» Artikel » Reviews » CM Storm Sirus

CM Storm Sirus


Einleitung

CM Storm ist mittlerweile im Markt für Gehäuse beinahe so etabliert wie die Mutterfirma Cooler Master. Die typische schwarz-rote Farbkombination erstreckt sich jedoch in der Produktpalette von CM Storm neben Eingabegeräten auch auf Gamingbestandteile wie Headsets. Die Kommunikation mit den Spielpartnern ist für zahlreiche Spiele elementar und häufig noch wichtiger ist ein guter Klang. Surroundsound ermöglicht dabei beim Nutzer ein besonders intensives Spielerlebnis, da die Ortung von Gegnern bereits über das Gehör geschehen kann und die Realitätsnähe des Spiels deutlich gesteigert wird. Das CM Storm Sirus bietet auf dem Papier echten 5.1 Surroundsound und steht anderen Produkten der Firma im Punkt Design um nichts nach. Wir wollen testen, ob der Klang tatsächlich auch im Spiel überzeugen kann, ob sich das Headset auch außerhalb von Computerspielen lohnt und wie benutzerfreundlich das Gerät ist.

Verpackung & Lieferumfang
Die Verpackung des Sirus ist wie für CM Storm üblich in Schwarz und Rot gehalten und weist ein auffälliges Design auf. In der Vorderseite findet sich eine Schicht aus durchsichtigem Plastik, welche sich auch über die rechte Seite der Verpackung streckt und einen Blick auf den Kopfhörer sowie das zugehörige Modul zur Klangsteuerung erlaubt. Zudem ziert die Vorderseite eine Abbildung des Headsets, der Produktname und ein Verweis auf den Gewinn des reddot design Awards im Jahre 2011. Auf der linken und auf der Rückseite finden sich weitere Abbildungen des Produkts, sowie eine Aufführung der Funktionen und eine Produkbeschreibung.
Der Lieferumfang besteht neben dem Headset und der Bedieneinheit zur Klangregelung aus zwei zusätzlichen Ohrpolstern aus Kunstleder, dem Verbindungskabel zum Computer sowie einem Pappumschlag, in dem sich Software-CD und Quickstart-Heftchen finden. Alles ist sicher verstaut und ohne Probleme aus dem Karton zu entfernen.
Spezifikationen
Kopfhörer:
Impendanz:30 Ohm
Impendanz (Subwoofer):16 Ohm
Frequenz:10 Hz – 20 KHz
Sensitivität:>105 dB(A)
Lautsprecher-Größe:30 Millimeter
Lautsprecher-Größe (Subwoofer):40 Millimeter
Kabellänge:125 Zentimeter
Ohrpolstermaterial:Mikrofaser
Gewicht (inkl. Kabel):440 Gramm  
Mikrophon:
Direktivität:uni
Impedanz:2.2k Ohm
Frequenz:100 Hz – 10,000 Hz
Sensitivität:-46 dB(A) ±3dB(A)
Allgemein:
Anschluss:2x USB 2.0 oder 1x USB 2.0, 3x Audio-In, 1x Mic-Out
Kabellänge (Anschluss):85 Zentimeter

Das Headset im Detail
Das CM Storm Sirus besteht aus matt grauen Kunststoff. Einmal um das gesamte Headset zieht sich ein etwas dunklerer grauer Streifen aus ebenfalls mattem Gummi. Das Gerät ist daher insgesamt unanfällig für Fingerabdrücke oder Kratzer. An der Oberseite ist in das Gummi der CM-Storm-Schriftzug eingelassen. Die maximale Höhe von der Unterseite der Ohrpolster bis zur Oberseite beträgt 24 Zentimeter. Das Gewicht des Sirus liegt bei etwa 450 Gramm, in denen bereits das Anschlusskabel innbegriffen ist.
An der oberen Seite des Kopfbügels befindet sich ein etwa zwei Zentimeter dickes, schwarzes Polster, das mit dem gleichen Stoff überzogen ist, wie die Ohrpolster. An den Seiten lässt sich das Headset an einem Gelenk um etwa vier Zentimeter pro Seite vergrößern, sowie leicht vertikal schwenken. Dies ermöglicht ein Anpassen an die meisten Kopfformen und Kopfgrößen. Außerdem findet sich an den Seiten auf dieser Höhe je ein Buchstabe, der angibt wie herum das Headset aufzusetzen ist.
An der linken Ohrmuschel befinden sich sowohl das Mikrofon, als auch das, mit schwarzem Gewebeschlauch ummantelte, Anschlusskabel. Das Kabel weist eine Länge von rund 125 Zentimetern auf und ist trotz einem Durchmesser von einem halben Zentimeter weder zu steif noch neigt es dazu sich leicht zu verknoten. Der Mikrofonarm ragt von der Mitte der Ohrmuschel ausgehend etwa 15 Zentimeter nach vorn und lässt sich um 140 Grad nach oben bzw. unten bewegen. Aufgrund eines sehr flexiblen fünf Zentimeter langen Stückes in der Mitte des Arms, lässt sich das an der Spitze befindliche Mikrofon gut auf Höhe des Munds bringen. Neben fünf kleinen Löchern, die den Schall zum eigentlichen Mikrofon passieren lassen, findet sich an der Spitze des Mikrofonarms ein kleiner Bereich aus durchsichtigem Kunststoff, welcher bei Signaleingang rot hinterleuchtet ist.
Neben dem Mikrofon sind bei Headsets natürlich, wie auch bei gewöhnlichen Kopfhörern, die Ohrmuscheln, sowie die darin befindlichen Lautsprecher von großer Bedeutung. Technisch bietet das CM Storm Sirus je drei 30 Millimeter Lautsprecher mit einer Impedanz von 30 Ohm pro Seite für Höhen- und Mittenwiedergabe, sowie einen Subwoofer mit einem Durchmesser von 40 Millimetern und einer Impedanz von 16 Ohm. Während sich der Subwoofer im unteren Teil der Ohrmuschel befindet, liegen darüber zwei und oberhalb ein weiterer der 30-Millimeter-Lautsprecher.
Die vor die Lautsprecher montierten Ohrpolster lassen sich mit etwas Kraft abnehmen. Somit kann der Nutzer zwischen den zwei möglichen Varianten aus entweder Mikrofaser, oder einer glatten, lederähnlichen Ausführung wählen. Beide möglichen Ohrpolster haben eine annähernd rechteckige Form mit abgerundeten Ecken und weisen im Inneren eine Höhe von sechs und eine Breite von drei bis vier Zentimetern auf. Dies genügte im Test um das gesamte Ohr zu umschließen, sodass der etwa zwei Zentimeter breite Rand außerhalb des Ohrs auf dem Kopf auflag.

Der Controller im Detail
Um das Headset Sirus benutzen zu können bedarf es einer von zwei Möglichkeiten, die CM Storm seinen Kunden anbietet. Die sicherlich weniger eindrucksvolle, ist der Anschluss des Kopfhörerkabels and eine Kabelpeitsche, die in vier 3,5-Millimeter-Klinke-Anschlüssen und einem vergoldetem USB-Anschluss endet. Diese Peitsche weist eine Länge von 95 Zentimetern bzw. 115 Zentimetern für den USB-Anschluss auf und lässt sich recht einfach an den Rechner anschließen, allerdings beanspruchen die vier Audiokabel doch einigen Raum an der Rückseite des Gehäuses.
Eine weitaus bequemere Möglichkeit der Verbindung des Headsets mit dem Computer bietet ein Controller, den CM Storm dem Headset beilegt. Angeschlossen wird dieser einzig durch zwei wiederum vergoldete USB-Anschlüsse. Die Länge des Anschlusskabels beträgt diesmal nur 85 Zentimeter, allerdings befindet sich an dem Controller auch noch der Anschluss für das Headset, welcher weitere 5 bis 10 Zentimeter ermöglicht. Neben der kleineren Zahl an benötigten Anschlüssen bietet diese Anschlussmöglichkeit auch noch einen wesentlich größeren Vorteil der Kabelpeitsche gegenüber.
Auf dem etwa 250 Gramm schweren, kreisrunden Gerät mit einem Durchmesser von etwa zehn Zentimetern und einer Höhe von rund 3,5 Zentimetern befinden sich sowohl drei Tasten, als auch ein Drehrad, sowie beleuchtete Anzeigen mit den Titeln: Rear, Front, Master, Center und Bass. Dies alles ermöglicht im Betrieb einige Einstellungsmöglichkeiten für den Klang, sowohl des Kopfhörers, als auch des Mikrophons. Für einen sicheren Halt auf dem Schreibtisch sorgt zudem eine Anti-Rutsch-Fläche aus Gummi am Boden des Controllers.

Software
Bei heutigen Gaming-Headsets ist es beinahe zur Normalität geworden, eine Software mitzuliefern, die dem Benutzer Möglichkeiten bietet, den Klang des Headsets auf seine Bedürfnisse anzupassen. So liefert erfreulicherweise auch CM Storm sein Headset Sirus mit einer beiliegenden Software-CD aus. Die Installation erfolgt problemlos aus Windows XP und Windows 7 und auch ein Benutzer-Handbuch findet sich auf der CD.
Ist die Installation erledigt, erreicht man das Programm über ein Symbol auf der Taskleiste. Das nun öffnende Fenster besteht im Wesentlichen aus einem Bereich für die Kopfhörer und einem Bereich für das Mikrophon. Zwischen beiden lässt sich auf der linken Seite auswählen. Im oberen Bereich findet man eine Anzeige, die Auskunft über die momentanen Einstellungen gibt. In der rechten Ecke findet man zusätzlich einen Reiter für Einstellung zum Verhalten der Software, einen Lautstärkeschieberegler sowie einen Reiter namens Info, der zeigt, dass CM Storm bei der Software mit XEAR zusammengearbeitet hat. In wie fern erfährt man, wenn man sich die verschiedenen Möglichkeiten zur Klangbeeinflussung ansieht.
Zunächst gibt es eine umfassende Einstellungsmöglichkeit für die Lautstärke, hier lassen sich Gesamtlautstärke, sowie die Lautstärke für Front, Mitte und Hinten anpassen. Andere Menüpunkte, die sich beim Klick auf den Lautsprecher an der linken Seite öffnen sind Sample Rate, Equalizer und Steuerung für die Bassintensivität. Eine Besonderheit stellt sicher die Simulation einer 7.1 Lautsprecherkonfiguration dar. Unter diesem Punkt kann man durch Drehen der abgebildeten Lautsprecherkonfiguration sehr eindrücklich die Fähigkeiten der Raumklangs des CM Storm Sirus erkennen.
Eine nette kleine Spielerei stellen letztlich die sogenannten Environment Effects für den Kopfhörer und die Xear SingFX für das Mikrofon dar. Man kann damit seine Stimme weiblich bzw. männlich klingen lassen oder die Musik wie in einer großen Konzerthalle wiedergeben. Wirklich nützlich sind diese Effekte nur bedingt und auch die Umsetzung könnte etwas besser sein, allerdings sind sie auch wirklich nur ein Zusatz, der im täglichen Einsatz vermutlich eh nur selten zum Einsatz kommen wird.

Das CM Storm Sirus in Benutzung
Nachdem die Installation des Sirus im Test ohne Komplikationen verlaufen war testeten wir zunächst bei einfacher Musikwiedergabe die Einstellungsmöglichkeiten über die Software sowie den mitgelieferten Controller. Letzterer fiel insgesamt sehr positiv auf. Zum einen macht er sich gut auf dem Schreibtisch und erleichtert den Anschluss des Headsets an den Rechner und zum anderen erwies er sich als sehr ansprechend in der Benutzung. Die rote Hinterleuchtung war gut zu erkennen und das Rad ließ sich angenehm drehen. Dennoch ist beim Drehen des letzteren ein leichtes Auf und Ab zu bemerken, was jedoch nicht weiter stört. Die Tasten lassen sich gut bedienen und durch die Antirutschfläche, sowie das Gewicht bleibt der Controller auch meist an seinem Platz stehen. Die Software hingegen war nicht auf Anhieb leicht zu bedienen. Hat man aber erst einmal herausgefunden, dass die wesentlichen Einstellungen über einen Klick auf Speakers oder Mic durchzuführen sind, überzeugt die Vielfalt an Einstellungsmöglichkeiten doch auf ganzer Linie.
Nach diesen ersten Tests fällt auch schon auf, dass das Headset zwar deutlich auf dem Kopf zu spüren ist, jedoch keinesfalls auf eine unangenehme Weise. Das Headset ist nicht zu schwer und sitzt gleichzeitig sehr sicher auf dem Kopf. Die Größenanpassung an der Seite ist gut umgesetzt und auch die Flexibilität lässt nicht zu wünschen übrig.
Beim Mikrofonarm muss der Benutzer sich zunächst etwas überwinden die nötige Kraft aufzuwenden um das Mikrofon auf Mundhöhe zu bringen, allerdings hält es dafür dort aber auch umso fester. Das Hochklappen des Arms ist sehr angenehm, wenn man beispielsweise etwas trinken möchte, oder gerade einmal nicht spricht.
Das rot leuchtende Logo auf den Seiten des Headsets sowie das rote Leuchten am Mikrofonarm macht zudem optisch einiges her und rundet dem hochwertigen Eindruck des gesamten Headsets ab.
Für die Musikwiedergabe ist das CM Storm Sirus zwar mehr oder weniger geeignet allerdings nicht unbedingt die beste Wahl. Das Headset gibt besonders durch seine 5.1-Konfiguration den Sound nicht wirklich realistisch wieder und überspitzt die Bässe, die zurückgedreht allerdings wiederum im Hintergrund untergehen. Jedoch glänzt das Sirus dafür umso mehr in seinem eigentlichen Einsatzgebiet - der 5.1 Soundwiedergabe. Die Lokalisierung der Klänge war im Test recht genau und zahlte sich beim Spielen aus. Zudem lässt sich das Headset durch die Software und den Controller sehr vielfältig einstellen, wodurch nahezu jeder Nutzer seinen persönlichen Lieblingsklang mit dem Sirus finden sollte. Die Lautstärke war für uns vollkommen ausreichend. Eine leichte Verzerrung beginnt erst in einem Bereich, der auf Dauer für uns nicht zu ertragen gewesen wäre und hält sich selbst dort sehr in Grenzen.
Auch das Mikrofon machte seine Arbeit im Wesentlichen gut, auch wenn es zunächst erst richtig eingestellt werden muss. Neben der richtigen Position vor dem Mund waren auch Einstellungen an der Software nötig um einen guten Klang zu erreichen. Ausreichend für einfache Unterhaltungen konnte das Mikrofon allerdings nicht ganz mit dem sehr guten Klang des Kopfhörers mithalten. Es ist halt eher ein einfaches Mikrofon, welches zur einfachen Kommunikation während des Online-Gamings jedoch genügen sollte.

Fazit

Insgesamt hinterließ das CM Storm Sirus bei uns einen sehr guten Eindruck. Weitgehend hochwertige Verarbeitung, wie man sie von CM Storm gewohnt ist, sowie die große Vielfalt von Klangeinstellungsmöglichkeiten sind sicher die hervorzuhebenden Punkte, die für das Sirus sprechen. Zudem saß das Headset angenehm auf dem Kopf und eignete sich somit auch für längere Gamingsessions. Die Länge des Kabels fiel ebenfalls ausreichend aus und die Ummantelung sorgt sowohl für eine längere Lebensdauer, als auch für ein optisches Highlight. Neben dem Kabel tragen auch das beleuchtete Logo sowie die gesamte matte Optik dazu bei, das Headset zu einem stilvollen Begleiter auf jeder Lan-Party zu machen. Der Anschluss an den Rechner fiel dank Controller oder Kabelpeitsche sehr leicht und auch die wirklich umfangreiche Software konnte, wenn auch erst nach etwas Eingewöhnungszeit, bei uns mit ihren mehr oder weniger sinnvollen Features punkten. Der variable Klang und die Raumklangsimulation der Kopfhörer war besonders beim Spielen von großem Vorteil und auch für das Hören von Musik ließ sich mit dem Headset ausreichend umsetzen. Hervorzuheben ist außerdem der umfangreiche Lieferumfang, welcher neben der Wahlmöglichkeit zwischen der erwähnten Kabelpeitsche oder dem Controller zum Anschluss an den Computer auch zwei Paar Ohrpolster mit verschiedenen Eigenschaften für Klang und Sitz auf den Ohren, bzw. dem Kopf umfasste.
Nicht wirklich negativ, aber doch als etwas schwächer in der Leistung fiel uns im Test das Mikrofon auf. Es liefert beim besten Willen keinen schlechten Klang, jedoch ist der Klang der Kopfhörer umso viel besser, dass die Sprachqualität den insgesamt sehr guten Eindruck etwas mindert. Auch das etwas wackelige Drehrad an dem Controller passte nicht in das sonstige Gesamtbild.
Trotzdem überwiegen die positiven Eindrücke beim CM Storm Sirus. Der Hersteller hat es geschafft ein sehr gelungenes Headset auf den Markt zu bringen.
Das CM Storm ist für etwa 100 Euro im Handel erhältlich und liefert für diesen Preis ein sehr solides Ergebnis.


Pro & Contra

Pro
+ Lieferumfang (Controller, Software)
+ Klangvielfalt und Raumklang
+ ansprechendes Design
+ angenehmer Tragekomfort und guter Sitz
+ Ummanteltes Kabel mit ausreichender Länge
+ austauschbare Ohrpolster
+ insgesamt gute Qualität

Contra
- mit Ausnahme des Drehrads
- schwacher Klang des Mikrofons


Award

Wir verleihen dem CM Storm Sirus aufgrund der insgesamt guten Leistung, die einzig durch die etwas schwache Performance des Mikrofons getrübt wurde, den DeXgo-Silber-Award
DeXgo-Silber-Award

Danksagung

Dieser Artikel entstand mit freundlicher unterstützung von Cooler Master.

Weitere Informationen

Dieser Artikel wurde von FTSJack verfasst.
Weitere Informationen findest du in diesem » Forum Thread