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Mionix NAOS 3200


Einleitung

Nachdem der aus Schweden stammende Hersteller Mionix bereits mit dem Vorgängermodell NAOS 5000 in der Gamer-Welt auf sich aufmerksam gemacht hat, dürfen wir hier die kleinere Version der Gaming-Maus mit einem 3200-DPI-Sensor testen. Der Name der NAOS 3200 ergibt sich aus dieser DPI Zahl. Das Äußere gleicht stark der 5000-Version. Somit verfügt auch die NAOS 3200 über eine ausgeprägte Ergonomie, bei welcher auf die Verwendung aller fünf Finger der rechten Hand gesetzt wird. In mattem schwarz und mit dreifarbiger Beleuchtung kann die Maus auf jeden Fall bei der potenziellen Nutzergruppe punkten. Ob es Mionix auch geschafft hat den technisch Ansprüchen der Nutzer gerecht zu werden und letztlich den Erfolg der NAOS 5000 zu wiederholen, versuchen wir in diesem Review zu klären.

Verpackung
Die Verpackung besteht aus schwarzem Karton und zeigt neben Herstellerlogo, Produktname und einer Produktabbildung auf der Rückseite einige Spezifikationen. Durch Heben des Kartondeckels erhält man Blick auf die Maus, welche zunächst durch ein Plastikcover geschützt wird. Auf der Unterseite des Deckels findet man eine kleine Beschreibung des Wortes "Naos". Demnach ist Naos ein Stern im Universum, dessen Name ins Deutsche übersetzt „Schiff“ bedeutet.
Lieferumfang
Neben der Maus legt Mionix lediglich ein kleines Faltblatt bei, welches - wie auch schon alle anderen Texte auf der Verpackung - ausschließlich in Englisch geschrieben ist. Darauf finden sich neben Informationen zur Garantie und zum Kundensupport, die Anleitung zum Download des Treibers, welcher von der Herstellerwebseite bezogen werden muss. Die Maus verfügt über Plug&Play, jedoch entfallen dabei wichtige Funktionen wie Änderung an der Polling-Rate oder auch die Möglichkeit die Reaktionsfähigkeit auf bis zu 1ms zu ändern. Etwas ratlos hinterließ uns der Absatz über das Gewichtssystem, dass nach unserem Wissen nur bei der 5000-Version verbaut ist.
Spezifikationen
Gewicht:99 / 152 Gramm (Ohne / Mit Kabel)
Maße:84,7 x 38,7 x 130,8 Millimeter
Sensor:LED (optisch)
Auflösung:3.200 DPI (interpoliert)
Beschleunigung:15 G
Bildverarbeitung:6.469 FPS / 5,8 Megapixel/s
Geschwindigkeit:1 Meter pro Sekunde
USB-Signalrate:1.000 Hz / 16 bit (anpassbar)
Anschluss:USB (vergoldet)
Kabellänge:2 Meter
Tasten:7 (programmierbar)
Lift-Distanz:3,5 Millimeter
Features:Ergonomisches Design
Interner Speicher
Multicolor-Beleuchtung
Große Teflon-Glides
Kompatibilität:Windows XP / Vista / 7

Ansichten
Die Maus ist insgesamt in mattem Schwarz gehalten, besteht aus Kunststoff und weist eine klassische Anti-Rutsch-Oberfläche aus rauem gummierten Kunststoff auf. Interessant ist bei der Ergonomie die Fünf-Finger-Ausführung, was bedeutet, dass die rechte Seite der Maus zwei Wellen ausweist, in die sich der Ring- und der kleine Finger einpassen können. Dies kennt man auch von Modellen aus anderen Firmen wie beispielsweise der Logitech MX1000. Jedoch ist die Ausprägung dieser Wellen hier wesentlich stärker umgesetzt. Auf dem hinteren Teil des Mausrückens findet sich ein Inlay in der Form des Firmenlogos.
Mit einem höchsten Punkt bei etwa 3,9 Zentimetern schwebt weder die Hand, noch schleift man damit allzu stark am Mauspad. Der Handballen liegt locker auf. Das Gewicht liegt ohne Kabel bei rund 100 Gramm - ein recht niedriges Gewicht, welches nicht durch ein Gewichtssystem verändert werden kann.
Die Maus verfügt über sechs verschiedene Tasten und ein klickbares Scroll-Rad. Die beiden Click-Tasten lassen sich einfach betätigen und ihr Anschlagsgeräusch liegt bei einem überwiegend gleichmäßigen Druckpunkt im Durchschnitt. Sie sind nach innen gewölbt und ermöglichen daher ein angenehmes Aufliegen des Zeige- und Mittelfingers. Das Scrollrad verfügt über eine gummierte Oberfläche, die mit kleinen Tälern versehen ist. Es verfügt über eine weiche Einrastfunktion. Das Einrasten wird präzise abgegriffen und das entstehende Geräusch liegt auch im normalen Bereich. Das Klicken des Mausrads sowie das eigentliche Scrollen fällt sehr leicht. Hinter dem Rad befinden sich zwei Plastiktasten, die leider etwas wackelig montiert sind. Links über dem Daumen befinden sich zwei weitere Tasten. Während sich die Vordere mit der Daumenspitze betätigen, nutzt man für die Hintere den Daumenballen. Diese Tasten sind leicht erreichbar, teilweise kommt man allerdings versehentlich auf diese wenn man die Maus umfasst.
An der Unterseite finden sich vier relativ große Teflonfüße. Diese ermöglichen besonders auf glatten Flächen ein reibungsarmes Gleiten, da sie über eine sehr weiche Oberfläche verfügen. Auf reflektierenden Flächen funktioniert die Maus jedoch aufgrund veränderter Wiedergabe des Eingangslichtes nicht. Das Gerät ist hierbei nicht in der Lage Strukturinformationen der Unterlage zu gewinnen kann und somit nicht feststellen, ob sich die Unterlage relativ zur Maus bewegt. Um den Sensor wurde ein grüner Sticker angebracht, der allerdings keine praktische Bedeutung besitzt. Das Kabel ist mit einem Textilgeflecht umwickelt und ist daher sowohl beständig als auch sehr flexibel. Nach einer Länge von zwei Metern endet es in einem soliden, vergoldeten USB-Anschluss.
Das Innenleben der Maus wirkt sehr aufgeräumt. Zwei PCB beherbergen alle Bauteile, die für die Funktionen der NAOS 3200 benötigt werden. Die beiden miteinander verbundenen Platinen sind gut verarbeitet und dank der wenigen und zudem kleinen Bauteile kann das geringe Gewicht der NAOS 3200 erreicht werden. Der Sensor trägt die Bezeichnung Agilent/Avago Technology ADNS-3060 und ist schon etwas älter, kombiniert wird dieser mit dem Board des ADNS-9500-Chips. Der Grund für diese Kombination liegt vermutlich in der Kostenerparnis, so dürfte der ADNS-3060 deutlich günstiger sein, als der ADNS-9500. Zum Vergleich der beiden Chips hier ein paar Daten. Während der ADNS-3060, wie bereits erwähnt, eine maximale Bild-Rate von 6.469 Bildern pro Sekunde aufweist, erreicht der ADNS-9500 11.750 Bilder pro Sekunde. Die Auflösung des ADNS-3060 beträgt maximal 800 DPI, während der ADNS-9500 hier 5040 DPI erreicht. Die Auflösung von 3200 DPI werden bei der NAOS 3200 also durch Interpolation erreicht. Die Maustaster stammen aus dem Hause Omron. Die Beleuchtung des Logos sowie des Mausrads wird durch mehrfarbige 0402-SMD-LED realisiert.

Software
Die NAOS 3200 ist verfügt zunächst über die Plug&Play Funktion unter Windows. Jedoch empfehlen wir die, wie bereits beim Lieferumfang erwähnte, Software von der Herstellerseite zu beziehen, da die Maus im „default“-Zustand doch recht schwammig steuert. Nach dem Installieren öffnet man das Portal über ein Symbol in der Taskleiste.

Die Software findet ihr hier.
Die erste Seite zeigt zunächst die unterschiedlichen Belegungen der Tasten, die Einstellungen für Doppelklick- und Scrollgeschwindigkeit und die Funktion der Zeiger-Beschleunigung. Letztere lässt den Cursor bei schnelleren Bewegungen weiter und bei langsameren kürzer bewegen. Auf der nächsten Seite findet man die Einstellungen für die Beleuchtung, welche unter "Betrieb" genauer beschrieben wird. Zudem findet man die eigentliche Cursorgeschwindigkeitseinstellung, welche sehr fein justiert werden kann. Letztlich kann man die Datenübertragungsrate verändern und die Beleuchtung komplett an bzw. aus schalten.
Die letzten beiden Seiten ermöglichen das Setzen von Makros, die im übrigen jeder einzelnen Taste der Maus zugeordnet werden können, und geben die Möglichkeit für Softwareupdates sowie Support über eine Mail-Applikation.
Betrieb

Nach dem Feinjustieren in der Software eignet sich die Maus perfekt für nahezu alle Bereiche der PC-Nutzung. Die bereits beschriebene Ergonomie ist zunächst gewöhnungsbedürftig, punktet aber nach kurzer Zeit durch einen starken Halt, der durch die effektive Verwendung des kleinen Fingers zu Stande kommt. Dies ist allerdings auch nötig, da die NAOS 3200 durch ein eher geringes Gewicht schnell außer Kontrolle geraten könnte. Durch die Textilummantelung ist das Kabels geschützt und verliert dabei keineswegs an Flexibilität. Mit einer Länge von rund zwei Metern reicht es dabei auch bis zu unter dem Tisch platzierten Computern. Im Betrieb ist besonders das Schalten zwischen den drei DPI-Modi ein großes Highlight. Durch das Betätigen der mittigen Buttons lässt sich zwischen 800, 1600 und 3200 DPI schalten, wie man es schon von der Raptor Gaming M2 kennt. Dabei ändert sich jeweils die Beleuchtung des Mausrads sowie des Logos auf dem Rücken. Die verfügbaren Farben Rot, Grün und Blau lassen sich beliebig einer DPI-Zahl zuordnen. Auch die Zeiger-Verfolgungs-Funktion ist im Office-Gebrauch ein großer Helfer. Im Gaming-Gebrauch jedoch empfiehlt es sich eher auf diese Funktion zu verzichten.

Fazit

Die NAOS 3200 hat im Test bewiesen, dass sie dem guten Ruf ihres größeren Bruders NAOS 5000 alle Ehre macht. Besonders die DPI-Buttons, die solide Verarbeitung und die große Funktionalität machen die Maus zu einem Allrounder in der Welt der Mäuse. Auch im Punkt Ergonomie kann der schwedische Hersteller Mionix überzeugen, jedoch ist diese Maus nicht für die Nutzung mit der linken Hand ausgelegt. Der Lieferumfang viel sehr überschaulich aus. Lediglich der beigelegte Flyer informiert über den Bezug der aus unserer Sicht nötigen Software. Das Beziehen aus dem Internet geht in Ordnung, jedoch wäre auch eine Software-CD schön gewesen. Auch die Beschränkung auf die englische Sprache sowohl auf Verpackung als auch bei der Software kann für manche Nutzer zu Schwierigkeiten führen. Im Inneren fällt die Verwendung von sowohl aktuellen, aber auch bereits älteren Bestandteilen negativ. Hier wurde eindeutig eingespart. Ein weiterer etwas bedauernswerter Verzicht bei der neuen Version ist das Fehlen des Gewichtssystems. Die NAOS 3200 hätte sicher wie bereits die 5000-Version von einem solchen System profitieren können, jedoch muss bedacht werden, dass diese Version auch für ungefähr 20 Euro weniger über den Ladentisch geht. So kann man die Mionix NAOS 3200 beispielsweise bei Caseking für 49,99 Euro kaufen. Insgesamt lässt sich also sagen, dass Mionix mit der NAOS 3200 eine solide Allroundmaus für das kleinere Budget auf den Markt gebracht hat.


Pro & Contra

Pro
+ gute Verarbeitung und Funktionalität
+ gute Ergonomie
+ DPI-Buttons und Farb-Management
+ Übersichtliche Software (wenn auch auf Englisch)

Contra
- Einsparungen bei der Technik
- Lieferumfang
- Verzicht auf deutsche Sprache
- recht leicht


Award

Auch wenn Mionix bei der Technik einige Einsparungen gemacht hat konnten Verarbeitung und Funktionalität bei uns punkten. Wir vergeben wir der Mionix NAOS 3200 den DeXgo-Silber-Award.
DeXgo-Silber-Award

Danksagung

Dieser Artikel entstand mit freundlicher unterstützung von Caseking.

Weitere Informationen

Dieser Artikel wurde von FTSJack verfasst.
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