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HTPC-Kühler im Vergleich


Einleitung

Home Theater Personal Computer, wer kennt sie nicht die kleinen Helferlein im multimedialen Wohnzimmer. Ein kleiner Allzweck-Rechenzwerg, welcher im Wohnzimmer nicht nur das Surfen gemütlich von der Couch ermöglicht sondern Filme, Musik, Bilder oder auch Spiele auf den heimischen Fernseher bringt. Dank der Ion-Plattform ist ein neuer Schwung in diesen Markt gekommen und es ist nun ein leichtes sich einen eigenen HTPC zusammen zu stellen. Die quälende Frage ist dann nur: Welchen Kühler soll ich bloß nehmen? In unserem kleinen Vergleich wollen wir die Auswahl etwas erleichtern und stellen euch drei Kühler vor, welche einige Gemeinsamkeiten aber auch einige Unterschiede aufweisen. Wie sich der Alpenföhn Panorama, der Scythe Ninja Mini Rev.B und der Xigmatek Durin D982 im Test schlagen, erfahrt ihr wie immer auf den folgenden Seiten.


Alpenföhn Panorama

Verpackung & Lieferumfang
Der Alpenföhn Panorama und das beiliegende Zubehör werden in einer einfachen Kartonverpackung geliefert, der Kühler selbst ist in der Verpackung noch in einer Kunststoffschale verpackt, welche zusätzlichen Schutz bietet. Auf der Verpackung finden sich neben einigen Bildern auch die technischen Daten des Kühlers.
Der Lieferumfang umfasst eine Montageanleitung, eine Tube Wärmeleitpaste, acht Entkoppler für den Lüfter sowie das Montagematerial für die unterstützten Sockel. Der beiliegende Lüfter besitzt eine Kantenlänge von 100 Millimetern und ist dabei 15 Millimeter tief. Zudem besitzt er einen PWM-Anschluss und kann so im Bereich von 850 bis 2.000 U/Min vom Mainboard gesteuert werden.
technische Daten
Größe (H x B x T - ohne Lüfter):50 x 113 x 106 Millimeter
Gewicht (ohne Lüfter):200 Gramm
Material:Kupfer Heatpipe, Aluminium Lamellen
Anzahl Heatpipes:3x 6 Millimeter
Anzahl Lamellen:42
Lamellenabstand:1,9 Millimeter
Bodenfreiheit:31 Millimeter
Lüfterplätze vorhanden:1x 92/100 Millimeter
Lüfter beiliegend:1x 100x15 Millimeter
Lüfterdrehzahl:850 - 2.000 U/Min
Fördermenge:57,5 m³/h
Lüfter Leistungsaufnahme:keine Angabe
Lautstärke:22 dB(A)
Besonderheiten:PWM-Lüfter, HDT-Boden
Kompatibilität:Intel 775
AMD AM2, AM2+, AM3
Preis:24 Euro (Stand Februar 2010)

Alpenföhn Panorama

Der Kühler im Detail

Der Alpenföhn Panorama besteht aus 42 Aluminium-Lamellen, welche von drei 6-mm-Heatpipes mit der Abwärme des Prozessors versorgt werden. Mit einer Breite von 113 Millimetern und einer Tiefe von 106 Millimetern liegt er im typischen Bereich für kompakte HTPC-Kühler. Auch die Höhe von 50 Millimetern - ohne Lüfter - liegt hier im üblichen Bereich.
Die Lamellen besitzen einen Abstand von 1,9 Millimetern untereinander. Dies ist für einen solch kleinen Kühler ein recht hoher Lamellenabstand.
Die drei 6-mm-Heatpipes verteilen sich asymmetrisch auf den Kühler. So wird eine Seite nur von einer Heatpipe versorgt, während die andere Seite zwei Heatpipes besitzt. Die Lamellen sind nur auf die Heatpipes gesteckt, sitzen am Rand jedoch äußerst fest, die Falzungen am Rand der Lamellen sorgen für zusätzliche Stabilität. Interessant bei HTPC-Kühlern ist auch die "Bodenfreiheit", also der Platz zwischen Lamellen und Mainboard. Von der Unterkante der Bodenplatte bis zur Unterkante der Lamellen beträgt der Abstand 31 Millimeter.
Der Boden besteht aus einem Aluminium-Block, welcher die drei 6-mm-Heatpipes einfasst. Während des Transportes schützt eine Folie den Boden vor Verschmutzungen.
Für die Montage des Lüfters kommt das gleiche Verfahren zum Einsatz, welches auch schon beim Alpenföhn Nordwand zum Einsatz kam. Mit Hilfe von vier Gummientkopplern wird der Lüfter am Kühler befestigt und gleichzeitig entkoppelt. So wird ein Großteil der Schwingungen, die der Lüfter erzeugt, absorbiert.
Montage

Da der Panorama eigentlich nicht für den Sockel 1366 ausgelegt ist mussten wir zu einem kleinen Trick greifen. So nutzten wir ein Retention-Modul (Befestigungs Set Sockel 1366), wie es Alpenföhn selbst z.B. beim Groß Clockner nutzt und montierten den Kühler anschließend mit Hilfe der AMD-Halteklammern. Platztechnisch wird es nur knapp, wenn der Kühler mit den Heatpipe-Enden zu den RAM-Bänken ausgerichtet wird. Ansonsten stößt man bei der Montage auf keinerlei Probleme, weder beim Northbridge-Kühler noch bei den Kühlern der Spannungswandler.

Scythe Ninja Mini Rev.B

Verpackung & Lieferumfang
Der Ninja Mini in der Rev. B von Scythe wird in einer sehr auffälligen, bunten Verpackung geliefert. Neben zahlreichen Bildern sind auch die kompatiblen Sockel und ein Teil der technischen Spezifikationen auf der Verpackung abgebildet.
Der Lieferumfang beinhaltet die mehrsprachige Montageanleitung, eine Tüte mit Wärmeleitpaste, je ein Paar Halteklammern für einen 80-mm-Lüfter oder einen 92-mm-Lüfter sowie das Montagematerial für die kompatiblen Sockel. Der beiliegende 80-mm-Lüfter arbeitet mit maximal 2.300 U/Min. Die Leistungsaufnahme des Lüfters liegt bei einer anliegenden Spannung von zwölf Volt bei lediglich 1,08 Watt, der erzeugte Volumenstrom beträgt 54 m³/h.
technische Daten
Größe (H x B x T - ohne Lüfter):112 x 110 x 110 Millimeter
Gewicht (ohne Lüfter):510 Gramm
Material:Kupfer Heatpipe, Kupfer Boden vernickelt, Aluminium Lamellen
Anzahl Heatpipes:6x 6 Millimeter
Anzahl Lamellen:17
Lamellenabstand:3,5 Millimeter
Bodenfreiheit:17 Millimeter
Lüfterplätze vorhanden:4x 80/92 Millimeter
Lüfter beiliegend:1x 80 Millimeter
Lüfterdrehzahl:2.300 U/Min
Fördermenge:54 m³/h
Lüfter Leistungsaufnahme:1,08 Watt
Lautstärke:24,4 dB(A)
Besonderheiten:-
Kompatibilität:Intel 478, 775, 1156, 1366
AMD 754, 939, 940, AM2, AM2+, AM3
Preis:30 Euro (Stand Februar 2010)

Scythe Ninja Mini Rev.B

Der Kühler im Detail

Als einziger Kühler in dieser Übersicht gehört der Ninja Mini nicht zu der Kategorie der Top-Flow-Kühler, sondern ist ein - wenn auch recht flacher - Tower-Kühler. Wie sein großer Bruder, der Ninja 2, besitzt auch der Ninja Mini eine quadratische Grundform mit einer Kantenlänge von 110 Millimetern. Die Höhe des Kühlers beträgt insgesamt 112 Millimeter. Da alle vier Seiten gleich aufgebaut sind, kann der Lüfter auch an allen vier Seiten angebracht werden.
Ausgestattet mit sechs 6-mm-Heatpipes wird die Abwärme an lediglich 17 Lamellen aus Aluminium weiter geleitet. Der Abstand der einzelnen Lamellen untereinander beträgt beachtliche 3,5 Millimeter. Trotz der geringen Anzahl an Lamellen ist der Ninja Mini Rev. B mit seinen 510 Gramm mit Abstand der schwerste Kühler in unserem Vergleich.
Wie bereits erwähnt verbaut Scythe im Ninja Mini sechs 6-mm-Heatpipes. Diese verteilen die Abwärme der CPU gleichmäßig über die gesamte Kühlfläche. Die aufgesteckten Endkappen auf den Heatpipes sorgen nicht nur für ein optisch ansprechendes Gesamtbild, auch verhindern sie, dass sich die oberste Lamelle bei der Montage des Lüfters lösen kann.
Obwohl der Kühler ein wenig ausladend ist, ist die Bodenfreiheit mit 36 Millimetern nicht gerade gering und so sollte der Kühler keine Probleme bei der Montage verursachen. Die Bodenplatte des Kühlers besteht aus Kupfer, ist plan verarbeitet und auf Hochglanz poliert. Auf der Oberseite des Bodens befindet sich der, von Scythe auf nahezu jedem Kühler angebrachte, massive Passivkühlkörper, welcher einen Teil zu der Kühlleistung beiträgt.
Wie wir bereits erwähnten kann der Ninja Mini theoretisch bis zu vier Lüfter aufnehmen. Hierfür werden die beiliegenden Metallbügel in den Lüfter eingehakt. Im Lieferumfang befinden sich Halteklammern für jeweils einen 80 und einen 92-mm-Lüfter, wer mehrere Lüfter einer Sorte benötigt muss sich hierfür zuerst weitere Halteklammern organisieren. Da der Lüfter seitlich angebracht wird steigt der Platzbedarf des Kühlers um rund 26 Millimeter. Eine Entkopplung des Lüfters findet nicht statt.
Die Montage

Mit Hilfe der Push-Pins erfolgt die Montage auf den Intel-Systemen. Die Ausrichtung des Kühlers spielt, auf Grund seiner Bauform, keinerlei Rolle. Überlegen muss man sich jedoch, auf welcher Seite der Lüfter montiert wird. Bei der Montage zu den RAM-Bänken wird deutlich, wie breit der Kühler mit montiertem Lüfter wird. Platz sollte also genug im Gehäuse vorhanden sein, wenn man plant den Ninja Mini Rev.B mit mindestens einem Lüfter zu bestücken.

Xigmatek Durin D982

Verpackung & Lieferumfang
Die Kartonverpackung, in welcher der Xigamtek Durin geliefert wird, wird von den Farben Schwarz und Bronze dominiert. Neben einigen technischen Bildern des Kühlers finden sich auch Informationen zu den technischen Daten und der Kompatibilität des Kühlers.
Der Lieferumfang umfasst die aufklappbare Montageanleitung, vier Gummientkoppler für den Lüfter, eine Tüte mit Wärmeleitpaste sowie das Montagematerial für die Intel-Sockel 775, 1156 und 1366.
Der 92-mm-Lüfter, welcher dem Durin bei liegt, ist 20 Millimeter stark. Mit Hilfe des PWM-Signales kann der Lüfter zwischen 1.500 und 2.500 U/Min geregelt werden und wird dabei, laut Hersteller, 22 dB(A) laut.
technische Daten
Größe (H x B x T - ohne Lüfter):42 x 118 x 92 Millimeter
Gewicht (ohne Lüfter):205 Gramm
Material:Kupfer Heatpipe, Aluminium Lamellen
Anzahl Heatpipes:2x 8 Millimeter
Anzahl Lamellen:44
Lamellenabstand:1,5 Millimeter
Bodenfreiheit:14 Millimeter
Lüfterplätze vorhanden:1x 92 Millimeter
Lüfter beiliegend:1x 92x20 Millimeter
Lüfterdrehzahl:1.500 - 2.500 U/Min
Fördermenge:42,2 m³/h
Lüfter Leistungsaufnahme:1,44 Watt
Lautstärke:22 dB(A)
Besonderheiten:PWM-Lüfter, HDT-Boden
Kompatibilität:Intel 775, 1156, 1366
AMD -
Preis:20 Euro (Stand Februar 2010)

Xigmatek Durin D982

Der Kühler im Detail

Der Xigmatek Durin ist mit einer Höhe von 40 Millimetern - ohne Lüfter wohlgemerkt - der flachste der Testkandidaten. Auch bei der Tiefe von 92 Millimetern ist er schmaler als die anderen Kühler. Lediglich bei der Breite, welche 118 Millimeter beträgt, ist er auf dem "Spitzenplatz", was die Abmessungen angeht.
Mit einem Gewicht von 205 Gramm liegt er nur knapp über dem Gewicht des Alpenföhn Panorama. Der Lamellenabstand beträgt 1,5 Millimeter. Leider waren bei unserem Testexemplar ein paar der 44 Aluminium-Lamellen leicht verbogen. Mit etwas Fingerspitzengefühl kann so etwas aber leicht behoben werden.
Zur Wärmeableitung des Prozessors setzt Xigmatek beim Durin, als einziger der hier vorgestellten Hersteller, 8-mm-Heatpipes ein. Gleich deren zwei sollen sich um die schnelle Ableitung der Wärme kümmern. Aufgrund der sehr flachen Bauweise und der weit nach unten gehenden Lamellen beträgt die Bodenfreiheit teilweise nur 14 Millimeter. Da der betroffene Bereich aber zum Großteil im Bereich um den Sockel liegt, welcher keine hohen Bauteile aufweißt, sollte dies zu keinen Problemen führen.
Nach entfernen der Schutzfolie kommt der gut verarbeitete Boden zum Vorschein. H.D.T.-typisch ist der Boden plan, der Übergang zwischen Heatpipes und Aluminium-Stegen besitzt jedoch kleine Lücken.
Die Montage des Lüfters erfolgt über das bekannte Entkopplungssystem mit den direkt in den Kühler steckbaren Gummientkopplern. Diese halten den Lüfter fest und absorbieren gleichzeitig einen Großteil der erzeugten Schwingungen.
Die Montage

Xigmatek spendiert dem Durin D982 als einzigen Kühler in diesem Vergleiche eine Schraub-Montage. Auch wenn dies auf den ersten Blick überdimensioniert wirkt, ist die Montage dank der Backplate und der Schrauben sehr einfach. Auch der Durin D982 hat minimale Kompatibilitätsprobleme, diese aber auch nur wenn die Heatpipe-Enden zu den RAM-Bänken ausgerichtet sind. Ansonsten gilt wie beim Panorama auch, weder beim Northbridge-Kühler noch bei den Kühlern der Spannungswandler treten Probleme auf.

Testaufbau & Testablauf

Unser Testsystem setzt sich wie folgt zusammen:
- Asus P6T
- Intel Core i7 920 @ 2.333 MHz mit einer eingestellten VCore von 1,1 Volt
- takeMS take3 DDR3-1333
- Sparkle GeForce 8800GTS 320MB
- Samsung HD501LJ
- Enermax LibertyECO 620W
- Scythe Kaze Master Ace

Der Testaufbau und Ablauf sieht wie folgt aus. Um den kleinen Kühlern ein entsprechendes Testsystem vor zu setzen wurde der Core i7 920 auf 2.333 MHz herunter getaktet und die anliegende Spannung (VCore) auf 1,1 Volt reduziert.
Der Test der Kühler mit den Original-Lüftern erfolgt bei zwölf und fünf Volt, bei beiden Tests geben wir die Drehzahl mit an, mit der der Lüfter im Schnitt gearbeitet hat, diese runden wir in 25er Schritten.

Die Vergleichstests mit einheitlichen Lüftern erfolgen, soweit Möglich, mit Hilfe eines Scythe S-FLEX SFF92D. Mit Hilfe einer Scythe Kaze Master Ace (Review) wird der Scythe S-FLEX SFF92D auf die Drehzahlen 1.700, 1.200 und 700 geregelt.

Wir nutzen bei unseren Tests eine einheitliche Wärmeleitpaste, um auch hier etwaige Schwankungen ausschließen zu können. Zum Einsatz kommt hierfür Noctua NT-H1 (Review).

Jeder Kühler muss mit jeder der Konfigurationen insgesamt vier Testläufe über sich ergehen lassen. Für das Einheizen in den Last-Phasen haben wir uns für das Tool Core Damage Version entschieden. Protokolliert werden die Temperaturen der CPU mit dem Tool CPUTempWatch 1.0.8. Die Temperatur der Umgebungsluft wird in kurzem Abstand vor dem Lüfter mit Hilfe eines mCubed T-Balancer bigNG gemessen.

Aus den in den Testläufen ermittelten Daten (über 12.000 einzelne Daten) errechnen wir dann die durchschnittliche Temperatur des Prozessors in Abhängigkeit zur Umgebungstemperatur. Die Temperaturen werden immer als Differenz zur Umgebungstemperatur angegeben. Gemäß der Konvention machen wir die Angaben in Kelvin, wobei ein Kelvin einem Grad Celsius Temperaturdifferenz entspricht. Natürlich ist auch eine solche Datenmenge nicht vor Messtoleranzen gefeit und so sind trotz des getätigten Aufwandes Schwankungen im Bereich von 0,5 Kelvin bei den gemessenen Temperaturen möglich.


Wir möchten an dieser Stelle nochmals den Hinweis geben, dass die erreichten Temperaturen stark in Abhängigkeit vom genutzten System sind und auch auf ähnlichen Systemen abweichen können. Jedoch lassen sich die Kühler untereinander gut vergleichen, da alle die gleiche Grundlage für ihren Test haben.
Test - Serienbelüftung mit zwölf Volt

Als erstes schauen wir uns die Kühlleistung der drei vorgestellten Kandidaten mit verbautem Original-Lüfter an. Mit im Vergleich befinden sich zum einen der Intel-Boxed-Kühler sowie der bereits im August letzten Jahres getestete Scythe Big Shuriken. Interessant ist natürlich gerade die Frage, in wie weit die Kühler eine Verbesserung zum Intel-Boxed-Kühler darstellen.

Dank hoher Drehzahl und einem Kupferkern kann sich der Boxed-Kühler des i7 920 bei der Kühlleistung knapp an die Spitze setzen. Dicht gefolgt kommen die beiden Scythe-Kühler, der Ninja Mini Rev.B und der Big Shuriken. Mit etwas Abstand aber trotzdem noch mit absolut akzeptablen Temperaturen folgen der Xigmatek Durin D982 sowie der Alpenföhn Panorama.

Der Boxed-Kühler mag im Leistungstest mit zwölf Volt an erster Stelle liegen, beim wichtigeren Aspekt eines HTPC-Kühlers versagt der Kühler jedoch. So ist er deutlich hörbar und stört so jeglichen Filmgenuss. Der Durin D982 von Xigmatek und der Scythe Ninja Mini Rev.B sind zwar immer noch hörbar aber schon eine gute Stufe leiser. Noch weniger hört man jedoch den Big Shuriken von Scythe und den Alpenföhn Panorama.


Test - Serienbelüftung mit fünf Volt

Auch vergleichen wir die Kühlleistungen der einzelnen Kandidaten, wenn der Lüfter nur mit einer Spannung von fünf Volt versorgt wird.

Während die Lüfter vom Big Shuriken und vom Panorama gar nicht mehr anlaufen, arbeitet der Lüfter des Durin D982 mit rund 900 U/Min. Allen drei gemein ist aber, dass keiner so den Prozessor ausreichend kühlen kann. Lediglich der Ninja Mini Rev.B im Tower-Format und der Boxed-Kühler haben noch genügend Leistung.

Test - Single-Referenz-Belüftung (1x Scythe S-FLEX SFF92D)

Nun folgt unser Referenztest mit der Single-Belüftung eines Scythe S-FLEX SFF92D. Bei diesen Vergleichen fehlen sowohl der Intel-Boxed-Kühler, welcher keinen anderen Lüfter aufnehmen kann, ebenso wie der Scythe Big Shuriken, welcher wiederum für 120-mm-Lüfter ausgelegt ist.


1.700 Umdrehungen pro Minute


Bei 1.700 U/Min kann sich der Scythe Ninja Mini Rev.B knapp vor dem Xigmatek Durin D982 platzieren. Mit knappem Abstand dahinter folgt der Alpenföhn Panorama.


1.200 Umdrehungen pro Minute


Bei 1.200 U/Min kann sich der Ninja Mini Rev.B deutlicher von der Gruppe absetzen. Fast fünf Kelvin liegt er vor dem Xigmatek Durin, welcher wiederum rund zwei Kelvin Vorsprung vor dem Alpenföhn Panorama hat.


700 Umdrehungen pro Minute


Während 700 U/Min für den Panorama und den Durin D982 zu wenig sind um den i7 920 ausreichend zu kühlen, schlägt nun die Stunde des Ninja Mini Rev.B. Dank des sehr hohen Lamellenabstandes und den sechs Heatpipes reichen auch die 700 U/Min für gute 44,8 Kelvin aus.

Fazit
Alpenföhn Panorama

Der Alpenföhn Panorama ist kein Spitzenkühler, hat aber durchaus seine Stärken. Der Lieferumfang ist gut gewählt und bietet mit den Ersatzentkopplern noch eine nette Dreingabe, auf Montagematerial für die neuen Intel-Sockel (1156 und 1366) muss man jedoch verzichten. Bei der Verarbeitung leistet sich der Kühler keine großen Schwächen, Verbesserungspotential ist hier aber vorhanden. Mit dem beiliegenden Lüfter im 100-mm-Format liegt dem Kühler ein guter Allrounder bei, welcher leise ist und noch ausreichend Luft befördert um den Prozessor ausreichend zu kühlen. Für rund 24 Euro erhält man einen Ersatz für den Boxed-Kühler, welcher von der Leistung hinter diesem liegt jedoch die Geräuschkulisse deutlich reduziert.
Scythe Ninja Mini Rev.B

Die Revision B des Scythe Ninja Mini erweitert den Kühler um die Kompatibilität mit den neuen Intel-Sockeln, der restliche Lieferumfang beinhaltet genau das, was man zum Betrieb des Kühlers benötigt. Bei der Verarbeitung leistet sich der Kühler keine Schwächen und kann hier mit gewohnter Qualität überzeugen. Ebenfalls überzeugend ist die Kühlleistung des Ninja Mini Rev.B, welche durchweg auf einem sehr hohem Niveau liegt. Zum Problem kann allerdings der Platzbedarf des Kühlers werden. So ist er nicht nur der höchste Kühler im Testfeld, mit montiertem Lüfter benötigt er auch in der Breite den meisten Platz. Wer jedoch ausreichend Platz im Gehäuse hat bekommt für rund 30 Euro einen leistungsstarken HTPC-Kühler.

Wir verleihen dem Scythe Ninja Mini Rev.B unseren DeXgo-Silber-Award.
Xigmatek Durin D982

Der Xigmatek Durin ist der kleinste Kühler im Testfeld. Während der Lieferumfang ausreichend ist, sind bei der Kompatibilität nur die drei aktuellen Intel-Sockel berücksichtigt. Auch bei der Verarbeitung leistet sich der Kühler kleine Schwächen, im Ganzen ist der Kühler jedoch solide gebaut. Dank der geringen Abmessungen und der Verschraubung des Kühlers geht die Montage sehr leicht von der Hand, das Mainboard muss jedoch demontiert werden. Die Kühlleistung liegt knapp hinter der des Boxed-Kühlers, die Lautstärke ist jedoch bedeutend geringer. Nicht zuletzt wegen des Preises von rund 24 Euro ist der Durin D982 ein Tipp bei der Wahl eines Kühlers für den heimischen HTPC.

Wir verleihen dem Xigmatek Durin D982 unseren DeXgo-Bronze-Award.

Danksagung

Dieser Artikel entstand mit freundlicher unterstützung von Scythe und Caseking.

Weitere Informationen

Dieser Artikel wurde von Mephisto verfasst.
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