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WaKü CPU-Kühler Roundup 5


Einleitung

Für den heutigen Artikel treten erneut vier CPU-Wasserkühler an. Die Testkandidaten sind ein D-Tek FuZion V2, ein Luna Rev. A sowie ein Sapphire Rev. A vom Hersteller Enzotech und ein OCZ Hydroflow HF-MK1. Diese Kühler durchlaufen alle unsere rigorose Test-Prozedur und werden mit allen bisher auf dem i7-Testsystem erprobten Kühlern verglichen. Was dabei herauskommt, lest ihr im Artikel.

Hinweis zur Kühlerausrichtung
Bei den Kühlerbeschreibungen geben wir jeweils an, in welcher Ausrichtung der Kühler die besseren Temperaturen erzielt. Alle der in diesem Roundup getesteten Kühler haben intern eine diagonale Flussrichtung. Wir testen jeweils zwei Ausrichtungen, mit der Auslassöffnung links oben bzw. rechts oben. Die Flussrichtung im Kühler geht dann "nach links" bzw. "nach rechts" von uns aus gesehen, wenn wir das Mainboard von vorne betrachten.
Hierbei ist zu beachten, dass auf unserem Testmainboard, dem Asus P6T, die CPU so montiert wird, dass die Ausbuchtung im Rand des Heatspreader zur oberen Kante gerichtet ist. Bei manchen Mainboards (Gigabyte) ist der CPU-Sockel um 90° gedreht eingebaut, so dass unsere Angaben in diesem Fall anders interpretiert werden müssen. Entscheidend ist in jedem Fall die Fließrichtung des Wassers über die CPU, egal in welcher Ausrichtung oder Lage sich der CPU-Sockel befindet.

D-Tek FuZion V2


Verpackung und Lieferumang
Der D-Tek FuZion V2 ist in einer schlichten Kartonschachtel verpackt, deren Inhalt sich sehen lassen kann. Neben dem Kühler finden wir in der Schachtel eine Installationsanleitung, eine Backplate für den Intel-Sockel 775, zwei 1/2"-Schlauchtüllen (13 Millimeter), Schrauben und Federn für die Montage sowie eine Universalhalterung für die Intel-Sockel 754, 423 und 478 sowie die AMD-Sockel AM2, 754, 939, 940 und A.


Der Kühler
Im Auslieferungszustand sind eine Sockel 775-Halterung mit integrierten Schrauben und Federn sowie die beiden Schlauchtüllen bereits vorinstalliert (Bild links).
Auf dem Kunststoffdeckel prangt groß das D-Tek-Logo. Die beiden Anschlussgewinde sind mit "in" und "out" beschriftet, um Verwechslungen auszuschließen.
Die Bodenplatte des FuZion V2 ist blank aber nicht so sehr auf hochglanz poliert, wie das bei einigen anderen Kühlern von amerikanischen Herstellern der Fall ist.

D-Tek FuZion V2 - Teil 2


Innenansichten
Der Deckel des FuZion V2 ist mit einem Innenteil versehen, der Zu- und Abfluss des Wassers leitet. Gegen oben ist der Innenteil mit einem Dichtungsring versehen. Das Wasser fließt zentral auf die Bodenplatte und wird über die Öffnungen in den Ecken zum Auslassgewinde geleitet.
Die Bodenplatte ist in der Mitte mit runden Pins ausgestattet. An den Ecken sind längliche, strömungsförmige Kühlstrukturen angebracht.
Kompatibilität
Anschlüsse mit langen Gewinden (Bild links) lassen sich mit dem D-Tek FuZion V2 verwenden. Die beiden Gewinde des Kühlers stehen sehr nahe bei einander. Die breitesten Anschlüsse, die noch neben einander Platz finden sind die im rechten Bild gezeigten 13/10-Schraubverschlüsse von Bitspower.


Montage und optimale Ausrichtung
Die Montage des FuZion V2 gestaltet sich sehr schnell und einfach. Da die Federn und Schrauben direkt in der Halterung integriert sind und die Backplate mit Gewinden ausgestattet ist, entfällt ein fummeliges Hantieren mit diversen Kleinteilen, wie das bei vielen anderen Montagearten üblich ist. Das Einzige, was noch eine Verbesserung wäre, wären Rändelungen an den Schrauben, so dass sie sich auch von Hand anziehen ließen.
Beim FuZion V2 konnten wir keinen signifikanten Unterschied zwischen den beiden getesteten Ausrichtungen feststellen.

Enzotech Luna Rev. A


Verpackung und Lieferumfang
Der Enzotech Luna Rev. A wird in einer schön bedruckten, eingeschweißten Kartonschachtel geliefert. Der Lieferunmfang ist äußerst üppig und enthält eine Installationsanleitung, Montageschrauben und -Federn, zwei 1/2"-Tüllen (13 Millimeter), zwei Schlauchschellen, eine kleine Spritze mit Wärmeleitpaste (Arctic Ceramique), eine Intel-Sockel 775 Backplate sowie Backplate und Retentionmodul für die AMD-Sockel AM2 und 940.


Der Kühler
Der Enzotech Luna ist optisch durchaus auffällig. Das gewählte Design lässt sich wohl am treffendsten als "UFO-Style" bezeichnen, was von den Runen auf der Halterung noch unterstrichen wird.
Ein herausragendes Feature des Luna ist die Beleuchtung. Der Kühler ist mit einem Lüfterkabel ausgestattet, welches zum Beispiel mit dem CPU-Lüfterstecker des Mainboards verbunden werden kann. Ein Ring um den Kühler sowie der Enzotech-Schriftzug leuchten dann blau auf. Leider handelt es sich dabei aber nicht um ein durchgehendes Aufleuchten sondern um ein nervöses Blinken der Lichter. Auf der Homepage des Enzotech Luna gibt es eine Anleitung, die beschreibt, wie sich das Blinken ausschalten lässt. Es bedingt aber ein Auseinanderbauen des Deckels sowie Lötarbeit.
Die kupferne Bodenplatte ist auf Hochglanz poliert.

Enzotech Luna Rev. A - Teil 2


Innenansichten
Die Innenseite der Bodenplatte des Luna ist mit sehr feinen, sehr niedrigen Pins versehen. Die Pinstruktur erinnert ein wenig an diejenige des Phobya aus dem letzten Roundup. In der Innenseite des Deckels befindet sich ein Strömungsverteiler aus Kunststoff.


Kompatibilität
Beim Enzotech Luna war es uns nicht möglich, die EK-Tüllen, deren Gewinde sieben Millimeter lang sind, komplett einzuschrauben. Insbesondere beim Auslassgewinde ist dies deutlich. Die breitesten Anschlüsse, die noch nebeneinander auf den Kühler passen, sind die 16/12-Schraubverschlüsse von Bitspower.


Montage und optimale Ausrichtung
Die Installation des Enzotech Luna gestaltet sich recht einfach, was hauptsächlich daran liegt, dass die Schrauben direkt in der Backplate integriert sind und die Rändelmuttern und Federn zusammengefügt sind.
In der Ausrichtung mit dem Auslass oben rechts konnten wir um 0,6 Kelvin bessere Temperaturen messen, als mit dem Auslass oben links.

Enzotech Sapphire Rev. A


Verpackung und Lieferumfang
Verpackung und Lieferunfang sind beim Enzotech Sapphire Rev. A gleich wie beim auf den vorhergehenden Seiten vorgestellten Luna. Auch hier fällt der Lieferumfang sehr üppig aus und enthält neben dem nötigen Montagematerial auch zwei Backplates, zwei Tüllen und Wärmeleitpaste.


Der Kühler
Der Sapphire Rev. A ist ein Kühler mit quadratischer Grundfläche und recht einfacher, aber dennoch sehr ästhetischer Formgebung. Der Kühler besteht, bis auf die blaue Kunststoffblende auf dem Deckel, komplett aus massivem Kupfer. Die Kunststoffblende ist mit doppelseitigem Klebeband befestigt und lässt sich somit problemlos auch entfernen, wenn die Vollkupfer-Optik bevorzugt wird.
Der Kunststoffteil des Deckels wirkt, trotz des Materials, sehr edel und ist spiegelglänzend.
Die Kontaktfläche an der Unterseite des Kühlers ist auf hochglanz poliert.

Enzotech Sapphire Rev. A - Teil 2


Innenansichten
Die Innenseite der Bodenplatte ist mit einer Pinstruktur ausgestattet. Jeder der Pins hat die Form eines Keils, der zum Mittelpunkt gerichtet ist. Im Deckel befindet sich eine Platte, die den Wasserstrom leitet.


Kompatibilität
Wie auch schon beim Luna können wir auch beim Sapphire Anschlüsse mit sieben Millimeter langen Gewinden nicht komplett eindrehen. Anschlüsse mit kurzen Gewinden (z.B. Koolance, Bitspower, Feser) lassen sich verwenden, teilweise muss aber entweder ein dickerer O-Ring eingesetzt oder die Plastikblende vom Deckel entfernt werden, damit die Anschlüsse dicht sind. Natürlich können auch einfach die im Lieferumfang enthaltenen Tüllen verwendet werden.
Die breitesten Anschlüsse, die neben einander montiert werden können sind die 16/12-Schraubverschlüsse von Bitspower (Bild rechts).


Montage und optimale Ausrichtung
Die Installation des Enzotech Sapphire ist fast identisch mit der des Enzotech Luna. Der einzige Unterschied besteht darin, dass beim Sapphire die Halterung nicht am Kühler festgemacht ist sondern lose aufliegt. Erst mit genügendem Anpressdruck wird der Kühlblock richtig fixiert. Wegen dieses Details gestaltet sich die Installation des Sapphire ziemlich kompliziert. Irgendwie müssen gleichzeitig der Kühlblock, die Halterung und die Schrauben/Federn von der Front des Mainboard und die Backplate von der Rückseite des Mainboard festgehlaten werden, bis die ersten beiden Muttern eingedreht sind.
Mit dem Auslass oben links messen wir beim Sapphire Rev. A um 0,4 Kelvin bessere Temperaturen als mit dem Auslass oben rechts.

OCZ Hydroflow HF-MK1


Verpackung und Lieferumfang
Die Kompakte Verpackung des OCZ Hydroflow lässt kaum erahnen, wie umfangreich der Lieferumfang dieses Kühlers ist. Neben einem Handbuch und dem Montagematerial finden wir zwei verschiedene Backplates und eine Ersatzhalterung für AMD-Sockel, zwei 10-mm-Tüllen, zwei 13-mm-Tüllen und einen Inbus-Schlüssel vor.


Der Kühler
Der Hydroflow präsentiert sich mit einprägsamen, geschwungenen Formen. Die Halterung ist mit dem Firmenlogo und der Kühler-Bezeichnung beschriftet. Wem dies nicht zusagt kann die Halterung auch einfach umkehren, damit die blanke Rückseite oben ist.
Die Bodenplatte des Kühlers hat eine Abstufung, damit der Anpressdruck in der Mitte, im Bereiche des CPU-Die, am höchsten ist.

OCZ Hydroflow HF-MK1 - Teil 2


Innenansichten
Die Kühlstruktur des OCZ Hydroflow besteht aus relativ großen, dreieckigen Pins. Laut OCZ wurde diese Form gewählt, weil sie die größtmögliche Kühlfläche bietet. Der Deckel ist nur dies: Ein Deckel. Der Hydroflow kommt also komplett ohne Düsenfeld, Strömungsverteiler oder demgleichen aus.


Kompatibilität
Der Hydroflow ist mit all unseren Testanschlüssen kompatibel. Die Perfect Seal-Tüllen (Bild links), die sieben Millimeter lange Gewinde haben, lassen sich problemlos komplett einschrauben und der Abstand zwischen den beiden Anschlussgewinden ist selbst für die 19/13 Bitspower-Fittinge mehr als großzügig genug (Bild rechts).


Montage und optimale Ausrichtung
Die Installation des OCZ Hydroflow gleicht der des Watercool Heatkiller 3.0. Auch beim OCZ werden Distanzhülsen am Mainboard fixiert und der Kühler wird von oben her mit Schrauben und Federn installiert. Die Installationsmethode des Hydroflow ist aber etwas besser gelungen als die des HK 3.0, denn beim OCZ-Kühler sind die Schrauben gerändelt, so dass sie auch problemlos von Hand festgedreht werden können und es liegt bereits standardmäßig eine Backplate bei, mit der die Distanzhülsen verschraubt werden.
Beim OCZ Hydroflow konnten wir im Durchschnitt um 0,7 Kelvin tiefere Temperaturen messen, wenn der Auslass oben links war.

Testsystem

Alle relevanten Komponenten des Testsystems im Überblick:

- Intel Core i7 920, Übertaktet auf 3,7 GHz bei 1,28 Volt VCore
- Asus P6T
- XSPC RS360 Radiator
- 3x Nanoxia FX-1250 Lüfter, saugend am Radiator montiert
- Laing DDC 1T+ mit EK X-Res Aufsatz
- T-Balancer bigNG plus Sensorhub
- 13/10 Masterkleer-Schläuche
- 4x Analoger Wassersensor zur Messung der Wassertemperatur
- 3x Digitaler Temperatursensor zur Messung der Umgebungstemperatur
- Durchflusssensor Digmesa FHKUC 70
- Arctic Cooling MX-2

Weiter kommt folgende Software zum Einsatz:

- T-Balancer Naviagator für das Aufzeichnen der Wasser- und Umgebungstemperaturdaten.
- RealTemp 3.0 für das Aufzeichnen der CPU-Temperaturen
- CoreDamage für die maximale Auslastung der CPU

Im Wasserkreislauf ist immer nur der zu testende CPU-Kühler angeschlossen, damit die Temperaturen nicht von anderen Komponenten beeinflusst werden.


Backplate

WICHTIG: Jeder Kühler wird für die Testläufe mit einer Backplate montiert. Wenn keine solche im Lieferumfang vorhanden ist, wird die Watercool-Backplate verwendet.

Warum setzen wir eine Backplate ein?
Das hat zwei Gründe: Erstens sorgt eine Backplate dafür, dass sich die Platine des Mainboard nicht durchbiegt, wenn ein Kühler montiert wird. Dies ist für die Teststation von Bedeutung, da im Verlaufe eines solchen Roundup dutzende von Montagen durchgeführt werden und dies schlimmstenfalls zu einem Ermüdungsbruch einer Komponente oder der Platine führen könnte. Zweitens hat eine kleine Umfrage in der Wasserkühlungs-Community ergeben, dass die Mehrheit der WaKü'ler bei sich eine Backplate einsetzt. Die Investition ist schließlich klein und der Vorteil groß.
Es kann sein, dass die Kühler ohne Backplate etwas schlechter abschneiden würden, wenn sie ohne Backplate getestet würden, da sich durch die Backplate der Anpressdruck erhöht.



Testmethode

Die CPU wird mit dem Programm CoreDamage ausgelastet. RealTemp 3.0 zeichnet die Temperaturen der Prozessorkerne im 5-Sekunden-Takt in eine Logdatei auf. Ein Testlauf besteht aus einer Aufwärmphase von 20 Minuten und einem anschließenden Messfenster von 20 Minuten. Die Aufwärmphase stellt sicher, dass das Resultat nicht durch die Temperaturträgheit des Wassers verzerrt wird und das lange Testfenster stellt sicher, dass der Messfehler durch die Temperaturschwankungen der CPU ausgebügelt wird.
Jeder Testkandidat wird mit Fließrichtung "nach links" (Auslass oben links) und "nach rechts" (Auslass oben rechts) getestet. Die Fließrichtung und Anströmung des Wassers über den Prozessorkern unterscheidet sich bei den beiden Montagevarianten und in manchen Fällen hat dies eine Auswirkung auf die Kühlleistung.

Jeder Kühler wird in beiden Ausrichtungen dreimal montiert und getestet. Dazwischen wird die Wärmeleitpaste komplett entfernt (mit dem ArctiClean Reinigungskit) und neu aufgetragen. Dies stellt sicher, dass der Messfehler durch verschiedene Mengen und Verteilungen von Wärmeleitpaste minimiert wird.

Die Wassertemperatur wird an vier Punkten im Kreislauf gemessen, die Lufttemperatur wird ebenfalls an drei Punkten unterhalb des Radiators gemessen. Der T-Balancer bigNG zeichnet die Temperaturdaten in 5-Sekunden-Intervallen auf.

Sämtliche Daten des 20-minütigen Testfensters werden bearbeitet und zusammengefasst. Das, was am Ende als Temperaturdifferenz angegeben wird, besteht aus dem Durchschnitt von allen CPU-Temperaturdaten des Testfensters abzüglich des Durchschnittes der Wassertemperaturdaten des selben Zeitabschnittes.

Wir geben gemäß der Konvention die Temperaturdifferenzen in Kelvin an, wobei ein Kelvin einem Grad Celsius Differenztemperatur entspricht.

Kühlleistung


Optimale Ausrichtung


Wie bereits auf der vorhergehenden Seite erwähnt, testen wir jeden Kühler in zwei verschiedenen Ausrichtungen. Sehen wir uns als erstes an, wie sich die Temperaturen dabei unterscheiden. Die gezeigten Werte sind die durchschnittlichen Differenzen zwischen CPU- und Wassertemperatur aller drei Testläufe der jeweiligen Ausrichtung.
Auslass oben linksAuslass oben rechts
D-Tek FuZion V233.433.3
Enzotech Luna Rev. A32.832.1
Enzotech Sapphire Rev. A31.632
OCZ Hydroflow HF-MK135.736.4
Drei Testläufe
Hier sehen wir die Übersicht aller Testläufe der jeweils besseren Kühler-Ausrichtung. Der Übersichtlichkeit zuliebe sind alle Werte vom besten zum schlechtesten Resultat geordnet.
An dieser Stelle muss unsere Erfahrung mit dem D-Tek FuZion V2 erläutert werden. Wie auf der oberen Grafik sichtbar ist, ergab sich mit diesem Kühler eine ungewöhnlich große Streuung der Resultate. Wir haben den FuZion V2 einige zusätzliche Male montiert und getestet, konnten aber nicht feststellen, woran diese hohen Schwankungen zwischen Montagen liegt. Der Wärmeleitpasten-Abdruck sah gut aus, die Umgebungstemperaturen blieben relativ stabil und wir konnten auch sonst keine Störfaktoren erkennen. Es bleibt also nichts, als festzustellen, dass der FuZion V2 auf einem i7 mehrmals montiert werden sollte, wenn man eine möglichst gute Leistung sehen will.


Durchschnittliche Temperatur



Errechnen wir den Durchschnitt aus allen drei Testläufen für jeden Kühler, so kommen wir zu den oben dargestellten Resultaten. Wir haben die Werte der Kühler, die in diesem Artikel vorgestellt werden, blau markiert, damit es einfacher zu sehen ist, wo sie sich im Testfeld einordnen.
Der Enzotech Sapphire Rev. A liefert eine sehr überzeugende Leistung, mit der er den Supreme LT knapp überholen kann. An die Leistung des HK 3.0 reicht er jedoch auch nicht ganz heran. Der Luna Rev. A des selben Herstellers fällt in der Rangliste einige Plätze weiter zurück, bietet aber immer noch eine Kühlleistung, die sich durchaus sehen lassen darf. Der D-Tek FuZion V2 schneidet etwas unterdurchschnittlich ab und der OCZ Hydroflow fällt auf den letzten Platz. In Tests auf Core2-Prozessoren schnitt der Hydroflow meist relativ gut ab, daher überrascht unser Resultat auf den ersten Blick. Das Problem des Hydroflow ist die Abstufung an der Bodenfläche: Diese ist, so vermuten wir, für den Die des Core i7 schlicht zu klein. So kann dieser Kühler die Wärme nicht auf einer genügend großen Fläche von der CPU abführen.

Durchfluss

Wir messen mit dem Digmesa-Durchflusssensor den Durchfluss des gesamten Testkreislaufes bei 12 Volt-Betrieb der Pumpe, um auf folgende Werte zu kommen:



Der Enzotech Sapphire Rev. A sorgt bei diesem Vergleich für eine Überraschung: Wir hatten bei den Werten mit dem Soleil V1 schon gedacht, dass wir ziemlich nahe am möglichen Maximum waren, was den Durchfluss mit der Laing-Pumpe mit mehreren Komponenten im Kreislauf betrifft. Mit dem Sapphire steigt der Durchfluss aber nochmals um gute sechs Prozent. Auch die Kühler von OCZ und D-Tek können mit sehr guten Durchflusswerten glänzen. Aus diesem Roundup fällt einzig der Luna Rev. A auf die hinteren Ränge des Durchfluss-Vergleichs.


Kühlleistung in Abhängigkeit des Durchflusses

Um zu testen, wie sich die Temperaturen der verschiedenen Kühler mit dem Durchfluss verändert, reduzieren wir mit einem Absperrschieber im Kreislauf den Durchfluss auf vorbestimmte Durchflusswerte.
Bei diesem Vergleich sehen wir die Temperaturwerte bei identischem Durchfluss unter einander. Das heißt, dass hier die individuelle Restriktion der verschiedenen Kühler nicht zum Tragen kommt. Ausschlaggebend ist bei diesem Test, wie steil die Kurve verläuft. Je steiler die Kurve, desto mehr profitiert der Kühler von hohem Durchfluss.

Der Hydroflow, der Sapphire und der FuZion V2 zeigen sehr ähnliche Kurvenverläufe - diese Kühler profitieren also alle etwa gleichermaßen von höherem Durchfluss. Der Enzotech Luna Rev. A hat eine auffällig steil verlaufende Kurve. Der Kühler legt erst mit relativ hohem Durchfluss wirklich gute Temperaturen an den Tag. Da er gleichzeitig ziemlich restriktiv ist (d.h. selber den Durchfluss bremst, den er eigentlich braucht), lässt sich dieser Kühler also nur mit einer wirklich starken Pumpe ausreizen.

Wir verzichten in diesem Roundup auf den Vergleich der Temperaturverläufe aller bisher getesteten Kühler, da dieser wegen der Datenmenge inzwischen völlig unübersichtlich ausfällt.


Preisvergleich


Fazit und Awards


D-Tek FuZion V2

Der FuZion V2 hat den Ruf, einer der besten Kühler für Core2-Prozessoren zu sein. Diesem Ruf kann er auf unserem Core i7-Testsystem allerdings nicht gerecht werden. Die hohen Temperaturschwankungen unter den einzelnen Testläufen lassen aber vermuten, dass die etwas unterdurchschnittliche Leistung des FuZion V2 etwas mit der Halterung zu tun haben könnte. Schließlich testen wir den Kühler mit einer 775-Halterung. Unser Mainboard bietet zwar die entsprechenden Montagebohrungen, eine 775-Halterung ist aber dennoch nicht auf die Sockelgröße des i7 ausgelegt. Spezifische Halterungen, die den D-Tek FuZion V2 offiziell mit Sockel 1366-Mainboards kompatibel macht, sind zum Zeitpunkt des schreibens hier noch nicht erhältlich. Wenn wir die Gelegenheit dazu bekommen, werden wir den FuZion V2 natürlich mit einer solchen Halterung nachtesten.
Enzotech Luna Rev. A

Der Luna Rev. A hat Stärken wie Schwächen. Auf der Haben-Seite sind der geniale Lieferumfang, die einfache Montage und die überdurchschnittliche Kühlleistung zu verbuchen. Dem gegenüber steht die Tatsache, dass der Luna zugleich den Durchfluss recht stark einschränk und auch hohen Durchfluss verlangt, um sein Potenzial auszuschöpfen. Schade ist auch, dass wir nicht alle Anschlüsse in die Gewinde eindrehen konnten, was sich aber dank der mitgelieferten Schlauchtüllen eher noch verkraften lässt. Letztlich ist der Luna Rev. A ein optisch sehr besonderer und auffälliger Kühler, der in vielen aber nicht allen Aspekten überzeugen kann.

Wir verleihen dem Enzotech Luna Rev. A den DeXgo-Bronze-Award.
Enzotech Sapphire Rev. A

Der Enzotech Sapphire ist im großen und ganzen ein exzellentes Produkt, welches nur von kleineren Mängeln geplagt ist. So ist es schade, dass die Montage derart fummelig ausfällt und mit dem Sapphire lassen sich leider nur wenige unserer Test-Anschlüsse ohne weiteres verwenden. Abgesehen davon lässt sich aber nur gutes über diesen Kühler sagen. Die Verarbeitung ist erstklassig und wenig andere Kühler vermitteln derart ein Gefühl von Qualität. Der Sapphire setzt sich im Durchflussvergleich souverän an den Spitzenplatz und erreicht auch in der Kühlleistung eine sehr gute Zweitplatzierung. Zu guter Letzt muss erwähnt werden, dass der Sapphire Rev. A preislich zwar nicht herausragend günstig ist, aber im Lieferumfang sehr viel an Mehrwert bietet, was bei anderen Kühlern separat eingekauft werden muss.

Wir verleihen dem Enzotech Sapphire Rev. A den DeXgo-Silber-Award.
OCZ Hydroflow HF-MK1

Der OCZ-Kühler kommt in diesem Vergleich ziemlich schlecht weg, weil er den i7 einfach nicht ausreichend kühlen kann. Wie bereits weiter oben erwähnt, vermuten wir, dass dieser Kühler einfach auf Core2 ausgelegt ist und deshalb bei unserem Test zurückfällt. Es bleibt abzuwarten, ob vom Hydroflow noch eine "i7-Version" gemacht wird.
In jeder anderen Hinsicht außer der Kühlleistung ist der Kühler sehr gut: Der Lieferumfang ist top, die Montage recht einfach und der Preis sehr angenehm. Wegen der Leistungsschwäche kann der Hydroflow dennoch für i7-Systeme nicht empfohlen werden.
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Weitere Informationen

Dieser Artikel wurde von HESmelaugh verfasst.
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