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Zero Infinity Free Flow+


Einleitung

Um sich im hart umkämpften Markt der CPU-Kühler merklich hervorzuheben, reicht es nicht mehr seinen Produkten einen ungewöhnlichen Namen zu geben oder auf ungewöhnliche Farben zurück zu greifen, nein auch die technischen Eckpunkte müssen stimmen. Zero Infinity (zu deutsch: Null Unendlichkeit) legt dem Free Flow+, welcher über zwei Kühltürme und fünf 8-mm-Heatpipes verfügt, auch noch gleich drei 140-mm-Lüfter bei. Diese Kombination von großer Kühlfläche und starker Belüftung verspricht eine nicht zu verachtende Kühlleistung. Wir wollen in unserem Test klären, ob der Kühler in der Praxis aber auch das hält, was seine technischen Daten und sein Auftreten auf den ersten Blick versprechen. Ob ihm das gelingt, erfahrt ihr auf den folgenden Seiten.

Verpackung & Lieferumfang

Ein großer Kühler benötigt auch eine große Verpackung, um sicher beim Käufer anzukommen. Zero Infinity spart zum Glück nicht bei eben dieser und liefert den Kühler gut geschützt aus, jedoch verzichtet man auf den Einsatz von Schaumstoff und verpackt den Kühler, die Lüfter und das Zubehör in verschiedene Kunststoffschalen. Durch ein Sichtfenster ist so aber auch ein erster Blick auf den Free Flow+ möglich, ohne den Kühler auspacken zu müssen. Auf der Verpackung befinden sich Informationen zu den wichtigsten technischen Daten, wie die Kompatibilität, die Lüfterbestückung oder auch die Abmessungen.
Was beim Lieferumfang des Free Flow+ sofort heraus sticht, ist die Anzahl der beiliegenden Lüfter. Gleich drei Lüfter im 140-mm-Format legt Zero Infinity dem Free Flow+ bei. Neben dem Kühler und den Lüftern befinden sich aber auch noch eine englischsprachige Bedienungsanleitung, eine Tube Wärmeleitpaste, sechs Klammern für 140-mm-Lüfter sowie das Montagematerial im Lieferumfang. Auf Lüfterklammern für 120-mm-Lüfter und somit die Möglichkeit entsprechende Lüfter am Free Flow+ anbringen zu können, muss man leider verzichten.
technische Daten
Größe (H x B x T - ohne Lüfter):166 x 140 x 110 Millimeter
Gewicht (ohne Lüfter):1070 Gramm
Material:Kupfer Heatpipe vernickelt, Aluminium Lamellen vernickelt
Anzahl Heatpipes:5x 8 Millimeter
Anzahl Lamellen:2x 46
Lamellenabstand:1,9 Millimeter
Lüfterplätze vorhanden:3x 140 Millimeter
Lüfter beiliegend:3x 140 Millimeter
Lüfterdrehzahl:1.200 U/min
Fördermenge:- keine Angabe -
Lüfter Leistungsaufnahme:1,44 Watt
Lautstärke:- keine Angabe -
Besonderheiten:3 Lüfter, vernickelt, verlötet, H.D.T.
Kompatibilität:Intel 771, 775, 1155, 1156, 1366
AMD AM2, AM2+, AM3, AM3+, FM1
Preis:70 Euro (Stand März 2012)

Der Kühler im Detail

Der Free Flow+ ist von den Abmessungen her ein typischer Tower-Kühler im Doppel-Turm-Design. 166 Millimeter hoch, 140 Millimeter breit und 110 Millimeter tief ist der Kühler, wenn noch kein Lüfter befestigt ist. Mit einem Gewicht von 1.070 Gramm gehört er jedoch zu den absoluten Schwergewichten der Branche. In unserem Testfeld durchbrachen erst zwei Kühler die 1.000-Gramm-Marke, dies waren der Prolimatech Super Mega mit einem Gewicht von 1.005 Gramm und der riesige silentmaxx BigBlock, welcher es auf 1.190 Gramm brachte.
Da der Kühler symmetrisch aufgebaut ist, sind die beiden Kühltürme identisch. So ist der Kühler nur seitlich leicht geschlossen, die abgekanteten Lamellen erlangen dadurch eine höhere Stabilität. Als Materialien kommen Aluminium - für die Lamellen und die "Boden-Platte" -, sowie Kupfer - bei den Heatpipes - zum Einsatz. Zum Schutz vor Korrosion wurde der gesamte Kühler vernickelt, die Lamellen und die Heatpipes wurden zudem miteinander verlötet.
Während viele Hersteller versuchen die Heatpipes über die gesamte Kühlfläche recht gleichmäßig zu verteilen, setzten einige auf eine kompakte Anordnung. Auch Zero Infinity bündelt die fünf 8-mm-Heatpipes recht nah im Zentrum des Kühlers. Dort besitzt der Free Flow+ auch eine ungewöhnliche Lamellenform. So besitzen die einzelnen Aluminium-Lamellen dort jeweils eine große und vier klein "Wölbungen", welche den Luftstrom durch den Kühler leiten. Dies sorgt zwar dafür, dass die Luft im Zentrum an viel Kühlfläche vorbei geführt wird und dort auch die Hitze des Prozessors gebündelt wird, der Luftfluss wird dadurch aber auch sehr stark gebremst.
Dies zeigt sich vor allem beim Blick frontal auf den Kühler. Das Zentrum der Kühlblöcke ist trotz eines moderaten Lamellenabstandes von 1,9 Millimetern wie zugemauert. Am Rand hingegen geht es bei den jeweils 46 Aluminium-Lamellen sehr luftig zu und so sollte der Luftwiederstand dort deutlich geringer ausfallen. Seitlich zeigt sich recht gut der Abstand zwischen den beiden Türmen, welcher 30 Millimeter beträgt und auch ein weiteres - für uns unverständliches - Merkmal. So sind die Auswölbungen, welche den Luftstrom durch den Kühler leiten sollen auf beiden Seiten gleich angeordnet. Für unser Verständnis hätte der Kühler aber, für eine effektive Nutzung des Leitsystems, eine feste Ausrichtung mit vorgegebenen Luftein- und auslass benötigt. Die Tests werden zeigen, wie gut das System funktioniert.

Der Kühler im Detail
Ein Blick von unten auf den Kühler zeigt uns zwei Dinge. Zum einen besitzt der Kühler sogenannte "Dimples" (Grübchen/Erhebungen), welche nochmals zur Verwirbelung der Luft im Kühler und zur Erhöhung der Kühlleistung beitragen sollen. Zum anderen ist auch die Anordnung und der relativ gerade Verlauf der Heatpipes vom Boden in die Lamellen gut zu erkennen.
Der Boden des Free Flow+ ist während des Transports mit einer Folie vor Schmutz geschützt. Diese kann sehr leicht entfernt werden und hinterlässt auch keinerlei Rückstände. Um einen kompletten Kontakt aller fünf Heatpipes zu erreichen, würde man einen Prozessor benötigen, welcher mindestens 46 Millimeter hoch oder breit ist. Das dritte Bild zeigt - mit mehr Wärmeleitpaste als für den Test genutzt - den Abdruck unseres 35 mal 32 Millimeter großen Heatspreaders des genutzten Intel Core i7-920. Selbst dieser besitzt schon keinen vollständigen Kontakt, je nach eingesetzten Prozessor und gewählter Ausrichtung kann die Kontaktfläche aber noch geringer ausfallen. Dieses "Problem" besitzt aber nicht nur der Free Flow+, sondern alle Kühler die auf viele/große Heatpipes setzen und gleichzeitig die H.D.T.-Technik nutzen.
Bei den Daten der Lüfter schweigt sich Zero Infinity leider etwas aus. So ist lediglich das Format - unschwer ersichtlich, dass es sich um 140-mm-Lüfter handelt -, die maximale Drehzahl - die Lüfter arbeiten im 12-Volt-Betrieb mit rund 1.200 U/min - sowie die Leistungsaufnahme von 1,44 Watt bekannt. Angaben zur Förderleistung oder zur Lautstärke werden jedoch keine getroffen. Angeschlossen werden die Lüfter über einen 3-Pin-Anschluss, einer der drei beiliegenden Lüfter verfügt zudem noch über einen silbernen Aufkleber, welcher das Firmen-Logo trägt.
Befestigt werden die Lüfter mit Hilfe von einfachen Lüfterklammern. Diese können jedoch nur 140-mm-Lüfter aufnehmen, wer hier auf 120-mm-Lüfter setzen möchte muss sich diesbezüglich selbst um eine Montage "kümmern", Zero Infinity bietet hierfür keine Lösung an. Auch auf eine Entkopplung wird verzichtet, die Montage der Lüfter selbst geht aber recht einfach von der Hand. Mit montierten Lüfter wächst die Breite des Free Flow+ auf beachtliche 164 Millimeter.

Die Montage

Dies zeigt sich auch bei der Montage des Kühlers, zum Platzbedarf aber gleich mehr. Angebracht wird der Kühler mit Hilfe einer Backplate und vier Muttern mit Federn. Wir empfehlen wegen der Größe und des Gewichtes des Free Flow+ die Montage bei liegendem Mainboard durchzuführen. Da die Schrauben per Hand angezogen werden müssen und der Kühler diese auch ohne angebrachte Lüfter deutlich überragt sollte man etwas Geduld mit sich bringen und auch den Arbeitsspeicher und die Grafikkarte ausbauen, dies erleichtert die Montage deutlich.
AMD-Anwender können den Free Flow+ leider nur zum Gehäuse-Deckel hin ausrichten. Dies wirkt der Problematik mit der unzureichenden Kontaktfläche beim Boden zwar entgegen, limitiert den Anwender aber bei der freien Gestaltung des Gehäuse-Innenlebens. Auf unserem Sockel-1366-Testsystem überragt der Kühler auch bei dieser Ausrichtung zwei RAM-Steckplätze und auch den Kühlkörper der Northbridge. Auch nach oben hin ist bis zum "Ende" des Mainboards nicht mehr wirklich Platz vorhanden und der EPS-Stromstecker wird ebenfalls überragt.
Etwas besser dran ist, wer den Free Flow+ zur Gehäuse-Rückseite hin ausrichten kann. Der Platzbedarf Richtung Northbridge und Mainboard-Oberkante nimmt merklich ab, es werden dann aber bereits drei RAM-Steckplätze überragt. Arbeitsspeicher mit hohen Heatspreadern sollte man also generell meiden, wenn der Free Flow+ von Zero Infinity zum Einsatz kommen soll.
Testaufbau & Testablauf

Unser Testsystem setzt sich wie folgt zusammen:
- ASUS P6X58D-E
- Intel Core i7 920 @ 3400 MHz @ 1,25 Volt
- 3x2 GB Crucial Ballistix @ 1.363 MHz @ 1,64 Volt (7-7-7-24 2T)
- Palit GeForce GTX 470
- Enermax LibertyECO 620W
- Western Digital WD64001AALS-00J7B0
- LG HL-DT-ST GH22NS50
- Aquacomputer Aquaero 4.00
- mCubed T-Balancer BigNG + 4 digitale Sensoren
- Scythe Kaze Jyu Slim (Systemlüfter @ 12 Volt)

Der Testaufbau und -Ablauf sieht wie folgt aus.
Der Test der Kühler mit den Original-Lüftern erfolgt bei zwölf und fünf Volt, bei beiden Tests geben wir die Drehzahl mit an, mit der der Lüfter im Schnitt gearbeitet hat, diese runden wir in 25er-Schritten. Ausgelesen werden die Drehzahlen mit Hilfe des Aquacomputer Aquaero 4.0 (Review).

Die Vergleichstests mit einheitlichen Lüftern erfolgen mit Hilfe eines Scythe Kama Flex 1900. Diesen regeln wir mit einer Aquacomputer Aquaero 4.0 auf die Drehzahlen 1.850, 1.300 und 700. Unterstützt ein Kühler 140-Millimeter-Lüfter werden zusätzlich Testläufe bei 1.700, 1.200 und 700 Umdrehungen mit einem Noiseblocker NB-BlackSilentPro NB-PK3 getätigt.

Wir nutzen bei unseren Tests eine einheitliche Wärmeleitpaste, um auch hier etwaige Schwankungen ausschließen zu können. Zum Einsatz kommt hierfür Noctua NT-H1 (Review).

Jeder Kühler muss mit jeder der Konfigurationen mehrere Testläufe über sich ergehen lassen. Neu ist, dass wir die Kühler nur noch zur Rückseite des Gehäuses hin ausrichten. Für das Einheizen in den Last-Phasen haben wir uns für das Tool Core Damage entschieden. Protokolliert werden die Temperaturen der CPU mit dem Tool Core Temp 0.99.7. Die Temperatur der Umgebungsluft wird in einem Abstand von rund fünf Zentimetern vor dem Lüfter mit Hilfe von vier digitalen Sensoren eines mCubed T-Balancer bigNG gemessen.

Aus den in den Testläufen ermittelten Daten errechnen wir dann die durchschnittliche Temperatur des Prozessors in Abhängigkeit zur Umgebungstemperatur. Die Temperaturen werden immer als Differenz zur Umgebungstemperatur angegeben. Gemäß der Konvention machen wir die Angaben in Kelvin, wobei ein Kelvin einem Grad Celsius Temperaturdifferenz entspricht. Natürlich ist auch eine solche Datenmenge nicht vor Messtoleranzen gefeit und so sind trotz des getätigten Aufwandes Schwankungen im Bereich von 0,5 Kelvin bei den gemessenen Temperaturen möglich.


Wir möchten an dieser Stelle nochmals den Hinweis geben, dass die erreichten Temperaturen stark in Abhängigkeit vom genutzten System sind und auch auf ähnlichen Systemen abweichen können. Jedoch lassen sich die Kühler untereinander gut vergleichen, da alle die gleiche Grundlage für ihren Test haben.

Testergebnisse - Übersicht

Den Anfang bei unserer Testauswertung macht wie immer der Ergebnisvergleich. Hierbei werden alle erreichten Werte in einem Diagramm zusammengefasst, was einen guten Überblick darüber bringt, welche Lüfterbestückung oder Drehzahlen dem Kühler am besten liegen.


In der Übersicht der Testergebnisse finden sich, auf Grund der beiliegenden Lüfterklammern, lediglich Werte mit 140-mm-Lüftern. Hierbei zeigt sich gut, dass die drei mitgelieferten Lüfter sehr gut zum Free Flow+ passen und genügend Druck für den engen Aufbau generieren. Die von uns genutzten Referenz-Lüfter im 140-mm-Format in Form der Noiseblocker NB-PK3 liegen bei hohem Luftdurchsatz teils deutlich hinter den Werten mit der Original-Bestückung.


Test - Serienbelüftung mit zwölf Volt


Im 12-Volt-Betrieb machen sich die Lüfter aber durch ein lautes und unangenehmes Betriebsgeräusch bemerkbar. Der Luftfluss durch den Kühler erzeugt zudem noch hochfrequente Töne, die diesen Betrieb nur für die wenigsten akzeptabel machen. Wir raten von dieser Konfiguration ab, auch wenn die erreichten Testwerte sehr gut sind. Die Drehzahlen der Lüfter liegen bei 1.100 bzw. 1.150 U/min.


Test - Serienbelüftung mit fünf Volt


Bei verringerter Drehzahl im 5-Volt-Betrieb arbeiten die Lüfter noch mit 525 bzw. 550 U/min. Der Kühler rutscht deutlich im Testfeld ab, erreicht mit einem Delta von 52,4 Kelvin aber immer noch ein sehr ordentliches Testergebnis. Die drei Lüfter bleiben aber trotz ihrer geringen Drehzahl hörbar - die Masse macht es hierbei leider aus.

Test - Single-Referenz-Belüftung (Noiseblocker NB-BlackSilentPro NB-PK3)

Nun folgen die Testläufe mit den 140-mm-Lüftern in Form des Noiseblocker NB-BlackSilentPro NB-PK3.


1.700 Umdrehungen pro Minute



1.200 Umdrehungen pro Minute



700 Umdrehungen pro Minute


Da sich die Kühler untereinander aber nur bei gleicher Lüfterbestückung ausreichend vergleichen lassen, sagt der Referenzvergleich erst richtig etwas zur Kühlleistung aus und bei diesem - mit mittig montiertem Lüfter - schneidet der Zero Infinity Free Flow+ nicht wirklich gut ab. Die Kombination aus enger Bauweise und Lüftern mit eher geringem Druckaufbau sorgt dafür, dass der Kühler bei allen drei Drehzahlen auf dem letzten Platz des übersichtlichen Rankings landet. Gerade der Einbruch bei 700 U/min ist aber deutlich zu erkennen. Selbst zum Prolimatech Genesis, welcher durch seine beiden getrennten Türme mit einem Lüfter eigentlich benachteiligt ist, hat der Free Flow+ bis zu sechs Kelvin Rückstand, von den Spitzenplätzen in Form des Thermalright Archon oder des Xigmatek Prime SD1484 reden wir an dieser Stelle lieber nicht.

Test - Dual-Referenz-Belüftung (Noiseblocker NB-BlackSilentPro NB-PK3)

Als nächster Test kommt unser Referenztest mit der Dual-Belüftung zweier Noiseblocker NB-BlackSilentPro NB-PK3.


1.700 Umdrehungen pro Minute



1.200 Umdrehungen pro Minute



700 Umdrehungen pro Minute


Auch mit zwei Lüftern im 140-mm-Format bestückt schaut es nicht viel besser aus. Lediglich der Abstand bei 700 U/min zum nächst schlechteren Kühler (Prolimatech Armageddon) schrumpft deutlich, dennoch liegt der Kühler von Zero Infinity teilweise abgeschlagen auf dem letzten Platz. Auch wenn die Kühlleistung weiterhin ausreichend für alle Prozessoren ist - wir arbeiten hier schließlich mit einem übertakteten i7-920, welcher rund 180 Watt Abwärme generiert - ist das Gesamtbild etwas enttäuschend.

Fazit

Als Zero Infinity den deutschen Markt betrat, brachte das Unternehmen gleich vier Kühler mit, welche alle eine andere Zielgruppe anvisiert haben. Der Free Flow+ ist in dieser "Übersicht" das High-End-Modell mit den stärksten Ambitionen, welche er in unserem Test leider nicht immer bekräftigen konnte. Die gewählte Verpackung ist gut und schützt sowohl den Kühler, als auch die Lüfter und das Zubehör ausreichend. Auch der Lieferumfang fällt positiv aus, hervorzuheben sind hierbei die drei beiliegenden 140-mm-Lüfter. Ebenfalls gut, wenn auch nicht auf Top-Niveau, ist die Verarbeitung des Free Flow+. Bei der Montage der Lüfter müssen wir jedoch zwei Dinge beanstanden. Zum einen, dass lediglich 140-mm-Lüfter unterstützt werden und zum anderen, dass die Lüfter ohne Entkopplung am Kühler befestigt werden müssen. Beides sollte bei einem Produkt der Premium-Klasse, auf die Zero Infinity es abgesehen hat, nicht vorkommen. Auch bei der Montage müssen wir ein paar Punkte abziehen. Bei einem Kühler mit einem Gewicht von über einem Kilogramm sollte - um den Anwender die Montage so leicht wie möglich zu machen - die Backplate mit dem Mainboard verschraubt werden können, so dass der Anwender beide Hände für die Befestigung des Kühlers nutzen kann. Auch die freie Ausrichtung auf allen unterstützten Plattformen zählt zu den Punkten, die ein Premium-Produkt erfüllen sollte. In unseren Testläufen konnte der Free Flow+ bei den Tests mit Original-Lüfter mit guten Testergebnisse punkten, auch wenn diese auf Kosten der Lautstärke erkauft wurden. Im Referenzvergleich bricht der Kühler leider ein und landet in dem kompakten, aber durchaus starken Testfeld, auf dem letzten Rang. Wir vermuten, dass diese vor allem der geringen Kontaktfläche geschuldet ist (siehe Der Kühler im Detail - Teil 2). Insgesamt ist der Zero Infinity Free Flow+ ein durchschnittlicher Kühler, welcher noch einen guten Weg arbeitet vor sich hat, um es in die Gruppe der Spitzenkühler zu schaffen. Erhältlich ist der Zero Infinity Free Flow+ für rund 70 Euro.



Pro & Contra

Pro
+ drei 140-mm-Lüftern beiliegend
+ ordentliche Verarbeitung
+ bietet Platz für bis zu drei Lüfter im 140-mm-Format

Contra
- kann keine 120-mm-Lüfter aufnehmen
- Lüfter werden nicht entkoppelt
- benötigt bei voller (originaler) Lüfterbestückung viel Platz
- Lüfter im 12-Volt-Betrieb laut


Award

Wir verleihen dem Zero Infinity Free Flow+ unseren DeXgo-Bronze-Award.
DeXgo-Bronze-Award

Danksagung

Dieser Artikel entstand mit freundlicher unterstützung von Caseking.

Weitere Informationen

Dieser Artikel wurde von Mephisto verfasst.
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