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Phobya G-Changer 420


Einleitung

Nachdem die neuen Phobya-Radiatoren für 120-mm-Lüfter neu auf dem Markt eingeführt wurden und kurz darauf auch gleich nochmals nachgebessert und als Version 1.2 erhältlich gemacht wurden, kommt nun der nächste Streich: Mit einer Vorserien-Version des Phobya G-Changer 420 können wir euch im heutigen Testbericht den ersten Phobya-Radiator für 140-mm-Lüfter vorstellen. Wir haben dem Wärmetauscher auf den Zahn gefühlt und präsentieren euch alle Details und die genauen Leistungswerte.

Wichtiger Hinweis

Wie bereits in der Einleitung erwähnt handelt es sich beim hier vorgestellten Radiator um ein Vorserien-Modell. Das bedeutet unter anderem, dass wir das Testobjekt ohne die finale Verpackung und ohne den finalen Lieferumfang erhalten haben. Außerdem ist Lackierung beim Vorserienmodell nicht ganz so sauber wie bei den finalen Produktionsmodellen. Hinsichtlich der Leistung sind allerdings keine Unterschiede zu erwarten.
Technische Daten

Abmessungen:Anschlussgewinde:Schraubengewinde:Anzahl Wasserkanäle:Lamellen pro Zentimeter:
Phobya G-Changer 42014,6 x 6 x 48,5 cm4x G1/4"M3144
Black Ice GTS 42015,5 x 3 x 46 cm2x G1/4"M41210

Impressionen
Die optische Aufmachung des G-Changer kommt sicherlich allen, die bereits das Review des G-Changer 360 Ver. 1.2 gesehen haben, bekannt vor. Auch die 420er-Version des Radiators ist dezent schwarz lackiert und ist mit insgesamt vier G1/4"-Anschlussgewinden versehen.
Der direkte Vergleich gibt einen guten Eindruck davon, wie viel zusätzliche Kühlfläche der G-Changer 420 aufbieten kann. Beide Radiatoren verfügen mit je sechs Zentimetern über die selbe Bauhöhe.
Das markant an der seitlichen Blende eingestantzte Phobya-Logo darf natürlich auch beim G-Changer 420 nicht fehlen. An der hinteren Vorkammer des G-Changer befindet sich eine kleine Entlüftungsschraube (Bild rechts).

Testmethode

Zum Testen von Radiatoren verwenden wir einen dedizierten Kreislauf, der außer dem jeweiligen Radiator und den nötigen Messinstrumenten nur eine Laing DDC -1T+ mit einem EK X-Res Aufsatz und Heizelemente umfasst.
Es befinden sich zwei Außenheizer im Kreislauf, die theoretisch je 300 Watt Wärmeleistung ins Wasser abgeben können. Die tatsächliche Hitzelast der Heizer erreicht die 300 Watt nur knapp und kann über längere Zeiträume hinweg im Bereich von +/- 6 Watt schwanken. Deshalb wird nun mit einem Strommessgerät der tatsächliche Verbrauch der Heizer gemessen und alle 5 Minuten aufgezeichnet. Daraus errechnet sich dann die durchschnittliche Hitzelast während des Testlaufs.
Vier analoge Temperatursensoren messen die Wassertemperatur. Drei digitale Sensoren messen die Temperatur der angesogenen Luft einige Zentimeter vor den Lüftern, drei weitere Sensoren messen die Temperatur der nach dem Radi ausgestossenen Luft, wenige Zentimeter dahinter. Ein T-Balancer BigNG steuert die Lüfter und hält die Temperaturdaten im fünf-Sekunden-Intervall in einer Log-Datei fest.

Jeder Testlauf beginnt mit dem Einschalten des Heizers bzw. der Heizer und dauert 35 Minuten. Es stellt sich jeweils nach einigen Minuten eine Maximaltemperatur ein, die sich fast ohne Schwankungen hält. Um Fehlerquellen auszuschließen haben wir uns dennoch für einen relativ langen Testlauf entschieden. Die Temperaturen werden aus einem Messfenster berechnet, welches die letzten zehn Minuten des Testlaufs umfassen. Durch dieses lange Testfenster werden Ungenauigkeiten der Temperatursensoren so gut wie möglich ausgebügelt.

Als Lüfter kommen Sharkoon 140-mm-Lüfter zum Einsatz, die unseren Test-Drehzahlbereich von 500 bis 1500 U/min bewältigen.


Durchfluss



Hier sehen wir den Durchflussvergleich mit Radiatoren aller Größen und Formate. Die beiden blau markierten Radiatoren sind diejenigen, die wie unser neuer Testkandidat ebenfalls auf 3x140-mm-Lüfter ausgelegt sind, wobei man den TFC Monsta wegen seiner gigantischen Ausmaße nur mit Vorbehalt mit einem "herkömmlichen" Radiator vergleichen kann.

Kühlleistung

Sehen wir uns nun die erreichten Temperaturwerte bei verschiedenen Drehzahlen an. Die angegebenen Temperaturen entsprechen immer der Differenz zwischen Wassertemperatur und Umgebungstemperatur. Gemäß der Konvention geben wir die Werte in Kelvin an, wobei ein Kelvin einem Grad Celsius Temperaturdifferenz entspricht. Wir gleichen alle Werte rechnerisch auf eine angenommene, konstante Hitzelast von 300 Watt an, um die leichten Schwankungen der Heizerleistung auszubügeln.

500 U/min




1000 U/min




1500 U/min

Im Format 3x140-Millimeter stehen uns leider nicht sehr viele Vergleichskandidaten zur Verfügung. Wir ziehen den TFC Monsta und den Black Ice GTS 420 zum Vergleich hinzu (beide im Radiatoren in Übergröße Artikel vorgestellt). Auch hier muss nochmals erwähnt werden, dass der TFC Monsta einen nicht ganz fairen Vergleichspartner darstellt. Während die beiden anderen Radiatoren noch Ausmaße haben, die sich in den meisten größeren Gehäusen unterbringen lassen, kann das selbe vom Monsta nicht behauptet werden. Dennoch sind die Vergleichswerte interessant zu sehen.

Dank dem recht großzügigen Lamellenabstand platziert sich der Phobya G-Changer 420 als optimaler Kandidat für den Betrieb mit langsam drehenden Lüftern. Bei 1000 U/min und überhalb erweist sich der flache und dicht bestückte Black Ice Radiator als leistungsstärker.

Übersicht

Im folgenden werden C/W-Werte dargestellt. Das sind die Delta-Temperaturen zwischen Wasser und Umgebungstemperatur pro Watt Hitzelast. Die Werte sind also auf 1 Watt Hitzelast angeglichen, ähnlich wie die Werte auf den vorherigen Seiten auf 300 Watt Hitzelast angeglichen waren. Da uns hier die Verhältnisse zwischen den einzelnen Testkandidaten interessieren, spielt es keine Rolle, auf welche Hitzelast angeglichen wird.
Hier sehen wir noch einen Leistungsvergleich inklusive dem XSPC RX480 und dem kleineren G-Changer 360 Ver. 1.2.


Preisvergleich



Auch hier ziehen wir ein paar Radiatoren außerhalb des Größenformates des G-Changer 420 hinzu. Der G-Changer 420 wird sich vergleichbar günstig einordnen und etwa auf dem Preisniveau von Highend-360er-Radiatoren angesiedelt sein.

Fazit

Der Phobya G-Changer 420 bietet die selben Vorteile wie auch die kleineren Phobya-Radiatoren in der 1.2 Version: Vielfältige Anschlussmöglichkeiten dank vier Anschlussgewinden und eine gute Kühlleistung, die auf den Betrieb mit leisen bzw. langsamen Lüftern optimiert ist. Zwar kann dieser G-Changer einem XSPC RX480 nicht ganz das Wasser reichen, aber dafür ist er wesentlich günstiger zu haben. Leistungswunder oder große Überraschungen bleiben also aus, aber dennoch ist die Kühlleistung solide, der Durchfluss mehr als genügend und die Verarbeitung lässt, bis auf die eine oder andere Unschönheit in der Lackierung bei diesem Vorserienmodell, auch nichts zu wünschen übrig. Was den Lieferumfang betrifft, können wir davon ausgehen, dass dieser wie auch bei den anderen G-Changern Verschlusskappen, Schrauben und Lüfter-Rahmen umfassen wird.


Pro & Contra

Pro
+ Vier Anschlussgewinde
+ Relativ niedriger Preis
+ Leistung im unteren Drehzahlbereich

Contra
- Leistung bei hohen Drehzahlen


Award

Dank der guten Leistungswerte bei niedrigen Drehzahlen und dem sehr angenehmen Preis verdient sich der G-Changer 420 unseren DeXgo-Silber-Award.
DeXgo-Silber-Award

Danksagung

Dieser Artikel entstand mit freundlicher unterstützung von Aquatuning und Phobya.

Weitere Informationen

Dieser Artikel wurde von HESmelaugh verfasst.
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