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Laing DDC-Aufsätze


Einleitung

Vor kurzem konnten wir euch einen Vergleichstest verschiedener Aufsätze für die Laing DDC Pumpe präsentieren, die gleichzeitig auch als Ausgleichsbehälter dienen. Im heutigen Artikel präsentieren wir euch einen Vergleichstest der "normalen" DDC-Aufsätze. Diese sind reine Deckel ohne Ausgleichsbehälter und dienen dazu die Leistung, Optik und Lautstärke der Pumpe zu verbessern. Wie sich die verschiedenen Modelle schlagen, erfahrt ihr im Bericht. Mit dabei in diesem Roundup sind folgende Aufsätze: Alphacool DDC Plexi Aufsatz, EK-DDC X-Top, Koolance Pump Nozzle Base, OCLabs XPTop, Watercool DDC Case, XSPC Laing DDC Acrylic Top sowie ein Prototyp des EK-DDC X-Top V2.

Laing DDC - Der Standard-Aufsatz
Bevor wir die verschiedenen Spezial-Deckel vorstellen, wollen wir einen Blick auf die Pumpe und deren herstellerseitigen Aufsatz werfen. Im Bild zu sehen ist eine Laing DDC-1T+, auch bekannt als Laing DDC "Ultra".
Einer der Nachteile des Original-Deckels ist schnell ersichtlich: Er ist mit Schlauchtüllen ausgestattet, die für Schläuche mit bis zu zehn Millimetern Innendurchmesser ausgelegt sind. Beträgt der Innendurchmesser 9,5 oder acht Millimeter, so lässt sich der Schlauch noch anbringen, mit dickeren oder dünneren Schläuchen stößt man aber auf Schwierigkeiten.
Der Deckel besteht aus Kunsstoff und ist recht einfach gestaltet. Die mittlere Tülle ist der Einlass, die seitlich versetzte der Auslass.
Alle in diesem Artikel vorgestellten Pumpen-Aufsätze lassen sich im Austausch gegen den Original-Deckel auf der Laing DDC verschrauben.

EK-DDC X-Top
Der erste Testkandidat stammt von EK Waterblocks und wird mit "X-Top" bezeichnet. In der Verpackung befinden sich neben dem Deckel selbst eine kurze Montageanleitung sowie vier Schrauben zum befestigen des Aufsatzes.
Der X-Top ist aus POM gefertigt und wirkt sehr schlicht. Bei näherem Betrachten sind feine Fräs-Spuren zu sehen, die aber nicht störend wirken, sondern die Oberfläche eher noch verschönern. Außer dem EK Waterblocks-Logo auf der Oberseite ist der Deckel unverziert.
Der Deckel sitzt fast nahtlos auf dem Pumpen-Körper - einzig an der Front steht er einige Millimeter über. Der Einlass für die Pumpe befindet sich oben in der Mitte, direkt über dem Drehkörper der Pumpe. Der Auslass ist an gewohnter Stelle vorne links platziert.
Auch mit eingeschrauben Schlauchtüllen oder Schraubanschlüssen macht sich der X-Top gut. Bleibt abzuwarten, wie er sich in den Leistungstests schlägt.

EK-DDC X-Top V2 Prototyp

Wir erhielten auch ein Sample des noch unveröffentlichten EK-DDC X-Top V2, den wir euch natürlich auch vorstellen wollen. Allerdings muss betont werden, dass es sich dabei um ein Vorserien-Modell handelt und sich die finale Version des X-Top-Nachfolgers in Material, Bauart und weiterem von diesem Prototypen unterscheiden könnte.
Der X-Top V2 besteht aus Acryl. Da das Material gefräst und nicht gegossen wurde, sind an den seitlichen Flächen feine, aber ästhetische Fräs-Spuren zu sehen, die auch für den matten Look des Deckels verantwortlich sind.
Dank des transparenten Materials ist der innere Aufbau des Aufsatzes gut sichtbar. Ob sich im Gegensatz zum Vorgängermodell etwas an der Ausrichtung oder Beschaffenheit des Auslass-Kanals geändert hat, können wir aber nicht feststellen.
Im Vergleich zum X-Top können wir einige, wenige Unterschiede feststellen: An der Unterseite ist sichtbar, dass die Einlassöffnung beim X-Top V2 verkleinert wurde. Außerdem ist die runde Aussparung für den Drehkörper etwas anders geformt. An der Oberseite ist eine kosmetische Änderung sichtbar: Das Logo wurde hinter das Gewinde verschoben und davor ist die Bezeichnung "X-TOP V2" eingefräst.
Genau wie beim X-Top ist auch beim X-Top V2 der Einlass oben mittig und der Auslass vorne Links zu finden. Das neu verwendete Acryl dürfte Benutzern von bunten Wasserzusätzen Freude bereiten.

OCLabs XPTop
Von OCLabs gibt es neben dem im letzten Vergleichstest schon vorgestellten XPRes, auch den XPTop, den wir dieses Mal testen dürfen. Der Lieferumfang besteht neben dem Deckel selbst lediglich aus den vier benötigten Schrauben.
Der OCLabs XPTop ist aus UV-aktivem Kunststoff gefertigt und, bis auf ein paar Späne in den Gewinden, gut verarbeitet. Dieser Deckel ist der kleinste und flachste im Vergleich. Ein Warnhinweis an der Verpackung rät dazu, die Schrauben und Anschlüsse nicht zu stark anzuziehen, um eine Beschädigung des Kunststoffes zu vermeiden.
Wie viele der Aufsätze ist auch beim XPTop der Einlass oben und der Auslass vorne, seitlich versetzt angebracht. Der Auslasskanal ist im Gegensatz zu dem des Original-Deckels deutlich breiter.
Auf der Pumpe montiert wird nochmals ersichtlich, wie flach der Aufsatz ist. Die Form folgt hier der Funktion und ist auf das Minimum reduziert.
Unter UV-Licht leuchtet dieser Deckel in hellem Blau auf. Die Schlauchtüllen und andere Anschlüsse wirken beim XPTop fast überdimensioniert.

XSPC Laing DDC Acrylic Top
Von XSPC kommt ein Testkandidat, dessen Name nicht deskriptiver sein könnte: Der Laing DDC Acrylic Top. Außer den Montageschrauben und dem Aufsatz befindet sich nichts weiter im Lieferumfang.
Der Deckel aus klarem, gegossenem Acryl ist an der Oberseite mit dem Schriftzug des Herstellers versehen. Form und Dimensionen dieses Aufsatzes sind mit denen der bereits vorgestellten Deckel von EK Waterblocks vergleichbar.
Unser Exemplar hat leider einen Schönheitsfehler an der Unterseite: Die innere Fläche ist uneben und einige Luftblasen verblieben im Kunststoff. Was den Aufbau betrifft ist hier auffällig, dass sich der Einlass ganz unten deutlich verengt.
Der XSPC-Deckel ist an die Dimensionen der Laing DDC angepasst und steht nur an der vorderen Kante einige Millimeter über. Der Auslass ist leicht nach oben geneigt, wie auf dem Bild rechts sichtbar ist.
Bis auf den erwähnten Schönheitsfehler ist dieser Aufsatz optisch sehr ansprechend und gewährt auch Einblicke auf die Kühlflüssigkeit und den Drehkörper der Pumpe.
Rückseitig am Deckel befinden sich zwei Einlässe, passend für 5-mm-LED. Da der Aufsatz glasklar ist, ergibt sich ein strahlend heller Leuchteffekt.

Watercool DDC Case
Watercool stellt ebenfalls einen Laing-Aufsatz, genannt DDC Case, her. In der Verpackung befindet sich der Aufsatz zusammen mit dem Zubehör in Plastik eingeschweisst. Neben den üblichen Schrauben zur Montage des Deckels liegt hier auch ein Sechskant-Schlüssel bei.
Der Aufsatz mit der kantigen Bauform besteht aus klarem Acryl. Ein- und Auslass sind mit Pfeilen gekennzeichnet.
Die Grundfläche des Watercool-Deckels ist etwas größer als diejenige der Pumpe. Auf dem Bild rechts ist ersichtlich, dass die beiden vorderen Gewinde sehr nah zusammenstehen.
An die beiden vorderen Gewinde passen nebeneinander nur Schlauchtüllen und kleinere Schraubanschlüsse (hier 10/8).
Selbst wenn der obere Einlass verwendet wird, bleibt für den vorderen Anschluss wegen der Verschlusskappe nur wenig Spielraum. Der hier gezeigte 13/10-Schraubverschluss von Bitspower ist der größte Anschluss, der neben der Verschlusskappe noch Platz findet. An beiden Seiten des DDC Case sind LED-Einlässe vorhanden und der Beleuchtungseffekt ist, wie auf dem Bild rechts zu sehen, gelungen.

Alphacool DDC Plexi Aufsatz
Ein weiterer Testkandidat wird von Alphacool hergestellt. Die unauffällige Schachtel enthält den Aufsatz, vier Schrauben und eine Verschlusskappe. Auf dem Bild rechts ist der Aufsatz von Alphacool (rechts) nebem demjenigen von Watercool (links) zu sehen. Die beiden Aufsätze sind sich sehr ähnlich, dürfen aber auf keinen Fall verwechselt werden, wenn der Ausgleichsbehälter von Alphacool verwendet werden soll. Der Ausgleichsbehälter lässt sich nur auf dem Deckel des Alphacool-Aufsatzes montieren.
Der Deckel von Alphacool ist aus Acryl gefertigt und durchweg gut verarbeitet. Wie auch beim Watercool DDC-Case kann der Einlass entweder an der Front oder oben auf dem Deckel angebracht werden.
Um Verwechslungen auszuschließen sind die beiden Gewinde an der Front mit "I" und "O", für "In" und "Out" bezeichnet. Ein- und Auslasskanal sind relativ schmal gestaltet.
Der Alphacool-Aufsatz ragt zu allen Seiten einige Millimeter über die Kanten der Pumpe heraus. Genau wie beim Watercool DDC Case ist auch bei diesem Aufsatz zu beachten, dass breite Anschlüsse nicht angebracht werden können, weil sie mit dem zweiten Anschluss oder der Verschlusskappe an der Front kollidieren.
Schlauchtüllen und schmale Schraubverschlüsse lassen sich problemlos auch nebeneinander anbringen.

Koolance Pump Nozzle Base
Koolance stellt einen Aufsatz her, den "Pump Nozzle Base" nennen, was sich in etwa mit "Anschluss-Basis (für die Pumpe)" übersetzen lässt. Der Aufsatz wird zusammen mit vier Montageschrauben geliefert. In der Verpackung liegt auch eine dichte, einseitig klebende Gummiplatte bei, deren Zweck wir aber nicht erschliessen konnten. Ein Handbuch, das einem darüber aufklären könnte, fehlt.
Der mattierte Acryl-Aufsatz ist mit insgesamt vier Anschluss-Gewinden versehen, von denen jeweils zwei mit Verschlusskappen abgedichtet werden.
Die vier Gewinde sind alle deutlich sichtbar mit "In" oder "Out" beschriftet, so dass es zu keinen Verwechslungen zwischen Ein- und Auslass kommt.
Die Innengewinde am Deckel sind relativ kurz wodurch sich Anschlüsse und Tüllen mit sieben-Millimeter-Gewinden nicht komplett einschrauben lassen. Ausserdem stellten wir deutliche Leimrückstände in den Anschlussgewinden des Deckels fest. An einem der Gewinde mussten wir etwas von diesem Leim abfeilen, damit überhaup ein Anschluss eingeschraubt werden konnte.
Die vorhandenen Gewinde lassen mit dem Koolance-Aufsatz vier verschiedene Anschluss-Kombinationen zu. Das Bild links zeigt die "klassische" Variante mit dem Einlass oben und dem Auslass vorne. Rechts die Möglichkeit, die auch die Deckel von Watercool und Alphacool bieten: Einlass und Auslass vorne.
Die Gewinde sind überall weit genug auseinander, dass auch breite Anschlüsse verwendet werden können (hier Bitpower 1/2" Schraubanschlüsse).
Die weiteren Anschlussmöglichkeiten sind: Einlass und Auslass oben (Bild links) und Einlass vorne, Auslass oben (Bild rechts).

Testsystem

Folgende Tools kamen beim Test der Deckel zum Einsatz:

- Durchflusssensor Digmesa FHKUC 70
- T-Balancer bigNG plus Sensorhub zum auslesen des Durchflusses
- 13/10 Masterkleer Schlauch und 16/12 Tygon
- Stufenweise einstellbarer Kugelhahn, um Widerstand im Kreislauf zu erzeugen
- EK Multioption Ausgleichsbehälter

Die Pumpe wird an einem Lüfteranschluss des T-Balancer angebracht, wodurch wir auch die Spannung regulieren können. Mit Hilfe des Kugelhahns können wir verschiedene Stufen von Restriktion im Wasserkreislauf erzeugen und so annähernd verschiedene WaKü-Kreisläufe simulieren.
Indem wir die Drehzahl des Schwungkörpers an der Laing DDC 1T+ im Testkreislauf auf 3000 Umdrehungen pro Minute drosseln, können wir außerdem die Leistung eine Laing DDC 1T simulieren.

WICHTIG: Die hier gemessenen Werte lassen sich nicht direkt mit denen des Laing-AGB-Aufsatz-Tests vergleichen; wegen des zusätzlich benötigten Ausgleichsbehälters sind die Schlauchwege in diesem Vergleich nicht identisch mit denen des letzten.


Leistungsvergleich

Bei den folgenden Werten zum maximalen Durchfluss ist zu beachten, dass in unserem Kreislauf keine Kühlblöcke oder sonstige Komponenten außer dem Durchflusssensor eingebunden sind. Die angegeben Werte werden in einem voll ausgestatteten Wasserkühlungskreislauf nie erreicht werden. Wir messen und vergleichen hier also eine theoretische Höchstleistung.

Maximaler Durchfluss, DDC-1T+


In diesem Vergleich wird sofort ersichtlich, dass jeder der Deckel für einen deutlichen Leistungsschub gegenüber dem Original-Deckel sorgt. Außerdem ist interessant zu sehen, dass der EK-DDC X-Top im Mittelfeld liegt, die Vorabversion des X-Top V2 aber den Spitzenplatz erreicht. Offenbar machen die minimalen Änderungen, die wir optisch feststellen konnten, einiges aus.


Maximaler Durchfluss, DDC-1T


In unseren Regionen wird die weniger starke Laing DDC-1T häufiger eingesetzt als die DDC-1T+ unseres Testsystems. Deshalb hier noch der Leistungsvergleich mit der simulierten DDC-1T. Im Verhältnis zu einander bleiben die Leistungen die selben, nur die absoluten Durchflussmengen sind geringer.


Leistung in Abhängigkeit des Widerstandes

Die theoretischen Höchstleistungen bieten zwar einen interessanten Vergleich, um die Sache aber der Praxis näher zu bringen, überprüfen wir, wie sich die Leistung mit steigendem Widerstand verhält:

WICHTIGER HINWEIS: Wir erzeugen den Widerstand mit einem stufenweise einstellbaren Kugelhahn. Wir haben die Einstellungen von 0 (ganz offen) bis 6 (versiegelt) nummeriert. Allerdings steigt der Widerstand auf dieser Skala nicht linear an. Das heißt, dass Einstellung Nummer 4 nicht doppelt so viel Widerstand wie Einstellung Nummer 2 bedeutet. Die Grafik und die Werte dienen nur dem Vergleich der Aufsätze unter einander.
Hinweis: Um die Unterschiede etwas deutlicher zu machen, beginnt die Skala hier nicht bei null, sondern bei 150 Litern pro Stunde.

Wir sehen in diesem Vergleich ein Bild, an das wir uns schon beim vorangegangenen Vergleichstest der AGB-Aufsätze gewöhnen durften: Während bei geringem Widerstand im Kreislauf noch mehr oder weniger deutliche Unterschiede zwischen den Leistungen festzustellen sind, rücken die Werte bei steigendem Widerstand immer näher zu einander. Letztlich erreichen auf Stufe fünf, der letzten Stufe, bevor der Hahn ganz geschlossen ist und keinen Durchfluss mehr zulässt, alle der getesteten Aufsätze einen Durchfluss von etwa 150 Litern pro Stunde. Besonders auffällig ist die Kurve des Koolance-Aufsatzes: Während die Leistung bei niedrigem Widerstand unterdurchschnittlich ist, liefert dieser Deckel bei höherem Widerstand überraschend gute Ergebnisse.


Praxisvergleich
Im "Praxisvergleich" sehen wir uns den Durchfluss mit einer simulierten DDC-1T bei mittlerem (gelb), hohem (orange) und sehr hohem (rot) Widerstand an.

Während es interessant zu sehen ist, dass sich hier der Koolance-Aufsatz an die Spitze setzen kann, muss auch eingesehen werden, dass die Unterschiede zwischen den Deckeln nun kaum noch relevant sind. Da mit einer gewissen Messungenauigkeit zu rechnen ist, lässt sich aus diesem Vergleich kaum mehr ziehen, als dass die meisten Deckel doch marginal besser als der Original-Deckel sind, aber sich letzlich untereinander kaum unterscheiden.
Nur in einem Highflow-Kreislauf sind die Leistungsunterschiede der verschiedenen Aufsätze von Bedeutung.

Leistung, Teil 2

Alphacool, Watercool

Die Deckel von Watercool und Alphacool bieten je zwei verschiedene Anschluss-Konfigurationen. Der Auslass befindet sich immer an der Front, der Einlass kann aber entweder an der Front oder oben gewählt werden. In den vorangegangenen Vergleichen haben wir immer die Werte der "Top in, Front out" genannten Konfiguration gewählt - also den Einlass an der Oberseite platziert. Die folgende Grafik zeigt, warum:
Hier sehen wir in dunkelblau und -grün die Leistung mit dem Einlass oben und in hellblau und -grün die Leistung mit dem Einlass vorne. Während auch hier die Unterschiede bei sehr hohem Widerstand unwesentlich werden, zeigt sich doch, dass der Fronteinlass bei mittlerem bis geringem Widerstand eine deutlich schlechtere Leistung bringt als der Top-Einlass. Die Leistung nimmt gegenüber der mit dem Original-Deckel der Laing sogar noch ein wenig ab.
Außerdem entwickeln beide Aufsätze bei höheren Durchflussmengen störende Nebengeräusche, wenn der Einlass an der Front benutzt wird.


Koolance

Der Koolance-Deckel ermöglicht gleich vier verschiedene Anschluss-Konfigurationen. Die Daten der vorhergehenden Seite beziehen sich auch hier auf die Konfiguration mit dem Einlass oben und dem Auslass vorne. Die folgende Grafik zeigt, wie sich die verschiedenen anderen Konfigurationen leistungsmässig schlagen:
Wir können hier wiederum feststellen, dass die "Top in, Front out"-Variante die beste Förderleistung mit sich bringt. Die beiden Konfigurationen mit dem Front-Einlass erweisen sich gegenüber dem Original-Deckel der Laing sogar als Durchflussbremse.
Wie auch bei den Deckeln von Watercool und Alphacool können wir mit dem Koolance-Aufsatz störende Nebengeräusche feststellen, wenn der obere Einlass mit einer Verschlusskappe versehen wird. Das liegt daran, dass im kleinen Zulaufkanal von diesem Gewinde aus ein Wirbel entsteht. Das Problem lässt sich mildern, wenn die Pumpe etwas geneigt und gedreht wird, um den Kanal zu "entlüften", ganz ausbleiben will der Wirbel aber nicht. Mit den Anschlusskonfigurationen "Front in, Top out" und "Front in, Front out" ist der Koolance-Deckel in Kombination mit der stärkeren Laing DDC-1T+ nicht empfehlenswert, da die Störgeräusche erst bei relativ geringem Durchfluss ein erträgliches Niveau erreichen.
Lautstärke

Wir wollen nun die Silent-Tauglichkeit der Aufsätze testen. Die Pumpe wird dazu auf eine Schaumstoffunterlage gestellt und dann soweit gedrosselt, bis sie nur noch aus nächster Nähe hörbar ist. Damit beantworten wir die Frage: "Bei welcher Fördermenge ist die Laing DDC mit diesem Aufsatz leise?"
Die AGB-Aufsätze konnten hier die Geräusche der Pumpe oft sehr gut reduzieren, da das Wasser im Ausgleichsbehälter zur Geräuschdämmung beiträgt. Die reinen Deckel schlucken wesentlich weniger Geräusche. Wir haben hier in erster Linie darauf geachtet, die Pumpe soweit zu drosseln, bis keine störenden Nebengeräusche mehr hörbar waren - ein leises Brummen der Pumpe bleibt bei jedem Deckel noch vorhanden.


Leise@, geringer Widerstand


Dass hier die Resultate mehrmals praktisch identisch sind, ist ein Zufall. Der Zufall ist aber für den Test ganz passend, da es sich bei der Lautstärke um einen subjektiven Eindruck handelt und somit eine größere Messungenauigkeit auftritt. Auch bei einer feineren Streuung der Daten ließe sich also nicht viel mehr aussagen, als dass die beiden Deckel von EK Waterblocks ein etwas besseres, die Deckel von Watercool und Alphacool ein etwas schlechteres Lautstärke/Leistungs-Verhältnis haben.


Leise@, hoher Widerstand


Bei hohem Widerstand ist auffällig, dass die Deckel von Alphacool und XSPC leise Nebengeräusche entwickeln, die erst bei relativ stark gedrosselter Pumpenleistung verstummen. In den beiden Lautstärke-Vergleichen können wir keine Angaben für den Original-Deckel machen, da die Pumpe während den letzten Testläufen leider einen Schaden erlitt.
Preisvergleich


* Der Original-Deckel ist natürlich bei jeder Pumpe bereits dabei und kann so auch mit 0 Euro gewertet werden. Separat ist der Deckel zum genannten Preis von 6,50 Euro erhältlich.

Im Preisvergleich fällt auf, dass 20 Euro gewissermassen der Standardpreis für einen Laing-Deckel darstellen. Der XSPC-Deckel ist hier besonders nennenswert, da er zu einem geringeren Preis eine beachtliche Leistung bietet.

Fazit
EK-DDC X-Top V2

Etwas ärgerlich, dass der überzeugendste Aufsatz im Vergleich noch nicht erhältlich ist. EK Waterblocks hat offensichtlich an entscheidenden Stellen nachgebessert und erreicht mit dem Nachfolger des X-Top in fast allen Vergleichen die Spitzenposition. Besonders erfreulich ist nicht nur der Leistungszuwachs, den dieser Aufsatz gegenüber dem Original-Deckel bringt, sondern auch die Tatsache, dass mit diesem Deckel fast keine Nebengeräusche entstehen und die Pumpe so für den Silent-Betrieb nur geringfügig gedrosselt werden muss.

Der EK-DDC X-Top V2 erhält für diese sehr guten Leistungen den DeXgo-Gold- sowie den DeXgo-Silence-Award. Lässt sich nur noch hoffen, dass der Aufsatz bald (und günstig) verfügbar wird.
XSPC Laing DDC Acrylic Top

Der Aufsatz von XSPC konnte ebenfalls in fast allen Belangen überzeugen. In den Leistungsvergleichen ist dieser Aufsatz immer auf den oberen Rängen zu finden. Nennenswert ist auch, dass der Aufsatz die guten Leistungen bei steigendem Widerstand besser halten kann als einige der anderen Testkandidaten. Negativ sind der Verarbeitungsmangel im Inneren des Deckels sowie die leisen Nebengeräusche, die mit dem Deckel entstehen, aufgefallen. Gerade diese Nebengeräusche sind zwar nichts Gravierendes, könnten aber Silent-Fanatikern auffallen, wenn alle anderen Geräuschquellen im PC bereits eliminiert sind.
Dem gegenüber steht der relativ niedrige Anschaffungspreis und die Möglichkeit, den Deckel sehr effektvoll zu beleuchten. Für alle, die Wert auf Optik und Leistung legen, ist der XSPC-Aufsatz empfehlenswert.

Der XSPC Laing DDC Acrylic Top verdient den DeXgo-Silber-Award und den DeXgo-Preis/Leisungs-Award.
EK-DDC X-Top

Der EK-DDC X-Top ist mit seiner einfachen Form, die sich schön an den Pumpenkörper anpasst und dem schwarzen POM mit feinen Frässpuren eine schlichte Schönheit. Dies ist allerdings ein rein subjektiver Eindruck und kann dadurch nicht in die Bewertung einfliessen. Was die inneren Werte des Deckels betrifft, stellt der X-Top, zusammen mit dem XPTop von OCLabs, das Mittelfeld in der Leistung dar. Die Unterschiede zwischend den beiden Aufsätzen sind oft im Bereich der Messungenauigkeit. Einzig im Leise@-Vergleich schneidet der X-Top etwas besser ab, als der XPTop.
Dank dem stabileren Material und dem mitgelieferten Handbuch, kann sich der Kandidat von EK Waterblocks knapp absetzen.

Der EK-DDC X-Top verdient sich den DeXgo-Silber-Award.
OCLabs XPTop

Der OCLabs XPTop fällt als erstes dadurch auf, dass er sehr flach und klein ist. Bei sehr engen Platzverhältnissen könnte dies, insbesondere im Vergleich zu den großen Deckeln von Alphacool und Watercool, einen entscheidenden Vorteil bedeuten. Was die Leistung betrifft, können wir uns nur wiederholen: Der XPTop stellt, zusammen mit dem X-Top, das Mittelfeld dar.
Ein negativer Aspekt ist, dass das sehr dünne Material mit Sorgfalt behandelt werden muss. Anschlüsse sollten hier keinenfalls mit einem Werzeug eingedreht werden, da sonst leicht Sprünge im Deckel entstehen können. Als Pluspunkt lässt sich bei diesem Deckel der "Modding-Faktor", der durch eine UV-Beleuchtung hervorgerufen wird, nennen.

Wir verleihen dem OCLabs XPTop den DeXgo-Bronze-Award.
Koolance Pump Nozzle Base

Der Aufsatz von Koolance entäuscht in mancher Hinsicht und überrascht in anderen Bereichen. Der Deckel hebt sich alleine schon dadurch von der Konkurrenz ab, dass er eine absolut vorbildliche Vielfalt an Anschlussmöglichkeiten bietet. Auch bei engen Platzverhältnissen steht so, fast unabhängig der Pumpen-Ausrichtung, einer sauberen und uproblematischen Schlauchführung nichts im Wege. Diese Stärke birgt aber zugleich eine Schwäche: Zwei der vier Möglichen Anschluss-Konfigurationen bremsen die Förderleistung der Laing DDC unter den Wert, der mit dem Original-Deckel erreicht wird und hinken dem restlichen Testfeld damit heillos hinterher. Zudem kommt das Problem der Geräuschentwicklung, wenn am oberen Einlass die Verschlusskappe sitzt. So ist die Flexibilität der Anschluss-Vielfalt wieder nur bedingt vorhanden. Die Leimrückstände in den Gewinden haben auch einen schlechten Eindruck hinterlassen - so etwas dürfte beim teuersten Aufsatz im Test nicht vorkommen.
Dem Gegenüber steht wieder die Tatsache, dass der Aufsatz mit der optimalen Konfiguration (Einlass oben, Auslass vorne) bei hohem Widerstand eine sehr gute Leistung an den Tag legt.
Können wir den Koolance-Aufsatz empfehlen? Nein. Aber abraten können wir davon auch nicht. Wer ihn der Optik wegen mag, Anschlüsse mit kurzen Gewinden verwendet, einen restriktiven Kreislauf und die schwächere Version der Laing DDC hat, wird damit zufrieden werden.


Watercool DDC Case

Der Watercool-Aufsatz bietet zwei verschiedene Möglichkeiten für die Platzierung des Einlasses, was auf Anhieb als großer Vorteil erscheint. Leider stellt sich heraus, dass es in der Praxis eher zum Nachteil wird. Da die beiden vorderen Gewinde so nahe bei einander liegen, dass breitere Anschlüsse nicht verwendet werden können, die Leistung bei der "Font in, Front out"-Konfiguration sehr deutlich abnimmt und sich dabei erst noch störende Nebengeräusche entwickeln, kommt diese Option kaum in Frage. Für die wesentlich bessere "Top in, Front out"-Konfiguration stellt dann die Verschlusskappe am unbenutzten Fronteinlass wieder ein Hindernis für breitere Anschlüsse dar.
In den verschiedenen Leistungsvergleichen kann der Watercool-Aufsatz nicht mit der Konkurrenz mithalten und bietet einzig im Leise@-Vergleich mit hohem Widerstand im Kreislauf einen beachtlichen Wert.


Alphacool DDC Plexi Aufsatz

Der Deckel von Alphacool ist in fast allen Aspekten nahezu identisch mit dem Watercool-Aufsatz. Er lässt sich allerdings mit dem AGB-Aufsatz von Alphacool kombinieren, was mit dem Watercool DDC Case nicht möglich ist. Für den Alphacool-Aufsatz ist außerdem eine Halterungsmethode für 3,5-Zoll Laufwerksschächte vorhanden, die wir aber nicht zum Test erhalten haben.
Der Alphacool-Deckel hat genau dieselben Probleme, die durch den Front-Einlass entstehen, wie wir sie oben beim Watercool DDC Case beschrieben haben. Auch in der Leistung sind die beiden Aufsätze beide praktisch gleichauf und bilden, vor dem Original-Deckel, das Schlusslicht im Vergleich.

Danksagung

Dieser Artikel entstand mit freundlicher unterstützung von Aquatuning.

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Dieser Artikel wurde von HESmelaugh verfasst.
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