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Lamptron FC9


Einleitung

Auch bei den Lüftersteuerungen gibt es mittlerweile ein breites Spektrum an Produkten. Ob aus Plastik oder Metall, mit Drehregler, Schieberegler oder gar per elektronischer Steuerung, mit oder ohne Display - die Auswahl ist riesig. Lamptron war und ist einer der ersten Hersteller, welcher sich schon zeitig versucht hatte von der Masse abzuheben. So veröffentlichte das Unternehmen bereits im Jahr 2008 zwei Lüftersteuerungen, welche deutlich mehr Leistung schalten konnten als damalige Vergleichssteuerungen. Die Rede ist von der Fan-atic und der Hummer. Konnten die beiden Steuerungen jedoch die angeschlossenen Geräte nur auf fest definierte Werte Regeln, so ermöglicht es die FC9 vier Kanäle unabhängig voneinander zwischen null und zwölf Volt stufenlos zu regeln. Dank der 50 Watt, welche jeder Kanal maximal verträgt, bietet sich ein breites Spektrum an Einsatzmöglichkeiten. Wie die Lamptron FC9 im Test abschneidet, zeigt das folgende Review.

Verpackung & Lieferumfang

Die FC9 (Fan Controller 9 = Lüftersteuerung 9), wie der profane Name der Steuerung lautet, wird in einem schwarzen Karton ausgeliefert. Auf der Umverpackung befinden sich einige Bilder der beleuchteten Steuerung sowie alle wichtigen technischen Daten. Zu diesen zählen neben der maximalen Ausgangsleistung auch die Anzahl der Kanäle oder auch die empfohlene Leistungsklasse des genutzten Netzteiles. Im Karton wird die FC9 durch Schaumstoff geschützt und vom Lieferumfang getrennt. Eine Beschädigung während des Transports ist so so gut wie nicht möglich.
Zum Lieferumfang der Lamptron FC9 gehören neben der eigentlichen Lüftersteuerung noch ein Produktkatalog, die Bedienungsanleitung, vier schwarze Montageschrauben und vier Lüfterverlängerungskabel.
Spezifikationen
Abmessungen (Höhe x Breite x Tiefe):43 x 149 x 76 Millimeter
Gewicht:270 Gramm
Material Front:Aluminium
Material Korpus:Stahl
Regelbereich:0 - 12 Volt
Anzahl Lüfterkanäle:4x 3-Pin (offen)
Max. Belastbarkeit je Kanal:50 Watt
Stromversorgung: 3x 4-Pin-Molex
Preis:45 Euro (Stand Dezember 2011)

Äußere Ansichten

Die FC9 gibt es in zwei Versionen. Einmal mit einer silbernen und einmal mit einer schwarzen Blende. Unschwer zu erkennen ist, dass es sich bei unserem Sample um die schwarze Variante handelt. Die Front besteht bei dieser aus schwarzem Aluminium, der Korpus aus ebenfalls schwarzem Stahl. Die Regelung der vier Kanäle erfolgt durch vier Schieberegler. Die Geräte, großteils vermutlich Lüfter, können entweder direkt oder durch die 50 Zentimeter langen Verlängerungskabel mit der FC9 verbunden werden. Die Stromversorgung der FC9 erfolgt über drei 4-Pin-Molex-Anschlüsse. Lamptron weist auch ausdrücklich darauf hin, dass diese auch komplett angeschlossen werden müssen, will man die Steuerung bis an die Grenzen belasten. Daher auch die Empfehlung ein Netzteil mit mindestens 600 Watt einzusetzen.
Die Aluminium-Front ist sehr sauber verarbeitet und hinterlässt einen erstklassigen Eindruck bei uns. Der Lamptron- und der FC9-Schriftzug sind gut zu lesen und halten sich dennoch recht dezent im Hintergrund. Seitlich besitzt die FC9 kleine Öffnungen, welche mit Meshgitter hinterlegt sind. Diese dienen der späteren Anzeige der Aktivität. Geregelt werden die vier einzelnen Kanäle durch Schieberegler, welche sich leicht bewegen lassen, aber dennoch gutes Feedback über ihre Position geben. Was uns aber direkt nach dem Auspacken schon auffiel: Die Hebel sind schief. So liegt dies aber weniger an dem Teil, welcher intern das Potentiometer bewegt sondern viel mehr an dem Stück, welches als "Griff" montiert ist. Diese sind leider nicht sehr ordentlich angebracht, was zu dem unsauberen Erscheinungsbild führt. So etwas sollte definitiv nicht vorhanden sein.
Die FC9 besteht aus zwei Platinen. Während die vorderer Platine die Schieberegler und die Leuchtdioden beherbergt, sind auf der hinteren Platine die Bauteile zur Spannungsregelung untergebracht. Verbunden werden beide Platinen durch zwei seitlich untergebrachte 7-fach Stiftleisten. Um einen sicheren Halt zu gewährleisten sind die Platinen noch miteinander verschraubt. Neben einigen Widerständen und IC-Bausteinen erkennt man auch deutlich die vier 25V330uF-Kondensatoren, welche für die Glättung der Spannung sorgen. Die 3-Pin-Anschlüsse befinden sich auf der Innenseite neben einer Spule und dem dazugehörigen Spannungswandler.
Die Farbe, in der die FC9 leuchtet, kann durch drei Jumper eingestellt werden. Zur Auswahl stehen hierbei die Farben Weiß, Blau, Grün, Cyan, Rot, Lila und Gelb. Wer keine seitlich Beleuchtung möchte, kann diese durch einen weiteren Jumper komplett deaktivieren. An dieser Stelle wollen wir ein Wort zur Verarbeitung der Platinen verlieren. So irritierte uns vor allem, dass sämtliche Spannungswandler und IC-Bausteine angeschliffen bzw. die Beschriftung abgeschliffen wurde. Dieser Staub setzt sich auf der gesamten Platine ab und hinterlässt optisch ein weniger guten Eindruck. Auch der teilweise recht großzügige Umgang mit Lötzinn wirkt optisch nicht gut. Bei den Kontakten selbst haben wir aber keine Unregelmäßigkeiten feststellen können, alle Bausteine sind fest und sitzen auch gerade auf den entsprechenden Lötstellen.

Inbetriebnahme & Messergebnisse

Wie bereits erwähnt hat der Anwender bei der FC9 die Auswahl aus insgesamt sieben verschiedenen Farben. Diese werden durch einfaches Umstecken der Jumper auf der Innenseite ausgewählt. Dies muss jedoch vor dem Einbau erledigt werden, da im eingebauten Zustand die Jumper kaum noch zu erreichen sind. Die Ausleuchtung ist relativ gleichmäßig, zwischen einigen Farben fallen die Unterschiede aber recht gering aus. So sind Cyan und Lila dem Blau sehr ähnlich. Wirklich farbintensiv sind nur die drei Grundfarben der Beleuchtung, Rot, Grün und Blau.
Bei gedämpften Umgebungslicht ist die Beleuchtung deutlich stärker zu sehen, aber auch hier sind die Farbdifferenzen zwischen Cyan, Lila und Blau nur sehr gering.
Die Intensität bzw. die Helligkeit der Hintergrundbeleuchtung ist zudem noch vom Stand der Schieberegler abhängig. Ist keiner der Kanäle aufgedreht, so leuchtet auch nichts. Je höher die Kanäle aufgedreht werden, desto heller leuchten auch die LED. Dabei ist es aber egal, ob nur einer oder alle Kanäle aufgedreht werden, da sich die Beleuchtung am am weitesten aufgedrehten Kanal orientiert.
Kommen wir nun zu den Leistungsmessungen. Um den Regelbereich besser einschätzen zu können, haben wir auch gemessen, welche Spannung das Netzteil auf der 12-Volt-Schiene bereitstellt. So lag die vom Netzteil bereitgestellte Spannung während des Testes bei 12,25 Volt, was auch die maximal ausgegeben Spannung der Lamptron FC9 ist. Die angegebenen null Volt, auf die sich die angeschlossenen Geräte herunter regeln lassen sollen erreichen wir jedoch nicht. Minimal liegen rund 1,5 Volt pro Kanal an. Je höher die einzelnen Kanäle belastet werden, desto geringer fällt aber auch die anliegende Spannung aus. Diese bricht aber nicht um mehrere Volt ein, sondern verringert sich im Bereich von rund 0,3 bis 0,5 Volt - dies kann aber auch am Netzteil selbst liegen. Einen Startboost besitzt die Lamptron FC9 nicht.

Fazit

Lamptron ist nicht neu im Markte der Lüftersteuerungen und das merkt man auch. So versuchte man ein paar nützliche Dinge mit Altbewährtem zu kombinieren, nur leider hat das nicht immer geklappt. Die FC9 erreichte uns sicher verpackt und ihr lag alles bei, was man zum Betrieb benötigt. Bei der Verarbeitung kann die ausgefräste Aluminium-Front punkten, was aber ein No-Go ist, sind die schiefen Hebel der Potentiometer. Optisch mehr als unschön wirkt sich diese "Fehlstellung" nicht auf die Bedienung aus und diese funktioniert sehr gut. Die Regler lassen sich leicht verschieben und verrutschen auch nicht. Die Hintergrundbeleuchtung kann frei gewählt werden, dies muss aber vor der Installation erfolgen. Im Betrieb zeigt die FC9 ein gutes Regelverhalten, auch wenn die versprochenen null Volt in der untersten Stellung nicht erreicht werden konnten und somit die Lüfter bzw. die angeschlossenen Geräte nie komplett von der Spannung getrennt werden können. Insgesamt ist die Lamptron FC9 keine schlechte Steuerung, aber gerade die schiefen Regler kosten ihr am Ende wertvolle Bewertungspunkte. Erhältlich ist die FC9 ab rund 45 Euro.


Pro & Contra

Pro
+ einfache Bedienung
+ Farbe der Beleuchtung frei einstellbar
+ kann bis zu 50 Watt pro Kanal regeln...

Contra
- ... benötigt deswegen aber auch drei 4-Pin-Molex-Anschlüsse
- Schieberegler schief


Award

Wir verleihen der Lamptron FC9 unseren DeXgo-Bronze-Award und für die hohe maximale Belastbarkeit unseren DeXgo-Power-Award
DeXgo-Bronze-Award DeXgo-Power-Award

Danksagung

Dieser Artikel entstand mit freundlicher unterstützung von Lamptron.

Weitere Informationen

Dieser Artikel wurde von Mephisto verfasst.
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