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iTank-i302


Einleitung

Heute im Test haben wir den iTank-i302 von Raidsonic. Der i302 ist kein einfacher externer Festplattenrahmen, nein er ist zusätzlich noch ein Wechselrahmen. Angeschlossen und im laufenden Betrieb können so, ähnlich wie bei internen Wechselrahmen, die Festplatten bequem getauscht werden. Durch seinen internen S-ATA Anschluss ist dies jedoch, wie schon erwähnt, auch im laufenden Betrieb möglich. Wie sich der iTank-i302 im Test schlägt erfahrt ihr bei uns.

Verpackung & Lieferumfang
Geliefert wird der iTank in einem robusten Karton. Auf diesem erkennt man auch sofort welche iTank Version man sein Eigen nennt. Aber dazu später mehr.
Im Karton sicher verpackt befindet sich das Gehäuse, das Netzteil mit Stromkabel, in unserem Fall ein USB-Kabel, der Standfuß, 2 Schlüsselstifte und Schrauben, sowie die Bedienungsanleitung.
Die Stromversorgung wird mit Hilfe eines externen Netzteils bewerkstelligt. Das eigentliche Netzteil hat eine Kabellänge von knapp 1,20m bis zum Wechselrahmen. Das Stromkabel zum Netzteil ist 1,80 m lang. So mit hat man gute 3 m Kabel zur Verfügung um den iTank mit Strom zu Versorgen. Anhand der kleine Status LED ist auch auf den ersten Blick ersichtlich, ob das Netzteil mit Strom versorgt wird.
Das Gehäuse des i302 ist, nicht wie bei günstigen Gehäusen üblich, aus Kunststoff, sondern komplett aus Aluminium. Dies sieht nicht nur wesentlich besser aus, nein es ermöglicht auch eine bessere Wärmeabfuhr als einfaches Plastik. Um die Entlüftung noch zusätzlich zu verbessern, hat das i302 am hinteren Ende, auf beiden Seiten, Belüftungslöcher spendiert bekommen.
Auch von vorne macht das i302 eine gute Figur. Eine der beiden Öffnungen im oberen Teil ist garkeine Öffnung. Nur das große Zentrale ist ein Loch in das der Schlüsselstift gesteckt wird, um die Verriegelung zu lösen. Im oberen "Loch" ist eine Status LED untergebracht, die im Betrieb rot leuchtet und bei Datenzugriff Lila.
Der Metallstandfuß ist optisch genauso gehalten wie der Rahmen, jedoch ist dieser deutlich schwerer. Dies und die eingearbeiteten Gummifüße ermöglichen einen absolut sicheren Stand.
An der Unterseite befinden sich 3 Schrauben. Die Mittlere ist zur Befestigung des Standfußes gedacht, die beiden äußeren halten den Rahmen samt Platine im Gehäuse fest.

Einbau der Festplatte
Die Bedienungsanleitung ist recht kurz gehalten, beinhaltet aber alle wichtigen Schritte und illustriert diese deutlich. Neben dem eigentlichen Einbau und den Anschlüssen werden auch noch Gebrauchshinweise und weitere Produkte auf dieser beschrieben. Zur Auswahl stehen insgesamt 7 verschiedene Sprachen, darunter Deutsch, Englisch und Französisch.
Um eine Festplatte in den Wechselrahmen einzusetzen, muss dieser logischerweise erstmal aus dem Gehäuse geholt werden. Hier für wird einer der beiden Schlüsselstifte benötigt. Man drückt diesen einfach in das Loch und der Griff öffnet sich dann von alleine.
Nun kann an diesem Vorsichtig gezogen werden.
So kann der Wechselrahmen dann ohne Probleme aus dem Gehäuse gezogen werden.
Um die Stabilität während des Leertransports zu gewährleisten, wurde in den Rahmen ein Dummy eingesetzt.
Dieser muss vor dem Einbau einer Festplatte natürlich entfernt werden. Dazu einfach die Schrauben an der Seite des Rahmens lösen.
Die Festplatte wird zum Einbau dann einfach in den Rahmen gesetzt und mit Hilfe der Schrauben befestigt. Durch die Möglichkeit die Festplatte an 6 Punkten zu Verschrauben hat diese einen absolut bombensicheren Sitz. So können keine störenden klapper Geräusche während des Betriebes auftreten.

Die inneren Werte
Da wir zur Montage des Standfußes sowieso eine Schraube entfernen müssen, nutzten wir natürlich diese Gelegenheit gleich dazu, um einen Blick auf die Elektronik werfen zu können. Dazu müssen lediglich die anderen beiden Schrauben auch noch gelöst werden. Ist dies geschehen kann der interne Teil des Rahmens mit der Elektronik herausgezogen werden. Also gesagt, getan.
Die Platine ist an der Rückwand nochmals mittels 4 Schrauben befestigt. Wenn diese gelöst sind kann die Platine für die weitere Begutachtungen "befreit" werden.
Die Innenseite, die Seite mit dem Connector zur Festplatte, ist sehr sauber Verarbeitet. Es befinden sich keine Lötrückstände, oder ähnliches auf der Platine.
Auch die Rückseite, die mit den Außenanschlüssen, ist absolut perfekt Verarbeitet. Die saubere Arbeit ist besonders am Chip zu sehen, wo alle dünnen Lötpunkte sauber sitzen.
Die Rückseite des Gehäuses ist nur aus Kunststoff gefertigt. Dies stört leider das schöne Gesamtbild des Gehäuses. Auf der Rückseite sind alle Anschlüsse nochmals einzeln beschriftet, was der einfacheren Inbetriebnahme dient.

Die Fußmontage
Der Standfuß wird, nicht wie bei vielen anderen Gehäusen, nur angesteckt, sondern geschraubt. Dadurch ist ein absolut sicherer Stand garantiert.
Wie schon erwähnt muss hierzu die mittelste Schraube entfernt werden.
Nun geht es darum, die richtige Schraube zu finden. Die Schrauben unterscheiden sich nicht nur in der Länge, sondern auch beim Gewinde. Links ist die Originalschraube des Gehäuses zu sehen. Die Schraube in der Mitte, die mit dem feineren Gewinde, wird benötigt um den Standfuß zu befestigen. Die Schraube rechts ist für die Festplatten gedacht.
Abschluß der Montage
Fertig angeschraubt kann das i302 dann aufgestellt werden. Der Vorteil ist der geringere Platzverbrauch im Vergleich zum liegenden Betrieb.
Um die Festplatte mitsamt ihrem Rahmen in das Gehäuse zu schieben, muss der Griff ganz unten sein.
Wenn der Rahmen bis zum Anschlag eingeschoben wurde hebt sich der Griff automatisch etwas an. Nun muss dieser nur noch geschlossen werden und fertig ist die Montage. Komplett Montiert bringt das Gehäuse inkl. Festplatte es auf 1,4 kg. Kein Leichtgewicht aber auch nicht zu schwer.
Der Anschluss der Kabel ist idiotensicher. Die Rückseite ist nochmals beschriftet und die Kabel passen alle nur in einem Anschluss.

Inbetriebnahme

Im Betrieb leuchtet die Led rot, bei Festplatten Zugriff wird diese dann violett. Sonst ist äußerlich nichts außergewöhnliches festzustellen. Bei den hinteren Lüftungsöffnungen ist ein blauer schimmer zu sehen, der sehr dezent nach außen dringt. Den Hardcore Moddern wird das zu schwach sein, jedoch ist es genau die richtige Stärke, um nicht aufdringlich zu wirken.
Nachdem der i302 mit dem Rechner verbunden wurde und auch an den Strom angeschlossen wurde, wird dieser automatisch von WindowsXP erkannt und in das System eingebunden. Um zu ermitteln wie schnell die Festplatte im iTank, im Vergleich zum internen Einbau, arbeitet führten wir mehrere Schreib- und Lesetest durch. Fast 29MB/s beim Lesen und 25,8MB/s beim schreiben sind keine schlechten Werte, jedoch auch keine Spitzenleistungen.
Impressionen

Anschliessend möchte ich euch noch ein paar weitere Bilder des i302 zeigen. So könnt ihr euch einen noch besseren Eindruck des Gehäuses und der Beleuchtung verschaffen.

Fazit / Anmerkungen

Der iTank ist in der Verarbeitung wohl kaum noch zu überbieten. Keine Kratzer, keine Schrammen, nirgends auch nur das geringste Anzeichen von schlechter Verarbeitung. Jedoch konnte er auch nicht auf voller Linie überzeugen. Die Idee einen Wechselrahmen in ein externes Gehäuse zu verbauen ist vom Grundsatz nicht schlecht aber auch nicht neu. Als einzelner externer Rahmen hat der iTank-i302 keine Vorteile gegenüber normalen externen Gehäusen. Im Verbund eingesetzt mit seinen "Großen Brüdern" (SR6600-5S-U3 & SR3610-2S-SB2) kommt der eigentliche Vorteil erst zu tragen. Durch die Möglichkeit weitere Einschübe nachzukaufen kann der i302 als Kontrollmedium genutzt werden. Die SR6600-5S-U3 und SR3610-2S-SB2 haben beide eine Raidfunktion integriert. Wenn dort eine Festplatte ausfällt kann diese, durch die gleiche Bauart der Einschübe, zur Fehleranalyse in den i302 "gebaut" werden. Für den Professionellen Einsatz also eine recht nette Sache, für den Otto-Normal-Anwender daheim wird dies bei der Kaufentscheidung aber keine große Rolle spielen. Wer den i302 nur als normale externe Festplatte nutzen möchte, macht auf Garantie nichts verkehrt, bekommt aber selbst von Raidsonic günstigere Alternativen aufgezeigt. Einen weiteren Vorteil bietet der i-302 aber noch. Die Möglichkeit einen Wechelrahmen außerhalb des Gehäuses zu nutzen, wenn dieses keine freien 5 1/4" Schächte mehr besitzt.
Zu haben ist der iTank-i302 für rund 50€ bei diversen Online Shops.


Pro und Contra

Pro:
+ sehr Gute Verarbeitung
+ sehr leichter Einbau
+ Optik

Contra:
- nichts


Award

Für die fabelhafte Verarbeitung und die kinderleichte Handhabung vergeben wir den DeXgo Gold Award.
DeXgo-Gold-Award

Danksagung

Dieser Artikel entstand mit freundlicher unterstützung von RaidSonic.

Weitere Informationen

Dieser Artikel wurde von Mephisto verfasst.
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