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Noiseblocker Multiframe MF-S1/S2 im Vergleich mit 7 weiteren Lüftern


Einleitung

Für viele Anwender, die gerne Ruhe im PC haben, sind Lüfter ein notwendiges Übel - so wichtig sie für den sicheren und kühlen Betrieb der Hardware sind, so störend sind sie auch als eine der lästigsten Geräuschquellen im Computer. Leise und dennoch leistungsstarke Lüfter sind hoch im Kurs. Noiseblocker bringt nun mit der Multiframe-Serie Lüfter auf den Markt, die mit einer besonderen und einzigartigen Rahmenkonstruktion für eine noch geringere Geräuschentwicklung sorgen wollen. Wir testen die beiden 120-Millimeter-Modelle der Serie, den MF-S1 und der MF-S2 ausgiebig und vergleichen sie außerdem mit den folgenden, weiteren 120-Millimeter-Lüftern: Scythe S-Flex SFF21E, Scythe S-Flex SFF21F, Scythe Ultra Kaze 1000, Revoltec Dark Red, Hiper Hiperflow, sowie einem Gehäuselüfter von Lian Li und einem Gehäuselüfter von Cooler Master.

Verpackung und Lieferumfang
Die beiden Lüfter werden je in einer edlen, in schwarz gehaltenen Kartonverpackung geliefert. Ein Sichtfenser in der Verpackung gewährt einen ersten Blick auf die enthaltenen Lüfter.
Die Verpackungen der beiden getesteten Modelle unterscheiden sich nur durch die aufgedruckte Bezeichnung und die technischen Angaben zu den Lüftern.
Auf der Rückseite der Verpackung werden die Vorzüge der Lüfter in drei verschiedenen Sprachen angepriesen.
Darunter befindet sich eine kleine Tabelle mit technischen Daten.
Als weiteres Zubehör werden vier Schrauben zur Montage des Lüfters beigelegt.
Technische Daten

Bei den aufgeführten Daten handelt es sich um Herstellerangaben.
Noiseblocker Multiframe MF-S1Noiseblocker Multiframe MF-S2
Abmessungen:120x120x25 Millimeter120x120x25 Millimeter
Betriebsspannung:6 bis 13,8 Volt4,5 bis 13,8 Volt
Fördermenge:58 Kubikmeter pro Stunde87 Kubikmeter pro Stunde
Drehzal:750 Umdrehungen pro Minute1250 Umdrehungen pro Minute
Schalldruck:Nicht messbar19 dB/A

Besonderheiten
Optisch gleichen sich die beiden Modelle wie ein Ei dem anderen. Nur ein Blick auf den Aufkleber verrät, welches das höher- und welches das niedrigerdrehende Modell ist. Deshalb werden die beiden Lüfter, wenn es um Äußerlichkeiten und Funktionalität geht, nicht separat vorgestellt.
Wie entstehen Lüftergeräusche?

Bevor wir auf die Besonderheiten der Multiframe-Lüfter eingehen, wollen wir kurz die "üblichen Verdächtigen" bei der Geräuscherzeugung von Lüftern auflisten:

Laufgeräusch oder Lagergeräusch
Die erste mögliche Geräuschquelle liegt im Antrieb des Lüfters. Neben Betriebsgeräuschen des Antriebs sind, besonders bei zweitklassiger Verarbeitung, auch Laufgeräusche von aneinander schleifenden oder streifenden Teilen möglich.

Luftrauschen
Der vom Ventilator erzeugte Luftstrom erzeugt natürlich ebenfalls ein Geräusch. Das Geräusch ist geringer, je niedriger die Fördermenge. Mit dem Design, dem Winkel und der gewählten Menge an Lüfterblättern versuchen Hersteller das Luftrauschen zu minimieren.

Vibrationen
Vom Lüfter verursachte Vibrationen können sich auf das Gehäuse übertragen. Ein stark vibrierender Lüfter in Kombination mit einer wackeligen Gehäusewand kann dabei eine sehr unangenehme Geräuschequelle darstellen.

Sekundäre Luftgeräusche
Je nach Einsatzgebiet bewegt sich der Luftstrom eines Lüfters durch Lüftergitter, Staubfilter, Kühllamellen oder Radiatoren. Diese Hindernisse können zusätzliche Luftverwirbelung und damit einen höheren Geräuschepegel verursachen.
Der Clou an den Multiframe-Lüftern liegt im Design des Rahmens. Die im Bild grün markierten Teile bestehen aus weichem, flexiblem Gummi. Dadurch hat der Lüfter eine gewisse Schwingungsfreiheit und Vibrationen werden gedämmt.
Die Lüfter werden mit herkömmlichen Schrauben befestigt. Die Schrauben werden in das flexible Material eingeschraubt. Dadurch, dass auch die Auflagefläche zwischen dem Lüfter und der Gehäusewand flexibel ist, können die Vibrationen des Lüfters weitestgehend gedämmt werden.
Auch die seitliche Ansicht auf den Lüfterrahmen offenbart, dass es sich hier um eine komplexere Konstruktion handelt, als dies bei Lüftern für gewöhnlich der Fall ist. Die Tiefe des Lüfters beträgt allerdings die standardmäßigen 25 Millimeter.

Design und Verarbeitung
Die Multiframe-Lüfter sind mit sieben Lüfterblättern einer klassischen Form versehen.
Die Nabe in der Mitte des Lüfters ist recht klein, was bei der Kühlung und Förderleistung von Vorteil sein kann.
Die transparent-grauen Lüfterblätter wirken edel und sind durchgehend makellos verarbeitet.
Die Bauteile aus dem flexiblen Kunststoff sind bei unseren Modellen nicht entgratet. Wirklich störend finden wir das nicht, Noiseblocker lässt aber verlauten, dass die Retail-Lüfter komplett entgratet sein werden. Das weiche Material ist staubanfällig, was wiederum nur optisch störend sein kann, aber keine Auswirkung auf die Leistung hat.
Ein sehr schönes Detail ist, dass das Lüfterkabel mit einem schwarzen Sleeve versehen ist. Optisch ist dies sehr viel ansprechender und passt besser zum Lüfterdesign als drei bunte Kabel.
Der Aufkleber auf der Lüfernabe gibt nur den Modelltyp preis. Technische Angaben zum Lüfter fehlen an dieser Stelle.

Die Herausforderer

Damit Leistung und Lautstärke der Multiframe-Lüfter möglichst gut eingeordnet werden können, ziehen wir sieben weitere 120-Millimeter-Lüfter zum Vergleich hinzu. Alle Lüfter im Vergleich gehören in den Silent- und Low-Noise-Bereich. Highflow-Lüfter, die auf höchste Leistung zielen, sind im Vergleich nicht mit dabei.

Folgende Lüfter wurden in das Testfeld aufgenommen:
Der Hiperflow 120-Millimeter-Lüfter von Hiper. Dieser Lüfter bietet mit spiegelnden Lüfterblättern und vier blauen LEDs einiges fürs Auge.
Die optisch identischen Lüfter S-Flex SFF21E und S-Flex SFF21F von Scythe. Beide Lüfter sind mit einem für seine Langlebigkeit angepriesenen Lager von Sony ausgestattet. Besonders die "E" Variante gilt als sehr angenehm und laufruhig.
Der Revoltec Dark Red LED-Lüfter. Ein Lüfter, der sich gar nicht mit der Bezeichnung "Silent" schmückt und mit transparentem Kunststoff und roten LEDs in erster Linie für Modding-Zwecke gedacht ist, aber dennoch einen sehr tiefen Geräuschpegel hat. Im Dunkeln zeigt sich, dass der Name "Dark Red" durchaus berechtig ist.
Der 38 Millimeter tiefe Ultra Kaze 1000 von Scythe. Die Ultra Kaze Lüfter sind speziell darauf ausgelegt, einen hohen Luftdruck zu erzeugen und eignen sich zum Beispiel zur Kühlung von Radiatoren mit engem Lamellenabstand. Die hier getestete Version mit 1000 Umdrehungen bietet außerdem einen leisen Betrieb. Die beiden stärkeren Varianten mit 2000 respektive 3000 Umdrehungen bieten neben einer enormen Leistung auch ein gewisses Flughafen-Ambiente am PC.
Ein Cooler Master Gehäuselüfter, dem Cooler Master RC-690 entnommen.
Ein Lian Li Gehäuselüfter, dem Lian Li PC-7 B Plus II entnommen.

Drehzahlen

Hier ein Vergleich der Standard-Drehzahlen aller Lüfter (Herstellerangaben):



Der MF-S1 hat die niedrigste Drehzahl im Testfeld, während sich der MF-S2 im oberen Drittel einordnet. Hier ist zu beachten, dass eine höhere Drehzahl nicht unbedingt auch eine bessere Leistung bedeutet.
Luftdurchsatz

Da uns entsprechende Messgeräte fehlen, ordnen wir den Luftdurchsatz nach subjektivem Empfinden ein. Auf einer Skala von 1-10, wobei 1 ein kaum spürbares Lüftchen und 10 einen starken Luftzug meint, werden die Lüfter in eine passende Rangreihenfolge gebracht.



Es zeigt sich hier deutlich, dass nicht nur die Drehzahl beim erzeugten Luftdurchsatz ausschlaggebend ist. So erzeugt der Hiperflow-Lüfter einen deutlich stärkeren Lufzug als der 500 U/min schneller drehende S-Flex F. Der Ultra Kaze platziert sich ebenfalls etwas höher als die Drehzahl erwarten lässt, was zweifelslos an der zusätzlichen Tiefe des Lüfters liegt. In diesem Vergleich machen die beiden Multiframe-Lüfter eine gute Figur: Der S2 erzeugt einen Luftzug, der stärker ist als der des fast gleich drehenden S-Flex E und nur wenig schwächer als der des 750 U/min schnelleren S-Flex F. Auch der S1 erzeugt einen Luftstrom, der angesichts der sehr geringen Drehzahl gut spürbar ist.


Hier noch zum Vergleich, Nahaufnahmen der Blattformen aller Lüfter im Testfeld:
Links: Noiseblocker Multiframe S1 und S2
Rechts: Hiper Hiperflow
Links: Cooler Master Gehäuselüfter
Rechts: Lian Li Gehäuselüfter
Links: Scythe S-Flex SFF21E und SFF21F
Rechts: Revoltec Dark Red LED Lüfter
Links: Scythe Ultra Kaze 1000
Rechts: Der dicke Ultra Kaze seitlich im Vergleich zu einem "normalen" 120-Millimeter-Lüfter.

Lautstärke, 12V

Auch die Angaben zur Lautstärke beruhen auf subjektiven Eindrücken. Auf einer Skala von 0-10, die auf den Low-Noise Bereich abgestimmt ist, bedeutet 0 absolut unhörbar und 10 deutlich hörbar (aber noch nicht "laut"). Um die Werte zu erhalten, werden alle Lüfter einzeln und im Vergleich zu einaner so lange angehört, bis sie eindeutig im Verhältnis zu einander eingeordnet werden können.



Die beiden Multiframe-Lüfter trumpfen in diesem Vergleich auf. Der S1 ist selbst aus nächster Nähe kaum hörbar. Der S2 ist etwas deutlicher hörbar, die Lautstärke steht aber in sehr gutem Verhältnis zum Luftdurchsatz. Einzig der Scythe Ultra Kaze ist ähnlich schweigsam. Alle anderen Lüfter im Vergleich sind deutlich hörbarer als die Multiframe-Lüfter.


Lautstärke, 7V

Werden die Lüfter mit nur 7 Volt Spannung betrieben sind Unterschiede nur noch schwer herauszuhören. Daher unterscheiden wir hier nur von 1 bis 3.
1: Aus 50 Zentimetern Entfernung unhörbar.
2: Aus 50 Zentimetern Entfernung fast unhörbar.
3: Aus 50 Zentimetern Entfernung hörbar.



Beide Multiframe-Lüfter sind unter diesen Bedingungen nicht mehr hörbar. Insbesondere beim S1 ist das Herunterregulieren nicht wirklich nötig, da ein Geräuschunterschied zwischen 7 Volt und 12 Volt nur wahrnehmbar ist, wenn der Lüfter direkt ans Ohr gehalten wird.
Geräuschcharakter

In einem Low-Noise- oder Silent-System spielt nicht nur die Lautstärke sondern auch der Geräuschcharakter eine sehr wichtige Rolle. So gibt es Geräusche, die als angenehm empfunden werden und vom Gehirn schnell als Hintergrundgeräusch ausgeblendet werden, während andere Geräusche an den Nerven nagen, selbst wenn sie sehr leise sind.
Der MF-S1 gibt ein tiefes, ebenmäßiges Brummen von sich, welches nur aus nächster Nähe hörbar ist. Bereits wenn der Lüfter etwa 15 Zentimeter vom Ohr entfernt ist, bleibt weder ein Laufgeräusch noch ein Luftrauschen hörbar.

Der MF-S2 gibt ein höherfrequentiges und deutlicher hörbares Brummen von sich. Auch dieses Laufgeräusch ist sehr ebenmäßig und Fluktuationen können selbst aus nächster Nähe kaum wahrgenommen werden. Das Geräusch ist aus 50 Zentimetern nur noch für Leute hörbar, die ein sehr gutes Gehör besitzen.

Vibrationstest

Die Multiframe-Lüfter konnten in den bisherigen Tests ihr herausragendes Feature, den speziell konstruierten Rahmen, noch gar nicht unter Beweis stellen. Deswegen überprüfen wir noch, wie stark die verschiedenen Lüfter aus dem Testfeld Vibrationen auf ein Gehäuse übertagen.
Die Lüfter werden in einem Lian Li Gehäuse installiert. Lüftergitter und Staubfilter werden entfernt, damit es zu keinen sekundären Geräuschen kommt und wir isoliert nur die Vibrationsgeräusche abhören können.
Da Unterschiede zwischen den einzelnen Lüftern bei der herkömmlichen Installation nur schwer herauszuhören sind, folgt ein verschärfter Test. Die Lüfter werden mit Schrauben versehen und lose auf den Aluminium-Deckel eines leeren Gehäuses gestellt. So werden Vibrationsgeräusche um einiges verstärkt und es fällt uns leichter Spreu von Weizen zu trennen.
Getestet wird bei voller Lüfter-Drehzahl. Die ergebnisse beider Vibrationstests werden zusammengefasst.



Die Multiframe-Technologie hält, was sie verspricht: Vibrationslärm wird dadurch deutlich reduziert. Im Test mit dem MF-S1 konnten wir beim besten Willen keine Vibrationsgeräusche feststellen, auch nicht im verschärften Test auf dem leeren Gehäuse.
Der MF-S2 verursacht minimalste Vibrationen, welche leicht hörbar werden, wenn wir den unseren Kopf in das leere Gehäuse halten. Ansonsten können auch hier die Vibrationsgeräusche als praktisch unhörbar bezeichnet werden.
Von Scythe schlagen sich in diesem Test der S-Flex E und der Ultra Kaze ebenfalls sehr gut: Ihre Vibrationsgeräusche sind so dezent, dass sie nur in einem außerordentlich leisen PC auffallen.
Anmerkung: Wegen der Beschaffenheit des Materials lassen sich Schrauben an den Multiframe-Lüftern nicht so stark wie an herkömmlichen Lüfterrahmen fixieren. Die Schrauben müssen bei der Montage gar nicht eingedreht werden, sondern können einfach von Hand eingesteckt werden. Die Multiframe-Lüfter haben dadurch weniger Halt als herkömmliche Lüfter, für den normalen Gebrauch reicht der Halt allerdings problemlos aus.

Testsystem Kühlleistung
Die Kühlleistung der Lüfter wird mit folgendem Testsystem ermittelt:

- Q6600 Prozessor (Standardtakt)
- Asus P5E WS Pro Mainboard
- Thermalright Ultra 120 Extreme CPU-Kühler
- Corsair HX 620W Netzteil
Zur Montage der Lüfter sind beim Thermalright Kühler Halteklammern vorgesehen.
Wegen der besonderen Rahmenkonstruktion lassen sich die Multiframe-Lüfter nicht mit diesen Halteklammern befestigen. Wir improvisierten deshalb eine Halterung mit Draht.
Die Testplattform wird in ein offenes Gehäuse platziert. Ein hinter dem CPU-Kühler angebrachter Lüfter sowie das darüber befindliche Netzteil entlüften das Gehäuse-Innere. Dies ist die Konfiguration von Gehäuselüftern, die in der Mehrheit aller Gehäuse vorkommt.
Temperaturmessung

Die Temperaturen werden mit SpeedFan 4.34 ausgelesen. Die Idle-Temperaturen sind die gemessenen Temperaturen vom inaktiven Desktop-Betrieb aus. Die Last-Temperaturen sind die Maximalwerte des heißesten Prozessorkerns, die nach 20 Minuten bei voller Auslastung aller Kerne im "Blend" Modus von Prime95 gemessen wurden. Die Zimmertemperatur bewegte sich im Laufe der Tests zwischen 27 und 29 Grad Celsius. Alle Temperaturwerte werden als Temperaturdifferenz zwischen dem von SpeedFan angegebenen Wert und der Zimmertemperatur angegeben. Dabei ist zu beachten, dass wir gemäß der Konvention die Temperaturdifferenzen in Kelvin angeben, wobei ein Kelvin einem Grad Celsius entspricht.

Kühlleistung

12 Volt, Idle



Bei voller Lüfterdrehzahl unterscheiden sich die Idle-Temperaturen mit den verschiednen Lüftern um nur 2,5 Kelvin. Die Multiframe-Lüfter, die nicht für den Einsatz an Prozessorkühlern konzipiert sind, platzieren sich bei dieser Messung auf den letzten Plätzen.


12 Volt, Load



Bei den Lasttemperaturen ergibt sich im Testfeld eine Temperaturstreuung von 7,5 Kelvin. Der MF-S1 platziert sich zuletzt im Vergleich - angesichts der sehr niedrigen Drehzahl wenig überraschend. Der MF-S2 schlägt sich in diesem Vergleich recht gut und kühlt nur knapp schlechter als der wesentlich lautere Hiperflow-Lüfter.


7 Volt, Idle



Die Idle-Temperaturen bei 7 Volt zeigen ein Ähnliches Bild wie diejenigen bei 12 Volt. Die beiden Noiseblocker Kandidaten platzieren sich wiederum auf den letzten Plätzen. Die Temperaturen sind hier meist etwa 1 Kelvin höher als beim Betrieb mit 12 Volt.


7 Volt, Load



Auch im reduzierten Betrieb landet der MF-S1 auf dem letzten Platz, allerdings nur noch mit knappen Rückstand auf die vorderen Plätze. Der MF-S2 schlägt sich hier ein wenig besser als noch bei 12 Volt und erreicht sogar eine bessere Kühlleistung als der Hiperflow.

Fazit

Noiseblocker liefert mit dem Multiframe-Lüftern etwas wirklich neuartiges, das auch funktioniert. Der flexible Rahmen schluckt die Schwingungen der Lüfter effektiv und reduziert dadurch den Geräuschpegel. Hierzu muss auch angemerkt werden, dass die Lüfter an sich bereits sehr leise sind. Dieselbe Technologie in einem herkömmlichen Rahmen würde nach wie vor einen sehr leisen Lüfter abgeben.
Schwerwiegende Schwächen haben die Lüfter nicht. Es ist klar, dass es sich bei den Multiframe-Lüftern nicht um Leistungs-Wunder handelt, dennoch schlägt sich der MF-S2 im Verhältnis zu seiner Lautstärke auch im Einsatz am CPU-Kühler ganz gut. Der neuartige Rahmen bringt auch kleine Nachteile mit sich. So lassen sich die Lüfter nicht so stark fixieren wie herkömmliche Lüfter, und Halteklammern oder Lüfterrahmen bieten für die Multiframe-Lüfter keinen Halt. Für die meisten Einsatzbereiche sind dies aber vernachlässigbare Schwächen und wie sich bei unserem Test-Setup zeigte, lassen sich die Schwächen unter Umständen mit etwas Improvisation umgehen.
Der MF-S1 ist auch bei 12 Volt praktisch unhörbar, bietet aber auch nur einen minimalen Luftdurchsatz. Er ist nur für den Einsatz in semi-passiven Systemen wirklich geeignet. Der MF-S2 liefert ein sehr gutes Verhältnis von Kühlleistung zu Lautstärke und spätestens wenn er über ein Lüftersteuerung etwas reguliert wird, werden sich auch empfindlichste Ohren mit ihm anfreunden können.
Die 120-Millimeter-Modelle der Multiframe Lüfter werden für ca. 21 Euro angeboten. Ein relativ hoher Preis, der angesichts der gebotenen Vorteile aber gerechtfertigt ist.


Pro & Contra

Pro
+ Sehr leise
+ Praktisch vibrationsfrei
+ Hochwertige Verarbeitung

Contra
- Sehr geringe Fördermenge des MF-S1
- Können nicht mit herkömmlichen Halteklammern installiert werden


Awards
Die Noiseblocker Multiframe-Lüfter sind für alle Silent-Enthusiasten absolut empfehlenswert und erhalten von uns den DeXgo Gold-Award sowie den DeXgo Silence-Award.
DeXgo-Gold-Award DeXgo-Silence-Award
.

Weitere Informationen

Dieser Artikel wurde von HESmelaugh verfasst.
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