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Xigmatek Nepartak


Einleitung

Der Xigmatek Nepartak ist der sechste Kühler, welchen wir im Zuge unserer 92-mm-Kühler-Testreihe unter die Lupe nehmen. Der Kühler, welcher auf insgesamt drei 8-mm-Heatpipes setzt, soll dank H.D.T.-Boden und seinem PWM-Lüfter für gute Testergebnisse sorgen. Dank der einfachen Installation soll der Kühler auch für eher unerfahrene Anwender interessant werden. Wie sich der Kühler im Vergleich zur Konkurrenz schlägt, erfahrt ihr auf den folgenden Seiten.

Verpackung & Lieferumfang

Der Nepartak wird in einem Karton geliefert, welcher nicht nur ein Sichtfenster besitzt sondern durch eine abgerundet Ecke aus der Masse heraus sticht. Neben einigen Illustrationen des Kühlers, ist auf der Rückseite eine Tabelle mit den technischen Daten abgedruckt.
Der Lieferumfang ist knapp, umfasst aber alles was zur Montage des Kühlers benötigt wird. Hierzu zählen fünf Gummientkoppler für den Lüfter, eine Montageanleitung, eine Tube Wärmeleitpaste sowie das Montagematerial für die Sockel 775, 754, 939, 940, AM2, AM2+ und AM3. Zu den neuen Intel-Sockel 1366 und 1156 ist der Kühler so nicht kompatibel, Xigmatek bietet jedoch ein entsprechendes Montagekit (ACK-I5361).
Der beiliegende PWM-Lüfter erzeugt bei zwölf Volt Betriebsspannung einen maximalen Volumenstrom von rund 88,30 m³/h und verbraucht dabei 3,60 Watt. Die Geräuschkulisse soll dabei 28 dB(A) nicht überschreiten. Die maximale Drehzahl liegt bei rund 2.800 U/min.

Der Kühler im Detail

Der Xigmatek Nepartak besteht aus zwei Werkstoffen. So sind die Heatpipes aus Kupfer gefertigt, die Lamellen und der "Boden" aus Aluminium. Platz bietet der Kühler für einen Lüfter, welcher mit Hilfe von vier Entkopplern an der Vorderseite angebracht wird.
Die Lamellen sind an der Rückseite abgestuft angebracht. So sind die Lamellen in der Mitte des Kühlers nicht so tief, wie sie es am Rand sind. Insgesamt bringt es der Kühler auf eine Tiefe von 63 Millimetern, dies jedoch ohne montierten Lüfter. Breit ist der Kühler exakt 100 Millimeter bei einer Höhe von 134 Millimetern.
Optisch gestaltet sich der Kühler, bis auf zwei Details, sehr schlicht. Lediglich das eingestanzte Xigmatek-Logo, sowie die abgewinkelten Seiten inklusive der eingestanzten Löcher lockern das Gesamtbild des Kühlers auf.
Die drei dicken 8-mm-Heatpipes gehen durch den gesamten Kühler und verteilen die Abwärme so an alle Lamellen. Die Einbuchtungen, in denen die Entkoppler angebracht werden, sind sauber herausgearbeitet und so ist es recht leicht den Lüfter zu befestigen.
Insgesamt 42 Aluminiumlamellen besitzt der Nepartak. Untereinander haben die Lamellen einen Abstand von 1,7 Millimetern.

Der Kühler im Detail
Vom Kühler gehen die drei verbauten Heatpipes in die Bodenplatte über, welche gleichzeitig auch als Aufnahme für die Montagekits fungiert. Der Begriff Bodenplatte ist bei H.D.T.-Kühlern jedoch auch nicht ganz richtig, da der Aluminiumkörper nur die verbauten Heatpipes einspannt, welche den eigentlichen Boden darstellen.
Um die Kontaktfläche zur CPU während des Transportes vor Umwelteinflüssen zu schützen wurden diese mit einer Schutzfolie versehen. Die Folie lässt sich leicht entfernen und beherbergt sauber verarbeitete und plan geschliffene Heatpipes unter sich.
Während die Halterung für die AMD-Sockel lediglich in den Boden eingehangen wird, werden die Push-Pins oder die Retention-Kits für die Intel-Sockel verschraubt.
Für die Montage des Lüfters werden die beiliegenden Entkoppler genutzt. Der Lüfter sitzt nach der Montage sicher am Kühler, überträgt aber fast gar keine Vibrationen mehr auf diesen.
Mit verbautem Lüfter bringt es der Kühler auf ein Gewicht von 643 Gramm. Der Lüfter ist bei voller Drehzahl laut und tönt so deutlich aus dem System heraus. Dank der PWM-Steuerung sollte der Lüfter aber selten voll aufdrehen müssen.

Die Montage

Wir nutzten für die Montage das Crossbow Montagekit ACK-I7361, welches den Kühler auch für den Sockel 1366 kompatibel macht. Die Montage gestaltet sich hiermit sehr einfach.
Bei der Kompatibilität können wir dem Nepartak ein rundum positives Fazit aussprechen. Weder bei der Ausrichtung zur Rückseite hin, noch bei der Montage zum Netzteil ausgerichtet treten Probleme mit umliegenden Kühlkörpern oder Arbeitsspeicher mit hohem Heatspreader auf.
Testaufbau & Testablauf

Unser Testsystem setzt sich wie folgt zusammen:
- Asus P6T
- Intel Core i7 920 mit einer eingestellten VCore von 1,2 Volt
- takeMS take3 DDR3-1333
- Sparkle GeForce 8800GTS 320MB
- Samsung HD501LJ
- Enermax LibertyECO 620W
- Scythe Kaze Master Ace

Der Testaufbau und Ablauf sieht wie folgt aus.
Der Test der Kühler mit den Original-Lüftern erfolgt bei zwölf und fünf Volt, bei beiden Tests geben wir die Drehzahl mit an, mit der der Lüfter im Schnitt gearbeitet hat, diese runden wir in 25er Schritten.

Die Vergleichstests mit einheitlichen Lüftern erfolgen mit Hilfe eines Scythe S-FLEX™ SFF92D. Diesen regeln wir mit einer Scythe Kaze Master Ace (Review) auf die Drehzahlen 2400, 1700, 1200 und 800.

Wir nutzen bei unseren Tests eine einheitliche Wärmeleitpaste, um auch hier etwaige Schwankungen ausschließen zu können. Zum Einsatz kommt hierfür Noctua NT-H1 (Review).

Jeder Kühler muss mit jeder der Konfigurationen insgesamt vier Testläufe über sich ergehen lassen. Für das Einheizen in den Last-Phasen haben wir uns für das Tool Core Damage Version entschieden. Protokolliert werden die Temperaturen der CPU mit dem Tool CPUTempWatch 1.0.8. Die Temperatur der Umgebungsluft wird in kurzem Abstand vor dem Lüfter mit Hilfe eines mCubed T-Balancer bigNG gemessen.

Aus den in den Testläufen ermittelten Daten (über 12.000 einzelne Daten) errechnen wir dann die durchschnittliche Temperatur des Prozessors in Abhängigkeit zur Umgebungstemperatur. Die Temperaturen werden immer als Differenz zur Umgebungstemperatur angegeben. Gemäß der Konvention machen wir die Angaben in Kelvin, wobei ein Kelvin einem Grad Celsius Temperaturdifferenz entspricht. Natürlich ist auch eine solche Datenmenge nicht vor Messtoleranzen gefeit und so sind trotz des getätigten Aufwandes Schwankungen im Bereich von 0,5 Kelvin bei den gemessenen Temperaturen möglich.


Wir möchten an dieser Stelle nochmals den Hinweis geben, dass die erreichten Temperaturen stark in Abhängigkeit vom genutzten System sind und auch auf ähnlichen Systemen abweichen können. Jedoch lassen sich die Kühler untereinander gut vergleichen, da alle die gleiche Grundlage für ihren Test haben.

Testergebnisse - Übersicht


Der Xigmatek Nepartak skaliert gut mit der Drehzahl des Lüfters und so erreicht er schon bei 1.200 U/min recht gute Testwerte.


Test - Serienbelüftung mit zwölf Volt

Beim Vergleich der Serienbelüftung dreht der Lüfter bei zwölf Volt Betriebsspannung mit rund 2.700 U/min.

Mit dem stärksten Lüfter im Testfeld ist es nicht verwunderlich, dass der Xigmatek Nepartak auch die besten Temperaturwerte erzielt. So setzt er sich zwei Kelvin vor den bisherigen Erstplatzierten, den ZEROtherm Core 92.


Test - Serienbelüftung mit fünf Volt

Beim Betrieb mit fünf Volt dreht sich der Lüfter zwar noch, jedoch gibt er keine Drehzahl mehr aus.

Da PWM-Lüfter immer sehr empfindlich auf eine Absenkung der Spannung reagieren ist es nicht verwunderlich, dass der Nepartak bei fünf Volt nicht mehr genügend Luftdurchsatz besitzt um den Core i7-920 zu kühlen.

Test - Single-Referenz-Belüftung (1x Scythe S-FLEX SFF92D)

Nun folgt unser Referenztest mit der Single-Belüftung eines Scythe S-FLEX SFF92D.

2.400 Umdrehungen pro Minute


Auch bei gleichstarker Belüftung setzt der Xigmatek Nepartak seinen Siegeszug fort und verweist auch hier den ZEROtherm Core 92 auf Rang 2.


1.700 Umdrehungen pro Minute


Betrug der Vorsprung bei 2.400 U/min nur zwei Kelvin sind es bei 1.700 U/min schon derer drei.


1.200 Umdrehungen pro Minute


Bei 1.200 U/min deklassiert der Nepartak die restlichen Kühler förmlich. so beträgt der Vorsprung hier satte 6,5 Kelvin auf den Scythe Katana 3.


800 Umdrehungen pro Minute


Auch bei 800 U/min beträgt der Vorsprung zum Katana 3 von Scythe noch 6,5 Kelvin.

Fazit

Mit dem Nepartak hat Xigmatek ein Eisen im Feuer der 92-mm-Kühler, welches sehr heiß ist.
Die Verpackung des Nepartak ist zweckmäßig und hebt sich optisch dank der gewählten Form von der Masse ab. Der Lieferumfang beinhaltet alles was man für die Montage des Kühlers benötigt und gibt dem Anwender sogar einen Ersatzenkoppler mit. Auch hat sich Xigmatek bei der Verarbeitung keine Schwächen geleistet und so kann der Kühler auch hier überzeugen. Der wohl wichtigste Punkt bei der Bewertung ist die Kühlleistung und gerade hier dominiert der Kühler klar. Egal ob bei 2.400 U/min oder bei nur 800 U/min, der Kühler liegt immer an der Spitze der Charts. Der Original-Lüfter ist der einzige Schwachpunkt, den der Kühler besitzt. So ist dieser quasi überdimensioniert und sorgt so für eine teils unnötige Geräuschkulisse, aber hier kann der Anwender ja zum Glück leicht selbst Hand anlegen. Der Kühler kostet rund 28 Euro und ist zum Beispiel bei Caseking.de erhältlich.


Pro & Contra

Pro
+ Lüfter besitzt PWM-Steuerung
+ gute Verarbeitung
+ einfache Montage
+ günstiger Preis

Contra
- Lüfter bei 12-Volt-Betrieb laut


Award

Für die erbrachten Leistungen verleihen wir dem Xigmatek Nepartak unseren DeXgo-Gold-Award.
DeXgo-Gold-Award

Danksagung

Dieser Artikel entstand mit freundlicher unterstützung von Caseking.

Weitere Informationen

Dieser Artikel wurde von Mephisto verfasst.
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