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Fantec MM-HDRL Media Recorder


Einleitung

Bereits mit dem MM-UH35US stellte Fantec einen Media Player vor, welcher reichhaltige Funktionen bot aber auch noch die eine oder andere Schwäche offenbarte. Mit dem MM-HDRL, dem neuen Media Recorder, soll nun vieles besser gemacht und das schon gute Paket des Vorgängers durch einige weitere Funktionen erweitert werden. Dazu zählen z.B. der HDMI-Anschluss und die Unterstützung von WLAN. Als eine der ersten deutschen Review-Seiten darf DeXgo die WiFi/WLAN Version des Media Recorder einem umfassenden Test unterziehen. Wie sich der Fantec Media Recorder MM-HDRL schlägt, erfahrt ihr auf den folgenden Seiten.

Verpackung & Lieferumfang

Der Media Recorder wird in einem bunten Karton geliefert. Auf der Verpackung befinden sich Abbildungen des MM-HDRL Media Recorder sowie einige technische Informationen zum Gerät.
Neben dem gut gepolsterten und mit einer Schutzfolie versehenen Media Recorder befindet sich auch eine Fernbedienung im Karton. Der Lieferumfang umfasst aber auch noch...
...zwei Einbauschienen für die Festplatte, ein Netzteil mit Stromanschlusskabel, ein USB-Anschlusskabel, eine Software-CD, eine Bedienungsanleitung, ein WLAN-USB-Stick, zwei Batterien, ein SCART-In-Adapter, ein SCART-Out-Adapter, zwei AV-Kabel, ein YPbPr-Kabel sowie eine kleine Tüte in der sich die Standfüße befinden.

Äußere Ansichten
Die Front des Media Recorder besteht aus zwei Lagen. Eine Trägerschicht aus Kunststoff und, dort aufgeklebt, eine zweite, stark spiegelnde Platte. Fantec ist es so gelungen dem Media Recorder eine schlichte aber edle Vorderseite zu geben.
Der Großteil des Gehäuses besteht aus einem Stück Aluminium. Dieses beginnt am Boden und geht ein mal um den Korpus des Media Recorder herum. Da der Aluminiumkörper nach der Montage dicht an der Front anliegt ergibt sich ein sehr ordentliches und edles Gesamtbild.
An beiden Seiten hat Fantec einen Schriftzug aufgedruckt. Besagter Schriftzug weißt auf die Eigenschaften der HD-Ready Aufnahme- und Wiedergabe-Möglichkeiten.
Die Rückseite stellt neben den USB-Anschlüssen auch sämtliche Audio- und Videoschnittstellen bereit. Zusätzlich befinden sich dort auch noch ein Ein-/Ausschalter, ein LAN-Anschluss sowie ein 30-Millimeter-Lüfter.
Bei der Version ohne Festplatte, welche uns für diesen Test vorliegt, ist der Boden noch nicht verschraubt und die Füße dementsprechend noch nicht montiert.

Innenansichten & Hardwareeinbau
So fällt es auch nicht schwer das Gehäuse auseinander zu bauen, wobei auseinander ziehen wohl die bessere Formulierung ist. Der Innenraum des Players ist recht aufgeräumt und die Verarbeitung ist wie von außen gut.
Auf vielen uns hier lediglich einige kleinere Stellen, welche zum Schutz mit einer Art Kleber versehen wurden. Hier sollen Bauteile geschützt und Kurzschlüsse verhindert werden. Jedoch hätten wir uns an der einen oder anderen Stelle eine etwas sparsamere Nutzung gewünscht. Den Betrieb stören tut dies aber nicht.
Bevor wir den Einbau der Festplatte beschreiben, müssen wir hier leider auf etwas hinweisen. Fantec bietet den Media Recorder, wie bereits erwähnt, auch mit verbauten Festplatten an. Bei diesen Exemplaren ist es nicht notwendig auf die Montage der Festplatte einzugehen. Bestellt sich jedoch jemand das Gehäuse ohne Festplatte, wird er mit Hilfe einer Anleitung durch die Montage geführt. Diese Anleitung liegt den Verkaufsversionen bei, kann aber bei Bedarf auf der Homepage von noch Fantec heruntergeladen werden, ebenso wie eine Anleitung für die ersten Schritte mit dem Media Recorder.

Als erstes müssen an der Unterseite der gewünschten Festplatte die beiden Halteschienen verschraubt werden. Wir empfehlen bei diesem Schritt die Schrauben noch nicht komplett fest zu ziehen. Werden die Schienen schon stramm an die Festplatte geschraubt, so kann es schwierig werden alle vier Löcher im Gehäuse und an den Schienen übereinander gelegt zu bekommen.
Lässt man allen Schrauben ein wenig Spielraum so lassen sich alle problemlos ansetzen. Sind alle acht Schrauben richtig positioniert, können diese abwechselnd angezogen werden, handfest ist hier vollkommen ausreichend.
Das zusammengesetzte Innenleben kann nun wieder in den Rahmen geschoben werden. Um die Montage abzuschließen, werden beide Füße an die Unterseite des Gehäuses geschraubt und die Gummistreifen auf die Füße geklebt.

Inbetriebnahme
Bevor wir uns nun dem Menü widmen noch schnell ein paar Worte zur Rückseite des Gehäuses und den dort vorhandenen Anschlüssen. Der MM-HDRL unterstützt neben einem kabelgebundenem Netzwerk auch kabellose Netzwerke. Fantec liefert für diesen Einsatz in der MM-HDRL + WiFi Variante bereits einen WiFi-Adapter mit. Dieser braucht lediglich in einen freien USB-Anschluss gesteckt werden und wird automatisch vom Player erkannt.
Auf dem folgendem Bild haben wir den Extremfall an möglichen Anschlüssen dargestellt. Alle Anschlüsse, ausgenommen der HDMI-Port, sind belegt. Gut zu erkennen ist, dass es zwischen keinem der anzuschließenden Kabel oder Adapter zu Platzproblemen kommt. Die Abstände wurden groß genug gewählt um alle Kabel leicht zu erreichen. Im alltäglichen Betrieb wird der Media Recorder aber nie so voll bestückt sein wie in diesem Beispiel. Probleme können lediglich beim Anschluss eines weiteren USB-Gerätes in Kombination mit dem WLAN-Stick auftreten. Da dieser recht breit ist wird es an den beiden Anschlüssen eng. Eine einfache USB-Verlängerung könnte hier Abhilfe schaffen.
Bevor der Spaß mit dem MM-HDRL losgehen kann muss die frisch verbaute Festplatte initialisiert werden. Der Dialog zur Einrichtung ist beim ersten Ausführen nur auf Englisch verfügbar, Fantec legt dem Gerät aber einen Zettel bei, welcher alle Schritte genau erklärt. Wird das Gerät ein weiteres Mal initialisiert ist die voreingestellte Sprache auch bei der Einrichtung der Festplatte verfügbar.
OSD-Menü
Ist die Initialisierung durchgelaufen, begrüßt der Media Recorder den Nutzer mit dem Begrüßungsbildschirm von Fantec.
Ist der MM-HDRL hochgefahren, was ca. 25 Sekunden dauert, erscheint das farbenfrohe Menü. In diesem sind die fünf Hauptpunkte leicht anwählbar. Im einzelnen sind dies: Video-In, Player, Browser, Setup und Playlist.

Das Hauptmenü und auch die Untermenüs lassen sich intuitiv bedienen und sind zum großen Teil selbsterklärend. So fällt es nicht schwer das Menü von Englisch auf Deutsch umzustellen. Bei so gut wie keinem Menüpunkt stellt sich wirklich die Frage, was dieser bewirkt und was dort eingestellt werden soll. Eingaben, die Buchstaben und Zahlen benötigen, wie z.B. die Konfiguration des Netzwerkes, können bequem über eine Bildschirm-Tastatur erledigt werden. Auch konnte Fantec das Problem mit den Umlauten bei Dateinamen und Ordnern beheben und so werden diese nun korrekt angezeigt. Lediglich bei den ID3-Tags scheint es noch zu kleineren Problemen zu kommen, so wurden dort die Umlaute nicht korrekt angezeigt. Fantec prüft momentan nach woran dies liegt.
Generell ist die Aufnahme und auch die Wiedergabe von verschiedenen Dateiformaten unproblematisch und auch die Nutzung externe Datenträger geht problemlos. So konnten alle angegebenen Dateiformate von uns, bis auf einige mp3-Dateien, abgespielt werden. Ruckler oder Aussetzer waren nicht feststellbar. Die Problematik der einzelnen mp3-Dateien (128 kBit/s bei 44kHz), die nicht abgespielt werden konnten, hat Fantec genauer Untersucht. Es wurde festgestellt, dass bei eingebetteten Bildern in den Dateien der Media Recorder diese nicht abspielen kann. Hier muss bei der Konvertierung der Dateien also darauf geachtet werden, dass etwaige Vorschaubilder nicht in die mp3-Dateien mit eingebunden werden.
Da häufig die Frage nach der Geräuschkulisse eines Mediaplayer/ Media Recorder aufkommt, wollen wir auch darauf noch eingehen. Der verbaute 30-Millimeter-Lüfter ist entgegen unserer Erwartungen recht leise, jedoch nicht unhörbar. Problematischer empfinden wir, dass die Geräusche der verbauten Festplatte nahezu ungedämpft nach außen gelangen. Bei einer angemessenen Entfernung zum Gerät und einer entsprechenden Mindest-Lautstärke fallen diese nicht auf. Wenn aber bei geringer Lautstärke Videos geschaut oder aufgenommen werden und der Abstand zum Media Recorder weniger als drei Meter beträgt, können diese Nebengeräusche störend wirken.

Fazit

Fantec konnte mit dem MM-HDRL Media Recorder im Vergleich zum Vorgänger einiges verbessern. Nicht nur die Erweiterung des Funktionsumfanges um eine Aufnahme-Funktion ist hier zu nennen, auch die Netzwerkfähigkeit ist eine nützliche Erweiterung. Leider liefert Fantec kein HDMI-Kabel mit, auf Nachfrage wurde uns aber der schon vermutete Grund genannt. Der Preis des Media Recorders würde so teurer ausfallen und es kann nicht für jeden Anwender die passende Länge beigelegt werden. So entschied man sich dazu, den Media Recorder für einen günstigeren Preis anzubieten und dafür auf das HDMI-Kabel zu verzichten. Die kleineren Fehler, die in unserer Testversion noch auftraten (Fehlerhafte Anzeige der ID3-Tags und die Probleme mit einigen mp3-Dateien) werden wohl mit einer der nächsten Firmwareversionen behoben werden. Insgesamt mach der MM-HDRL Media Recorder einen durchdachten Eindruck und konnte uns während des gesamten Testzeitraumes größtenteils überzeugen. Neben der uns vorliegenden Version bietet Fantec mittlerweile auch neues Modell mit integriertem DVB-T Tuner (MM-HDRTV) an. Die bereits vorhandenen Funktionen bietet auch die neue Version. Die uns vorliegende Version ohne verbaute Festplatte ist schon für ca. 150 Euro erhältlich.


Pro & Contra

Pro
+ umfangreicher Lieferumfang
+ einfache Inbetriebnahme
+ intuitive Bedienung
+ gute Bildqualität

Contra
- Probleme mit Umlauten in ID3-Tags
- Probleme bei einigen mp3-Dateien
- Festplattengeräusche werden kaum gedämpft


Award

Wir verleihen dem Fantec Media Recorder für die erbrachten Leistungen unseren DeXgo-Silber-Award.
DeXgo-Silber-Award

Danksagung

Dieser Artikel entstand mit freundlicher unterstützung von FANTEC.

Weitere Informationen

Dieser Artikel wurde von Mephisto verfasst.
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