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Welland SunBright ME-740J


Einleitung

Welland wurde bereits im Jahre 1988 gegründet, der Sitz der Fabrik ist im chinesischen Dong Gua. In Deutschland vertrieben werden die Produkte von der Multicase Computer GmbH, welche uns auch das Samples des Welland SunBright ME-740J zur Verfügung stellte. Das Gehäuse, welches für SATA-Festplatten im 3,5-Zoll-Format gedacht ist, unterstützt nicht nur den Anschluss per USB sondern auch per eSATA. Auch die integrierte Backup-Funktion, welche durch den einfachen Druck auf einen Knopf ausgelöst wird, hört sich vielversprechend an. Ob das Gehäuse die Erwartungen auch erfüllen kann, erfahrt ihr auf den folgenden Seiten.

Verpackung & Lieferumfang

Geliefert wird das Welland SunBright ME-740J in einem großen blauen Karton, auf dessen Vorderseite ein Bild des Gehäuses gedruckt wurde. Auf der Rückseite finden sich einige technische Daten in sechs Sprachen aufgelistet sowie auch eine Übersicht der verschiedenen Farben (Schwarz, Rot, Silber und Blau) und der verschiedenen Versionen (USB2.0, eSATA und 1394a) in denen das Gehäuse erhältlich ist.
Der Lieferumfang umfasst ein Steckernetzteil, ein USB-Anschlusskabel, ein eSATA-Anschlusskabel, eine eSATA-Slotblende, einen Standfuß, eine Treiber-CD sowie einen Handzettel für die Inbetriebnahme.

Außenansichten

Das von uns getestete Modell des Welland SunBright ME-740J ist schwarz. Während die Vorder- und die Rückseite jeweils unverändert bleiben, wird bei den vier Versionen die Farbe des Hauptkörpers jeweils geändert. Das SunBright Logo auf der Oberseite des Gehäuses - die fünf in einander verschachtelten Rechtecke - bleibt hierbei immer erhalten. Die Rückseite ist durchgängig schwarz ohne Aufdrucke.
Während des Transportes ist die Vorderseite mit einer Schutzfolie versehen. Diese kann leicht und ohne Rückstände zu hinterlassen abgelöst werden. Zum Vorschein kommt dann ein recht simpel gestaltetes Logo, welches beleuchtet ist und die Aktivität des Gehäuses anzeigt.
Auch die Rückseite besitzt eine Schutzfolie, welche sich leicht und ohne Rückstände entfernen lässt. Je nach Version des ME-740 unterscheiden sich auch die Anschlüsse, welche an der Rückseite bereit stehen. Das ME-740J verfügt sowohl über einen USB-, als auch über einen eSATA-Anschluss. Dazu gesellen sich noch der Stromanschluss, ein Ein-/Ausschalter sowie der Taster für das OneTouchBackup.
Das SunBright ME-740J kann sowohl stehen als auch liegend betrieben werden. Um dem Gehäuse einen sicheren Stand zu verleihen besitzt es vier kleine Gummifüße. Diese nehmen einen großen Teil der Vibrationen auf, schlucken dieser aber nicht vollständig. Auf der Oberseite des Gehäuses sind passend zu den Füßen kleine Einbuchtungen vorhanden, so können mehrere SunBright ME-740 gestapelt werden ohne dass diese verrutschen.
Der mitgelieferte Standfuß besteht aus schwarzem Kunststoff und passt so gut zum Gehäuse. Leider befinden sich weder auf der Innenseite noch auf der Unterseite Gummielemente, welche entstehende Vibrationen absorbieren können. So werden leider alle Schwingungen komplett übertragen.
Anbringen lässt sich der Standfuß leicht und er verbessert auch die Standfestigkeit ein wenig. Dennoch bleibt ein gewisses Risiko, dass durch einen Rempler an den Tisch oder an das Gehäuse selbst selbiges um fällt.

Festplattenmontage

Im Auslieferungszustand ist das Gehäuse noch nicht verschraubt und so lässt sich der Schlitten, auf dem die Festplatte montiert wird, einfach aus dem Gehäuse heraus ziehen.
Der Schlitten, an dem die Festplatte befestigt wird, beherbergt auch die Anschlussplatine. Diese ist sauber verarbeitet und fest montiert. Am linken Rand ist der dreipolige Anschluss zu sehen, an dem die LED der Frontbeleuchtung angeschlossen werden muss. Ein kleiner Aufkleber auf dem Rahmen hilft dabei das Kabel richtig herum anzuschließen.
Die eigentliche Festplattenmontage geht schnell und unkompliziert von statten. So wird das Laufwerk an den SATA-Daten- und Stromanschluss angesteckt und anschließend von der Unterseite verschraubt.
Der Rahmen mit der Festplatte muss, bevor er eingeschoben werden kann, in zwei Führungsschienen eingesetzt werden. Bevor der Schlitten komplett im Gehäuse verschwindet muss noch das Kabel für die Frontbeleuchtung angeschlossen werden. Man sollte sich vor der Festplattenmontage merken, wie die Polung der Kabel sein muss, mit montierte Festplatte ist der Aufkleber leider nicht mehr sichtbar.
Nachdem das Kabel angeschlossen wurde wird die Festplatte komplett eingeschoben und mit zwei weiteren Schrauben der Schlitten am Gehäuse befestigt. Die Beleuchtung der Front ist recht gleichmäßig und signalisiert durch blinken die Festplattenaktivität.

Die Software
Dem Welland SunBright ME-740J liegt eine CD bei, auf der sich die Software für das OneTouchBackup befindet. Nur wenn die Software installiert ist lässt sich die Funktion nutzen. Leider unterstützt die Software nur MAC OS ab Version 9.X und die aktuellen Windows Versionen, Linux jedoch nicht.
Unter Windows ist die Installation schnell durchgeführt, leider kann bei den Sprachen nur zwischen Chinesisch und Englisch gewählt werden.
Der Client selbst ist recht simpel gehalten und sollte so schon fast selbsterklärend sein. Während man auf der linken Seite die Quelle angibt wird auf der rechten Seite das Ziellaufwerk ausgewählt. Zusätzlich hat man noch die Wahl, ob die Daten lediglich stupide kopiert werden sollen oder zwei Verzeichnisse synchronisiert werden sollen. Hat man die gewünschten Einstellungen vorgenommen, speichert man die Einstellungen.
Der Kopiervorgang kann nun direkt in der Software oder durch einen Druck auf den Knopf des Gehäuses ausgelöst werden. Ein kleines Dialogfenster zeigt hierbei den Fortschritt an und auch über den erfolgreichen Abschluss gibt die Software Auskunft.
Wer die Backups nicht per Hand anstarten möchte kann auch eine beliebige Uhrzeit/Tag auswählen, an dem das Backup von alleine starten soll. Voraussetzung ist natürlich ein angeschlossenes Gehäuse. Was wir als großen Kritikpunkt ansehen ist, dass die Software bzw. die Backupfunktion leider nur funktioniert, wenn das Gehäuse per USB mit dem Rechner verbunden ist. Der eSATA-Anschluss wird nicht unterstützt.

Testablauf

Wie schon bei den vorherigen Tests setzen wir für unsere Praxistests auf einen Mix von drei verschiedenen Benchmarks. So nutzen wir die Programme HD-Tach und H2Test um die theoretischen Leistungen des Gehäuses zu ermitteln. Da in der Praxis aber selten solch ideale Voraussetzungen bei den Dateitypen vorliegen, kombinieren wir diese Tests mit dem FC-Test der Kollegen von Xbitlabs. Dieser erzeugt je nach Wunsch verschieden große Dateien auf dem Ziellaufwerk und misst gleichzeitig die benötigte Zeit zum Schreiben der Daten.

Unser Testsystem setzt sich aus folgenden Komponenten Zusammen:

- Asus P6T
- Intel Core i7 920 übertaktet auf 3GHz bei 1,25 Volt
- Thermalright Ultra-120 eXtreme @ Nanoxia FX-1250
- 3GB takeMS take3 DDR3-1333
- Sparkle GeForce 8800GTS 320MB
- Samsung HD501LJ
- Enermax LibertyECO 620W
- T-Balancer bigNG
- Scythe Kaze Master Ace
Testergebnisse

Neben den Werten der intern verbauten Samsung HD103UJ vergleichen wir auch die Werte mit dem bereits getesteten Icy Dock MB559US-1SMB.


HD-Tach

Der synthetische Benchmark von Simplisoftware ermittelt die maximale Transferrate sowie die durchschnittliche Leserate der getesteten Laufwerke.


Die Werte, welche das Welland SunBright ME-740J erreicht, liegen gleich auf mit den Werten des Icy Dock-Gehäuses. Weder beim Anschluss über USB noch über den eSATA-Port lassen sich nennenswerte Differenzen feststellen.


H2test (2.000MB)

Beim H2Test-Benchmark wird eine beliebig große Datei auf dem Ziellaufwerk geschrieben. Für unseren Vergleich wählten wir hier eine Dateigröße von genau 2.000 Megabyte aus.


Ein ähnliches Bild zeichnet sich auch beim H2test-Benchmark ab, das Icy Dock MB559US-1SMB sowie das Welland SunBright ME-740J liegen auch hier quasi gleich auf.

Testergebnisse

FC-Test

Der FC-Test ist der aufwändigste Test in diesem Review. Mit hilfe von fünf verschiedenen Mustern wird dabei die Performance der Festplatte bei verschiedenen Anwendungsmustern überprüft. Hierfür werden jeweils zwei 32.000 Megabyte große Partitionen auf den Laufwerken erstellt. Die fünf genutzten Anwendungsmuster - auch Pattern genannt - sind jene, welche auch Xbitlabs selbst nutzt. Es handelt sich hierbei um folgende Konfigurationen:
PatterAnzahl DateienGröße Gesamt (MB)Größe Durchschnitt (KB)  
Install4145751.389  
Iso31.600533.333  
MP32719903.653  
Programms8.5041.380162  
Windows9.0061.060118  
Als Resultat gibt uns der FC-Test Zeiten wieder, wie lange die entsprechende Operation gedauert hat. Da sich diese Aufgrund der unterschiedlichen Pattern-Größe schwer vergleichen lassen haben wir die Ergebnisse in Transferraten umgerechnet.

Schreiben





Bereits beim Test des Icy Dock MB559US-1SMB waren wir darüber verwundert, dass die Transferraten im Gehäuse besser waren, als die bei denen die Festplatte direkt ans Mainboard angeschlossen wurde. Auch die Testwerte des SunBright ME-740J per eSATA angeschlossen liegen teilweise deutlich über denen der intern verbauten Festplatte. Den Vergleich zum Icy Dock-Gehäuse kann Wellend meist für sich entscheiden. Der Vorsprung liegt teilweise bei 3,4 MB/s.

Testergebnisse

FC-Test

Auch beim Copy-Test werden uns Zeiten wiedergegeben, die wir zur besseren Vergleichbarkeit in Transferraten umrechnen.

Kopieren





Auch beim Copy-Test zeigt sich das gleiche Bild. Während die Unterschiede im USB-Betrieb vernachlässigbar klein sind, kann das Welland SunBright ME-740J sich im eSATA-Betrieb nahezu immer vor das Icy Dock MB559US-1SMB setzen.

Fazit

Das Welland SunBright ME-740J ist ein gutes Gehäuse, welches sich eigentlich nur bei der OneTouchBackup-Funktion einen teilweise schlechten Eindruck hinterlässt. Aber gehen wir der Reihe nach. Die Verpackung ist zweckmäßig und schützt das Gehäuse und das Zubehör ausreichend während des Transportes. Der Lieferumfang beinhaltet alles, was zum reibungslosen Betrieb des Gehäuses benötigt wird. Die Verarbeitung des Gehäuses und des Zubehörs kann als gut bezeichnet werden, der Standfuß könnte für unseren Geschmack etwas größer und massiver sein, um so dem Gehäuse einen solideren Stand zu gewähren. Auch eine Entkopplung würden wir begrüßen. Die Montage der Festplatte und auch die Installation der Software ist auch von Laien problemlos zu realisieren. Schade, dass die Software zum einen nicht in Deutsch und zum anderen nicht für Linux-Betriebssysteme verfügbar ist. Einen weiteren Kritikpunkt sehen wir darin, dass die Backup-Funktion nur über den USB-Anschluss nutzbar ist, hier wird der Anwender gezwungen einen langsameren Standard zu nutzen und dies obwohl das Gehäuse im eSATA-Betrieb eine sehr gute Figur macht.


Pro & Contra

Pro
+ guter Lieferumfang
+ gute Verarbeitung
+ leichte Montage
+ gute Testergebnisse

Contra
- aufrechter Stand nicht der Sicherste
- Software nicht für Linux vorhanden und unterstützt nur Chinesisch und Englisch
- Backupfunktion nur mit USB-Anschluss nutzbar


Award

Für die erbrachten Leistungen verleihen wir dem Welland SunBright ME-740J unseren DeXgo-Silber-Award.
DeXgo-Silber-Award
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Weitere Informationen

Dieser Artikel wurde von Mephisto verfasst.
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