SSD Vergleichstest
Einleitung
Vor einiger Zeit haben wir einen Artikel veröffentlicht, in dem wir kurz auf die Grundlagen der SSD-Technologie eingegangen sind und eine Kingston SSDnow M mit einer Samsung F1 Festplatte verglichen haben. Nun wollen wir einen Artikel komplett den SSD widmen und eine kleine Auswahl verschiedener Modelle einem Leistungsvergleich unterziehen. Folgende SSD werden verglichen: Kingston SSDnow M Series, Memoright GT, Mtron SSD 7500, Mtron Mobi 3500, Sandisk SSD 5000 und Silicon Power SSD.
Die Testkandidaten
Memoright GT
Memoright GT
Die Memoright GT SSD mit einer Kapazität von 64 Gigabyte wird in einer bedruckten Schachtel geliefert. Von den Verpackungsaufdrucken lässt sich nicht viel über die SSD erfahren, so ist beispielsweise für die Lesegeschwindigkeiten lediglich angegeben, dass die Memoright GT mehr als 100 MB/s Lese- und Schreibdurchsatz habe.
Die SSD selbst präsentiert sich in einem schlichten aber schönen Gehäuse sehr edel. Die Oberfläche des Gehäuses ist gebürstet.
Mtron SSD 7500
Mtron SSD 7500
| Der erste Testkandidat von Mtron, die Mtron 7500, hat eine Kapazität von 64 Gigabyte. An der Unterseite der SSD sehen wir direkt auf die Platine, was recht ungewöhnlich ist. |
Mtron Mobi 3500
Die Testkandidaten - 2
Sandisk SSD 5000
Sandisk SSD 5000
Silicon Power SSD
| Die SSD von Silivon Power bietet ebenfalls eine Kapazität von 32 Gigabyte und wird in einer kompakten, aber auffällig bedruckten Verpackung geliefert.
|
Kingston SSDnow M Series
| Die Kingston SSDnow M mit 80 Gigabyte Kapazität wurde bereits im Einführungsartikel zum Thema SSD ausführlich vorgestellt. Im heutigen Vergleichstest darf sie natürlich auch nicht fehlen. |
Testsystem
Das verwendete Testsystem setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:
- Intel Core i7 920
- Asus P6T
- Foxconn 9600 GT
- Mushkin XP3-12800
- Plus die jeweilige SSD
- Eine Western Digital WD320 und eine Samsung F1 wurden ebenfalls getestet, um HDD-Vergleichswerte zu den SSD-Tests zu erhalten.
Testablauf
Ein Testablauf besteht daraus, dass als erstes auf der frisch formatierten SSD eine Version von Windows Vista installiert wird, die so ausgelegt ist, dass während dem gesamten Installationsvorgang kein Eingriff vom User benötigt wird (unattended installation). Dies stellt gleichzeitig den ersten Praxistest dar.
Danach werden alle Treiber auf den aktuellsten Stand gebracht und die Benchmarks gestartet. Das System läuft also komplett von der jeweiligen SSD aus. So ist sichergestellt, dass keine "langsame" Festplatte zum Flaschenhals eines Tests wird.
Auf der Mtron Mobi 3500 konnte leider Vista nicht installiert werden, weshalb nur einige der synthetischen Tests mit dieser SSD möglich waren.
EVEREST, lineare Lesevorgänge, IDE- vs. AHCI-Modus
Das verwendete Testsystem setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:
- Intel Core i7 920
- Asus P6T
- Foxconn 9600 GT
- Mushkin XP3-12800
- Plus die jeweilige SSD
- Eine Western Digital WD320 und eine Samsung F1 wurden ebenfalls getestet, um HDD-Vergleichswerte zu den SSD-Tests zu erhalten.
Testablauf
Ein Testablauf besteht daraus, dass als erstes auf der frisch formatierten SSD eine Version von Windows Vista installiert wird, die so ausgelegt ist, dass während dem gesamten Installationsvorgang kein Eingriff vom User benötigt wird (unattended installation). Dies stellt gleichzeitig den ersten Praxistest dar.
Danach werden alle Treiber auf den aktuellsten Stand gebracht und die Benchmarks gestartet. Das System läuft also komplett von der jeweiligen SSD aus. So ist sichergestellt, dass keine "langsame" Festplatte zum Flaschenhals eines Tests wird.
Auf der Mtron Mobi 3500 konnte leider Vista nicht installiert werden, weshalb nur einige der synthetischen Tests mit dieser SSD möglich waren.
EVEREST, lineare Lesevorgänge, IDE- vs. AHCI-Modus
Was den Unterschied zwischen AHCI- und IDE-Modi beim Lesetest in Everest betrifft, so können wir auf unsere Ausführungen dazu im Kingston SSDnow Artikel hinweisen. Die obere Grafik zeigt nochmals den Vergleich der beiden Modi mit der Kingston SSDnow. Die eingefärbten Flächen zeigen die Spanne zwischen minimalen und maximalen Lesegeschwindigkeiten, die bei den jeweiligen Dateigrößen gemessen wurden. Wie wir sehen, ergibt sich im AHCI-Modus ab einer mittleren Dateigröße eine im Durchschnitt bessere Performance, die Schwankungen in der Lesegeschwindigkeit sind aber im IDE-Modus durchgehend kleiner.
Dieses Verhalten trafen wir bei allen anderen SSD im Test wieder in sehr ähnlicher Form an. Wir haben in Betracht gezogen, diese Vergleichsdaten für sämtliche der Testkandidaten zu präsentieren. Da alle in etwa das selbe Bild ergeben und die Relevanz von solchen synthetischen Tests eher fraglich ist, verzichten wir aber darauf.
EVEREST, lineare Schreibvorgänge, IDE- vs. AHCI-Modus
Beim AHCI vs. IDE-Test mit den linearen Schreibvorgängen ergeben sich nun ziemlich quirlige Resultate.
Bei manchen SSD liefert der IDE-Modus die deutlich bessere Performance, so zum Beispiel bei der Memoright GT:
Dieses Verhalten trafen wir bei allen anderen SSD im Test wieder in sehr ähnlicher Form an. Wir haben in Betracht gezogen, diese Vergleichsdaten für sämtliche der Testkandidaten zu präsentieren. Da alle in etwa das selbe Bild ergeben und die Relevanz von solchen synthetischen Tests eher fraglich ist, verzichten wir aber darauf.
EVEREST, lineare Schreibvorgänge, IDE- vs. AHCI-Modus
Beim AHCI vs. IDE-Test mit den linearen Schreibvorgängen ergeben sich nun ziemlich quirlige Resultate.
Bei manchen SSD liefert der IDE-Modus die deutlich bessere Performance, so zum Beispiel bei der Memoright GT:
Andere SSD, zum Beispiel die Mtron 7500, zeigen hingegen im AHCI-Modus durchweg deutlich bessere Schreibgeschwindigkeitne als im IDE-Modus.
Zu guter Letzt gibt es auch noch durchmischte Resultate, wo sich die Lesitungskurven ab einer bestimmten Dateigröße überschneiden, wie zum Beispiel bei der Sandisk SSD zu sehen:
Zu guter Letzt gibt es auch noch durchmischte Resultate, wo sich die Lesitungskurven ab einer bestimmten Dateigröße überschneiden, wie zum Beispiel bei der Sandisk SSD zu sehen:
Es ist schwierig festzustellen, in wie fern sich hier tatsächliche Unterschiede zwischen den einzelnen Testkandidaten zeigen oder ob wir hauptsächlich die Schwierigkeiten sehen, die die meisten Festplatten-Testprogramme mit SSD haben.
Auch hier wollen wir nicht dutzende Diagramme und Werte auflisten und analysieren. Viel lieber verlassen wir uns auf die Praxistests, die später im Artikel folgen.
Auch hier wollen wir nicht dutzende Diagramme und Werte auflisten und analysieren. Viel lieber verlassen wir uns auf die Praxistests, die später im Artikel folgen.
Everest-Resultate im Vergleich
Schauen wir uns als erstes nochmals die Resultate der linearen Lesetests in Everest an. Diesmal vergleichen wir die Werte der verschiedenen SSD und HDD unter einander.
Everest, lineare Lesevorgänge, IDE
Schauen wir uns als erstes nochmals die Resultate der linearen Lesetests in Everest an. Diesmal vergleichen wir die Werte der verschiedenen SSD und HDD unter einander.
Everest, lineare Lesevorgänge, IDE
Everest, lineare Lesevorgänge, AHCI
Im Verhältnis zu einander bleiben die durchschnittlichen Lesegeschwindigkeiten in den beiden Modi praktisch gleich. Es gibt also keine SSD, die im einen Modus besonders glänzt und im anderen besonders schlecht abschneidet.
Beim Vergleich der Werte untereinander fallen einige Highlights auf: Die Kingston SSDnow spielt in diesem Test in einer komplett anderen Liga als die restlichen Kandidaten und liefert die mit Abstand besten Werte. Sehr interessant ist auch der Vergleich der beiden vertretenen Festplatten. Während die etwas ältere Western Digital-HDD von fast allen SSD deutlich übertrumpft wird, kann es die neuere Samsung F1 Festplatte in Sachen Lesegeschwindigkeit problemlos mit den SSD aufnehmen.
Everest, lineare Schreibvorgänge, IDE
Beim Vergleich der Werte untereinander fallen einige Highlights auf: Die Kingston SSDnow spielt in diesem Test in einer komplett anderen Liga als die restlichen Kandidaten und liefert die mit Abstand besten Werte. Sehr interessant ist auch der Vergleich der beiden vertretenen Festplatten. Während die etwas ältere Western Digital-HDD von fast allen SSD deutlich übertrumpft wird, kann es die neuere Samsung F1 Festplatte in Sachen Lesegeschwindigkeit problemlos mit den SSD aufnehmen.
Everest, lineare Schreibvorgänge, IDE
Everest, lineare Schreibvorgänge, AHCI
Bei den Schreibtests gibt es deutliche Unterschiede zwischen IDE- und AHCI-Modus. Die Memoright GT SSD is am stärksten vom richtigen Modus abhängig, da sie im IDE-Modus das Testfeld absolut dominiert, im AHCI-Modus aber zurückfällt. Bei der Samsung F1 ist es genau umgekehrt. Die Mtron 7500 sowie die Sandisk SSD profitieren beide auch deutlich vom AHCI-Modus.
Zugriffszeiten
Everest, Lesezugriffe
Bei den Lesezugriffszeiten haben alle SSD die Nase eindeutig vor den HDD. Etwas überraschend ist hier, dass die Zugriffszeiten der Western Digital Festplatte knapp besser sind als die der Samsung F1.
Everest, Schreibzugriffe
Bei den Schreibzugriffen schneidet überraschenderweise nur eine SSD, die von SanDisk, am schlechtesten ab. So schlecht, dass wir uns nicht sicher sind, ob es sich vielleicht um einen Defekt handelt.
Die Western Digital-HDD ist bei diesem, wie auch bei den anderen Schreibtests von Everest nicht dabei, weil die Schreibtests Daten auf den Speichermedien überschreiben und die WD320 die Systemplatte des Testsystems ist.
Sämtliche Testkandidaten wurden auch mit CrystalDiskMark, einem weiteren Programm, welches sich für SSD-Tests einigermaßen eignet, getestet. Die Resultate bestätigen diejenigen, die Everest aufzeigt, weshalb wir sie im Artikel nicht nochmals auflisten wollen.
Praxistests
Kommen wir nun zum interessanteren Teil der Testreihen. Die Resultate von synthetischen Tests mögen schön und gut sein, wirklich interessant ist aber die Frage, wie sich die unterschiedlichen SSD im tatsächlichen Alltagsgebrauch schlagen. Als erstes testen wir mit einem Script die genaue Neustart-Dauer (von Desktop zu Desktop) von Vista. Der Test wird mehrmals wiederholt, um Zufallsschwankungen (die kaum vorkommen) auszuglätten.
Vista Neustart IDE
Vista Neustart AHCI
Generell dauert der Neustart im AHCI-Modus ein bisschen länger, was daran liegt, dass das System länger braucht, um die AHCI-Treiber zu laden. Die beiden Festplatten und die Mtron 7500 können aber aus dem AHCI-Modus auch in der recht kurzen Reboot-Zeit schon einen Vorteil herausschlagen. Die Festplatten werden in diesem Test auch von den meisten SSD deutlich übertrumpft.
Everest, Lesezugriffe
Bei den Lesezugriffszeiten haben alle SSD die Nase eindeutig vor den HDD. Etwas überraschend ist hier, dass die Zugriffszeiten der Western Digital Festplatte knapp besser sind als die der Samsung F1.
Everest, Schreibzugriffe
Bei den Schreibzugriffen schneidet überraschenderweise nur eine SSD, die von SanDisk, am schlechtesten ab. So schlecht, dass wir uns nicht sicher sind, ob es sich vielleicht um einen Defekt handelt.
Die Western Digital-HDD ist bei diesem, wie auch bei den anderen Schreibtests von Everest nicht dabei, weil die Schreibtests Daten auf den Speichermedien überschreiben und die WD320 die Systemplatte des Testsystems ist.
Sämtliche Testkandidaten wurden auch mit CrystalDiskMark, einem weiteren Programm, welches sich für SSD-Tests einigermaßen eignet, getestet. Die Resultate bestätigen diejenigen, die Everest aufzeigt, weshalb wir sie im Artikel nicht nochmals auflisten wollen.
Praxistests
Kommen wir nun zum interessanteren Teil der Testreihen. Die Resultate von synthetischen Tests mögen schön und gut sein, wirklich interessant ist aber die Frage, wie sich die unterschiedlichen SSD im tatsächlichen Alltagsgebrauch schlagen. Als erstes testen wir mit einem Script die genaue Neustart-Dauer (von Desktop zu Desktop) von Vista. Der Test wird mehrmals wiederholt, um Zufallsschwankungen (die kaum vorkommen) auszuglätten.
Vista Neustart IDE
Vista Neustart AHCI
Generell dauert der Neustart im AHCI-Modus ein bisschen länger, was daran liegt, dass das System länger braucht, um die AHCI-Treiber zu laden. Die beiden Festplatten und die Mtron 7500 können aber aus dem AHCI-Modus auch in der recht kurzen Reboot-Zeit schon einen Vorteil herausschlagen. Die Festplatten werden in diesem Test auch von den meisten SSD deutlich übertrumpft.
Praxistests 2
Bei allen weiteren Praxistests hat sich ergeben, dass der AHCI-Modus für alle Testkandidaten zu besseren Resultaten führte. Manche der Testkandidaten legten im AHCI-Modus deutlich bessere Praxiswerte an den Tag, bei anderen war kaum ein Unterschied zu messen. Bei keinem Test war aber der IDE-Modus für einen Kandidaten ein Vorteil. Deshalb präsentieren wir im folgenden, um die Datenflut etwas in Grenzen zu halten, nur noch die Resultate des AHCI-Modus.
Vista-Installation
Wir installieren auf das komplett formatierte Speichermedium eine Version von Windows Vista, die so ausgelegt ist, dass während des gesamten Installationsvorgangs kein Eingriff vom User benötigt wird (unattended installation). So können wir wiederholbar die Zeit vom Laden der CD bis zum Desktop des fertig installierten Betriebssystems messen.
Die Vista-Installation ist mit der Kingston SSDnow am schnellsten vorüber. Interessant ist bei diesem Vergleich zu sehen, dass die Samsung F1 ziemlich gut abschneidet. Sie überholt nicht nur drei der SSD sondern ist mit der Installation so schnell fertig, dass auch der Unterschied zu den schnellsten SSD im Test relativ gering ausfällt.
Die Mtron Mobi 3500 ist bei diesem, wie auch bei den weiteren Praxistests nicht vertreten, da sich darauf unser Test-Betriebssystem aus Kapazitätsgründen nicht installieren ließ.
nVidia-Treiber Installation
Als nächstes messen wir die Zeit, die benötigt wird, um den nVidia Treiber 182.06 zu installieren.
Es zeigt sich ein ähnliches Bild wie bei der Vista-Installation. Bei einer solchen, kürzeren Installation werden die Zeitunterschiede allerdings schneller spürbar. So fällt einem sofort auf, dass die Installation auf der Kingston SSDnow fixer fertig ist als auf der Samsung F1, auch bevor man auf die Stoppuhr blickt.
Photoshop Extraktion
Als nächstes testen wir, wie die Speichermedien mit einem größeren Extraktionsvorgang zurechtkommen. Dazu extrahieren wir den Photoshop-Installer und messen die benötigte Dauer.
In diesem Vergleich kann die Memoright GT die Krone an sich reißen, das Rennen unter den schnellsten Kandidaten ist jedoch sehr knapp. Generell scheint bei diesem Extraktionsvorgang die SSD im Nachteil gegenüber der HDD zu sein.
Photoshop Installation
Als letztes testen wir eine weitere, große Installation und zwar die von Photoshop.
Der Installationsvorgang verläuft auf der Sandisk SSD ein weiteres Mal quälend langsam. Die Kingston SSDnow kann sich wiederum an die Spitze setzen und die Samsung F1 beweist noch einmal, dass HDD-Technologie noch nicht wirklich überholt ist.
Preisvergleich
Die hier getesteten Speichermedien decken die unterschiedlichsten Kapazitäten ab. Um den Preisvergleich fair zu halten, berechnen wir deshalb den Kaufpreis pro Gigabyte.
Wenig überraschend ist, dass die Festplatte bei weitem am günstigsten ist, im Verhältnis zu ihrer Kapazität. Die Kingston SSDnow M-Serie kann mit einem sehr guten Preis pro Gigabyte auftrumpfen und setzt sich weit vor vermeintlich günstige SSD wie die Mtron Mobi 3500.
Bei allen weiteren Praxistests hat sich ergeben, dass der AHCI-Modus für alle Testkandidaten zu besseren Resultaten führte. Manche der Testkandidaten legten im AHCI-Modus deutlich bessere Praxiswerte an den Tag, bei anderen war kaum ein Unterschied zu messen. Bei keinem Test war aber der IDE-Modus für einen Kandidaten ein Vorteil. Deshalb präsentieren wir im folgenden, um die Datenflut etwas in Grenzen zu halten, nur noch die Resultate des AHCI-Modus.
Vista-Installation
Wir installieren auf das komplett formatierte Speichermedium eine Version von Windows Vista, die so ausgelegt ist, dass während des gesamten Installationsvorgangs kein Eingriff vom User benötigt wird (unattended installation). So können wir wiederholbar die Zeit vom Laden der CD bis zum Desktop des fertig installierten Betriebssystems messen.
Die Vista-Installation ist mit der Kingston SSDnow am schnellsten vorüber. Interessant ist bei diesem Vergleich zu sehen, dass die Samsung F1 ziemlich gut abschneidet. Sie überholt nicht nur drei der SSD sondern ist mit der Installation so schnell fertig, dass auch der Unterschied zu den schnellsten SSD im Test relativ gering ausfällt.
Die Mtron Mobi 3500 ist bei diesem, wie auch bei den weiteren Praxistests nicht vertreten, da sich darauf unser Test-Betriebssystem aus Kapazitätsgründen nicht installieren ließ.
nVidia-Treiber Installation
Als nächstes messen wir die Zeit, die benötigt wird, um den nVidia Treiber 182.06 zu installieren.
Es zeigt sich ein ähnliches Bild wie bei der Vista-Installation. Bei einer solchen, kürzeren Installation werden die Zeitunterschiede allerdings schneller spürbar. So fällt einem sofort auf, dass die Installation auf der Kingston SSDnow fixer fertig ist als auf der Samsung F1, auch bevor man auf die Stoppuhr blickt.
Photoshop Extraktion
Als nächstes testen wir, wie die Speichermedien mit einem größeren Extraktionsvorgang zurechtkommen. Dazu extrahieren wir den Photoshop-Installer und messen die benötigte Dauer.
In diesem Vergleich kann die Memoright GT die Krone an sich reißen, das Rennen unter den schnellsten Kandidaten ist jedoch sehr knapp. Generell scheint bei diesem Extraktionsvorgang die SSD im Nachteil gegenüber der HDD zu sein.
Photoshop Installation
Als letztes testen wir eine weitere, große Installation und zwar die von Photoshop.
Der Installationsvorgang verläuft auf der Sandisk SSD ein weiteres Mal quälend langsam. Die Kingston SSDnow kann sich wiederum an die Spitze setzen und die Samsung F1 beweist noch einmal, dass HDD-Technologie noch nicht wirklich überholt ist.
Preisvergleich
Die hier getesteten Speichermedien decken die unterschiedlichsten Kapazitäten ab. Um den Preisvergleich fair zu halten, berechnen wir deshalb den Kaufpreis pro Gigabyte.
Wenig überraschend ist, dass die Festplatte bei weitem am günstigsten ist, im Verhältnis zu ihrer Kapazität. Die Kingston SSDnow M-Serie kann mit einem sehr guten Preis pro Gigabyte auftrumpfen und setzt sich weit vor vermeintlich günstige SSD wie die Mtron Mobi 3500.
Fazit
Nach den sehr intensiven uns langwierigen Tests, die wir mit den verschiedenen SSD und zwei Festplatten durchgeführt haben, haben sich ein, zwei allgemeine Schlussfolgerungen zum Thema SSD herauskristallisiert. Als erstes lässt sich festhalten, dass selbst diejenigen Benchmarks, die mit SSD zurechtkommen, Resultate erzeugen, die für die Praxis nicht sehr aussagekräftig sind. Es lässt sich zwar anhand von Benchmark-Resultaten ungefähr einschätzen, welche Testkandidaten eher besser und welche eher schlechter performen, mehr aber nicht. Auch hätten wir aufgrund der Benchmarkresultate nicht vermutet, dass in der Praxis eigentlich immer der AHCI-Modus zu besseren Resultaten führt.
Sehr wichtig ist auch folgende Erkenntnis: Das Arbeiten mit einer guten, schnellen SSD kann deutlich angenehmer sein, als die vergleichbare Arbeit mit einer Festplatte. Allerdings ist der Unterschied von HDD zu SSD nicht so deutlich, wie wir es uns erhofft hatten und wer eine schlechte SSD verwendet, der muss leiden. Während zum Beispiel die gefühlte Performance einer mittelmäßigen SSD wie der von Silicon Power etwa identisch mit der der Samsung F1 Festplatte ist, sind die Wartezeiten bei installationen auf der Sandisk SSD unerträglich lange.
Alleine der Leistung wegen würden wir niemandem SSD empfehlen. Die Vorteile dieser Speicher sind nicht in erster Linie in den Leistungsvergleichen zu finden sondern liegen viel mehr darin, dass sie sparsam, klein und lautlos sind.
Nach den sehr intensiven uns langwierigen Tests, die wir mit den verschiedenen SSD und zwei Festplatten durchgeführt haben, haben sich ein, zwei allgemeine Schlussfolgerungen zum Thema SSD herauskristallisiert. Als erstes lässt sich festhalten, dass selbst diejenigen Benchmarks, die mit SSD zurechtkommen, Resultate erzeugen, die für die Praxis nicht sehr aussagekräftig sind. Es lässt sich zwar anhand von Benchmark-Resultaten ungefähr einschätzen, welche Testkandidaten eher besser und welche eher schlechter performen, mehr aber nicht. Auch hätten wir aufgrund der Benchmarkresultate nicht vermutet, dass in der Praxis eigentlich immer der AHCI-Modus zu besseren Resultaten führt.
Sehr wichtig ist auch folgende Erkenntnis: Das Arbeiten mit einer guten, schnellen SSD kann deutlich angenehmer sein, als die vergleichbare Arbeit mit einer Festplatte. Allerdings ist der Unterschied von HDD zu SSD nicht so deutlich, wie wir es uns erhofft hatten und wer eine schlechte SSD verwendet, der muss leiden. Während zum Beispiel die gefühlte Performance einer mittelmäßigen SSD wie der von Silicon Power etwa identisch mit der der Samsung F1 Festplatte ist, sind die Wartezeiten bei installationen auf der Sandisk SSD unerträglich lange.
Alleine der Leistung wegen würden wir niemandem SSD empfehlen. Die Vorteile dieser Speicher sind nicht in erster Linie in den Leistungsvergleichen zu finden sondern liegen viel mehr darin, dass sie sparsam, klein und lautlos sind.
| Kingston SSDnow M
Die Kingston SSDnow M mit 80 GiB Kapazität ist der einzige Kandidat aus dem Testfeld, den wir uneingeschränkt empfehlen können. In den Praxistests ist diese SSD immer auf dem oder in der Nähe des Spitzenplatzes zu finden. Die gefühlte Performance der SSDnow ist mit die beste im Testfeld. Installationen laufen flott, das System reagiert schnell auf alle Inputs und wir konnten keine Situation erzeugen, bei der die SSD einer HDD deutlich unterlegen war. Einzige Schwäche bleibt da die im Vergleich zu Festplatten geringe Kapazität. Die große Überraschung im Preisvergleich setzt dieser SSD noch endgültig die Krone auf. Die Kingston SSDnow M verdient den DeXgo-Gold-Award. |
Alle restlichen SSD aus unserem Testfeld haben ein Problem gemeinsam: Die gefühlte Performance mit diesen SSD im Einsatz ist nicht besser als die mit einer Festplatte und in einzelnen Fällen sogar deutlich schlechter. Die Vorteile der kompakten Baugrösse und des lautlosen Betriebs bleiben zwar, aber das reicht nicht aus, um die sehr hohen Preise lohnenswert erscheinen zu lassen. Die Mtron 7500 und die Silicon Power SSD sind die stärksten der verbleibenden Kandidaten, aber auch bei diesen kommt ab und zu Frust auf, wenn sie deutlich langsamer operieren als die Samsung F1. Bei der Sandisk SSD waren die Leistungsschwächen teils deutlich spürbar, teils unerträglich. Die Mtron Mobi konnten wir nicht unserem gesamten Testparcours unterziehen, weshalb wir hier auf ein weiteres Urteil verzichten.
Danksagung
Dieser Artikel entstand mit freundlicher unterstützung von SSDworld.
Weitere Informationen
Dieser Artikel wurde von HESmelaugh verfasst.
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