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Neue Masterkleer-Schläuche


Einleitung

Bereits in unserem ersten Schlauch-Review hatten wir einige Schläuche von Masterkleer im Test und diese konnten uns mit ihrer schönen Farbgebung und der sehr guten Biegbarkeit überzeugen. Nun hat der Hersteller nachgelegt und bietet die Schläuche in drei neuen "Geschmacksrichtungen", Silber, Weiß und Transparent/UV-blau an. Im heutigen Artikel sehen wir uns die Schläuche und UV-Effekte genau an und haben außerdem die Gelegenheit, die Schläuche zusammen mit drei verschiedenen Anschluss-Farben zu präsentieren.

In der Modding-Szene gibt es seit einiger Zeit einen Trend zu schlichter, eleganter Optik und dezenteren Farbkombinationen. Grelle UV-Farben sind zwar längst noch nicht verschwunden, werden aber oft zurückhaltender eingesetzt und müssen hier und da etwas Unauffälligerem weichen. Masterkleer kommen diesem Trend nach, indem sie ihr Schlauchsortiment um die Farben Silber, Weiß und Transparent/UV-blau erweitern.
Vom Sponsor dieses Artikels, Aquatuning, haben wir außerdem Schraubanschlüsse in drei verschiedenen Farbvarianten erhalten, die wir euch zusammen mit den Schläuchen auch vorstellen werden.

Die Schläuche bei Tageslicht

Masterkleer, silber
Der silberne Masterkleer-Schlauch macht den Einstieg. Wir haben ihn hier auf zwei verschiedenen Hintergründen abgelichtet, da er je nach Umgebung unterschiedlich wirken kann und sowohl bei hellem als auch bei dunlem Hintergrund auffällt.
Von einem vorherigen Test haben wir noch ein Stück des silbernen Tygon-Schlauches, was einen direkten Vergleich nahelegt. Der Farbton des Masterkleer-Schlauches (oben) ist etwas dunkler und satter als der des Tygon-Schlauchs (unten). Viel wichtiger mag für Modder aber die Tatsache sein, dass der Masterkleer komplett frei von Beschriftungen ist.
Masterkleer, weiß
Der weiße Schlauch, hier wie alle Schläuche im Test im 13/10-Format zu sehen, wirkt auf einem dunklen Hintergrund sehr edel und eindrücklich. Der Schlauch ist nicht komplett blickdicht, was dazu führt, dass er nicht 100 prozentig weiß wirkt. Dies fällt allerdings nur auf, wenn er mit etwas komplett weißem verglichen wird.
Masterkleer, transparent/UV-blau
Der letzte Schlauch in diesem Vergleich sieht bei Tageslicht nach einem herkömmlichen, transparenten Schlauch aus. Erst unter UV-Licht leuchtet er in blau auf, wie wir auf der nächsten Seite sehen werden.
Im direkten Vergleich mit einem herkömmlichen, transparenten Masterkleer-Schlauch ist ein geringer Unterschied festzustellen: Die transparent/UV-blaue Variante hat einen leichten Blaustich.

UV-Effekte

Trotz der Tatsache, dass im heutigen Artikel nur Masterkleer-Schläuche am Start sind, behalten wir die Darstellungsweise der vorherigen Schlauch-Tests (Teil 1, Teil 2) bei und beschriften immer die Bilder mit dem jeweiligen Schlauch-Typen.
Der silberne Schlauch leuchtet unter dem UV-Licht dezent bläulich auf. Der Effekt ist nicht sehr stark und, da der Schlauch blickdicht ist, nur von der direkt beleuchteten Seite her sichtbar. Dennoch kann dies ein schöner und auffälliger Effekt sein.
Auch beim Einsatz der UV-Beleuchtung zeigt sich, dass der weiße Schlauch ein klein wenig transparent ist. Für den UV-Effekt ist dies zuträglich, da der Schlauch so durchleuchtet wird und satter aufleuchtet als der oben gezeigte silberne Schlauch. Der Blau-Ton ist bei diesem Schlauch recht hell, aber nicht grell, so wie das bei vielen bunten Schläuchen der Fall ist.
Der bei tageslicht transparente Schlauch leuchtet unter UV-Licht nun sehr hell und deutlich auf. Der Blau-Ton ist schön und auffällig. Einziges Manko ist, dass wir bei unserem Schlauchmuster einige Flecken und Aufhellungen am Schlauch gefunden haben (Bild links). Die Ursache davon ist unklar, es sieht so aus, als sei vielleicht die Farbe nicht sauber untergemischt worden.
Anschlüsse
Von Aquatuning wurden uns zu den Schläuchen passende 13/10-Schraubverschlüsse zugestellt, die es in drei verschiedenen Farbtönen gibt: Nickel silber, Kupfer und Nickel schwarz.
Wie auf den Bildern ersichtlich ist, ergeben sich mit den verschieden getönten Anschlüssen teils sehr interessante und natürlich auch teils unpassende Kontraste zu den Schläuchen.

Biegeradien
Wir testen die Schläuche so, wie sie auch in der WaKü-Praxis verwendet werden, nämlich als Bogenförmige Verbindung zwischen zwei Punkten. Diese Sorte Verbindung entsteht zum Beispiel bei einer Mainboard- und CPU-Kühlung mehrmals: Relativ dicht beieinander liegen viele Anschlüsse auf CPU-, Chipsatz- und Spannungswandler-Kühlern auf einer Ebene.
Um vergleichbare Werte zu erhalten, nehmen wir von jedem Schlauch ein 25 Zentimeter langes Stück und schieben die beiden unteren Enden so nahe aneinander, wie es der Schlauch ohne Knicken ermöglicht. Dann messen wir die Distanz zwischen den beiden Schlauch-Innenseiten und geben dies als Resultat an. Wir machen alle Angaben in einer Auflösung von 0,5 Zentimetern.




An der Biegbarkeit der neuen Masterkleer-Schläuche hat sich nichts geändert, sie ordnen sich mit den erreichten 5,5 Zentimetern bei einem sehr guten Wert ein, den auch Tygon- und Feser-Schläuche in diesem Format erreichen. Auch ist es nach wie vor sehr angenehm die Masterkleer-Schläuche zu verlegen, da diese weich sind (deutlich weicher als beispielsweise Feser- oder herkömmliche PVC-Schläuche). An die Biegbarkeit des Danger Den-Schlauches, von dem die zwei Enden bis zur Berührung zusammengeführt werden können, kommt nach wie vor keiner der anderen Schläuche. Fairerweise muss aber auch erwähnt sein, dass der Danger Den-Schlauch als einziger in diesem Vergleich ein anderes Format als 13/10 hat.


Preise



Auch die Preise sind die selben, wie für die im ersten Schlauchtest vorgestellten, bunten Masterkleer-Schläuche. Die 3,99 Euro pro Meter können inzwischen als Durchschnittspreis für bunte Schläuche bezeichnet werden, da sich inzwischen auch der Preis der Feser-Schläuche auf dieses Niveau angepasst hat.

Fazit

Masterkleer erweitert die Palette der Schläuche sinnvoll mit den hier vorgestellten Modellen. Bei Tageslicht machen die silbernen und weißen Schläuche einen sehr edlen Eindruck. Besonders am silbernen Schlauch gefällt uns, dass die Farbe etwas dunkler gewählt wurde als beim Tygon. Der UV-Effekt dieser beiden Modelle ist dann, wenig überraschend, eher zurückhaltend. Allerdings muss das nicht ein Nachteil sein, denn so wirken die Schläuche auch bei UV-Licht nicht aufdringlich oder übertrieben sondern stellen eher ein dezentes Highlight im Gehäuse dar.
Der transparent/UV-blaue Schlauch ist im Farbeffekt durchaus gelungen. Bei Tageslicht ist seine verborgene Qualität kaum zu erkennen und unter UV-Licht ist der Effekt deutlich und gut gelungen. Einzig die Flecken auf dem Schlauch wirken etwas unschön und werden Perfektionisten sicherlich stören.

Zu den mitgelieferten Anschlüssen von Aquatuning ist noch zu sagen, dass diese die Möglichkeiten für ein farbkoordiniertes System nochmals verfeinern. Denn ob es ein nahtloser Übergang sein soll, bei dem Kühler, Anschlüsse und Schlauch im selben Farbton gehalten werden oder ob es ein eindeutiger Kontrast sein soll, so wie er zum Beispiel mit der Kombination des weißen Schlauches mit dem schwarzen Anschluss entsteht, mit den drei verschiedenen Farbvarianten lässt sich so einiges realisieren.

Danksagung

Dieser Artikel entstand mit freundlicher unterstützung von Aquatuning.

Weitere Informationen

Dieser Artikel wurde von HESmelaugh verfasst.
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