» Artikel » Reviews » CPU-Kühler Roundup V2

CPU-Kühler Roundup V2


Einleitung

Bereits im März diesen Jahres schauten wir uns 17 Luftkühler sehr genau an und verglichen diese in mehreren Kategorien. Über sechs Monate später wollen wir eine Fortsetzung des damaligen Vergleiches durchführen und so haben wir für die 2te Auflage 15 weitere Heatpipe-CPU-Kühler diverser Hersteller ausführlich getestet. Wie sich die verschiedenen Kandidaten von 2PCOM, Auras, AVC, Noctua, OCZ, Scythe, Silenx, Titan, Vantec, Xigmatek und Xilence schlagen, erfahrt ihr auf den folgenden Seiten.

Vorwort

Bevor wir uns die einzelnen Testkandidaten genauer anschauen, auch bei diesem Roundup noch ein paar erklärende Worte vorweg. Die Sortierung der einzelnen Testkandidaten erfolgte ohne Wertung. Die Reihenfolge ergibt sich teils durch das Alphabet, teils durch den Zeitpunkt zu dem der Kühler die Redaktion erreichte. Auf den folgenden Seiten stellen wir jeden Kühler genauer vor und gehen auf einzelne Punkte, wie den Lieferumfang, die Verarbeitung und die Montage ein. Auch gehen wir dort auf die Betriebslautstärke der Kühler ein, jedoch noch nicht über die Kühlleistung.
Nach der Vorstellung der einzelnen Kühler haben wir für euch noch eine kleine Tabelle erstellt, in der ihr auf den ersten Blick sehen könnt, wie die einzelnen Exemplare in den entsprechenden Kategorien abgeschlossen haben. Für den Lieferumfang, die Verarbeitung und Montage nutzen wir zur Wertung die Begriffe sehr gut, gut, befriedigend, ausreichend und mangelhaft.
Um die Lautstärke der einzelnen Kühler vergleichen zu können, haben wir diese ebenfalls mit 5 verschiedenen Klassifikationen beurteilt. Diese reichen von unhörbar über kaum hörbar, hörbar und laut bis hin zu sehr laut. Wir gehen hierbei nach unserem subjektiven Hörempfinden, wobei einer Lüfter der im geschlossenem System nicht herauszuhören ist als kaum hörbar qualifiziert wird, ein Kühler der deutlich wahrnehmbar ist wird als laut qualifiziert.

Auras Wave (LPT-709)

Verpackung & Lieferumfang
Auras liefert den LPT-709 in einer schlichten Kartonverpackung aus. Auf dieser sind neben einigen technischen Daten auch zwei Thermobilder aufgebracht, die die Verbesserung zum Boxed-Kühler darstellen sollen. Im Lieferumfang befindet sich neben einer kurzen Einbauanleitung noch das Haltematerial für die Sockel 775 und AM2, eine Spritze mit Wärmeleitpaste und ein Aufkleber.
Zur Belüftung des Wave setzt Auras auf einen, laut Label hauseigenen 92-Millimeter-Lüfter. Dieser arbeitet im Drehzahlbereich von 800 bis 2400 Umdrehungen pro Minute und soll dabei rund 23 dB(A) laut sein. Leider lassen sich weder auf der Auras Homepage noch auf dem Lüfter Angaben zum Stromverbrauch finden.
technische Daten (Herstellerangaben soweit bekannt)
Maße Lüfter in mm (BxHxT)92 x 92 x 25
LagerartFDBB
Betriebsspannung in V12
Leistungsaufnahme in Wkeine Angabe
Umdrehungen pro min800 - 2400
Luftdurchsatz in m³/h78,78
Lautstärkeentwicklung in dB(A)23
Maße Kühler insgesamt in mm (BxHxT)86 x 140 x 92
Kühlkörpermaterial (Bodenplatte/Lamellen)Kupfer / Keine Angabe
KompatibilitätIntel LGA 775 und AMD K8 / AM2
Gesamtgewicht in g415
BesonderheitenPWM Lüfter mit blauer Beleuchtung
Verarbeitung
Die Verarbeitung des Wave ist auf einem hohem Niveau. Die Lamellen, die Heatpipes und auch die Entkopplung des Lüfters sind vorbildlich verarbeitet und so macht der Kühler einen optisch hochwertigen Eindruck. Der Lüfter wird mit Hilfe von vier Kunststoffstiften am Kühler befestigt, die Stifte dienen lediglich als Halterung und bieten auf Grund ihrer feste nur eine bedingte Entkopplung.
Der Wärmeabtransport von der Bodeplatte weg erfolgt über vier Heatpipes, welche die Wärme dann an 45 Lamellen abgeben. Um dem Namen Wave auch gerecht zu werden, sind die Lamellen auf der Rückseite auf einer Seite abgeflacht, so entsteht eine Andeutung einer Welle.
Die Verarbeitung der Bodenplatte ist sehr gut. Die Heatpipes sind mit dem Kupferboden verlötet worden um so eine gut wirksame Wärmeübertragung zu realisieren. Die Kontaktfläche zum Prozessor ist stark spiegelnd und weißt keinerlei Makel auf.
Im Betrieb leuchtet der Lüfter blau, durch den hohen UV-Anteil des Lichtes wirkt es auf dem Bild etwas lila. Bei voller Drehzahl ist der verwendete 92-Millimeter-Lüfter kein Leisetreter, außer dem deutlich hörbaren Luftrauschen gibt er aber keine störenden Nebengeräusche von sich.
Montage
Die Montage des Kühlers gestaltet sich durchwachsen. Die Halterung für den Sockel 775 muss lediglich mit den vier beiliegenden Schrauben am Kühler verschraubt werden, anschließend kann der Kühler dann mit den Push-Pins einfach auf dem Board montiert werden. Jedoch ist recht viel Druck auf die Push-Pins notwendig, um den Kühler sicher zu montieren.

Auras PRS-775

Verpackung & Lieferumfang
Auch der zweite Kühler von Auras, den wir in diesem Vergleich haben, wird in einer schlichten Verpackung geliefert. Einige Illustrationen zieren den Karton und auch ein paar technische Eckdaten sind auf der Verpackung zu finden. Der Lieferumfang fällt relativ knapp aus, lediglich eine Spritze mit Wärmeleitpaste und eine Einbauanleitung befinden sich im Karton.
Der verbaute 92-Millimeter-Lüfter verfügt über einen 3-Pin-Anschluss. Der Lüfter, der eine Leistungsaufnahme von 1,8 Watt hat, arbeitet mit einer Nenndrehzahl von 1860 Umdrehungen pro Minute und soll dabei lediglich 21 dB(A) laut sein.
technische Daten (Herstellerangaben soweit bekannt)
Maße Lüfter in mm (BxHxT)92 x 92 x 25
LagerartLong Life Sleeve Bearing
Betriebsspannung in V12
Leistungsaufnahme in W1,8
Umdrehungen pro min1860
Luftdurchsatz in m³/h67,40
Lautstärkeentwicklung in dB(A)21
Maße Kühler insgesamt in mm (BxHxT)94 x 138 x 68
Kühlkörpermaterial (Bodenplatte/Lamellen)Kupfer / keine Angabe
KompatibilitätIntel LGA 775
Gesamtgewicht in g483
Besonderheitenkeine
Verarbeitung
Der Kühler wird bereits fertig montiert ausgeliefert, er ist so ausschließlich für den Sockel 775 geeignet. Alternative Haltemechanismen lassen sich an diesen nicht anbringen. Der Lüfter wird entkoppelt mit Hilfe von vier Haltestiften am Kühler befestigt. Ein Rahmen um den Kühler leitet die Luft gezielt durch den gesamten Kühlkörper und sorgt so für eine optimale Nutzung des Luftstromes. An der Verarbeitung kann nichts ausgesetzt werden, scharfe Kanten oder Verarbeitungsfehler finden wir nicht.
Der Wärmetransport erfolgt über drei Heatpipes. Etwas verwundert waren wir nur über die Anordnung der Heatpipes (Anfang und Ende). Im Regelfall werden die Wärmeleitrohre so gelegt, dass diese abwechselnd angeordnet sind. Beim PRS-775 ist dies jedoch nicht der Fall, auf die Funktionalität hat dies aber keinen Einfluss.
Die Bodenplatte aus Kupfer ist ordentlich verarbeitet und plan. Rillen oder Riefen finden sich keine auf dem Boden.
Im Betrieb ist der ungeregelte 92-Millimeter-Lüfter des PRS-775 hörbar. Da der Lüfter über keine PWM-Steuerung verfügt, ist dieser also dauerhaft aus dem System heraushörbar. Anwendern, die auf ein Silent-System aus sind, raten wir entweder einen anderen Lüfter zu verbauen oder den beiliegenden Lüfter herunterzuregeln.
Montage
Die Montage des PRS-775 gestaltet sich sehr leicht. Sehr negativ viel uns hier nur die beiliegende Wärmeleitpaste auf. Obwohl es sich um die gleiche Paste wie beim Wave und beim TwinW handelt, ist die des PRS-775 sehr trocken und quasi unbrauchbar. So erreichten wir mit der Paste teilweise fast 13 Grad Celsius schlechtere Temperaturen als mit der Paste des Wave.

Auras TwinW (SMF-660)

Verpackung & Lieferumfang
Der dritte Kühler aus dem Hause Auras im Test ist der TwinW. Der Karton des TwinW ist wieder recht schlicht gehalten und in diesem finden wir lediglich eine Spritze Wärmeleitpaste, eine kurze Montageanleitung sowie das Montagematerial für den Sockel 775. Wieso hier auf das Montagekit für die AMD-Sockel, wie sie dem Wave beiliegen, verzichtet wird ist uns nicht ganz klar.
Der schwarze PWM-Lüfter des Wave ist ebenfalls 92 Millimeter groß. Der Lüfter kann durch das Mainboard zwischen 1200 und 2100 Umdrehungen pro Minuten geregelt werden uns soll so lediglich 22 dB(A) laut sein.
technische Daten (Herstellerangaben soweit bekannt)
Maße Lüfter in mm (BxHxT)92 x 92 x 25
LagerartFDBB
Betriebsspannung in V12
Leistungsaufnahme in W2,16
Umdrehungen pro min1200 - 2100
Luftdurchsatz in m³/h68,98
Lautstärkeentwicklung in dB(A) 22
Maße Kühler insgesamt in mm (BxHxT) 92,5 x 107,4 x 82
Kühlkörpermaterial (Bodenplatte/Lamellen) Kuper / keine Angabe
Kompatibilität Intel Socket 775
Gesamtgewicht in g 401,5
Besonderheiten PWM Lüfter
Verarbeitung
Wie der Name schon erahnen lässt setzt der TwinW auf ein Doppel-Tower-Design. Der Lüfter ist hierbei zwischen zwei Kühltürmen montiert und soll so besonder effizient arbeiten. Optisch ist an der Verarbeitung des TwinW nichts auszusetzen, jedoch sind die Lamellen an den Unterseiten teilweise doch recht scharfkantig.
Wir finden gerade ohne montierten Lüfter macht der TwinW einen sehr schönen Eindruck und erinnert ein wenig an den bekannten SonicTower von Thermaltake. Jedoch hat Auras hier die Lamellen auf beiden Seiten unterschiedlich angeordnet.
Die kupferne Bodenplatte ist ordentlich verarbeitet und spiegelt leicht. Jedoch ist der Boden an einer Seite bereits angelaufen. Selbst mit Reinigungsbenzin konnten wir den Boden nicht reinigen. Die Leistung beeinflusst die angelaufene Stelle zwar nicht, jedoch sollte so ein optische Makel auf einem Endverbraucher-Produkt nicht vorhanden sein.
"Wie Sie sehen, sehen Sie nichts." Das könnte das Motto für das nebenstehende Bild sein. Zu erkennen ist es nicht, ob sich der Lüfter dreht oder nicht, jedoch ist dies um so besser zu hören. Die Angabe von 22 db(A) erreicht der Kühler nicht, im Testfeld befinden sich aber noch lautere Kühler.
Montage
Die Montage des TwinW gestaltet sich etwas fummelig. Schuld daran ist der geringe Abstand der Lamellen zu den Haltestiften. Durch die scharfkantigen Lamellen wird die Montage noch zusätzlich erschwert, da es durch allzu sorglosem Vorgehen leicht zu kleineren Schnittwunden an den Fingern kommen kann.

AVC Black Samurai

Verpackung & Lieferumfang
Der Black Samurai vom Neuling AVC wird in einem großen, bunten Karton geliefert. Neben der Montageanleitung und einer Tube Wärmeleitpaste befinden sich noch das Montage Material und die Backplate für den Sockel 775 im Lieferumfang.
Der 2,52 Watt starke 120-Millimeter-Lüfter ist mit einem 4-Pin-Anschluss versehen und kann so bequem über das Mainboard geregelt werden. Der Lüfter wird dabei zwischen 800 und 2000 Umdrehungen geregelt und wird zwischen 16 und 27 dB(A) laut. Bei 2000 Umdrehungen pro Minute erreicht der Lüfter einen Luftdurchsatz von fast 140 Kubikmetern pro Stunde.
technische Daten (Herstellerangaben soweit bekannt)
Maße Lüfter in mm (BxHxT) 120 x 120 x 25
Lagerart Two Ball
Betriebsspannung in V 12
Leistungsaufnahme in W 2,52
Umdrehungen pro min 800 - 2000
Luftdurchsatz in m³/h 136,27
Lautstärkeentwicklung in dB(A) 16 - 27
Maße Kühler insgesamt in mm (BxHxT) 163 x 130 x 122
Kühlkörpermaterial (Bodenplatte/Lamellen) Kupfer / Aluminium
Kompatibilität Intel Sockel LGA775
Gesamtgewicht in g 760
Besonderheiten PWM Lüfter
Verarbeitung
Die Verarbeitung des Black Samurai ist sehr gut. Scharfe Kanten, Flecken oder andere Verarbeitungsspuren sind auf dem gesamten Kühler nicht sichtbar. Die Lamellen sind nicht verbogen und das optische Finish nahezu perfekt. Die sechs eingesetzten Heatpipes gehen symmetrisch von der Bodenplatte aus zu den Kühlerfinnen aus Aluminium. Durch das Abwinkeln der Lamellen am Rand wird wieder eine Art Windtunnel erzeugt, welcher die Luft zwingt, durch den gesamten Kühler zu gehen.
Der einzige Verarbeitungsmangel, wenn man davon überhaupt sprechen kann, ist bei den Lamellen unter dem Kühler zu erkennen. Dort sind die Abstände bei den äußeren Lamellen nicht 100 prozentig gleich. Der Abstand der Lamellen verzieht sich dort ein wenig, da der Lüfterrahmen in die Lamellen geschraubt wird. Die Heatpipes sind, im Vergleich zu vielen anderen Kühlern, mit dem Boden sehr sauber verlötet. So ist eine noch bessere Wärmeübertragung gewährleistet.
Der vernickelte Kühlerboden ist ebenfalls sehr sauber verarbeitet, spiegelt jedoch nicht. Auf dem Bild links zu erkennen ist auch, dass die Halterung nur an den Boden geschraubt ist und der Kühler so, zumindest theoretisch, flexibel auf verschiedenen Plattformen genutzt werden kann.
Im Betrieb wird der 120-Millimeter-Lüfter blau beleuchtet. Negativ fällt hier jedoch die Lautstärke bei zwölf Volt auf. Der Kühler ist bei maximaler Drehzahl keine Leistreter und ist deutlich aus dem laufenden System heraushörbar. Ein geregelter Betrieb ist hier dringend zu empfehlen.
Montage
Die Montage des AVC Black Samurai kann mit einem Wort beschrieben werden: vorbildlich. Zwar muss das Mainboard zur Montage demontiert werden, jedoch ist der gesamte Einbau kinderleicht und sehr sicher. Die Backplate wird unter das Mainboard gelegt und der Kühler dann einfach mit den beiliegenden Schrauben und Federn bis zum Anschlag festgezogen. Lediglich bei der Kompatibilität müssen wir dem Black Samurai Punkte abziehen. Durch die ausladenden Heatpipes kann es zu Problemen mit anliegenden Kühlkörpern der Northbridge oder Spannungswandler kommen.

Vantec FX 92

Verpackung & Lieferumfang
Am 18. Sptember stellte Vantec ihre neue CPU-Kühler Serie 'AeroFlow FX' vor. Den kleineren der beiden Kühler haben wir in diesem Vergleich im Test. Geliefert wird er in einem Karton, welcher einen Blick von zwei Seiten auf den Kühler ermöglicht. Im Lieferumfang befinden sich neben einer Montageanleitung noch eine Tube Wärmeleitpaste und das Montagematerial für die Intel Sockel 775, 478 und die AMD Sockel AM2, 754, 939, 940.
Der 92 Millimeter große Lüfter arbeitet mit bis zu 2800 Umdrehungen pro Minute. Dies wirkt sich auch auf den Leistungsbedarf des Lüfters aus, welcher mit 3,12 Watt relativ hoch ist. Auch bei der Angabe der Lautstärke macht sich dies bemerkbar, Vantec gibt hier eine Lautstärkeentwicklung von 18 bis 34 dB(A) an.
technische Daten (Herstellerangaben soweit bekannt)
Maße Lüfter in mm (BxHxT) 92 x 92 x 25
Lagerart Fluid Magnetic Bearing
Betriebsspannung in V 12
Leistungsaufnahme in W 3,12
Umdrehungen pro min 1025 - 2800
Luftdurchsatz in m³/h 28,2 - 88,5
Lautstärkeentwicklung in dB(A) 18 - 34
Maße Kühler insgesamt in mm (BxHxT) 92 x 138,8 x 77
Kühlkörpermaterial (Bodenplatte/Lamellen) - / Aluminium
Kompatibilität Intel 775, 478 und AMD AM2, 754, 939, 940
Gesamtgewicht in g 432
Besonderheiten PWM Lüfter
Verarbeitung
Der FX 92 ist ein grundsolider Kühler. Grobe Verarbeitungsmängel finden sich keine am Kühler, lediglich einige leicht verbogene Lamellen sind erkennbar. Der Lüfter ist entkoppelt am Kühler angebracht. Bei unserem Testexemplar saß der Kühler fest, jedoch wurde er, bzw. die Entkoppler, nicht komplett an die richtigen Stellen geschoben. Die drei Heatpipes sind an ihren oberen Enden mit Abschlussstücken versehen, welche für einen schönen Gesamteindruck sorgen.
Auf den beiden Bildern deutlich zu sehen sind die verbogenen Lamellen am unteren Ende des Kühlers. Da die Gummientkoppler sich nicht ganz so leicht in den Kühler schieben lassen ist davon aus zu gehen, dass zu viel Kraft aufgewendet wurde und sich die Lamellen dadurch verbogen haben.
Der Boden erinnert stark an die Kühler aus dem Hause Xigmatek. Vantec selbst bewirbt auf der Hompage die Kühler auch mit dem HDT-Feature. Die drei Acht-Millimeter-Heatpipes sind am Boden plan geschliffen, kleinere Lücken zwischen den Heatpipes und dem "Boden" sind jedoch vorhanden.
Vantec hat beim Lüfter eine Lautstärke von 18 - 34 dB(A) angegeben. Beim Betrieb mit zwölf Volt macht sich dies auch bemerkbar und so ist der Lüfter deutlich hörbar. Durch die Regelung über die PWM-Funktion sollte der Lüfter im normalen Betrieb jedoch nur selten voll aufdrehen.
Montage
Der FX 92 lässt sich recht simpel montieren, jedoch ist recht viel Druck auf die Push-Pins notwendig, um diese richtig einrasten zu lassen. Kompatibilitätsprobleme gibt es bei unserem Testmainboard in keiner der Einbauvarianten und auch auf anderen Mainboards sollten keine Probleme auftreten.

Xigmatek Achilles S1284C

Verpackung & Lieferumfang
Beim Achilles S1284C weicht Xigmatek erstmals von der üblichen Kartonverpackung mit Sichtfenster ab und liefert den Kühler in einer Blisterverpackung aus. Bevor jetzt einige die Hände über dem Kopf zusammenschlagen sei gesagt, die Verpackung ist nicht verschweißt und läßt sich sehr leicht öffnen. Der Lieferumfang des Kühler umfasst das benötigte Montagematerial sowie eine Montage- und Betriebsanleitung. Für unseren Test wurde uns von Xigmatek noch zusätzlich das Crossbow Montage-Kit mitgeliefert.
Als Lüfter ist ein 120-Millimeter-Exemplar mit weißer Beleuchtung im Einsatz. Dieser verfügt über einen 4-Pin-PWM-Anschluss und lässt sich zwischen 800 und 1500 Umdrehungen pro Minute regeln. Laut Herstellerangaben wird er dabei lediglich 20 dB(A) laut und schafft trotzdem einen Luftdurchsatz von rund 104 Kubikmetern pro Stunde.
technische Daten (Herstellerangaben soweit bekannt)
Maße Lüfter in mm (BxHxT)120 x 120 x 25
LagerartLong Life Bearing
Betriebsspannung in V12
Leistungsaufnahme in W2,4
Umdrehungen pro min800 - 1500
Luftdurchsatz in m³/h104,3
Lautstärkeentwicklung in dB(A)20,64
Maße Kühler insgesamt in mm (BxHxT)120 x 159 x 60
Kühlkörpermaterial (Bodenplatte/Lamellen)- / Aluminium
KompatibilitätSockel 939, 940, 754 und 775
Gesamtgewicht in g660
Besonderheitenbeleuchteter PWM-Lüfter
Verarbeitung
Die Verarbeitungsqualität des Achilles ist recht hoch, jedoch nicht vollkommen. So hat auch der Achilles mit verbogenen Lamellen zu kämpfen, jedoch hält sich das Problem in Grenzen und ist nur schwach vorhanden. Das "größere" Problem sind die lockeren oberen Lamellen. Da die vernickelten Heatpipes bis an das obere Ende mit Lamellen besetzt wurden, sitzen diese dort etwas lockerer. So ist Vorsicht geboten, da man sonst - mit viel Pech - die obersten ein oder zwei Lamellen lösen könnte. Wenn die Entkoppler für den Lüfter montiert sind wird dieses Problemchen jedoch minimiert.
Der orange-schwarze Lüfter lässt sich mit Hilfe der Entkoppler leicht befestigen und sitzt dann fest am Kühler. Einen kleinen Verarbeitungsmangel konnten wir an der Bodenplatte feststellen. Dort sind kleinere Kratzer im Rahmen vorhanden. Optisch unschön, für den Betrieb jedoch irrelevant.
Xigmatek verbessert die HDT-Technologie ständig weiter und so wurde die Anzahl der Heatpipes auf vier erhöht. Diese liegen jetzt noch dichter zusammen, um so die Kontaktfläche zur CPU möglichst groß zu halten. Die Verarbeitungsqualität hat im Vergleich zu den Vorgänger weiter zugenommen, nur gegen die kleineren Lücken zwischen den Heatpipes und dem Restboden kann weiterhin nichts gemacht werden.
Wie auch beim Red Scorpion S1283 macht der neue Lüfter nicht nur optisch eine sehr gute Figur. Auch von der Lautstärke kann der Lüfter überzeugen.
Montage
Die Montage gestaltet sich mit dem Crossbow Montage-Kit sehr leicht und ist jedem Anwender zu empfehlen. Unnötige Spannungen des Mainbaoards und die das Mainboard belastende Montage durch die Push-Pins können so vermieden werden. Nicht zuletzt sitzt der Kühler so auch bombenfest auf dem Mainboard. Es stellt sich nur die Frage, warum Xigmatek seine Kühler nicht bereits inklusive des Montage-Kits ausliefert. Kompatibilitätsprobleme sollten beim Achilles S1284C nicht auftreten, Kühler und Lüfter befinden sich hoch genug über den Mainboardkühlern.

Xilence Black Hawk

Verpackung & Lieferumfang
Xilence liefert den Black Hawk in einer Mischung aus Karton- und Kunststoffverpackung. Der Kühler ist zuerst sicher in Kunststoff verpackt und wurde anschließend in einem, an einer Seite offenen, Karton untergebracht. Im Lieferumfang befindet sich das Montagematerial, eine Spritze Wärmeleitpaste sowie eine Montageanleitung.
Der verbaute 120-Millimeter-Lüfter hat eine Bauhöhe von nahezu gigantischen 48 Millimetern. Auf dem Lüfter direkt und der Verpackung finden sich leider nur wenige Informationen zum Lüfter, so arbeitet dieser mit maximal 1800 Umdrehungen pro Minute und soll dabei nur 23 dB(A) laut sein. Zur Geräuschminderung tragen auch noch die vier Gummientkoppler bei, mit deren Hilfe der Lüfter befestigt ist.
technische Daten (Herstellerangaben soweit bekannt)
Maße Lüfter in mm (BxHxT)120 x 120 x 48
LagerartHydro Bearing
Betriebsspannung in V12
Leistungsaufnahme in W2,46
Umdrehungen pro min1800
Luftdurchsatz in m³/h131,26
Lautstärkeentwicklung in dB(A)23
Maße Kühler insgesamt in mm (BxHxT)154,5 x 143 x 143,5
Kühlkörpermaterial (Bodenplatte/Lamellen)Kupfer / Aluminium
KompatibilitätLGA 775, 754, 939, 940, AM2
Gesamtgewicht in g876
BesonderheitenPWM-Lüfter, Beleuchtung
Verarbeitung
Der Black Hawk ist tadellos verarbeitet. Scharfe Kanten oder Verarbeitungsspuren finden sich am gesamten Kühler keine. Einzig auffällig ist das leichte Hängen des Kühlers (Bild 4). Der Black Hawk wird seinem Namen nicht ganz gerecht, zwar sind der Lüfter, der Rahmen und auch die Seitenbelche des Kühlers in schwarz gehalten, jedoch hätten wir uns etwas mehr schwarz auf dem Kühlkörper an sich gewünscht.
Der Black Hawk besitzt insgesamt sechs Heatpipes, welche parallel durch den Kühler gehen. An insgesamt 55 Lamellen wird die Abwärme abgegeben und durch den Lüfter endgültig abgeführt.
Im Gegensatz zu vielen anderen Herstellern verzichtet Xilence auf eine Nutzung der Bodenplatte zur Erhöhung der Oberfläche. Die Heatpipes werden mit einem Belch auf dem Kupferboden fixiert und sind zusätzlich noch verlötet. Auf der Oberseite des Bodens befindet sich eine Führungsschiene, die zur Befestigung des Kühlers genutzt wird. Der Boden ist gut verarbeitet und plan, das Kupfer ist jedoch an mehreren Stellen leicht angelaufen.
Der Lüfter ist im Betrieb mit zwölf Volt recht deutlich hörbar, mit abnehmender Drehzahl pendelt sich die Geräuschkulisse aber in der Nähe des Silentbetriebes ein. Als optisches Gimmick verfügt der Kühler über eine dezente rote Beleuchtung, die kreuzförmig an der Lüfterhalterung angebracht ist.
Montage
Die Montage des Black Hawk ist eine der besten im gesamten Testfeld. Zwar muss das Mainboard ausgebaut werden, der Kühler sitzt anschließend aber bombenfest. Als erstes wird die Backplate mit vier Abstandshaltern an dem Mainboard verschraubt. Dann kann der Kühler aufgesetzt und bequem festgeschraubt werden. Die Größe der Abstandshalter ist so gewählt, dass die Schrauben, mit denen der Kühler befestigt wird, komplett eingeschraubt werden können.

2PCOM PS1264U

Verpackung & Lieferumfang
2PCOM liefert den PS1264U in einer Kartonverpackung mit Sichtfenster aus. Einige Informationen befinden sich auf dem Karton, insgesamt ist die Verpackung aber eher dezent gehalten. Der Lieferumfang ist recht karg und umfasst das Montagematerial für den Sockel 775, eine Montageanleitung, einer kleinen Tüte Wärmeleitpaste sowie einen Spachtel zum auftragen der Wärmeleitpaste.
Der verbaute Lüfter wird von 2PCOM selbst produziert, zumindest lässt das Label diesen Rückschluss zu. Der 120-Millimeter-Lüfter kann über das PWM-Signal gesteuert werden und arbeitet in dem recht großen Spektrum von 700 bis 2300 Umdrehungen pro Minute. Auch die Geräuschentwicklung ist dabei natürlich recht weit gefächert und soll laut Hersteller zwischen 16 und 34 dB(A) liegen.
technische Daten (Herstellerangaben soweit bekannt)
Maße Lüfter in mm (BxHxT) 120 x 120 x 25
Lagerart N.D.B
Betriebsspannung in V 12
Leistungsaufnahme in W 3,84
Umdrehungen pro min 700 - 2300
Luftdurchsatz in m³/h 47,6 - 156,4
Lautstärkeentwicklung in dB(A) 16 - 34
Maße Kühler insgesamt in mm (BxHxT) 129 x 154 x 75
Kühlkörpermaterial (Bodenplatte/Lamellen) - / Aluminium
Kompatibilität AMD 754, 939, 940, AM2, AM2+, AM3, 1207(F) CPU / Intel LGA775
Gesamtgewicht in g 592
Besonderheiten PWM-Lüfter
Verarbeitung
Die Verarbeitung des Kühler ist nicht exzellent aber durch aus als gut zu bezeichnen. Das Hauptproblem ist der Abstand der Lamellen zueinander. Aufgrund der Dünne der einzelnen Lamellen verschiebt sich die eine oder andere etwas. An den Seiten sind die Lamellen umgefalzt worden, um so dem Kühler mehr Stabilität zu verleihen, dies klappt leider nicht zu 100 Prozent. Gerade bei der Montage des Lüfters verschieben sich die Lamellen recht schnell. Es sei jedoch gleich gesagt, dies ist ausschließlich ein optischer Makel welcher keinerlei Einfluss auf die Leistung des Kühlers hat.
2PCOM schafft es dem Kühler an der Oberseite einen sauberen Abschluss zu geben. Erreicht wird dies, in dem die oberen Lamellen mit den etwas darunter liegenden verschraubt werden und so die Heatpipes nicht bis ganz nach oben geführt werden müssen. Was der Optik zu gute kommt schadet leider der Performance, denn so bleiben die oberen vier Lamellen quasi ohne Funktion.
Die unteren beiden Lamellen des Hauptblockes sind nach hinten verlängert und abgewinkelt. Durch diesen Mini-Spoiler sollen auch umliegende Komponenten, wie die Spannungswandler, mit Frischluft versorgt werden.
Auch der PS1264U setzt auf die HDT-Technologie und so sind vier Heatpipes verarbeitet worden, welche die Abwärme von der CPU abtransportieren sollen. Die Verarbeitung des Bodens ist sehr gut und der Zwischenraum zwischen den Heatpipes und der Haltestege ist auf ein Minimum reduziert.
Beim Betrieb mit zwölf Volt ist der Lüfter deutlich hörbar, bzw. sogar sehr laut. Die 2300 Touren bei einer Lautstärke von rund 34 dB(A) hört man deutlich und sind nur für hart gesottene Anwender auf Dauer ertragbar. Wird der Lüfter heruntergeregelt, so nimmt auch die Lautstärke deutlich ab.
Montage
Auch 2PCOM setzt bei der Montage des PS1264U auf die Intel Push-Pins. So bleibt auch dieser Kühler nicht von den Nachteilen der Montageart verschont und der Anwender muss sich, nachdem er die Push-Pins am Kühler befestigt hat, mit den kleinen Quälgeistern rumschlagen. Der Vorteil liegt aber auch hier wieder auf der Hand, eine Demontage des Mainboards bleibt dem Anwender erspart.

Noctua NH-C12P

Verpackung & Lieferumfang
Vom österreichischen Kühlerspezialist haben wir für dieses Roundup den Top-Blow-Kühler NH-C12P zur Verfügung gestellt bekommen. Anders als seine Geschwister handelt es sich bei diesem um keinen Tower-Kühler. Noctua typisch ist nicht nur die Verpackung, welche ein paar Einblicke auf den Kühler und seine technische Eckdaten gewährt. Auch der Lieferumfang ist wie immer sehr üppig und sollte allen anderen Unternehmen als Vorlage dienen. So findet sich im Lieferumfang das Montagematerial für die Sockel 775, AM2 und AM2+. Auf Anfrage kann Nocuta auch das Montagematerial für die K8-kompatiblen Sockel zur Verfügung stellen und auch Intels neuer Sockel 1366 wird kostenlos bedient. Zusätzlich befinden sich aber auch noch zwei Spannungsadapter (Ultra-Low-Noise-Adaptor [U.L.N.A.] und Low-Noise-Adaptor [L.N.A.]), eine Spritze NT-H1 Wärmeleitpaste, das Montagematerial für den Lüfter sowie eine Montageanleitung im Lieferumfang.
Als Lüfter legt Noctua den hauseigenen NF-P12 Lüfter bei. Dieser arbeitet mit 1300 Umdrehungen pro Minute und erzeugt dabei einen Volumenstrom von ca. 92 Kubikmetern die Stunde. Der Stromverbrauch liegt mit zwölf Volt Betriebsspannung bei lediglich 1,08 Watt.
technische Daten (Herstellerangaben soweit bekannt)
Maße Lüfter in mm (BxHxT) 120 x 120 x 25
Lagerart SSO-Bearing
Betriebsspannung in V 12
Leistungsaufnahme in W 1,08
Umdrehungen pro min 900 / 1100 / 1300
Luftdurchsatz in m³/h 63,4 / 78,5 / 92,3
Lautstärkeentwicklung in dB(A) 12,6 / 16,9 / 19,8
Maße Kühler insgesamt in mm (BxHxT) 126 x 114 x 152
Kühlkörpermaterial (Bodenplatte/Lamellen) Kupfer / Aluminium
Kompatibilität Intel LGA 775, AMD AM2 & AM2+ [AMD K8 (754, 939, 940) auf Anfrage]
Gesamtgewicht in g 730
Besonderheiten komplett verlötet & vernickelt / 6 Jahre Garantie
Verarbeitung
Die Verarbeitung des NH-C12P ist vorbildlich. So sind die Lamellen nicht nur gesteckt sondern mit den Heatpipes verlötet. Ebenfalls verlötet sind die Heatpipes mit dem Kühlerboden, so soll eine nahtlose Wärmeübertragung gewährleistet werden. Die Lamellen des Kühlers wirken im Vergleich zu anderen Kühler rustikaler, bieten aber gleichzeitig noch eine gewisse Eleganz. Noctua ist vom eigenen Produkt sogar so überzeugt, dass auf den gesamten Kühler eine Garantie von sechs Jahren gewährt wird.
Zum guten Auftreten des Kühlers trägt neben dem gestanzten Logo auf den Lamellen auch die Komplett-Vernickelung bei. Der Kühler bietet so ein stimmiges Gesamtbild und ist zudem noch unanfällig gegenüber Fingerabdrücken.
Die Bodenplatte des NH-C12P wirkt, im Vergleich zum restlichen Kühler, schon fast schlecht verarbeitet. So hat Noctua auf eine Politur verzichtet und bietet dem Anwender "nur" eine sauber verarbeitete Kühlerauflage.
Die Montage des Lüfters funktioniert recht gut und gerade durch die robuster wirkenden Lamellen hat man das Gefühl den Kühler nicht so leicht beschädigen zu können. Ist der Lüfter in Betrieb so ist er durch den erzeugten Luftstrom bei zwölf Volt hörbar. Mit der Nutzung der einzelnen Adapter kann der Kühler jedoch recht einfach ruhig gestellt werden.
Montage
Die Montage des NH-C12P ist mit die beste im Testfeld und besitzt lediglich einen Haken: Sie ist zeitaufwändig. Aber keine Sorge, wir reden hier nicht von Stunden sondern von Minuten. Während Kühler mit Push-Pins innerhalb weniger Augenblicke montiert sind, sollte man sich für den NH-C12P schon fünf bis zehn Minuten (je nach Erfahrungsgrad) Zeit nehmen. Belohnt wird man jedoch von einem bombensicheren halt und heilen Fingern. Auf unserem Testmainboard war nur eine Montageausrichtung nicht möglich, da sonst die Heatpipes mit der Northbridge kollidieren würden.

OCZ Gladiator Max

Verpackung & Lieferumfang
Die Verpackung des Gladiator Max von OCZ gewährt dem Anwender einen Blick auf den Lüfter des Kühlers. Die Seiten des Kartons listen in mehreren Sprachen einige technische Daten und Details des Kühlers auf. Im Lieferumfang befinden sich eine Montageanleitung, eine Tüte Wärmeleitpaste, vier Entkoppler für den Lüfter sowie das Montagematerial für die Sockel 754, 755, 939, 940, AM2 und LGA 775.
Der Lüfter trägt das OCZ-Label und bietet ein paar Informationen. Unter anderem sind die Betriebsspannung von zwölf Volt und die benötigte Stromstärke von 0,15 Ampere ablesbar. Der Lüfter besitzt einen PWM-Anschluss und kann so zwischen 800 und 1500 Umdrehungen pro Minute geregelt werden.
technische Daten (Herstellerangaben soweit bekannt)
Maße Lüfter in mm (BxHxT) 120 x 120 x 25
Lagerart rifle
Betriebsspannung in V 12
Leistungsaufnahme in W 1,8
Umdrehungen pro min 800 - 1500
Luftdurchsatz in m³/h - keine Angabe -
Lautstärkeentwicklung in dB(A) 19,6 - 26,4
Maße Kühler insgesamt in mm (BxHxT) 120 x 165 x 63
Kühlkörpermaterial (Bodenplatte/Lamellen) - / Aluminium
Kompatibilität AMD 754/755/939/940/AM2, Intel LGA775
Gesamtgewicht in g 780
Besonderheiten PWM-Lüfter
Verarbeitung
Der Gladiator Max ist im Ganzen betrachtet gut verarbeitet. Die Lamellen besitzen alle einen gleichmäßigen Abstand zueinander und sitzen fest auf den vier Kupfer-Heatpipes. Der Lüfter wird mit Hilfe von vier Gummientkopplern am Kühler befestigt, dieses Verfahren kennen wir schon von Xigmatek und es kann auch bei OCZ überzeugen.
Von der Bodenplatte gehen sechs Aluminium-Stege in die unteren vier Lamellen. So wird nochmals etwas mehr Abwärme abgeführt und der Freiraum zwischen den Lamellen und der Bodenplatte sinnvoll genutzt. Die genutzten Heatpipes weisen eine sehr hohe Verarbeitungsqualität auf und so sind die Enden nahezu identisch und schön abgerundet. Da der Kühler nicht bis zum oberen Ende mit Lamellen bestückt ist, halten auch die obersten sicher und fest. Optisch sticht noch das gestanzte OZC-Logo in der Mitte der Lamellen heraus.
Wie bei allen HDT nutzenden Kühlern sind die Heatpipes durch eine "Bodenplatte" fixiert. Wo die anderen Hersteller die Heatpipes von der Länge her recht weit einspannen nutzt OCZ nur einen kurzen Steg zwischen den einzelnen Pipes. Hier wird theoretisch Wärme aufnehmende Fläche verschenkt.
Der Lüfter des Gladiator Max lässt sich, wie eingangs bereits erwähnt, leicht anbringen. Lediglich die Demontage ist etwas übungsbedürftig, geht aber wenn man den Dreh raus hat leicht von der Hand. Bei zwölf Volt ist der Lüfter hörbar, dank der PWM-Steuerung sollte die Geräuschkulisse aber meistens niedrig sein.
Montage
Auch OCZ setzt auf die Montage mit Hilfe der Standard Push-Pins. Generell geht diese dank der guten Erreichbarkeit der Pins recht gut, jedoch wird für das Einrasten der Push-Pins sehr viel Kraft benötigt. Hier muss unbedingt Vorsicht geboten werden, da sonst das Mainboard irreparable Schäden erleiden könnte. Kompatibiliätsprobleme sollten keine auftreten, dafür ist der Gladiator Max hoch genug konstruiert.

Scythe Andy Samurai Master

Verpackung & Lieferumfang
Aus dem Hause Scythe haben wir gleich drei Kühler für dieses Roundup zur Verfügung gestellt bekommen. Den Anfang macht der Andy Samurai Master, welcher in einer auffällig bunten Kartonverpackung daher kommt. Auf dieser befinden sich einige Bilder und diverse technische Informationen. Der Lieferumfang umfasst neben der Montageanleitung noch eine Tüte Wärmeleitpaste sowie das Montagematerial für die Intel Sockel 478 und 775 und die AMD Sockel 754, 939, 940, AM2 und AM2+.
Belüftet wird der Andy Samurai Master durch einen Scythe Slip Stream Lüfter im 120-Millimeter-Format. Der Lüfter besitzt eine Leistungsaufnahme von 3,6 Watt und arbeitet mit 1200 Umdrehungen pro Minute.
technische Daten (Herstellerangaben soweit bekannt)
Maße Lüfter in mm (BxHxT) 120 x 120 x 25
Lagerart Gleitlager
Betriebsspannung in V 12
Leistungsaufnahme in W 3,6
Umdrehungen pro min 1200
Luftdurchsatz in m³/h 85
Lautstärkeentwicklung in dB(A) 25
Maße Kühler insgesamt in mm (BxHxT) 125 x 137 x 104
Kühlkörpermaterial (Bodenplatte/Lamellen) Kupfer / Aluminium
Kompatibilität Intel 478, 775 / AMD 754, 939, 940, AM2, AM2+
Gesamtgewicht in g 685
Besonderheiten Bodenplatte venickelt
Verarbeitung
Der Kühler wirkt durch seine Bauweise sehr massiv, obwohl er mit seinen 685 Gramm nicht der schwerste Kühler im Testfeld ist. Der Kühler besteht aus zwei Teilen. Der erste Teil sind die oberen Lamellen, welche den Großteil der Abwärme abführen sollen. Als Wärmeleiter kommen sechs Heatpipes zum Einsatz, welche durch die vernickelte Kupferbodenplatte und die Lamellen gehen. Auf der Kupferbodenplatte setzt der zweite Teil des Kühlers auf. Dort befinden sich weitere Kühlstäbe, welche zusätzlich Kühlfläche zur Verfügung stellen. Die Verarbeitung des Kühlers ist gut und gibt uns keinen Anlass zur Kritik.
Wird der Lüfter entfernt, so ist die besondere Anordnung der Lamellen sofort ersichtlich. So sind diese nicht gleichmäßig über die gesamte Breite vorhanden, sondern es wurde in regelmäßigen Abständen (alle drei Lamellen) eine kleinere Lamelle eingefügt. Das Erscheinungsbild wird so aufgelockert ohne zu viel Kühlfläche zu verschenken.
Der vernickelte Boden ist, wie man es bei Scythe gewohnt ist, stark spiegelnd. Die Verarbeitungsqualität liegt auch hier auf einem hohen Niveau.
Der Lüfter des Andy Samurai Master ist nicht laut aber noch hörbar. In einem geschlossenem System, welches nicht mit Silent-Komponenten ausgestattet ist, ist er vermutlich nicht heraushörbar. Schade ist, das eine Steuerung mit Hilfe des PWM-Signals nicht unterstützt wird. Negativ fällt bei unserem Testexemplar auf, dass der Lüfter in regelmäßigen Abständen ein deutliches Lagerrasseln von sich gibt.
Montage
Obwohl Scythe beim Andy Samurai Master auf das VTMS (Versatile Tool-Free Multiplatform System) setzt ist die Montage auf unserem Testmainboard sehr fummelig. Schuld daran ist nicht das Montagesystem sondern der ausladende Kühler. Zwischen den Mainboard-Kühlern und dem CPU-Kühler ist so einfach zu wenig Spielraum um die Push-Pins leicht bedienen zu können.

Scythe Ninja 2

Verpackung & Lieferumfang
Der zweite Kühler aus dem Hause Scythe, der den Weg ins Testfeld gefunden hat, ist ein Tower-Kühler der alten Schule. Der Ninja 2 wird ebenfalls in einem bunten Karton ausgeliefert, welcher Illustrationen und technische Daten auf allen Seiten bietet. Der Lieferumfang umfasst bei diesem Kühler das Montagematerial für die Sockel 478, 775, 754, 939, 940, AM2 und AM2+, eine Montageanleitung, eine Tüte Wärmeleitpaste und den Lüfter nebst Halteklammern.
Auch beim Ninja kommt ein modifizierter Slip Stream zum Einsatz. Die hier eingesetzte Version hat jedoch nur eine Leistungsaufnahme von 2,16 Watt bei zwölf Volt und arbeitet mit 1000 Umdrehungen pro Minute. Der Lüfter erzeugt so auch nur eine Lautstärke von 20 dB(A) bei einem Volumenstrom von fast 90 Kubikmetern pro Stunde.
technische Daten (Herstellerangaben soweit bekannt)
Maße Lüfter in mm (BxHxT) 120 x 120 x 25
Lagerart Gleitlager
Betriebsspannung in V 12
Leistungsaufnahme in W 2,16
Umdrehungen pro min 1000
Luftdurchsatz in m³/h 89,87
Lautstärkeentwicklung in dB(A) 20,5
Maße Kühler insgesamt in mm (BxHxT) 116 x 116 x 152
Kühlkörpermaterial (Bodenplatte/Lamellen) Kupfer / -
Kompatibilität Intel 478, 775 / AMD 754, 939, 940, AM2, AM2+
Gesamtgewicht in g 820
Besonderheiten Bodenplatte venickelt
Verarbeitung
Bei der Verarbeitung des Ninja 2 leistet sich Scythe keine Fehler. Die 27 Lamellen sind ebenso gut Verarbeitet wie auch die Enden der Heatpipes und der Kühlerboden. Insgesamt setzt Scythe sechs Heatpipes zum Wärmeabtransport ein. Im Auslieferungszustand befindet sich ein Lüfter im Lieferumfang, theoretisch können bis zu vier Lüfter angebracht werden.
Die Aluminium-Lamellen sind allesamt sauber verarbeitet. Auch sind diese stabil genug, um sich nicht bei der geringsten Belastung zu verbiegen. Die sechs Heatpipes sind in zwei Lagen auf den Boden gepresst. So nehmen die unteren drei Heatpipes den Großteil der Wärme auf, die drei oberen sozusagen den Rest. Über der Bodenplatte mit den Heatpipes und unter den Lamellen hat Scythe auch beim Ninja 2 einen weiteren Kühler angebracht. So soll die Kühlfläche auf ein Maximum erhöht werden.
Auch beim Ninja 2 ist die Bodenplatte vernickelt und spiegelt stark. Die Verarbeitung ist auch an dieser Stelle makellos.
Im Betrieb ist der Ninja 2 kaum hörbar und eignet sich so auch zum Einsatz in Silentsystemen. Eine Regelung des 120-Millimeter-Lüfters ist beim Ninja 2 somit nicht erforderlich.
Montage
Beim Ninja 2 setzt Scythe auf die Montage mittels Push-Pins. Leider sind auch bei diesem Kühler die Push-Pins schwer zu erreichen und so gestaltet sich die Montage als ein kleines Abenteuer. Glücklicherweise braucht man sich bezüglich der Kompatibilität wenigstens keine Sorgen zu machen, dank der Höhe des Kühlers sollte dieser an keines der umliegenden Bauteile stoßen.

Scythe Shuriken

Verpackung & Lieferumfang
Kandidat Nummer drei von Scythe ist zugleich der kleinste Kühler im Testfeld. Auch der Shuriken (japanisch für versteckte Handwaffe) wird in einem bunten Karton verschickt und besitzt das übliche Zubehör von Scythe. Zu diesem zählt die Montageanleitung, eine Tüte Wärmeleitpaste sowie das Montagematerial für die Sockel 478, 775, 754, 939, 940, AM2 und AM2+.
Scythe hat dem Shuriken einen speziellen Lüfter spendiert, welcher bei einer Kantenlänge von 100 Millimetern lediglich zwölf Millimeter dick ist. Der von Scythe auf den Namen Super Slim 100 mm x 12 mm PWM Lüfter, getaufte Luftumwälzer besitzt bei zwölf Volt eine Leistungsaufnahme von 2,88 Watt. Wie der Name des Lüfters vermuten lässt, besitzt dieser einen 4-Pin-PWM-Anschluss, ein Novum für einen Scythe-Kühler. Verwundert hat uns lediglich die von Scythe angegeben Drehzahl. So arbeitet der Lüfter in einem Drehzahlbereich von 650 bis 2200 Umdrehungen pro Minute, wobei die niedrigste Drehzahl um bis zu 200 Umdrehungen nach Oben und Unten schwanken kann. So gibt es theoretisch Exemplare, die bereits mit 450 Umdrehungen anlaufen und welche, die dies erst bei 850 Umdrehungen machen.
technische Daten (Herstellerangaben soweit bekannt)
Maße Lüfter in mm (BxHxT) 100 x 100 x 12
Lagerart Gleitlager
Betriebsspannung in V 12
Leistungsaufnahme in W 2,88
Umdrehungen pro min 650±200 - 2200
Luftdurchsatz in m³/h 20 - 54
Lautstärkeentwicklung in dB(A) 10,5 - 31,67
Maße Kühler insgesamt in mm (BxHxT) 105 x 116 x 64
Kühlkörpermaterial (Bodenplatte/Lamellen) Kupfer / -
Kompatibilität Intel 478, 775 / AMD 754, 939, 940, AM2, AM2+
Gesamtgewicht in g 355
Besonderheiten PWM-Lüfter / Bodenplatte venickelt
Verarbeitung
Der Winzling kann durch eine zum Großteil gute Verarbeitung glänzen. Als Kühlkörpermaterial wurde wieder Aluminium in Verbindung mit vernickeltem Kupfer und Kupfer-Heatpipes gesetzt. Auffällig ist hierbei das Design bzw. die Art und Weise wie die große Kühlfläche und die Heatpipes mit einander verbunden sind. So liegt der Hauptkühlkörper scheinbar nur auf den Heatpipes auf, die genaue Verbindung erkennt man erst bei genauerem Hinschauen. Die aufliegenden Kühlfinnen sind mit den Heatpipes an mehreren Stellen verlötet. Scythe sorgt dadurch für einen sicheren Halt zwischen den beiden Komponenten. Leider wird so ein Großteil der Kontaktfläche der Heatpipes verschenkt, welche ihre Wärme nur nach oben abgeben können.
Demontiert man den Lüfter ist der Blick frei auf die Lamellen des Kühlers. Dort ist dann auch die eine oder andere Unregelmäßigkeit bei den Lamellenabständen sichtbar. Dieser Makel ist aber eher optischer Natur und wirkt sich nicht auf die Kühlleistung aus. Direkt über der Kontaktfläche zur CPU befindet sich wieder ein massiver Kühlkörper, der weitere Abwärme aufnehmen soll.
Der vernickelte Boden spiegelt auch beim Shuriken stark und ist tadellos verarbeitet. Gut zu erkennen ist, wie die Heatpipes ein wenig in den Boden eingequetscht sind.
Um die Vergleichbarkeit mit den restlichen Kühlern in diesem Roundup zu gewähren, regulieren wir auch den Lüfter am Scythe Shuriken über die Spannung (und nicht über das PWM-Signal). Im Betrieb mit zwölf Volt erzeugt der Shuriken ein hörbares Luftrauschen, was aber Aufgrund der 2200 Umdrehungen, mit denen der Lüfter arbeitet, nicht verwunderlich ist. Was uns etwas verwundert ist jedoch, dass der Lüfter mehr als sechs Volt benötigt um überhaupt anzulaufen. Selbst mit Starthilfe lässt er sich erst mit Schätzungsweise sieben Volt zum Betrieb überreden, hörbar ist er dabei nicht mehr. Wer einen PWM-Anschluss zur Verfügung hat, muss sich um diese Zicken des Lüfters zum Glück keine Sorgen machen.
Montage
Auch beim Shuriken setzt Scythe auf das VTMS (Versatile Tool-Free Multiplatform System), welches die Montage der Kühler ohne Werkzeug ermöglicht. Trotz seiner geringen Bauhöhe ist es mit der Kompatibilität des Shuriken gut gestellt und so ist die Montage auf unserem Testmainboard problemlos in alle Richtungen möglich. Die geringe Höhe ist aber auch der Grund, der die Montage wieder zu einer Fummelei werden lässt. So ist gerade in der Nähe des Northbrige-Kühlers und des Passiv-Kühlkörpers der Spannungswandler der Platz sehr knapp bemessen und ohne Ausbau des Mainboards kaum an eine Demontage des Kühlers zu denken.

Silenx iXtrema PRO IXC120HA2

Verpackung & Lieferumfang
Auch der iXtrema PRO IXC120HA2 von Silenx wird in einer Kartonverpackung inklusive Sichtfenster ausgeliefert. Der Karton besitzt an den Seiten Detailaufnahmen des Kühlers und stellt auf der Rückseite einige technische Informationen bereit. Der Lieferumfang umfasst neben dem zusätzlichen Montagematerial noch noch eine Lüftersteuerung, eine Tüte Wärmeleitpaste, vier Haltebügel für Lüfter und eine Montageanleitung.
Der 120-Millimeter-Lüfter arbeitet in einem Drehzahlbereich von 900 bis 1700 Umdrehungen pro Minute. Der Lüfter verbraucht bei zwölf Volt ca. 4,32 Watt und erzeugt einen Volumenstrom von 143 Kubikmetern pro Stunde. Um die Übertragung von etwaigen Vibrationen an den Kühler zu minimieren, besitzt der Lüfter in den vier Ecken kleine Schaumstoffpolster. Diese sorgen für ein Weiches aufliegen des Lüfters auf dem Kühler.
technische Daten (Herstellerangaben soweit bekannt)
Maße Lüfter in mm (BxHxT) 120 x 120 x 25
Lagerart FDB (fluid dynamic bearings)
Betriebsspannung in V 12
Leistungsaufnahme in W 1,92 - 4,32
Umdrehungen pro min 900 - 1700
Luftdurchsatz in m³/h 61 - 143
Lautstärkeentwicklung in dB(A) 9 - 24
Maße Kühler insgesamt in mm (BxHxT) 104,2 x 155,8 x 125,4
Kühlkörpermaterial (Bodenplatte/Lamellen) - / Aluminium
Kompatibilität Sockel 754, LGA775, 939, 940, AM2
Gesamtgewicht in g 720
Besonderheiten -
Verarbeitung
Der iXtrema PRO IXC120HA2 ist symmetrisch aufgebaut, so kann auf beiden Seiten ein Lüfter montiert werden. Die obere Lamelle ist stark spiegelnd und ebenso anfällig für Fingerabdrücke. Der Kühler ist ordentlich verarbeitet, nur einige Lamellen sind minimal verbogen. Dies fällt aber nur wenig auf, da der Abstand der einzelnen Lamellen sehr gering ist. Wie auch beim 2PCOM PS1264U sind die Heatpipes nicht in die oberen Lamellen eingebracht. Der Vorteil des sauberen Abschlusses bringt natürlich wieder den Nachteil, dass auch beim IXC120HA2 Kühlleistung verschenkt wird.
Auch mit angebrachtem Lüfter macht der Kühler eine gute Figur. Die Montage des Lüfters geht leicht von der Hand und kann auch schon vor der Montage des Kühlers auf dem Mainboard erfolgen.
Auch Silenx verzichtet beim Boden auf unnötiges Material und gewährt den vier 8-Millimeter-Heatpipes direkten Kontakt zur CPU. Der Boden ist sehr sauber verarbeitet und die vernickelten Kupfer-Pipes zeigen im Boden ihr wahres Aussehen.
Bei zwölf Volt ist der verbaute Lüfter des iXtrema PRO IXC120HA2 kein Leisetreter und ist so deutlich hörbar. Dank der beiliegenden Lüftersteuerung kann die Lautstärke aber auf ein angenehmes Maß reduziert werden.
Montage
Die Montages des iXtrema PRO IXC120HA2 geht recht leicht von der Hand. Das Retention-Modul wird auf dem Mainboard montiert - Achtung die Ausrichtung vorher beachten - und der Kühler an dem Modul befestigt. Leider befinden sich nur an zwei Seiten des Moduls die Haltenasen, so muss bei einem Wechsel der Ausrichtung auch das Modul neu montiert werden. Zwei zusätzliche Kerben könnten für einiges mehr an Montagekomfort sorgen. Inkompatibilitäten mit unserem Testmainboard konnten wir nicht feststellen.

Titan Cool Idol TTC-NK75TZ

Verpackung & Lieferumfang
Vom 1989 gegründete Unternehmen Titan Computer Co., Ltd. haben wir den Titan Cool Idol TTC-NK75TZ für dieses Roundup erhalten. Der Cool Idol wird in einer fensterlosen Kartonverpackung geliefert. Auf dem Karton befinden sich einige Bilder und Informationen, ebenso wie eine kurze Montageanleitung. Im Lieferumfang des Cool Idol befindet sich eine Lüftersteuerung, das Montagematerial sowie eine Spritze mit Wärmeleitpaste.
Der vormontierte Lüfter besitzt auffällig silberne Lüfterblätter, welche sich eigentlich ideal für eine Beleuchtung anbieten würden. Auf diese wurde beim Cool Idol TTC-NK75TZ jedoch verzichtet. Der 120-Millimeter-Lüfter besitzt trotz der beiliegenden Lüftersteuerung einen PWM-Anschluss. So kann der Lüfter zwischen 800 und 2500 Umdrehungen pro Minute geregelt werden.
technische Daten (Herstellerangaben soweit bekannt)
Maße Lüfter in mm (BxHxT) 120 x 120 x 25
Lagerart Z-Lagerung
Betriebsspannung in V 12
Leistungsaufnahme in W 3,84
Umdrehungen pro min 800 - 2500
Luftdurchsatz in m³/h 56,45 - 133,32
Lautstärkeentwicklung in dB(A) 17,2 - 39
Maße Kühler insgesamt in mm (BxHxT) 163 x 142,5 x 125
Kühlkörpermaterial (Bodenplatte/Lamellen) Kupfer / Aluminium
Kompatibilität AMD AM2+/AM2/940/939/754 & Intel 775
Gesamtgewicht in g 920
Besonderheiten PWM-Lüfter
Verarbeitung
Die Verarbeitung des Cool Idol TTC-NK75TZ ist durchwachsen, so sind gerade die Lamellen teilweise recht stark verbogen, was vermutlich auf die Verschraubung an den Seiten zurück zu führen ist. Jedoch sollte dies bei einem Produkt, welches rund 50 Euro kostet, nicht vorkommen. Der Aufbau des Cool Idol ist dem der anderen Top-Flow-Kühler ähnlich. Von der Bodenplatte führen sechs Heatpipes die Abwärme zu den drei großen Lamellenbereichen, welche über der CPU schweben, ab. Um einen Luftzug durch die Lamellen zu gewährleisten, sind an der Seite Leitbleche angebracht, welche aber vermutlich für die verbogenen Lamellen verantwortlich sind.
Von unten recht deutlich zu erkennen sind die drei Lamellenbereiche und die verbogenen Lamellen am Rand. Ansonsten liefert der Cool Idol aber ein gutes Bild ab.
Die Bodenplatte aus Kupfer ist sauber verarbeitet und spiegelblank. Auf einen weiteren kleinen Kühlkörper auf der Bodenplatte verzichtet Titan.
Im Betrieb zeigt der Cool Idol TTC-NK75TZ wie die beworbene Kühlleistung erreicht werden soll. Der Lüfter ist, wenn er bei zwölf Volt mit 2500 Umdrehungen tourt, sehr laut und auf Dauer kaum zu ertragen. Hier ordnet er sich in eine Reihe mit dem Enzotech Ultra-X und 2PCOM PS1264U ein.
Montage
Die Montage des Cool Idol ist weniger gelungen. So wird nicht die Backplate an das Mainboard verschraubt und anschließend der Kühler an die Backplate, sondern man muss den Kühler durch das Mainboard hindurch mit der Backplate verschrauben. Unerfahrene Anwender haben hier mit ihren zwei Händen kaum die Möglichkeit die Montage ordentlich zu bewerkstelligen. Zudem halten die Isolationsringe am Kühler, welche auf den vier "Beinen" sitzen, nicht richtig und lösen sich immer mal wieder. So muss immer wieder kontrolliert werden ob die Isolation gewährleistet ist.

Zusammenfassung

Bevor wir uns den Leistungstest widmen wollen wir euch, wie bereits im Vorwort angekündigt, eine kurze tabellarische Zusammenfassung aller Kühler und deren wichtigster Eigenschaften geben. Wir gehen nicht auf Besonderheiten ein, sondern halten uns an die bereits erwähnte Skalierung.

HerstellerKühlerLieferumfangVerarbeitungMontageLautstärke bei 12 VoltPreis in Euro
2PCOMPS1264Ugut gut gut sehr laut34,90
AurasWave (LPT-709)befriedigend sehr gut befriedigend hörbar20,00
AurasPRS-775ausreichend gut gut hörbar30,00
AurasTwinW (SMF-660)ausreichend befriedigend ausreichend hörbar20,00
AVCBlack Samuraibefriedigend sehr gut sehr gut deutlich hörbar39,90
NoctuaNH-C12Psehr gut sehr gut sehr gut hörbar55,00
OCZGladiator Maxbefriedigend gutbefriedigend hörbar39,90
ScytheAndy Samurai Masterbefriedigend gutbefriedigend hörbar36,90
ScytheNinja 2befriedigend sehr gut befriedigend kaum hörbar32,90
ScytheShurikenbefriedigend gutausreichend hörbar22,90
SilenxiXtrema PRO IXC120HA2gut gut gut deutlich hörbar39,90
TitanCool Idol TTC-NK75TZgut befriedigend ausreichend sehr laut50,00
VantecFX 92befriedigend gutbefriedigend deutlich hörbar35,60
XigmatekAchilles S1284Cbefriedigend befriedigend befriedigend / sehr gutkaum hörbar34,90
XilenceBlack Hawkbefriedigend sehr gut sehr gut deutlich hörbar39,90
Von den 15 getesteten Kühlern können lediglich drei beim Lieferumfang, bei der Verarbeitung und bei der Montage überzeugen. Zum einen kann 2PCOM mit dem PS1264U durchweg ein "gut" erlangen, gleiches gilt für den Silenx iXtrema PRO IXC120HA2. Noctua schafft es sogar mit dem NH-C12P drei mal ein sehr gut zu erreichen. Im Umkehrschluss bedeutet dies aber nicht, dass die anderen Hersteller keine guten Produkte abgeliefert haben.

So wie sich die Kühler beim Aussehen, bei der Verarbeitung und auch bei der Montage unterscheiden, variiert die Lautstärke bei zwölf der einzelnen Kontrahenten. Der 2PCOM PS1264U und der Titan Cool Idol TTC-NK75TZ kommen bei diesem Punkt zu negativen Ruhm und stellen sich als lauteste Kühler im Testfeld heraus. Diese beiden Kühler sind auch in einem normalen, geschlossenen System deutlich heraushörbar.
Als einziger Kühler erreicht der Scythe Ninja 2 hingegen eine kaum hörbare Lautstärke. So ist der Ninja 2 selbst für Silent-Fans geeignet und ist in einem geschlossenen System nicht mehr heraushörbar.
Von den 15 getesteten Kühlern können lediglich drei beim Lieferumfang, bei der Verarbeitung und bei der Montage überzeugen. Zum einen kann 2PCOM mit dem PS1264U durchweg ein "gut" erlangen, gleiches gilt für den Silenx iXtrema PRO IXC120HA2. Noctua schafft es sogar mit dem NH-C12P drei mal ein sehr gut zu erlangen. Im Umkehrschluss bedeutet dies aber nicht, dass die anderen Hersteller keine guten Produkte abgeliefert haben.
Testaufbau

Auch in diesem Roundup entschieden wir uns für einen offenen Testaufbau. Aufgrund der Masse an Kühlern wäre eine ständige De-/Montage des Mainboardes zu zeitintensiv geworden. Wir weisen an dieser Stelle explizit darauf hin, dass in einem geschlossenem System - je nach Belüftungskonzept - die Ergebnisse von unseren Testwerten abweichen können. Zudem würde die Gefahr eines Hardwaredefektes nur unnötig erhöht werden. Das Testsystem setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:
- Foxconn P35AP-S
- Intel Core2Duo E6550
- Crucial Ballistix PC2-8500
- Sparkle GeForce 8800GTS 320MB
- Antec NeoPower 650 Blue


Testablauf

Um für alle Testkandidaten ein möglichst gleiches Testumfeld zu gewährleisten, wurden alle Tests bei einer Raumtemperatur von 22-24°C durchgeführt. Während der Tests eines einzelnen Kühlers war die Temperatur jedoch immer konstant. Auch um etwaige Montagefehler und den daraus resultierenden schlechteren Temperaturen entgegen zu wirken, montierten wir die Kühler mehrfach und nahmen auch mehrfach Testergebnisse. Für die Auslastung unseres Prozessors sorgten wir mit dem Tweakers4U Toaster, der in zwei Instanzen mit aktiviertem Hyperthreading gestartet wurde. Sobald die CPU-Temperatur über einen Zeitraum von zehn Minuten konstant blieb, wurde der gemessene Wert als Maximaltemperatur festgehalten. Anschließend wurden beide Instanzen beendet und so dem Rechner die Gelegenheit gegeben, sich abzukühlen. Der Rechner befand sich nun in der Idle-Phase, wo er keine weiteren Aktivitäten hatte. Auch hier galt wieder die Zeitspanne von zehn Minuten als Grenzwert, in der keine Veränderung der Temperatur erfolgen durfte. Diese Durchläufe wurden einmal im 12-Volt-Betrieb des Lüfters vorgenommen und einmal im 6-Volt-Betrieb. Auf eine Regelung über das Mainboard mit Hilfe des PWM-Signals haben wir verzichtet. Hier sollte eine Vergleichbarkeit aller Lüfter bei zwei verschiedenen Lüfterspannungen im Vordergrund stehen.

Die Temperaturen werden immer als Differenz zur Umgebungstemperatur angegeben. Gemäss der Konvention machen wir die Angaben in Kelvin, wobei ein Kelvin einem Grad Celsius Temperaturdifferenz entspricht.

Testergebnisse 12-Volt-Betrieb

Als erstes wollen wir uns die erreichten Testergebnisse im 12V-Betrieb anschauen.

Last
CPU-Kühler werden von der Mehrzahl der Anwender an der puren Leistung gemessen. Gehen wir nach diesem Ranking, ist dem Titan Cool Idol mit seiner sehr guten Platzierung eine Überraschung geglückt. Auffallend ist auch, dass sich ganze zehn Kühler im gesicherten Mittelfeld mit einem Unterschied von lediglich 2,6 Kelvin befinden. Und selbst der Scythe Shuriken liegt nur 6,1 Kelvin hinter dem Erstplatziertem aus diesem Roundup.



Idle
Im Idle-Betrieb liegen die Temperaturen noch dichter zusammen und so trennen das gesamte Testfeld nur 2,8 Kelvin. In absoluten Temperaturen bedeutet dies in allen Fällen Temperaturen von unter 30 Grad Celsius bei einer Raumtemperatur von 23,5 Grad Celsius.

Testergebnisse 6-Volt-Betrieb

Bei sechs Volt streuen sich die Ergebnisse schon bedeutend weiter als bei zwölf Volt. Erwähnenswert ist hier, dass sich der Lüfter des Scythe Shuriken selbst mit Starthilfe nicht zum drehen bewegen lies. Der Scythe Shuriken ist deshalb in diesem Vergleich nicht aufgeführt.

Last
Werden die Lüfter auf und an den Kühlern nur noch mit sechs Volt versorgt, streuen sich die Ergebnisse schon bedeutend weiter. So liegen zwischen dem Titan Cool Idol TTC-NK75TZ und dem Auras TwinW (SMF-660) schon 13 Kelvin Differenz. Das Hauptfeld, welches zehn Kühler umfasst, liegt aber auch hier in einem Spektrum von lediglich 5,7 Kelvin.



Idle
Im Idle-Betrieb beträgt der Unterschied zwischen dem ersten und dem Letzten 5,1 Kelvin. Die Reihenfolge im Vergleich zum Last-Betrieb bleibt in etwa gleich.

Fazit - Empfehlungen der Redaktion

Bevor wir uns die verschiedenen Kategorien genauer anschauen eins vorweg: Jeder getestete Kühler in diesem Vergleich ist technisch in der Lage einen nicht übertakteten Dual-Core-Prozessor zu kühlen. Otto-Normal-Anwender können sich also bedenkenlos für jeden der hier getesteten Kühler entscheiden und diese Wahl alleine am persönlichen Geschmack festmachen. Anwender mit speziellen Wünschen sollten in den einzelnen Kategorien nach ihren eigenen Vorlieben wählen.
Power-Award

Die Leistungsstärksten Kühler in unserem Vergleich sind der Titan Cool Idol TTC-NK75TZ, der Silenx iXtrema PRO IXC120HA2, der Vantec FX 92, der OCZ Gladiator Max, der Scythe Ninja 2 und der Noctua NH-C12P. Bedacht wurde hierbei nicht nur die Leistung im Betrieb mit zwölf Volt, sondern auch wie gut diese Leistung auch bei sechs Volt noch abgerufen werden kann. Die Lautstärke spielt hier keine Rolle.
Silence-Award

Unseren Silence-Award haben sich in diesem Testfeld nur zwei Kühler verdient. Dies ist zum einen der Scythe Ninja 2 und zum anderen der Xigmatek Achilles S1284C. Beide Kühler sind bei zwölf Volt nur noch sehr schwer aus dem System heraushörbar und erreichen dabei aber noch gute Kühlleistungen.
Preis-/Leistungs-Award

Unseren Preistipp wollen wir in zwei Kategorien unterteilen. Anwender, für die Kühlleistung nur zweitrangig ist, sollten ein Auge auf die Kühler aus dem Hause Auras werfen. Mit dem Wave (LPT-709), dem TwinW (SMF-660) und dem PRS-775 sind gleich drei Kühler vertreten, die für wenig Geld akzeptable Ergebnisse bringen. Vergessen wollen wir hier aber auch nicht den Scythe Shuriken, der nicht nur günstig sondern auch besonders flach ist.

Anwender, die einen gewissen Anspruch an die Kühlleistung haben, sollten sich dann lieber die folgenden Kühler anschauen. Der Scythe Andy Samurai Master und der Ninja 2 können ebenso bedenkenlos empfohlen werden wie der Xigmatek Achilles S1284C, der 2PCOM PS1264U, der AVC Black Samurai und der Vantec FX 92.
Gold-Award

Nur drei Kühler konnten uns in unserem Test sowohl durch eine gute Verarbeitung, einen guten Lieferumfang wie auch durch eine gute Montage überzeugen. So haben sich unseren DeXgo-Gold-Award der 2PCOM PS1264U, der Noctua NH-C12P und der Silenx iXtrema PRO IXC120HA2 redlich verdient.
Silber-Award

Ebenfalls als gute Kühler, jedoch meist mit einer oder zwei kleineren Schwächen präsentieren sich sechs weitere Kühler, welche auch unsere Empfehlung erhalten. Zu diesen Kühlern zählen der 2PCOM PS1264U, der AVC Black Samurai, der Xigmatek Achilles S1284C, der Xilence Black Hawk und die Scythe-Kühler Andy Samurai Master und Ninja 2.

Danksagung

Dieser Artikel entstand mit freundlicher unterstützung von Jet Computer, Scythe, Xigmatek, PC Cooling, Auras, Vantec und Titan Computer.

Weitere Informationen

Dieser Artikel wurde von Mephisto verfasst.
Weitere Informationen findest du in diesem » Forum Thread