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Arctic Cooling Accelero L2 Pro


Einleitung

Das in der Schweiz ansässige Unternehmen Arctic Cooling, ist mittlerweile das Synonym für preiswerte und gleichzeitig leistungsstarke Produkte im Computerbereich. Vor kurzem hatten wir das Flaggschiff aus der Accelero Xtreme-Serie im Test. Heute steht der Accelero L2 Pro auf dem Teststand, der durch eine gute Leistung und einem sehr günstigen Preis überzeugen soll.

Verpackung und Lieferumfang

Um den Kaufpreis so niedrig wie möglich zu halten, verzichtet Arctic Cooling auf eine imposante Verpackung. Der Kühler wird in einer schlichten Blisterverpackung ausgeliefert. Diese ist ausreichend um den Kühler vor äußeren Einflüssen zu schützen und es lässt sich ein sehr guter Blick auf das erworbene Produkt werfen. Der Lieferumfang enthält alles um den Kühler auf die Grafikkarte zu montieren. Er umfasst acht Kühlkörper für die Spannungswandler, acht Kühlkörper für den VRAM, das Montagematerial, eine Gehäuseaufkleber, eine gut illustrierte Anleitung sowie einen Adapter, womit sich der Lüfter fest auf zwölf oder sieben Volt betreiben lässt. Jedoch ist die beigelegte Montageanleitung nicht aktuell sondern man findet sie Online auf der Homepage von Arctic Cooling.
  
Spezifikationen
Größe (H x B x T):51 x 119 x 94 Millimeter
Gewicht:250 Gramm
Lüftergröße:92 Millimeter
Lüfterdrehzahl:900 - 2000 (PWM-gesteuert)
Fördervolumen:27 CFM / 46m³/h
Lautstärke:maximal 0,4 Sone
Maximal abzuführende Wärme:100 Watt
Platzbedarf:3 Slots (inkl. Grafikkarte)
Kompatibilität:ATI/AMD Radeon: HD4850, HD4830, HD4730, HD4670, HD4650, HD4550, HD4350, HD3870, HD3470, HD3450, HD2600, HD2400, X1950 (Pro), X1900 (GT), X1800, X1600, X1550, X1300
 nVIDIA GeForce: GTS250, 9800, 9600, 9500, 9400, 8800GT, 8800GTS(G92), 8600, 8500, 7950, 7900, 7800, 6800, 6600, FX5950, FX5900, FX5800, FX5700

Der Kühler im Detail
Durch seine relativ kompakten Maße, präsentiert sich der L2 Pro gerade zu zierlich.
Der Kühlkörper ist aus einem Stück gefertigt, so wird garantiert, dass die Wärme ohne Übergang gleichmäßig an den L2 Pro übertragen wird. Der Accelero L2 Pro besitzt zwei unterschiedliche Finnengrößen, die abwechselnd angeordnet sind. Die Kühlfinnen sind ein Millimeter dick, was beachtlich ist, da die meisten Kühlerhersteller auf eine Finnstärke zwischen 0,2 und 0,5 Millimeter zurückgreifen.
Typisch für Arctic Cooling, ist die Wärmeleitpaste bereits voraufgetragen. Beim Accelero L2 Pro kommt die hauseigene MX-2 zum Einsatz. Diese konnte schon bei uns im Test überzeugen.
Der Lüfter beim Accelero dreht PWM-gesteuert mit zwischen 900 und 2000 Umdrehungen, dabei soll er 0,4 Sone nicht überschreiten. Auf zwölf Volt genehmigt sich der Lüfter nur 1,8 Watt. Arctic Cooling gibt ihm zwei Anschlussvarianten, er kann sowohl per 3-Pin wie auch mit 4-Pin an die Grafikkarte angeschlossen werden.

Montage
Bei Demontage der Haltebügel kommen zwei zusätzliche Bohrungen zum Vorschein. So kann man die Haltebügel ohne Probleme in deren Ausrichtung verschieben, was einen entscheidenden Vorteil bietet, dazu später mehr.
Vor der Montage des L2 Pro müssen die kleinen Kühlkörper für die Spannungswandler und VRAM aufgeklebt werden, da nach Montage des Kühlers ein Festkleben der kleinen Kühlkörper unmöglich ist. Zur Reinigung der Speicherchips und Spannungswandler empfiehlt sich technischer Isopropylalkohol (Isopropanol).
Danach sollten die kleinen doppelseitigen Klebepads auf die Haltebügel geklebt werden. Ein Muss ist das nicht, diese Helfen nur dabei, dass die kleinen Abstandshalter nicht verrutschen.
Darauf folgt das Auflegen der Abstandshalter und die rückwertige Verschraubung. Es ist dabei zu achten die im Lieferumfang befindlichen Unterlegscheiben zu verwenden, um einen Kurzschluss zu verhindern. Nach erfolgreicher Montage des Kühlers fällt der sehr kleine Abstand zu den RAM- und Spannungswandlerkühlern auf, dass ist Maßarbeit, der Kühler liegt aber nicht auf.
Wie oben erwähnt, lassen sich die Montageschienen in deren Ausrichtung verschieben. Dies ist auch von Nöten, wenn sich in der Nähe des PCIe-Slots der in die Jahre gekommene PCI-Slot befindet, da dort der Kühler aufliegt und eine saubere Installation verhindert.

Testaufbau & Testablauf

Unser Testsystem setzt sich wie folgt zusammen:
- Intel Pentium D830 bei 1,30 Volt
- MSI G33 Platinum
- TwinMOS 1GB DDR2-667
- Sapphire HD4650 GDDR3
- Seagate Momentus ST96812AS 60GB
- Xigmatek NRP PC402
- Scythe Kaze Master Ace

Der Testaufbau und Ablauf sehen wie folgt aus.

Wir nutzen bei unseren Tests eine einheitliche Wärmeleitpaste, um auch hier etwaige Schwankungen ausschließen zu können. Zum Einsatz kommt hierfür Arctic Cooling MX-2 (Review).

Jeder Kühler muss mit jeder der Konfigurationen mehrere Testläufe über sich ergehen lassen, nach jedem Durchlauf wird der Kühler neu montiert um etwaige Fehler bei der Montage ausschließen zu können.
Für das Einheizen der Grafikkarten nutzen wir das Tool Furmark. Die Protokollierung der Grafikkarten Temperaturen erfolgt durch das Programm Everest. Die Temperatur der Umgebungsluft wird in kurzem Abstand vor dem Lüfter mit Hilfe einer Scythe Kaze Master Ace gemessen.

Aus den in den Testläufen ermittelten Daten errechnen wir dann die durchschnittliche Temperatur in Abhängigkeit zur Umgebungstemperatur. Die Temperaturen werden immer als Differenz zur Umgebungstemperatur angegeben. Gemäß der Konvention machen wir die Angaben in Kelvin, wobei ein Kelvin einem Grad Celsius Temperaturdifferenz entspricht. Natürlich ist auch eine solche Datenmenge nicht vor Messtoleranzen gefeit und so sind trotz des getätigten Aufwandes Schwankungen im Bereich von 0,5 Kelvin bei den gemessenen Temperaturen möglich.
Testergebnisse



Auf zwölf Volt liefert der kleine Accelero L2 Pro eine gute Performance und kann selbst den Revoltec Graphic Cooler Pro hinter sich lassen. Einen großen Vorsprung erarbeitet sich der L2 Pro gegenüber dem Stockkühler von Sapphire.



Bei sieben Volt bleibt der Vorsprung zum Revoltec gleich, aber der Vorsprung zum Stockkühler wächst weiter an.



Lautstärke

Die Lautstärke des Accelero reicht von angenehm hörbar bis hin zu sehr leise. Durch sein tieftöniges Betriebsgeräusch dürfte er aber von den meisten Anwendern bei zwölf Volt als leise wahrgenommen werden. Der L2 Pro ist eine klare Verbesserung zum Stockkühler, sowohl in der Kühlleistung wie auch in der Lautstärke. Denn der Stockkühler ist selbst auf sieben Volt deutlich lauter als der Accelero L2 Pro auf zwölf Volt.

Fazit

Arctic Cooling präsentiert mit dem Accelero L2 Pro einen kleinen, aber performanten Kühler. Die Verpackung ist zweckgemäß aber ausreichend sowie der Lieferumfang, der durch den beiliegenden Adapter zu glänzen vermag. Dieser ist vorteilhaft bei Grafikkarten, die keinen Lüfteranschluss oder nur einen 2-Pin-Anschluss bieten. Die Montage ist zwar zeitintensiv aber leicht zu bewerkstelligen, auch für Laien. Die Kühlleistung ist sehr gut bei kleinen Grafikkarten und auch die Lautstärke konnte uns überzeugen. Der L2 Pro dürfte in Systeme seinen Weg finden, wo kleinere Grafikkarten zum Einsatz kommen, denn nicht jeder ist bereit einen Kühler zum selben Preis der Grafikkarte zu kaufen. Zu einem Preis von gerade einmal zwölf Euro erhält der geneigte Käufer ein gutes Produkt, das seine Grafikkarte ruhig stellen kann.


Pro & Contra

Pro
+ günstiger Preis
+ leiser Lüfter
+ leichte aber zeitintensive Montage
+ gute Kühlleistung bei Midrange- und Low-End-karten

Contra
- beigelegte Montageanleitung nicht aktuell


Award

Der Accelero L2 Pro bietet für den Preis ein stimmiges Gesamtpaket, dass für Low-End- bis Midrange-Grafikkarten eine gute Kühlleistung bietet. Dieses Paket reicht aber nicht aus um High-End-Grafikkarten ausreichend zu kühlen, weshalb eine Gold-Award Vergabe nicht möglich ist. Wir verleihen dem Arctic Cooling Accelero L2 Pro den DeXgo-Silber und Preis/Leistungs-Award.
DeXgo-Silber-Award DeXgo-Preis/Leistung-Award

Danksagung

Dieser Artikel entstand mit freundlicher unterstützung von ARCTIC COOLING.

Weitere Informationen

Dieser Artikel wurde von Painfully Dream verfasst.
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