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Kingston DataTraveler R500 16GiB


Einleitung

Mobile Datenspeicher in Form von USB-Sticks gibt es von vielen verschiedenen Herstellern in den unterschiedlichsten Formen und Größen mit diversen Kapazitäten. Mit dem DataTraveler R500 bietet Kingston einen USB-Stick, welcher neben einem robusten und strapazierfähigen Gehäuse auch noch flink genug für die alltäglichen Arbeiten sein soll. Insgesamt mit drei verschiedenen Kapazitäten (16, 32 und 64 GiB) wird der DataTraveler R500 angeboten. Die kleinste Version mit 16 GiB Speicherkapazität nehmen wir in unserem heutigen Review unter die Lupe. Wie sich der Kingston DataTraveler R500 schlägt, erfahrt ihr somit auf den folgenden Seiten.

Verpackung & Lieferumfang

Der Kingston DataTraveler R500 wird in einer durchsichtigen Blisterverpackung geliefert. Von der Vorderseite her ist der USB-Stick klar ersichtlich und auch Angaben zur Kapazität, der Geschwindigkeit und der genutzten Schnittstelle finden sich dort. Auf der Rückseite der Verpackung befinden sich Angaben zu den unterstützten Betriebssystemen (Windows XP/2000/Vista/7, Mac OS X v.10.5.x+ sowie Linux v.2.6.x+) sowie einige kurze Sätze, welche die Eigenschaften des DataTraveler R500 benennen. Dazu zählt die "Hochgeschwindigkeits-Übertragung", die Information dass der USB-Stick stoßfest ist und, dass ein Teil der Kapazität durch die Formatierung und "andere Zwecke" verwendet wird. Für die Auslieferung zum Kunden ist die Verpackung vollkommen ausreichend und sollte so genug Schutz vor Beschädigung oder Verschmutzung bieten.
Der Lieferumfang umfasst lediglich den USB-Stick mit einer Kapazität von 16 GiB und eine Schlaufe zur Befestigung an einem Schlüsselbund.

Ansichten

Der Kingston DataTraveler R500 ist mit Kappe 18 Gramm schwer und sollte so bei der täglichen Nutzung kaum störend auffallen. Dies wird auch durch seine Länge, welche - ebenfalls einschließlich der Kappe - 70 Millimeter beträgt, unterstützt. An seiner dicksten Stelle ist der DataTraveler R500 23 Millimeter breit und 13 Millimeter dick. Der Kingston-Schriftzug und der Name des Sticks - DataTraveler R500 - wurden jeweils auf eine Seite des Sticks aufgebracht.
Als Betriebsanzeige kommt beim DataTraveler R500 eine kleine rote LED zum Einsatz, welche bei Schreib- und Lesezugriffen rot leuchtet. Diese passt gut zu dem schwarz-orangen Farbschema, in welchem der USB-Stick gehalten ist. Um die Robustheit des USB-Sticks zu testen, haben wir diesen einigen Fallszenarien ausgesetzt, die er problemlos überstand.
Die Kappe des mit Gummi überzogenen Sticks lässt sich leicht entfernen, sollte aber fest genug sitzen um sie nicht bei der täglichen Nutzung zu verlieren. Einzig negativ, wenn man dies so sagen kann, fiel uns auf, dass der DataTraveler R500 ein wahrer Staubmagnet ist. So setzt sich jeder kleine Fussel sofort auf dem Gummi fest und lässt sich dort auch nicht so leicht entfernen.

Testaufbau & Testablauf

Bei unseren Tests setzen wir für unsere Praxistests auf einen Mix von drei verschiedenen Benchmarks. So nutzen wir die Programme HD-Tach und H2Test um die theoretischen Leistungen des Gehäuses zu ermitteln. Da in der Praxis aber selten solch ideale Voraussetzungen bei den Dateitypen vorliegen, kombinieren wir diese Tests mit dem ATTO Disk Benchmark 2.46. Dieser testet die Laufwerke sowohl lesend als auch schreibend mit verschieden großen Dateiblöcken. So ist gut zu erkennen, wann die Laufwerke ihre volle Geschwindigkeit erreichen und ob sie evtl. mit vielen kleinen Dateien Probleme haben.

Unser Testsystem setzt sich wie folgt zusammen:
- ASUS P6X58D-E
- Intel Core i7 920
- 3x2 GB Crucial Ballistix
- Palit GeForce GTX 470
- Enermax LibertyECO 620W
- Western Digital WD64001AALS-00J7B0
- LG HL-DT-ST GH22NS50
- Aquacomputer Aquaero 4.00
- mCubed T-Balancer BigNG + 4 digitale Sensoren
Testergebnisse

ATTO Disk Benchmark

Der ATTO Disk Benchmark überprüft anhand verschieden großer Dateien den Datendurchsatz der getesteten Gehäuse. Wir haben uns hierbei für eine Blockgröße von 0,5 Kilobyte bis hin zu 1024 Kilobyte entschieden.
Als Einleitung für den umfangreichsten Test präsentieren wir euch ein Diagramm, welches die gesammelten Daten übersichtlich aufbereitet.
Beim Lesen erreicht der DataTraveler R500 von Kingston seine maximale Transferrate bei einer Blockgröße von 64kb, die Schreibrate steigt dort noch leicht an, pendelt im Anschluss aber deutlicher. So liegt der Maximalwert der Schreibrate bei 16,4 MB/s, die maximale von uns erreichte Leserate liegt bei 34,2 MB/s.

Testergebnisse

ATTO Disk Benchmark

Für den Vergleich der verschiedenen USB-Sticks untereinander haben wir uns für fünf Blockgrößen entschieden, welche einen guten Überblick über die gezeigten Leistungen bringen sollten.

Schreiben






Wo bei den synthetischen Tests meist große zusammenhängende Daten genutzt werden zeigt sich beim ATTO Disk Benchmark, warum wir gerade diesen auch nutzen. So hat der DataTraveler R500 gerade bei kleinen Dateigrößen so seine Probleme und liegt hier doch recht lange auf den hinteren Plätzen. Erst mit zunehmender Größte der geschriebenen Dateien kann er dann aber um so deutlicher Aufholen und sich auf den vorderen Plätzen platzieren. Der Kingston DataTraveler Ultimate 3.0 und der Mach Xtreme Technology FX USB 3.0 spielen hier aber bereits in einer anderen Liga, sowohl im Betrieb über USB2.0, als auch beim Betrieb über USB3.0.

Testergebnisse

ATTO Disk Benchmark

Wie beim Schreibtest haben wir uns auch beim Lesetest auf fünf Werte beschränkt.

Lesen






Beim Test der Leseraten liegt der DataTraveler R500 von Kingston von Anfang an recht gut im Rennen, aber auch hier sind sowohl der Kingston DataTraveler Ultimate 3.0, als auch der Mach Xtreme Technology FX USB 3.0 außer Konkurrenz. Ab einer Blockgröße von 32kb setzt sich der DataTraveler R500 aber auch von den anderen USB2.0-Sticks, welche im Form des Kingston DataTraveler 410, des Kingston DataTraveler c10, des Kingston DataTraveler 100 und des Mushkin Ut163 vertreten sind, deutlich ab und lässt diese hinter sich.

Testergebnisse

HD-Tach

Der synthetische Benchmark von Simplisoftware ermittelt die maximale Transferrate sowie die durchschnittliche Leserate der getesteten Laufwerke.


Im synthetischen Benchmark von HD-Tach kann sich der Kingston DataTraveler R500 recht deutlich von den anderen reinen USB2.0-Sticks absetzen. So erreicht er bei den Leseraten einen Vorsprung von zehn MB/s auf DataTraveler 410, im Vergleich zu den restlichen reinen USB2.0-Sticks ist die Transferrate sogar doppelt so hoch.


H2test (2.000MB)

Beim H2Test-Benchmark wird eine beliebig große Datei auf dem Ziellaufwerk geschrieben. Für unseren Vergleich wählten wir hier eine Dateigröße von genau 2.000 Megabyte aus.


Noch deutlicher ist dieser Unterschied bei den Tests mit H2test ersichtlich. Die Transferraten erreichen hier sogar fast das Niveau der USB3.0-Sticks (Kingston DataTraveler Ultimate 3.0 und Mach Xtreme Technology FX USB 3.0).


Praxistest

Nach all der Theorie stellt sich natürlich auch die Frage, was diese Werte für den praktischen Einsatz bedeuten. Hierfür haben wir noch vier weitere kurze Testläufe getätigt. Hierbei schauen wir, wie lange der USB-Stick zum Schreiben von Office-Dokumenten, mp3-Dateien, Images oder HD-Material benötigt. Die Datengrößen gehen hierbei von mehreren Kilobyte hin zu einigen Gigabyte.
Heraus kam bei den Tests folgendes:
Das Kopieren von rund 50 Megabyte an Office-Dokumenten ist in 26 Sekunden erledigt, die 200 Megabyte große mp3-Sammlung lässt sich in 23 Sekunden auf den USB-Stick kopieren. Sollen auf dem USB-Stick Images abgelegt werden, so sind für das Kopieren einer 800 Megabyte großen Datei ca. 56 Sekunden notwendig. Ein zwölf Gigabyte großer HD-Film ist in 16 Minuten und einer Sekunde kopiert.

Fazit

Der neuste Testkandidat aus der DataTraveler-Serie von Kingston hört auf den Namen R500. Auf Robustheit ausgelegt mag das Äußere nicht jedermanns Geschmack treffen, das Gehäuse sorgt aber dafür, dass der Stick kleinere Unfälle (Stöße oder Stürze) schadlos übersteht. Auf der technischen Seite haben wir am Kingston DataTraveler R500 mit einer Kapazität von 16GiB nur eines auszusetzen und dies ist die eher mangelhafte Schreibperformance bei kleinen Daten. Also sollten Anwender, welche oft Dateien mit einer Größe von unter 32kb bewegen müssen, eher zu einem anderen Stick greifen, im Idealfall mit USB3.0-Support. Ansonsten zeigt der Kingston DataTraveler R500 jedoch sehr gute Testergebnisse und überzeugt gerade beim Schreiben und Lesen größerer Dateien. Abgerundet wird das Gesamtpaket durch die fünf Jahre Garantie, welche Kingston gewährt. Preislich liegt die von uns getestete Version mit 16 GiB Kapazität bei rund 35 Euro, was für die gezeigten Leistungen in Ordnung geht. Zwar gibt es auch günstigere Sticks, diese sind aber meist deutlich langsamer.


Pro & Contra

Pro
+ gute Verarbeitung
+ gute Lese-Performance

Contra
- niedrige Schreibrate bei kleinen Dateien (kleiner 32kb)


Award

Für die gezeigten Leistungen verleihen wir dem Kingston DataTraveler R500 unseren DeXgo-Silber-Award.
DeXgo-Silber-Award

Danksagung

Dieser Artikel entstand mit freundlicher unterstützung von Kingston.

Weitere Informationen

Dieser Artikel wurde von Mephisto verfasst.
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