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CM Storm Inferno und Spawn


Einleitung

Spawn und Inferno sind zwei neue Mäuse von CM Storm, einem Brand von Cooler Master, welches sich vor allem an Gamer richtet. Die Mäuse unterscheiden sich, auch wenn die Verpackung nicht darauf schließen lässt, maßgebend in Form und Gestaltung, sowie der verbauten Technik. CM Storm setzt bei der Spawn noch auf einen optischen Sensor, während die Inferno bereits über einen Laser-Sensor verfügt. Die ersten Spezifikationen, wie 4000 DPI bei der Inferno und eine Abmessung von nur 107 x 75 x 35 Millimetern bei der Spawn machen auf jeden Fall neugierig auf die beiden optisch ansprechenden Geräte. Wie und ob die Mäuse auch im Test unterschiedlich abschneiden, werden wir auf den nächsten Seiten klären.

Verpackung
Beide Mäuse werden in einem aufklappbaren, hauptsächlich schwarzen Karton geliefert und zusätzlich mit einer durchsichtigen Kunststoffschale in Position gehalten. Die Deckplatte der Verpackung ist mittels Klettpunkten befestigt und weist neben einer aufwendig gestalteten Abbildung des Geräts das Herstellerlogo, die wichtigsten Funktionen und eine detaillierte Beschreibung auf der Innenseite auf. Das Farbdesign aus Schwarz und Rot zieht sich auch über die Seiten bis zur Rückseite der Verpackung. Hier finden wir ein weiteres mal die Spezifikationen, übersichtlich in Stichpunktform.
Lieferumfang
Von Lieferumfang ist bei den beiden Mäusen von CM Storm kaum zu reden. Jede Maus bringt nur eine einzige Zugabe mit sich, worauf die Größe der Verpackung keineswegs schließen ließ. Während der Spawn ein Quick Start Heft beiliegt, welches kaum Informationen beinhaltet, die man nicht auch schon der Verpackung entnehmen kann, enthält die Verpackung der CM Storm Inferno eine Software-CD-ROM, die neben dem Treiber auch ein Handbuch umfasst.
Spezifikationen
InfernoSpawn
Maße (L x B x H):120 x 75 x 40 Millimeter107 x 75 x 35 Millimeter
Gewicht:161 Gramm (mit Kabel)142 Gramm (mit Kabel)
Sensor:Philips Twin-Eye 4000 DPIOptischer Sensor 3500 DPI
Integrierter Speicher:128 Kilobyte32 Kilobyte
Maximale Polling-Rate:1000 Megahertz1000 Megahertz
Inches pro Sekunde:11560
Kabellänge:2 Meter2 Meter
Tasten:11 (9 programmierbar)7

CM Storm Spawn
Die in rot und schwarz gehaltene CM Storm Spawn ist mit einer Länge von 107 und einer Breite von 75 Millimetern sehr handlich und gibt der Hand trotzdem genug Fläche für sicheren Halt. Unterstützt wird die Hand dabei von zwei Gummiflächen, je eine an den Seiten der Maus. Eine gummierte Fläche findet man auch auf den Rechts- und Linkstasten, sowie den beiden Tasten dazwischen und dem Mausrad. Der Rest der Maus besteht aus glattem Kunststoff.
Die Ergonomie ist auf Rechtshänder angepasst. So finden wir auf der linken Seite eine gummierte Einbuchtung für den Daumen, über welcher sich zwei, mit dem Daumenballen zu betätigende, Tasten befinden. Auf der rechten Seite verfügt die Spawn über zwei Einbuchtungen, welche für Ring- und kleinen Finger vorgesehen sind. Während hier bei der Unteren wieder Gummi zum Einsatz kommt, ziert die obere Welle der Produktname in weißer Schrift. Ebenfalls in Weiß findet man auf dem Rücken der Maus das CM Storm Logo.
Die Tasten der CM Storm Spawn lassen sich ausnahmslos leicht erreichen und einfach betätigen. Die Gummierung auf den Rechts- und Linkstasten ermöglicht besseren Halt. Leider ist das Geräusch der aus dem Hause Omron stammenden Taster sowie auch des Mausrads beim Hoch-Scrollen etwas laut, jedoch liegt es noch im annehmbaren Bereich. Besonders angenehm ließ sich für unseren Geschmack durch die DPI-Modi schalten. Die beiden dafür vorgesehenen Tasten sind besonders weich und klicken relativ leise.
Die Unterseite weist lediglich zwei, dafür umso größere und weiche, Gleiter auf. Des Weiteren gibt ein Sticker Auskunft über Hersteller, Modellname und Seriennummer. Bei der Spawn setzt CM Storm auf einen optischen Sensor mit 3500 DPI.
Innenleben

Das Innere der Spawn ist übersichtlich aufgebaut. Man erkennt den optischen Sensor, der die Aufschrift A3090B1035C trägt, das gummierte Mausrad und die Taster. Letztere kommen zum einen von Omron (Rechts- und Linkstaste) und zum anderen von TTC. Zu der Ausgangsplatine kommt zusätzlich eine vertikale, die die Taster an der linken Seite beherbergt. Die Platinen sind in Blau gehalten.

Software
Zunächst war uns nicht klar, dass auch für die Spawn eine Software existiert. Erst auf den zweiten Blick fanden wir auf der Herstellerseite einen Download namens "Spawn English Application". Auch wenn es schade ist, das CM Storm hier auf eine beigelegte Treiber-CD verzichtet hat kann die Software bei uns punkten. Eine einfache Oberfläche, die alle üblichen Einstellungen vornehmen lässt und zusätzlich noch einige Zusätze wie Angle Snapping und eine Doppelklick Testarea bietet, überzeugte auf ganzer Linie.
Der erste Reiter der Software bietet grundlegende Einstellungen unter anderem Doppelklick- und Scrollgeschwindigkeit sowie die freie Belegung der sieben Tasten. Hier finden wir auch die beiden bereits angesprochenen Funktionen Angle Snapping und die Doppelklick Testarea, sowie die Zeigerbeschleunigung, welche sich auf Wunsch auch deaktivieren lässt. Die im nächsten Reiter definierbaren Macros lassen sich wie gewöhnlich durch Aufzeichnen einer Tastenfolge festlegen, zur Benutzung der Macros ist es allerdings zuerst nötig einer Taste der Maus die Macro-Funktion zuzuweisen, da sie im Ursprungszustand nicht vergeben ist. Unter "Custom" lassen sich Geschwindigkeit und DPI-Einstellungen vornehmen, sowie bei der Polling Rate zwischen 125-, 250-, 500- und 1000 Hz schalten. Der letzte Reiter bietet wie üblich Support und die Updatefunktion der Software.

CM Storm Inferno
Mit der Inferno bringt CM Storm eine waschechte Gamermaus auf den Markt. Mit elf Tasten, von denen neun frei programmierbar sind, einem 4000 DPI Laser-Sensor und einem ausgefallenen Design spielt sie in der oberen Liga der Gamingmäuse mit. Größe und Gewicht ähneln, mit einem Gewicht von 161 Gramm (mit Kabel) und einer Länge von 12 Zentimetern an der längsten Stelle, anderen Geräten dieser Klasse. So wies beispielsweise die Ozone Radon 5k ähnliche Abmessungen auf, während die Mionix NAOS 3200 ein ähnliches Gewicht auf die Waage brachte. Das Kabel ist mit Gewebeschlauch ummantelt und endet nach zwei Metern in einem vergoldeten USB-Anschluss.
Auch die CM Storm Inferno verfügt über eine ausschließlich für Rechtshänder bestimmte Ergonomie. Allerdings ist dieses Modell bei der Gestaltung der Seiten nahezu symmetrisch, weshalb man es im Notfall auch mit der linken Hand bedienen kann. Beide Seiten sind gummiert, sowie auch die Zusatztasten, welche sich auf der linken Seite mit dem Daumen betätigen lassen. Über diesen Tasten findet man auf der linken Seite des Mausrückens eine Skala von eins bis fünf, welche im Betrieb anzeigt, in welchem DPI-Modus man sich gerade befindet. Die dazugehörigen Tasten finden wir mittig auf dem Mausrücken. Sie werden vom Mausrad und einer sechseckigen Taste zum Schalten durch die User-Profile umrahmt. Neben der Rechts- und Linkstaste, welche über eine griffige raue Oberfläche verfügen, findet sich je eine weitere Zusatztaste. Auch das Logo des Herstellers kommt nicht zu kurz. Ein mal auf der gegenüberliegenden Seite der DPI-Skala und ein weiteres mal hinten auf dem Mausrücken findet man den Schriftzug, beziehungsweise das im Betrieb beleuchtete Logo von CM Storm.
Die wesentlichen Tasten der CM Storm Inferno lassen sich gut erreichen und haben einen angenehmen Druckpunkt. Besonders interessant ist die raue Kunststoffoberfläche der Rechts- und Linkstaste. Diese beiden Tasten verfügen zusätzlich über ein angenehmes Geräusch, welches nicht stört. Ebenso angenehm ist das leise Scrollen mit dem Mausrad. Lediglich wenn man schnell hin und her scrollt entsteht das übliche schnelle Klicken. Die Tasten hinter dem Mausrad werden nicht aus Versehen betätigt, allerdings lässt sich auch die vordere rechte Zusatztaste schwierig erreichen. Des Weiteren fallen die gummibezogenen Zusatztasten über dem Daumen positiv auf. Sie weisen, wie auch schon die gummierten Tasten der CM Storm Spawn, eine gute Rutschfestigkeit und ein leises Klicken auf.
Wie auch schon bei der Spawn setzt CM Storm auf weniger Gleiter, die dafür umso größere Fläche aufweisen. Die Gleiter sind sehr weich und weisen eine ganz feine Struktur auf, die den gebürsteten Linien auf Aluminium ähnelt. Zwei Sticker geben Auskunft über Modell, Hersteller und verbauten Laser-Sensor. Letzterer liegt ungefähr mittig auf der Unterseite und ist von einer runden Form umgeben.
Innenleben

Bei der Inferno setzt CM Storm auf zwei horizontale, grüne Platinen und eine dritte im hinteren Teil, auf der sich lediglich die LED zur Beleuchtung des Logos befindet. Zwei weitere LED ermöglichen die Ausleuchtung des gummierten Mausrads, sowie das Leuchten aus dem Vorderteil der Inferno. Die Taster stammen von keinem bekannten Hersteller. Beim Sensor handelt es sich um einen Philips Twin-Eye, der bis zu 4000 DPI auflöst.

Software
Die Software für die Inferno befindet sich auf der mitgelieferten CD-Rom. Hat man das Programm installiert ist es nicht weiter nötig den Datenträger zum Starten im Laufwerk zu haben.
Auch wenn das Design sehr ansprechend wirkt, ist es zunächst schwierig sich in der Software zurecht zu finden. Unter dem Reiter "Main Control" lassen sich alle wesentlichen Einstellungen vornehmen. Dafür sollte man allerdings zunächst über die Schaltfläche "Advanced Settings" an der linken Seite weitere Einstellung wie die Wahl der drei exportierbaren Profile, der Bewegungssensitivität oder der Doppelklickgeschwindigkeit, öffnen.
Nun lassen sich die üblichen Einstellungen vornehmen. Erfreulich ist das stufenlose Definieren der DPI-Modi und das freie Zuweisen von Funktionen für neun der elf Tasten. Unter den weiteren Reitern findet man Einstellungsmöglichkeiten für Macros und Scripts, sowie die Storm Tactics. Letztere ermöglicht die Kombination einzelner Tasten der Maus mit der Storm Tactics Taste um bei gleichzeitigem Betätigen der Tasten einen neuen Befehl auszuführen. Man kann also beim Klicken der rechten Maustaste, in Kombination mit der Storm Tactics Taste, beispielsweise den DPI Modus wechseln. Unter diesem Reiter kann man zudem jedem Profil einen Beleuchtungsmodus der Maus zuordnen. Im Wesentlichen lässt sich das Licht ganz ausschalten oder auswählen, ob die vordere, hintere oder beide LED leuchten sollen. Besonders interessant ist die "Breathing"-Funktion. Hierbei wechseln sich vordere und hintere LED in geringen Zeitabständen ab und werden dabei nicht direkt ab- beziehungsweise angeschaltet, sondern in den jeweiligen Zustand gedimmt. Die Libary gibt letztlich die Möglichkeit Macros und Scripts zu ex- bzw. importieren und unter dem letzten Reiter findet man Hilfe und eine Updatefunktion für die Software.

Betrieb
Auch wenn sich beide Mäuse grundlegend unterscheiden, liefern sie für ihre Anwendungsbereiche gleich gute Leistung. So gibt die kleinere und leichtere Spawn eine äußerst angenehme Ergonomie, die sowohl lange Arbeitszeiten ohne Ermüdung des Arms, als auch einen guten Halt durch die Gummiflächen ermöglicht. Für den Office-Gebrauch und auch das ein oder andere Spiel ist die Spawn perfekt geeignet. Die Tasten sind ausnahmslos leicht erreichbar und auch die entstehenden Geräusche fallen während des Arbeitens nicht negativ auf.
Das Modell Inferno stellt sich auch im Test als waschechte Gaming-Maus heraus. Schon allein das Leuchten der Maus im Betrieb, erregt einiges an Aufmerksamkeit. Die Maus ist sehr griffig, besonders durch die großen gummierten Seitenflächen und die rauen Maustasten. Die Verarbeitung ist wie auch bei der CM Storm Spawn einwandfrei. Sogar etwas besser gefallen uns die Geräusche der Inferno. So ist beispielsweise das Scrollen praktisch nicht wahrnehmbar. Die in den 128 Kilobyte großen internen Speicher abgelegten Einstellungen, die mittels der zugehörigen Software vorgenommen werden, lassen sich präzise definieren und ist die Maus erst einmal richtig eingestellt, lässt sie praktisch keine Wünsche während des Spielens offen. Einzig ein Gewichtssystem wäre für ein solches Modell interessant, da nicht jeder Nutzer sich auf ein festes Gewicht einstellen kann beziehungsweise will. Etwas störend fiel uns des weiterem die rutschige Kunststofffläche auf Höhe des Herstellerlogos am Rücken der Maus auf, hier kann es passieren, dass die Innenseite der Hand leicht abrutscht, was im Wesentlichen allerdings nur störend und nicht einschränkend ist, da die Maus von den Fingern geführt wird.

Fazit
CM Storm Spawn

Die CM Storm Spawn eignet sich bestens für den einfachen Nutzer, der während seiner Office-Tätigkeiten gerne auch einmal ein Spiel spielt und dabei eine rundum solide Leistung wünscht. Durch eine angenehme Ergonomie, saubere Verarbeitung, ansprechendes Design und letztlich die Größe und das Gewicht ist die Spawn perfekt für diese Nutzer geeignet und lässt sich problemlos auch unterwegs mitnehmen. Für den letzten Punkt hätte man sicher noch über eine kleine Zugabe in Form einer Transporttasche nachdenken können. Dies hätte den doch sehr knapp ausgefallenen Lieferumfang sicher bereichert. Auch wäre es ratsam die angenehm übersichtlich gestaltete Software, wie auch bei der Inferno, auf einer CD mitzuliefern, oder wenigstens deutlicher auf die Bezugsmöglichkeit aus dem Internet hinzuweisen. Nichtsdestotrotz handelt es sich um eine sehr solide Maus, die sich wie eingangs gesagt für den einfachen Nutzer bestens eignet. Die CM Storm Spawn kann man für etwa 32 Euro im Handel erwerben.

Aufgrund der genannten Punkte verleihen wir der CM Storm Spawn den DeXgo-Bronze-Award.
CM Storm Inferno

Die CM Strom Inferno bietet, verglichen mit der Spawn, doch noch einige nette Funktionen mehr und macht allein durch ihr Äußeres, das durch viel Beleuchtung geprägt ist, klar, dass es sich hier um eine waschechte Gamermaus handelt. Elf Tasten, ein 4000-DPI-Sensor, ein 128 Kilobyte großer interner Speicher, der das Ablegen von Macros, Scripts, drei Profilen und fünf DPI-Modi erlaubt, sowie ein zwei Meter langes ummanteltes Kabel geben dem Nutzer nahezu alle Freiheiten, die er sich wünschen kann. Lediglich ein Gewichtssystem, wie man es beispielsweise bei der Ozone Radon 5k fand, wäre ein sinnvoller Zusatz für die Maus gewesen. Auch wäre es erfreulich, wenn der Rücken der Maus weniger rutschig wäre. Das glatte Plastik könnte gut durch das raue Material der Rechts- und Linkstaste, oder durch den gummierten Kunststoff, den man an den Seiten findet, ersetzt werden. Die CM Storm Inferno ist mit einem Preis von durchschnittlich etwa 36 Euro nur rund vier Euro teurer und damit eine günstige, vollwertige Gamingmaus.

Wir verleihen der CM Storm Inferno den DeXgo-Gold-Award.

Danksagung

Dieser Artikel entstand mit freundlicher unterstützung von Cooler Master.

Weitere Informationen

Dieser Artikel wurde von FTSJack verfasst.
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