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Zalman CNPS9900 LED


Einleitung

Viele Firmen setzen bei ihren Produkten meist auf ähnliche Designs, gerade wenn es um Nachfolger zu bereits etablierten Produkten geht. Zalman macht dies nicht anders und so ist es nicht verwunderlich, dass der neue CNPS9900 optisch an seine Vorgänger anschließt. Natürlich reicht es nicht bereits Bewährtes erneut zu produzieren und so wartet der CNPS9900 auch mit drei Heatpipes auf, der Lüfter sitzt nun aber zwischen zwei getrennten Kühlbereichen. Was man vom neuen Towerkühler von Zalman erwarten kann, erfahrt ihr auf den folgenden Seiten.

Verpackung & Lieferumfang

Der CNPS9900 LED von Zalman wird in einem großen Karton geliefert, welcher auf der Vorder- und Rückseite ein Sichtfenster bietet.
Zum Lieferumfang zählt neben der Bedienungsanleitung und der Tube Wärmeleitpaste auch das Montagematerial für die Intel-Sockel 775 und 1366 auch das Montagematerial für die AMD-Sockel AM2, AM2+, AM3, 754, 939 und 940.
Der CNPS9900 LED wird während des Transportes durch eine Kunststoff-Umverpackung vor Verschmutzung und Beschädigung geschützt.

Der Kühler im Detail

Wie wir in der Einleitung bereits erwähnten besteht der Kühler aus zwei Teilsegmenten. Um ein Verbiegen zu verhindern, liefert Zalman den CNPS9900 LED mit einem Kunststoffrahmen aus, der beide Einzelteile fixiert und so ein Verbiegen verhindert. Um den Anwendern auch deutlich zu machen, dass der Rahmen vor der Nutzung des Kühlers entfernt werden muss, befindet sich noch ein Hinweisschild auf dem Rahmen.
Der CNPS9900 LED ist wie die gesamte Serie der CNPS-Kühler mit einer kreisförmigen Kühlfläche ausgestattet, die von einem rahmenlosen Lüfter ventiliert wird.
Der Schutzrahmen, mit dem der Kühler ausgeliefert wird, sollte erst nach der Montage auf dem Mainboard entfernt werden. Um uns den Kühler genauer anschauen zu können haben wir diesen natürlich schon eher entfernt.
Der rahmenlose Lüfter ist in den hinteren Kühlkörper eingeklickt und befindet sich zwischen beiden Kühlflächen. Bei der Ansicht von der Seite erkennt man recht gut, dass beide Kühlflächen nicht ganz parallel zueinander stehen.
Beim CNPS9900 LED kommen insgesamt drei Heatpipes mit einem Durchmesser von jeweils sechs Millimetern zum Einsatz. Im hinteren Kühlkörper sind zwei Heatpipes verbaut, während im vorderen Kühlkörper nur eine Heatpipe ihren Dienst verrichtet.
Durch die kreisförmige Anordnung der Lamellen ist der Abstand der einzelnen Lamellen untereinander abhängig davon, wo man den Abstand mist. So sind im inneren die Lamellen nur knapp einen Millimeter auseinander, während sie im äußeren Bereich fast drei Millimeter Abstand zueinander haben.

Der Kühler im Detail

Grundsätzlich ist der CNPS9900 LED gut verarbeitet, ein kleiner Makel ist uns trotzdem aufgefallen. So hat eine der Heatpipes im unteren Bereich eine kleine Delle. Dies wird sich zwar nicht auf die Kühlleistung auswirken, dafür ist die Delle zu klein, ein optischer Makel ist dies trotzdem.
Um die Heatpipes optisch ansprechend und ohne zu enge Biegeradien in die Bodenplatte zu führen, sind diese im unteren Bereich leicht geschwungen.
Die Bodenplatte, welche aus Kupfer besteht, ist sehr ordentlich verarbeitet aber während des Transportes ungeschützt. Aufgrund der Kunststoffumverpackung ist ein weiterer Schutz vermutlich auch nicht notwendig, denn Schmutz gelangt keiner an den Kühler.
Impressionen
Das "LED" im Namen des Zalman CNPS9900 LED steht für die integrierte Beleuchtung des Kühlers. So hat Zalman dem CNPS 9900 eine blaue Beleuchtung spendiert, welche aber nicht abschaltbar ist.

Die Montage

Die Montage des CNPS9900 LED geschieht auf unterstützten Intelsystemen in zwei Schritten. Zuerst wird das mitgelieferte Retentionmodul mit dem Mainboard verschraubt. Hierbei ist eine Demontage des Mainboards, wenn das Gehäuse keinen entsprechenden Ausschnitt im Mainboardtray hat, unumgänglich. Im zweiten Schritt wird der Kühler mit Hilfe eines Halterahmens an dem zuvor angebrachten Retentionmodul geschraubt. Insgesamt betrachtet ist die Montage recht leicht, jedoch sind die Schrauben, mit denen der Kühler befestigt wird, auf Sockel 775 Systemen nicht mehr so gut zu erreichen.
Inkompatibilitäten mit unserem Testmainboard sind keine vorhanden und auch auf anderen Plattformen sollte es kaum zu Problemen kommen, da der Kühler recht viel Platz zu den umliegenden Komponenten lässt.
Testaufbau & Testablauf

Unser Testsystem setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:
- Asus P6T
- Intel Core i7 920 @ 1,20 Volt
- takeMS take3 DDR3-1333
- Sparkle GeForce 8800GTS 320MB
- Samsung HD501LJ
- Antec NeoPower 650 Blue

Um für eine höhere Vergleichbarkeit der Kühler untereinander zu sorgen, werden die Kühler mit der vom Hersteller ausgelieferten Belüftung bei zwölf und bei fünf Volt getestet. Neben diesen beiden Vergleichen kommen zukünftig noch zwei weitere Vergleiche hinzu. Hierbei wird der Kühler mit einem Scythe S-FLEX SFF21D (Review) und einem Enermax Magma (Review) bestückt. Auch wird bei den folgenden Tests eine einheitliche Wärmeleitpaste genutzt, um auch hier etwaige Schwankungen ausschließen zu können. Zum Einsatz kommt hierfür Noctua NT-H1 (Review).
Da der Zalman CNPS9900 LED einen Lüfterwechsel jedoch nicht ermöglicht müssen wir uns in diesem Review auf die Tests mit der original Belüftung beschränken.

Der Kühler muss mit jeder der Konfigurationen insgesamt vier Testläufe über sich ergehen lassen. Für das Einheizen in den Last-Phasen haben wir uns für das Tool Core2MaxPerf 1.3 entschieden. Protokolliert werden die Temperaturen der CPU mit dem Tool CPUTempWatch 1.0.8. Die Temperatur der Umgebungsluft wird in ca. fünf Zentimetern Abstand vor dem Lüfter mit Hilfe eines mCubed T-Balancer bigNG gemessen.

Aus den in den Testläufen ermittelten Daten (über 12.000 einzelne Daten) errechnen wir dann die durchschnittliche Temperatur des Prozessors in Abhängigkeit zur Umgebungstemperatur. Die Temperaturen werden immer als Differenz zur Umgebungstemperatur angegeben. Gemäß der Konvention machen wir die Angaben in Kelvin, wobei ein Kelvin einem Grad Celsius Temperaturdifferenz entspricht. Natürlich ist auch eine solche Datenmenge nicht vor Messtoleranzen gefeit und so sind trotz des getätigten Aufwandes Schwankungen im Bereich von 0,5 Kelvin bei den gemessenen Temperaturen möglich.


Wir möchten an dieser Stelle nochmals den Hinweis geben, dass die erreichten Temperaturen stark in Abhängigkeit vom genutzten System sind und auch auf ähnlichen Systemen abweichen können. Jedoch lassen sich die Kühler untereinander gut vergleichen, da alle die gleiche Grundlage für ihren Test haben.

Test - Serienbelüftung mit zwölf Volt

Der beim Zalman CNPS9900 LED verbaute Lüfter drehte in unseren Testläufen mit durchschnittlich 1.800 Umdrehungen pro Minute. Der Lüfter war dabei als laut einzustufen.

Last


Idle


Der Zalman CNPS9900 LED profitiert deutlich von seiner - im Vergleich zum ThermoLab Baram - stärkeren Belüftung und kann sich so an die Spitze des Testfeldes setzen. Auch ohne Last ist der Kühler noch ganz knapp an der Spitze der Charts, wobei die Unterschiede der ersten drei Kühler noch innerhalb der Messtoleranz liegen und die Kühler somit als gleich stark eingestuft werden können, bezogen auf die jeweils in diesem Test genutzten Lüfter.


Test - Serienbelüftung mit fünf Volt

Der zweite Test mit dem "Serienlüfter" erfolgt bei reduzierter Spannung mit fünf Volt.

Last


Idle


Wird die Spannung reduziert, drücken sich die beiden Kühler mit den schneller drehenden Lüftern vor den Zalman CNPS9900 LED, wobei die Unterschiede hier schon deutlicher werden. Ohne Last verteidigt der CNPS9900 LED seinen Spitzenplatz aus den 12-Volt-Tests. Die Lautstärke nimmt zwar stark ab, der Kühler ist aber immer noch hörbar.

Fazit

Zalman hat mit dem CNPS9900 LED einen weiteren Kühler auf den Markt gebracht, welcher die für Zalman typischen Eigenheiten mit sich bringt. Der Kühler erreicht den Anwender sicher und gut verpackt. Neben seinem ausgefallenen Design kann aber auch die Materialwahl - Kupfer - gefallen. Die Verarbeitung des Kühlers ist nahezu perfekt, aber nur nahezu. So weißt eine der Heatpipes eine kleine Delle auf, was zwar nicht kritisch ist aber das Gesamtbild etwas trübt. Ein weiteres Manko, welches Zalman immer wieder vorgeworfen wird, ist der verbaute Lüfter. Dieser ist im Betrieb mit zwölf Volt nichts für Silentfans und kann leider auch nicht so einfach getauscht werden. Bei fünf Volt wird der Lüfter zwar deutlich leiser bleibt aber weiterhin hörbar. Die Montage mit den mitgelieferten Retentionmodulen ist als angenehm zu bezeichnen. Insgesamt betrachtet bekommt man für knapp unter 60 Euro einen guten Kühler, der aber immer noch mit den typischen Zalman-Problemen zu kämpfen hat. Erworben werden kann der Kühler für 57,90 Euro bei OC-Card.de.


Pro & Contra

Pro
+ gute Verarbeitung
+ gute Kühlleistung
+ angenehme Montage

Contra
- Lüfter nicht austauschbar...
- ...und zudem im Betrieb mit 12 Volt laut
- kleine Delle in einer der Heatpipes vorhanden


Award

Für die erbrachten Leistungen vergeben wir dem Zalman CNPS9900 LED unseren DeXgo-Bronze-Award.
DeXgo-Bronze-Award

Danksagung

Dieser Artikel entstand mit freundlicher unterstützung von OC Card.

Weitere Informationen

Dieser Artikel wurde von Mephisto verfasst.
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