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A-Data Gaming Series DDR3-1333G 6GiB


Einleitung

Kaum eine Komponente im Computer ist solchen Preisschwankungen unterworfen, wie es beim Arbeitsspeicher der Fall ist. Gerade Anwender, welche noch am überlegen waren aufzurüsten, können die aktuell niedrigen Preise nutzen und günstig aufrüsten. Eines dieser günstigen Kits, mit einer Kapazität von sechs GiB, welches aus der Gaming Series von A-Data stammt, befindet sich heute bei uns Test. Wie sich dieses schlägt, erfahrt ihr auf den folgenden Seiten.

Verpackung & Lieferumfang

In einer Blisterverpackung mit schwarzem Inlay wird das Kit der Gaming Series geliefert. Auf der Vorderseite ist durch einen Aufkleber ersichtlich, welche Taktfrequenz und welche Speicherkapazität das Triple-Channel-Kit besitzt. Ebenfalls sofort ersichtlich sind die einzelnen Speicherriegel mit den schwarzen Heatspreadern. Auf der Rückseite ist, in mehreren Sprachen, eine kurze Information zum Speicher aufgedruckt, diese besagt aber nur, dass das gewählte Speicherkit ideal für das Computersystem ist. Ob dem so ist, werden wir noch klären. Beim Öffnen der Blisterverpackung sollte man vorsichtig zu Werke gehen, da die Gefahr sich an den entstehenden scharfen Kanten zu schneiden nicht gerade gering ist.
Spezifikationen
Hersteller:A-Data
Name:Gaming Series
Bezeichnung:AX3U1333GB2G8-3G
Frequenz:1.333 MHz
Latenzen:8-8-8-24
Spannung:1,55 - 1,75 Volt
Modulgrösse:3x 2 GiB
Höhe des Speichers*:31 Millimeter
Preis:ca. 90 Euro (Stand November 2010)
*Die Angabe zur Höhe bezieht sich auf die Gesamthöhe des Speicherkits inkl. des Teiles des Speicher, welcher in den RAM-Slot gesteckt wird (Kontaktfläche).

A-Data Gaming Series (AX3U1333GB2G8-3G)

Die Gaming Series von A-Data gibt es sowohl für DDR2-, als auch für DDR3-Speicher mit verschiedenen Kapazitäten und Geschwindigkeiten. In unserem Test haben wir das 6-GiB-Kit, welches sich aus drei Modulen zu je zwei GiB zusammensetzt. Vorder- und Rückseite der Speicherriegel sind großteils identisch und unterscheiden sich auch in der Serie nicht.
Zwei Aufkleber je Speicherriegel auf den Heatspreadern beinhalten verschiedene Informationen über das jeweilige Kit. So finden sich auf einem Aufkleber die Taktfrequenz (DDR3-1333G), die Latenzen, der Spannungsbereich sowie die URL der Homepage von A-Data. Auf dem zweiten Aufkleber ist unter anderem der exakte Name des Kits (AX3U1333GB2G8-3G) aufgebracht. Dieser Aufkleber dient auch gleichzeitig als Garantie-Siegel.
Die Aluminium-Heatspreader sind bei der Gaming Series schwarz. Auf der Seite, auf der sich die Aufkleber befinden, sind mehrere Sterne in einem weiteren Schwarz-Ton aufgebracht. So sind diese nicht immer deutlich sichtbar, sondern je nach Lichteinfall auch gar nicht zu erkennen. Der Firmenname ist etwas erhaben auf den Spreadern aufgebracht, der Name der Serie wurde in weiß aufgedruckt.
Insgesamt sind die Heatspreader sehr dezent gestaltet, einzig die Aufkleber stören den sonst sehr schönen Eindruck. Mit einer Gesamthöhe von 31 Millimetern gehören die A-Data Gaming Series zu den flachen Speichermodulen. Das PCB der Speicherriegel ist im meist üblichen Grün gehalten, da die Bausteine aber fast vollständig von den Heatspreadern umschlossen werden, ist das PCB selbst im eingebauten Zustand quasi nicht zu sehen.

Testsystem und Benchmarks

Unser Testsystem setzt sich wie folgt zusammen:
- ASUS P6X58D-E
- Intel Core i7 920
- Palit GeForce GTX 470
- Enermax LibertyECO 620W
- Western Digital WD64001AALS-00J7B0
- LG HL-DT-ST GH22NS50
- Aquacomputer Aquaero 4.00
- mCubed T-Balancer BigNG + 4 digitale Sensoren
- Scythe Kaze Jyu Slim (Systemlüfter @ 12 Volt)

und natürlich die zu testenden Speichermodule.
Außerdem verwenden wir für die Tests folgende Programme:
- Everest Ultimate Edition 5.01
- SiSoft Sandra Lite 2010.SP1d (16.41)
- Super Pi Mod 1.5 XS
- 7zip 9.13beta
- PCMark Vantage
- Street Fighter IV Benchmark

Die Speicherkits werden mit den oben gelisteten Programmen getestet. Jeder Test wird fünf mal wiederholt, gewertet werden die jeweils drei besten erreichten Ergebnisse, aus denen ein Durchschnittswert errechnet wird. Alle Tests werden mit den von den jeweiligen Herstellern angegebenen Taktraten, Timings und Spannungen betrieben. Lediglich die Command Rate ist bei allen auf 1 (CR1) gesetzt. Die CPU arbeitet, um Verzerrungen der Ergebnisse zu vermeiden, stets mit dem Referenztakt von 2,66 GHz (20 x 133).
Inbetriebnahme

Die Einstellungen der Timings, der Spannung und der Taktrate muss beim A-Data Gaming Series DDR3-1333G per Hand erfolgen. Ein XMP-Profil, welches diese Werte selbstständig korrekt einstellt gibt es nicht. Werden die vorgegebenen Werte (1333 MHz, 8-8-8-24, Spannung zwischen 1,55 und 1,75 Volt) per Hand eingestellt, startet der Rechner jedoch auch problemlos. Wir haben das Kit in unserem Review mit einer Speicherspannung von 1,64 Volt (Einstellung der Spannung beim ASUS P6X58D-E nur in 0,02er-Schritten möglich) betrieben.

Testresultate bei Referenztakt & Timing

Der erste Teil unserer Testläufe wird mit synthetischen Benchmarks durchgeführt, welche die unterschiedliche Rohleistung der verschiedenen Speicherkits zeigen sollen.

Everest Ultimate Edition 5.01




Als direkte Kontrahenten muss man sowohl die Crucial Ballistix (BL3KIT25664BN1337), als auch die takeMS take3 DDR3-1333 ansehen, da alle drei Speicher-Kits mit einer Frequenz von 1.333 MHz betrieben werden. So platziert sich das A-Data-Kit auch bei diesen mit ein, wobei es leichte Vorteile für die Ballistix von Crucial gibt. Dies liegt an den leicht niedrigeren Timings (7-7-7-24 zu 8-8-8-24). Durch die lockeren Timings und den niedrigen Takt ist die Latenz am hinteren Ende des Testfeldes angesiedelt.


SiSoft Sandra Lite



Bei den Benchmarks von SiSoft Sandra Lite liegt die Gaming Series mit den Ballistix gleich auf, das takeMS-Kit hat einen Rückstand von jeweils fast drei GB/s.

Testresultate bei Referenztakt & Timing

Der zweite Abschnitt unserer Benchmarks richtet sich auf den Praxiseinsatz. Die hier genutzten Benchmarks orientieren sich eher an dem, was der Anwender im Alltagsbetrieb vom Speicher erwarten kann.


Super Pi Mod 1.5 XS


Bei der Berechnung von Pi durch Super Pi sortieren sich die Riegel von A-Datas Gaming Series ebenfalls zwischen den Crucial Ballsitix und den takeMS take3 ein. Der Rückstand zum ersten Platz, dem A-Data +Series ver 2.0, beträgt fast 1,4 Sekunden


7zip


Ähnlich sieht es bei 7zip aus, wo die A-Data Gaming Series knapp hinter den Crucial Ballistix liegt, so beträgt der Rückstand 36 Punkte, der Vorsprung auf die takeMS take3 hingegen 52 Punkte.


PCMark Vantage


Beim PCMark Vantage, bzw. dessen Memory Suite, katapultiert sich das Speicherkit auf den vierten Platz und lässt sowohl die Crucial Ballistix, als auch die takeMS take3 deutlich hinter sich. Selbst die GeIL Black Dragon und Mushkin Ridgeback, welche mit 1.600 MHz arbeiten, liegen hinter der Gaming Series.


Street Fighter IV Benchmark


Beim Street Fighter IV Benchmark sortiert sich die Gaming Series von A-Data wieder bei den beiden anderen 1.333-MHz-Kits ein, liegt aber vor beiden gleich auf mit den Mushkin Ridgeback.

Overclocking - Maximalfrequenz

Auch die Kingston-Kits wurden auf ihr OC-Potential hin überprüft. Aus zeitlichen Gründen hat es hierbei leider nicht für einen Nachtests der anderen Speicherkits gereicht. Eine weitere Änderung gegenüber der letzten OC-Tests liegt bei den Settings. So schafften wir keinen stabilen Betrieb mit 8-8-8-24 und entschieden uns dafür die Timings für den OC-Versuch auf 9-9-9-27 anzuheben.


*Bei beiden Kingston-Kits mussten die OC-Versuche mit Timings von 9-9-9-27 durchgeführt werden.

Bei einem Grundtakt von 1.333 MHz lässt sich das A-Data Gaming Series (AX3U1333GB2G8-3G) auf satte 1.660 MHz übertakten. Dies entspricht einer Steigerung von fast 25 Prozent.
Overclocking - niedrigste Timings

Für die Ermittlung der niedrigsten zu erreichenden Timings fixierten wir die Taktfrequenz auf die vom Hersteller vorgegebenen Werte und hoben die Spannung auf den Wert von 1,66 Volt an. Da bei diesen Tests der CPU-Takt unverändert bleibt, ziehen wir mit den neuen Timings einen kurzen Vergleich zu den Testergebnissen mit den Original-Timings. Hierbei nutzen wir eine kleine Auswahl unserer Benchmarks (Everest Ultimate Edition / Super Pi Mod 1.5 XS / Street Fighter IV Benchmark).
Die niedrigsten Werte, welche wir Benchmark-stabil erreichen konnten lagen bei guten 6-7-6-15.
Everest Ultimate Edition 5.01



Sowohl der Lesedurchsatz, als auch die Latenz können durch das Senken der Timings deutlich gesteigert werden.

Super Pi Mod 1.5 XS


0,4 Sekunden weniger Berechnungszeit bringt die Verringerung der Timings beim Super Pi-Test. Dies entspricht einer Verbesserung von rund einem halben Prozent.

Street Fighter IV Benchmark


Auch beim Street Fighter IV Benchmark können wir eine leichte Verbesserung messen. So liegt die Gaming Series nun gleich auf mit den Kits an der Spitze des Rankings.

Fazit

A-Data liefert seine Speicherkits generell in verschweißten Blisterverpackungen aus. Diese sorgen zwar dafür, dass klar ersichtlich ist ob die Speicher schon mal aus der Verpackung entnommen wurden und evtl. in Gebrauch waren, beim Aufschneiden der Verpackung kann man sich aber auch leicht am harten Kunststoff schneiden. Eine Anleitung im eigentlichen Sinne liegt dem Speicher-Kit nicht bei, es wird nur kurz erklärt wie herum es in die Slots gesteckt werden muss. Die Verarbeitung der Speicherriegel ist gut und so präsentieren sie sich in einem schönen schwarzen Gewand. Bei der Montage sorgt die Gaming Series ebenfalls für gute Laune, da sie durch die flache Bauweise kaum Probleme mit Kühlern verursacht. Ein Grund warum wir sagen, dass eine kurze Anleitung schön wäre ist: Es gibt kein XMP-Profil bei dem Speicherkit. So müssen alle Werte (Spannung, Timings, Taktrate) per Hand vom Anwender eingestellt werden. Mit den vom Hersteller vorgegebenen Einstellungen erreicht das Kit durchschnittliche Leistungswerte und liegt im Mittelfeld der 1.333 Mhz schnellen Speicherkits. Sehr positiv haben wir das hohe OC-Potential der drei zwei Gibibyte großen Speicherriegel aufgenommen, so war es uns möglich den Takt um fast 25 Prozent anzuheben, was darin resultierte, dass das Kit leicht über dem Niveau von DDR3-1600-Kits landete. Zudem ist der momentane Anschaffungspreis (Dezember 2010) von rund 90 Euro auch nicht zu verachten.


Pro & Contra

Pro
+ günstiger Preis
+ hohe OC-Potential
+ hohe Kompatibilität
+ gute Verarbeitung

Contra
- kein XMP-Profil hinterlegt
- keine Anleitung in Deutsch beiliegend


Award

Für die gezeigten Leistungen verleihen wir dem A-Data Gaming Series AX3U1333GB2G8-3G unseren DeXgo-Bronze-Award.
DeXgo-Bronze-Award

Danksagung

Dieser Artikel entstand mit freundlicher unterstützung von Adata.

Weitere Informationen

Dieser Artikel wurde von Mephisto verfasst.
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