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Edifier E3350


Einleitung

Ein guter Sound ist für fast keinen Anwender verzichtbar. Ob es der Spieler ist, der bei seinem Hobby klaren aber kraftvollen Sound will, oder der Programmierer, der während seiner täglichen Arbeiten am PC nebenbei Musik hören möchte. Surround-Sound ist in beiden Fällen, aufgrund der problematischen Kabelverlegung, eher schwer zu bewerkstelligen. So greifen viele Anwender auf 2.1-System zurück, um sich mit qualitativ gutem Sound berieseln zu lassen. Die chinesische Edifier Group hat hier für den Anwender mehrere Soundsysteme zur Auswahl. Im Test haben wir heute das Edifier E3350. Ob es überzeugen konnte erfahrt ihr im folgenden Review.

Verpackung & Lieferumfang

Das Edifier E3350 wird in einem robusten Karton geliefert, der das 2.1 Sound-System sicher in sich aufnimmt. Die Front sowie beide Seiten werden von Bildern des Systems geziert. Auf der Rückseite werden in vier Sprachen einige Eigenschaften des Systems aufgelistet. Hierzu zählt z.B. die Leistung des E3550, welche mit 2 x 9 Watt (RMS) für die beiden Satelliten und 1 x 32 Watt (RMS) für den Subwoofer angegeben ist.
In dem Karton lässt sich dann folgender Lieferumfang auffinden:
- der Subwoofer
- die beiden Satellitenboxen
- der kabelgebundene Controller
- das Netzteil inkl. Anschlusskabel
- ein 3,5 Millimeter Klinke-Anschlusskabel
- die Bedienungsanleitung
Für dieses Review wurde uns noch ein weiteres Hinweisblatt in das Paket gepackt. Auf diesem sind die diversen Farben, in denen das E3350 erhältlich ist, abgebildet. Insgesamt stehen dem geneigten Käufer sieben verschiedene Farben zur Auswahl. Dies sind: Orange, Schwarz, Gelb, Pink, Mintgrün (unser Sample), Rot und Lila. Diese Auswahl gewährleistet, dass für jeden Farbgeschmack etwas passendes zur Auswahl steht.
In der Bedienungsanleitung werden die wichtigsten Schritte, welche zur Inbetriebnahme notwendig sind, kurz aber recht deutlich erläutert. Wirklich benötigt wird diese zum Aufbau aber nicht.
Das Netzteil sowie das dazugehörige Anschlusskabel sind jeweils 180 Zentimeter lang und geben so genug Spielraum die nächste Steckdose zu suchen.
Auch das Verbindungskabel zur Audioquelle, das 3,5 Millimeter Klinkenkabel, hat eine Länge von 180 Zentimetern. So ist auch hier bei der Auswahl des Standortes keine Einschränkung zu erwarten. Die Klinkenstecker sind zur besseren Signalübertragung vergoldet.

Der Subwoofer

Herzstück des E3350 stellt der 248 x 199 x 294 Millimeter große Subwoofer dar. In dem Gehäuse ist nicht nur der 5 Zoll Tieftöner untergebracht, auch die Elektronik wurde in dem Gehäuse verbaut. Das uns zur Verfügung gestellte Exemplar des E3350 ist Mintgrün. Die Farbe ist, wie eigentlich immer, eher eine Frage des Geschmackes. Stilistisch ist der Form des Subwoofers jedoch nichts negatives abzugewinnen.
Der Standby-Schalter des Edifier E3350 wurde in die "Spitze" des Subwoofers integriert. Wird das System eingeschaltet, wird dies dem Anwender durch einen leuchtenden Ring gezeigt. Dieser ist dezent aber dennoch stark genug, um auch bei Tageslicht gesehen zu werden.
Um ein verrutschen des Subwoofers auf glatten Böden zu verhindern, sind dem Subwoofer drei Gummifüße spendiert worden. Die Füße verrichten Ihren Dienst zwar zuverlässig, warum hier aber nicht das gleiche System wie bei den Satelliten genutzt wurde, bleibt uns ein Rätsel. Mehr dazu auf der nächsten Seite.
Am hinteren Ende des Subwoofers befinden sich am Fuß die Anschlüsse. Angeschlossen werden können hier das Netzteil, die Lautsprecher, die Audio-Quelle sowie der Controller. Auf der anderen Seite des Fußes befindet sich noch ein Drehregler, mit dessen Hilfe die Intensität des Basses reguliert werden kann.

Die Satellitenlautsprecher
Die beiden 234 Millimeter hohen Satellitenlautsprecher sind wie der Subwoofer in einer Keilform gehalten.
Jedoch besitzen die Satelliten, im Vergleich zum Subwoofer, eine deutlich schmalere Bauform. Die Front, hinter der sich jeweils ein 2 3/4 Zoll Mitteltöner und ein 19 Millimeter Hochtöner verbirgt, ist durch schwarzen Stoff abgedeckt. Dieser passt recht gut zum Gesamtdesign des E3350.
Auf dem Top der Satelliten wird ein ähnliches Stilmittel wie beim Subwoofer genutzt. Auch hier wird das Gehäuse durch eine schwarze Kunststoffplatte, welche recht stark spiegelt, abgeschlossen.
Der 96 x 118 Millimeter große Boden der Satelliten wurde mit einer gummierten Schicht überzogen. Diese sorgt zum einen dafür, dass die Boxen nicht wackeln, zum anderen verhindert sie aber auch höchst effektiv das Verrutschen der Boxen und dämmt diese sogar leicht vom Boden. Wir sind der Meinung dies hätte man auch beim Subwoofer nutzen sollen.
Das Anschlusskabel der Boxen ist insgesamt, ratet ruhig, 180 Zentimeter lang. Zu beachten ist aber, dass sich beide Boxen ein Kabel teilen und hinter der Gabelung zu jeder Box 140 Zentimeter zur Verfügung stehen. Die restlichen 40 Zentimeter werden die beiden Kabel wieder als eines geführt. Auch hier wird auf goldene Anschlüsse gesetzt.

Der Controller
Die Lautstärkeregelung des E3350 erfolgt über einen verkabelten Controller. Dieser wurde ebenfalls in dem Dreieck-Design gestaltet. Die Lautstärke kann mit Hilfe des großen Drehreglers stufenlos reguliert werden. Der massive Regler wurde nicht aus Kunststoff, sondern aus massivem Metall hergestellt. Dadurch liegt dieser sehr gut in der Hand.
Wie auch die Satelliten so ist auch dem Controller eine gummierte Unterseite spendiert worden. Diese sorgt für einen sicheren "Stand" des Controllers auf dem Schreibtisch.
An der Seite, hinter einer Gummiklappe, befinden sich noch zwei Anschlüsse. An einer der Klinke-Buchsen kann der Anwender ein Kopfhörer-Paar anschließen. Die zweite Buchse ist ein Line-In-Anschluss. Hier bietet sich dem User noch die Möglichkeit z.B. einen mp3-Player wie den iPod mit dem E3350 zu verbinden.
Auch das Anschlusskabel des Controllers ist 180 Zentimeter lang. Die Verarbeitung und Optik steht den anderen Kabeln in nichts nach.
Inbetriebnahme & Test

Inbetriebnahme

Der Anschluss des E3350 an einen PC oder auch an einen DVD-Player sollte keinen Anwender vor Probleme stellen. Die Anschlüsse sind sauber codiert und die Kabel sind alle ausreichend lang.
Test

Um uns ein vernünftiges Bild der Soundqualität des Edifier E3350 schaffen zu können, führen wir mehrere Tests mit unterschiedlichen Soundkulissen durch.

Wir beschränken uns dabei nicht auf die typischen Anwendungsgebiete wie das Musikhören am Rechner, oder auch das Spielen von diversen Spielen. So wollten wir auch schauen, wie das Soundsystem sich als Lautsprecherpaar an einem DVD-Player schlägt. Unser Hauptaugenmerk liegt aber klar auf der Leistung am PC, denn dies ist das Haupteinsatzgebiet des E3350.

Den Anfang machten wir mit dem DVD-Player und schickten das E3350 also auf eher unbekanntes Terrain. Ausgelegt als Boxensystem für den PC und gelegentlichen Musikgenuss vom iPod oder anderen Musikplayern fühlt sich das E3350 als Heimkinoanlage nicht wirklich wohl. Kleine Räume um die 20 Quadratmeter schafft es noch mit gutem Sound zu beschallen. Aber gerade wenn es sehr laut werden soll oder man eine größere Fläche beschallen möchte, erkennt man die Grenzen des E3350 - hier fehlt einfach die Leistung. Wenn der Bass zu ca 40 Prozent aufgedreht wird und die Lautstärke bei knapp 50% liegt ist die Grenze der Beschallung erreicht. Gerade der Subwoofer wird ab einer bestimmten Lautstärke einfach überfordert. Dieser fängt, trotz gummierter Füße, bei übermäßigen Bassgenuss an, sich zu bewegen. Lässt man die Lautstärke aber in Bereichen, in denen die Soundqualität noch stimmt, tritt dieses Problem nicht auf.
Schließen wir diesen eher unfairen Test ab und schauen uns an, was es am PC zu leisten vermag. Gerade im Einsatz als Stereoanlage konnte uns hier das Edifier E3350 überzeugen. Der Sound ist klar und der Bass druckvoll, solange man die Regler nicht zu sehr aufdreht. Ohne Probleme können hier Zimmer von 20 Quadratmetern Größe beschallt werden. Auch gut ist die Tatsache, dass der Bass fast vollständig herunter geregelt werden kann. So kann sich jeder Anwender nach eigenen Wünschen das System einstellen. Auch der Controller überzeugte uns sehr. Der Regler auf diesem lies sich sehr leicht bedienen und der Stand war jederzeit sicher. Jedoch fiel uns ein großer Kritikpunkt auf: Gerade für Spieler ist diese Tatsache eine unschöne Sache. Das Boxensystem bietet keinerlei Möglichkeit das Mikrofon zum PC durchzuschleifen. Für Spieler, die beim gamen ein Headset nutzten, bedeutet dies, sie müssen zum Wechsel auf das Headset das Soundsystem von der Rechner-Rückseite abstöpseln, um Line-In und Line-Out anschließen zu können. Hier wäre mit einfachen Mitteln ein zweiter Anschluss am Controller möglich und auch nötig gewesen, welcher von dort zum Rechner durchgeschleift werden könnte. Schade!

Fazit

Was bleibt uns zusammenfassend zum E3350 von Edifier zu sagen? Die Verarbeitung des gesamten Systems ist auf einem sehr hohem Niveau. Auch wenn der Subwoofer ruhig ebenso wie die Satelliten eine durchgängige Gummimatte hätte vertragen können, wirklich tragisch ist dies jedoch nicht. Das Design kann ebenso überzeugen wie es schon die Verarbeitung konnte und dem Anwender stehen sieben Farben zur Auswahl. Im entscheidenden Bereich, der Musikleistung konnte das Edifier für den für ihn vorgesehene Einsatzfeld voll und ganz überzeugen. Für die Beschallung größerer Räume oder auch als Musikanlage im Partyraum ist es nicht geeignet - dafür fehlt es einfach an Leistung. Wirklich grobe Kritikpunkte hat sich das E3350 nur einen geleistet: Für den Einsatz an Gaming- und Multimedia-PC fehlt ihm die Möglichkeit, auch das Mikrofon durchzuschleifen. Die Kopfhörer können problemlos angeschlossen werden, nur fehlt dem geneigten Online-Spieler so das Mikrofon. Ein An- und Abstecken an der PC-Rückseite bleibt so also nicht aus. Der Preis von 69,90€ ist nicht günstig, scheint uns aber für die erbrachte Leistung angemessen.


Pro & Contra

Pro
+ gute Verarbeitung
+ schickes Design
+ Musikleistung für den PC vollkommen ausreichend

Contra
- Mikrofon kann nicht durchgeschliffen werden


Award

Das Edifier E3350 konnte sich dank der guten Verarbeitung und der ordentlichen Leistung den DeXgo-Silber-Award sichern.
DeXgo-Silber-Award

Danksagung

Dieser Artikel entstand mit freundlicher unterstützung von Jet Computer.

Weitere Informationen

Dieser Artikel wurde von Mephisto verfasst.
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