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Cogage Arrow


Einleitung

Mit dem TRUE Spirit und dem MST-140 stellten wir bereits zwei Kühler von Cogage vor. Während der MST-140 ein Top-Flow-Kühler mit 140-mm-Lüfter ist, gehört der TRUE Spirit zu der Gattung der Tower-Kühler, ist jedoch nur mit einem 120-mm-Lüfter ausgestattet. Der Arrow gehört ebenfalls zu den Tower-Kühler, ist aber schon optisch ein ganz anderes Kaliber. Mit zwei Kühltürmen, die für jeweils 140-mm-Lüfter ausgelegt sind, erinnert er stark an seinen Verwandten, den IFX-14. Im Vergleich zu diesem, wird der Arrow jedoch bereits mit einem 120-mm-Lüfter ausgeliefert. Neben den schon bekannten Testläufen erweiterten wir unseren Testparcours um sieben weitere Setups und so wuchs dieses Review und ist das bis dato größte für ein einzelnes Produkt geworden, welches je auf DeXgo veröffentlicht wurde. Wie sich der Kühler in dem Testparcour schlägt, erfahrt ihr auf den folgenden 14 Seiten!

Verpackung & Lieferumfang

Auf der Verpackung des Cogage Arrow befinden sich neben den technischen Daten noch einige Bilder des Kühlers. Der Kühler selbst ist im Inneren mit Karton und Schaumstoff gut gepolstert und sollte den Transport so problemlos zum Anwender überstehen.
Der Lieferumfang erinnert stark an den des Thermalright IFX-14 (Intel-BP), nur liegt beim Cogage Arrow noch das Haltematerial für den Sockel 1156 bei. Zwei Montageanleitungen, ein Cogage-Aufkleber sowie eine Tube Thermalright Chill Factor vervollständigen den Lieferumfang. Montagematerial für AMD-System liegt keines bei.
technische Daten
Größe (H x B x T - ohne Lüfter):160 x 147 x 123 Millimeter
Gewicht (ohne Lüfter):820 Gramm
Material:Kupfer Heatpipe vernickelt, Kupfer Boden vernickelt, Aluminium Lamellen
Anzahl Heatpipes:4x 8 Millimeter
Anzahl Lamellen:2x 56
Lamellenabstand:1,4 Millimeter
Lüfterplätze vorhanden:2x 120/140 Millimeter (140-mm-Lüfter mit Bohrungen von 120-mm-Lüftern)
 1x 140 Millimeter
Lüfter beiliegend:1x 120 Millimeter
Lüfterdrehzahl:1.000 - 1.800 U/Min (PWM-gesteuert)
Fördermenge:112 m³/h
Lüfter Verbrauch:2,52 Watt
Lautstärke:32,8 dB(A)
Besonderheiten:vernickelt, PWM-Lüfter
Kompatibilität:Intel 775, 1156, 1366
AMD -
Preis:55 Euro (Stand Januar 2010)

Der Kühler im Detail

Der Cogage Arrow ist ein Twin-Tower-Kühler, wie auch der Noctua NH-D14 und auch der Thermalright IFX-14. Die Ähnlichkeit, welche der Arrow zum IFX-14 besitzt ist nicht ab zu streiten und auch nicht verwunderlich, so ist Cogage eine Tochter-Marke von Thermalright. Mit einem Gewicht von rund 820 Gramm ist er im Vergleich zum IFX-14 rund 60 Gramm schwerer, der NH-D14 hat nochmals 90 Gramm mehr Gewicht auf den Rippen.
Die beiden Türme, welche jeweils rund 42 Millimeter breit sind, haben einen Abstand von 38 Millimetern zueinander. So passen auch tiefere Lüfter, wie ein Silenx IXP-76-14 zwischen die Türme und füllt den Raum vollkommen aus. Dies bedeutet aber auch, dass normale 25 Millimeter tiefe Lüfter eine Lücke zwischen den Türmen hinterlassen.
Den Namen Arrow verdankt der Kühler der Lamellenform. So weisen diese Ähnlichkeiten mit Pfeilenden auf.
Insgesamt besitzt der Kühler 112 Aluminiumlamellen, welche sich zu jeweils 56 an der Zahl auf die beiden Türme aufteilen. Die Lamellen sind nur gesteckt und wurden auch nicht, wie die Heatpipes und der Boden, vernickelt. Um zu verhindern, dass die Lamellen beim Befestigen und Lösen der Lüfterklemmen verrutschen wurden die obersten und untersten drei Lamellen verklebt (rechtes Bild - gelb markiert).
Die seitlichen Ausläufer der Lamellen, welche sich für die Pfeil-Form verantwortlich zeichnen, sind leicht angekantet. Während eine Seite um 20 Grad nach oben gebogen wurde, fallen die Kanten auf der anderen Seite im 20-Grad-Winkel ab.

Der Kühler im Detail
Der Lamellenabstand ist mit rund 1,4 Millimeter ähnlich gering wie beim Thermalright IFX-14. Insgesamt bringt es der Kühler auf eine Höhe von 160 Millimetern und eine Breite von 147 Millimetern. Ohne montierten Lüfter ist der Kühler 123 Millimetern tief. Die Maße sind somit nahezu identisch mit denen des IFX-14.
Insgesamt vier 8-mm-Heatpipes aus Kupfer gehen U-förmig durch die Bodenplatte und verteilen die Wärme so auf die beiden Kühltürme. Um einen optimalen Wärmeübergang vom Kupferboden auf die Heatpipes zu erreichen, wurden die beiden Komponenten mit einander verlötet.
Die Verarbeitung des Bodens ist, wie auch beim restlichen Kühler, tadellos. Eine Folie schützt den Kühler während des Transportes vor Verschmutzungen. Ist diese entfernt kommt der vernickelte Kupferboden zum Vorschein.
Während der Boden parallel zu den Heatpipes fast plan ist und nur eine minimale Absenkung aufweist, ist er quer zu den Heatpipes deutlich gewölbt. So soll der Anpressdruck, dort wo der Heatspreader am wärmsten wird, in der Mitte erhöht werden.

Der Kühler im Detail

Beim käuflichen Erwerb des Cogage Arrow liegt dem Kühler bereits ein 120-mm-Lüfter mit einer Tiefe von 25 Millimetern bei. Dieser verfügt über einen PWM-Anschluss und lässt sich so über das Mainboard zwischen 1.000 und 1.800 U/Min regeln. Hierbei erzeugt er einen maximalen Volumenstrom von 112 m³/h und wird dabei bis zu 32,8 dB(A) laut. Die maximale Leistungsaufnahme des Lüfters liegt bei rund 2,5 Watt.
In dem Pressekit, welches uns Thermalright zur Verfügung stellte, befinden sich noch zwei weitere Lüfter. Zum einen ein 140 Millimeter großer X-Silent 140, welcher mit rund 900 U/Min arbeitet, und ein 120 Millimeter großer TR-FDB-12-1300, welcher mit rund 1.300 U/Min arbeitet.
Egal ob 120- oder 140-mm-Lüfter, beide Typen werden mit Hilfe der Metallbügel am Kühler befestigt. So werden die Bügel in die dafür vorgesehenen Löcher im Kühler eingehakt und anschließend die Lüfter eingeklemmt. Insgesamt liegen drei Bügelpaare bei, wobei zwei ausschließlich für 120-mm-Lüfter gedacht sind. Das dritte Paar kann sowohl 140-mm-Lüfter aufnehmen, als auch 120-mm-Lüfter mit einer Tiefe von 38 Millimetern.
Wie viele Lüfter man auf dem Kühler befestigen möchte und wo man welchen Lüfter verbaut ist weitestgehende dem Anwender überlassen. Bei einer Vollbestückung des Kühlers wächst dessen Breite (oder Tiefe) jedoch um weitere 50 Millimeter.

Die Montage

Die Montage des Cogage Arrow verläuft in zwei Teilen. Im ersten Schritt wird das Befestigungssystem mit dem Mainboard verschraubt. Dank der beiliegenden Backplates wird der Druck, welcher auf dem Mainboard lastet, gut verteilt. Im zweiten Schritt erfolgt die Montage des Kühlers am Haltesystem. Durch die Abmessungen des Arrow ist dies etwas fummelig, da die Schrauben und der Mittelsteg schwer mit einer Hand zu halten sind, während die andere den Kühler in Position bringen und die lose Schraube anziehen muss. Ein Hinweis noch: für die Montage muss der mittlere Lüfter demontiert werden.
Auch mit nur einem verbauten Lüfter blockiert der Arrow bereits den sockelnahsten RAM-Steckplatz für Arbeitsspeicher mit hohem Heatspreader.
Um 90 Grad gedreht schaut das Ganze nicht besser aus, zwei Slots werden vom Kühler hierbei überdeckt.
Testaufbau & Testablauf

Unser Testsystem setzt sich wie folgt zusammen:
- Asus P6T
- Intel Core i7 920 übertaktet auf 3GHz bei 1,25 Volt
- takeMS take3 DDR3-1333
- Sparkle GeForce 8800GTS 320MB
- Samsung HD501LJ
- Enermax LibertyECO 620W
- Scythe Kaze Master Ace

Der Testaufbau und Ablauf sieht wie folgt aus.
Der Test der Kühler mit den Original-Lüftern erfolgt bei zwölf und fünf Volt, bei beiden Tests geben wir die Drehzahl mit an, mit der der Lüfter im Schnitt gearbeitet hat, diese runden wir in 25er Schritten.

Die Vergleichstests mit einheitlichen Lüftern erfolgen mit Hilfe eines Scythe Kama Flex 1900. Diesen regeln wir mit einer Scythe Kaze Master Ace (Review) auf die Drehzahlen 1700, 1200, 800 und 400. Unterstützt ein Kühler 140-Millimeter-Lüfter werden zusätzlich Testläufe bei 1200, 800 und 400 Umdrehungen mit einem Scythe Kaze Maru Lüfter getätigt.

Wir nutzen bei unseren Tests eine einheitliche Wärmeleitpaste, um auch hier etwaige Schwankungen ausschließen zu können. Zum Einsatz kommt hierfür Noctua NT-H1 (Review).

Jeder Kühler muss mit jeder der Konfigurationen insgesamt vier Testläufe über sich ergehen lassen. Für das Einheizen in den Last-Phasen haben wir uns für das Tool Core Damage entschieden. Protokolliert werden die Temperaturen der CPU mit dem Tool CPUTempWatch 1.0.8. Die Temperatur der Umgebungsluft wird in kurzem Abstand vor dem Lüfter mit Hilfe eines mCubed T-Balancer bigNG gemessen.

Aus den in den Testläufen ermittelten Daten (über 12.000 einzelne Daten) errechnen wir dann die durchschnittliche Temperatur des Prozessors in Abhängigkeit zur Umgebungstemperatur. Die Temperaturen werden immer als Differenz zur Umgebungstemperatur angegeben. Gemäß der Konvention machen wir die Angaben in Kelvin, wobei ein Kelvin einem Grad Celsius Temperaturdifferenz entspricht. Natürlich ist auch eine solche Datenmenge nicht vor Messtoleranzen gefeit und so sind trotz des getätigten Aufwandes Schwankungen im Bereich von 0,5 Kelvin bei den gemessenen Temperaturen möglich.


Wir möchten an dieser Stelle nochmals den Hinweis geben, dass die erreichten Temperaturen stark in Abhängigkeit vom genutzten System sind und auch auf ähnlichen Systemen abweichen können. Jedoch lassen sich die Kühler untereinander gut vergleichen, da alle die gleiche Grundlage für ihren Test haben.

Testergebnisse - Übersicht

Wie auch schon beim Noctua NH-D14 musste auch der Arrow 20 verschiedene Testszenarien mit unserem Referenzsetup über sich ergehen lassen.


Auch beim Arrow ist die Anzahl der Werte im Übersichts-Diagramm schlicht erschlagend, vorenthalten wollen wir diese euch jedoch nicht. Die grauen Werte sind die, die der Arrow mit dem Original-Lüfter erreicht. Blau hinterlegt sind die Ergebnisse mit den 120-mm-Lüftern, Grün diejenigen die wir mit den 140-mm-Lüftern erzielt haben.


Test - Serienbelüftung mit zwölf Volt


Mit einer relativ hohen Drehzahl des zentral verbauten 120-mm-Lüfters schafft es der Arrow sich auf einen gute zweiten Platz, knapp hinter dem Noctua NH-D14, zu setzen.


Test - Serienbelüftung mit fünf Volt


Bei fünf Volt dreht der Lüfter des Arrow noch mit rund 800 U/Min, dies reicht aus um den i7 ausreichend zu kühlen und beschert dem Arrow den siebten Platz im Ranking.

Test - Single-Referenz-Belüftung (Scythe Kama Flex)

Nun folgt unser Referenztest mit der Single-Belüftung eines Scythe Kama Flex 1900. Der Lüfter ist hierbei zentral verbaut.

1.700 Umdrehungen pro Minute


Bei der Single-Referenz-Belüftung mit 1.700 U/Min schafft es der Cogage Arrow sowohl den Thermalright IFX-14, als auch den Prolimatech Megahalems und den Noctua NH-D14 hinter sich zu lassen.


1.200 Umdrehungen pro Minute


Reduzieren wir die Drehzahl fällt auch die Leistung des Arrow etwas ab und so kann sich der NH-D14 von Noctua wieder an die Spitze setzen. Mit dem Megahalems von Prolimatech ist der Arrow quasi gleich auf.


800 Umdrehungen pro Minute


Niedrige Drehzahlen liegen dem Arrow nicht und so bricht die Leistung bei 800 U/Min stärker ein als bei einigen anderen Kühlern. So kann unter anderem auch der Noiseblocker NB-TwinTec am Arrow vorbeiziehen.


400 Umdrehungen pro Minute


Die geringe Drehzahl in Kombination mit dem Twin-Tower-Design reicht beim Cogage Arrow nicht aus um den i7 ausreichend zu kühlen.

Test - Dual-Referenz-Belüftung (Scythe Kama Flex)

Nach den Testläufen mit einem 120-mm-Lüfter folgen die Testläufe mit doppelter Bestückung.


1.200 Umdrehungen pro Minute


Mit einem zweiten Lüfter schafft es der Cogage Arrow den NH-D14 bei 1.200 U/Min knapp hinter sich zu halten.


800 Umdrehungen pro Minute


Lag der Arrow mit einem Lüfter deutlich hinter dem NH-D14 bei 800 U/Min sind nun beide Kühler gleich auf an der Spitze.


400 Umdrehungen pro Minute


Erst bei 400 U/Min macht sich der deutlich größere Lamellenabstand (2,2 zu 1,4 Millimeter) des NH-D14 wieder bemerkbar. Der Arrow rutscht erneut einige Plätze ab, der Kühler ist klar erkennbar nicht für niedrige Drehzahlen gebaut.

Test - Triple-Referenz-Belüftung (Scythe Kama Flex)

Momentan gibt es nur drei Kühler in unserem Testfeld, welche drei Lüfter aufnehmen können. Neben dem Cogage Arrow sind dies der Thermalright IFX-14 und der Noctua NH-D14. Entsprechend klein sind die folgenden Diagramme.


1.200 Umdrehungen pro Minute



800 Umdrehungen pro Minute



400 Umdrehungen pro Minute




Von einem dritten Lüfter profitiert der Noctua NH-D14 am deutlichsten. Und auch bei diesem Setup erkennt man gut, welchen Vorteil Noctua bei niedrigen Drehzahlen auf Grund des größeren Lamellenabstandes gegenüber dem IFX-14 und dem Arrow besitzt.

Test - Single-Referenz-Belüftung (Scythe Kaze Maru)

Während bei unseren Test der Top-Flow-Kühler schon länger auch die Testläufe mit einem 140-mm-Lüfter im Form eines Scythe Kaze Maru durchgeführt werden, erfolgt dies nun auch bei den Tower-Kühlern. Der Grund, warum diese Tests bis dato nicht auftauchten ist ein ganz einfacher, es gab bisher keine Kühler, die hierfür explizit ausgelegt sind.


1.200 Umdrehungen pro Minute


Bei 1.200 U/Min liegen der Arrow und der Noctua NH-D14 gleich auf, der IFX-14 ist etwas abgeschlagen dahinter platziert.


800 Umdrehungen pro Minute


Bei reduzierter Drehzahl rutscht der Arrow auf das Niveau des Thermalright IFX-14 ab, der Rückstand auf den NH-D14 beträgt fast vier Kelvin.


400 Umdrehungen pro Minute


Bei 400 U/Min kann keiner der drei Kühler den i7-920 ausreichend kühlen.

Test - Dual-Referenz-Belüftung (Scythe Kaze Maru)

Nach den Testläufen mit einem 140-mm-Lüfter folgen die Tests mit zwei Lüftern der Kaze Maru-Serie.


1.200 Umdrehungen pro Minute



800 Umdrehungen pro Minute



400 Umdrehungen pro Minute




Nahezu das gleiche Bild wie mit einem Kaze Maru zeigt sich auch bei der Doppelbestückung der Kühler. Während der Cogage Arrow bei 1.200 U/Min noch gut mit dem NH-D14 mithalten kann, liegt er bei 800 U/Min fast zwei Kelvin und bei 400 U/Min knapp über vier Kelvin zurück.

Test - Triple-Referenz-Belüftung (Scythe Kaze Maru)

Den Abschluss unseres Testparcours bilden zwei Testläufe mit jeweils drei 140-mm-Lüftern.


800 Umdrehungen pro Minute


Mit einem dritten 140-mm-Lüfter kann der Cogage Arrow wieder etwas Boden auf den NH-D14 von Noctua gut machen, so beträgt die Differenz nur noch knapp ein Kelvin.


400 Umdrehungen pro Minute


Beim Test mit 400 U/Min hingegen nutzt der NH-D14 erneut seinen Vorteil des geringen Lamellenabstandes deutlich und kann den Vorsprung auf fünf Kelvin ausbauen.

Test - i7-920 @ 3GHz @ 1,4 Volt - Vorwort

In der Einleitung sprachen wir davon, dass wir in diesem Review unseren Testparcour um sieben Setups erweitert haben. Während die verwendete Hardware die gleiche geblieben ist, haben wir die Spannung des Prozessors von 1,25 Volt auf 1,4 Volt erhöht. In den folgenden Vergleichen ist auch unser Testfeld deutlich geschrumpft und umfasst nur noch den Prolimatech Megahalems, den Noctua NH-D14, den Thermalright IFX-14 sowie natürlich den Cogage Arrow.
Der Zweck dieser Vergleich ist es, zu sehen wie die Kühler unter verschärften Bedingungen zu recht kommen und wie große die Differenzen der Kühler untereinander sind.


Test - i7-920 @ 3GHz @ 1,4 Volt - "Serienbelüftung" mit zwölf Volt


Im Test der "Serienbelüftung" haben sich die Spielregeln leicht verändert. So schicken wir den Cogage Arrow mit den von Thermalright mitgelieferten Lüftern ins Rennen. Dank des deutlichen Belüftungsvorteiles liegt der Cogage Arrow drei Kelvin vor dem NH-D14, aber auch bei der Lautstärke hat er, im negativen Sinne, die Nase vorn.


Test - i7-920 @ 3GHz @ 1,4 Volt - Single-Referenz-Belüftung (Scythe Kama Flex)

1.500 Umdrehungen pro Minute


Mit einem verbauten 120-mm-Lüfter bei 1.500 U/Min liegt der Arrow deutlich an der Spitze des Testfeldes. Wie auch schon beim Referenz-Setup ist auch hier deutlich sichtbar, dass der Kühler stark von hohen Drehzahlen profitiert. die anderen drei Kandidaten liegen gleich auf rund 1,5 Kelvin hinter dem Arrow.

1.000 Umdrehungen pro Minute


Deutlich wird dies, wenn wir die Drehzahl auf 1.000 U/Min reduzieren. Das Testfeld streut nun deutlicher und der Arrow platziert sich zwischen dem Megahalems und dem NH-D14.


Test - i7-920 @ 3GHz @ 1,4 Volt - Dual-Referenz-Belüftung (Scythe Kama Flex)

1.500 Umdrehungen pro Minute


Montieren wir zwei 120-mm-Lüfter auf den Kühler schlägt die Stunde des Cogage Arrow, sowohl mit 1.500 U/Min,..

1.000 Umdrehungen pro Minute


... als auch mit 1.000 U/Min liegt der Kühler in beiden Vergleichen an der Spitze. Aber auch hier sei noch mal gesagt, dass das Testfeld insgesamt erstaunlich eng beieinander liegt.


Test - i7-920 @ 3GHz @ 1,4 Volt - Single-Referenz-Belüftung (Scythe Kaze Maru)

1.000 Umdrehungen pro Minute


Bei den 140-mm-Lüftern ist es der NH-D14, welcher sich mit der Single-Bestückung knapp in Führung setzen kann.


Test - i7-920 @ 3GHz @ 1,4 Volt - Dual-Referenz-Belüftung (Scythe Kaze Maru)

1.000 Umdrehungen pro Minute


Kommt ein zweiter Lüfter ins Spiel überholen ihn der Cogage Arrow wie auch der Thermalright IFX-14.



Als Fazit dieser Testreihen wollen wir noch anbringen, dass man gerade hier sehr gut sieht, wie eng das Testfeld beisammen liegt und schon Kleinigkeiten die bei der Montage schief laufen können meist mehr bei der Temperaturdifferenz ausmachen, als es die Kühler selbst machen.

Fazit

Der Cogage Arrow vermittelte uns am Anfang den Eindruck, dass Thermalright versucht etwas altes wieder zu verwerten. Zu identisch ist sowohl die Verpackung als auch der Lieferumfang des Kühlers mit dem des IFX-14. Und auch beim Montagematerial halten sich die Unterschiede stark zurück, bzw, sind quasi keine vorhanden. Erst bei der Optik und bei der Verarbeitung wird deutlich, dass es sich nicht nur um einen Aufguss handelt sondern eher um eine Weiterentwicklung. Neben dem Lamellendesign änderte sich aber auch die Tatsache, dass nun ein Lüfter beiliegt und dieser nicht zusätzlich erworben werden muss. Als es dann zu den Testläufen kam erwarteten wir gespannt, wie sich der Kühler schlägt und ob es überhaupt Unterschiede zum IFX-14 geben würde und die gibt es. In nahezu allen Setups ist der Cogage Arrow dem IFX, teils sogar deutlich, überlegen.
"Was ist besser als ein Lüfter? Richtig zwei!" Getreu nach diesem Motto ist die Leistung des Arrow zu definieren. Während er noch bei den Testläufen mit einem Lüfter nur gut ist, überzeugt er mehr und mehr mit einem zweiten Lüfter. Nur eines muss man ebenso deutlich sagen: Richtig stark ist der Kühler bei hoher Drehzahl der Lüfter. Insgesamt bietet Cogage hier aber ein gutes Gesamtpaket an, welches mit rund 55 Euro zwar kein Schnäppchen, seinen Preis aber definitiv Wert ist.


Pro & Contra

Pro
+ gute Verarbeitung
+ gute Testergebnisse
+ Platz für bis zu drei Lüfter vorhanden und Montagematerial beiliegend

Contra
- benötigt bei voller Bestückung viel Platz und ist aber auch so kein kleiner Kühler
- nur für Intel-Sockel nutzbar


Award

Dem Cogage Arrow verleihen wir für die gezeigten Leistungen unseren DeXgo-Silber-Award sowie unseren DeXgo-Power-Award.
DeXgo-Silber-Award DeXgo-Power-Award

Danksagung

Dieser Artikel entstand mit freundlicher unterstützung von PC Cooling.

Weitere Informationen

Dieser Artikel wurde von Mephisto verfasst.
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