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Cooler Master Gladiator 600


Einleitung

Cooler Master ist bekannt für seine legändere Stacker-Serie, welche zum Sinnbild für Gaminggehäuse avancierte. Aber nicht nur für den gehobenen Geldbeutel bietet das Unternehmen mit Sitz in Taipeh etwas an. Das Unternehmen, welches ursprünglich ausschließlich im OEM-Bereich tätig war, hat auch heute noch günstige und qualitativ hochwertig verarbeitete Office-Gehäuse im Angebot. Mit dem Gladiator 600 erweitert Cooler Master seine Palette der günstigen Midi-Tower um ein weiteres Modell, welches aber eben nicht nur für besagten Office-Bereich interessant sein soll. Was man vom Gladiator 600 erwarten kann und für wen es sich lohnt einen Blick auf das Gehäuse zu werfen, erfahrt ihr auf den folgenden Seiten.

Verpackung & Lieferumfang

Das Gladiator 600 wird in einem Karton mit den Cooler Master-Farben Weiß und Lila ausgeliefert. Auf der Vorderseite ist ein großes Bild des Gehäuses zu sehen, die Rückseite zeigt die verschiedene "Highlights" des Gehäuses. Dazu zählt unter anderem die gute Belüftung der Komponenten.
Zum Lieferumfang gehören ein Staubschutzfilter, ein Handbuch, ein Einbaurahmen für 3,5-Zoll-Geräte, die Montageschienen für die Festplatten sowie eine Tüte mit den benötigten Schrauben, ein paar Kabelbindern und weiteren Kleinteilen.
technische Daten
Größe (Höhe x Tiefe x Breite):440 x 485 x 202 Millimeter
Gewicht:7 Kilogramm
Formfaktor:Micro-ATX und ATX
Laufwerksschächte extern:5x 5,25 Zoll
1x 3,5 Zoll (in 5,25-Zoll-Schacht)
Laufwerksschächte intern:5x 3,5 Zoll
Erweiterungsslots:7
Front I/O-Panel: 4x USB 2.0, 1x eSATA, 1x je Audio IN/OUT (HD / AC97)
Lüfter im Lieferumfang:Front: 1x 120 Millimeter - blau beleuchtet
Deckel: 1x 140 Millimter
Lüfter Optional:Front: 1x 140 Millimeter (optional statt 120-Millimeter-Lüfter)
Deckel: 1x 120 Millimter (optional statt 140-Millimeter-Lüfter)
Rückseite: 1x 120/92/90 Millimeter
 Seitenteil: 2x 140/120 Millimeter

Äußere Ansichten
Das Gladiator 600 ist bis auf die Zierblende von Außen komplett Schwarz. Der Midi-Tower macht auf den ersten Blick einen guten Eindruck und das Design wirkt stimmig.
Die Front ist - bis auf dem Bereich der Front-Anschlüsse - komplett in Mesh-Gitter gehalten. Im oberen Bereich können bis zu fünf 5,25-Zoll-Laufwerke untergebracht werden. Im unteren Bereich ist ein blau beleuchteter 120-Millimeter-Lüfter angebracht, welcher die dahinter liegenden Festplatten mit Frischluft versorgt. Als kleiner Eyecatcher ist das Cooler-Master-Logo dort mit angebracht.
Der Rahmen um die Front herum sowie die Blende des Frontpanel sind während des Transportes mit einer Folie geschützt. Dies soll Verschmutzungen und Beschädigungen während des Transportes verhindern. Frontpanel stellt dem Anwender zwei USB-Anschlüsse, Audio IN/OUT, ein eSATA-Anschluss sowie den Power- und Reset-Taster zur Verfügung. Auch ein Schalter für die Beleuchtung des Front-Lüfters ist in die Blende integriert und befindet sich neben dem Power-Taster.
Die Schutzfolien lassen sich einfach und rückstandsfrei von den Teilen entfernen. Darunter zum Vorschein kommt stark spiegelnder Kunststoff,...
welcher leider sehr stark anfällig für Fingerabdrücke ist. Gerade im Bereich des Power-Tasters ist hier tägliches Putzen angesagt, da die Front sonst recht schnell unschön ausschaut.
Nachdem wir die Schutzfolie vom Rahmen entfernt haben, ist uns noch ein kleiner Kratzer aufgefallen. Dieser befindet sich im unteren Bereich der Front und lag unter der Schutzfolie. Hier hat das Gehäuse also noch vor dem Verpacken eine Macke bekommen: schade, aber auch keine Katastrophe.

Äußere Ansichten

Die rechte Gehäuseseite bietet bis auf die Einbuchtung am Ende keiner Auffälligkeiten. Die Linke Seite ist vom Aufbau her nahezu identisch, bietet aber noch zwei Montageplätze für 120- oder 140-Millimeter-Lüfter.
Die sonst tadellose Lackierung weißt an der rechten Seitenwand einen Fehler auf und so ist am vorderen, oberen Ende der Tür der Lack auf rund zwei Zentimetern länge abgeplatzt. bzw. nicht vorhanden.
Die Rückseite des Gladiator 600 zeigt sich im typischen PC-Grau. Auch bei der Anordnung der verschiedenen Bereiche hält man sich an Standards und so sitzt das Netzteil unten im Gehäuse, darüber befinden sich die Plätze für die Erweiterungskarten gefolgt von der I/O-Blende. Neben dieser bietet das Gladiator 600 Platz für einen Lüfter, wahlweise im 120-, 92- oder 80-Millimeter-Format.
Der Deckel bietet wenig Spektakuläres. Im hinteren Bereich, auf Höhe des Prozessors, ist bereits ein 140-Millimeter-Lüfter installiert, dieser kann auf Wunsch auch gegen einen 120-Millimeter-Lüfter getauscht werden.
Der Boden ist ebenfalls Standard und neben vier Standfüßen, welche ruhig etwas weicher hätten ausfallen können, ist nur noch ein Lüftungsloch beim Netzteil zu sehen. So kann, wenn gewünscht, das Netzteil frische Luft von Außen ansaugen.

Innere Ansichten

Das linke Seitenteil hier nochmals von der Innenansicht. Gut zu erkennen die Befestigungsmöglichkeiten für die 140- oder 120-Millimeter-Lüfter. Vermisst wird aber ein Staubschutzfilter, denn ohne sorgen die beiden eventuell installierten Lüfter nicht nur für frische Luft sondern auch für ordentlich Dreck im Gehäuse.
Beim Blick in das Innere des Gehäuses fällt sofort die frappierende Ähnlichkeit mit dem kürzlich vorgestellten CM Storm SCOUT auf. Die Ähnlichkeit geht sogar so weit, dass wir sicher sagen können beide Gehäuse bauen auf dem gleichen Grundgerüst auf.
Der Mainboardschlitten verfügt neben einem Ausschnitt auf Höhe des Prozessors auch über viele Ösen, an denen mit Hilfe von Kabelbindern die diversen Kabel vernünftig verlegt werden können. Leider ist der Zwischenraum zwischen Seitenwand und Mainboardschlitten nicht all zu groß und so wird es gerade bei dickeren Kabelsträngen wie dem ATX-Strang sehr eng werden. Auf ein aufgeklebtes Infoblatt, dass aufzeigt, wo welche Abstandshalter verschraubt werden müssen, verzichtet Cooler Master. Schade drum, denn gerade bei unerfahrenen Anwender ist dies eine willkommene Hilfe.
Der Montageplatz des Netzteiles verfügt über keinen fest integrierten Staubfilter. Der beiliegende Filter kann jedoch einfach in bereits vorhandene Ösen geschoben werden und filtert so bei Bedarf den gröbsten Dreck aus der angesaugten Luft. Möchte man diesen später reinigen muss das Netzteil dazu jedoch ausgebaut werden. Eine mehr als ärgerliche Lösung.
Über dem Netzteil befinden sich die Slots für die Erweiterungskarten, welche durch Clips befestigt werden. Wer lieber auf Schrauben setzt, kann dies auch weiterhin tun. Mit einem einfachen Handgriff sind die Clips entfernt und Schrauben können wie gewohnt genutzt werden.
Auf Höhe der I/O-Blende kann noch ein optionaler Lüfter angebracht werden. Platz findet hier ein 120-, 92- oder 80-Millimeter-Lüfter.
Im Deckel findet sich ein 140-Millimeter-Lüfter, welcher schon mitgeliefert wird. Der Lüfter im Deckel verfügt über keine Beleuchtung, wie sein Artgenosse in der Front aber auch über einen 3-Pin-Lüfteranschluss. Cooler Master liefert Adapter mit, um die Lüfter bei Bedarf direkt ans Netzteil anschließen zu können.
Die fünf Schächte für 5,25-Zoll-Laufwerke sind ebenfalls mit einem schraubenlosem Mechanismus versehen. So lassen sich Laufwerke schnell und einfach montieren.
Der Festplatttenkäfig ist quer zum Gehäuse eingebaut und liegt direkt hinter dem einblasendem Front-Lüfter. Der 120-Millimeter-Lüfter verfügt über eine abschaltbare blaue Beleuchtung und kann bei Bedarf auch gegen einen 140-Millimeter-Lüfter getauscht werden.
Die Anschlusskabel der Front-Blende sind gut beschriftet und ausreichend lang dimensioniert. Wie schon erwähnt werden die Lüfter mit 3-Pin-zu-4-Pin-Adaptern ausgeliefert. So hat der Anwender die Wahl, wie er die Lüfter anschließen und ob er diese über eine Lüftersteuerung regeln möchte.

Hardwaremontage
Kommen wir nun zur Montage der Hardware. Nachdem die Abstandshalter an die richtigen Stellen gebracht wurden, kann das Mainboard befestigt werden. Bei der Montage der Grafikkarte ist wieder darauf zu achten, dass für diese auf Höhe der Festplatten lediglich knapp über 27 Zentimeter Platz vorhanden ist.
Die Montage der Festplatten erfolgt mit Hilfe von Schienen, die die Festplatten aufnehmen und in den Käfig geschoben werden.
Wie beim CM Storm SCOUT muss auch beim Gladiator 600 die Front demontiert werden um die 5,25-Zoll-Laufwerke zu montieren. Dies geht jedoch recht leicht und stellt keine größeren Probleme dar.
Nachdem die Blende entfernt wurde, kann das Laufwerk in einen freien Schacht geschoben werden. Befestigt wird das Laufwerk durch das Nachvorneschieben der Kunststoffhalterungen.

Hardwaremontage
Als letzter Schritt muss nur noch das Netzteil eingebaut werden. Dank der doppelten Ausführung der Montagelöcher steht es dem Anwender frei, ob er das Netzteil mit Lüfter nach oben oder Lüfter nach unten verbauen möchte.
Für das Verlegen des 8-Pin-Stromanschlusses sind wohl ziemlich alle Netzteilkabel zu kurz. Eine entsprechende Verlängerung wäre eine gute Erweiterung des Lieferumfanges.
Die Rückseite zeigt nochmals die Möglichkeiten des Kabelmanagement. Für das Verlegen hinter dem Mainboardschlitten sind nur zwei Löcher vorhanden, etwas mehr Möglichkeiten wären schön zu sehen.
Impression

Als letztes Bild in diesem Review noch eine Ansicht der Beleuchtung des Frontlüfters.

Fazit

Das Cooler Master Gladiator 600 ist bei vielen Dingen mit dem CM Storm SCOUT baugleich, dies liegt an der simplen Tatsache, dass beide Gehäuse auf dem gleichen Grundgerüst aufbauen.
Die Verpackung des Gladiator ist gut und der Lieferumfang lässt sich wohl am besten mit dem Begriff "ausreichend" beschreiben. Dem Anwender wird alles mitgeliefert, was er zur Montage benötigt aber auch nicht mehr. Schön wäre z.B. die Dreingabe einer 8-Pin-Stromverlängerung. Nach dem Auspacken gefiel das schlichte Design des Gehäuses, die Anfälligkeit für Fingerabdrücke, der Kratzer in der Blende sowie der Lackschaden am Seitenteil wiederum nicht. Bei den beiden kleinen Fehlern gehen wir jedoch von Einzelfällen aus und glauben hier nicht an Serienfehlern.
Der Innenraum ist strukturiert aufgebaut und bis auf die begrenzte Länge für Erweiterungskarten von knapp über 27 Zentimetern gibt es hier nichts auszusetzen. Das schraubenlose Design funktioniert gut und wem dies zu unsicher ist, der kann - abgesehen von den Festplatten - die Komponenten auch verschrauben. Die beiden im Lieferumfang befindlichen Lüfter lassen sich wahlweise per 4-Pin-Molexanschluss direkt ans Netzteil oder per 3-Pin-Anschluss mit dem Mainboard verbinden. Bei zwölf Volt sind die Lüfter aber bereits schon sehr angenehm. Der Staubschutzfilter unter dem Netzteil ist eine gute Idee, dass zur Reinigung das Netzteil ausgebaut werden muss halten wir für den falschen Weg. Insgesamt bietet das Cooler Master Gladiator 600 aber ein gutes Gesamtpaket an, gerade für Anwender die ein unaufdringliches, kleines Gehäuse mit guter Belüftung suchen. Der Preis von 65 Euro ist hart an der Schmerzgrenze, die Konkurrenz ist teilweise etwas günstiger. Nichts desto trotz sollte man das Gladiator 600 bei seiner Kaufplanung genauer anschauen. Erworben werden kann das Gehäuse z.B. bei Caseking.de.


Pro & Contra

Pro
+ Ausschnitt im Mainboardschlitten
+ zwei leise Lüfter bereits im Lieferumfang vorhanden
+ schraubenlose Montage der meisten Komponenten

Contra
- Zierblenden stark anfällig für Fingerabdrücke
- zum reinigen des Staubschutzfilters muss das Netzteil demontiert werden
- nur knapp über 27 Zentimeter Platz für Grafikkarten


Award

Dem grundsoliden Cooler Master Gladiator 600 verleihen wir unseren DeXgo-Bronze-Award.
DeXgo-Bronze-Award

Danksagung

Dieser Artikel entstand mit freundlicher unterstützung von Caseking.

Weitere Informationen

Dieser Artikel wurde von Mephisto verfasst.
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