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WaKü CPU-Kühler Roundup 2


Einleitung

Mit einem neuen Teststand, einem übertakteten Core i7-Prozessor und überarbeiteten Testmethoden starten wir in eine neue Runde von CPU-Wasserkühler-Tests. Den Anfang machen in diesem ersten Roundup der EK Supreme, Leistungssieger aus unserem letzten Vergleichstest, der überarbeitete Aqua Computer cuplex XT di, der Watercool HK 3.0 sowie der XSPC Delta V3.

Hinweis zur Kühler-Ausrichtung
Bei den Kühlerbeschreibungen geben wir jeweils an, in welcher Ausrichtung der Kühler die besseren Temperaturen erzielt. Grundsätzlich weisen praktisch alle Kühler intern eine Fließrichtung von einer zur anderen Seite auf. Wir testen jeweils zwei Ausrichtungen, die wir als "Horizontal" und "Vertikal" bezeichnen. Diese Bezeichnungen entsprechen der Fließrichtung des Wassers, wenn das Mainboard in einem Gehäuse stehend verbaut wird, wie das meist der Fall ist. Hierbei ist zu beachten, dass auf unserem Testmainboard, dem Asus P6T, die CPU so montiert wird, dass die Ausbuchtung im Rand des Heatspreader zur oberen Kante gerichtet ist. Bei manchen Mainboards (Gigabyte) ist der CPU-Sockel um 90° gedreht eingebaut, so dass unsere Angaben in diesem Fall anders interpretiert werden müssen. Entscheidend ist in jedem Fall die Fließrichtung des Wassers über die CPU, egal in welcher Ausrichtung oder Lage sich der CPU-Sockel befindet.
EK Supreme
Den Kühler von EK Waterblocks haben wir bereits im letzten Roundup ausführlich vorgestellt. Auf den ersten beiden Seiten des verlinkten Artikels sind viele Bilder und Details dazu zu finden, weshalb wir den Kühler nicht erneut vorstellen.
Einzig ein kleines Update zur Anschlüsse-Kompatibilität reichen wir hier nach: Wie auf dem Bild oben rechts zu sehen ist, sind die Anschlussgewinde am EK Supreme weit genug auseinander platziert, dass selbst die riesenhaften 19/13-Schraubverschlüsse von Bitspower eingesetzt werden können.

Aqua Computer cuplex XT di

Der cuplex XT di war bereits im letzten Roundup auf den Seiten acht und neun vertreten. Bei dem heute vorgestellten cuplex XT di handelt es sich aber nicht um den genau selben Kühler - etwas Feintuning wurde seither am inneren Aufbau des XT di vorgenommen. Der hier getestete Kühler wurde für kurze Zeit bei der Ankündigung als "cuplex XT di²" bezeichnet, wird nun aber unter dem bisherigen Namen "cuplex XT di" (ohne "²") verkauft.


Verpackung und Lieferumfang
An Verpackung und Lieferumfang hat sich nichts geändert. In der immer noch identisch bedruckten Schachtel finden wir den Kühler sowie einen Beutel mit Federn, Unterlegscheiben und Schrauben für die Montage.
Der Kühler
Auch an der äußeren Erscheinung des Kühlers hat sich kaum etwas geändert. Das bewährte, edle Design wurde nicht angerührt. Die Unterschiede liegen, wo sie vorhanden sind, im Detail.
Einer dieser Unterschiede besteht darin, dass die Einlassöffnung nun subtil mit einem eingravierten "in" gekennzeichnet ist.
Ein weiteres, von außen ersichtliches Detail sind die vergrößerten Löcher der beiden Düsenfelder. Diese sind nun in der selben Größe gestaltet wie diejenigen des cuplex hd.

Aqua Computer cuplex XT di - Teil 2


Innenansichten
Neben den vergrößerten Düsen wurde auch der zusätzliche, kreisförmige Wasserkanal an der Unterseite des Deckels vom Design des cuplex hd übernommen. Das Bild rechts zeigt den Vergleich zwischen dem alten (rechts) und dem neuen (links) cuplex XT di.
Zu guter Letzt wurde auch die Bodenplatte auf der Innenseite etwas überarbeitet. Die Kühlstruktur im Inneren des cuplex XT di ist gegenüber der vorherigen Version verfeinert. Insbesondere in der Mitte sind nun feinere Kanäle und Pins vorzufinden. Das Bild rechts zeigt wieder den Unterschied zwischen der alten und neuen Version des XT di.


Kompatibilität
Die beiden Anschlussgewinde des cuplex XT di sind mit großzügigem Abstand zueinander angebracht. Vom seitlichen Abstand her ließen sich selbst die großen 19/13 Bitspower-Fittinge anbringen, allerdings stoßen diese auf die Schrauben des Plexi-Deckels. Deshalb sind diese und ähnlich große Anschlüsse nur mit Hilfe von dickeren O-Ringen einsetzbar.
Anschlüsse mit langen Gewinden lassen sich problemlos auf dem cuplex XT di montieren.
Montage und optimale Ausrichtung
Der cuplex XT di wird nach wie vor auf die "klassische" Art montiert, indem Schrauben von der Rückseite des Mainboard her fixiert werden und der Kühler von oben mit Federn und Rändelschrauben fixiert wird.
Der cuplex XT di brachte mit der auf dem Bild gezeigten "horizontalen" Ausrichtung im Schnitt 0,7 Klevin bessere Temperaturen als mit 90 Grad gedrehter Ausrichtung.

Watercool Heatkiller HK 3.0

Der Heatkiller 3.0 ist der neueste CPU-Kühler aus dem Hause Watercool und der lang erwartete Nachfolger des Heatkiller 2.5. Der Kühler wurde gegenüber seinem Vorgänger komplett überarbeitet und ist in drei Versionen erhältlich: Der Budget-Version mit dem Anhängsel "LC", der "LT"-Version mit POM-Deckel und der hier getesteten Vollkupfer-Version.


Verpackung und Lieferumfang
Der HK 3.0 ist in einer einfachen, unbedruckten Kartonschachtel verpackt, welche neben dem Kühler eine kurze Montageanleitung und die nötigen Schrauben, Unterlegscheiben und Federn für die Montage enthält.


Der Kühler
Der Heatkiller 3.0, hier mit Sockel-775-Halterung gezeigt, ist ein relativ großer, flacher Kühler. Dadurch dass hier, im Gegensatz zu allen anderen Kühlern in diesem Test, nicht nur für den Boden sondern auch für den Deckel Kupfer verwendet wird, fällt der Kühler optisch auf. Auch bei der Handhabung ist deutlich bemerkbar, dass der HK 3.0 schwerer und solider wirkt, als die meisten seiner Konkurrenten.
Neben dem Kupfer kommt für die Halterung und eine Zierabdeckung auch Edelstahl zum Einsatz. Die Edelstahlteile setzen optische Akzente und die gebürstete Oberfläche und eingravierte Kühlerbezeichnung wirken sehr edel.
An der Unterseite des Kühlers sind feine Frässpuren sichtbar. Auf eine Blank-Politur wurde hier verzichtet.

Watercool Heatkiller HK 3.0 - Teil 2


Innenansichten
Auf den Bildern sehen wir den Deckel des HK 3.0 von unten betrachtet. Über die Einlassöffnung erreicht das Wasser als erstes eine Düsenplatte mit Längs-Schlitzen. Diese Düsenplatte ist mit einem O-Ring abgedichtet, so dass das Wasser gezwungenermaßen durch die Schlitze gezwängt wird und keine "Abkürzungen" nehmen kann. Zwei Kanäle im Deckel führen das Wasser dann wieder zur Auslassöffnung.
Auf der Bodenplatte sind dünne, parallel verlaufende Rillen eingefräst. Bei der günstigsten Version des Kühlers, dem HK 3.0 LC, sind weniger und breitere Rillen in den Boden gefräst.
Kompatibilität
Bei unserer Version des HK 3.0 liegen die beiden Anschlussgewinde so nahe bei einander, dass sich die Bitspower 13/10-Schraubverschlüsse nicht anbringen lassen. Wie auf den Bildern ersichtlich wird, rasten die Rändelungen der Anschlüsse an einander ein und das Eindrehen eines Anschlusses führt dann automatisch zum ausdrehen des anderen...
Die Hersteller bei Watercool haben realisiert, dass viele User gerne diese oder ähnliche Anschlüsse verwenden möchten, weshalb bei allen aktuellen HK 3.0-Modellen die beiden Anschlussgewinde um 1,5 Millimeter weiter auseinander gerückt wurden.
Kleinere Anschlüsse, Tüllen und Anschlüsse mit langen Gewinden lassen sich problemlos zusammen mit dem Heatkiller einsetzen.
Montage und optimale Ausrichtung
Beim Watercool-Kühler wird die übliche Montage quasi auf den Kopf gestellt: Mit einer Mutter an der Rückseite des Mainboard werden Distanzhülsen angebracht (Bild links). In diese werden die Federn von oben her verschraubt.
Die auf dem Bild rechts gezeigte, "vertikale" Ausrichtung brachte bei uns im Schnitt 0,6 Kelvin bessere Temperaturen als die um 90 Grad gedrehte Ausrichtung.

XSPC Delta V3

Produkte von XSPC waren in unseren Wasserkühlungs-Tests schon mehrfach auf Spitzenplätzen vertreten. Der Delta V3 ist der der Nachfolger des fast inexistenten XSPC Edge. Dieser vielversprechende Kühler wurde nie in Serie produziert und wir sind nun gespannt, wie sich der V3 schlagen wird.


Verpackung und Lieferumfang
Eine kompakte, bedruckte Kartonschachtel enthält neben dem Kühler und einer Universalhalterung alle nötigen Schrauben, Unterlegscheiben und Federn zur Montage des Kühlers sowie eine kleine Spritze mit Wärmeleitpaste.
Wir erhalten neben der Universalhalterung (links) auch eine schlankere Halterung für die Intel-Sockel 775 und 1366 (rechts).


Der Kühler
Der XSPC Delta V3 ist mit einem kreisförmigen POM-Deckel versehen. Auf dem Deckel sind die Form eines "X", das XSPC-Logo sowie die Bezeichnung "Delta" eingefräst. Die Qualität der Fräsarbeit ist hierbei wirklich erstaunlich. Uns ist noch nie zuvor ein derart perfektes, komplett Fransen-freies POM-Bauteil untergekommen.
Die Halterungen werden ganz einfach auf dem Kühlerdeckel platziert, ohne dass sie mit Schrauben fixiert werden. Durch den Anpressdruck bei der Montage sollte es dennoch zu keinen Verschiebungen des Kühlers kommen.
Die Bodenfläche des V3 ist im Auslieferungszustand mit einer Schutzfolie abgedeckt. Die Unterseite ist abgestuft und auf Hochglanz poliert.

XSPC Delta V3 - Teil 2


Innenansichten
Die gesamte Innenseite des Kühlerbodens ist mit feinen, ausgefrästen Pins überdeckt. Auffällig ist dabei, wie hoch diese Pins sind.
Die Unterseite des Deckels ist sehr einfach gestaltet: Zwischen Ein- und Auslass befindet sich lediglich eine "Nase" im POM-Deckel, die sicherstellt, dass das Wasser gezwungenermassen den Weg durch die Kühlerpins nehmen muss.
Kompatibilität
Der Delta V3 ist mit langen Anschlussgewinden wie denen der EK-Tüllen ebenso kompatibel wie mit übergroßen Schraubverschlüssen wie den 19/13-Fittings von Bitspower.


Montage und optimale Ausrichtung
Die XPSC Delta V3 wird genau gleich wie der cuplex XT di auf die übliche Weise mit Schrauben, Federn und Rändelschrauben fixiert.
Die auf dem Bild gezeigte, "horizontale" Ausrichtung brachte bei uns im Schnitt 0,7 Kelvin bessere Temperaturen als eine um 90 Grad gedrehte Ausrichtung.

Testsystem

Alle relevanten Komponenten des Testsystems im Überblick:

- Intel Core i7 920, Übertaktet auf 3,7 GHz bei 1,28 Volt VCore
- Asus P6T
- XSPC RS360 Radiator
- 3x Nanoxia FX-1250 Lüfter, saugend am Radiator montiert
- Laing DDC 1T+ mit EK X-Res Aufsatz
- T-Balancer bigNG plus Sensorhub
- 13/10 Masterkleer-Schläuche
- 4x Analoger Wassersensor zur Messung der Wassertemperatur
- 3x Digitaler Temperatursensor zur Messung der Umgebungstemperatur
- Durchflusssensor Digmesa FHKUC 70
- Arctic Cooling MX-2

Weiter kommt folgende Software zum Einsatz:

- T-Balancer Naviagator für das Aufzeichnen der Wasser- und Umgebungstemperaturdaten.
- RealTemp 3.0 für das Aufzeichnen der CPU-Temperaturen
- CoreDamage für die maximale Auslastung der CPU

Im Wasserkreislauf ist immer nur der zu testende CPU-Kühler angeschlossen, damit die Temperaturen nicht von anderen Komponenten beeinflusst werden.


Backplate

WICHTIG: Jeder Kühler wird für die Testläufe mit einer Backplate montiert. Wenn keine solche im Lieferumfang vorhanden ist, wird die Watercool-Backplate verwendet.

Warum setzen wir eine Backplate ein?
Das hat zwei Gründe: Erstens sorgt eine Backplate dafür, dass sich die Platine des Mainboard nicht durchbiegt, wenn ein Kühler montiert wird. Dies ist für die Teststation von Bedeutung, da im Verlaufe eines solchen Roundup dutzende von Montagen durchgeführt werden und dies schlimmstenfalls zu einem Ermüdungsbruch einer Komponente oder der Platine führen könnte. Zweitens hat eine kleine Umfrage in der Wasserkühlungs-Community ergeben, dass die Mehrheit der WaKü'ler bei sich eine Backplate einsetzt. Die Investition ist schließlich klein und der Vorteil groß.
Es kann sein, dass die Kühler ohne Backplate etwas schlechter abschneiden würden, wenn sie ohne Backplate getestet würden, da sich durch die Backplate der Anpressdruck erhöht.
Testmethode

Die CPU wird mit dem Programm CoreDamage ausgelastet. RealTemp 3.0 zeichnet die Temperaturen der Prozessorkerne im 5-Sekunden-Takt in eine Logdatei auf. Ein Testlauf besteht aus einer Aufwärmphase von 20 Minuten und einem anschließenden Messfenster von 20 Minuten. Die Aufwärmphase stellt sicher, dass das Resultat nicht durch die Temperaturträgheit des Wassers verzerrt wird und das lange Testfenster stellt sicher, dass der Messfehler durch die Temperaturschwankungen der CPU ausgebügelt wird.
Jeder Testkandidat wird in einer "horizontalen" und einer "vertikalen" Ausrichtung getestet. Die Fließrichtung und Anströmung des Wassers über den Prozessorkern unterscheidet sich bei den beiden Montagevarianten und in manchen Fällen hat dies eine Auswirkung auf die Kühlleistung.

Jeder Kühler wird in beiden Ausrichtungen dreimal montiert und getestet. Dazwischen wird die Wärmeleitpaste komplett entfernt (mit dem ArctiClean Reinigungskit) und neu aufgetragen. Dies stellt sicher, dass der Messfehler durch verschiedene Mengen und Verteilungen von Wärmeleitpaste minimiert wird.

Die Wassertemperatur wird an vier Punkten im Kreislauf gemessen, die Lufttemperatur wird ebenfalls an drei Punkten unterhalb des Radiators gemessen. Der T-Balancer bigNG zeichnet die Temperaturdaten in 5-Sekunden-Intervallen auf.

Sämtliche Daten des 20-minütigen Testfensters werden bearbeitet und zusammengefasst. Das, was am Ende als Temperaturdifferenz angegeben wird, besteht aus dem Durchschnitt von allen CPU-Temperaturdaten des Testfensters abzüglich des Durchschnittes der Wassertemperaturdaten des selben Zeitabschnittes.

Wir geben gemäß der Konvention die Temperaturdifferenzen in Kelvin an, wobei ein Kelvin einem Grad Celsius Differenztemperatur entspricht.


Durchfluss

Wir messen mit dem Digmesa-Durchflusssensor den Durchfluss des gesamten Testkreislaufes bei 12 Volt-Betrieb der Pumpe, um auf folgende Werte zu kommen:



Der Delta V3 und der HK 3.0 erreichen beide den selben, hohen Durchflusswert. Dagegen ist der XT di und erst recht der EK Supreme deutlich restriktiver.

Kühlleistung - Teil 1

In welcher Ausrichtung die Kühler die jeweils besten Temperaturen erbrachten, haben wir schon bei den Beschreibungen auf den vorhergehenden Seiten erwähnt. Um die Übersicht zu bewahren, stellen wir deshalb im folgenden nur die Temperaturen der jeweils besseren Ausrichtung dar.


Drei Testläufe
Hier sehen wir die Übersicht aller Testläufe der jeweils besseren Kühler-Ausrichtung. Alle Werte sind vom besten zum schlechtesten Resultat geordnet. Auffällig ist hier, dass der überarbeitete cuplex XT di nun fast die selbe Leistung erbringt wie der EK Supreme. Außerdem fällt auch auf, dass sich der HK 3.0 verhältnismäßig weit von den anderen Testkandidaten absetzen kann.


Durchschnittstemperatur



Errechnen wir den Durchschnitt aus allen drei Testläufen für jeden Kühler, so kommen wir zu den oben dargestellten Resultaten. Auch hier zeigt sich, dass cuplex und Supreme bei der Kühlleistung sehr nahe beisammen liegen während sich der Kandidat von Watercool deutlich an die Spitze setzt und der Delta V3 ins Hintertreffen gerät.


Kühlleistung in Abhängigkeit des Durchflusses

Um zu testen, wie sich die Temperaturen der verschiedenen Kühler mit dem Durchfluss verändert, reduzieren wir mit einem Absperrschieber im Kreislauf den Durchfluss in bestimmten Intervallen.
Bei diesem Vergleich sehen wir die Temperaturwerte bei identischem Durchfluss unter einander. Das heisst, dass hier die individuelle Restriktion der verschiedenen Kühler nicht zum Tragen kommt.

Beim letzten Kühler-Roundup testeten wir den Durchfluss noch bis zu dem sehr niedrigen Wert von 30 l/h. Davon haben wir bei dieser Testrunde abgesehen, denn die Temperaturen stiegen unterhalb von 60 l/h in kritische Bereiche und die Testläufe ließen sich oft gar nicht zuende führen, weil das System instabil wurde. Es hat sich bereits gezeigt, dass unterhalb von 60 l/h enorm viel Kühlleistung verschenkt wird, weshalb wir nur noch bis zu dieser "kritischen Grenze" testen.

Was sich beim Vergleich zeigt, ist dass die Kurve des EK Supreme steiler verläuft als die restlichen. Dies bedeutet ganz einfach, dass der Supreme "durchflussabhängiger" als die anderen Kühler ist. Oder anders gesagt: Der Supreme profitiert besonders von höheren Durchflusswerten.


Preisvergleich


Fazit und Awards
Aqua Computer cuplex XT di

Der cuplex XT di wurde im Detail überarbeitet und während sich dies von Außen kaum zeigt, wird anhand der Testresultate klar, dass sich das "Remake" gelohnt hat. Bessere Durchflusswerte bringen den Kühler in eine Region, die nicht mehr als sehr restriktiv bezeichnet werden kann. Wer kein Highflow-Fetischist ist, muss sich hier keine Gedanken mehr machen. Die verfeinerte Kühlerstruktur zeigt auch ihre Wirkung und der cuplex XT di kann nun praktisch zum ehemaligen Über-Kühler EK Supreme aufschließen. Zusammen mit dem hinreißenden Design ergibt sich daraus ein wirklich starkes Gesamtpaket. Vermisst haben wir einzig eine Backplate im Lieferumfang.

Der Aqua Computer cuplex XT di erhält den DeXgo-Silber-Award.
Watercool Heatkiller 3.0

Watercool liefert einen sehr schönen, hochwertig verarbeiteten Kühler, der den Spagat zwischen niedriger Restriktion und sehr guter Kühlleistung schafft. Trotz der verwendeten Düsenplatte und sehr feinen Kanälen im Kühlerboden messen wir beim HK 3.0 spitzenmäßige Durchflusswerte. Die Kühlleistung ist dazu noch wirklich beeindruckend - der Watercool-Kühler gewinnt nicht nur knapp sondern eindeutig im Vergleich mit den anderen Kandidaten. Auch hier wäre eine Backplate im Lieferumfang noch ein willkommener Zusatz gewesen. Eine weitere, kleine Schwäche ist der sehr geringe Abstand zwischen den Anschlussgewinden, der den Einsatz von größeren Schraubverschlüssen verhindert.

Wir verleihen dem Watercool Heatkiller 3.0 den DeXgo-Gold-Award.
XSPC Delta V3

Der Kühler von XSPC gerät in Sachen Kühlleistung leider deutlich ins Hintertreffen. Dabei muss allerdings auch erwähnt werden, dass er hier gegen starke Konkurrenz antritt. In jeder anderen Hinsicht kann der Delta V3 durchweg überzeugen: Die Verarbeitung ist exzellent, der Durchfluss wird so gut wie gar nicht gebremst, optisch ist der Kühler gelungen und die Wärmeleitpaste ist ein netter Bonus im Lieferumfang, der bei den anderen Kandidaten fehlt.
Da auch der Preis des Delta V3 sehr gut ist, ist dieser Kühler für Anwendungen, in denen es nicht nur auf bestmögliche Temperaturen ankommt, auf jeden Fall einen Blick wert.

Danksagung

Dieser Artikel entstand mit freundlicher unterstützung von Aqua Computer Berlin und XSPC.

Weitere Informationen

Dieser Artikel wurde von HESmelaugh verfasst.
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