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Northbridge Kühlervergleich


Einleitung

Das Mainboard ist die zentrale Schnittstelle eines jeden Rechners. Egal ob Prozessor, Grafikkarte, Festplatte - die Hauptplatine koordiniert das Zusammenspiel aller Bauteile. Die viele Arbeit erzeugt natürlich auch einiges an Wärme, besonders die Northbridge wird belastet und kann unter Umständen zu heiß werden. Hier setzen die Kühler von Alpenföhn, Xigmatek, Coolink und Thermalright an, allesamt sollen sie für kühlere Temperaturen sorgen und somit einen stabilen Betrieb des Computers, auch im Sommer oder bei einer Übertaktung, ermöglichen. Ob die getesteten Kühler dieses Vorhaben auch erfüllen konnten, erfahrt ihr auf den folgenden Seiten.

Technische Daten:


Alpenföhn ÖtziXigmatek PorterCoolink ChipChillaThermalright HR-05 IFX
Maße: (H x B x T)89 x 67 x 31 Millimeter 128 x 80 x 21 Millimeter 94 x 60 x 37 Millimeter 105 x 86 x 20 Millimeter
Gewicht:134 Gramm140 Gramm130 Gramm110 Gramm
Befestigung:Push-PinsSchrauben/KlammernPush-Pins/KlammernSchrauben/Push-Pins/Klammern
Material:zwei 6-Millimeter-Kupfer-Heatpipes, Kupfer-Lamellen, Alu-Boden8-Millimeter-HDT-Kupfer-Heatpipe, Alu-Lamellen, Alu-Boden6-Millimeter-Kupfer-Heatpipe, Alu-Lamellen, Kupfer-Boden6-Millimeter-Kupfer-Heatpipe, Alu-Lamellen, Kupfer-Boden
Lochabstand: (min - max)40 - 80 Millimeter40 - 75 Millimeter40 - 65 Millimeter40 - 65 Millimeter
Preis: 10 Euro14 Euro18 Euro15 Euro

Alpenföhn Ötzi - Seite 1

Verpackung und Lieferumfang

Alpenföhn, bekannt für Produkte mit außergewöhnlichen Namen, liefern den Ötzi genannten Northbirdge-Kühler in einer Blisterverpackung aus. Die Vorder- sowie die Rückseite ermöglicht den vollen Blick auf den Kühler. Ansonsten sind die technischen Informationen und die Warnhinweise auf der Verpackung niedergedruckt.
Der Lieferumfang des Alpenföhn fällt leider etwas spärlich aus, neben den Push-Pins zur Befestigung, einer Wärmeleitpaste und einer kurzen Anleitung, die leider auf Englisch ist und keine Bilder beinhaltet, befindet sich sonst nichts weiter in der Verpackung.
Der Kühler im Detail
Der Alpenföhn Ötzi ist mit einer Höhe von 89 Millimetern, einer Breite von 67 Millimetern und einer Tiefe von 31 Millimetern der kleinste Kühler in diesem Vergleich. Ausgenommen vom Boden besteht der Ötzi, als Einziger Kühler in diesem Vergleich, komplett aus Kupfer.
Alpenföhn verbauen beim Ötzi zwei 6-Millimeter-Kupfer-Heatpipes, welche die Abwärme der Northbridge an die insgesamt 21 Kupfer-Lamellen weiterleiten. Eine Möglichkeit einen optionalen Lüfter auf dem Ötzi zu befestigen wird von Alpenföhn leider nicht geboten, so ist nur ein passiver Betrieb möglich.
Die Verarbeitung des Alpenföhn kann durchaus überzeugen, einzig die oberste Lamelle lies sich etwas lösen und auf der Heatpipe verschieben. Ansonsten gibt es an der Verarbeitung nichts zu bemängeln, der Abstand der Lamellen ist über den kompletten Kühlkörper gleichmäßig Verteilt.
Alpenföhn gestaltet den Lamellenabstand mit 2,5-Millimeter recht groß, so sollte er sich gut für den passiven beziehungsweise leicht belüfteten Betrieb eignen.

Alpenföhn Ötzi - Seite 2

Der Kühler im Detail

Alle Lamellen des Ötzi sind hochglanzpoliert. Das kann durchaus ein schöner optischer Effekt sein, der Kühler ist dadurch aber auch sehr anfällig für Fingerabdrücke und Staub.
Erfreulicherweise ist das Kupfer an keiner Stelle des Kühlers angelaufen. Die Aufnahmen für die Halterung sind in den Kühler integriert, das heißt einzig die Halterung muss in den Kühler gesteckt werden um den Kühler zu montieren.
Die Bodenplatte wird für den Transport mit einer Schutzfolie versehen, diese soll den Boden vor Verunreinigungen und Kratzern schützen. Wird die Schutzfolie abgezogen kann man den gut verarbeiteten und leicht glänzenden Boden begutachten. Anders als auf den ersten Blick ausschaut, handelt es sich bei dem Boden nicht um Kupfer, sondern um eingefärbtes Aluminium.
Montage
Die Montage geht, wie bei Kühlern mit Push-Pin Montage üblich, schnell und einfach von statten. Dazu einfach die Halteklammern in den Kühler stecken und die Push-Pins durchdrücken - fertig. Durch die Push-Pin Montage ergibt sich der Nachteil, dass der Kühler nicht solch einen Anpressdruck ausüben kann wie ein verschraubter Kühler.

Xigmatek Porter - Seite 1

Verpackung und Lieferumfang

Xigmatek liefert den Porter in einer unverschweißten Blisterverpackung aus. Die Vorderseite der Verpackung bietet den vollen Blick auf den Kühler, die Rückseite der Verpackung bietet einen Blick auf die Features, passende Plattformen für den Kühler und Spezifikation.
Der Lieferumfang des Kühlers aus dem Hause von Xigmatek fällt erfreulicherweise sehr umfangreich aus. Neben dem eigentlichen Kühler wird eine kleinen Tüte Wärmeleitpaste, fünf Entkoppler für einen optionalen Lüfter, Befestigungsmaterial und eine Montageanleitung geliefert. Der Kühler kann mit dem umfangreichen Befestigungsmaterial auf den verschiedensten Mainboards befestigt werden. So kann der Kühler auf Mainboards mit Bohrungen, aber auch auf Mainboards mit Verankerungen angebracht werden.
Der Kühler im Detail
Der Xigmatek Porter ist mit einer Höhe von 128 Millimetern, einer Breite von 80 Millimetern und einer Tiefe von 21 Millimetern der wuchtigste Kühler in diesem Vergleich. Xigmatek verbauen beim Porter eine für Northbridgekühler recht dicke, 8-Millimeter-Heatpipe. Die Wärme der Heatpipe wird auf insgesamt 33 Lamellen verteilt, welche in einem Abstand von zwei Millimetern befestigt sind.
Die Heatpipe des Xigmatek ist etwas geschwungen, was dazu führt dass der Kühler bei einer Montage mit einem Luftkühler mehr Abstand zu diesem vorhanden ist. Dies kann unter Umständen den Unterschied machen, ob der Kühler montiert werden kann oder nicht.
Alle Lamellen sind mit kleinen Vertiefungen ausgestattet. Über den genauen Nutzen dieser Vertiefungen sind wir uns nicht ganz schlüssig. Die Verarbeitung des Xigmatek ist im Ganzen als gut zu bezeichnen, einzig die Heatpipe ist an den Seiten und oben etwas angelaufen.

Xigmatek Porter - Seite 2

Der Kühler im Detail

Wie schon kurz erwähnt ist die Heatpipe des Xigmateks leicht geschwungen. Auf dem Bild rechts gut zu erkennen die Aussparung für die Entkoppler eines optionalen Lüfters.
Zum Schutz vor Kratzern und Verschmutzungen befindet sich eine Schutzfolie auf dem Boden des Kühlers. Leider lässt sich die Schutzfolie nicht ganz rückstandsfrei von der Bodenplatte ablösen, eine Reinigung des Kühlerbodens ist an dieser Stelle leider unumgänglich.
Xigmatek setzt beim Porter auf die Heatpipe Direct Touch Technologie, bei der die Bodenplatte entfällt und die Heatpipe direkten Kontakt mit dem Chip hat. Dies soll unter anderem zu besseren Temperaturen führen. Idealerweise ist auf eine 8-Millimeter-Heatpipe gesetzt worden, so hat der komplette Northbridgechip direkten Kontakt zu der Heatpipe. Dies gilt natürlich nur für Northbridgechips die keinen Heatspreader besitzen.

Wie so oft bei den Direct-Touch">Heatpipe-Direct-Touch-Kühlern finden sich recht große Lücken zwischen der Heatpipe und der Bodenplatte.
Montage
Ein Lüfter wird mit Hilfe von vier Entkopplern an den Kühler angebracht. Die Entkoppler selbst sind mit zwei Zentimetern etwas kurz geraten, da braucht es einiges an Fingergeschick bei der Montage.
Sind die Entkoppler am Lüfter festgemacht, müssen die Vibrationsdämpfer nur noch zwischen der ersten und dritten Lamelle angebracht werden. Die Montage eines Lüfters ist durch die Entkoppler recht einfach und schnell erledigt.
Die Schraubenmontage des Xigmatek Porters ist leider ganz und gar nicht leicht und verlangt dem Anwender einiges an Zeit und Geduld ab. Um den Kühler zu montieren müssen zuvor die Haltestege angebracht werden, dies geschieht durch Abstandshalter und Inbusschrauben. Danach sollte man die Schrauben von hinten durch die Mainboardlöcher stecken und den Kühler darauf setzten. Nun kommt der kniffelige Teil der Arbeit und zwar muss man nun die Federn auf die Schrauben setzen und die Muttern anziehen. Dies geht durch die sehr starken Federn und die nahe liegende Heatpipe nicht leicht von statten.

Coolink ChipChilla - Seite 1

Verpackung und Lieferumfang

Coolink liefert den ChipChilla in einer Blisterverpackung aus. Die Vorderseite der Verpackung lässt bereits einen kleinen Einblick auf den Kühler zu, die Rückseite der Verpackung zeigt die technischen Informationen des Kühlers.
Im Lieferumfang ist neben dem eigentlichen Kühler selbt eine kleinen Tüte Wärmeleitpaste, Befestigungsmaterial, ein bereits vormontierter 60-Millimeter-Lüfter und eine Montageanleitung enthalten. Der Kühler kann mit dem Befestigungsmaterial auf den verschiedensten Mainboards befestigt werden. So kann der Kühler auf Mainboards mit Bohrungen - ausschließlich mit Push-Pins, aber auch auf Mainboards mit Verankerungen angebracht werden.
Der Kühler im Detail
Der ChipChilla gehört zu der kleineren Riege der Northbridgekühler, da verwundert es nicht, dass er nur eine Höhe von 94 Millimetern besitzt. Auch die Breite von 60 Millimetern ist gering, ebenso wie die Tiefe von 37 Millimetern (mit Lüfter). Nimmt man den 60mm-Lüfter ab, so veringert sich die Tiefe nochmals auf dann insgesamt 26 Millimeter.
Coolink verbauen beim ChipChilla eine vernickelte 6-Millimeter-Kupfer-Heatpipe, welche die Abwärme der Northbridge an insgesamt 36 Aluminium-Lamellen abgibt. Auf den Enden der Heatpipes sind vernickelte Kappen abgebracht, diese sorgen für ein abgerundetes Gesamtbild und sorgen zusätzlich dafür, dass die Lamellen nicht vom Kühler rutschen können.
In allen Lamellen ist der Coolink-Schriftzug eingestantzt. Die Verarbeitung des Kühler ist als gut zu bezeichnen, alle Lamellen sitzen schön fest und lassen sich kaum verbiegen. Auch der Abstand der Lamellen ist über den kompletten Kühlkörper hin gleich verteilt.
Der Lamellenabstand fällt mit knapp einem Millimeter recht klein aus, daraus lässt sich schließen dass der Kühler eher für den aktiven Betrieb konzipiert ist.

Coolink ChipChilla - Seite 2

Der Kühler im Detail

Coolink liefert den Kühler mit einem blauen 60-Millimeter-Lüfter aus, welcher mit einfachen Metallklammern am Kühler befestigt wurde. Der Lüfter dreht mit rund 2600 Umdrehungen pro Minute seine Runden, eine Lautstärkeangabe können wir leider keine machen, da der Hersteller darüber kein Wort verliert.
Mit einer Dicke von 10-Millimetern ist der Lüfter sehr dünn und kompakt gehalten. Auf den Schrauben, die die Halteklammern halten, sind noch kleine Gummistücke angebracht. Diese sollen den Lüfter noch etwas vom Kühler entkoppeln.
Die Bodenplatte des ChipChilla wird beim Transport mit einer Folie geschützt. Diese soll, wie bei so vielen anderen Kühlern auch, den Boden vor Verunreinigung und Kratzern schützen.
Die Kontaktfläche, welche komplett aus Kupfer gefertigt ist, zeigt eine ordentliche Verarbeitung. Es sind nur leichte Schleifspuren im Kupfer zu erkennen, auf eine Politur hat Coolink an dieser Stelle verzichtet.
Montage
Die Montage des Coolink ChipChilla ist ausschließlich durch Push-Pins möglich, der Vorteil dieser Montageform ist eindeutig die Einfachheit und die Schnelligkeit. Durch die Push-Pins ergibt sich aber auch der Nachteil dass der Kühler nicht solch einen Anpressdruck ausüben kann als ein verschraubter Kühler.

Thermalright HR-05 IFX - Seite 1

Verpackung und Lieferumfang

Der HR-05 IFX wird in der für Thermalright typischen Kartonverpackung geliefert, die nur einen Thermalright- und einen HR-05 IFX-Schriftzug aufgedruckt bekommen hat. Eine Kühleransicht ist dadurch vorab nicht möglich, was aber auch nicht weiter schlimm sein sollte. Durch die Kartonverpackung ergibt sich aber auch der Vorteil, dass der Kühler deutlich besser geschützt ist als es bei den anderen Kühlern der Fall ist.
Der Lieferumfang des Thermalright fällt sehr groß aus. Neben dem eigentlichen Kühler wird eine hochwertige Thermalright Chill Factor Wärmeleitpaste, zwei Halterklammern für einen optionalen Lüfter, ein Thermalright-Aufkleber, Befestigungsmaterial und eine Montageanleitung geliefert. Der Kühler kann mit dem umfangreichen Befestigungsmaterial auf den verschiedensten Mainboards befestigt werden. So kann der Kühler auf Mainboards mit Bohrungen - wahlweise mit Schrauben oder Push-Pins, aber auch auf Mainboards mit Verankerungen angebracht werden.
Der Kühler im Detail
Der Thermalright HR-05 IFX ist mit einer Höhe von 105 Millimetern, einer Breite von 86 Millimetern und einer Tiefe von 20 Millimetern ein nicht gerade als klein zu bezeichnender Northbridge-Kühler.
Thermalright verbauen beim HR-05 IFX eine vernickelte 6-Millimeter-Kupfer-Heatpipe, welche die Abwärme der Northbridge an insgesamt 25 Aluminium-Lamellen abgibt.
Der HR-05 IFX wurde von Thermalright komplett vernickelt. Neben der schönen Optik bietet das Vernickeln noch den Vorteil, dass das Kupfer nicht mehr oxidieren kann.
Die Verarbeitung liegt auf einem sehr hohen Niveau. Alle Lamellen sind im selben Abstand von circa zwei Millimetern angebracht und kaum bis garnicht verbiegbar. Die Nickelschicht ist sehr gleichmäßig und ohne Schleier, an dieser Stelle möchten wir dem HR-05 IFX eine nahezu perfekte Verarbeitung aussprechen.

Thermalright HR-05 IFX - Seite 2

Der Kühler im Detail

Die Lamellen des HR-05 IFX sind Flammen nachempfunden, das ist außergewöhnlich, weiß aber durchaus zu gefallen.
Auf eine Schutzfolie, die den Boden vor Verunreinigungen schützt, hat Thermalright verzichtet. Der Boden zeigt daher ein paar unschöne Flecken auf dem Kühlerboden. Von den Verschmutzungen abgesehen ist die Bodenplatte aber gut verarbeitet und glänzend poliert.
Montage
Die optionale Lüftermontage wird bei Thermalright mit Lüfterklammern ermöglicht. Die Montage ist unkompliziert und sehr schnell erledigt, eine Entkopplung des Lüfters vom Kühler findet dabei leider nicht statt.
Die Montage des HR-05 IFX fällt, für einen Kühler mit Schraubenmontage, ausgesprochen einfach und simpel aus. Die Schrauben müssen dazu von hinten durch das Mainbaord gesteckt werden, die Halteklammer, die zusätzlich als Feder dient, mit dem Kühler daraufgesetzt werden und zuletzt die Rändelschrauben zur Befestigung eingedreht werden. Negativ fielen bei der Montage nur die mitgelieferten Gummiringe für die Mainboardrückseite auf, diese sind zu weich und rutschen bei starkem anziehen der Schrauben heraus.
Die Breite des Kühlers erweist sich an den Arbeitsspeichern als etwas sehr breit, ein großer Heatpreader auf den Arbeitsspeichern kann unter Umständen zu Problemen bei der Montage führen.

Testaufbau & Testablauf
Testaufbau
Das komplette Testsystem ist auf einem LeChuck Benchtable befestigt.
Der Originale Kühler des Maximus II Formula gehört unter den Mainboards zu den größten seiner Art. Die Kühlung überdeckt die Southbridge, die Northbridge und die Mosfets. Da es sich bei diesem Kühler um ein gutes Modell handelt, erklärt sich auf das gut Abschneiden des Kühlers im Vergleich. Bei anderen Mainboards mit einfacheren Kühlkonstruktionen kann das Ergebniss ganz anders ausfallen. Wir haben auf dieses Mainboard gesetzt, da es ermöglicht die NB-Temperatur auszulesen. Andere, günstigere Modelle bieten das meistens nicht an.
Die Kühlung der Southbridge übernimmt ein Thermalright HR-05 IFX SLI. Zwei weitere Kühler von Thermalright sorgen für die Kühlung der Mosfets.
Unser Testsystem setzt sich wie folgt zusammen:
- Maximus II Formula (VNB Overclocked 1,3 Volt; Standart 1,1 Volt)
- Intel Core 2 Quad Q9550 (4x 2.8 GHz; FSB 266)
- AData 4 GB DDR2-800
- XFX ATI Radeon HD 4870
- Samsung SpinPoint F1 320GB (HD322HJ)
- Be Quiet Dark Power PRO 750W (P7)
- Aqua Computer aquaero 4.00
Folgende Software wurde verwendet:
- Prime95 (FFT Size 1024K)
- EVEREST Ultimate Edition v5.30
- Aquasuite (4.66.00b)
Testablauf
Die Northbridge wird 30 Minuten lang mit Prime 95 belastet, danach wird die NB-Chip-Temperatur mit Everest Ultimate und die Umgebungstemperatur mit dem Aquareo ausgelesen. Es gibt für jeden Kühler zwei Durchläufe, einmal mit und einmal ohne Gehäusebelüftung. Der Gehäuselüfter, bei dem es sich um einen Enermax Magma handelt, wird per Aquareo auf 800 U/Min heruntergeregelt. Kühler, die eine optionale Lüftermontage bieten, werden später noch zusätzlich getestet. Bei dem 80-Millimeter-Lüfter handelt es sich um einen Coolink SWiF-802, welcher mit 2000 U/Min seine Runden dreht.
Alle Kühler werden mit Artic Cooling MX-2 Wärmeleitpaste bestückt und mehrere male montiert, um eventuelle Montagefehler ausschließen zu können.
Die Messung der Lufttemperatur übernimmt ein analoger Sensor der an einem Aquareo 4.0 angeschlossen wird. Das Aquareo übernimmt zudem noch die Steuerung aller Lüfter.
Der Prozessor wird mit einem EK Supreme ausgestatten und in eine Wasserkühlung eingebunden. Die Lüfter des Radiators sind so angebracht, das diese die Luft weg vom Benchtabel pusten.

Testergebnisse
Als Grundlage unseres Vergleiches nehmen wir die Temperaturen, welche mit dem Original-Kühler erreicht wurden. Einzig der Coolink ChipChilla kann den originalen Kühler schlagen und das sogar mit einem recht großen Abstand von 19 Kelvin. Dafür sorgt zum großen Teil der bereits montierte 60-Millimeter-Lüfter. Genau dieser ist leider ein kleiner Störenfried, ein andauerndes, störendes Lagerklackern begleitet den Lüfter, egal wie schnell der Lüfter geregelt wird.
Der Xigmatek Porter und der Thermalright HR-05 IFX kommen im Vergleich zum originalen Kühler mit fünf Kelvin leicht ins Hintertreffen, Stabilitätsprobleme gab es dadurch aber nicht.
Das Schlusslicht des Testfeldes bildet der Alpenföhn Ötzi. Die Temperatur der Northbridge erhöhte sich so sehr, dass das Mainboard und damit auch der komplette PC instabil wurde.
Hier zeigt sich ein völlig anderes Bild als im ganz passiven Betrieb. Alle Kühler, vorne an abermals der Coolink ChipChilla, bringen bessere Temperaturen als der originale Kühler.
Der Xigmatek Porter, der Alpenföhn Ötzi und der Thermalright HR-05 IFX bilden ein nahe beieinandergerücktes Testfeld, von dem sich nur der Xigmatek Porter etwas absetzen kann.
Setzt man dem Xigmatek den optionalen 80-Millimeter-Lüfter auf, verbessern sich die Temperaturen nochmals ein ganzes Stück. Ein zusätzlicher Gehäuselüfter bringt dagegen keine besseren Temperaturen.
Der Thermalright HR-05 IFX skaliert ähnlich gut wie der Xigmatek Porter mit einem zusätzlichem 80-Millimeter-Lüfter. Eine zusätzliche Gehäusebelüftung bringt dagegen nur Temperaturunterschiede, die innerhalb der Messtoleranz liegen.
Nimmt man dem Coolink den 60-Millimeter-Lüfter, so steigen die Temperaturen erwartungsgemäß, in diesem Fall sogar deutlich. Besonders ohne Gehäuselüfter müssen der geringe Lamellenabstand und die kompakte Bauweise ihren Tribut zollen, das Mainboard sowie der komplette PC wurden instabil, der Test wurde deswegen abgebrochen.

Fazit und Awards
Alpenföhn Ötzi

Alpenföhn fällt mit dem Ötzi besonders durch das nicht ganz unauffällige, aber durchaus als Hingucker geeignete, Kupfer auf. Die Kühlleistung des Ötzi ist, im komplett passiven Betrieb, nicht ausreichend um die Northbridge des übertakteten Systems zu kühlen. Es ist mindestens ein Gehäusebelüftung von Nöten, um die Northbridge auf annehmbare Temperaturen zu bringen. Die Verarbeitung ist nicht ganz perfekt, die leicht zu verbiegenden Lamellen und die nicht ganz feste oberste Lamelle fallen etwas negativ ins Auge. Mitgeliefert wird beim Ötzi leider nur das Nötigste, hier ist der Ötzi das Schlusslicht im Testfeld. Anders sieht es dagegen bei der Montage aus - diese geht einfach und schnell von statten. Natürlich mit den Vor- und Nachteilen die eine Push-Pin Montage mit sich trägt. Der Preis ist mit 10 Euro als gerechtfertig zu beurteilen.

Wir verleihen dem Alpenföhn Ötzi den DeXgo-Bronze-Award.
Xigmatek Porter

Xigmateks H.D.T. Technik kann nicht nur bei CPU-Kühlern punkten, auch bei den Northbridgekühlern kann die Technik ihre Wirkung entfalten, die Kühlleistung des Porter ist durchweg die beste im gesamten Testfeld. Der Lieferumfang des Porter ist sehr umfangreich, man vermisst einfach nichts. Die Verarbeitung liegt auf einem hohen Niveau, kann aber nicht ganz an den Kühlerkollegen aus dem Hause von Thermalright heranreichen. Die Montage des Kühlers ist mit Abstand die Aufwendigste im Vergleich, hier sollte man sich bei den Kühlerkollegen umschauen und eine andere Lösung ausarbeiten. Anders sieht es bei einer optionalen Lüftermontage aus, hier glänzt der Xigmatek durch eine einfache und entkoppelte Montage. Etwas störend ist es, dass die Entkoppler kurz geraten sind und die Montage dadurch zum kleinen Geduldsspiel machen. Für rund 14 Euro ist der Xigmatek Porter bereits zu haben, in Anbetracht der sehr guten Kühlleistung und des guten Lieferumfangs ein fairer Preis.

Wir verleihen dem Xigmatek Porter den DeXgo-Silber-Award.
Coolink ChipChilla

Coolink liefert mit dem ChipChilla ein besonders in den Leistungswerten überzeugendes Produkt ab. Dafür sorgt vorrangig der bereits vormontierte 60-Millimeter-Lüfter, welcher ungeregelt leider nicht ganz leise zu Werke geht. Der Lieferumfang ist dagegen etwas mager, hier hätten wir uns mehr gewünscht. Die Verarbeitung ist als gut zu bezeichnen, wirkliche Fehler konnten wir keine finden. Die Montage geht durch die Push-Pin Montage schnell von statten. Für rund 18 Euro wechselt der Coolink ChipChilla den Besitzer, was in Anbetracht des mitgelieferten Lüfters ein angemessener Preis ist.

Wir verleihen dem Coolink ChipChilla den DeXgo-Silber-Award.
Thermalright HR-05 IFX

Thermalright liefert mit dem HR-05 IFX wieder ein mal ein bis auf den leicht verschmutzen Kühlerboden perfekt verarbeitetes Produkt ab. Nicht nur die Verarbeitung kann überzeugen, auch der Lieferumfang lässt nichts vermissen. Die Leistung des HR-05 IFX kann sich durchaus sehen lassen, es fehlt nicht viel zum Spitzenplatz. Die Montage ist, für einen Kühler der mit Schrauben montiert wird, sehr gut gelöst. Es geht schnell und einfach von der Hand - so muss das sein. Ein optionaler Lüfter ist genauso schnell montiert, hier fehlt einem nur eine passende Entkopplung des Lüfters vom Kühler. Für rund 15 Euro wandert der Thermalright HR-05 IFX über die virtuelle Ladentheke, was wir für angemessen halten.

Wir verleihen dem Thermalright HR-05 IFX den DeXgo-Silber-Award.

Danksagung

Dieser Artikel entstand mit freundlicher unterstützung von Coolink, Xigmatek und PC Cooling.

Weitere Informationen

Dieser Artikel wurde von Marc93 verfasst.
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