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Cooltek Black Box


Einleitung

Wer kennt sie nicht, die leidige Qual bei der Gehäuseauswahl. Jeder Anwender stellt sich selbst verschiedene Kriterien, die sein neues Gehäuse erfüllen muss. So vielfältig diese Kriterien sind, so vielfältig ist auch die Auswahl auf dem Gehäusemarkt. Das noch recht junge Unternehmen Cooltek hat mit dem Midi-Tower Black Box sein drittes Gehäuse auf den Markt gebracht, welches nicht nur durch sein durchdachtes Design, sondern auch mit einer guten Verarbeitung punkten soll. Ob das Gehäuse die hohen Erwartungen erfüllen kann, erfahrt ihr im folgenden Review.

Verpackung & Lieferumfang

Dem Namen untypisch wird die "Black Box" in einem weiß-blauem Karton geliefert. Neben dem Aufdruck der Front befindet sich auf dem Karton noch eine Auflistung der technischen Spezifikationen. Die Gestaltung des Kartons ist ansonsten eher schlicht.
Der Lieferumfang umfasst eine recht praktische Kunststoffbox, die alle nötigen Schrauben beinhaltet, einen 140-Millimeter-Frontüfter, eine Frontblende für ein externes 3,5-Zoll-Gerät sowie zwei Einbauschienen für den Frontlüfter.
Eine Bedienungsanleitung sowie vier Montageschrauben für den Frontlüfter lagen unserem Gehäuse noch nicht bei. Nach einer Rückfrage beim Hersteller wurde uns aber zugesagt, dass der nächsten Lieferung des Gehäuses Handbuch und Schrauben beigelegt werden.
Der Frontlüfter ist laut Label eine Eigenproduktion mit einer Lautstärke von 12dB(A). Bei zwölf Volt benötigt der Lüfter nur 2,4 Watt, er gehört somit eher zu den sparsamen Zeitgenossen.
Im Betrieb kann er uns nicht nur durch seine gute Beleuchtung, sondern auch durch sein sehr ruhiges Laufgeräusch überzeugen. Die Montage hinter der Front gestaltet sich anfangs etwas problematisch, dies liegt an der fehlenden Montageanleitung. Nach wenigen Minuten ist die Lösung aber gefunden und der Lüfter kann montiert werden. Wie schon erwähnt wird Cooltek dem Anwender in den nächsten Lieferungen einen entsprechenden Handzettel beilegen.
Technische Daten
Abmessungen (H x B x L):437 x 202 x 480 Millimeter
Laufwerkeinschübe:4x 5,25" extern, 2x 3,5" extern, 6x 3,5" intern
Lüfter (Front):1x 140 Millimeter (im Lieferumfang)
Lüfter (Back):1x 120 Millimeter (optional)
Lüfter (Side):1x 140/120 Millimeter (optonial), 1x 140/120/80 Millimeter (optional)
Anschlüsse:2x USB 2.0, Audio I/O
Gewicht:7,34 Kilogramm

Das Gehäuse
Das Gehäuse ist während des Transportes mit Styropor vor Transportschäden geschützt. Zudem ist es, um Verschmutzung vorzubeugen, noch in einer Kunststofftüte eingepackt.
Um auch die empfindlichen Oberflächen zu schützen, sind diese mit einer Folie beklebt. Dank dieser Schutzmassnahmen kommt das Gehäuse sicher beim Anwender an.
Im Auslieferungszustand befinden sich ober- und unterhalb des Frontpanel jeweils vier Blenden. Je nach eigenem Geschmack und Nutzung der Laufwerksschächten kann dies beliebig angepasst werden. Die acht Mesh-Frontblenden besitzen jedoch leider keinerlei Staubfilter und so kann besagter Übeltäter ungehindert in das Gehäuseinnere eindringen. Auch bezüglich dieses Problems nahmen wir Rücksprache mit Cooltek. Hier versucht man ebenfalls recht zeitnah Abhilfe in Form von Filtern zu schaffen. Wann genau dies umgesetzt wird, konnte uns jedoch noch nicht gesagt werden.
Die linke Seitenwand bietet die Möglichkeit zwei 140-Millimeter-Lüfter aufzunehmen. Optional besteht auch die Möglichkeit die 140-Millimeter-Lüfter durch zwei Lüfter mit 120-Millimeter Größe zu ersetzen. Auf Höher der CPU würde ggf. auch ein 80-Millimeter-Lüfter befestigt werden können. Wir raten aber eher zu den größeren Exemplaren.
In der rechten Seitenwand befinden sich zwei Lufteinlässe, welche zu einer besseren Luftzirkulation hinter dem Mainboardschlitten beitragen sollen.
An der Rückseite zeichnet sich schon das ab, was den Käufer im Innenraum erwartet. Das Black Box macht seinem Namen alle Ehre und ist, bis auf die PCI-Blenden und den genutzten Schrauben und Nieten komplett in Schwarz gehalten. Neben dem I/O-Schild ist ein weiterer Platz für einen 120-Millimeter-Lüfter vorhanden. Neben den Erweiterungskarten wurden ebenfalls Belüftungslöcher gelassen. So soll trotz der kompakten Abmaße des Gehäuses eine gute Luftzirkulation erreicht werden.

Das Gehäuse

Die bereits angesprochene Möglichkeit seitlich Lüfter zu befestigen zeigen wir hier nochmals in einer Nahaufnahme. Gut zu erkennen sind die einzelnen Löcher für die Lüfter-Montage. Bei der Montage mit Entkopplern kann es besonders bei der Nutzung von zwei 140-Millimeter-Lüftern recht fummelig werden diese zu befestigen, bzw. die Entkoppler durch die Lüfter zu ziehen. Dies hängt aber auch von der Art der Entkoppler ab.
Ein Blick hinter die abgenommenen Seitenwände eröffnet uns auf der rechten Gehäuseseite das Staufach für die nicht benötigten Kabel. Da hinter dem Mainboardschlitten nur äußerst wenig Platz vorhanden ist, können dort alle ungenutzten Kabel verstaut werden.
Ein Blick von der linken Seite in das Gehäuse zeigt den Innenraum noch mit dem mitgelieferten Lieferumfang. Das Konzept der Black Box ist auch hier wieder deutlich erkennbar.
Warum Cooltek auf eine Einbau- und Bedienungsanleitung verzichtet, zeigt sich recht gut an der Montage des Mainboardes. Eine Papiereinlage zeigt dem Anwender welchen Abstandshalter er für welchen Mainboardtyp wo eindrehen muss. Die Vorbereitung zur Montage ist so kinderleicht.
Gleiches sehen wir auch für die Montage der Laufwerke. Jeder Laufwerkstyp besitzt seine eigene Farbcodierung. Eine Verwechslung der Schrauben ist so ausgeschlossen.

Das Gehäuse
Setzen wir nun die Theorie in die Praxis um und montieren die einzelnen Komponenten. Netzteil und Mainboard lassen sich ohne Probleme im Gehäuse unterbringen. Bei der Nutzung eines hohen CPU-Kühlers empfehlen wir jedoch, das Netzteil als erstes im Gehäuse zu verbauen, da es sonst eventuell nicht mehr passen könnte.
Die 5,25-Zoll-Laufwerke sitzen nach der Montage etwas hinter den Meshblenden. Da die Blenden aber auch Tiefe besitzen, ist ein sauberer Abschluss weiter gewährleistet.
Festplatten erzeugen die meisten Geräusche durch die Übertragung von Vibrationen an das Gehäuse. Cooltek wirkt dem entgegen, in dem die Festplatten durch kleine Gummipuffer entkoppelt montiert werden. Nach der Montage stehen die Festplatten ca. vier Zentimeter aus dem Käfig heraus. Wer ein SLI- oder Crossfire-System nutzt sollte hier vorher schauen, in wie weit noch Platz für Festplatten vorhanden ist.
In unserem Testsytem mit montierter Geforce 8800 GTS (G80) würden die Grafikkarte und die Festplatte zusammenstoßen, wenn diese auf gleicher Höhe montiert würden.
Unsere ersten Befürchtungen, dass die Lüfter im Seitenteil mit dem montiertem HR-03 Plus zusammenstoßen würden, wurde nicht bestätigt. Obwohl der Kühler fast vier Zentimeter über die Grafikkarte ragt ist zwischen dem HR-03 Plus und den Lüftern Freiraum vorhanden.

Fazit

Mit dem dritten Case hat Cooltek ein ordentliches Gehäuse entwickelt, welches sich hier und da noch ein paar kleine Schwächen leistet. So ist die werkzeuglose Montage sehr gut durchdacht und lässt sich auch leicht umsetzen. In der Toolbox sind alle benötigten Schrauben, Abstandshalter und Unterlegscheiben vorhanden. Schade ist jedoch, dass diese sich nicht sicher wieder verschließen lässt. Auch ist der mitgelieferte 140-Millimeter-Lüfter sehr gelungen und überzeugt nicht nur mit einer netten Beleuchtung, sondern auch mit einem angenehm leisen Betrieb. Leider fehlte bei unserem Testsample noch die Einbauanleitung und die vier Lüfterschrauben. Cooltek versicherte uns jedoch, dass dies nur bei unserem Vorserienmodell der Fall war und so sollten spätere Gehäuse dieses Manko nicht mehr aufweisen. Wie schon erwähnt gelingt die Montage der Hardware recht problemlos, auch dank der guten Beschriftung im Inneren des Gehäuses. Für ein ordentliches Kabelmanagement sorgt neben der Öse neben dem Netzteil auch das Staufach neben den Festplatten. Ein Problem, das der Festplattenkäfig aber verursacht, ist der begrenzte Platz für Grafikkarten. So können Grafikkarten wie eine 98000 GTX oder auch die neuen G200er-Modelle aufgrund ihrer Länge nicht verbaut werden. Auch kann es dort zu Problemen mit "normal" langen Grafikkarten kommen, wenn der Festplattenkäfig voll bestückt werden soll. Da dies in einem Midi-Case nicht wirklich der Regelfall ist, sollten die meisten Anwender keine Probleme haben. Für Grafikkarten steht hier nur eine Länge von knapp 26 Zentimeter zur Verfügung und somit fehlen dort leider ein paar Millimeter. Das komplett in schwarz gehaltene Gehäuse kann ansonsten überzeugen. Die Lackierung ist robust, die Verarbeitung vorbildlich. Lediglich etwas steifere Seitenwände hätten wir uns noch gewünscht, bemängeln kann man die Vorhandenen jedoch nicht. Für rund 70 Euro bekommt man ein gelungenes Midi-Gehäuse, welches sich deutlich vom Standard abhebt.


Pro & Contra

Pro
+ Front-Lüfter angenehm leise
+ einfache, werkzeuglose Montage
+ komplett in schwarz gehalten

Contra
- zu klein für 9800er und die G200er Grafikkartenserie
- bei voller Festplattenbestückung kommt es zu Platzproblemen bei langen Grafikkarten
- (fehlende Montageschrauben für den 140-Millimeter Lüfter)
- (fehlende Montage Anleitung)


Award

Das Black Box von Cooltek erhält von uns den DeXgo-Silber-Award verliehen.
DeXgo-Silber-Award

Danksagung

Dieser Artikel entstand mit freundlicher unterstützung von PC Cooling.

Weitere Informationen

Dieser Artikel wurde von Mephisto verfasst.
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