch eine kleine Tabelle erstellt, in der ihr auf den ersten Blick sehen könnt, wie die einzelnen Exemplare in den entsprechenden Kategorien abgeschlossen haben. Für den Lieferumfang, die Verarbeitung und Montage nutzen wir zur Wertung die Begriffe sehr gut, gut, befriedigend, ausreichend und mangelhaft.
Um die Lautstärke der einzelnen Kühler vergleichen zu können, haben wir diese ebenfalls mit 5 verschiedenen Klassifikationen beurteilt. Diese reichen von unhörbar über kaum hörbar, hörbar und laut bis hin zu sehr laut.

Arctic Cooling Freezer 7 Pro

Verpackung & Lieferumfang
OC-Card schickte uns den Freezer 7 Pro von Arctic Cooling für diesen Test. Dieser wird in einem schlichten Karton geliefert, welcher im typischen Arctic Cooling Design gehalten ist. Der Lieferumfang des Freezer 7 Pro ist sehr spartanisch und umfasst lediglich einen Aufkleber und eine kurze Einbauanleitung.
Der Lüfter des Freezer 7 Pro ist in dem rahmenlosen Design der schon zuvor getesteten Gehäuselüfter gehalten. Der größte Vorteil dieser Bauweise ist die schwingungsentkoppelte Aufhängung des Lüfters. Der Freezer 7 Pro kann dank des 4-Pin-Anschlusses automatisch über das Mainboard geregelt werden. Dies verspricht bei jeder Betriebsart eine angenehme Ruhe im Rechner.
technische Daten - Herstellerangaben
Maße Lüfter in mm (BxHxT)107 x 96 x 43,5
LagerartCeramic Bearing
Betriebsspannung in V12
Leistungsaufnahme in W1,92
Umdrehungen pro min900 - 2500
Luftdurchsatz in m³/h77
Lautstärkeentwicklung in dBA16 - 24
Maße Kühler insgesamt in mm (BxHxT)107 x 126,5 x 96.5
Kühlkörpermaterial (Bodenplatte/Lamellen)Kupfer / Aluminium
KompatibilitätIntel LGA775
Gesamtgewicht in g520
BesonderheitenPWM / Lüfter ist entkoppelt
Verarbeitung
Der Kühler verfügt über 3 Heatpipes, die ihre Abwärme an die Aluminiumlamellen abgeben. Der Lüfter ist entkoppelt an seinem Halterahmen angebracht. Das soll einen sicheren Halt geben und die Lüftergeräusche bestmöglich reduzieren. Um die Luft auch auf die umliegenden Komponenten, wie z.B. die Spannungswandler, zu lenken, wurden die untersten 3 Lamellen abgewinkelt. So kommt auch dort der Luftzug des CPU-Kühlers zur Belüftung zum Einsatz.
Der Grund für den geringen Lieferumfang ist recht simpel, aber auch einleuchtend. Der Kühler bietet nur die Kompatibilität für einen Sockel und wird bereits mit fertig montiertem Befestigungssystem ausgeliefert.
Die Verarbeitung des Kühlers ist als gut zu bezeichnen. Kleinere Mängel bei der Verarbeitung zeigen sich jedoch beim Abstand der Lamellen zueinander, der etwas unregelmäßig ist sowie bei der Verarbeitung der Bodenplatte. Hier sind deutliche Rückstände des Lötzinns sichtbar. All dies sollte sich jedoch nicht auf die Performance des Kühlers auswirken. Anzumerken bleibt hier noch, dass Arctic Cooling den Freezer 7 Pro bereits mit aufgetragener Wärmeleitpaste ausliefert.
Der Lüfter bietet keine Besonderheiten. Das integrierte Lüftergitter sorgt für einen rudimentären Schutz des Lüfters vor Kabeln.
Montage
Dank der schon montierten Halterung fällt die Montage eigentlich leicht aus. Jedoch ist der Abstand der Haltebolzen größer, als der Lochabstand auf dem Mainboard. Da die Bolzen an beweglichen Beinen montiert sind, können diese mit etwas Kraftaufwand doch dazu gebracht werden, ihren Weg in die Löcher zu finden. So ist bei der Montage etwas Fingerspitzengefühl notwendig, um die Hardware nicht zu beschädigen. Desweiteren stößt der eigentlich eher schmächtige Kühler mit dem Northbridge-Kühler unseres Foxconn Boards zusammen. Hier schrammt der Rahmen des Lüfters am Kühlkörper.
Zwischenergebnis
Lieferumfang:ausreichend
Verarbeitung:befriedigend
Montage:befriedigend
Lautstärke bei 12V:deutlich hörbar
Preis:17 €

Cooler Master Hyper 212

Verpackung & Lieferumfang
Von Caseking bekamen wir den Cooler Master Hyper 212 zur Verfügung gestellt. Der Hyper 212 erreicht den Anwender in einer großzügigen Verpackung, um den Kühler und das Zubehör ausreichend zu schützen. Zudem ist dank des Sichtfensters schon vor dem Kauf ein Blick auf den Kühler möglich. Der Lieferumfang umfasst neben Montagematerial für alle gängigen Sockel noch eine Tube Wärmeleitpaste, eine Bedienungsanleitung und eine Halterung für einen weiteren Lüfter.
Der verbaute Lüfter ist ein Eigenprodukt aus dem Hause Cooler Master. Als Besonderheit dieses Lüfters kann die blaue Beleuchtung genannt werden. Befestigt wird der Lüfter am Kühler durch Schrauben - etwaige Vibrationen werden so nicht gedämpft, sondern direkt weiter gegeben.
technische Daten - Herstellerangaben
Maße Lüfter in mm (BxHxT)120 x 120 x 25
LagerartGleitlager
Betriebsspannung in V12
Leistungsaufnahme in W4,44
Umdrehungen pro min2500
Luftdurchsatz in m³/h119,57
Lautstärkeentwicklung in dBA19
Maße Kühler insgesamt in mm (BxHxT)122 x 160 x 117
Kühlkörpermaterial (Bodenplatte/Lamellen)Kupfer / Aluminium
KompatibilitätMulti-Sockel
Gesamtgewicht in g710
BesonderheitenBlaue Beleuchtung
Verarbeitung
Der bullige Kühlkörper gliedert sich in 2 Teile, die separate Kühlflächen bereitstellen. Der Lüfter sitzt zentral vor diesen Zwillingstürmen und belüftet so beide gleichmäßig. Um einen noch besseren Luftdurchsatz zu erreichen, ist es möglich, einen zweiten Lüfter an die Rückseite des Kühlers zu montieren. Dieser sollte aber die Luft vom Kühler wegsaugen, um so ein Gegeneinanderarbeiten zu vermeiden. Insgesamt verbaute Cooler Master 4 Heatpipes im Kühle, die zu beiden Seiten gleichmäßig nach oben gehen, um dort die Wärme an über 50 Aluminiumlamellen abzugeben.
Die Lamellen, wie auch der gesamte Kühler, sind tadellos verarbeitet. Es befinden sich keine scharfen Kanten, verbogene Lamellen oder sonstige Fehlproduktionen am Kühlkörper und am Lüfter. Der Boden ist ebenfalls sehr ordentlich verarbeitet, spiegelt aber nur leicht. Die Kühlleistung wird davon jedoch nicht beeinflusst.
Die Beleuchtung des Lüfters gestaltet sich eher dezent, dies liegt aber auch an den dunklen Lüfterblättern. In dunklen Gehäusen sollte diese jedoch deutlich erkennbar sein.
Montage
Die Montage sollte sich auch für unerfahrene User relativ simpel gestalten. Dank der Möglichkeit, den Kühler in 90°-Schritten drehen zu können, kann so jeder Anwender die optimale Montageart für sich wählen. Auch ist der Kühler ausreichend hoch gebaut, um etwaigen Bauteilen der Hauptplatine aus dem Weg zu gehen.
Zwischenergebnis
Lieferumfang:gut
Verarbeitung:sehr gut
Montage:sehr gut
Lautstärke bei 12V:hörbar
Preis:30 €

Enzotech Ultra-X

Verpackung & Lieferumfang
Auch der Enzotech Ultra-X wurde uns von Caseking zur Verfügung gestellt. Der Ultra-X erreicht uns in einem geräumigen Karton, der neben einem Blick auf den Kühler auch einige Informationen und Bilder bereit hält. Der recht reichhaltige Lieferumfang setzt sich aus dem Montagematerial für alle gängigen Sockel, der Bedienungsanleitung, einer Spritze mit Wärmeleitpaste und einem Potentiometer inkl. Slotblech zur Regelung des Lüfters zusammen
Enzotech setzt bei seinem Kühler auf einen 120mm-Lüfter mit Standardmaßen. Einzig negativ fällt uns hier der hohe Stromverbrauch auf, der mit 6W (0,5A) angegeben wird. Mit Hilfe des Potentiometers kann der Lüfter dann zwischen 1000 und 2500 Umdrehungen pro Minute geregelt werden.
technische Daten - Herstellerangaben
Maße Lüfter in mm (BxHxT)120 x 120 x 25
LagerartDoppelkugellager
Betriebsspannung in V12
Leistungsaufnahme in W6
Umdrehungen pro min1000 - 2500
Luftdurchsatz in m³/h66,74 - 169,17
Lautstärkeentwicklung in dBA15,8 - 43,3
Maße Kühler insgesamt in mm (BxHxT)148 x 148 x 118
Kühlkörpermaterial (Bodenplatte/Lamellen)Kupfer / Aluminium
KompatibilitätMulti-Sockel
Gesamtgewicht in g835
BesonderheitenPotentiometer
Verarbeitung
Der Ultra-X profitiert dank seiner Bauweise vom sogenannten Blow-Down-Effekt. Hierdurch werden die um den CPU-Sockel liegenden Bauteile durch den Luftstrom des CPU-Kühlers mitgekühlt. Natürlich wird auch die CPU ausreichend gekühlt, denn der Luftstrom geht zuerst durch die Kühllamellen, die durch 4 Heatpipes mit der Bodenplatte verbunden sind und strömt anschliessend auf das Mainboard. Um die Kühlleistung noch weiter zu steigern, wurde die Oberseite der Bodenplatte noch mit unzähligen Pins versehen.
Die Bodenplatte, welche aus Kupfer hergestellt wurde, ist perfekt verarbeitet. Weder Rillen, noch Kratzer oder Dellen finden sich an dieser. Ebenso perfekt ist die Verarbeitung der Aluminium-Lamellen, welche in regelmäßigen Abständen sauber angebracht wurden.
Der von Enzotech verwendete Lüfter ist ein Standard-Exemplar der 120mm-Kategorie und kann so leicht bei Bedarf gegen ein anderes Exemplar getauscht werden. Um ein Blockieren des Lüfters, z.B. durch Kabel, zu verhindern, wurde diesem noch ein schlichtes Lüftergitter spendiert.
Montage
Die Montage des Ultra-X gestaltet sich recht problemlos. Enzotech hat hier auf eine werkzeuglose Montage gesetzt. Lediglich Menschen mit kräftigeren Fingern könnten hier bei einem ungünstigen Boardlayout Probleme bekommen. Grundsätzlich kann bei der Montage aber nichts bemängelt werden.
Zwischenergebnis
Lieferumfang:sehr gut
Verarbeitung:sehr gut
Montage:sehr gut
Lautstärke bei 12V:sehr laut
Preis:65 €

Evercool HPD-815

Verpackung & Lieferumfang
Vom noch eher unbekannten Hersteller Evercool erhielten wir den HPD-815 "Shark". Dieser Kühler richtet sich dank seiner eher ungewöhnlichen Aufmachung auch an die Modder unter den PC-Nutzern und bietet etwas fürs Auge. Geliefert wird der HPD-815 in einer Blisterverpackung, welche sich erfahrungsgemäß eher schlecht öffnen lässt. Hat man dieses Hindernis überwunden, offenbart sich einem der Lieferumfang. Dieser umfasst neben der Montageanleitung und einer Tube Wärmeleitpaste noch das Montagematerial für die aktuellen Sockel von AMD und Intel.
Der HPD-815 setzt als einziger Kühler im Testfeld auf einen 80mm-Lüfter. Fraglich ist zum jetzigen Zeitpunkt, ob hier nicht evtl. die Leistung doch arg leiden wird. Was uns hier aber schon auffällt, ist der am Lüfter angebrachte Schalter. Mit Hilfe des Schalters kann zwischen einem "Silent"- und einem "Overclock"-Mode umgeschaltet werden. Die Drehzahl kann so zwischen 2000 und 3500 upm geswitcht werden. Um etwaige Klappergeräusche am Kühler zu verhindern, wurden dem Lüfter noch Gummiabstandshalter spendiert.
technische Daten - Herstellerangaben
Maße Lüfter in mm (BxHxT)80 x 80 x 15
LagerartEver Lubricate Bearing
Betriebsspannung in V12
Leistungsaufnahme in W3
Umdrehungen pro min2000 / 3500
Luftdurchsatz in m³/h40,15 / 70,35
Lautstärkeentwicklung in dBA18 / 28
Maße Kühler insgesamt in mm (BxHxT)107 x 135 x 80
Kühlkörpermaterial (Bodenplatte/Lamellen)Kupfer / Aluminium
KompatibilitätMulti-Sockel
Gesamtgewicht in g515
Besonderheitenrote LED / 2 Stufen Regelung
Verarbeitung
Der Shark ist einer der kompaktesten Kühler im Testfeld und erinnert von der Bauweise her sehr stark an den Revoltec Freeze Tower. Erreicht wurde dies, indem der Lüfter nicht vor dem Kühlkörper angebracht, sondern quasi in diesen integriert wurde. Auf der oberen Kunststoffabdeckung befindet sich das Leitmotiv des Kühlers - 2 Haie. Rechts und links vom Lüfter befinden sich 2 separate Kühltürme, die von jeweils einem Ende der 2 Heatpipes durchzogen sind. Die Verarbeitung ist nicht auf allerhöchstem Niveau, jedoch finden wir hier keine nennenswerten Mängel. Maximal einige leicht, wirklich sehr leicht, schiefe Lamellen finden wir hier.
Auch hier sieht man nochmals am hinteren Turm die teilweise etwas verzogenen Aluminiumlamellen. Gut ist jedoch, dass sich am Kühler keinerlei scharfe Kanten oder sonstige unsauber verarbeiteten Stellen befinden. Die Bodenplatte wurde zwar plan geschliffen, spiegelt aber nicht.
Im Betrieb des Shark kommt die erwähnte Beleuchtung des Lüfters zur Geltung. Diese taucht den Kühler in ein sattes Rot und macht so optisch schon etwas her. Die Umschaltung zwischen den beiden Betriebsmodi sowie die Entkopplung funktionieren hier tadellos.
Montage
Die Montage des Kühlers gestaltet sich erfreulich einfach. Die Bauhöhe und die kompakte Form verhindern auf unserem Testmainboard sämtliche Inkompatibilitäten, und dank der Federn unter den Rändelmuttern ist auch die Gefahr eines zu festen Anziehens nicht gegeben. Erfreulicher wäre bei einem Kühler dieser Größe jedoch eine Montage mit Hilfe der Intel-Push-Pins gewesen.
Zwischenergebnis
Lieferumfang:gut
Verarbeitung:gut
Montage:sehr gut
Lautstärke bei 12V:laut
Preis:ca. 22€

Evercool HPFI-10025EA

Verpackung & Lieferumfang
Das zweite Testexemplar von Evercool hört auf den Namen HPFI-10025EA. Die Verpackung, in der der Kühler geliefert wird, ist ausreichend dimensioniert und liefert dem Anwender erste technische Informationen über den Kühler. Der Lieferumfang des HPFI-10025EA, auch Buffalo genannt, beschränkt sich lediglich auf eine Tube Wärmeleitpaste - eine Montageanleitung liegt nicht bei!
Anders als beim "Shark" wird beim "Buffalo" auf einen 92mm-Lüfter gesetzt. Dieser besitzt keinen richtigen Rahmen. Der Lüfter verbraucht bei 12V knapp 2,2W und zählt so beim Stromverbauch zum Mittelfeld. Um ihn zu entkoppeln, bekam dieser bei den Auflagepunkten kleine Gummientkoppler spendiert.
technische Daten - Herstellerangaben
Maße Lüfter in mm (BxHxT)100 x 100 x 25
LagerartEver Lubricate Bearing
Betriebsspannung in V12
Leistungsaufnahme in W2,16
Umdrehungen pro min1800
Luftdurchsatz in m³/h40,14 - 70,35
Lautstärkeentwicklung in dBA23
Maße Kühler insgesamt in mm (BxHxT)110 x 72 x 142.7
Kühlkörpermaterial (Bodenplatte/Lamellen)Kupfer / Aluminium
KompatibilitätLGA775
Gesamtgewicht in g500
Besonderheiten- keine -
Verarbeitung
Der Lüfter wird beim HPFI-10025EA mittels zweier Klammern befestigt, die den 92mm-Lüfter vor dem doch recht schmalen Kühlkörper sicher festhalten. Auf der obersten Lamelle hat Evercool den Namen des Kühlers optisch veranschaulicht, hier sind 2 Büffel abgebildet. Die vom Prozessor erzeugte Abwärme soll mit Hilfe von lediglich 2 Heatpipes an die Kühlfläche übertragen werden. Das Design des Buffalo ist relativ schlicht gehalten, und dank seiner geringen Größe können hier evtl. Anwender zugreifen, die nur wenig Platz im Gehäuse zur Verfügung haben.
Bei der Verarbeitung gefielen uns neben den Lötrückständen an den Kontaktstellen der Heatpipes und der Bodenplatte auch nicht die teilweise leicht verbogenen Lamellen. Die Bodenplatte an sich ist gut verarbeitet, aber nicht poliert.
Der Kühler verfügt über keinerlei Steuermechanismen und läuft so mit einer konstanten Geschwindigkeit. Eine Regelung ist hier nur durch eine externe Lüftersteuerung möglich. Weitere Besonderheiten gibt es nicht.
Montage
Die Montage des Kühlers gestaltet sich denkbar einfach. Dank der schon vormontierten Push-Pins ist der Kühler sofort einsatzbereit und kann mit leichtem Druck angebracht werden. Jedoch hatten wir bei unserem Board nur die parallel zum Netzteil ausgerichtete Montage zur Auswahl. Wenn der Kühler zur Rückseite ausgerichtet werden sollte, kollidierte dieser mit dem Northbridge-Kühler.
Zwischenergebnis
Lieferumfang:ausreichend
Verarbeitung:befriedigend
Montage:gut
Lautstärke bei 12V:laut
Preis:ca. 20€

Gigabyte G-Power 2 Pro

Verpackung & Lieferumfang
Der G-Power 2 Pro von Gigabyte fällt schon durch seine Verpackung auf. Der Karton ist in diesem Sinne zwar nichts besonderes, aber das schräge Fenster, welches Einsicht auf den Kühler gewährt, deutet schon auf die schräge Bauweise des Kühlers hin. Im Lieferumfang befinden sich die Montageteile für die aktuell gängigen Sockel 775, 475, 939 und AM2, eine Einbauanleitung, ein Anschlusskabel für den Lüfter sowie ein Putztuch.
Wie Cooler Master setzt auch Gigabyte auf einen 120mm-Lüfter mit 9 Lüfterblättern, der jedoch rahmenlos daher kommt und direkt am Motor mit dem Kühler verbunden ist. Bei einem Defekt dürfte sich der Austausch schwierig gestalten. Teile des Kühlers und der Lüfter selbst sind von einer chromfarbenen Kunststoffabdeckung umhüllt, die der Anwender mit beiliegendem Putztuch stets auf Hochglanz halten kann.
technische Daten - Herstellerangaben
Maße Lüfter in mm (BxHxT)120 x 120 x 25
LagerartEnter Bearing
Betriebsspannung in V5/12
Leistungsaufnahme in W2,40
Umdrehungen pro min700 / 1500
Luftdurchsatz in m³/h- keine Angabe -
Lautstärkeentwicklung in dBA16 / 23
Maße Kühler insgesamt in mm (BxHxT)121 x 126 x 162
Kühlkörpermaterial (Bodenplatte/Lamellen)Kupfer / Aluminium
KompatibilitätMulti-Sockel
Gesamtgewicht in g642,0
BesonderheitenBlaue Beleuchtung
Verarbeitung
Die Kunststoffabdeckung erfüllt nicht nur einen optischen Zweck, sondern lenkt vielmehr den Luftstrom effektiver durch die Lamellen, die im Bogen angeordnet auch Teile des Mainboardes mitkühlen sollen. Abgegeben wird die Abwärme über 5 Heatpipes an die Aluminiumlamellen.
Um die Kühlfläche noch weiter zu erhöhen, wurde auch die Bodenplatte mit kleinen Erhebungen versehen. Die Kühlrippen des G-Power 2 Pro sind allesamt sauber verarbeit und liegen sehr dicht beieinander. Die vernickelte Kupfer-Bodenplatte ist absolut plan und wurde hochglänzend poliert.
Die Beleuchtung des Lüfters wurde von Gigabyte mit Hilfe von 3 LED bewerkstelligt, die an der Mittelachse des Lüfters befestigt sind. Da die LED direkt zu sehen sind, erscheint die Beleuchtung recht kräftig, strahlt jedoch auch stark ins Gehäuse ab.
Montage
Der Einbau des Kühlers geht zwar leicht von der Hand, jedoch muss aufgrund der Bauform auf ein paar Besonderheiten Rücksicht genommen werden. Gerade eine Belüftung in Richtung Netzteil ist nur möglich, wenn genügend Platz zwischen Sockel und Netzteil vorhanden ist. Bei unserem Testmainboard ragt der Kühler so ein Stück über die Boardkante hinaus. Im Großen und Ganzen gestaltet sich die Montage jedoch recht angenehm.
Zwischenergebnis
Lieferumfang:gut
Verarbeitung:sehr gut
Montage:gut
Lautstärke bei 12V:deutlich hörbar
Preis:50€

Levicom Cool Engine

Verpackung & Lieferumfang
Jet-Computer schickte uns für dieses Roundup den Cool Engine von Levicom. Der Cool-Engine wird in einer leicht zu öffnenden Blisterverpackung geliefert, die einen Rundumblick auf den Kühler gewährt. Neben einer Einbauanleitung und dem Montagematerial gehört auch eine Tube Wärmeleitpaste zum Lieferumfang.
Der verbaute Lüfter ist ein Standard-120mm-Lüfter. Dieser verfügt über einen 3Pin-Anschluss und kann so leider nicht per PWM über das BIOS gesteuert werden. Laut Herstellerangaben besteht auch keine Notwendigkeit hierfür, denn der Schallpegel soll 19dBA nicht überschreiten.
technische Daten - Herstellerangaben
Maße Lüfter in mm (BxHxT)120 x 120 x 25
LagerartHydrolager
Betriebsspannung in V12
Leistungsaufnahme in W1,92
Umdrehungen pro min1500
Luftdurchsatz in m³/h99,36
Lautstärkeentwicklung in dBA19
Maße Kühler insgesamt in mm (BxHxT)123 x 103 x 156
Kühlkörpermaterial (Bodenplatte/Lamellen)Kupfer / Aluminium
KompatibilitätMulti-Sockel
Gesamtgewicht in g575,0 g
BesonderheitenLüfter ist entkoppelt
Verarbeitung
Der Cool Engine gibt seine Abwärme über 5 Heatpipes von der Kupferbodenplatte an die Aluminiumlamellen ab. Der 120mm-Lüfter wird entkoppelt angebracht und sorgt so für die Abkühlung der CPU. Auffällig ist, dass der Kühler sehr seitenlastig ist und nicht alleine stehen kann, sondern umfällt. Die Kühllamellen besitzen auch hier einen sehr geringen Abstand und sind von einem Rahmen eingefasst, der den Luftstrom lenkt. Die Verarbeitung läßt auch hier, wie an dem restlichen Kühler, keine Wünsche offen.
Die Kühllamellen sind bis auf eine kleine Unregelmässigkeit im unteren Bereich in gleichmässigen Abständen angebracht. Die Bodenplatte ist ordentlich verarbeitet, jedoch nicht poliert. Die Kühlleistung sollte hiervon jedoch nicht beeinflußt werden.
Levicom schütz den Lüfter nicht - wie manch anderer Hersteller - mit einem Lüftergitter. Hier sollte also bei der Montage besonders auf lose Kabel geachtet werden, um ein Blockieren des Lüfters zu verhinden. Wer Lust am Modden hat, kann bei dem durchsichtigen Lüfter auch gerne selbst Hand anlegen und nachträglich für eine Beleuchtung sorgen.
Montage
Durch die relativ breite Kerbe auf der Oberseite des Kühlerbodens kann der Kühler recht flexibel angebracht werden. Sollten an einer Stelle mal ein paar Millimeter fehlen, kann der Kühler leicht zurecht gerückt werden. Jedoch taten sich bei der Montage auch einige kleinere Unschönheiten auf. Da der Kühler sein Gewicht nur auf einer Seite trägt, ist die Montage etwas fummelig - wir empfehlen zuerst die Haltestrebe minimal zu befestigenund erst dann den Kühler darunter zu schieben, damit der Kühler nicht mehr umkippen kann. Auch ist beim Anziehen der Schrauben darauf zu achten, diese nicht zu stramm anzuziehen. Das Board hält diesem Druck nicht Stand und fängt dann an, sich leicht durchzubiegen.
Zwischenergebnis
Lieferumfang:gut
Verarbeitung:gut
Montage:gut
Lautstärke bei 12V:hörbar
Preis:26€

Noctua NH-U12P

Verpackung & Lieferumfang
Für die Bereitstellung des NH-U12P geht unser Dank an Noctua. Der Kühler erreicht den Anwender in einem gut beschrifteten Karton, in dem gut geschützt der Kühler und das sehr reichhaltige Zubehör verstaut sind. Zum Zubehör zählen die Montagematerialien für die Sockel LGA 775, AM2 und AM2+, eine Montageanleitung, eine Tube Wärmeleitpaste, einen Schraubendreher sowie das Montagematerial für einen weiteren optionalen Lüfter.
Der verbaute Lüfter ist eine Eigenentwicklung und hört auf den Namen NF-P12. Er soll sich besonders durch seine hohe Laufruhe und Langzeitstabilität auszeichnen. Mit seinem hohen Luftdruck ist der Lüfter gerade für engstehende Kühlerfinnen sehr geeignet und somit für den Einsatz als CPU-Kühler-Lüfter prädestiniert.
technische Daten - Herstellerangaben
Maße Lüfter in mm (BxHxT)120 x 120 x 25
LagerartSSO-Bearing
Betriebsspannung in V12
Leistungsaufnahme in W1,08
Umdrehungen pro min900 / 1300
Luftdurchsatz in m³/h63,40 / 92,30
Lautstärkeentwicklung in dBA12,6 / 19,8
Maße Kühler insgesamt in mm (BxHxT)158 x 126 x 71
Kühlkörpermaterial (Bodenplatte/Lamellen)Kupfer / Aluminium
KompatibilitätMulti-Sockel
Gesamtgewicht in g600 (ohne Lüfter)
BesonderheitenU.L.N.A. (Ultra Low Noise Adapter)
Verarbeitung
Der NH-U12P von Noctua besitzt eine recht kantige Form. Der Aufbau des Kühler ist komplett symmetrisch und macht so einen sehr maschinellen Eindruck. Der Kühler kommt bereits mit einem vormontierten 120mm-Lüfter und bietet zusätzlich die Option, einen weiteren Lüfter zu montieren. Beide eingesetzten Lüfter sollten von den Leistungsdaten jedoch gleich sein, um einen konstanten Luftstrom durch den Kühler zu ermöglichen.
Der vernickelte Kupfer-Kühlerboden ist sauber verarbeitet, auf eine Polierung wurde aber verzichtet. Auch die Lamellen weisen keinerlei Verarbeitungsfehler auf. Insgesamt kann man sagen, dass die gesamte Verarbeitung des Kühlers auf einem sehr hohem Niveau angesiedelt ist. Dies passt auch gut zu dem sehr reichhaltigen Lieferumfang.
Die Farbwahl des Noctua Lüfters ist bis dato einmalig in der PC-Branche. Wem diese ausgefalle Kombination absolut nicht zusagt, kann den sehr laufruhigen Lüfter jedoch problemlos gegen einen anderen austauschen. Wirklich notwendig ist es aber nicht.
Montage
Trotz der recht großen Ausmaße gestalten sich Montage und Demontage des NH-U12P sehr leicht. Der Kühler kann problemlos in alle 4 Richtungen ausgerichtet werden, wodurch eine optimale Anpassung an den vorhandenen Luftstrom im Gehäuse möglich ist. Jedoch muss zur Drehung um 90° die Halterung ummontiert werden. Evtl. wäre hier eine Art Retentionmodul, welches um den gesamten Sockel geht, noch kundenfreundlicher. Wirklich notwendig ist dies allerdings auch nicht.
Zwischenergebnis
Lieferumfang:sehr gut
Verarbeitung:sehr gut
Montage:sehr gut
Lautstärke bei 12V:kaum hörbar
Preis:53€

OCZ Vendetta

Verpackung & Lieferumfang
Von PC-Cooling erhielten wir den OCZ Vendetta. Dieser kommt sicher verpackt in einem Pappkarton, der durch ein Sichtfenster die ersten Blicke auf den beiliegenden Lüfter zulässt. Der Lieferumfang umfasst das Montagematerial für den Sockel Intel LGA 775, AMD 754, 939 und AM2, einem Potentiometer inkl. Slotblech, 4 Gummientkoppler, eine Tüte Wärmeleitpaste, den Lüfter und die Bedienungsanleitung.
OCZ setzt beim Vendetta auf einen 92mm-Lüfter, welcher mit bis zu 2800 Umdrehungen pro Minute für eine ausreichende Belüftung des Kühlkörpers sorgen soll.
technische Daten - Herstellerangaben
Maße Lüfter in mm (BxHxT)92 x 92 x 25
LagerartBall Bearing
Betriebsspannung in V12
Leistungsaufnahme in W3,6
Umdrehungen pro min1200 - 2800
Luftdurchsatz in m³/h66,91 - 93,68
Lautstärkeentwicklung in dBA22 - 34
Maße Kühler insgesamt in mm (BxHxT)97 x 136 x 97
Kühlkörpermaterial (Bodenplatte/Lamellen)Heatpipe / Aluminium
KompatibilitätMulti-Sockel
Gesamtgewicht in g555,0
BesonderheitenPWM / Lüfter ist enkoppelt
Verarbeitung
Der OCZ Vendetta weist recht große Ähnlichkeit mit dem vor einiger Zeit getesteten Xigmatek HDT-S963">HDT-S963 auf. Auch OCZ setzt auf den direkten Kontakt zwischen CPU und den Heatpipes, um so einen noch schnelleren Wärmeabtransport zu gewährleisten. Die Form der Lamellen und natürlich auch das Logo von OCZ sind eigen. Der mitgelieferte 92mm-Lüfter wird mit Hilfe von 4 Gummientkopplern am Kühler befestigt. So kann dieser ohne Werkzeug problemlos entkoppelt werden.
Die Abwärme soll mit Hilfe der 3 besagten Heatpipes an die unzähligen Aluminium-Lamellen abgegeben werden. Diese haben als eine Art Mini-Abstandshalter kleine Einbuchtungen bekommen, um so den Abstand zwischen den einzelnen Lamellen konstant zu halten. Aufgenommen wird die Abwärme direkt von den 3 Heatpipes, die die Bodenplatte des Kühlers bilden und nur von einem Aluminiumblock eingefasst sind. Um die Kontaktfläche möglichst groß zu halten, wurde der gesamte Kühlerboden plangeschliffen. Poliert ist dieser jedoch nicht.
Der 92mm-Lüfter weist im Betrieb keinerlei Besonderheiten auf. Dank der möglichen automatischen Steuerung des Lüfters, sollte im System immer für ein ausgewogenes Verhältnis von Lautstärke zu Kühlleistung vorherrschen.
Montage
Der OCZ Vendetta wird mit Hilfe der Intel Push-Pins auf dem Board befestigt. Der hierfür benötigte Druck auf die Pins, um diese bis auf das Board zu drücken, ist schon recht stark. Hier muss man gut aufpassen, um nicht zuviel Druck auf das Board auszuüben. Vorteilhaft ist aber die Tatsache, dass eine Demontage des Boards nicht notwendig ist und der Kühler auch in allen 4 Richtungen montiert werden kann.
Zwischenergebnis
Lieferumfang:sehr gut
Verarbeitung:sehr gut
Montage:gut
Lautstärke bei 12V:laut
Preis:27€

Scythe Kama Cross

Verpackung & Lieferumfang
Der Kama Cross ist der erste von 3 Testkandidaten aus dem Hause Scythe. Auf der Kartonverpackung des Kühlers lassen sich zahlreiche technische Informationen und Illustrationen nachlesen. Der Lieferumfang umfasst das Montagematerial für alle gängigen Sockel, eine Tüte Wärmeleitpaste sowie die Einbauanleitung.
Beim Kama Cross setzt Scythe einen 100mm-Lüfter ein, der die kalte Luft nach unten durch die Kühllamellen drückt. Der Lüfter soll dabei, nach der Produktbeschreibung zu urteilen, sehr leise zu Werke gehen und lediglich eine Geräuschkulisse von 22dBA erzeugen.
technische Daten - Herstellerangaben
Maße Lüfter in mm (BxHxT)100 x 100 x 25
LagerartSleeve Bearing
Betriebsspannung in V12
Leistungsaufnahme in W1,32
Umdrehungen pro min1500
Luftdurchsatz in m³/h73,25
Lautstärkeentwicklung in dBA22
Maße Kühler insgesamt in mm (BxHxT)140 x 132 x 120
Kühlkörpermaterial (Bodenplatte/Lamellen)Kupfer / Aluminium
KompatibilitätMulti-Sockel
Gesamtgewicht in g560 g
Besonderheitenkeine
Verarbeitung
Das wohl auffälligste Merkmal des Kama Cross ist seine Bauform. Die 3 verbauten Heatpipes kreuzen sich in der Mitte des Kühlers und sorgen so für die Namensgebung. Zusätzlich sind die Kühllamellen im 45°-Winkel angeordnet, was den Kühler nochmals spezieller macht. Dank des durchdachten Designs werden die Bauelemente, die neben dem CPU-Sockel liegen, auch mit Frischluft versorgt. Der mitgelieferte 100mm-Lüfter kann auch gegen einen 120mm-Lüfter ausgetauscht werden. Die notwendigen Schraublöcher sind bereits vorhanden.
Die Bodenplatte könnte auch als Wandspiegel herhalten, wäre sie nur groß genug. Wie bei Scythe mittlerweile üblich, ist der Sockel absolut makelos verarbeitet. Auch die Lamellen sind, wie der Rest des Kühlers, nahezu perfekt verarbeitet. Wer hier etwas zum Beanstanden sucht, wird leider leer ausgehen.
Mit dem hauseigenen Lüfter setzt Scythe beim Kama Cross eher auf Laufruhe als auf Leistung. Der Lüfter erzeugt bei 1500 Upm gerade einmal 22dBA bei einem Luftdurchsatz von knapp 73,25 m³/h.
Montage
Die Montage durch die Push-Pins gestaltet sich relativ einfach. Ausrichtung aussuchen, Push-Pins drücken, fertig. Trotz des außergewöhnlichen Designs sollte es kaum zu Kompatibilitätsproblemen bei der Kühlermontage kommen. Aufgefallen ist uns hier noch, dass der Kühler nicht exakt zur eigentlichen Bodenplatte ausgerichtet ist, sondern einen Hauch verdreht erscheint. Der Leistung tut dies allerdings keinen Abbruch.
Zwischenergebnis
Lieferumfang:gut
Verarbeitung:gut
Montage:sehr gut
Lautstärke bei 12V:kaum hörbar
Preis:36€

Scythe Mugen

Verpackung & Lieferumfang
Kommen wir nun zum zweiten Testkandidaten von Scythe. Mit dem Scythe Mugen wurde ein wahrer Kühlriese erschaffen, der sich schon augrund einer auffälligen Verpackung hervorhebt. Der Karton ist mit Bildern sowie einigen technischen Informationen gespickt. Zum umfangreichen Zubehör gehören neben dem Montagematerial für die gängigen Sockel eine Tüte Wärmeleitpaste, zwei Halterungen für den beiliegenden Lüfter und eine Bedienungsanleitung.
Wie beim Kama Cross wird auch beim Mugen ein hauseigener Lüfter mitgeliefert. Der 120mm-Lüfter besitzt leider auch keine Möglichkeit zur PWM Steuerung, arbeitet aber von Haus aus schon sehr leise.
technische Daten - Herstellerangaben
Maße Lüfter in mm (BxHxT)120 x 120 x 25
LagerartSleeve Bearing
Betriebsspannung in V12
Leistungsaufnahme in W3,6
Umdrehungen pro min1200
Luftdurchsatz in m³/h117,60
Lautstärkeentwicklung in dBA24
Maße Kühler insgesamt in mm (BxHxT)125 x 160 x 116
Kühlkörpermaterial (Bodenplatte/Lamellen)Kupfer / Aluminium
KompatibilitätMulti-Sockel
Gesamtgewicht in g950
Besonderheitenkeine
Verarbeitung
Der Mugen stellt mit seinen 950g (inkl montiertem Lüfter und Montagematerial) ein wahres Schwergewicht dar. Mit seinen 29 Hauptkühllamellen und den 5 verbauten Heatpipes ist er geradezu prädestiniert, die CPU quasi kalt zu legen. Die Heatpipes wurden der Optik wegen am oberen Ende mit Hutmuttern versehen. So bietet sich dem Anwender eine schlichte, aber ansprechende Optik. Durch den relativ großen Abstand der Kühllamellen ist der Mugen auch für den Passivbetrieb in gut belüfteten Gehäusen geeignet. Im Extremfall könnten aber bis zu 4, ja wirklich 4 Lüfter den Kühlkörper belüften, um so die maximale Performance herauszuholen.
Auch beim Mugen ist die Verarbeitung des Bodens schon nahe an der Perfektion, glatter und sauberer verarbeitet geht es eigentlich nicht mehr. Die Lamellen wurden ebenso sauber verarbeitet. Um die Kühlfläche weiter zu erhöhen, wurde der Bodenplatte noch ein "extra" Kühlkörper spendiert.
Der 120mm-Lüfter des Mugen verrichtet seinen Dienst unauffällig und wirkt relativ schlicht. Optisch mit Sicherheit kein Highlight, jedoch soll er auch nur ordentlich Frischluft zum Kühler bewegen.
Montage
Kommen wir nun zur Montage. Zum einen setzt Scythe hier mit seinem VTMS (Versatile Tool-Free Multiplatform System) auf eine leichte Montage des Kühlers, jedoch wird die Demontage schon schwieriger. Dies liegt aber einfach an der enormen Größe des Kühlers und der daraus resultierenden Mainboardabdeckung. Bei einem ungünstigen Layout kann es so recht schwer werden, die Push-Pins ordentlich zu erreichen, um den Kühler wieder zu entfernen. Alles in allem hängt dies aber mehr mit dem Mainboard-Layout zusammen, als mit dem Mugen Kühler.
Zwischenergebnis
Lieferumfang:gut
Verarbeitung:sehr gut
Montage:gut
Lautstärke bei 12V:kaum hörbar
Preis:50

Scythe Zipang

Verpackung & Lieferumfang
Als letzten Kühler von Scythe können wir noch ein kleines Highlight vorstellen. Mit dem Zipang haben wir den neusten Spross der Kühlerschmiede mit in das Testfeld aufnehmen können. Schon der Karton läßt die Ausmaße des Kühlers erahnen. Im Karton befinden sich neben der Montage-/Bedienungsanleitung noch eine Tüte Wärmeleitpaste, 4 Schrauben und das Montagematerial für alle gängigen Sockel.
Der riesiege 140mm-Lüfter ist bereits vorinstalliert auf dem Kühler angebracht. Anstelle von diesem kann aber auch ein handelsüblicher 120mm-Lüfter mit den herkömmlichen 120mm-Lüfterklemmen von Scythe verwendet werden.
technische Daten - Herstellerangaben
Maße Lüfter in mm (BxHxT)139 x 139 x 25
LagerartSleeve Bearing
Betriebsspannung in V12
Leistungsaufnahme in W1,44
Umdrehungen pro min1000
Luftdurchsatz in m³/h88,91
Lautstärkeentwicklung in dBA21
Maße Kühler insgesamt in mm (BxHxT)145 x 148 x 112
Kühlkörpermaterial (Bodenplatte/Lamellen)Kupfer / Aluminium
KompatibilitätMulti-Sockel
Gesamtgewicht in g875
Besonderheiten- keine -
Verarbeitung
Der Zipang ist mit 6 Heatpipes ausgestattet, die die Abwärme auf die riesige Kühlfläche verteilen sollen. Hierfür wurden die Heatpipes einmal durch den Hauptkühlblock geführt und ein zweites mal von unten an diesen angelegt. Auf der Bodenplatte befindet sich noch ein weiterer kleiner Kühlkörper, der die Leistung des Zipang weiter steigern soll.
Die zahlreichen Aluminiumlamellen werden, wie bereits erwähnt, von 6 Heatpipes mit Wärme "versorgt". Die Verarbeitung der Lamellen, der Heatpipes und der Bodenplatte sind wie schon beim Kama Cross und beim Mugen auf höchstem Niveau. Gut zu sehen ist dies an der auf Hochglanz polierten Bodenplatte.
Der 140mm-Lüfter gehört wohl zum Leisesten, was es momentan auf dem Kühlermarkt gibt. Würde man nicht sehen wie er sich dreht, könnte man an der Funktionalität zweifeln. Jedoch hat das geringe Geräuschniveau auch seinen Preis - mit lediglich 1000 Umdrehungen pro Minute zählt er nicht gerade zu den hochdrehenden Lüftern und erreicht nur einen Luftdurchsatz von 88,91m³/h.
Montage
Die Montage des Zipang gestalltet sich theoretisch sehr simpel. Praktisch ist es aber stark vom Mainboardlayout, der Größe der Hände und der Ausrichtung des Kühlers abhängig. Obwohl hier gerechterweise gesagt werden muss, dass die Montage noch sehr reibungslos verläuft. Schwierig wird die Demontage des Kühlers, da die Push-Pins aufgrund der Größe des Kühlers recht schwer erreichbar sind und so viel Fummelarbeit auf den Anwender zukommt. Hier wollte Scythe von einem gewohnt einfachen Montagesystem abweichen und dem Anwender eine Möglichkeit der Montage mit Backplate und Verschraubung auf der Unterseite des Mainboardes zur Verfügung stellen.
Zwischenergebnis
Lieferumfang:gut
Verarbeitung:sehr gut
Montage:gut
Lautstärke bei 12V:kaum hörbar
Preis:50€

Silenx IXC-92HA1

Verpackung & Lieferumfang
Sirius stellte uns für dieses Roundup den IXC-92HA1 von Silenx zur Verfügung. Dieser erreichte uns in einer Blisterverpackung, welche einen freien Blick auf den Kühler gewährt. Im Lieferumfang enthalten sind ein 92mm-Lüfter, eine Lüftersteuerung, ein Retentionmodul inkl. Haltestifte, eine Tüte Wärmeleitpaste, 2 Halteklammern für den Lüfter und eine Montageanleitung.
Beim IXC-92HA1 wird auf einen 92mm-Lüfter gesetzt, der bei einer sehr ruhigen Arbeitsweise einen hohen Luftdurchsatz erreichen soll. Als Besonderheit ist die blaue Beleuchtung des Lüfters zu erwähnen.
technische Daten - Herstellerangaben
Maße Lüfter in mm (BxHxT)92 x 92 x 25
Lagerart- keine Angabe -
Betriebsspannung in V12
Leistungsaufnahme in W2,88
Umdrehungen pro min2000
Luftdurchsatz in m³/h89,22
Lautstärkeentwicklung in dBA18
Maße Kühler insgesamt in mm (BxHxT)92,4 x 110,8 x 69,2
Kühlkörpermaterial (Bodenplatte/Lamellen)Heatpipe / Aluminium
KompatibilitätMulti-Sockel
Gesamtgewicht in g390
Besonderheiten4 Blaue LED
Verarbeitung
Der Kühler von Silenx gehört in diesem Testfeld zu den kleinsten Kühlern. Mit lediglich 390g Gesamtgewicht ist er zudem sehr leicht. Die Verarbeitung des Kühlers ist im ganzen als gut zu bezeichnen, auch wenn einige Lamellen leicht verbogen sind bzw. die Abstände zwischen den Lamellen nicht immer gleich sind. Silenx stanzte das Firmenlogo in die oberste Lamelle ein, um so den Wiedererkennungswert zu erhöhen.
Ähnlich den Kühlern von OCZ und Xigmatek setzt auch Silenx auf einen direkten Kontakt zwischen Heatpipes und CPU. Die Bodenplatte inkl. der Heatpipes wurden abgeschliffen, um eine möglichst glatte Kontaktfläche zu schaffen. Jedoch gibt es die ein oder andere Lücke zwischen den Heatpipes und der restlichen Bodenplatte. Die Lamellen sind sauber verarbeitet, jedoch sind die Abstände nicht immer gleich. Zudem sind die Lamellen im oberen Bereich am Rand nach unten gedrückt. Ob dies an der Verpackung liegt oder gewolltes Designelement ist, entzieht sich unserem Wissen.
Der Lüfter läßt sich mit den mitgelieferten Halterklammern schnell und problemlos befestigen. Im Betrieb leuchtet der durchsichtige Ventilator dank seiner vier verbauten LED in einem Blauton auf.
Montage
Die Montage des IXC-92HA1 ist die leichteste im gesamten Testfeld. Für unser Intel LGA775 System muss zuerst das neue Retentionmodul angebracht werden. Dies wird einfach auf die Montagelöcher justiert und anschliessend mit den Haltestiften fixiert. Nun kann der Kühler ganz bequem an dem neuen Retentionmodul befestigt werden. Die gesamte Installation ist innerhalb von wenigen Augenblicken erledigt und der Kühler sitzt, wohl auch dank seines geringen Gewichtes, sicher auf dem Mainboard und der CPU.
Zwischenergebnis
Lieferumfang:sehr gut
Verarbeitung:gut
Montage:sehr gut
Lautstärke bei 12V:hörbar
Preis:23€

Spire VertiCool IV

Verpackung & Lieferumfang
Der VertiCool IV von Spire wurde uns als letzter Kühler aus diesem Testfeld zugesandt und überraschte uns auch gleich mit seiner riesigen Verpackung. Von der Größe her würden in dieser auch problemlos 2 Kühler Platz finden. Im Karton befindet sich jedoch, neben dem Kühler, das Montagematerial für alle gängigen Sockel, eine Tube Wärmeleitpaste sowie ein Potentiometer inkl. Slotblech.
Spire setzt beim VertiCool IV auf einen Lüfter mit 90mm Kantenlänge, welcher aus eigenem Hause stammt. Dieser ist blau-transparent gestaltet und kann mit dem Potentiometer zwischen 2000 und 3500 Umdrehungen pro Minute geregelt werden.
technische Daten - Herstellerangaben
Maße Lüfter in mm (BxHxT)90 × 90 × 25
LagerartBall Bearing
Betriebsspannung in V12
Leistungsaufnahme in W4,8
Umdrehungen pro min2000 - 3500
Luftdurchsatz in m³/h63,14 - 99,87
Lautstärkeentwicklung in dBA19 - 26
Maße Kühler insgesamt in mm (BxHxT)98 x 128 x 94
Kühlkörpermaterial (Bodenplatte/Lamellen)Kupfer / Kupfer
KompatibilitätMulti-Sockel
Gesamtgewicht in g680
BesonderheitenPotentiometer
Verarbeitung
Der VertiCool ist ein Voll-Kupfer-Kühler. Bodenplatte, Heatpipes und auch die Lamellen wurden also aus Kupfer gefertigt. Neben dem so farblich komplett geschlossenem Gesamtbild bringt der Kühler, trotz seiner eigentlich geringen Maße, auch einiges an Gewicht auf die Waage. Negativ fällt uns hier nur die Anfälligkeit für Fingerabdrücke sowie eine verbogene Lamelle am unteren Rand des Kühlers auf. Der Abstand der Lamellen ist relativ gering gehalten und damit für einen aktiven Betrieb ausgelegt.
Die Lamellen sind nur auf die Heatpipes gesteckt und nicht verlötet! So sollte man beim Anheben des Kühlers auf ein Festhalten an den oberen Lamellen verzichten - leicht könnte es sonst passieren, dass der Kühler aufgrund seines eigenen Gewichtes nach unten rutscht. Die Bodenplatte wurde plan geschliffen, ist aber nicht poliert.
Der Betrieb des Kühler ist eher unspektakulär. Gerade der schon transparente Lüfter hätte in Kombination mit UV-LED ein schickes Bild abgegeben. Auf dieses wurde aber zu Gunsten eines schlichten Designs verzichtet.
Montage
Kommen wir nun zur Montage, beziehungsweise zum ersten Versuch. Mit der beiliegenden Backplate ist eine Montage des Kühlers auf unserem Mainboard nicht möglich gewesen. Hier kollidiert die Backplate gerade durch ihre nicht vorhandene Polsterung - sie besitzt lediglich eine Isolierschicht - mit mehreren Lötstiften auf der Rückseite des Mainboards. Wer Lötstifte ebenfalls in der Nähe der Montagelöcher hat, brauch an den Kauf des Kühlers keinen Gedanken zu verschwenden. Um die Montage doch noch zu realisieren und Testwerte nehmen zu können, nutzten wir die Backplate des Levicom Cool Engine, die eine ausreichende Polsterung auf der Unterseite bietet.
Wer glaubt, nun schnell und einfach den Kühler montieren zu können, irrt. Um es höflich auszudrücken: Die Montage ist aus unserer Sicht schlichtweg schlecht durchdacht. Alleine eine gefahrlose Montage des Kühlers ist quasi nicht möglich. Mit sehr viel Geschick und dem Glück, den Sockel weit am Rand des Mainboards zu haben, ist diese gerade noch so mit 2 Händen zu bewerkstelligen. Allen anderen bleibt nur die Möglichkeit, auf Hilfe zu warten. Der Grund hierfür ist ganz einfach: Beim VertiCool IV wird die Backplate nicht wie bei den meisten Kühler an das Board geschraubt und erst dann an den Kühler, sondern der Kühler wird direkt an die Backplate geschraubt. Besser ausgedrückt, die Backplate muss man von der Unterseite des Boardes direkt an den Kühler schrauben.
Zwischenergebnis
Lieferumfang:gut
Verarbeitung:gut
Montage:mangelhaft
Lautstärke bei 12V:sehr laut
Preis:40€

Thermalright Ultra-120 eXtreme

Verpackung & Lieferumfang
Aus dem Hause Thermalright haben wir den Ultra-120 eXtreme von PC-Cooling zur Verfügung gestellt bekommen. Dieser wird in einem schlichten, farb- und informationslosen Karton geliefert. In diesem befinden sich neben dem Kühler noch eine große Tube Wärmeleitpaste, eine Montageanleitung, ein Thermalright Aufkleber, 2 Halteklammern für einen 120mm-Lüfter, 2 Anti-Vibrationsstreifen für die Lüfter sowie dem Montagematerial für die gängigen Sockel. Ein Lüfter befindet sich nicht im Lieferumfang. Dieser muss separat bestellt werden. Dies hat zum einen den Vorteil, dass der Anwender sich je nach Leistungswunsch selbst versorgen kann. Der Nachteil jedoch ist, dass zum Kaufpreis des Kühlers noch einmal der Kaufpreis des Lüfters hinzukommt.
Als Kompromiss zwischen Leistung und Lautstärke wählten wir den Papst - 4412 F/2GL, den wir bereits vor einiger Zeit in unserem Lüfterroundup getestet hatten. Dieser ist auf 12V zwar hörbar, stellt aber auch dementsprechend Förderleistung zur Verfügung. Es gibt natürlich weit stärkere Lüfter, aber auch Lüfter die bei weitem leiser wären. Wir entschieden uns für diesen Allrounder und somit den Mittelweg zwischen Leistung und Lautstärke.
technische Daten - Herstellerangaben
Maße Lüfter in mm (BxHxT)120 x 120 x 25
LagerartSintec-Lager
Betriebsspannung in V12
Leistungsaufnahme in W1,25
Umdrehungen pro min1600
Luftdurchsatz in m³/h94
Lautstärkeentwicklung in dBA26
Maße Kühler insgesamt in mm (BxHxT)132 x 161 x 64
Kühlkörpermaterial (Bodenplatte/Lamellen)Kupfer / Aluminium
KompatibilitätMulti-Sockel
Gesamtgewicht in g1040
BesonderheitenLieferung ohne Lüfter
Verarbeitung
Der Thermalright Ultra-120 eXtreme besitzt insgesamt 6 Heatpipes, welche auf beiden Seiten kreisförmig in die Lamellen eingearbeitet sind. Der Kühler besitzt einen sehr engen Lamellenabstand und ist somit nicht für den Passivbetrieb konzipiert. Die 6 Heatpipes versprechen aber bei einem durchsatzstarken Lüfter gute Temperaturen. Auffällig beim Design sind die abgewinkelten Enden, welche auf der einen Seite nach unten und auf der gegenüberliegenden Seite nach oben zeigen. Die Verarbeitung des gesamten Kühlkörpers ist tadellos.
Der Kühlerboden ist sauber verarbeitet, wurde jedoch nicht poliert. Um ihn an die Optik des Kühlers anzugleichen, wurde der Kupferboden zusätzlich vernickelt. Die Lamellen und der Übergang zu den Heatpipes weisen keinerlei Verarbeitungsfehler auf, auch hier wurde erstklassige Arbeit geleistet.
Wie schon erwähnt steht dem Anwender beim Ultra-120 eXtreme die Wahl des Lüfters vollständig frei. Der von uns gewählte Lüfter weißt keinerlei Besonderheiten auf. Die Montage klappte auch problemlos und dank der Vibrationsaufnehmer werden die Nebengeräusche weitestgehend eleminiert.
Montage
Die Montage auf unserem Sockel 775 Mainboard funktionierte problemlos und ist auch von unerfahrenen Anwendern leicht zu bewerkstelligen. Der Kühler ist hoch genug, um nicht mit anderen Bauteilen oder Kühlern zu kollidieren. Dank der freien Wahl der Montagerichtung sollten Inkompatibilitäten nahezu vollständig ausgeschlossen sein.
Zwischenergebnis
Lieferumfang:gut
Verarbeitung:sehr gut
Montage:sehr gut
Lautstärke bei 12V:kaum hörbar
Preis:55€

Xigmatek HDT-S1283

Verpackung & Lieferumfang
Den Xigmatek HDT-S1283 stellte uns freundlicherweise Caseking zur Verfügung. Der HDT-S1283 ist der große Bruder des bereits auf DeXgo getesteten HDT-S963">HDT-S963. Der HDT-S1283 wird in einem großzügig gestalteten Karton geliefert, der neben einem Blick auf den verbauten Lüfter auch noch einige technische Informationen bereit hält. Der Lieferumfang umfasst neben der Montageanleitung noch den Lüfter, 4 Gummientkoppler und das Montagematerial für die AMD-Sockel 939 und AM2 sowie die Intel Sockel 754 und 775.
Der 120mm-Lüfter aus eigenem Hause kommt mit PWM Signal daher und arbeitet in einem Drehzahlbereich von ca. 800 bis 1500 Umdrehungen pro Minute.
technische Daten - Herstellerangaben
Maße Lüfter in mm (BxHxT)120 x 120 x 25
LagerartRifle Bearing
Betriebsspannung in V12
Leistungsaufnahme in W1,56
Umdrehungen pro min1500
Luftdurchsatz in m³/h170,89
Lautstärkeentwicklung in dBA32
Maße Kühler insgesamt in mm (BxHxT)120 x 159 x 50
Kühlkörpermaterial (Bodenplatte/Lamellen)Heatpipe / Aluminium
KompatibilitätMulti-Sockel
Gesamtgewicht in g700
BesonderheitenPWM
Verarbeitung
Der Xigmatek HDT-S1283 ähnelt vom Aufbau her dem Thermalright Kühler, jedoch weißt der HDT-S1283 nur 3 Heatpipes auf, welche aber direkten Kontakt zur CPU haben. Auch Xigmatek hat bei der Verarbeitung sehr viel Sorgfalt walten lassen und erschwert uns so die Suche nach Makeln erheblich. Wirklich fündig wurden wir hier aber nicht. Einen zwiespältigen Eindruck hinterlässt die Entkopplung. Diese verrichtet ihre eigentliche Arbeit, das Entkoppeln, sehr gut. Auch die Montage des Lüfters ist sehr leicht, jedoch gestaltet sich die Demontage des Lüfters als etwas fummelig. Auch der HDT-S1283 besitzt den schon bekannten Spoiler für die Kühlung der umliegenden Komponenten. Dieser ist frei steckbar und kann so je nach Bauteilhöhe auf dem Mainboard entsprechend gesteckt werden.
Wie der HDT-S963 hat auch der HDT-S1283 einen direkten Kontakt der Heatpipes auf der CPU. Die Heatpipes werde hier lediglich von einem Aluminiumrahmen eingefasst, um so eine möglichst große Auflagefläche der Heatpipes zu gewährleisten. Die Verarbeitung der Lamellen ist tadellos und birgt so keinerlei Kritikpunkte.
Xigmatek vertraut auch beim HDT-S1283 dem Mainboard die Steuerung des Lüfters an, um so immer ein gutes Verhältnis zwischen Kühlleistung und Lautstärke zu erreichen.
Montage
Die Montage gestaltet sich beim HDT-S1283 relativ einfach. Sobald die Push-Pins befestigt sind, wird der Kühler entsprechend der gewünschten Ausrichtung auf dem Mainboard fixiert. Anschließend kann der Lüfter mit Hilfe der 4 Gummientkoppler befestigt werden. Leicht fummelig wird es erst bei der Demontage des Lüfters, da hier die Entkoppler entweder vom Kühler oder vom Lüfter gelöst werden muss. All dies befindet sich aber in einem akzeptablen Rahmen.
Zwischenergebnis
Lieferumfang:gut
Verarbeitung:sehr gut
Montage:gut
Lautstärke bei 12V:kaum hörbar
Preis:30€

Xilence Blade XL

Verpackung & Lieferumfang
Der zweite Kühler, welcher uns von Jet-Computer zur Verfügung gestellt wurde, kommt von Xilence und hört auf den Namen Blade XL. Der Karton, in dem der Kühler geliefert wird, gewährt einen ersten Blick auf den Kühler und gibt dem Anwender in kurzer Textform einige Informationen. Der Lieferumfang umfasst eine Einbauanleitung, eine Tube Wärmeleitpaste und das Montagematerial.
Der Lüfter sitzt beim Blade XL über dem Kühlkörper und bläßt so die kalte Luft durch den Kühler auf das Mainboard. Von diesem Luftzug profitieren die um dem Sockel liegenden Komponenten. Um die Betriebsgeräusche zu minimieren, wurde der Lüfter entkoppelt am Kühler angebracht.
technische Daten - Herstellerangaben
Maße Lüfter in mm (BxHxT)120 x 120 x 38
LagerartHydrolager
Betriebsspannung in V12
Leistungsaufnahme in W2,40
Umdrehungen pro min1800
Luftdurchsatz in m³/h92,30
Lautstärkeentwicklung in dBA18
Maße Kühler insgesamt in mm (BxHxT)145 x 143 x 141,5
Kühlkörpermaterial (Bodenplatte/Lamellen)Kupfer / Aluminium
KompatibilitätMulti-Sockel
Gesamtgewicht in g625
BesonderheitenPWM
Verarbeitung
Als 4ter Kühler der Blow-Down-Kategorie weißt auch der Xilence die entsprechenden Merkmale dieser Kühler auf. Der auf der Oberseite befestigte Lüfter ist jedoch, anders als bei den meisten anderen Kühlern, kein Standard-Exemplar. Er besitzt keinen typischen Lüfterrahmen, sondern erinnert eher an den Arctic Fan von Arctic Cooling. Der entkoppelte Lüfter drückt die Luft durch den Kühlkörper, der wiederum durch 5 Heatpipes mit der Kupferbodenplatte verbunden ist. Auf einen weiteren kleinen Kühlkörper direkt auf der Bodenplatte wurde hier jedoch verzichtet. Der Grund liegt auch recht Nahe; Die Befestigung des Kühlers erfolgt durch eine Halterung, welche auf die Bodenplatte aufgelegt wird.
Die Bodenplatte ist ebenso sauber verarbeitet, wie der Rest des Kühlers. Sie ist nicht poliert, aber ausreichend plan geschliffen. Auch ohne Makel und Beanstandungsmöglichkeit bleibt die Verarbeitung der Aluminiumlamellen.
Der Lüfter des Blade XL verhält sich während des Betriebes recht unauffällig. Der Lüfter ist bei 12V hörbar, arbeitet aber noch nicht mit einer unangenehmen Lautstärke. Die Entkoppler sorgen für eine wirkungsvolle Entkopplung des Lüfters vom Kühler und mindern so die Übertragung von Vibrationen.
Montage
Die Montage des Kühlers geht relativ leicht von der Hand. Problematisch ist hier jedoch zu sehen, dass bei einem zu festen Anziehen der Schrauben die Gefahr besteht, das Board und/oder den Prozessor zu beschädigen. So gut die Montage mit den Thumbscrews auch klappt, wären zusätzliche Federn sehr hilfreich, um diese Gefahr zu minimieren.
Zwischenergebnis
Lieferumfang:gut
Verarbeitung:sehr gut
Montage:gut
Lautstärke bei 12V:hörbar
Preis:40€

Testaufbau

Für unser Roundup wählten wir die Form eines offenen Testaufbaues. Aufgrund der Masse an Kühlern wäre eine stätige De-/Montage zu zeitintensiv geworden. Zudem würde die Gefahr eines Hardwaredefektes nur unnötig erhöht werden. Als Testsystem diente wieder unser Foxconn P35AP-S, welches bravourös die Strapazen überstand. Es kam ein Intel Core2Duo E6550 mit ca. 65W Abwärme und unser 2GB Kit EX2-21066M2-SY von Exceleram zum Einsatz. Als Grafikkarte nutzten wir unsere Sparkle GeForce 8800GTS 320MB. All diese Komponenten wurden von einem Antec NeoPower 650 Blue mit Strom versorgt.


Testablauf

Um für alle Testkandidaten ein möglichst gleiches Testumfeld zu gewährleisten, wurden alle Tests bei einer Raumtemperatur von 22-23,5°C durchgeführt. Während der Tests eines einzelnen Kühlers war die Temperatur jedoch immer konstant. Auch um etwaige Montagefehler und den daraus resultierenden schlechteren Temperaturen entgegen zu wirken, montierten wir die Kühler mehrfach und nahmen auch mehrfach Testergebnisse. Für die Auslastung unseres Prozessors sorgten wir mit dem Tweakers4U Toaster, der in 2 Instanzen mit aktiviertem Hyperthreading gestartet wurde. Sobald die CPU-Temperatur über einen Zeitraum von 5 Minuten konstant blieb, wurde der gemessene Wert als Maximaltemperatur festgehalten. Anschließend wurden beide Instanzen beendet und so dem Rechner die Gelegenheit gegeben, sich abzukühlen. Der Rechner befand sich nun in der Idle-Phase, wo er keine weiteren Aktivitäten hatte. Auch hier galt wieder die Zeitspanne von 5 Minuten als Grenzwert, in der keine Veränderung der Temperatur erfolgen durfte. Diese Durchläufe wurden einmal im 12V-Betrieb des Lüfters vorgenommen und einmal im 6V-Betrieb. Auf eine Regelung über das Mainboard mit Hilfe des PWM-Signals haben wir verzichtet. Hier sollte eine Vergleichbarkeit aller Lüfter bei 2 verschiedenen Lüfterspannungen im Vordergrund stehen. Neben unseren hier neu getesteten 17 CPU-Kühlern, haben wir noch 3 weitere Kühler mit in die Wertung aufgenommen und für diesen Zweck auch auf der neuen Testplattform getestet. Dies sind der HDT-S963">Xigmatek HDT-S963, der ZEROtherm Nirvana NV120 Premium sowie der Noiseblocker CoolScraper 3. Werte zu früheren Tests können hier selbstverständlich abweichen, jedoch ist die Tendenz des Leistungsunterschiedes auch so klar erkennbar. Die angegebenen Werte im Diagramm sind die sogenannten Delta-T Werte. Diese geben die Differenz von Prozessortemperatur zur Umgebung an. So ist auch bei unterschiedlichen Raumtemperaturen ein aussagekräftiger Vergleich möglich.

Testergebnisse 12V

Als erstes wollen wir uns die erreichten Testergebnisse im 12V-Betrieb anschauen.

Last
Die wohl wichtigste Kenngröße für einen CPU-Kühler ist die erreichte Temperatur unter Last, jedoch sollte man hier bei den Kühler schon grob unterscheiden. Einige Hersteller haben mit ihren Kühlern und den verwendeten Lüftern keinen Anspruch auf die beste Leistung gehabt, da diesen ein ruhiges Arbeiten wichtiger erschien. Eines kann man vorweg schon sagen: Jeder Kühler, der in diesem Testfeld ist, ist eine bessere Lösung als der Boxed-Kühler von Intel.
Unumstritten an die Spitze konnte sich im Testfeld der Zerotherm Nirvana NV120 Premium setzen. Neben dem Arctic Cooling Freezer 7 Pro kann kein Kühler direkten Kontakt zu diesem aufnehmen. Das Mittelfeld, oder besser gesagt das Verfolgerfeld, ist recht breit gestreut und geht eigentlich nahtlos bis zum letztplatzierten Kühler über. Enttäuscht waren wir ein wenig von der Leistung des Scythe Zipang. Dieser Kühlriese konnte sich lediglich im Mittelfeld platzieren - von ihm hatten wir uns etwas mehr erwartet.




Idle
Beim Vergleich der Temperaturen im Idle-Betrieb ähnelt sich das Bild gerade an der Spitze der Charts. Auch hier liegt der Nirvana vorn, gefolgt vom Freezer 7 Pro. Alle Kühler erreichen hier aber absolut akzeptable Werte.


Testergebnisse 6V

Natürlich interessierte es uns auch, was die Kühler bei lediglich 6V zu leisten im Stande sind.

Last
Da viele der Kühler die hohe Leistung im 12V Betrieb mit einer eher unangenehmen Geräuschkulisse bezahlten, schauen wir auch, welche Leistung die Kühler im gedrosselten Betrieb zeigen. Auch hier liegt an der Spitze wieder der Nirvana, welcher nun von der Lautstärke her in einem akzeptablen Bereich arbeitet. Mit an der Front sind der Gigabyte G-Power 2 Pro, der Noctua NH-U12P, der Scythe Mugen, der Levicom Cool Enginge und der Thermalright Ultra-120 eXtreme mit unserem Papst Lüfter. Etwas abgeschlagen liegen hier der OCZ Vendetta, der Xigmatek HDT-963, der große Bruder HDT-S1283 und auch die Überraschung bei 12V, der Arctic Cooling Freezer 7 Pro. Der Leistungsabfall bei diesen Kühlern ist aber auch recht leicht erklärt: Alle 4 setzten auf eine PWM-Steuerung und sorgen so eigentlich immer für den optimalen Kompromiss aus Lautstärke und Kühlleistung.




Idle
Im Idle-Betrieb ändert sich an der Reihenfolge der Kühler nur wenig, jedoch erkennt man auch hier die Leistungsunterschiede mit langsam laufendem Lüfter recht gut.


Fazit - Empfehlungen der Redaktion
Leistung

Für Enthusiasten, die Wert auf gute und sehr gute Kühlleistungen legen, kommen der Enzotech Ultra-X, der Gigabyte G-Power 2 Pro, der Noctua NH-U12P, Scythe Mugen, Thermalright Ultra-120 eXtreme und vorallem der ZEROtherm Nirvana NV120 Premium in Frage.
Silence

Für Anwender, die eher auf Ruhe wie auf Leistung aus sind, können wir neben dem Noctua NH-U12P, dem Noiseblocker CoolScraper 3 und dem Xigmatek HDT-S1283, auch die Kühler Kama Cross, Mugen und Zipang von Scythe empfehlen. Der Thermalright Ultra-120 eXtreme ist je nach eingesetzten Lüfter natürlich auch für den Silentbetrieb geeignet.
Allround

Als gute Allrounder und gerade durch ihre gute Verarbeitung haben sich fast alle Kühler des Testfeldes hervorgetan. Von den 17 Kühlern des Roundups konnten 13 den Gold-Status erreichen. Erreicht haben dies der Cooler Master Hyper 212, der Enzotech Ultra-X, der Evercool HPD-815, der Gigabyte G-Power 2 Pro, der Noctua NH-U12P, der OCZ Vendetta, der Scythe Kama Cross, der Scythe Mugenm Scythe Zipang, der Silenx IXC-92HA1, Thermalright Ultra-120 eXtreme, der Xigmatek HDT-S1283 und der Xilence Blade XL. Die 3 Kühler, welche bereits ausführlich auf DeXgo getestet wurden, sollen bei dieser Auflistung natürlich nicht außen vor bleiben, denn sie hatten den Gold-Award bereits erhalten. So zählt auch der Noiseblocker CoolScraper 3, der Xigmatek HDT-S963 und der ZEROtherm Nirvana NV120 Premium zu den Kühlern, welche durch Ihre Leistungen, ihrer Verarbeitung und Ihrer Handhabung überzeugen konnten.
Preistipp

Anwender, die etwas für den kleinen Geldbeutel suchen, sollten sich den Arctic Cooling Freezer 7 Pro, den Evercool HPD-815 und auch den HPFI-10025EA, den Levicom Cool Engine, den Silenx IXC-92HA1 oder auch den HDT-S963 von Xigmatek genauer anschauen. Alle diese Kühler erreichen schon für kleines Geld durchaus solide Leistungen.

Danksagung

Dieser Artikel entstand mit freundlicher unterstützung von Spire, Jet Computer, Scythe, OC Card, Noctua, silenx, Caseking, PC Cooling, Evercool und Gigabyte.

Weitere Informationen

Dieser Artikel wurde von Mephisto verfasst.
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