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Thermaltake SpinQ VT


Einleitung

Ausgefallene Designs sind etwas, mit dem Thermaltake nicht nur die eigenen Käufer beeindruckt sondern auch mal den einen oder anderen Design-Award abräumt. Mit dem SpinQ wurde ein Kühler vorgestellt, welcher auf einen Radial-Lüfter setzt und sich so optisch stark von der Masse des Marktes abgesetzt hat. Der SpinQ VT ist eine Weiterentwicklung dieses Kühlers und kommt nun im Tower-Design daher. Wie sich der optische Leckerbissen auf unserem Testsystem gegen normale Tower-Kühler schlägt, erfahrt ihr auf den folgenden Seiten.

Verpackung & Lieferumfang

Die Verpackung des SpinQ VT ist von drei Farben geprägt, so sind Ober- und Unterseite Weiß, während die Seiten vorwiegend Schwarz sind. Mit Rot bringt Thermaltake noch einige Akzente auf die Verpackung. An Informationen finden sich Angaben über die technischen Eigenschaften, die Kompatibilität und auch die Leistung des Kühlers.
Der Lieferumfang umfasst alles, was zur Montage des Kühlers auf den unterstützten Sockeln benötigt wird. Neben dem Montagematerial befinden sich auch noch eine Tube Wärmeleitpaste, eine Montageanleitung, eine Garantiekarte sowie insgesamt acht Schrauben zur Befestigung des Montagematerials im Lieferumfang. Vier der Schrauben sind somit Ersatz, falls die eine oder andere verloren geht.
technische Daten
Größe (H x B x T - ohne Lüfter):159 x 120 x 120 Millimeter
Gewicht (ohne Lüfter):380 Gramm
Material:Kupfer Heatpipe, Aluminium Lamellen
Anzahl Heatpipes:3x 6 Millimeter
Anzahl Lamellen:50
Lamellenabstand:1,4 Millimeter
Lüfterplätze vorhanden:1
Lüfter beiliegend:1x 80x85 Millimeter (Radial-Lüfter)
Lüfterdrehzahl:1.000 - 1.600 U/Min
Fördermenge:146,88 m³/h
Lüfter Verbrauch:5,4 Watt
Lautstärke:28 dB(A)
Besonderheiten:Radial-Lüfter rot beleuchtet
Kompatibilität:Intel 775, 1156, 1366
AMD 754, 939, AM2, AM2+, AM3
Preis:42 Euro

Der Kühler im Detail

Form follows function ist das, was das Design des Thermaltake SpinQ VT beschreibt. Bedingt durch den zentral verbauten Radial-Lüfter gibt es nur wenige Möglichkeiten die Lamellen sinnvoll um den Lüfter herum anzuordnen. Der Kühler ist fast 16 Zentimeter hoch und hat einen Durchmesser von zwölf Zentimetern.
Insgesamt verarbeitet Thermaltake 50 kreisförmige Aluminium-Lamellen, welche die Wärme ableiten sollen. In die Lamellen ist klein der Schriftzug von Thermaltake ein gestanzt.
Die einzelnen Lamellen sind am Rand geschwungen verarbeitet. Durch die versetzte Anordnung der Lamellen selbst wirkt die Form des Kühlers sehr fließend und geschwungen.
Wird der Radial-Lüfter entfernt erkennt man erst, wie schmal die Lamellen sind. So beträgt die Breite an den schmalen Stellen 13 Millimeter, an den breitesten Stellen 20 Millimeter.
Der Abstand der 50 Aluminium-Lamellen beträgt lockere 1,4 Millimeter. Optisch wertet die komplette Vernickelung den Kühler weiter auf und sorgt zudem dafür, dass die Beleuchtung des Lüfters besser zur Geltung kommt.

Der Kühler im Detail
Zur Wärmeableitung vom Prozessor zur den Lamellen setzt Thermaltake auf drei 6-mm-Heatpipes. Diese laufen beidseitig durch den Kühlerboden und verteilen sich mit gleichmäßigen Abstand in die Lamellen.
Die Bodenplatte, welche während des Transportes durch eine Folie geschützt ist, ist perfekt verarbeitet.
Wie wir schon mehrfach erwähnten ist im SpinQ V ein Radial-Lüfter verbaut. Dieser ist 85 Millimeter hoch und besitzt einen Durchmesser von 80 Millimetern. Das maximale Fördervolumen des Lüfters gibt Thermaltake mit 146,88 m³/h an.
Mit Hilfe des integrierten Potentiometers lässt sich die Drehzahl des SpinQ VT stufenlos zwischen 990 und 1.525 U/Min anpassen.
Für eine dezente Beleuchtung sorgen drei im Lüfter angebrachte LED. Diese lassen den Kühler sowohl bei Tageslicht als auch im Dunklen leicht erstrahlen, ohne dabei Aufdringlich zu wirken. Die Beleuchtungsintensität ist unabhängig von der Drehzahl, auf höchster Stufe ist der Lüfter deutlich hörbar.

Die Montage

Die Montage gestaltet sich sowohl auf Intel-Systemen, als auch auf AMD-Systemen recht leicht. Dank der gewählten Bauform ist es auch nicht weiter tragisch, dass sich der Kühler auf AMD-Systemen nicht drehen lässt.
Egal in welcher "Richtung" der Kühler montiert wird, es treten keinerlei Kompatibilitätsprobleme auf. Dank der schmalen Bauform und den recht hoch angebrachten Lamellen besitzt der Kühler im kritischen unteren Bereich genügend Freiraum zu allen Seiten.
Testaufbau & Testablauf

Unser Testsystem setzt sich wie folgt zusammen:
- Asus P6T
- Intel Core i7 920 mit einer eingestellten VCore von 1,2 Volt
- takeMS take3 DDR3-1333
- Sparkle GeForce 8800GTS 320MB
- Samsung HD501LJ
- Enermax LibertyECO 620W
- Scythe Kaze Master Ace

Der Testaufbau und Ablauf sieht wie folgt aus.
Der Test der Kühler mit den Original-Lüftern erfolgt bei zwölf und fünf Volt, bei beiden Tests geben wir die Drehzahl mit an, mit der der Lüfter im Schnitt gearbeitet hat, diese runden wir in 25er Schritten.

Die Vergleichstests mit einheitlichen Lüftern erfolgen mit Hilfe eines Scythe S-FLEX™ SFF92D. Diesen regeln wir mit einer Scythe Kaze Master Ace (Review) auf die Drehzahlen 2400, 1700, 1200 und 800.

Wir nutzen bei unseren Tests eine einheitliche Wärmeleitpaste, um auch hier etwaige Schwankungen ausschließen zu können. Zum Einsatz kommt hierfür Noctua NT-H1 (Review).

Jeder Kühler muss mit jeder der Konfigurationen insgesamt vier Testläufe über sich ergehen lassen. Für das Einheizen in den Last-Phasen haben wir uns für das Tool Core Damage Version entschieden. Protokolliert werden die Temperaturen der CPU mit dem Tool CPUTempWatch 1.0.8. Die Temperatur der Umgebungsluft wird in kurzem Abstand vor dem Lüfter mit Hilfe eines mCubed T-Balancer bigNG gemessen.

Aus den in den Testläufen ermittelten Daten (über 12.000 einzelne Daten) errechnen wir dann die durchschnittliche Temperatur des Prozessors in Abhängigkeit zur Umgebungstemperatur. Die Temperaturen werden immer als Differenz zur Umgebungstemperatur angegeben. Gemäß der Konvention machen wir die Angaben in Kelvin, wobei ein Kelvin einem Grad Celsius Temperaturdifferenz entspricht. Natürlich ist auch eine solche Datenmenge nicht vor Messtoleranzen gefeit und so sind trotz des getätigten Aufwandes Schwankungen im Bereich von 0,5 Kelvin bei den gemessenen Temperaturen möglich.


Wir möchten an dieser Stelle nochmals den Hinweis geben, dass die erreichten Temperaturen stark in Abhängigkeit vom genutzten System sind und auch auf ähnlichen Systemen abweichen können. Jedoch lassen sich die Kühler untereinander gut vergleichen, da alle die gleiche Grundlage für ihren Test haben.

Testergebnisse - Übersicht

Der Austausch des Radial-Lüfters ist zwar theoretisch möglich, für unsere Referen-Lüfter bietet der Thermaltake SpinQ VT jedoch keinen Platz.

Bei Verringerung der Drehzahl reduziert sich die Kühlleistung deutlich. Jedoch muss man sagen, dass der Kühler auch bei fünf Volt noch eine gute Figur macht.


Test - Serienbelüftung mit zwölf Volt


Mit 1.525 U/Min ist der Lüfter des SpinQ VT der langsamste im Testfeld. Da die Bauart des Lüfters sich jedoch stark von der Bauart von Axial-Lüftern unterscheidet, kann man nicht pauschal den Vergleich zwischen Drehzahl und Kühlleistung ziehen. Insgesamt erreicht der Kühler aber einen gute Platzierung.


Test - Serienbelüftung mit fünf Volt


Bei deutlich reduzierter Drehzahl sinkt auch die Lautstärke. Bei der Kühlleistung hingegen muss man relativ wenig Abstriche machen, wenn man im Vergleich die Konkurrenz betrachtet. Das Konzept mit den umschließenden Kühllamellen geht voll auf und der SpinQ VT kann auch bei niedriger Drehzahl überzeugen.

Fazit

Mit dem SpinQ VT bedient Thermaltake die Kunden, die gerne etwas Ungewöhnliches in ihren Rechner bauen wollen. Ist die Verpackung und der Lieferumfang noch wie man ihn von anderen Kühlern kennt, so geht man beim Design einen völlig neuen Weg. Neben dem Design, welches definitiv eine Frage des Geschmacks ist, kann auch die tadellose Verarbeitung überzeugen. Bei der Montage setzt Thermaltake bei dem - ohne Lüfter - 380 Gramm schweren Kühler auf die einfachen Mechanismen Push-Pin und Haltebügel. Dank der beiliegenden Lüftersteuerung lässt sich die Drehzahl beliebig anpassen, leider stört besagte Steuerung auch etwas die Optik, da sie - bei Benutzung - lose im Gehäuse herumhängt. Die Kühlleistung des Thermaltake SpinQ VT kann durchaus überzeugen, gerade bei niedrigen Drehzahlen weißt der Kühler noch genug Reserven auch für die leistungsstarke Prozessoren auf. Leider ist der Lüfter im Betrieb mit zwölf Volt deutlich hörbar. Ein Wechsel des Lüfters ist, durch die Bauart bedingt, auch nicht möglich. Die ungewöhnliche Bauform ermöglicht aber erst die extravagante Optik des Kühlers. Gerade für Leute, die nicht absolute Top-Leistung brauchen, dafür aber nach etwas Besonderem suchen, sollten sich den SpinQ VT genauer anschauen. Der Preis von rund 42 Euro stellt kein Schnäppchen dar, wir denken aber der Preis geht noch in Ordnung.


Pro & Contra

Pro
+ gute Verarbeitung
+ einfache Montage
+ Lüftersteuerung integriert
+ gute Testergebnisse
+ Außergewöhnliche Optik/Design

Contra
- Preis
- Lüfter kann bei einem Defekt nicht ausgetauscht werden
- Lüfter ist deutlich hörbar


Award

Den Thermaltake SpinQ VT verleihen wir für die erbrachten Leistungen unseren DeXgo-Silber-Award.
DeXgo-Silber-Award

Danksagung

Dieser Artikel entstand mit freundlicher unterstützung von Thermaltake.

Weitere Informationen

Dieser Artikel wurde von Mephisto verfasst.
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