ZEROtherm Core 92
Einleitung
ZEROtherm war bis zum Jahr 2006 nur im OEM-Geschäft wirklich bekannt. Als das Unternehmen jedoch die ersten Produkte für den Retail-Markt vorstellte, schlugen diese ein wie eine Bombe. Dank hoher Verarbeitungsqualität und guten Kühlleistungen eroberte ZEROtherm nicht nur die Herzen, sondern auch die Rechner der Anwender. Nachdem es in letzter Zeit wieder ruhiger um das koreanische Unternehmen wurde, stellte ZEROtherm vor kurzem eine Handvoll neuer Kühllösungen vor: Unter anderem einen Kühler, welcher mit einem 92-mm-Lüfter arbeitet. Eben jenen Kühler, den Core 92, haben wir heute bei uns im Test. Ob der Core 92 an die erfolge der letzten Kühler anschließen kann, erfahrt ihr auf den folgenden Seiten.
Verpackung & Lieferumfang
Die Verpackung des Core 92 ist so gestaltet, wie wir es bereits vom Nirvana NV120 oder auch dem Zen FZ120 kennen. Auf dem grauen Karton finden sich einige technische Daten des Kühlers und auf der Vorderseite gewährt ein Sichtfenster einen ersten Blick auf den Kühler.
Die Verpackung des Core 92 ist so gestaltet, wie wir es bereits vom Nirvana NV120 oder auch dem Zen FZ120 kennen. Auf dem grauen Karton finden sich einige technische Daten des Kühlers und auf der Vorderseite gewährt ein Sichtfenster einen ersten Blick auf den Kühler.
Der Lieferumfang fällt sehr karg aus und so liegt dem Core 92 lediglich eine kleine Tube Wärmeleitpaste sowie eine kurze Montageanleitung bei. Da der Kühler offiziell nur mit den Intel-Sockeln 775, 1156 und 1366 kompatibel ist findet sich auch kein weiteres Montagematerial im Lieferumfang.
Der Kühler im Detail
Was uns auf den ersten Blick sofort auffällt, im Vergleich zu den Bildern auf der offiziellen Webseite ist unser Testexemplar nicht vernickelt.
Der Core 92 ist im typischen Towerformat gebaut und arbeitet mit drei 6-mm-Heatpipes. Der Lüfter ist zwischen zwei Kühltürmen untergebracht und liegt somit im Inneren des Kühlers. Mit einer Breite von 103 Millimetern und einer Tiefe von 93 Millimetern zählt der Kühler zu den kompakteren seiner Art und auch die recht geringe Höhe von lediglich 123 Millimetern sorgt für eine erweiterte Kompatibilität mit z.B. HTPC-Systemen.
Was uns auf den ersten Blick sofort auffällt, im Vergleich zu den Bildern auf der offiziellen Webseite ist unser Testexemplar nicht vernickelt.
Der Core 92 ist im typischen Towerformat gebaut und arbeitet mit drei 6-mm-Heatpipes. Der Lüfter ist zwischen zwei Kühltürmen untergebracht und liegt somit im Inneren des Kühlers. Mit einer Breite von 103 Millimetern und einer Tiefe von 93 Millimetern zählt der Kühler zu den kompakteren seiner Art und auch die recht geringe Höhe von lediglich 123 Millimetern sorgt für eine erweiterte Kompatibilität mit z.B. HTPC-Systemen.
Der Kühler besitzt insgesamt 40 Aluminium-Lamellen, welche die Abwärme des Prozessors an die Umgebung abgeben sollen. Als optisch ansprechender Abschluss des Kühlers wurde als Deckel eine vernickelte und anschließend polierte Metallplatte eingesetzt. Dieses wird durch zwei Schrauben am Kühler gehalten und dient gleichzeitig als Halterung für den montierten Lüfter.
In die Halterung haben ZEROtherm ihr Logo eingearbeitet. Einen eher ungewollten Kontrast zur sauber verarbeiteten Abdeckplatte bieten die drei Heatpipes. So ist das Kupfer dort unschön angelaufen und verfärbt.
Ein weiterer Makel ist bei den unteren Lamellen zu sehen. Die untersten zwei Lamellen wurden durch die Halterung verbogen, da diese nicht fest am Kühler montiert ist. Hier hätte man durch eine bessere Verpackung gegensteuern müssen. Auch nochmals gut zu erkennen sind die stark angelaufenen Heatpipes.
Der Kühler im Detail
Der ZEROtherm Core 92 setzt auf die H.D.T.-Technologie, welche schon mehrfach bei diversen anderen Herstellern überzeugen konnte. Der Boden ist plan verarbeitet, jedoch sind die Lücken zwischen Heatpipes und dem Boden recht groß.
Der ZEROtherm Core 92 setzt auf die H.D.T.-Technologie, welche schon mehrfach bei diversen anderen Herstellern überzeugen konnte. Der Boden ist plan verarbeitet, jedoch sind die Lücken zwischen Heatpipes und dem Boden recht groß.
Der Core 92 basiert auf dem Twin-Tower Prinzip, wie es auch der Thermalright IFX-14 nutzt, nur halt eine Nummer kleiner. Durch die verbundenen Seiten wirkt der Kühler jedoch, als ob er aus einem Guss gefertigt ist.
| Im Betrieb erleuchtet der Lüfter in einem satten Blau, welches durch die Lamellen und das Logo im Deckel gut zur Geltung kommt. |
Die Montage
Die Montage des ZEROtherm Core 92 gestaltet sich sehr leicht. Dank der kompakten Abmaße des Kühlers sind die Push-Pins bei der Montage und auch bei der Demontage gut zu erreichen.
Die Montage des ZEROtherm Core 92 gestaltet sich sehr leicht. Dank der kompakten Abmaße des Kühlers sind die Push-Pins bei der Montage und auch bei der Demontage gut zu erreichen.
Auch bezüglich der Kompatibilität können wir dem Core 92 ein positives Fazit aussprechen. Weder beim Arbeitsspeicher noch bei den Kühlkörper der Northbridge oder der Spannungswandler kommt es zu Problemen, egal wie der Kühler ausgerichtet ist.
Testaufbau & Testablauf
Unser Testsystem setzt sich wie folgt zusammen:
- Asus P6T
- Intel Core i7 920 mit einer eingestellten VCore von 1,2 Volt
- takeMS take3 DDR3-1333
- Sparkle GeForce 8800GTS 320MB
- Samsung HD501LJ
- Enermax LibertyECO 620W
- Scythe Kaze Master Ace
Der Testaufbau und Ablauf sieht wie folgt aus.
Der Test der Kühler mit den Original-Lüftern erfolgt bei zwölf und fünf Volt, bei beiden Tests geben wir die Drehzahl mit an, mit der der Lüfter im Schnitt gearbeitet hat, diese runden wir in 25er Schritten.
Die Vergleichstests mit einheitlichen Lüftern erfolgen mit Hilfe eines Scythe S-FLEX SFF92D. Diesen regeln wir mit einer Scythe Kaze Master Ace (Review) auf die Drehzahlen 2400, 1700, 1200 und 800.
Wir nutzen bei unseren Tests eine einheitliche Wärmeleitpaste, um auch hier etwaige Schwankungen ausschließen zu können. Zum Einsatz kommt hierfür Noctua NT-H1 (Review).
Jeder Kühler muss mit jeder der Konfigurationen insgesamt vier Testläufe über sich ergehen lassen. Für das Einheizen in den Last-Phasen haben wir uns für das Tool Core Damage Version entschieden. Protokolliert werden die Temperaturen der CPU mit dem Tool CPUTempWatch 1.0.8. Die Temperatur der Umgebungsluft wird in kurzem Abstand vor dem Lüfter mit Hilfe eines mCubed T-Balancer bigNG gemessen.
Aus den in den Testläufen ermittelten Daten (über 12.000 einzelne Daten) errechnen wir dann die durchschnittliche Temperatur des Prozessors in Abhängigkeit zur Umgebungstemperatur. Die Temperaturen werden immer als Differenz zur Umgebungstemperatur angegeben. Gemäß der Konvention machen wir die Angaben in Kelvin, wobei ein Kelvin einem Grad Celsius Temperaturdifferenz entspricht. Natürlich ist auch eine solche Datenmenge nicht vor Messtoleranzen gefeit und so sind trotz des getätigten Aufwandes Schwankungen im Bereich von 0,5 Kelvin bei den gemessenen Temperaturen möglich.
Wir möchten an dieser Stelle nochmals den Hinweis geben, dass die erreichten Temperaturen stark in Abhängigkeit vom genutzten System sind und auch auf ähnlichen Systemen abweichen können. Jedoch lassen sich die Kühler untereinander gut vergleichen, da alle die gleiche Grundlage für ihren Test haben.
Unser Testsystem setzt sich wie folgt zusammen:
- Asus P6T
- Intel Core i7 920 mit einer eingestellten VCore von 1,2 Volt
- takeMS take3 DDR3-1333
- Sparkle GeForce 8800GTS 320MB
- Samsung HD501LJ
- Enermax LibertyECO 620W
- Scythe Kaze Master Ace
Der Testaufbau und Ablauf sieht wie folgt aus.
Der Test der Kühler mit den Original-Lüftern erfolgt bei zwölf und fünf Volt, bei beiden Tests geben wir die Drehzahl mit an, mit der der Lüfter im Schnitt gearbeitet hat, diese runden wir in 25er Schritten.
Die Vergleichstests mit einheitlichen Lüftern erfolgen mit Hilfe eines Scythe S-FLEX SFF92D. Diesen regeln wir mit einer Scythe Kaze Master Ace (Review) auf die Drehzahlen 2400, 1700, 1200 und 800.
Wir nutzen bei unseren Tests eine einheitliche Wärmeleitpaste, um auch hier etwaige Schwankungen ausschließen zu können. Zum Einsatz kommt hierfür Noctua NT-H1 (Review).
Jeder Kühler muss mit jeder der Konfigurationen insgesamt vier Testläufe über sich ergehen lassen. Für das Einheizen in den Last-Phasen haben wir uns für das Tool Core Damage Version entschieden. Protokolliert werden die Temperaturen der CPU mit dem Tool CPUTempWatch 1.0.8. Die Temperatur der Umgebungsluft wird in kurzem Abstand vor dem Lüfter mit Hilfe eines mCubed T-Balancer bigNG gemessen.
Aus den in den Testläufen ermittelten Daten (über 12.000 einzelne Daten) errechnen wir dann die durchschnittliche Temperatur des Prozessors in Abhängigkeit zur Umgebungstemperatur. Die Temperaturen werden immer als Differenz zur Umgebungstemperatur angegeben. Gemäß der Konvention machen wir die Angaben in Kelvin, wobei ein Kelvin einem Grad Celsius Temperaturdifferenz entspricht. Natürlich ist auch eine solche Datenmenge nicht vor Messtoleranzen gefeit und so sind trotz des getätigten Aufwandes Schwankungen im Bereich von 0,5 Kelvin bei den gemessenen Temperaturen möglich.
Wir möchten an dieser Stelle nochmals den Hinweis geben, dass die erreichten Temperaturen stark in Abhängigkeit vom genutzten System sind und auch auf ähnlichen Systemen abweichen können. Jedoch lassen sich die Kühler untereinander gut vergleichen, da alle die gleiche Grundlage für ihren Test haben.
Testergebnisse - Übersicht
Durch den zentralen Einbau des Lüfters ist es nicht möglich, einen zweiten 92-mm-Lüfter zu verbauen.
Der ZEROtherm Core 92 benötigt Luft, viel Luft um ordentliche Temperaturen zu erreichen. Ist der Luftdurchsatz aber ausreichend stark stellt sich nur noch eine geringe Steigerung der Kühlleistung ein.
Test - Serienbelüftung mit zwölf Volt
Der Lüfter des Core 92 arbeitet bei zwölf Volt Betriebsspannung mit ca 2.400 U/min.
Beim Test mit der Serienbelüftung kann sich der Core 92 vor den Scythe Katana 3 setzen, obwohl es ein Lüfter mit weniger Drehzahl arbeitet.
Test - Serienbelüftung mit fünf Volt
Der PWM-Lüfter erreicht bei reduzierter Spannung noch eine Drehzahl von 675 U/min.
Keiner der drei bisher getesteten Kühler schafft es den Core i7-920 mit lediglich fünf Volt Betriebsspannung ausreichend zu kühlen.
Durch den zentralen Einbau des Lüfters ist es nicht möglich, einen zweiten 92-mm-Lüfter zu verbauen.
Der ZEROtherm Core 92 benötigt Luft, viel Luft um ordentliche Temperaturen zu erreichen. Ist der Luftdurchsatz aber ausreichend stark stellt sich nur noch eine geringe Steigerung der Kühlleistung ein.
Test - Serienbelüftung mit zwölf Volt
Der Lüfter des Core 92 arbeitet bei zwölf Volt Betriebsspannung mit ca 2.400 U/min.
Beim Test mit der Serienbelüftung kann sich der Core 92 vor den Scythe Katana 3 setzen, obwohl es ein Lüfter mit weniger Drehzahl arbeitet.
Test - Serienbelüftung mit fünf Volt
Der PWM-Lüfter erreicht bei reduzierter Spannung noch eine Drehzahl von 675 U/min.
Keiner der drei bisher getesteten Kühler schafft es den Core i7-920 mit lediglich fünf Volt Betriebsspannung ausreichend zu kühlen.
Test - Single-Referenz-Belüftung (1x Scythe S-FLEX SFF92D)
Nun folgt unser Referenztest mit der Single-Belüftung eines Scythe S-FLEX SFF92D.
2.400 Umdrehungen pro Minute
Bei hohem Luftdurchsatz liegt der Core 92 knapp vor dem Scythe Katana 3.
1.700 Umdrehungen pro Minute
Bei nur noch 1.700 U/min ist der Vorsprung vor dem Scythe Katana 3 mit knapp zwei Kelvin am größten.
1.200 Umdrehungen pro Minute
Reduzieren wir die Drehzahl weiter, bricht die Kühlleistung vom Core 92 recht stark weg und so kann der Katana 3 an ihm vorbeiziehen.
800 Umdrehungen pro Minute
Bei lediglich 800 U/min schafft es der ZEROtherm Core 92 nicht mehr den i7-920 zu kühlen. Der Scythe Katana 3 bleibt hier knapp unter der magischen 70 Kelvin Grenze.
Nun folgt unser Referenztest mit der Single-Belüftung eines Scythe S-FLEX SFF92D.
2.400 Umdrehungen pro Minute
Bei hohem Luftdurchsatz liegt der Core 92 knapp vor dem Scythe Katana 3.
1.700 Umdrehungen pro Minute
Bei nur noch 1.700 U/min ist der Vorsprung vor dem Scythe Katana 3 mit knapp zwei Kelvin am größten.
1.200 Umdrehungen pro Minute
Reduzieren wir die Drehzahl weiter, bricht die Kühlleistung vom Core 92 recht stark weg und so kann der Katana 3 an ihm vorbeiziehen.
800 Umdrehungen pro Minute
Bei lediglich 800 U/min schafft es der ZEROtherm Core 92 nicht mehr den i7-920 zu kühlen. Der Scythe Katana 3 bleibt hier knapp unter der magischen 70 Kelvin Grenze.
Fazit
Was bleibt uns als Fazit zum ZEROtherm Core 92 zu sagen? Wenn wir nach der Verarbeitung gehen beschreibt ein Satz am besten wie sich der Kühler geschlagen hat: "Der Glanz der Vergangenheit ist leider verblasst." Weder der Lieferumfang, noch die Verarbeitung kommen an die bereits bekannten Produkte heran. So zeigen sich Schwächen bei der Kombination aus Montagehalterung und Verpackung, welche zu verbogenen Lamellen führen und auch die Heatpipes schauen nicht mehr sehr ansehnlich aus. Bei der Montage kann der Core 92 auf Grund seiner Einfachheit überzeugen, auch wenn er nur auf Intel-Systemen mit den Sockeln 775, 1156 und 1366 genutzt werden kann. In den anschließenden Testläufen zeigte der ZEROtherm Core 92 ein geteiltes Bild. Bei hohem Luftdurchsatz kann er durchaus überzeugen, jedoch bricht die Kühlleistung bei reduzierter Drehzahl stark ein. Erworben werden kann der Kühler für rund 25 Euro.
Pro & Contra
Pro
+ Lüfter besitzt PWM-Steuerung
+ einfache Montage
+ gute Kühlleistung bei hohem Luftdurchsatz,...
Contra
- ...was aber einen hohen Lautstärkepegel zur Folge hat
- Verarbeitung mangelhaft
- nur für Intel-Sockel nutzbar (775, 1156 und 1366)
- geringer Lieferumfang
Was bleibt uns als Fazit zum ZEROtherm Core 92 zu sagen? Wenn wir nach der Verarbeitung gehen beschreibt ein Satz am besten wie sich der Kühler geschlagen hat: "Der Glanz der Vergangenheit ist leider verblasst." Weder der Lieferumfang, noch die Verarbeitung kommen an die bereits bekannten Produkte heran. So zeigen sich Schwächen bei der Kombination aus Montagehalterung und Verpackung, welche zu verbogenen Lamellen führen und auch die Heatpipes schauen nicht mehr sehr ansehnlich aus. Bei der Montage kann der Core 92 auf Grund seiner Einfachheit überzeugen, auch wenn er nur auf Intel-Systemen mit den Sockeln 775, 1156 und 1366 genutzt werden kann. In den anschließenden Testläufen zeigte der ZEROtherm Core 92 ein geteiltes Bild. Bei hohem Luftdurchsatz kann er durchaus überzeugen, jedoch bricht die Kühlleistung bei reduzierter Drehzahl stark ein. Erworben werden kann der Kühler für rund 25 Euro.
Pro & Contra
Pro
+ Lüfter besitzt PWM-Steuerung
+ einfache Montage
+ gute Kühlleistung bei hohem Luftdurchsatz,...
Contra
- ...was aber einen hohen Lautstärkepegel zur Folge hat
- Verarbeitung mangelhaft
- nur für Intel-Sockel nutzbar (775, 1156 und 1366)
- geringer Lieferumfang
Danksagung
Dieser Artikel entstand mit freundlicher unterstützung von ZEROtherm.
Weitere Informationen
Dieser Artikel wurde von Mephisto verfasst.
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