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Phanteks PH-TC14PE_RD


Einleitung

Die Firma Phanteks ist vermutlich niemandem bis zur Vorstellung des PH-TC14PE ein Begriff gewesen. Dabei hat das Unternehmen, nach eigener Aussage, mehr als 20 Jahre Erfahrung mit der Bereitstellung von Kühllösungen. Der PH-TC14PE, so der Name des Twin-Tower-Kühlers, ist hierbei auch nicht das erste Produkt, welches auf dem Endkundenmarkt verfügbar ist, jedoch soll der Kühler in eben jenem Markt für ordentlich Wirbel sorgen. Hierbei ist nicht nur die reine Kühlleistung zu nennen, auch durch die Optik soll der PH-TC14PE auffallen. Realisiert wird dies durch vier Farbeschemen, in denen der Kühler erhältlich ist. Während einige Hersteller ihre Kühler silber oder schwarz vernickeln, geht Phanteks einen etwas anderen Weg. So werden beim PH-TC14PE die Lamellen farbig beschichtet. Als eines der wenigen Online-Portale in Deutschland haben wir die Möglichkeit bekommen mit als erste den Phanteks PH-TC14PE auf Herz und Nieren zu prüfen. Wie er sich in den Praxistests schlägt, zeigen euch die folgenden Seiten.

Verpackung & Lieferumfang

Auf der Verpackung zeigt Phanteks schon die vier vorhandenen Farbschemen des PH-TC14PE und listet dazu auch noch einiges an technischen Informationen auf. Erfreulich ist, dass eine kurze Beschreibung des Kühlers nicht nur in Englisch sondern in insgesamt zehn Sprachen verfasst wurde. Die technischen Daten und die Erläuterungen zu den Features sind aber weiterhin nur in Englisch vorhanden. Im Karton schützen große Schaumstoffpolster den Kühler, die beiden Lüfter und das Zubehör wirkungsvoll vor Beschädigungen.
Zum Lieferumfang des PH-TC14PE_RE (das RE zeigt übrigens, dass es sich um die rote (Red) Variante handelt, wir werden den Kühler im Review ohne diesen Zusatz benennen, da die vier Versionen technisch gleich sind), gehören zwei Lüfter im 140-mm-Format, ein Y-Stromanschlusskabel, ein Spannungsadapter, diverse Entkoppler für die Lüfter, acht Gehäuseschrauben, eine Tube PH-NDC Wärmeleitpaste, das Montagematerial für die unterstützten Sockel, das Befestigungsmaterial für insgesamt drei 120-mm-Lüfter und zwei Installationsanleitungen, eine in deutscher Sprache und eine in englischer.
technische Daten
Größe (H x B x T - ohne Lüfter):163 x 140 x 135 Millimeter
Gewicht (ohne Lüfter):990 Gramm
Material:Kupfer Heatpipes vernickelt, Aluminium Lamellen farblich beschichtet, Kupfer Boden vernickelt
Anzahl Heatpipes:5x 8 Millimeter
Anzahl Lamellen:2x 44
Lamellenabstand:2,0 Millimeter
Lüfterplätze vorhanden:3x 120/(140) Millimeter
Lüfter beiliegend:2x 140 Millimeter (mit 120-mm-Montagelöchern)
Lüfterdrehzahl:1.200 U/min
Fördermenge:132,61 m³/h
Lüfter Leistungsaufnahme:1,8 Watt
Lautstärke:19 dB(A)
Besonderheiten:verlötet, vernickelt, beschichtet - 4 Farbschemen vorhanden
Kompatibilität:Intel 775, 1155, 1156, 1366
AMD AM2, AM2+, AM3
Preis:85 Euro (Stand September 2011)

Der Kühler im Detail

Vom Aufbau her ist der Phanteks PH-TC14PE ein typischer Twin-Tower-Kühler. Jedem muss daher bewusst sein, dass der Kühler mit einer Höhe von 163 Millimetern, einer Breite von 140 Millimetern und einer Tiefe von 135 Millimetern einiges an Platz im Gehäuse beansprucht. Heftig hingegen ist das Gewicht des PH-TC14PE. So bringt dieser bereits ohne montierte Lüfter oder Montagezubehör satte 990 Gramm auf die Waage.
Als Abdeckung verbaut Phanteks eine separate Lamelle, welche für einen sauberen Abschluss des Kühlers sorgt. Die Abdeckung ist, wie die anderen Lamellen des Kühlers, rot beschichtet. Phanteks bezeichnet das Beschichtungsverfahren als "Cold Plasma Spraying Coating Technology". Dieses Verfahren ist patentiert und bringt nicht nur die Farbe auf den Kühler, sondern erhöht im Nano-Bereich auch die Oberfläche, was wiederum zu einer besseren Wärmeabgabe und somit Kühlleistung führt. Die Lamellen wirken dadurch aber auch etwas stumpf und glänzen nicht so stark wie die oberste Lamelle, in die zudem noch der Name "Phanteks" eingestanzt wurde.
Zur Stabilisierung der Lamellen wurden diese nicht nur mit den Heatpipes verlötet, sondern auch noch an sechs Stellen ineinander verhakt. Die Seiten wurden beim PH-TC14PE nicht geschlossen, dies sollte - zumindest in der Theorie - der Kühlleistungen bei niedrigen Drehzahlen bzw. einer geringen Belüftung zu Gute kommen. Die Lücke, die zwischen beiden Kühltürmen vorhanden ist, ist 32 Millimeter groß, jedoch nur im Innenbereich wo 120-mm-Lüfter Platz finden. Grundsätzlich spielt dies aber sowieso eine untergeordnete Rolle, da die verbauten Lüfter eine Tiefe von 25 Millimetern besitzen müssen, dazu auf der nächsten Seite mehr.
In den beiden Türmen stecken jeweils 44 Lamellen, welche die Wärme von den Heatpipes aufnehmen und an die Luft wieder abgeben. Der Abstand der Lamellen zueinander beträgt luftige zwei Millimeter, was ein weiteres Indiz für eine gute Leistung im Silent- und/oder Passiv-Betrieb ist. Dem entgegen spricht aber die Anordnung der Heatpipes und die Lage der Umfalzungen der Lamellen. So wird der Luftstrom gleich an mehreren Stellen bei seinem Weg durch den Kühler hindurch gestört. Der Leistungstest wird zeigen, wo die Stärken des Kühlers liegen.

Der Kühler im Detail

Während die Lamellen aus Aluminium gefertigt sind, bestehen sowohl die Heatpipes, als auch die Bodenplatte aus Kupfer. Beides wurde zudem vernickelt um das Metall besser zu schützen. Auf der Bodenplatte, welche die fünf 8-mm-Heatpipes aufnimmt, befinden sich drei kleine Erhebungen. In diesen wird später die Halterung arretiert. Dadurch wird der Kühler sicher zentral auf dem Prozessor befestigt und kann nicht hin und her rutschen. Die fünf Heatpipes verlaufen in großen Bögen von der Bodenplatte in die Lamellen.
Die massive Bodenplatte aus Kupfer, welche die fünf Heatpipes aufnimmt, ist zum Schutz vor Korrosion vernickelt. Um den Boden während des Transports vor Schmutz und Kratzern zu schützen, ist eine Schutzfolie auf diesem aufgebracht. Diese lässt sich jedoch leicht entfernen und hinterlässt keine Rückstände.
Die Lüfter, die Phanteks bei den vier verschiedenen Farb-Varianten beilegt, passen farblich immer zum entsprechenden Kühler, technisch sind sie jedoch identisch. So arbeiten die Lüfter, welche den Namen PH-F140TS tragen, mit 1.200 U/min und erzeugen dabei einen Luftstrom von rund 133 m³/h. Die Lautstärke im 12-Volt-Betrieb liegt laut Phanteks bei 19 dB(A), bei einer Leistungsaufnahme von 1,8 Watt. Auffallend bei den Lüftern sind zwei Dinge. Zum einen besitzen sie nur drei statt der sonst üblichen vier Streben, was für einen verminderten Luftwiderstand sorgt, zum anderen besitzen die neun Lüfterblätter alle unterschiedlich angeordnete Erhebungen, welche sich Maelström Vortex Booster nennen. Diese sollen den Luftdurchsatz steigern ohne die Lautstärke zu erhöhen. Das Anschlusskabel der Lüfter ist 39 Zentimeter lang und mit weißem, blickdichtem Sleeve ummantelt. Der Anschluss erfolgt über einen 3-Pin-Stecker.
Befestigt werden die Lüfter mit Hilfe von drei Metallklammern, welche ähnlich dem Noctua NH-D14 am Lüfter angebracht werden. Genutzt werden hierbei die Montagelöcher von 120-mm-Lüftern. Native 140-mm-Lüfter, welche nicht einen Lochabstand von 10,5 Zentimetern besitzen, können nicht am Kühler befestigt werden. Auch Lüfter die einen durchgängigen Montagesteg besitzen, können nicht montiert werden. Drei Lüfter kann der PH-TC14PE aber problemlos aufnehmen, genügend Montageklammern liegen dem Kühler bei.

Die Montage

Platz ist das was der Phanteks PH-TC14PE braucht. In der Höhe machen die 163 Millimeter nicht sonderlich Probleme, kritisch wird es jedoch beim Arbeitsspeicher. Die Montage selbst gestaltet sich einfach. Die Backplate wird mit dem Mainboard und zwei Haltestegen verschraubt. Der Kühler wird anschließend mit einer Montagebrücke, welche bereits Schrauben mit Federn besitzt, an den beiden Bügeln befestigt. Leider liegt kein langer Schraubendreher bei, so sollte man diesen rechtzeitig organisieren, da dieser die Montage deutlich erleichtert.
Wird der Kühler zum Gehäusedeckel ausgerichtet, überragt der Kühler bei unserem Testsystem "nur" zwei RAM-Steckplätze. Solange auf den Speichern aber keine hohen Heatspreader montiert sind, bereitet dies keine Probleme. Anwendern mit AMD-Systemen steht diese Ausrichtung nicht zur Verfügung.
Phanteks hat sich bei diesen Systemen auf die Ausrichtung zur Gehäuse-Rückwand beschränkt, auf Intel-Systemen kann der Kühler wieder frei ausgerichtet werden. Platztechnisch wird es bei dieser Ausrichtung aber gerade bei den RAM-Bänken eng. Drei RAM-Bänke werden komplett überragt, am vierten "kratzt" der Lüfter bereits am Heatspreader. Von der Höhe her kann der Lüfter relativ frei positioniert werden, er muss keinesfalls so tief wie auf den Bildern zu sehen angebracht werden.
Testaufbau & Testablauf

Unser Testsystem setzt sich wie folgt zusammen:
- ASUS P6X58D-E
- Intel Core i7 920 @ 3400 MHz @ 1,25 Volt
- 3x2 GB Crucial Ballistix @ 1.363 MHz @ 1,64 Volt (7-7-7-24 2T)
- Palit GeForce GTX 470
- Enermax LibertyECO 620W
- Western Digital WD64001AALS-00J7B0
- LG HL-DT-ST GH22NS50
- Aquacomputer Aquaero 4.00
- mCubed T-Balancer BigNG + 4 digitale Sensoren
- Scythe Kaze Jyu Slim (Systemlüfter @ 12 Volt)

Der Testaufbau und -Ablauf sieht wie folgt aus.
Der Test der Kühler mit den Original-Lüftern erfolgt bei zwölf und fünf Volt, bei beiden Tests geben wir die Drehzahl mit an, mit der der Lüfter im Schnitt gearbeitet hat, diese runden wir in 25er-Schritten. Ausgelesen werden die Drehzahlen mit Hilfe des Aquacomputer Aquaero 4.0 (Review).

Die Vergleichstests mit einheitlichen Lüftern erfolgen mit Hilfe eines Scythe Kama Flex 1900. Diesen regeln wir mit einer Aquacomputer Aquaero 4.0 auf die Drehzahlen 1.850, 1.300 und 700. Unterstützt ein Kühler 140-Millimeter-Lüfter werden zusätzlich Testläufe bei 1.700, 1.200 und 700 Umdrehungen mit einem Noiseblocker NB-BlackSilentPro NB-PK3 getätigt.

Wir nutzen bei unseren Tests eine einheitliche Wärmeleitpaste, um auch hier etwaige Schwankungen ausschließen zu können. Zum Einsatz kommt hierfür Noctua NT-H1 (Review).

Jeder Kühler muss mit jeder der Konfigurationen mehrere Testläufe über sich ergehen lassen. Neu ist, dass wir die Kühler nur noch zur Rückseite des Gehäuses hin ausrichten. Für das Einheizen in den Last-Phasen haben wir uns für das Tool Core Damage entschieden. Protokolliert werden die Temperaturen der CPU mit dem Tool Core Temp 0.99.7. Die Temperatur der Umgebungsluft wird in einem Abstand von rund fünf Zentimetern vor dem Lüfter mit Hilfe von vier digitalen Sensoren eines mCubed T-Balancer bigNG gemessen.

Aus den in den Testläufen ermittelten Daten errechnen wir dann die durchschnittliche Temperatur des Prozessors in Abhängigkeit zur Umgebungstemperatur. Die Temperaturen werden immer als Differenz zur Umgebungstemperatur angegeben. Gemäß der Konvention machen wir die Angaben in Kelvin, wobei ein Kelvin einem Grad Celsius Temperaturdifferenz entspricht. Natürlich ist auch eine solche Datenmenge nicht vor Messtoleranzen gefeit und so sind trotz des getätigten Aufwandes Schwankungen im Bereich von 0,5 Kelvin bei den gemessenen Temperaturen möglich.


Wir möchten an dieser Stelle nochmals den Hinweis geben, dass die erreichten Temperaturen stark in Abhängigkeit vom genutzten System sind und auch auf ähnlichen Systemen abweichen können. Jedoch lassen sich die Kühler untereinander gut vergleichen, da alle die gleiche Grundlage für ihren Test haben.

Testergebnisse - Übersicht

Den Anfang bei unserer Testauswertung macht wie immer der Ergebnisvergleich. Hierbei werden alle erreichten Werte in einem Diagramm zusammengefasst, was einen guten Überblick darüber bringt, welche Lüfterbestückung oder Drehzahlen dem Kühler am besten liegen.


Der Phanteks PH-TC14PE kann bis zu drei Lüfter aufnehmen, solange diese über die entsprechenden Montagebohrungen verfügen. So kamen bei unseren Testläufen neben den beiden von Phanteks beigelegten PH-F140TS lediglich unsere 120-mm-Referenz-Lüfter zum Einsatz. Bei 700 U/min liegt der Unterschied zwischen einem und zwei Lüftern bei rund neun Kelvin, bei maximaler Drehzahl (1.850 U/min) sind es hingegen nur noch zwei Kelvin. Gerade bei niedrigen Drehzahlen lohnt es sich also mehr als nur einen Lüfter zu verbauen, wobei der dritte Lüfter die Kühlleistung verhältnismäßig wenig steigert (Temperatur wird je nach Drehzahl zwischen 2,0 und 0,5 Kelvin). Hier (Link) findet ihr auch noch ein Diagramm unserer 140-mm-Referenztests, um die gezeigte Leistung des Originalsetup einordnen zu können. Die Werte sind allerdings auf Grund unterschiedlicher Lüfterbestückung und -typs nicht direkt vergleichbar.


Test - Serienbelüftung mit zwölf Volt


Die beiden 140-mm-Lüfter des PH-TC14PE drehen im 12-Volt-Betrieb mit 1.250 bzw. 1.200 U/min. Die Lüfter-Kühler-Kombination ist dabei deutlich hörbar, fällt aber nicht unangenehm auf. Die Kühlleistung reicht dann aus um sich auf dem zweiten Platz zwischen dem Thermalright Silver Arrow und dem Prolimatech Genesis ''Dual Red Vortex Edition'' zu platzieren.


Test - Serienbelüftung mit fünf Volt


Im 5-Volt-Betrieb zeigt der PH-TC14PE was er kann und katapultiert sich hier auf den ersten Platz wobei er deutlich vor dem Prolimatech Genesis ''Dual Red Vortex Edition'' und dem Scythe Yasya landet. Der Vorsprung auf den geteilten zweiten Platz beträgt satte 2,9 Kelvin, was aber auch der Doppel-Belüftung mit 140-mm-Lüftern geschuldet ist.

Test - Single-Referenz-Belüftung (Scythe Kama Flex)

Als erster Test kommt unser Referenztest mit der Single-Belüftung eines Scythe Kama Flex 1900.


1.850 Umdrehungen pro Minute



1.300 Umdrehungen pro Minute



700 Umdrehungen pro Minute


Mit einem 120-mm-Lüfter bestückt, welcher zentral im Kühler verbaut wurde, kann der Phanteks PH-TC14PE gerade bei 1.850 U/min überzeugen. Auch hier platziert er sich knapp hinter dem Thermalright Silver Arrow. Ähnlich wie dieser läßt aber auch beim PH-TC14PE die Kühlleistung mit abnehmender Drehzahl stärker nach als bei den Single-Tower-Kühlern. Bei lediglich 700 U/min liegt der Phanteks PH-TC14PE nur noch auf dem siebten Platz, 3,9 Kelvin beträgt die Differenz zum ersten Platz. Erwähnt werden sollte aber noch, dass der PH-TC14PE dann immer noch der zweit-beste Dual-Tower-Kühler hinter dem Coolink Corator DS ist.

Test - Dual-Referenz-Belüftung (Scythe Kama Flex)

Nach den Testläufen mit einem 120-mm-Lüfter folgen die Testläufe mit doppelter Bestückung.


1.850 Umdrehungen pro Minute



1.300 Umdrehungen pro Minute



700 Umdrehungen pro Minute


Mit zwei 120-mm-Lüftern ausgestattet rangiert der Phanteks PH-TC14PE auf den Plätzen zwei bis vier, wobei die Unterschiede der Kühler untereinander in diesem Bereich generell sehr sehr gering sind und man für den Praxiseinsatz sagen kann, dass die Kühler auf einer Augenhöhe agieren.

Test - Passiv (ohne Lüfter)

Neu bei unseren Tests schauen wir bei einigen der Kühler, welche sich durch ihre Bauweise oder ihre Testergebnisse bei den Aktiv-Tests hervorheben, die Passiv-Fähigkeiten an. Hierzu müssen die Kühler komplett passiv den Prozessor kühlen, welcher aber natürlich nicht mit dem Default-Settings betrieben wird. Bei einer Abwärme von 98 (2.400 MHz@1,1 Volt) , 67 (2.160 MHz@1,0 Volt) und 50 (1.800 MHz@0,9 Volt) Watt müssen die Kühler zeigen was sie ohne Belüftung können. Durch den offenen Aufbau unterstützten hierbei auch keine Gehäuselüfter den Abtransport der Abwärme.


Passiv-Setup 1 - 98 Watt


Die 98 Watt, welche der Prozessor in unserem Passiv-Setup 1 an Abwärme abgibt, sind auch für den Phanteks PH-TC14PE zu viel.

Passiv-Setup 2 - 67 Watt


Anders schaut es bereits beim Passiv-Setup 2 aus. Hier kann sich der PH-TC14PE auf einem sehr guten dritten Platz setzen. Besser schneiden bei der Last von 67 Watt nur der Scythe Orochi und der silentmaxx BigBlock ab, der Vorsprung auf den Scythe Susanoo und den be quiet! Dark Rock Pro C1 beträgt zudem über drei Kelvin.

Passiv-Setup 3 - 50 Watt


Und so verwundert es nicht, dass der Kühler von Phanteks auch beim Passiv-Setup 3 überzeugen kann. Ebenfalls hinter den beiden Giganten aber noch deutlich vor den "normalen" Kühlern landet der PH-TC14PE auf einem erneut guten dritten Rang.

Fazit

Für ein "Erstlingswerk" können wir dem PH-TC14PE von Phanteks ein sehr positives Fazit ausstellen. Schon der Transportschutz, welche durch große Schaumstoffpolster realisiert wird, und auch der Lieferumfang, in dem bereits zwei 140-mm-Lüftern enthalten sind, wissen zu überzeugen. Auch das dritte Paar Halteklammern für Lüfter ist durchaus positiv, leider können nur 120-mm-Lüfter bzw. Lüfter mit dem Lochabstand von 120-mm-Lüftern verbaut werden. So würden wir uns noch eine Unterstützung von nativen 140-mm-Lüftern wünschen. Bei der Verarbeitung kann der PH-TC14PE ebenfalls überzeugen und das vierfach vorhandene Farbschema ist etwas, das durchaus zu gefallen weiß. Ob die verfügbaren Farben den Geschmack des Anwenders treffen hängt natürlich immer vom Nutzer selbst ab. Bei der Montage mach Phanteks auch nichts verkehrt, auch wenn die freie Ausrichtung auf AMD-Systemen wünschenswert wäre. Beim wichtigsten Teil des Reviews - den Leistungstests - schlug der Kühler von Phanteks sehr gut ein. Nicht nur die Kühlleistung mit den beiliegenden Lüftern ist sehr gut, auch im Referenz- und im Passiv-Vergleich gehört der PH-TC14PE zu den besten aktuellen Kühlern. Alles in allem ist das Gesamtpaket, welches geschnürt wird, wirklich gut. Preislich liegt der Kühler mit seinem Einführungspreis von 85 Euro jedoch recht hoch und so wird sich zeigen, ob der Markt bereit ist die veranschlagte Summe für den Kühler zu zahlen oder eben nicht. Wir vermuten aber, dass sich der Straßenpreis recht schnell nach unten korrigieren wird.


Pro & Contra

Pro
+ sehr guter Transportschutz
+ zwei Lüfter im Lieferumfang enthalten
+ sehr gute Verarbeitung
+ sehr gute Kühlleistungen auch im Passiv-Betrieb

Contra
- hohes Gewicht
- großer Platzbedarf
- keine Aufnahme von nativen 140-mm-Lüftern


Award

Für die gezeigten Leistungen verleihen wir dem Phanteks PH-TC14PE_RD unseren DeXgo-Gold- und unseren DeXgo-Silence-Award.
DeXgo-Gold-Award DeXgo-Silence-Award

Danksagung

Dieser Artikel entstand mit freundlicher unterstützung von Caseking.

Weitere Informationen

Dieser Artikel wurde von Mephisto verfasst.
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