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Xigmatek Prime SD1484


Einleitung

Lange Zeit hörte man in Deutschland nichts von Xigmatek, was neue CPU-Kühler betrifft. Wer das eine oder andere mal auf der internationalen Internetpräsenz geschaut hat, dem werden jedoch drei Kühler aufgefallen sein. Nun sind die drei Kühler - der Colosseum SM128164, der Venus XP-SD1266 und der Prime SD1484 - auch in Deutschland "angekommen" und werden nach und nach für den Endverbraucher verfügbar sein. Einem dieser drei Kühler, dem Prime SD1484, fühlen wir in unserem heutigen Review etwas auf den Zahn. Der Kühler ist nicht nur mit zwei 140-mm-Lüftern ausgestattet, sondern besitzt auch vier 8-mm-Heatpipes. Auch die bekannte H.D.T.-Technik ist wieder mit an Bord. Nachdem der letzte High-End-Kühler von Xigmatek - der Aegir - nicht ganz so überzeugen konnte, sind die Erwartungen die wir an den Kühler stellen natürlich besonders hoch. Wie der Prime sich schlussendlich aber wirklich schlägt, erfahrt ihr auf den folgenden Seiten.

Verpackung & Lieferumfang

Die Verpackung des Prime erinnert stark an die Verpackung des Aegir, jedoch verzichtet Xigmatek auf das bekannte Sichtfenster. Der Schutz, den der Kühler und das Zubehör dadurch erfährt, ist so auch deutlich besser. In Schaumstoff eingehüllt sind der Kühler, die Lüfter und das Zubehör untergebracht. Auf der Verpackung sind einige Bilder des Kühlers, Informationen zu den Features und auch die technischen Daten zu finden.
Neben dem eigentlichen Kühlkörper, dem Prime SD1484, befinden sich noch zwei 140-mm-Lüfter, vier Gummientkoppler, eine Tube Wärmeleitpaste, das Montagematerial sowie die Montageanleitung im Lieferumfang. Bei den Lüftern sei erwähnt, dass einer der beiden einen 3-Pin- und der zweite einen 4-Pin-Anschluss besitzt. Mehr dazu aber später im Abschnitt "Der Kühler im Detail - Teil 2".
technische Daten
Größe (H x B x T - ohne Lüfter):163 x 143 x 62 Millimeter
Gewicht (ohne Lüfter):680 Gramm
Material:Kupfer Heatpipe vernickelt, Aluminium Lamellen
Anzahl Heatpipes:4x 8 Millimeter
Anzahl Lamellen:46
Lamellenabstand:1,9 Millimeter
Lüfterplätze vorhanden:2x 120/140 Millimeter
Lüfter beiliegend:2x 140 Millimeter
Lüfterdrehzahl:(800) - 1.200 U/min
Fördermenge:152,60 m³/h
Lüfter Leistungsaufnahme:3,6 Watt
Lautstärke:18 dB(A)
Besonderheiten:2 Lüfter, PWM-Lüfter, H.D.T.
Kompatibilität:Intel 775, 1155, 1156, 1366, 2011
AMD AM2, AM2+, AM3, AM3+, FM1
Preis:50 Euro (Stand Februar 2012)

Der Kühler im Detail

Der Kühler erinnert auf den ersten Blick etwas an den Aegir SD128264, wer genauer hinschaut sieht dann aber dennoch viele Unterschiede. Zum einen besitzt der Prime SD1484 lediglich vier Heatpipes (der Aegir sechs), welche jedoch alle einen Durchmesser von acht Millimetern (Aegir 2x acht und 4x sechs Millimeter) besitzen. Auch wurden die Heatpipes nun vernickelt, um diese vor dem unschönen Anlaufen zu schützen, was bei Kupfer-Heatpipes häufig mit der Zeit eintritt. War der Aegir SD128264 auch nur für 120-mm-Lüfter ausgelegt, so kann der Prime SD1484 auch 140-mm-Lüfter aufnehmen.
Der Prime SD1484 ist bei den Abmessungen teilweise gewachsen, an einigen Stellen aber auch geschrumpft. So beträgt die Höhe nun rund 163 Millimeter und die Breite 143 Millimeter (Aegir SD128264 159 x 130 Millimeter). Die Tiefe ist von 67 auf 62 Millimeter geschrumpft und auch das Gewicht hat sich ein wenig auf 680 Gramm verringert.
Während die Heatpipes eine schützende Nickelschicht erhalten haben, wurden die Lamellen natürlich belassen. Die Lamellen, 46 an der Zahl, bestehen aus Aluminium und wirken daher etwas stumpf. Optisch gefällt dies vielleicht nicht jedem, Verarbeitungstechnisch zeigt der Prime SD1484 aber keine Schwächen. Um die Optik noch etwas auf zu werten und "deutlich" zu zeigen, von welchem Hersteller der Kühler ist, wurde zentral in die Lamellen das Xigmatek-Logo eingraviert.
Viele Hersteller setzen bei den Lamellen auf bestimmte Strukturen, um den Lufteinlass zu vereinfachen und somit einen geräuschärmeren Betrieb zu ermöglichen. Auch beim Prime SD1484 kommt eine "spezielle" Lamellenform zum Einsatz, bei der jeweils fünf Lamellen im Zentrum des Kühlers nach innen verjüngt werden. Insgesamt sechs solcher Segmente besitzt der Kühler, welche von jeweils zwei Lamellen getrennt werden. Der Kühler ist seitlich komplett offen gestaltet, was auch bei geringeren Drehzahlen für angenehme Temperaturen sorgen sollte, da die Luft leicht aus dem Kühler entweichen kann. Auch werden seitlich die Entkoppler, mit denen die Lüfter befestigt werden, im Kühler eingehakt.

Der Kühler im Detail

Bei der Draufsicht zeigen sich die genannten Lamellen-Blöcke sehr deutlich. Auch zu sehen, dass die Heatpipes paarweise angeordnet und nur paarweise versetzt im Kühler sind. Andere Hersteller verteilen die einzelnen Wärmeleitrohre gerne über die gesamte Kühlfläche, was zwar für eine bessere Wärmeverteilung in den Lamellen sorgt, gleichzeitig aber auch den Luftwiederstand des Kühlers erhöht. Schaut man sich den Prime SD1484 von unten an erkennt man auch die Böden, in denen die Heatpipes gebogen sind und auch, dass die unteren Lamellen zu den inneren Heatpipes keinen Kontakt haben.
Beim "Boden" setzt Xigmatek auf die patentierte H.D.T.-Technik, welche den Wärmeübergang vom Prozessor zum Kühler steigern soll. Geschützt sind die plan gefrästen Heatpipes während des Transportes durch die obligatorische Folie, welche sich frei von Rückständen entfernen lässt.
Der Prime SD1484 kommt gleich mit zwei 140-mm-Lüftern daher. Leider hat sich Xigmatek dafür entschieden, einen 3- und einen 4-Pin-Lüfter beizulegen. Geschuldet ist dies der Tatsache (so sagte man uns), dass der Y-PWM-Adapter patentrechtlich geschützt ist und somit nicht beigelegt werden kann. Für uns ist dies nicht direkt nachvollziehbar, bieten doch bereits etliche Mainboards mehr als einen PWM-Anschluss an. Bei zwei gleichen 3- oder 4-Pin-Lüftern (welcher wäre hierbei egal), könnte sich der Anwender wenigstens auf ein identisches Regelverhalten einstellen. Im 12-Volt-Betrieb arbeiten beide Lüfter glücklicher Weise mit den gleichen Drehzahlen, welche Xigmatek mit 1.200 U/min angibt. Der maximale Luftdurchsatz liegt dann bei 152,6 m³/h bei einer Lautstärke von lediglich 18 dB(A). Die Leistungsaufnahme beider Lüfter beträgt dann jeweils 3,6 Watt.
Wie bereits erwähnt werden die Lüfter mit Hilfe von Entkopplern am Kühler befestigt. Hierbei kommen ähnliche Entkoppler zum Einsatz, wie sie schon beim NZXT Havik 140 zu sehen waren. Ob die Entkoppler durch die Lamellen geführt oder über bzw. unter der obersten bzw. untersten Lamelle gespannt werden, ist dem Anwender überlassen. Beim Einsatz von 120-mm-Lüftern oder 140-mm-Lüftern mit 120er-Lochmaß spannen die Entkoppler deutlich am Kühler, bei 140-mm-Lüftern sitzen die Entkoppler straffer, üben aber keinen Druck mehr auf die Lamellen aus.

Die Montage

Die Montage des Prime SD1484 unterscheidet sich von der des Aegir SD128264 in einigen Punkten. Zwar kommt weiterhin eine Lösung mit Backplate und Montagerahmen zum Einsatz, die eingesetzten Teile (Muttern und Schrauben) wirken aber weitaus hochwertiger und lassen sich vor allem deutlich einfacher anbringen. Die Montage selbst läuft wie folgt ab: Als erstes müssen die Schrauben durch die Backplate gesteckt werden. Diese werden dann durch die Löcher des Mainboards geführt und von oben mit vier Kunststoff-Abstandshaltern fixiert. Anschließend kommen die Montagestege zum Einsatz, welche mit der Hilfe von vier Rändelmuttern an den Schrauben befestigt werden. Im Anschluss wird der Kühler durch eine Montagebrücke, welche Schrauben mit Federn besitzt, an den beiden Brücken befestigt.
Mit den mitgelieferten Lüftern fällt der Platzbedarf des Prime SD1484 - bei der Ausrichtung zum Gehäuse-Deckel - moderat aus. Da die Lüfter keine viereckige Form besitzen lassen diese viel Platz in Richtung der RAM-Bänke, der Kühler selbst ist zudem hoch genug um zumindest Arbeitsspeicher mit keinem oder nur leicht erhöhtem Heatspreader genügend Platz zu bieten. Auf allen unterstützten Sockeln kann der Kühler in dieser Ausrichtung montiert werden.
Ebenfalls auf allen Sockeln kann der Prime SD1484 in der folgenden Ausrichtung angebracht werden. Zur Gehäuse-Rückseite hin blasend blockiert der Kühler auf unserem Testsystem keinen RAM-Slot, die Einsparungen bei der Tiefe haben sich also gelohnt. AMD-Anwender werden sich zudem darüber freuen, dass der Kühler auch so angebracht werden kann.
Testaufbau & Testablauf

Unser Testsystem setzt sich wie folgt zusammen:
- ASUS P6X58D-E
- Intel Core i7 920 @ 3400 MHz @ 1,25 Volt
- 3x2 GB Crucial Ballistix @ 1.363 MHz @ 1,64 Volt (7-7-7-24 2T)
- Palit GeForce GTX 470
- Enermax LibertyECO 620W
- Western Digital WD64001AALS-00J7B0
- LG HL-DT-ST GH22NS50
- Aquacomputer Aquaero 4.00
- mCubed T-Balancer BigNG + 4 digitale Sensoren
- Scythe Kaze Jyu Slim (Systemlüfter @ 12 Volt)

Der Testaufbau und -Ablauf sieht wie folgt aus.
Der Test der Kühler mit den Original-Lüftern erfolgt bei zwölf und fünf Volt, bei beiden Tests geben wir die Drehzahl mit an, mit der der Lüfter im Schnitt gearbeitet hat, diese runden wir in 25er-Schritten. Ausgelesen werden die Drehzahlen mit Hilfe des Aquacomputer Aquaero 4.0 (Review).

Die Vergleichstests mit einheitlichen Lüftern erfolgen mit Hilfe eines Scythe Kama Flex 1900. Diesen regeln wir mit einer Aquacomputer Aquaero 4.0 auf die Drehzahlen 1.850, 1.300 und 700. Unterstützt ein Kühler 140-Millimeter-Lüfter werden zusätzlich Testläufe bei 1.700, 1.200 und 700 Umdrehungen mit einem Noiseblocker NB-BlackSilentPro NB-PK3 getätigt.

Wir nutzen bei unseren Tests eine einheitliche Wärmeleitpaste, um auch hier etwaige Schwankungen ausschließen zu können. Zum Einsatz kommt hierfür Noctua NT-H1 (Review).

Jeder Kühler muss mit jeder der Konfigurationen mehrere Testläufe über sich ergehen lassen. Neu ist, dass wir die Kühler nur noch zur Rückseite des Gehäuses hin ausrichten. Für das Einheizen in den Last-Phasen haben wir uns für das Tool Core Damage entschieden. Protokolliert werden die Temperaturen der CPU mit dem Tool Core Temp 0.99.7. Die Temperatur der Umgebungsluft wird in einem Abstand von rund fünf Zentimetern vor dem Lüfter mit Hilfe von vier digitalen Sensoren eines mCubed T-Balancer bigNG gemessen.

Aus den in den Testläufen ermittelten Daten errechnen wir dann die durchschnittliche Temperatur des Prozessors in Abhängigkeit zur Umgebungstemperatur. Die Temperaturen werden immer als Differenz zur Umgebungstemperatur angegeben. Gemäß der Konvention machen wir die Angaben in Kelvin, wobei ein Kelvin einem Grad Celsius Temperaturdifferenz entspricht. Natürlich ist auch eine solche Datenmenge nicht vor Messtoleranzen gefeit und so sind trotz des getätigten Aufwandes Schwankungen im Bereich von 0,5 Kelvin bei den gemessenen Temperaturen möglich.


Wir möchten an dieser Stelle nochmals den Hinweis geben, dass die erreichten Temperaturen stark in Abhängigkeit vom genutzten System sind und auch auf ähnlichen Systemen abweichen können. Jedoch lassen sich die Kühler untereinander gut vergleichen, da alle die gleiche Grundlage für ihren Test haben.

Testergebnisse - Übersicht

Den Anfang bei unserer Testauswertung macht wie immer der Ergebnisvergleich. Hierbei werden alle erreichten Werte in einem Diagramm zusammengefasst, was einen guten Überblick darüber bringt, welche Lüfterbestückung oder Drehzahlen dem Kühler am besten liegen.


Machen wir es kurz: Der Prime SD1484 arbeitet bei allen getesteten Lüfter-Kombinationen äußerst gut und bietet selbst bei deutlichen Übertakten ordentliche Reserven. Egal ob wir den Kühler mit zwei schnell drehenden 140-mm-Lüftern oder einem langsam arbeitenden 120-mm-Lüfter bestückt haben, Probleme bei den Temperaturen gab es im gesamten Test keine.


Test - Serienbelüftung mit zwölf Volt


Im 12-Volt-Betrieb arbeitete der vordere Lüfter, hier kam das 3-Pin-Modell zum Einsatz, mit 1.175 U/min und der hintere (4-Pin-)Lüfter mit 1.250 U/min. Diese Konfiguration reicht für einen äußerst guten siebten Platz in unserem Ranking, macht sich aber bei der Lautstärke auch deutlich bemerkbar. Für Silent-Fans ist die volle Drehzahl nicht geeignet.


Test - Serienbelüftung mit fünf Volt


Anders schaut dies schon im 5-Volt-Betrieb aus, bei dem die beiden Lüfter nur noch leicht hörbar sind. Die Drehzahl reduzierte sich hierbei auch auf 675 bzw. 575 U/min. Hier zeigt sich, dass der PWM-Lüfter deutlich mehr an Drehzahl verliert (-675 U/min), als der 3-Pin-Lüfter (-500 U/min). Gleichauf liegt der Xigmatek Prime SD1484 nun mit dem Prolimatech Genesis in der ''Dual Red Vortex Edition'' und dem Scythe Yasya. An die phänomenalen Werte des Phanteks PH-TC14PE_RD reicht der Kühler von Xigmatek aber nicht heran.

Test - Single-Referenz-Belüftung (Scythe Kama Flex)

Als erster Test kommt unser Referenztest mit der Single-Belüftung eines Scythe Kama Flex 1900.


1.850 Umdrehungen pro Minute



1.300 Umdrehungen pro Minute



700 Umdrehungen pro Minute


Gleiche Größe und gleiche Drehzahl, erst bei den Referenztests zeigt sich die wirkliche Leistungsfähigkeit eines Kühlers. Aber auch hier kann der Prime SD1484 überzeugen, im Vergleich zum Aegir SD128264 konnte Xigmatek die Kühlleistung - gerade bei geringen Drehzahlen - deutlich steigern. Der Rückstand zum Klassenprimus in Form des Thermalright Archon beträgt maximal 1,9 Kelvin.

Test - Dual-Referenz-Belüftung (Scythe Kama Flex)

Nach den Testläufen mit einem 120-mm-Lüfter folgen die Testläufe mit doppelter Bestückung.


1.850 Umdrehungen pro Minute



1.300 Umdrehungen pro Minute



700 Umdrehungen pro Minute


Mit zwei Lüftern im 120-mm-Format bestückt rutscht der Prime SD1484 in den Charts minimal ab und festigt seinen Platz unter den Top10. Bei 1.850, 1.300 und auch bei 7.00 U/min liegt der Kühler jeweils auf dem achten Rang. Der Rückstand, den der Aegir SD128264 hier maximal hat, schrumpft jedoch auf 2,7 Kelvin zusammen, maximal 1,5 Kelvin beträgt jedoch der Rückstand auf den jeweiligen Ersten des Einzelrankings.

Test - Single-Referenz-Belüftung (Noiseblocker NB-BlackSilentPro NB-PK3)

Nun folgen die Testläufe mit den 140-mm-Lüftern in Form des Noiseblocker NB-BlackSilentPro NB-PK3.


1.700 Umdrehungen pro Minute



1.200 Umdrehungen pro Minute



700 Umdrehungen pro Minute


Eine kleine Überraschung erwartete uns bei der Auswertung der Testergebnisse mit den 140-mm-Lüftern. Bei hohen Drehzahlen landet der Prime SD1484 schon auf einem guten vierten Platz, sinkt die Drehzahl jedoch auf 700 U/min, so schafft es der Kühler von Xigmatek gar an die Spitze der Charts. Vorweg nehmen wollen wir aber gleich: Beim Passiv-Test reicht die Kühlleistung des Prime SD1484 jedoch nicht aus. Der Kühler benötigt also immer etwas Frischluft, macht sich dann aber äußerst gut.

Test - Dual-Referenz-Belüftung (Noiseblocker NB-BlackSilentPro NB-PK3)

Als nächster Test kommt unser Referenztest mit der Dual-Belüftung zweier Noiseblocker NB-BlackSilentPro NB-PK3.


1.700 Umdrehungen pro Minute



1.200 Umdrehungen pro Minute



700 Umdrehungen pro Minute


Mit zwei 140er-Lüftern bestückt landet der Kühler von Xigmatek bei 1.700 U/min auf dem "letzten" Platz, welchen sich sechs Kühler teilen, die lediglich 0,6 Kelvin auseinander liegen. Aber auch hier schafft es der Prime SD1484 im 700-U/min-Betrieb sich den ersten Platz zu ergattern und schlägt dabei sogar Kühler im Format des Prolimatech Genesis oder des Thermalright Archon.

Fazit

Xigmatek hat es geschafft mit dem Prime SD1484 wieder einen High-End-Kühler auf den Markt zu bringen, der sich auch vor der Konkurrenz nicht verstecken muss. Bei der Verpackung entschied man sich gegen eine Kunststoffschale in der der Kühler liegt und bettet diesen stattdessen in Schaumstoff ein - den Kühler freuts und auch der Anwender brauch sich wenig Sorgen machen, ob der Kühler heil ankommt. Beim Lieferumfang fallen zwei Dinge auf. Zum einen, dass Xigmatek gleich zwei Lüfter im 140-mm-Format beilegt, was wir sehr lobenswert finden. Das nicht vorhandene Y-Kabel (Erklärung im Review) könnten wir auch noch verschmerzen, aber dass die Lüfter einen unterschiedlichen Anschluss besitzen verstehen wir nicht. Die Verarbeitung des Prime SD1484 ist ordentlich, das unbehandelte Aluminium der Lamellen hingegen Geschmackssache. Die Montage der beiden Lüfter, der Kühler kann problemlos 120- oder 140-mm-Lüfter aufnehmen, ist leicht zu erledigen und auch der Kühler selbst kann problemlos auf dem Mainboard angebracht werden. Anwender mit einem AMD-System können den Kühler ebenso frei ausrichten wie Intel-Anwender. Auch der neue Sockel 2011 wird bereits unterstützt. Bei den Tests auf unserem Sockel-1366-System zeigte der Prime SD1484 gute bis sehr gute Leistungen. Mit den beiden Original-Lüftern platzierte er sich bei beiden Testläufen dicht hinter den Spitzenplätzen, die Lüfter bleiben dabei aber deutlich hörbar. Bei den Referenztests kann der Kühler explizit bei niedrigen Drehzahlen überzeugen, aber auch sonst sind die erzielten Leistungs-Werte gut. Erhältlich ist der Xigmatek Prime SD1484 für 50 Euro.


Pro & Contra

Pro
+ zwei 140-mm-Lüftern beiliegend
+ ordentliche Verarbeitung
+ bietet Platz für bis zu zwei Lüfter im 120-mm- oder 140-mm-Format
+ gute Kühlleistungen

Contra
- Lüfter besitzen keinen einheitlichen Anschluss (ein 3-Pin- und ein 4-Pin-Lüfter beiliegend)
- Lüfter im 12-Volt-Betrieb deutlich hörbar


Award

Wir verleihen dem Xigmatek Prime SD1484 unseren DeXgo-Silber-Award.
DeXgo-Silber-Award

Danksagung

Dieser Artikel entstand mit freundlicher unterstützung von Caseking.

Weitere Informationen

Dieser Artikel wurde von Mephisto verfasst.
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