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Phobya G-Changer 360 Ver. 1.2 Black


Einleitung

Der Phobya G-Changer Radiator wurde relativ kurz nach der Markteinführung bereits einer Revision unterzogen. So ist nun der G-Changer 360 Ver. 1.2 Black erhältlich und wir lassen es uns natürlich nicht nehmen, auch diesem Wärmetauscher auf den Zahn zu fühlen und ihn mit seinem Vorgänger zu vergleichen. Ob sich leistungsmäßig etwas getan hat, oder ob es doch nur ein optisches Update war, erfahrt ihr in diesem Testbericht.

Technische Daten

Wir haben die erste Version des Phobya G-Changer 360 bereits in einem Test vorgestellt, deshalb wollen wir uns in diesem Artikel auf das wesentliche beschränken. Verpackung und Lieferumfang sind identisch geblieben - ebenso die Ausmaße des Radiators. Zur einfacheren Übersicht ist hier nochmals die Vergleichstabelle:
Abmessungen:Anschlussgewinde:Schraubengewinde:Anzahl Wasserkanäle:Lamellen pro Zentimeter:
Phobya G-Changer 36012,6 x 6 x 41,5 cm4x G1/4"M3124
Black Ice GTX 36013,5 x 5,3 x 40 cmG1/4"M4127,5
Magicool Slim Triple12 x 3,2 x 39,6 cmG1/4"M3146
Thermochill PA120.3 (neu)12,6 x 6 x 39,6 cmG3/8"UNC 6-32124
XSPC RS36012 x 3,4 x 39 cmG1/4"M4126
XSPC RX36012,4 x 5,8 x 41 cmG1/4"UNC 6-32123,1

Impressionen - Was ist Neu?
Was als erstes auffällt, ist das neue Erscheinungsbild der G-Changer. War die vorherige Version noch mit unlackierten, seitlichen Blenden ausgestattet, so sind nun alle Außenflächen des Radiators schwarz lackiert.
Gleich geblieben ist die Tatsache, dass der Phobya Radi mit vier Anschlussgewinden ausgestattet ist. Allerdings sind nun neben zwei Kunststoff-Verschlussschrauben auch zwei schwarz vernickelte Messing-Verschlussschrauben mit im Lieferumfang (Bild rechts).
Sehr positiv: Die unschönen Nieten sind von den Seitenblenden verschwunden und der Radiator ist auch nicht mehr in einer Folie verpackt, die zuerst mühsam weg-gepopelt werden muss. Das eingestanzte Phobya-Logo macht nun, da keine Nieten Mehr im Weg sind, einen deutlich schöneren Eindruck.

Nun gut, so viel zu den äußerlichen Änderungen am Radiator. Was viele sicher viel mehr interessiert, ist ob sich auch "unter der Haube" etwas getan hat. Um diese Frage zu klären, jagen wir den Phobya 360 V 1.2 über unseren üblichen Testparcours.

Testmethode

Zum testen von Radiatoren verwenden wir einen dedizierten Kreislauf, der außer dem jeweiligen Radiator und den nötigen Messinstrumenten nur eine Laing DDC -1T+ mit einem EK X-Res Aufsatz und Heizelemente umfasst.
Es befinden sich zwei Außenheizer im Kreislauf, die theoretisch je 300 Watt Wärmeleistung ins Wasser abgeben können. Die tatsächliche Hitzelast der Heizer erreicht die 300 Watt nur knapp und kann über längere Zeiträume hinweg im Bereich von +/- 6 Watt schwanken. Deshalb wird nun mit einem Strommessgerät der tatsächliche Verbrauch der Heizer gemessen und alle 5 Minuten aufgezeichnet. Daraus errechnet sich dann die durchschnittliche Hitzelast während des Testlaufs.
Vier analoge Temperatursensoren messen die Wassertemperatur. Drei digitale Sensoren messen die Temperatur der angesogenen Luft einige Zentimeter vor den Lüftern, drei weitere Sensoren messen die Temperatur der nach dem Radi ausgestossenen Luft, wenige Zentimeter dahinter. Ein T-Balancer BigNG steuert die Lüfter und hält die Temperaturdaten im fünf-Sekunden-Intervall in einer Log-Datei fest.

Jeder Testlauf beginnt mit dem Einschalten des Heizers bzw. der Heizer und dauert 35 Minuten. Es stellt sich jeweils nach einigen Minuten eine Maximaltemperatur ein, die sich fast ohne Schwankungen hält. Um Fehlerquellen auszuschließen haben wir uns dennoch für einen relativ langen Testlauf entschieden. Die Temperaturen werden aus einem Messfenster berechnet, welches die letzten zehn Minuten des Testlaufs umfassen. Durch dieses lange Testfenster werden Ungenauigkeiten der Temperatursensoren so gut wie möglich ausgebügelt.

Als Lüfter Scythe Kama Flex 1900 zum Einsatz, die unseren gesamten Drehzahlbereich von 400 bis 1600 U/min bewältigen.
Durchfluss



Schauen wir uns die gemessenen Druchflusswerte an, so scheint sich tatsächlich etwas geändert zu haben, auf den ersten Eindruck aber nicht im positiven Sinne. Zwar ist der Unterschied nicht gravierend, aber die neue Version des G-Changer ist ein wenig restriktiver als der Vorgänger.

Resultate 2

Sehen wir uns nun die erreichten Temperaturwerte bei verschiedenen Drehzahlen an. Die angegebenen Temperaturen entsprechen immer der Differenz zwischen Wassertemperatur und Umgebungstemperatur. Gemäß der Konvention geben wir die Werte in Kelvin an, wobei ein Kelvin einem Grad Celsius Temperaturdifferenz entspricht. Wir gleichen alle Werte rechnerisch auf eine angenommene, konstante Hitzelast von 300 Watt an, um die leichten Schwankungen der Heizerleistung auszubügeln.

(Hinweis: Da die Testmethode leicht abgeändert wurde, sind die Resultate in diesem Test nicht genau Deckungsgleich mit den Resultaten aus dem großen Triple Radiatoren Roundup.)


400 U/min




800 U/min




1200 U/min




1600 U/min

Wie sich im Temperaturvergleich zeigt, hat sich mit der Revision tatsächlich die Kühlleistung geringfügig verbessert. Wir haben die Tests mit beiden Radiatoren wiederholt, um sicher zu stellen, dass es sich nicht um eine Zufalls-Schwankung handelt und es steht fest: Die Version 1.2 des Phobya G-Changer 360 ist geringfügig aber zweifellos besser als die erste Version.

Damit schließt der G-Changer im unteren bis mittleren Drehzahlbereich schon sehr nahe zum XSPC RX360 auf.

Übersicht

Im folgenden werden C/W-Werte dargestellt. Das sind die Delta-Temperaturen zwischen Wasser und Umgebungstemperatur pro Watt Hitzelast. Die Werte sind also auf 1 Watt Hitzelast angeglichen, ähnlich wie die Werte auf den vorherigen Seiten auf 300 Watt Hitzelast angeglichen waren. Da uns hier die Verhältnisse zwischen den einzelnen Testkandidaten interessieren, spielt es keine Rolle, auf welche Hitzelast angeglichen wird.
Hier sehen wir noch den Vergleich über den gesamten Drehzahlbereich, zwischen den beiden Phobya-Radiatoren und dem "Referenz-Radiator" RX360.


Preisvergleich



Das Preisgefüge hat sich seit dem letzten Test etwas verändert und beide G-Changer Varianten sind günstiger geworden.

Fazit

Der neue G-Changer ist ähnlich und doch ganz anders als sein Vorgänger. So wurden zwar nur Detail-Verbesserungen vorgenommen, aber diese haben es in sich.
Mit der neuen Lackierung und dem Wegfallen der Nieten macht der Radiator einen sehr viel besseren Gesamteindruck als zuvor. Auch, dass nun Verschlussschrauben aus Messing beiliegen ist ein kleines, aber feines Detail. Die Tatsache, dass der Durchfluss etwas unter der Revision gelitten hat, können wir angesichts der Verbesserung in der Kühlleistung verkraften. Besagte Kühlleistung ist nun nur noch als "sehr gut" zu bezeichnen, wird sie doch nur noch vom RX360 (knapp) übertrumpft.
Alles in allem also eine gelungene Neu-Auflage und es ist den Herstellern hoch anzurechnen, dass nochmals Arbeit in einen bereits gelungenen Radiator gesteckt wurde.


Pro & Contra

Pro
+ Kühlleistung
+ Vier Anschlussoptionen
+ Viele, gelungene Detailverbesserungen

Contra
- Leistung im hohen Drehzahlbereich etwas dürftig


Award

Verbesserte Kühlleistung, schönere Optik, guter Lieferumfang und dazu noch ein im Vergleich zur direkten Konkurrenz deutlich tieferer Preis bedeuten: Wir können dem Phobya G-Changer Ver. 1.2 den DeXgo-Gold-Award nicht verweigern.
DeXgo-Gold-Award

Danksagung

Dieser Artikel entstand mit freundlicher unterstützung von Aquatuning und Phobya.

Weitere Informationen

Dieser Artikel wurde von HESmelaugh verfasst.
Weitere Informationen findest du in diesem » Forum Thread