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Cooltek CT-K II


Einleitung

Mit dem CT-K II testen wir nun ein zweites Gehäuse vom Hersteller Cooltek. Geht es nach diesem, so soll der Midi-Tower Funktionalität, Optik und einen günstigen Preis vereinen. Äußerlich besticht das Gehäuse mit einer schwarzen Hochglanzlakierung. Für die Montage von Laufwerken stehen vier externe 5,25-Zoll und ein externer 3,5-Zoll Schacht zur Verfügung. Intern finden dann noch bis zu vier Festplatten ihren Platz. Welche Möglichkeiten das CT-K II dem Käufer sonst noch bietet und ob er für sein Geld bekommt was Cooltek verspricht, klären wir mit diesem Review.

Verpackung & Lieferumfang

Das Gehäuse erreicht uns in einem schnörkellosen, braunen Umkarton. Auf der Vorder- und Rückseite ist jeweils die Front des Gehäuses sowie Hersteller- und Modellname aufgedruckt. Kleine Piktogramme preisen zudem mit kurzen englischen und französischen Stichwörtern Besonderheiten an.
Auf den beiden Seiten des Kartons befinden sich neben Sicherheitshinweisen grobe Eckdaten zum Gehäuse sowohl in Deutsch, Englisch als auch Französisch.
Zum Lieferumfang des CT-T II gehören eine spärliche Beschreibung über die Verbindung der Front-Anschlüsse mit dem Mainboard, eine Slotblende für die Aussparungen der Erweiterungskarten und ein Mainboardspeaker. Für die Montage der Hardware liegen zusätzlich noch einige Schrauben, ein kleiner Winkel und zwei Plastiknippel bei. Die vier Handschrauben auf dem Bild dienen zur Befestigung der Seitenwände des Gehäuse. Lüfter sucht man jedoch in der Verpackung vergeblich.
Last but not least finden wir natürlich das Gehäuse eingebettet in zwei passgenauen Polystyrolformen im Karton. Um leichte Kratzer auf dem Lack zu vermeiden hat Cooltek das CT-K II nochmals in eine Plastiktüte eingepackt.
Technische Daten (Herstellerangaben)
Abmessung (H x B x L):438 x 190 x 488 Millimeter
Laufwerkeinschübe:4x 5,25-Zoll extern, 1x 3,5-Zoll extern, 4x 3,5-Zoll intern
Lüfter (Front)1x 80 oder 92 oder 120 Millimeter (optional)
Lüfter (Side):1x 80 oder 120 Millimeter (optional)
Lüfter (Back):1x 80 oder 120 Millimeter (optional)
Anschlüsse:Front I/O für: 3x USB 2.0, 2x Audio (Speaker, Mic), 1x eSATA
Gewicht:5,58 Kilogramm
Anders als auf der Cooltek Homepage zu lesen ist, befinden sich an der Front keine Aufnahme für einen 92-Millimeter Lüfter, dafür aber welche für einen 140-Millimeter Lüfter.

Außenansicht
Nachdem wir das Gehäuse endgültig aus der Verpackung befreit haben fällt uns zunächst die schöne schwarz glänzende Lackierung auf, in der sich die Umgebung deutlich spiegelt.
In der Front ist das I/O-Panel eingelassen, welches unter anderem drei USB 2.0-Anschlüsse, ein Aux-Ausgang und ein Mikrofon-Eingang beherbergt. Hervorzuheben ist in dieser Preisklasse aber der verbaute eSATA-Anschluss. Dicht unter dem Panel befinden sich die Status-LED der Festplatte, der Reset- und der Powertaster. Wenn das CT-K II eingeschaltet ist leuchtet dieser in einem kräftigen Blau.
Bei näherer Betrachtung der Oberseite fällt ein Spalt zwischen Gehäusedeckel und Frontteil auf. Nach kurzer Suche ist hierfür auch der Grund gefunden: Die abnehmbare Frontblende passt nicht korrekt auf das Stahl-Chassis.
Die linke Seitenwand des CT-K II unterscheidet sich von ihrem Pendant nur durch ein Gitter, welches die Möglichkeit bietet optional einen Gehäuselüfter zu montieren. Hierzu später mehr.
Die Rückwand entspricht weitestgehend dem Standard des Gehäusebau. Das Netzteil findet seinen Bestimmungsort ganz oben. Darunter sind Aussparungen für die rückwärtigen Anschlüsse des Mainboard und für Erweiterungskarten. Ein passender Ausschnitt bietet auch auf der Rückseite die Möglichkeit einen optionalen Gehäuselüfter zu montieren. Auffällig ist nur das Lochgitter am unteren rechten Rand, das laut Cooltek für eine bessere Gehäusebelüftung sorgen soll.

Innenansicht & Hardwaremontage

Nachdem wir die Frontblende des CT-K II abgenommen haben, fällt uns auf, dass ein Teil des Deckels mit einer lackierten Blende versehen ist. Diese kann man ohne Werkzeug vom Gehäusedeckel abnehmen. Aufgrund der fehlenden Anleitung ist jedoch nicht klar, ob diese Funktion einen tieferen Sinn für den Anwender hat. Wir gehen jedoch davon aus, dass die Zierblende nur aus optischen Gründen so montiert wurde.
Insgesamt finden bis zu neun Laufwerke Platz im CT-K II. Zwei externe 5,25"- und zwei interne 3,5"-Laufwerke können mit kleinen Plastikklipps werkzeuglos befestigt werden. Zusätzliche Laufwerke müssen weiterhin verschraubt werden.
Die Montage der Laufwerke in unserem Testsystem dauert nur einige Sekunden.
Als nächstes werden Netzteil und Mainboard im Gehäuse verbaut. Hierbei gibt es keinerlei Probleme. Alles passt so wie es sein soll. Um Erweiterungskarten zu verbauen, müssen aus der Rückseite die Blenden jedoch herausgebrochen werden. Da im Lieferumfang nur eine verschraubbare Ersatzblende enthalten ist, sollte man sich schon vorher Gedanken machen, welche Slotblenden entfernt werden sollen. In unserem Fall gab es keine Platzprobleme beim Herausbrechen der Blenden. Bei anderen Mainboards kann es aber durchaus vorkommen, dass Bauteile im Weg sind. Ist das der Fall, sollte man zunächst die Blenden herausbrechen und dann das Mainboard einbauen.
Da hinter dem Mainboardträger noch ein wenig Luft zur Gehäuserückwand ist, bietet es sich an nicht genutzte Kabel in diesem Teil des Gehäuses unterzubringen.
Obwohl wir in unserem Testsystem kein Full-ATX-Mainboard und auch keine Fullsize-Erweiterungskarten verbaut haben, ist erkennbar, dass es im CT-K II keinen großen Spielraum für die Hardware gibt. Verschärft wird dieses Platzproblem durch die stark eingerückte Festplatte. So können zwar Grafikkarten bis zu einer Länge von 27 Zentimetern verbaut werden, doch muss hier beachtet werden, dass sich Grafikkarte und Festplatte dann überschneiden. Bei einem Aufbau wie in unserem Beispiel mit einer solch großen Karte würden nur wenige Millimeter zwischen Grafikkarte und Festplatte verbleiben. Möglich ist es jedoch eine große Grafikkarte zu verbauen, wenn man die Festplatte nach unten versetzt. Fast unmöglich wird jedoch die Montage solch einer großen Karte in Verbindung mit mehreren Festplatten. Ebenso scheint es uns nicht realisierbar ein Crossfire- oder SLI-Verband im Gehäuse zu verbauen.

Belüftung

Auf seiner Homepage schreibt Cooltek über das CT-K II: "[...] Das Belüftungskonzept ist für ein Standard-Gehäuse dieser Preisklasse erstklassig [...]". Wir klären euch jetzt auf, welche Belüftungsmöglichkeiten das Gehäuse bietet und welche Vor- wie auch Nachteile daraus resultieren.
Hinter der Frontabdeckung befindet sich ein ausgespartes Gitter. Durch verschiedene Bohrungen ist die Möglichkeit gegeben, entweder einen 80-, einen 120- oder einen 140-Millimeter-Gehäuselüfter zu montieren. Es ist jedoch nicht klar, wieso Cooltek jeweils zwei der vier Bohrungen für eine Lüftergröße verschlossen lässt.
Um den Lüfter mit ausrechend Frischluft zu versorgen, sind in die abnehmbare Frontverkleidung drei Reihen Lufteinlässe integriert.
Jetzt wird auch deutlich wieso die Festplatten so weit ins Gehäuse hinein ragen. Durch die innenliegende Montage des Lüfters, musste der Festplattenkäfig aufgrund seiner Bauform in Richtung Gehäuserückwand verschoben werden. Der Vorteil gegenüber einem Quer eingebauten Festplattenkäfig ist im Falle des CT-K II, dass die Luft ohne großen Widerstand über die Festplatten strömt und diese kühlt.
Wie schon in der Außenansicht erwähnt, bietet die linke Seitenwand die Möglichkeit einen zusätzlichen Lüfter zu montieren. Dieser sitzt auf höhe des CPU-Sockels und bläßt somit kühle Luft von Außen direkt auf den Bereich der Recheneinheit.
Wie auch bei der Aufnahme für den Frontlüfter sind auf der Gehäuserückseite jeweils nur zwei Bohrungen von jeder Lüfteraufnahme offen. Montiert haben wir in unserem Testsystem einen Auslasslüfter. Somit entsteht ein guter Luftstrom von vorn nach hinten durch das Gehäuse.

Fazit

Mit dem CT-K II bringt Cooltek ein solide verarbeitetes sowie hübsch anzuschauendes Gehäuse auf den Markt. Die schwarz glänzende Oberfläche sorgt für ein edles Erscheinungsbild, sodass der Käufer sein Computer auch außerhalb des Büros nicht unter dem Schreibtisch verstecken muss. Einzig das große Spaltmaß zwischen Gehäusedeckel und Front trübt diesen Eindruck ein wenig. Im Innenraum wird deutlich für wen das Gehäuse entworfen wurde. Überwiegend Officeanwender finden alles was sie benötigen. Spieler mit High-End-Hardware die sich trotz allem nach einem kleinen Gehäuse sehnen werden hingegen mit dem CT-K II aufgrund des Innenraumdesigns nicht glücklich. Die drei variablen Aufnahmen für Gehäuselüfter sorgen dafür, dass die Hardware gut gekühlt wird. Wer allerdings seine Gehäuselüfter vierfach verschrauben will, muss zunächst zum Bohrer greifen und die Aufnahmen bearbeiten. Wer über die wenigen Fehler des CT-K II hinwegsehen kann, bekommt das Gehäuse für einen angemessenen Preis von ca. 35 Euro. Beachtet werden muss allerdings, dass in diesem Preis keinerlei Gehäuselüfter enthalten sind. Somit fallen weitere Kosten an.
Pro & Contra

Pro

+ edles Design
+ solide Verarbeitung
+ leichte Montage der Laufwerke
+ gute Möglichkeiten für Kabelmanagement
+ Durchdachtes Belüftungskonzept...

Contra
- ...jedoch keine Lüfter im Lieferumfang
- Verarbeitungsfehler an den Lüfteraufnahmen
- Festplatten ragen sehr weit ins Gehäuse (Kollision mit Grafikkarte möglich)
Award

Das CT-K II von Cooltek erhält von uns den DeXgo-Bronze-Award.
DeXgo-Bronze-Award

Danksagung

Dieser Artikel entstand mit freundlicher unterstützung von PC Cooling.

Weitere Informationen

Dieser Artikel wurde von Angosa verfasst.
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