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Xilence Black Hawk Copper Edition


Einleitung

In unserem letzten großen CPU-Kühler-Roundup hatten wir den Xilence Black Hawk schon auf unserem alten Teststand. Heute möchten wir euch nun einen kleinen Leckerbissen präsentieren, der so wohl nur in geringer Stückzahl erhältlich sein wird, der Xilence Black Hawk Copper. Dieser ist mit seinem Vorgänger zwar absolut baugleich, aber wie der Name schon erahnen lässt komplett aus Kupfer gefertigt. Ob und wie sich dadurch die Kühlleistung des Down-Blowers verändert, erfahrt ihr auf den folgenden Seiten.

Verpackung & Lieferumfang

Der Black Hawk Copper wird in der gleichen Verpackung geliefert, in der auch der normale Black Hawk den Verbraucher erreicht. Dabei ist die Vorderseite mit einem großflächigen Sichtfenster versehen und auf der Rückseite befinden sich unter anderem Angaben zum Gewicht, der Größe und der Kompatibilität.
Der Lieferumfang ist recht knapp gehalten, beinhaltet aber alles was zur Montage des Kühlers benötigt wird und auch eine Tube Wärmeleitpaste und eine Montageanleitung liegt bei.

Der Kühler im Detail

Nicht nur die Verpackung, auch der gesamte Aufbau stimmt 1:1 mit dem Black Hawk überein. Unterschiede gibt es nur im Design und den genutzten Materialien. So ist der Lüfter nicht mehr komplett schwarz sondern schwarz-transparent und der Kühler, wie es der Name schon erahnen lässt, aus Kupfer gefertigt.
Beim Black Hawk Copper hat Xilence den Austausch der genutzten Materialien konsequent umgesetzt. So wurden nicht nur die Lamellen aus Kupfer gefertigt, sondern sogar die eigentlich unerhebliche Halterung für das Montagematerial. Der Kühler bietet so ein rundes Gesamtbild und wirkt insgesamt stimmig.
Der Einsatz von Kupfer birgt natürlich auch Gefahren und so muss der Kühler am besten mit den besagten Samthandschuhen angefasst werden. Dies liegt am Kupfer, welches die Eigenschaften hat auf Umwelteinflüsse, wie z.B. nicht absolut saubere Finger, schnell zu reagieren und unschöne Flecken bildet. Der auf dem Bild sichtbare Fingerabdruck war schon im Auslieferungszustand vorhanden. Dieser trübt natürlich das Erscheinungsbild des Kühlers.
Die Halterung des Lüfters und die Aufhängung des selben sind ebenfalls vom Black Hawk übernommen worden. Jedoch kommt nun kein schwarzer, undurchsichtiger Kunststoff zum Einsatz sondern ein transparent-schwarzer. Die Entkopplung des Lüfters realisiert Xilence über in den Ecken angebrachte Entkoppler. Als kleines optisches Highlight dient wieder die im Lüfter integrierte Beleuchtung.

Der Kühler im Detail

Entfernen wir den Lüfter samt Rahmen vom Kühler kommt der pure "Kupferklotz" zum Vorschein. Etwas verwundert sind wir jedoch über den Abschluss der Lamellen. Während an der Rückseite eine Kupferlamelle den Abschluss bildet ist an auf die vorderste Lamelle eine Kunststoffverblendung angebracht.
Eine weiter Veränderung, die zum Vorgänger auffällt, ist die gewechselte Farbe der Heatpipe Abschlusskappen. Waren sie beim Black Hawk noch silbern, sind sie nun Messingfarben gehalten.
Beim Black Hawk Copper kommen zum Wärmeabtransport sechs 6-Millimeter-Heatpipes zum Einsatz. Diese verteilen sich gleichmäßig über der Bodenplatte und werden dort durch eine weitere Platte eingespannt. Zwischen dem "Deckel" und den Heatipes befinden sich recht große Lücken, zum Boden sind keine Freiräume sichtbar.
Der Boden selbst wird während des Transportes mit einer Folie geschützt und ist mit einem Spiegelfinisch versehen.
Zum Abschluss noch zwei Bilder des Kühlers und vor allem dessen Beleuchtung im Betrieb. Im dunklen ist die rote kreuzförmige Beleuchtung sehr gut zu erkennen, stört dann aber auch nicht mit einem zu hellen Leuchteffekt. Aber auch bei Tageslicht ist der Effekt noch gut erkennbar.

Die Montage

Der Black Hawk Copper besitzt wie der Black Hawk momentan noch kein Montagematerial für den Sockel 1366. Mittlerweile liegt das entsprechende Montagematerial dem Kühler bei. Wir realisierten die Montage mit einem kompatiblen Montagekit und konnten den Kühler so sicher und leicht befestigen. Inkompatibilitäten traten bei unserem Testmainboard nicht auf, je nach eingesetztem RAM und gerade dessen genutzten Heatspreader kann es aber unter Umständen zu Problemen kommen. Auch ausladende Northbridge Kühler könnten zu einem Problem werden.
Testaufbau & Testablauf

Unser Testsystem setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:
- Asus P6T
- Intel Core i7 920 @ 1,20 Volt
- takeMS take3 DDR3-1333
- Sparkle GeForce 8800GTS 320MB
- Samsung HD501LJ
- Antec NeoPower 650 Blue

Um für eine höhere Vergleichbarkeit der Kühler untereinander zu sorgen, werden die Kühler mit der vom Hersteller ausgelieferten Belüftung bei zwölf und bei fünf Volt getestet. Neben diesen beiden Vergleichen kommen zukünftig noch zwei weitere Vergleiche hinzu. Hierbei wird der Kühler mit einem Scythe S-FLEX SFF21D (Review) und einem Enermax Magma (Review) bestückt. Auch wird bei den folgenden Tests eine einheitliche Wärmeleitpaste genutzt, um auch hier etwaige Schwankungen ausschließen zu können. Zum Einsatz kommt hierfür Noctua NT-H1 (Review).

Der Kühler muss mit jeder der Konfigurationen insgesamt vier Testläufe über sich ergehen lassen. Für das Einheizen in den Last-Phasen haben wir uns für das Tool Core2MaxPerf 1.3 entschieden. Protokolliert werden die Temperaturen der CPU mit dem Tool CPUTempWatch 1.0.8. Die Temperatur der Umgebungsluft wird in ca. fünf Zentimetern Abstand vor dem Lüfter mit Hilfe eines mCubed T-Balancer bigNG gemessen.

Aus den in den Testläufen ermittelten Daten (über 12.000 einzelne Daten) errechnen wir dann die durchschnittliche Temperatur des Prozessors in Abhängigkeit zur Umgebungstemperatur. Die Temperaturen werden immer als Differenz zur Umgebungstemperatur angegeben. Gemäß der Konvention machen wir die Angaben in Kelvin, wobei ein Kelvin einem Grad Celsius Temperaturdifferenz entspricht. Natürlich ist auch eine solche Datenmenge nicht vor Messtoleranzen gefeit und so sind trotz des getätigten Aufwandes Schwankungen im Bereich von 0,5 Kelvin bei den gemessenen Temperaturen möglich.


Wir möchten an dieser Stelle nochmals den Hinweis geben, dass die erreichten Temperaturen stark in Abhängigkeit vom genutzten System sind und auch auf ähnlichen Systemen abweichen können. Jedoch lassen sich die Kühler untereinander gut vergleichen, da alle die gleiche Grundlage für ihren Test haben.

Test - Serienbelüftung mit zwölf Volt

Neben dem Vergleich mit den anderen Kühlern ist besonders der Unterschied zum normalen Black Hawk für uns interessant.

Last


Idle


Mit zwölf Volt Betriebsspannung arbeitet der Xilence Black Hawk Copper mit knapp unter 1800 Umdrehungen pro Minute, in unserem Test waren es durchschnittlich rund 1775 Umdrehungen. Und so kann er sich knapp an die Spitze unseres Testfeldes setzen und zum normalen Black Hawk einen Vorsprung von fast vier Kelvin aufbauen.


Test - Serienbelüftung mit fünf Volt

Der zweite Test mit dem "Serienlüfter" erfolgt bei reduzierter Spannung mit fünf Volt.

Last


Idle


Bei reduzierte Spannung bricht die Kühlleistung des Black Hawk Copper sehr stark ein und so landet er sogar noch knapp hinter dem normalen Black Hawk.

Test - Enermax Magma (1.500 U/min)

Der interessantere Teil unserer Testläufe sind unsere beiden Vergleiche mit den Referenzlüftern. Den Anfang machen wir mit unserem Enermax Magma, welcher mit rund 1.500 U/min arbeitet.

Last


Idle


Beim Test mit unserem Enermax Magma landet der Black Hawk auf einem knappen zweiten Blatz und kann zu seiner normalen Version einen Vorsprung von fast vier Kelvin im Last-Betrieb aufbauen.


Test - Scythe S-FLEX SFF21D (800 U/min)

Der zweite Referenzlüfter im Test ist unser mit rund 800 U/min arbeitender Scythe S-FLEX SFF21D.

Last


Idle


Setzen wir den nur noch 800 Umdrehungen pro Minute schnellen Scythe S-FLEX ein, verliert der Black Hawk Copper kaum an Leistung und kann sich so recht deutlich an die Spitze des Testfeldes setzen. Generell performt der Black Hawk, ob Kupfer Ausführung oder nicht, bei langsamen Lüftern gut.

Fazit

Der Black Hawk in der "Copper Edition" ist bestimmt vieles, jedoch kein Allerwelts-Kühler. Nicht unbedingt wegen seines knappen aber ausreichenden Lieferumfangs oder seiner ausgefallenen Verpackung. Auch die Verarbeitung und die Kühlleistung sind gut aber keine uneingeschränkten Spitzenleistungen. Nein, das eingesetzte Material macht den Kühler zu etwas besonderem. Was bislang nur den "großen" der Branche vorbehalten war, setzt nun auch Xilence um und kann mit einem Kupfer-Kühler etwas mehr Exklusivität für sich in Anspruch nehmen. Xilence bietet den Black Hawk Copper lediglich in einer sehr limitierten Ausgabe an und dementsprechend hoch ist der Preis. So muss man aktuell knapp 70 Euro für den Kühler auf den Tisch legen, zu haben ist er unter anderem bei PC-Spezialist.de.


Pro & Contra

Pro
+ gute Kühlleistung
+ sichere und einfache Montage
+ gute Verarbeitung
+ dank des eingesetzten Materials etwas besonderes

Contra
- sehr Empfindlich gegenüber Fingerabdrücken
- Preis


Award

Für die erbrachten Leistungen verleihen wir dem Xilence Black Hawk Copper unseren DeXgo-Silber-Award.
DeXgo-Silber-Award
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Weitere Informationen

Dieser Artikel wurde von Mephisto verfasst.
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