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In Win Ammo


Einleitung

Das 1985 gegründete Unternehmen mit Sitz in Taiwan ist im OEM-Markt schon lange kein Unbekannter mehr, und so versucht In Win nun auch langsam auf dem Retail-Markt, direkt bei den Endkunden, Fuß zu fassen. Mit stylischen Produkten, die auch schon Design-Awards gewonnen haben, sollen die Kunden für sich gewonnen werden. Momentan vertreibt das Unternehmen neben Computer-Gehäusen und Netzteilen auch Gehäuse für externe Festplatten. Eines dieser Gehäuse, das Ammo, werden wir uns in diesem Review anschauen und euch zeigen mit was es aufwarten kann.

Verpackung & Lieferumfang

Ammo ist das englische Wort für Munition und so wartet bereits die Karton-Verpackung mit einer entsprechenden Aufmachung auf. Das 2,5-Zoll-Gehäuse ist Gewinner des reddot design awards und dies hat In Win werbewirksam auf der Vorderseite mit vermerkt. Auch finden sich Hinweise zur Material Kombination von hartem Metall für die Außenhaut und weichem Gummi für die Lagerung der Festplatte.
In der Verpackung befindet sich in einer Folie verpackt das Festplatten-Gehäuse, eine gefaltete Bedienungsanleitung, sowie ein Beutel mit dem weiteren Zubehör. Im einzelnen sind dies ein USB-Kabel, ein Schraubendreher, sowie zwei RFID">RFID-Tags, welcher zur Sicherung des Gehäuses benötigt werden.
An dieser Stelle wollen wir noch kurz auf die Montageanleitung eingehen. Diese ist zum einen, ausgefaltet sehr groß und besitzt auf einer Seite eine Zielscheibe. Zum anderen ist auch die doch schlechte Übersetzung der Anleitung erwähnenswert, in dieser kommen Sätze wie der folgende des öfteren vor:
Vor Speicherzone und Formatierung eines Hartlaufwerks bitte kennen Sie, dass dieser Vorgang den beliebigen am Laufwerk existierenden Angaben zertsören wird."

Außenansichten

Das Ammo ist im Design eines Gewehr-Magazins gehalten. Designtechnisch ist dies gewagt und so wird dies wohl auch nicht jeden Anwender ansprechen. Aber so gilt auch hier, Geschmäcker sind verschieden und das ist auch gut so. Das Gehäuse ist, wenn es auf der Seite steht, 145 Millimeter lang, 21 Millimeter breit und 87 Millimeter hoch.
Der Metallkorpus ist sauber verarbeitet und wurde schwarz lackiert. An der Vorder- und Rückseite sind jeweils Teile des Gummi-Innenlebens zu sehen. In der abgeschrägten Vorderseite ist im Gummi der "In Win" Schriftzug eingearbeitet. Weitere Informationen, wie der Formfaktor der zu verbauenden Festplatte, wurden in das Metall eingestanzt.
Die schwarze Lackierung ist leicht glänzend, spiegelt nicht, nimmt aber wunderbar Fingerabdrücke auf. Im hinteren Bereich des Ammo befindet sich der RFID-Sensor, welcher auch beschriftet ist.
Laut Herstellerseite ist das Gehäuse dank des Gummi-Innenlebens wasserdicht. So sind auch die USB-Anschluss und der Anschluss für ein optionales Netzteil durch einer Gummiklappe geschützt. Durch den doch recht lockeren Aufbau raten wir jedoch ab mit dem Gehäuse schwimmen zu gehen. Bei einem Regenschauer brauch man aber keine Angst um seine Daten haben.

Innenansichten, Montage & Inbetriebnahme
Geöffnet wird das Ammo durch lösen von zwei Schrauben an der Rückseite. Anschließend kann der Gummikorpus aus dem Metallgehäuse gezogen werden. In diesem befindet sich die Anschlussplatine inkl. RFID-Sensor.
Die Platine ist sauber verarbeitet und kompakt gehalten. Auf dem rechten Bild sehen wir in der linken, oberen Ecke neben dem Pieper auch den RFID-Sender. In der Spule sind zwei SMD-LED untergebracht, welche dem Nutzer anzeigen ob das Gehäuse gerade gesperrt ist oder nicht.
Die Montage der Festplatte gestaltet sich recht leicht. Die Platine muss hierfür nicht entfernt werden, sondern es wird lediglich die Festplatte in den Gummirahmen gesteckt und an die Platine angesteckt. Dank des weichen Materials geht dies recht leicht von der Hand. Eine weitere Fixierung erfolgt nicht, die Festplatte wird so gut gedämpft gelagert.
Bei der ersten Inbetriebnahme müssen die beiden mitgelieferten Schlüssel registriert werden. Hierfür müssen diese lediglich über den Sensor gehalten werden, das Gehäuse gibt in Form von Pieptönen Auskunft über die erfolgte Freischaltung. Um die RFID-basierte Verschlüsselung nun zu aktivieren ist es notwendig das Gehäuse nochmals ab- und wieder anzuschließen. Nun kann nur noch mit Hilfe eines der beiden mitgelieferten RFID-Chips das Gehäuse entsperrt werden. Auch ein Ausbau aus dem Gehäuse und das direkte anschließen an den Computer fördert keine nutzbaren Daten zu Tage, da die Festplatte schlicht unpartitioniert ist. Ein schneller und einfacher Zugriff auf die abgelegten Daten ist somit nicht möglich.

Testablauf

Wie schon beim Test der takeMS mem.line rubber setzen wir für unsere Praxistest auf einen Mix von drei verschiedenen Benchmarks. So nutzen wir die Programme HD-Tach und H2Test um die theoretischen Leistungen des Gehäuses zu ermitteln. Da in der Praxis aber selten solch ideale Voraussetzungen bei den Dateitypen vorliegen, kombinieren wir diese Tests mit dem FC-Test der Kollegen von Xbitlabs. Dieser erzeugt je nach Wunsch verschieden Große Dateien auf dem Ziellaufwerk und misst gleichzeitig die benötigte Zeit zum Schreiben der Daten.

Unser Testsystem setzt sich aus folgenden Komponenten Zusammen:

- Asus P6T
- Intel Core i7 920 übertaktet auf 3GHz bei 1,25 Volt
- Thermalright Ultra-120 eXtreme @ Nanoxia FX-1250
- 3GB takeMS take3 DDR3-1333
- Sparkle GeForce 8800GTS 320MB
- Samsung HD501LJ
- Enermax LibertyECO 620W
- T-Balancer bigNG
- Scythe Kaze Master Ace
Testergebnisse

In unseren Benchmarks muss sich das In Win Ammo gegen mehrere Konkurrenten behaupten. Am interessantesten wird der Vergleich zum Gehäuse von takeMS der 2,5'' mem.line rubber 500GB sowie der fantec fanbox FB-C25US2, da wir alle drei Gehäuse mit der gleichen Festplatte testen.


HD-Tach

Der synthetische Benchmark von Simplisoftware ermittelt die durchschnittliche Leserate sowie die maximale Transferrate der getesteten Laufwerke.


Ist die theoretische Bandbreite über USB bei den drei Gehäuse noch nahezu gleich, so kann das In Win Ammo als einziges Gehäuse dies auch in die Praxis umsetzen und sticht so die anderen Gehäuse deutlich aus.
Zumindest im synthetischen Benchmark kann das Ammo schon mal überzeugen. Auch scheint die Verschlüsselung der Festplatte keine Geschwindigkeitseinbußen mit sich zu bringen.


H2test (2.000MB)

Beim H2Test-Benchmark wird eine beliebig große Datei auf dem Ziellaufwerk geschrieben. Für unseren Vergleich wählten wir hier eine Dateigröße von genau 2.000 Megabyte aus.


Beim H2test-Benchmark liegen die drei Laufwerke praktisch gleich auf. Die minimalen Unterschiede liegen allesamt innerhalb der Messtoleranzen und so geben sich die Gehäuse hier nichts.

Testergebnisse

FC-Test

Der FC-Test ist der aufwändigste Test in diesem Review. Mit hilfe von fünf verschiedenen Mustern wird dabei die Performance der Festplatte bei verschiedenen Anwendungsmustern überprüft. Hierfür werden jeweils zwei 32.000 Megabyte große Partitionen auf den Laufwerken erstellt. Die fünf genutzten Anwendungsmuster - auch Pattern genannt - sind jene, welche auch Xbitlabs selbst nutzt. Es handelt sich hierbei um folgende Konfigurationen:
PatterAnzahl DateienGröße Gesamt (MB)Größe Durchschnitt (KB)
Install4145751.389
Iso31.600533.333
MP32719903.653
Programms8.5041.380162
Windows9.0061.060118
Als Resultat gibt uns der FC-Test Zeiten wieder, wie lange die entsprechende Operation gedauert hat. Da sich diese Aufgrund der unterschiedlichen Pattern-Größe schwer vergleichen lassen haben wir die Ergebnisse in Transferraten umgerechnet.

Schreiben





Testen wir die reine Schreibperformance mit dem FC-Test so liegen in drei von fünf Fällen die drei entscheidenden Gehäuse sehr dicht zusammen. Bei den beiden Tests mit vielen kleinen Dateien (Programms und Windows) kann sich das In Win Ammo jedoch einen kleinen Vorsprung herausarbeiten.

Testergebnisse

FC-Test

Auch beim Copy-Test werden uns Zeiten wiedergegeben, die wir zur besseren Vergleichbarkeit in Transferraten umrechnen.

Kopieren





Beim Kopiertest sind die Ergebnisse der drei wieder bunt gemischt, aber auch hier ist die Tendenz zu sehen, dass das In Win Ammo besser mit kleineren Dateien zurecht kommt.

Fazit

In Win geht mit dem Ammo optisch einen riskanten Weg, den nicht jedem wird der Militär-Look zusagen. Die Verpackung ist zweckgebunden aber völlig ausreichend und im Lieferumfang findet man alles was man zur Montage benötigt, sogar einen Schraubendreher und einen zweiten RFID-Chip. Die Verarbeitung des Ammo weist keine Schwächen auf und so kann das Gehäuse auch in den Leistungstest überzeugen. Soweit ist das In Win Ammo nichts weiter, als ein gewöhnliches 2,5-Zoll-Laufwerk, welches lediglich eine extravagante Optik besitzt. Das interessante ist die Verschlüsselung, welche auf der Basis von RFID-Chips basiert. So ist ein Zugriff auf die Daten nur mit einem der beiden Anhänger möglich und unbefugten bleibt der Zugang verwehrt. Der offizielle Verkaufspreis des In Win Ammo wird mit 35 Euro angegeben.


Pro & Contra

Pro
+ guter Lieferumfang
+ ungewöhnliches Design
+ leichte Montage der Festplatte
+ Festplatte ist vor Spritzwasser und Stößen geschützt
+ RFID-Verschlüsselung

Contra
- keine Transporttasche vorhanden
- recht große Abmessungen


Award

Für die erbrachten Leistungen verleihen wir dem In Win Ammo unseren DeXgo-Silber-Award.
DeXgo-Silber-Award

Danksagung

Dieser Artikel entstand mit freundlicher unterstützung von In Win.

Weitere Informationen

Dieser Artikel wurde von Mephisto verfasst.
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