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Kurztest: Cooler Master MegaFlow 200


Einleitung

Mittlerweile haben sich 140-mm-Lüfter im Bereich der Computer-Kühlung durchgesetzt und sich zum Standard avanciert. Aber schon stehen diverser Formate in den Startlöchern, um die gerade gewonnene Herrschaft wieder zu brechen. 180-mm-Lüfter finden sich bereits bei Wasserkühlungen im Einsatz und auch in Gehäusen befinden sich Lüfter dieser Größe des öfteren. Aber auch noch größere Lüfter, im 200-, 220- oder 240-mm-Format kommen in Gehäusen verschiedener Hersteller zum Einsatz. Unter anderem verbauen Antec, Cooler Master, Corsair, NZXT und Xigmatek Lüfter im XXL-Format in ihren Gehäusen. Daher ist es um so erfreulicher, dass es nun auch schon einige Hersteller gibt, welche entsprechende Lüfter - zum Austausch der mitgelieferten Ventilatoren - anbieten. Cooler Master ist einer dieser Anbieter und hat mit dem MegaFlow 200 eine entsprechende Serie im Sortiment. Cooler Master war so freundlich und stellte uns für diesen Kurztest jeweils einen Lüfter mit roter und blauer Beleuchtung zur Verfügung. Wie sich die beiden Lüfter geschlagen haben, erfahrt ihr auf den folgenden Seiten.

Verpackung & Lieferumfang

Die Verpackung der Lüfter besteht aus zwei Kunststoffschalen, in denen der Lüfter, das Zubehör und das Pappinlay untergebracht ist. Von der Vorderseite sind die Lüfter großteils zu sehen und auf der Rückseite wurden auf das Inlay die technischen Daten aufgedruckt. So kann sich der geneigte Käufer schon vorab ein gutes Bild vom Produkt machen.
Der Lieferumfang der MegaFlow 200 besteht aus den Lüftern selbst, einem 4-zu-3-Pin-Molex-Adapter sowie vier Montageschrauben. Mit Hilfe des beiliegenden Adapters können die Lüfter direkt am Netzteil betrieben werden, ohne dass ein Molex-Anschluss dafür geopfert werden muss.
technische Daten
Abmessungen:200 x 30 Millimeter
Gewicht:260 Gramm
Leistungsaufnahme:3,36 Watt
Drehzahl:700 U/min
Fördermenge:186,78 m³/h
Lautstärke:19 dB(A)
Besonderheiten:beleuchtet (rot/blau)
Preis:ca. 13 Euro (Stand Februar 2012)

Der Lüfter im Detail

Die Lüfter der MegaFlow-200-Serie bestehen komplett aus transparentem, angerauten Kunststoff. Neu Rotor-Blätter bewegen bei maximal 700 U/min fast 190 Kubikmeter Luft pro Stunde. Gehalten wird der Rotor von insgesamt acht gerade verlaufenden Streben. Auf der Rückseite der Nabe befindet sich zudem ein Aufkleber, welcher neben dem Produktnamen auch die maximale Leistungsaufnahme (3,36 Watt / 0,28 Ampere) enthält. Angeschlossen werden die Lüfter über einen 3-Pin-Anschluss, welcher sich am Ende eines 45 Zentimeter langen Kabels befindet.
Sowohl der Rahmen, als auch die Lüfterblätter sind zwar transparent, aber nicht glatt. Dadurch wird das Licht recht gut gebrochen, was später zu einer gleichmäßigeren Beleuchtung führt. Die Lüfter besitzen zwei verschiedene Lochmaße. Während die Abstände einmal quadratisch angeordnet sind - die Seitenlänge beträgt hier jeweils 153 Millimeter, ergeben die anderen vier Löcher eine rechteckige Form. Der Abstand beträgt hierbei 110 bzw. 180 Millimeter. Beleuchtet werden die Lüfter von jeweils vier LED, welcher sich jeweils bei den Montagestegen befinden.
Durch die enorme Größe der Lüfter im Vergleich zu den LED, fällt die Beleuchtung bei Tageslicht entsprechend schwach aus. Lediglich vier Strahlen von den Dioden sind deutlich zu erkennen, dies ist aber auch Abhängig vom Blickwinkel auf den Lüfter.
Bei reduzierten Lichtverhältnissen schaut es schon etwas anders aus. Durch die angeraute Oberfläche und das nicht mehr vorhandene Tageslicht kommt die eigentliche Beleuchtung deutlich besser zur Geltung. Die blaue Beleuchtung wirkt etwas kräftiger, als es bei der Roten der Fall ist.

Drehzahlen

Um euch einen guten Überblick zu geben, wann die Lüfter wie schnell drehen und bei welcher Spannung sie die Arbeit aufnehmen, geben wir euch hier einen kleinen Überblick über die relevanten Drehzahlen und Spannungen. Bei den Drehzahlen nehmen wir den Mittelwert der uns vorliegenden Lüfter, welche wir zudem doppelt überprüft haben. Sind hier größere Ausreißer vorhanden erwähnen wir diese. Bei den Spannungen geben wir die jeweiligen Messergebnisse der einzelnen Lüfter bekannt.



Werden die Lüfter per Spannung gesteuert, so wie es bei den meisten Lüftersteuerungen der Fall ist, verhält sich der Drehzahlbereich sehr linear. Wenn wir von 1-Volt-Schritten ausgehen, lassen sich die MegaFlow 200 bis auf drei Volt drosseln. Die Drehzahl liegt dann bei sehr niedrigen 150 U/min. Die Unterschiede zwischen den Testläufen und den beiden vorliegenden Lüftern lagen bei rund 50 U/min, was einer Toleranz von unter zehn Prozent entspricht. Insgesamt ist der Drehzahlverlauf und das Regelverhalten der Lüfter gut.


Anlaufspannung und Minimal-Spannung

Bei der Minimal- und der Anlaufspannung unterscheiden sich die beiden Lüfter der MegaFlow-200-Serie, die Minimaldrehzahl hingegen ist praktisch identisch und liegt bei 70 U/min. Der rote MegaFlow 200 benötigte hierfür eine Spannung von 2,8 Volt. Der blaue Lüfter lies sich bis auf 2,4 Volt herunter regeln. Bei der Start-Spannung war es ebenfalls der blaue Lüfter, welcher mit weniger Leistung zu arbeiten beginn. 3,1 Volt benötigte der blaue Lüfter, der rote startete erst bei 3,8 Volt.


Lautstärke

Bei der Lautstärke zeigen die Lüfter, bedingt durch die geringe Drehzahl, ein sehr gutes Bild. Im 12-Volt-Betrieb sind die Lüfter hörbar, was aber auch an dem recht hohen Luftdurchsatz liegt. Im 7-Volt-Betrieb kann man die Lüfter kaum noch wahrnehmen, bei einer Spannung von fünf Volt sind die Lüfter nicht mehr hörbar. Jedoch müssen wir auch noch erwähnen, dass bei vier Volt und weniger die Lüfter unruhig werden und Vibrationen so an das Gehäuse übertragen werden können. Dies macht sich gerade beim Drehzahlen unter der 3-Volt-Marke stark bemerkbar. Da diese Drehzahlen aber keinen Nutzen haben - wir glauben nicht, dass jemand die Lüfter derart langsam betreibt - spielt dies für die Praxis keine Rolle.

Fazit

Mit den MegaFlow 200 stellt Cooler Master eine Lüfter-Serie vor, welche wohl hauptsächlich als Ersatz von diversen Gehäuse-Lüftern zum Einsatz kommen wird. Luft-Kühler jeglicher Art setzen aktuell noch auf kleinere Lüfter, lediglich bei Wasserkühlungen gibt es schon den einen oder anderen Radiator, welcher einen 200-mm-Lüfter aufnehmen kann. Genug aber der Einsatzmöglichkeiten, kommen wir zu den Lüftern. Verpackung und Lieferumfang sind nicht überragend, aber dennoch ausreichend, einzig ein Satz Entkoppler wären noch eine gute Beigabe für die Lüfter. Die Verarbeitung der beiden uns vorliegenden Testexemplare ist gut und die Beleuchtung eine gute Idee. Jedoch finden wir die Helligkeit und die Lichtverteilung gerade bei Tageslicht stark ausbaufähig. Für einen solch großen Lüfter sollten aus unserer Sicht mehr Leuchtdioden verbaut werden. In der Praxis schlagen sich die Lüfter gut, lediglich bei sehr niedrigen Drehzahlen neigen die Lüfter zu starken Vibrationen. Für den Praxiseinsatz sind die dafür benötigten Spannungen aber ungeeignet und so sollte eigentlich niemand von dieser Problematik betroffen sein. Insgesamt stellen die MegaFlow 200 von Cooler Master eine gute Möglichkeit dar, die Beleuchtung der Gehäuselüfter komplett auf seine Wunschfarbe umstellen zu können, zumindest wenn diese Rot oder Blau ist. Erhältlich sind die Lüfter ab rund 13 Euro.



Pro & Contra

Pro
+ gute Verarbeitung
+ gute Regelbarkeit

Contra
- Beleuchtung sehr schwach
- kaum Einsatzmöglichkeiten durch Größe

Danksagung

Dieser Artikel entstand mit freundlicher unterstützung von Cooler Master.

Weitere Informationen

Dieser Artikel wurde von Mephisto verfasst.
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